Chronischer Stress und eine daraus resultierende Überforderung sind typische Begleiterscheinungen der Hochsensibilität. Sicher, langfristig …ist der beste Weg, das chronisch erhöhte Stresslevel abzubauen, dann kann man automatisch besser mit punktueller Überforderung umgehen.

Was können Sie aber jetzt kurzfristig in konkreten Situationen tun, wenn Sie das Gefühl haben, es wächst Ihnen alles über den Kopf und Sie werden von allen Seiten bedrängt? Hier sind meine Top 5 hilfreicher Notfallrezepte für hochsensible Menschen. Sie erfordern nur wenig Zeit und Hilfsmittel, können aber dafür sorgen, dass Sie sofort ruhiger werden und stehen Ihnen immer zur Verfügung - wenn Sie das wollen - Tag für Tag.

  1. Trinken Sie ein großes Glas Wasser!

    Wasser ist unser Überlebensmittel! Unser Körper besteht zu 60 % aus Wasser, verliert davon aber jeden Tag ca. 2,6 Liter Wasser, die wir dem Körper wieder zuführen müssen. Wenn wir dehydriert sind, werden die Körperfunktionen durch die schlechte Flüssigkeitsversorgung beeinflusst. Haut, Blut, Nieren, Lunge und Gehirn brauchen Wasser für ihre Arbeit. Und: wenn wir Durst haben, fehlt dem Körper bereits Wasser! Trinken Sie vorzugsweise Wasser ohne Kohlensäure (die Säure kann Stress für Ihren Magen bedeuten) und ungesüßte Früchte- und Kräutertees. Noch ein Tipp: Ihr Urin sollte hell und durchsichtig sein. Je dunkler die Farbe, umso mehr Wasser braucht Ihr Körper.

  2. Atmen Sie 3 x tief ein und aus.

    Richten Sie dabei Ihren Fokus ganz und gar auf Ihren Atem, blenden Sie alles andere aus. Das ist sehr leicht und praktisch überall machbar - sogar in einem Meeting. Was dabei passiert: Sie werden sofort ruhiger - vermutlich bekommen Sie auch sofort mehr Energie durch das tiefe Einatmen. Durch den Fokus auf den eigenen Körper können Sie die eigenen Bedürfnisse besser wahrnehmen und sich selbst als Person viel besser im Blick behalten. Machen Sie das mehrmals am Tag, Sie werden erstaunt sein über die Wirkung.

  3. Ziehen Sie sich zurück.

    In einem Zustand völliger Überstimulation benötigen Sie eine reizarme Umgebung. Unschlagbar ist es, wenn Sie sich 20-30 Minuten hinlegen können, die Augen schließen, dösen, eine Meditations-CD hören etc. Es ist mir natürlich klar, dass das vielen Menschen im Berufsleben nicht möglich ist. (Wenn allerdings ganz viele Menschen in ihren Unternehmen Ruheräume einfordern würden, wäre dies vielleicht schon längst gang und gäbe.)Vielleicht können Sie aber die Tür schließen, am Schreibtisch die Augen zumachen, sich in einen unbenutzten Konferenzraum setzen etc. Notfalls ziehen Sie sich eine Weile auf das WC zurück. Manchmal heiligt der Zweck durchaus die Mittel, finde ich.

  4. Bewegen Sie sich.

    Gehen Sie idealerweise ins Grüne, einen Garten, Park o.ä., das besänftigt die Sinne. Hampeln Sie vielleicht in Ihrem Zimmer wild mit den Gliedmaßen herum, boxen Sie imaginäre Sparringspartner, rudern Sie mit den Armen, machen Sie Bürogymnastik. Hauptsache, Sie bauen körperlich Stress ab. Vielleicht können Sie auch einfach in eine andere Abteilung laufen, einmal eine Runde um die Firma drehen o.ä.? Seien Sie erfinderisch und schaffen Sie sich ein Äquivalent zur Rauchpause.

  5. Klopfen Sie mit der EFT-Klopftechnik.

    Das ist supereinfach, denn im EFT gibt es zwei sogenannte Notfallpunkte: am Schlüsselbein und an der Handkante. Wenn Sie in einer Stresssituation sind, klopfen Sie einfach mit den Fingern der einen Hand die Handkante der anderen oder am Schlüsselbein. Hier gehts zur Klopfanleitung. Es ist nicht notwendig, dazu einen Satz zu sagen oder denken. Klopfen Sie einfach so lange, bis Sie sich besser fühlen. Einfacher gehts nicht. Hier habe ich schon mal einen Beitrag zum Notfallpunkt geschrieben.

Haben Sie selbst auch noch eine bewährte Notfalltechnik, die Sie gerne mit anderen teilen möchten? Wie immer freue ich mich über Ihre Zuschriften.

Herzlichst, Ihre

Monika Richrath

 

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Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und zwei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als EFT-Coach und Trainerin und bin die Autorin dieses Blogs.