Ich mag Rätsel gar nicht, aber ich bin ein riesengroßer Sudoku-Fan. Sudoku hilft mir, besser mit meiner Hochsensibilität klar zu kommen. Durch Sudoku habe ich die ganz praktische Anwendung einiger Lebensweisheiten verstanden, die ich als äußerst nützlich erlebe und hier gerne mit Ihnen teile.

  1. Auszeit
    Sudoku bietet eine sehr praktische Auszeit und die brauchen wir als hochsensible Menschen ja öfter mal. Doch während es mitunter schwierig sein kann, sich kurz hinzulegen für ein Nickerchen o. ä. ist es meistens sehr viel einfacher, sein Sudokuheft aus der Tasche zu ziehen.
  2. Fokus
    Als hypersensitive Menschen werden wir im Alltag gewöhnlich mit sehr viel mehr Reizen konfrontiert, als uns lieb ist. Die erhöhte Reizempfänglichkeit erschwert eine Abschirmung ungemein. Es kann äußerst hilfreich sein, wenn es gelingt, sich auf nur eine Sache zu konzentrieren. Die Umwelt auszublenden fällt leichter, wenn man sich in ein Sudoku vertieft, denn uns liegt das
  3. Nachdenken
    Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass hochsensible Menschen einfach eine besondere Beziehung zum Denken an sich haben. Gerade beim Sudoku spüre ich immer wieder, dass es mir Freude macht, schlicht und einfach Freude, mein Gehirn zu benutzen und durch bloßes Nachdenken Lösungen zu finden. Gerade beim Sudoku können diese ja sehr verschachtelt sein und sich über mehrere Schritte oder Ebenen erstrecken.
  4. Es gibt immer eine Lösung
    Sudokus können uns daran erinnern, dass es eine Ordnung in der Welt gibt, auch wenn sie chaotisch und unorganisiert scheint. Es gibt immer eine Lösung, auch wenn wir sie noch nicht gefunden haben oder nicht finden können.
  5. Nicht nach Schema F arbeiten
    Als blutige Sudoku-Anfängerin habe ich mir natürlich eine besondere Vorgehensweise angeeignet, erst kamen die Zeilen, dann die Spalten und dann erst das unorganisierte Herumsuchen. Irgendwann wurde mir aber bewusst, dass ich mich selbst damit einschränke. Heute lasse ich als erstes meinen Blick über über das ganze Sudoku gleiten und entdecke so die ersten Zahlen. Das schärft den Blickwinkel ungemein. Auf meine organisierten Vorgehensweisen greife ich erst zurück, wenn ich anders nicht weiterkomme.
  6. Eins nach dem anderen
    Dinge haben nicht nur eine Ordnung, sondern auch eine Reihenfolge.  Ich kann dies erst tun, wenn ich vorher das getan habe, sonst komme ich nicht weiter.
  7. Nicht übertreiben
    Wenn man schöne Dinge zu exzessiv betreibt, gerät man unter Stress.  Anfangs war ich sehr stolz, dass ich in immer höhere Level aufstieg und verbrachte mindestens 1-2 Stunden täglich mit dem Lösen von Sudokus. Mit der Zeit habe ich unglaublichen Ehrgeiz darin entwickelt, immer schwierigere Sudokus lösen zu können. Eine böse Falle, vor allen Dingen für Supersensible. Schon ist es vorbei mit der Entspannung. Einmal habe ich 2 Wochen an einem Rätsel gesessen, das sich mir einfach nicht öffnen wollte. Daher Weisheit Nr.
  8. Lösungen müssen reifen
    Wenn man sich zu sehr anstrengt, gerät man in einen gestressten Zustand. Dann geht oft gar nichts mehr. Ich habe aber schon oft erfahren, dass scheinbar unlösbare Rätsel nach einiger Zeit des liegenlassens sich plötzlich ganz einfach lösen ließen.
  9. Dem Halbbewussten vertrauen
    Es gibt einen Teil in unserem Gehirn, der mehr weiß. Und das ist nicht unbedingt der Teil, mit dem wir ganz rational denken und präsent sind. Ich finde es häufig wie Magie, dass sich ganz schwierige Sudokus wie von selbst lösen, wenn ich sie kurz nach dem Wachwerden in die Hand nehme, wenn ich noch gar nicht richtig da bin. Das hat mich dazu gebracht, mir selbst und meinen „Eingebungen“ mehr zu vertrauen.
  10. Keine Angst haben
    Angst ist so ziemlich der schlechteste Ratgeber, wenn es um Sudokus geht. Ist es Ihnen auch schon passiert, dass Sie ein Sudoku in die Hand genommen, es angesehen und gedacht haben „Au weia, ist das schwer, das wird schwierig!“ Jede Wette, es war hinterher sehr schwierig - und vielleicht sogar unlösbar. Eine Zeitlang ist mir das oft passiert, bis ich dann merkte, dass alleine das Denken dieses Satzes mich so unter Stress setzte, dass entspanntes Denken schlicht nicht mehr möglich war. Mir die anderen Weisheiten ins Bewusstsein zu rufen, hat mir dabei geholfen, besser mit der Angst umzugehen.
  11. Manche liegen einem nicht
    Eigentlich sollte man ja meinen, ein Sudoku ist ein Sudoku. Ist es aber nicht. Sudokus sind vielmehr wie Charaktere mit unterschiedlichen Eigenschaften. Und manche liegen einem nicht. Punkt. Es brauchte ein wenig, bis ich mich zu dieser Erkenntnis durchringen konnte. Ich glaube nicht, dass es wirklich am Level liegt, sondern vielmehr an der Art von Lösungen, die einem abverlangt werden. Durch „Einstein“ (oder war es „Freud“?)-Sudoku habe ich mich gequält und zwischendurch einfach aufgegeben, Sudoku-„Jewel“ bereitet mir hingegen viel Freude.
  12. Logik tut gut
    Als besonders empfindlicher Mensch ist man oft scheinbar hilflos den eigenen übermächtigen Gefühlen ausgeliefert. Seine logische Seite zu entwickeln kann helfen, der Emotionalität etwas entgegenzusetzen.
  13. Wachsende Leistung würdigen
    Unser Gehirn ist ein sehr flexibles Organ, dass sich je nach Gebrauch weiter entwickelt. Und durch das Suchen von Lösungen für Sudokus tragen wir zum Wachstum unseres Gehirns bei, zum Verknüpfen neuer neuronaler Verbindungen etc. Und selbst mitzubekommen, wie dieses Wachstum aussieht, es am eigenen Leibe zu erleben - weil ich heute Lösungen für Sudokus finden kann, die ich vor 3 Jahren nicht hätte lösen können - macht mich stolz irgendwie. Wobei wir wieder bei der Freude über die intellektuelle Leistung aus Wahrheit 3 sind.

Lösen Sie Sudokus? Was gibt Ihnen das? Ich freue mich auf Ihre Antworten.

 

Herzlichst, Ihre

Monika Richrath

 

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

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Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und zwei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

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Die von mir angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

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