In der vergangenen Woche habe ich viel über mein bisheriges Leben nachgedacht. Bis jetzt habe ich ungefähr 19.680 Tage lang gelebt. (Nächsten Monat werde ich 54 Jahre alt). Wow! Das beeindruckt mich selbst, eine ganz schön lange Zeit um Dinge zu erleben, Erfahrungen zu sammeln, Gefühle zu entwickeln und Entscheidungen zu treffen. Vor allen Dingen, wenn ich bedenke, dass von diesen 19.680 ungefähr 16.030 eher unglückliche Tage waren, in denen ich mit mir selbst, dem Leben und der Welt gehadert habe.

Aber dann ist mir klargeworden, dass im Grunde genommen nur

7 Dinge

dafür gesorgt haben, dass aus der unglücklichen, depressiven Frau, die ich war, doch noch ein fröhlicher, optimistischer und äußerst vertrauensvoller Mensch wurde.

1. Krankheit

Sicher, Krankheit ist alles andere als schön oder gut. Ich möchte Ihnen auch nichts anderes erzählen. Aber: Wenn ich nicht krank geworden wäre, hätte ich vielleicht niemals verstanden, dass ich meine Hochsensibilität nicht ignorieren darf und sie als ernstzunehmenden Faktor in meine Lebensgestaltung mit einbeziehen muss. Krankheit hat dafür gesorgt, dass der enorme Druck, dem ich ausgesetzt war, sich verringerte und ich überhaupt die Zeit und den Raum bekam, über alternative Lebensentwürfe nachzudenken. Die Krankheit hat ebenso dafür gesorgt, dass ich den Mut aufbrachte, mich in einen (durchaus riskanten) alternativen Lebensentwurf zu stürzen.

2. Coachingausbildung

Ich hatte schon früh gemerkt, dass ich offensichtlich ganz gut darin war, andere Leute durch geschickte Fragen darin zu unterstützen, zu sich selbst zurückzufinden. Es erschien mir allerdings aus den verschiedensten Gründen unvorstellbar, dies zu meinem Beruf zu machen. Bei der Vorstellung, Seminare zu geben, sträubten sich mir die Haare. Ich fand es schon unvorstellbar schwierig, als Teilnehmerin in einem Seminar zu sein, die Interaktion mit anderen kompliziert etc. Und als Seminarleiterin ist man dann für alle verantwortlich! Und wäre es mit hochsensiblen Teilnehmern nicht besonders schwierig? Diese Gedanken haben mich lange Zeit daran gehindert, aktiv zu werden.

Im Rückblick tut es mir richtig leid, dass ich mich so lange von diesen Zweifeln habe aufhalten lassen. Was den Ausschlag gegeben hat dafür, dass ich mich für die Coachingausbildung angemeldet habe, weiß ich leider nicht mehr. Wohl aber, dass die Ausbildung mein Leben vollkommen verändert hat. Zum einen musste man sehr viel über sich selbst reflektieren, zum anderen kam ich von der Präsenzwoche, die Teil der Ausbildung war, als eine andere zurück. Ich hatte zum ersten Mal die Erfahrung gemacht, dass ich in einer Gruppe sein konnte, ohne meine Identität zu verlieren oder meine Bedürfnisse zu missachten.

Die Trainerausbildung, die ich dazu zähle, hat mir die Scheu genommen, Seminare zu leiten und dafür gesorgt, dass ich Seminare entworfen habe, die nicht nur angepasst sind an die Bedürfnisse der hochsensiblen TeilnehmerInnen, sondern auch an meine eigenen. So ist es für alle gut.

3. Die Klopfakupressur

Ich hatte diverse elektrisierende Begegnungen mit der Klopfakupressur hinter mir, aber erst als ich sie richtig lernte und begann, mir ein tägliches Klopfritual einzurichten und zu klopfen, kamen die wirklichen Veränderungen. Ich klopfte mich innerhalb eines Jahres aus meinem unglücklichen in einen völlig neuen fröhlichen Zustand hinein. Und ich schaffte es auch, durch kontinuierliches Klopfen mein erhöhtes Stresslevel wieder auf Normalniveau zu bringen.

Ich kenne  kein anderes Tool zur persönlichen Weiterentwicklung, das so leicht und effektiv ist wie die EFT-Klopfakupressur. Nach wie vor begeistert mich der Selbsthilfe-Aspekt dieser Methode: dass es so einfach ist, mit den eigenen Fingern das eigene Erleben zu verändern.

