Verhinderte Genüsse

 

 

 

 

VERHINDERTE GENÜSSE

Essen ist oft ein ziemlich schwieriges Thema für hochsensible Menschen. Die mit der Hochsensibilität häufig einhergehende besondere Reizempfindlichkeit auf problematische Substanzen lässt uns schnell überreagieren und sorgt für Unverträglichkeiten und Allergien. Jetzt steht Weihnachten wieder vor der Tür. Vielleicht geht es Ihnen ja auch so, dass es Ihnen megaschwer fällt, immer zu allem NEIN zu sagen, was Ihnen eigentlich nicht bekommt.

Wenn Sie diesem Blog schon länger folgen, wissen Sie bereits, dass ich selbst in Sachen Ernährung schon eine ziemlich lange Odyssee hinter mir habe. Ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft ich mich essenstechnisch wieder in meine Kindheit zurückgewünscht habe und immer noch wünsche …

Damals war Essen einfach

jedenfalls scheint es mir so (Meine Mutter hat mal gesagt, ich sei schon immer eine mäkelige Esserin gewesen, also ist dieser Eindruck vielleicht vollkommen subjektiv.) Aber essen hat mich damals glücklicher gemacht als heute. Wenn ich mich auf ein Essen gefreut habe, dann war das Essen auch die Freude wert. Heute kann ich mich auf etwas total freuen, muss dann aber, wenn ich es esse, feststellen, dass danach oft ein schales Gefühl zurückbleibt. Häufig frage ich mich dann, worauf habe ich mich eigentlich gefreut?

Neulich zum Beispiel hatte ich die Idee, einen bestimmten glutenfreien Kuchen zu backen, der zur Hausmarke meines örtlichen Supermarktes gehört. Diesen Kuchen habe ich vor ein paar Jahren einmal gebacken, als wir bei Freundinnen zu Besuch waren. Damals hatten wir ihn gemeinsam verputzt und alle sehr lecker gefunden.

Zwischenzeitlich versuche ich eigentlich, sogenannte glutenfreie Produkte nach Möglichkeit zu vermeiden, da ich überzeugt bin, dass sie meiner Gesundheit auch nicht wirklich zuträglich sind. Außerdem habe ich festgestellt, dass diese sehr häufig im Wesentlichen aus Mais bestehen, eine hohe Kaloriendichte haben und dafür sorgen, dass ich aufgehe wie ein Hefekloß (Meistens fühle ich mich dann auch genauso). Von daher habe ich auch um diesen Kuchen (eine Fertigteigmischung übrigens) erfolgreich einen Bogen geschlagen. Bis neulich.

Da war mir mal wieder so richtig nach Kuchen

einem Sandkuchen, je trockener, je besser, schön mit leckerer Butter bestrichen. Vor meinem geistigen Auge sah ich mich schon schön auf dem Sofa sitzen, die dampfende Teetasse neben mir, den Kuchen in der Hand und einen schönen Schmöker dazu.

Sofort war es um mich geschehen

und ich konnte nicht widerstehen. Ich kaufte den Kuchen (wozu ich übrigens meine derzeitige Phase der Eierfreiheit noch durchbrechen musste), rührte alles zusammen, schob ihn in den Ofen. Allerdings musste ich noch warten, bis ich ihn dann auch essen durfte. Das ging erst am nächsten Tag, wegen der noch aufzubringenden Glasur und weil ich nicht mehr genug Zeit hatte an dem Tag.

Als hochsensibler Mensch kann man vielleicht kein Weihnachtsgebäck essenEgal, am nächsten Tag freute ich mich also wie eine Schneekönigin auf meinen schönen Kuchen und

das luxuriöse Gefühl des Michselbstverwöhnens.

Ich arrangierte alles so, wie ich es mir gewünscht hatte - aber dann schmeckte mir der Kuchen überhaupt nicht mehr! Der Geschmack war pappig, die Schokoglasur, die ich so lecker gefunden hatte schmeckte nur nach billigem Fett … Enttäuschung pur …

Ich hätte den Kuchen wegwerfen sollen

Biografiebedingt bin ich aber leider nicht in der Lage, Lebensmittel, die noch gut sind, einfach wegzuwerfen. Ich konnte ihn auch nicht anderweitig loswerden. Die schöne Selbstbelohnung geriet so eher zur Strafe (obwohl es natürlich auch mindestens einen inneren Anteil gibt, der sich immer über Kuchen freut!)

Etwas Ähnliches habe ich vor kurzem mit Schokolinsen erlebt, die eigentlich immer gingen und jetzt schmeckten, als hätte jemand übelriechende Chemikalien auf der Oberfläche aufgebracht. Natürlich habe ich darüber nachgedacht und

versucht mir darauf einen Reim zu machen.

Sicher ist: Mein Körper wird offenbar zunehmend empfindlicher und meine Wahrnehmung verfeinert sich. Bewusst habe ich keine diesbezüglichen Schritte unternommen, vielleicht liegt es daran, dass ich jetzt mit ziemlich vielen KlientInnen tiefgehende Themen auflöse … Von Yoga-Anwendern habe ich gehört, dass sich das Essverhalten nach einer Zeit ganz von alleine verändert, vielleicht ist es mit der Klopfakupressur ähnlich … vielleicht bedeutet es auch, dass mein Körper nach und nach gesünder wird, wer weiß? Nach dem Erlebnis mit den Schokolinsen habe ich mir gesagt, dass ich vermutlich jetzt in der Lage bin zu schmecken, wie sie wirklich schmecken … so, wie man, wenn man sich Chips abgewöhnt und ihr Genuss nicht irgendwelche emotionalen Bedürfnisse abdecken muss, in der Lage ist, herauszuschmecken, dass Chips eigentlich nur nach Pappe und Fett schmecken und sonst gar nichts. So gesehen ist das ja eine tolle Entwicklung.

Bleibt noch die Strategie für die Weihnachtstage

Ich bin da natürlich ohne konventionelles Weihnachtsfest fein raus, aber ganz sicher werde ich demnächst einen Haufen Weihnachtsgebäck und andere Leckereien kreieren, damit ich nicht das Gefühl habe, zu kurz zu kommen. Hm, hatte ich nicht vorhin ein Rezept für einen warmen Schokodrink auf Cashewbasis gesehen …?

Wie geht es Ihnen mit dem Genuss-Stress zum Jahresende? Haben Sie Strategien, um Ihren Körper zu schützen oder ergeben Sie sich einfach? Tricksen Sie Ihre Überempfindlichkeiten aus? Haben Sie leckere glutenfreie Rezepte zum Teilen? Wie immer, freue ich mich, wenn Sie mir schreiben.

Herzlichst,

Ihre
Monika Richrath

 

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

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Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und drei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto, Nebennierenschwäche) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

Warum Stress dick macht

Warum Stress dick macht

HOCHSENSIBILITÄT

WARUM
STRESS
DICK MACHT

MONIKA RICHRATH

Als hochsensibler Mensch ist man meistens ganz besonderen Stressbelastungen ausgesetzt. Dies liegt einfach in der Natur der erhöhten Reizempfindlichkeit. Schlimm wird es dann, wenn sich die Stressspirale immer weiter nach oben schraubt - und parallel dazu das Gewicht …

Wenn Sie unter Übergewicht leiden, haben Sie vielleicht schon selbst versucht, den allseits verbreiteten munteren Ratschlägen wie „Iss doch einfach weniger und bewege dich mehr!“ zu folgen und sind daran gescheitert; haben sich vielleicht hinterher schuldig gefühlt, als Versagerin. Kurz: hinterher ging es Ihnen noch schlechter und vor lauter Stress haben Sie vielleicht sogar noch zugenommen?

Lassen Sie mich eines sagen: mit diesem Ansatz werden Sie sich selbst und Ihrem Körper nicht gerecht. Ihr Körper ist keine Maschine, die von Ihrer Psyche getrennt seine Arbeit verrichtet, sondern vielmehr sehr eng mit dieser verbunden.

Auch wenn wir es im Allgemeinen nicht zur Kenntnis nehmen:

unsere Emotionen lösen im Körper immer Reaktionen aus. Manchmal sind die Reaktionen so stark, dass wir gar nicht umhin können, sie wahrzunehmen: z. B. wenn wir verliebt sind, kann unser Herz stark klopfen, wenn wir bloß an ihn oder sie denken, wir bekommen weiche Beine bei der Vorstellung etwas zu tun, was völlig über unseren gewohnten Handlungsrahmen hinausgeht, z. B. jemand fremden anzusprechen …

Die vielen kleinen Reaktionen, mit denen unser Körper auf das reagiert, was wir erleben, nehmen wir meist weniger wahr, z. B., wenn wir den Kopf einziehen oder uns verspannen, wenn wir uns kritisiert fühlen.