4. Die Erfüllung eines Herzenswunsches

Ich hatte schon einmal in einem anderen Blogbeitrag geschrieben, dass ich als Kind davon träumte, Schriftstellerin zu werden. Aus dem erträumten Roman ist bislang nichts geworden, aber als 2005 das „Kleine Singlewohlfühlbuch“ von mir erschien, habe ich eine sehr wertvolle Erfahrung gemacht: wenn ich einfach loslege und versuche meine Träume umzusetzen, können sie wahr werden! Tatsächlich war das Zögern die längste Phase in der Bucherstellung. Nachdem ich mich entschieden hatte, meine Erlebnisse als Single zu Papier zu bringen, damit sie vielleicht anderen Singles eine Art von Unterstützung bieten könnten (die ich sehr gerne in meiner Singlezeit gehabt hätte), war das Schreiben buchstäblich ein Klacks. Die Worte sprudelten nur so aus mir heraus, als hätten sie nur darauf gewartet, freigesetzt zu werden …

Und wissen Sie was? Das gleiche ist mir jetzt wieder passiert! Nachdem ich einfach mal ganz spontan und ungeplant versucht habe, einen Verlag für mein Buch zu begeistern, hat es geklappt und ich bin in den letzten Zügen für die Überarbeitung meines Buches über die EFT-Klopftechnik für hochsensible Menschen. Halten Sie die Augen auf, zu Weihnachten können Sie es dann im Buchhandel käuflich erwerben.

5. Ich habe mich selbständig gemacht

Wenn ich eines im Leben bereue, nur das: dass ich nicht früher den Mut gefunden habe, mich selbständig zu machen und den schwierigen Umweg über Krankheit und Reha nehmen musste. Aber ich habe nicht nur einen Lebensentwurf sondern auch ein Arbeitsmodell gefunden, dass für mich passt. Eins, das meine Interessen ebenso berücksichtigt wie meine Leistungsfähigkeit (die nach wie vor sehr wechselhaft ist). Unterm Schnitt arbeite ich sicherlich mehr als früher, aber das kümmert mich nicht. Ich kann mir meine unkonventionellen Arbeitszeiten selbst einteilen, das zählt für mich, und dass ich mich nicht länger in den einschränkenden Strukturen eines Unternehmens bewegen muss ebenso. Oder dass die täglichen Fahrten zur Arbeitsstätte hin und zurück in überfüllten öffentlichen Verkehrsmitteln entfallen. Wenn ich morgens aufwache, freue ich mich auf den Tag, der vor mir liegt …

6. Liebe

Vor einigen Jahren habe ich mich endlich getraut der Frau, der ich schon seit über zehn Jahren hinterherhing (wir hatten vor Ewigkeiten mal etwas ähnliches wie eine Beziehung) eine Liebeserklärung zu machen. Und sie hat mich (nach einer Bedenkzeit) erhört! Wir sind zwar völlig verschieden (sie z. B. extra-, ich introvertiert), aber wir teilen die gleichen Werte. Nähe und Distanzbedürfnisse sind zwischen uns einfach kein Thema, da wir beide unabhängige Geister sind und unsere diesbezüglichen Bedürfnisse respektieren. So einen leichten Umgang mit diesem Thema habe ich in anderen Beziehungen nicht kennengelernt, ganz im Gegenteil. Auch wenn wir natürlich unsere Höhen und Tiefen haben, habe ich einen Platz gefunden, der sich nach Zuhause anfühlt, ein Gegenüber, durch das ich mich selbst besser kennenlernen und eine Gefährtin, mit der ich wachsen kann.

7. Der Tod meiner Mutter

Der Tod meiner Mutter vor einem halben Jahr beschäftigt und verändert mich immer noch. Ich verändere mich durch den Tod meiner Mutter. Wie genau, vermag ich gar nicht zu sagen. Neulich saß ich in einer Kirche und dachte an meine Mutter, da überkam mich das großartige Gefühl: „Ich bin jetzt frei!“ Wovon genau, weiß ich nicht, aber ich werde es schon noch herausfinden! Ich vermute, hinderliche Glaubenssätze oder Verhaltensmuster, die mich davon abgehalten haben in die eine oder andere Richtung zu wachsen …

Wie geht es Ihnen? Was hat zu entscheidenden Veränderungen in Ihrem Leben geführt? Ich freue mich, wenn Sie uns von Ihren Veränderungen erzählen.

Herzlichst, Ihre
Monika Richrath

Bild: privat

 

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

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Ich möchte eine Klopfanleitung!
Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und zwei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

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Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

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