Mit Emotionen reagieren wir also auf das, was um uns herum geschieht. Dies hat auch eine evolutionäre Komponente, letzten Endes sorgen unsere Emotionen für unser Überleben. Sie wissen schon, der Säbelzahntiger, dem wir in der Vergangenheit vielleicht einmal gegenübergestanden haben.

Unser ganzer Körper schaltet in Millisekunden in unser uraltes Notfallprogramm: Herzfrequenz und Atmung beschleunigen sich, der Blutdruck steigt, alle anderen Körperprozesse, für die Energie benötigt wird, kommen zum Erliegen. Denn die Energie wird ausschließlich für die potentielle Bedrohung gebraucht.

Woher kommt eigentlich die dafür notwendige Energie?

Der Körper nimmt u. a. über die Nahrung  die Makronährstoffe Kohlenhydrate, Eiweiß und Fette auf, die er dann in einzelne Bestandteile zerlegt. Diese können dann vom Organismus in noch einfachere Bestandteile zerlegt werden (Katabolismus) um dann für den Aufbau von Speicherstoffen verwendet zu werden (Anabolismus).

Adenosintriphosphat (ATP), das schon im Artikel HPU erwähnt wurde, funktioniert als Akku einer Zelle und hat die Aufgabe, Energie zu speichern und bei Bedarf wieder abzugeben. Die Speicher haben allerdings nur geringe Kapazitäten. Neue Energie muss permanent neu hergestellt werden.

Der Körper nutzt hauptsächlich Kohlenhydrate zur Energiegewinnung. Kohlenhydrate bestehen aus Zuckermolekülen, die je nach Aufbau (Einfach,  Zweifach- und Vielfachzucker) schnell oder über einen längeren Zeitraum verstoffwechselt werden. Im Körper stehen dazu verschiedene Energieträger zur Verfügung, nämlich ATP, Kreatinphosphat, Glykogen und Fette. Die aus diesen Trägern gewonnene Energie steht dem Körper aber nur in jeweils begrenzten Zeiträumen zur Verfügung, die von ein paar Sekunden (Kreatinphosphat), über ein paar Minuten (Abbau von Glukose/Glykogen) und länger (Kohlenhydrate und Fette) reichen können.

Denn neben Glukose sind auch Fette (Lipide) und ihre Abbauprodukte wichtige Energielieferanten. Sie enthalten sogar doppelt soviel Energie (9,3 kcal/g) wie Kohlenhydrate (4,1 kcal/g). Allerdings lassen sich Fettsäuren schwieriger freisetzen als Kohlenhydrate. Um Fette zu spalten werden Galle und Pankreassaft benötigt, die erst später im Verdauungskanal im Duodenum zufließen, wenn die Nahrung sich schon eine Weile im Körper befindet.

Wichtig ist sich dabei vor Augen zu halten, dass es rein biologisch gesehen keinen Unterschied macht, ob es sich um körperliche oder emotionale Belastungen handelt. Denn alles, was über die Aufrechterhaltung des Grundumsatzes von ATP hinausgeht (egal, ob es sich um emotionale Belastungen oder körperliche Anstrengungen handelt) wird nur möglich gemacht durch eine Erhöhung des Energiestoffwechsels.

Zurück zum Stress: Wenn die Belastungen sich nicht reduzieren, und der Stress chronisch wird, führt dies langfristig zu einer Entgleisung des Stoffwechsels. Es wird viel Energie verbraucht, also muss schnelle Energie her. Dafür sollen Kohlenhydrate sorgen. Heißhungerattacken nehmen zu. Der Fettabbau wird eingestellt.

Übrigens haben Wissenschaftler der Ohio State University aufgezeigt, dass Versuchspersonen im Stresszustand weniger Kalorien verbrennen als nichtgestresste.

Auch Cortisol wirkt auf den Stoffwechsel

Das Hormon Cortisol ist an vielen Vorgängen im Körper beteiligt. Es beeinflusst den Blutzucker, Fettstoffwechsel, es wirkt entzündungshemmend und es verzögert die Wasserausscheidung. Eigentlich ist Cortisol ein Anti-Stress-Hormon, das bei Stress ausgeschüttet wird, um dem Körper zu helfen, besser mit der Belastung fertigzuwerden. Aber wenn der Stress chronisch wird, und der Cortisolspiegel permanent zu hoch ist, kann dies langfristig zu einer Nebennierenschwäche führen. Ein erhöhter Cortisolspiegel kann uns dazu verleiten, falsche Strategien zu wählen, z. B., indem wir uns dann für Fast Food entscheiden, anstatt für eine wohltuende warme Suppe.

Die Situation hat natürlich auch

eine emotionale Komponente.

Oft haben wir uns angewöhnt, uns mit Essen zu trösten (ich selbst kann mich davon leider auch nicht frei sprechen). Wir versuchen dann, das, was wir im Außen nicht bekommen können, uns durch das Essen selbst zu geben - selbst, wenn das Ergebnis nur so lange anhält, wie die Nahrungsaufnahme dauert. Oft bekommen wir dann aber nicht mal das, weil uns der Trost durch das schlechte Gewissen vergällt wird.

Manchmal versuchen wir auch, Gefühle (gleich welcher Art) mit Essen wegzumachen, indem wir Dinge in uns hineinstopfen - damit machen wir uns sozusagen selbst mundtot. Manchmal ist uns dies bewusst. Häufig aber auch nicht. Gefühle wahrzunehmen und sie auszuhalten kann sich beängstigend anfühlen.

Was kann man dagegen unternehmen?

Sie können z. B. klopfen. Mit der Klopfakupressur haben Sie in einer solchen Situation viele verschiedene Hebel, an denen Sie ansetzen können: Sie können nicht nur die Belastungen und hinderliche Glaubenssätze auflösen, sondern auch wieder einen Zugang zu Ihren Gefühlen finden. Denn Gefühle kann man erst loslassen, wenn man bereit ist sie wahrzunehmen.

Das kuriose daran ist, dass Gefühle häufig gar nicht so schlimm sind wie unsere Angst vor ihnen. Das weiß ich aus eigener Erfahrung … Ich kann gar nicht oft genug betonen, wie wichtig es gerade für uns hochsensible Menschen ist, uns auszudrücken, uns mitzuteilen und zu lernen, dass wir gut sind, so wie wir sind und uns anderen Menschen auch mit unseren negativen Gefühlen zumuten dürfen. (Denken Sie immer daran, dass die das auch tun - ohne Sie vorher zu fragen).

Probieren Sie die Klopfakupressur einfach einmal aus. Hier ist ein Mitklopfclip, den Sie an Ort und Stelle ausprobieren können.

Haben Sie selbst schon einen Zusammenhang hergestellt zwischen Ihrer Hochsensibilität und Ihrem Gewicht? Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Herzlichst,

Ihre
Monika Richrath

 

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

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Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und zwei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als EFT-Coach und Trainerin und bin die Autorin dieses Blogs.

Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

Krebs ist wenn man trotzdem lacht – eine Rezension

Krebs ist wenn man trotzdem lacht – eine Rezension

GESUNDHEIT BÜCHER

KREBS IST
WENN MAN TROTZDEM LACHT
EINE REZENSION

Foto: Ruth Frobeen

Ich muss zugeben, als ich das erste Mal das Buch der Autorin Sabine Dinkel „Krebs ist, wenn man trotzdem lacht“, in den Händen hielt, bin ich innerlich ein bisschen zurückgezuckt vor dem Titel, der mir ganz plötzlich etwas anstößig erschien. Ich las weiter „Wie ich von heute auf morgen Krebs hatte und wieder zu neuem Lebensmut fand“ und riss ich mich zusammen (schließlich wollte ich dieses Buch unbedingt rezensieren. Beherzt schlug ich die erste Seite auf und begann zu lesen.

Schon im ersten Kapitel begann ich zu kichern.  Sabine Dinkel hat einfach einen ganz unnachahmlichen Schreibstil, unglaublich komisch, ein bisschen schnoddrig, ehrlich, selbstironisch und voller Humor. Bei alledem ist „Krebs ist, wenn man trotzdem lacht“ eigentlich

ein unglaublich informativer Ratgeber,

den man gerne allen Menschen mit doofen Krankheiten in die Hand drücken möchte, weil er eine sehr aufrührerische und mitreißende Energie hat. Und das alles, ohne die LeserInnen mit Samthandschuhen anzufassen. Nein, Sabine Dinkel hat eine andere Taktik: neue Begriffe müssen her: der Krebs wird zur Schnieptröte, die Krebs-Diagnose zur Doof-Diagnose, Metastasen zu Doofmanns-Gehilfen, die Chemo zur Schorle grün-weiß …

Die Autorin wurde eines Tages selbst ganz überraschend mit der Diagnose Eierstock-Krebs konfrontiert. Die vorhandene Literatur fand sie viel zu runterziehend, ungeeignet für die in dieser Zeit so ungemein wichtige moralische Unterstützung. Also schrieb sie selbst nach einer Zeit der Eingewöhnung auf „Planet Schnieptröte“ das Buch, das sie zum Zeitpunkt der Diagnose gerne gehabt hätte.

Inhaltlich ist das Buch wunderbar organisiert

Zum einen geht es sehr viel um Organisatorisches und auch wenn das ein wenig drüsch klingt, fand ich einiges davon geradezu revolutionär: zum Beispiel, dass man sich ein richtiges Helferteam zusammenstellt, das nur zum Teil aus medizinischem Fachpersonal besteht. Dazu gehören z. B. auch Freunde, Verwandte und Bekannte, die z. T. auch bestimmte Aufgaben übernehmen können wie sich um Haustiere kümmern, Blumen gießen usw.

Oder dass man sich die Zeit nimmt, Fachmediziner zu suchen, mit denen man sich wohl fühlt, ebenso wie Psychoonkologen (den Begriff hatte ich noch nie zuvor gehört). Oder wie man seine Unterlagen sortiert, mit medizinischem Fachpersonal umgeht usw.

Letzten Endes geht es darum, dass man diese organisatorischen Fragen bewusst im Sinne des eigenen Wohls regelt, anstatt sich einfach nur irgendwie durchzuwurschteln und sich mit den Gegebenheiten abzufinden.

Das allerwichtigste ist aber:

Wie gehe ich mit mir selbst um?

Wie begegne ich dem Krankheitsstress, was kann ich tun, um trotzdem den Kopf oben zu halten, mich selbst nicht aufzugeben, wie und wohin kann ich meine Gedanken steuern (denn das geht!), was kann ich für mich tun, wenn unangenehme Dinge anstehen, vor denen ich mich vielleicht fürchte, wie Behandlungen, Operationen, Gespräche usw. Was ist, wenn Metastasen auftreten? Wie kann ich souverän bleiben oder meine Souveränität zurückbekommen?

„Lachen kann einem die schlechte Laune verderben“

Alleine, wenn ich diesen Spruch angucke, muss ich kichern. Humor ist für die Autorin ein Schutzfaktor erster Klasse und Humor zieht sich durch das Buch von der ersten bis zur letzten Zeile. Ich bin sicher, ich habe noch nie einen so lustigen Ratgeber gelesen. Und das liegt nicht daran, dass ich keine primär Betroffene bin, denn ich komme im Freundes- und Bekanntenkreis immer häufiger mit Krebs in Berührung.

Apropos Freundes- und Bekanntenkreis: Auch für Angehörige, Familie und Freunde gibt es ein Kapitel, das ich extrem hilfreich fand. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwierig es sein kann damit umzugehen, Angst zu haben, etwas Falsches zu sagen, nicht genug Unterstützung zu bieten usw.

Beim Humboldt Verlag gibt es übrigens wunderbares Promomaterial, das Sie bestellen und weiterverteilen können , z. B. das Krebs Bullshit Bingo auf dem blöde Sprüche stehen wie „Man sieht es dir gar nicht an“ oder „Ach, das haben ja heutzutage so viele“, „Krebs ist doch auch eine Chance!“ usw.

Das Buch ist äußerst zielgruppenfreundlich gestaltet

Da das „Chemobrain“ einem schon mal das Gehirn vernebeln kann, so dass nicht sehr viel Konzentration vorhanden ist, ist der Text in sehr viele kleine Häppchen unterteilt, mit Sprüchen von MitpatientInnen und anderen Autorinnen garniert, so das das Buch wirklich sehr einfach zu lesen ist. An der Aufmachung des Buches ist mir auch das ausgewählte Papier ganz besonders aufgefallen, es ist schwer und glatt und schön anzufassen.

Alles in allem habe ich bei der Lektüre allerhand gelernt. Zwar weiß ich aus eigener Erfahrung, dass körperliche Gesundheit ein relativer Zustand ist, habe aber beim Lesen dieses Buches gemerkt, dass ich noch korrekturwürdige Überzeugungen habe, was Krebserkrankungen angeht. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Lesen Sie das Buch am besten selbst und /oder verschenken Sie es großzügig.

Von Sabine Dinkel werden Sie auf diesem Blog sicherlich noch mehr hören. Ein Interview mit der hochsensiblen Autorin ist in Arbeit 😉

Übrigens hat Frau Dinkel ihre Erfahrungen mit der Krebserkrankung auch in einem Comic verarbeitet, den Sie im Internet herunterladen können. Hier geht es zu Meine Arschbombe in die Untiefen des Lebens.

Hier geht es zum Blog von Frau Dinkel - und weil sie sehr aktiv ist in den sozialen Netzwerken, können Sie ihr gerne folgen unter den folgenden Links:

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P.S. Meine Vorbehalte wegen des Titels haben sich übrigens im Null Komma nichts aufgelöst. Wenn Sie das Buch lesen, werden Sie verstehen, warum.

Sabine Dinkel
Krebs ist, wenn man trotzdem lacht
Wie ich von heute auf morgen Krebs hatte und wieder zu neuem Lebensmut fand
humboldt Verlag, ISBN 978-3-86910-412-6
19,99 EUR

Promomaterial bestellen bei:
PR & Werbung humboldt
may@schluetersche.de

 

Seminar: Besser umgehen mit Hochsensibilität

18.-19.11.17

Notzing, Erding

Anmeldeschluss: 16. Oktober 2017

 

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Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und zwei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als EFT-Coach und Trainerin und bin die Autorin dieses Blogs.

Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

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Elektrosensible spüren etwas, was alle Menschen betrifft

Elektrosensible spüren etwas, was alle Menschen betrifft

HOCHSENSIBILITÄT GESUNDHEIT

ELEKTROSENSIBLE MENSCHEN
SPÜREN ETWAS
WAS ALLE MENSCHEN BETRIFFT

Immer öfter wird in den Medien vor einem Übermaß an „digitalem Konsum“ gewarnt. Was ich in diesem Gespräch erfahren habe, fand ich ziemlich erschreckend, zumal ich vergangenes Wochenende einen regelrechten Ekel vor meinem Handy entwickelte, nachdem ich längere Zeit damit gefilmt hatte. Meine Gesprächspartnerin Karin Chlupaty hat schon in den Anfängen des Mobilfunknetzes herausgefunden, dass sie elektrosensibel ist und sich zur Aktivistin entwickelt.

Karin, du bist als Aktivistin in Sachen “Elektrosensibilität” unterwegs. Was versteht man unter diesem Begriff?

Bei Wikipedia werden Menschen als elektrosensibel bezeichnet, die angeben, elektrische, magnetische oder elektromagnetische Felder (EMF) wahrnehmen zu können. Solche Felder werden von elektrotechnischen Anlagen erzeugt und sollen den sog. Elektrosmog verursachen. Quellen der primär technisch genutzten EMF sind zumeist Mobilfunk, Rundfunksender, Radargeräte, DECT-Telefone, WLAN, Mikrowellenherde oder Bluetooth.

Was bedeutet das nun für mich?

Wenn ich mich in Räumen aufhalte, in denen Wlan eingeschaltet ist, entwickelt sich für mich ein zunehmender Schmerz in den Nerven. Angefangen von Schwindel, Übelkeit, das Gefühl betrunken zu sein bis hin zu Versagen einzelner Muskelgruppen. Weiterhin entwickle ich nach ca. von zwei Stunden ein instinktives Fluchtverhalten mit starken Stresssymptomen (schwitzen, Herzrasen, beschleunigte Atmung, Flucht). Ist Wlan vorhanden kann ich so gut wie gar nicht schlafen. Hierzu muss man wissen, dass Wlan z. T. auf der gleichen Frequenz arbeitet, wie die Frequenzen im Gehirn.

Bei Mobilfunk habe ich ähnliche körperliche Probleme, die nicht ganz so stark ausgeprägt sind. Hinzu kommt noch ein “Tinnitus”. Je nach Nähe zu einem Funkmast sind die Ohrgeräusche stärker oder schwächer. Aber auch bei Stromleitungen, die nicht geschützt sind, entwickeln sich Ohrgeräusche.

Beim Umgang mit einem Smartphone spüre ich ein Kribbeln in den Fingern und Händen.

Elektrosensibilität könnte man auch als “Allergie” gegen elektromagnetische Felder und Funk bezeichnen.

Wie bist du denn darauf gekommen, dass du elektrosensibel bist? Ich könnte mir vorstellen, dass es gar nicht so einfach ist, das herauszufinden?

Das habe ich schon recht früh gemerkt. So in den neunzigern, als das Mobilfunknetz noch ganz am Anfang stand. Damals musste man/frau sich noch an einigen Stellen aus dem Fenster lehnen, um überhaupt ein wenig Empfang zu haben. Ich konnte immer spüren, wenn ich in die Nähe eines Mastes kam. Und ich konnte so ganz gut den Unterschied zwischen “Mast in der Nähe” und “kein Mast weit und breit” spüren. Je mehr das Netz ausgebaut wurde, desto schwieriger ist es, einen Unterschied wahrzunehmen. Mittlerweile haben wir ja einige Funkfrequenzen und ein “gut ausgebautes” Mobilfunknetz. Das heißt, ich spüre ständig die Auswirkungen auf meinen Körper. Auch bei Wlan ist es ähnlich. Anfangs hatte noch jeder Router einen Knopf zum einschalten (!) von Wlan. Heutzutage gibt es meistens nicht mal mehr einen Knopf zum Ausschalten. Und wenn doch, ist dies noch lange keine Sicherheit, dass z.B. Telekom nicht das Wlan ToGo freigeschaltet hat. Die Ausschaltung von Wlan ToGo muss man dann bei der Telekom beantragen. Im Büro haben wir kein Wlan und zu Hause auch nicht.

Eine meiner beiden Töchter hat mich vor ca. Sechs Jahren ausgetestet. Ich bin einkaufen gegangen und sie hat bei mir zu Hause das Wlan eingeschaltet. Sie war schon sehr erstaunt, als ich reinkam und sie als erstes auf das eingestellte Wlan angesprochen habe.

Ich stelle mir vor, dass es immer schwieriger wird, WLan-freie Zonen zu finden, vor kurzem hatten z. B. die Supermärkte in meiner Umgebung die Ankündigung, dass es nun auch im Supermarkt Wlan gibt … ?

Ja, da hast du recht. Nicht nur in den Supermärkten, Museen, bei Ärzten und auch in Zügen gibt es immer häufiger Wlan. Und das obwohl z. B. auch das Bundesamt für Strahlenschutz folgende Empfehlung gibt:

Elektrosensibilität kann auch hochsensible Menschen treffenEmpfehlungen und Vorsorge

1.) Vom Hersteller angegebene Mindestabstände (WLAN, Bluetooth Klasse 1) beachten.

2.) Der Trend zu portablen und mobilen Funkanwendungen führt insgesamt zu einer vermehrten Belastung gegenüber hochfrequenten elektromagnetischen Feldern. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) empfiehlt generell, die persönliche Strahlenbelastung zu minimieren, um mögliche, aber bisher nicht erkannte gesundheitliche Risiken gering zu halten. Einfache Maßnahmen sind hierfür:

  • Kabelverbindungen bevorzugen, wenn auf Drahtlostechnik verzichtet werden kann.
  • Die Aufstellung von zentralen WLAN-Zugangspunkten in unmittelbarer Nähe der Orte vermeiden, an denen sich Personen ständig aufhalten, zum Beispiel am Arbeitsplatz.
  • Falls vorhanden, die Reichenweitenbegrenzung einstellen, um die maximale Strahlungsleistung zu reduzieren.

Weitere Informationen zu Vorsorgemaßnahmen finden Sie auch unter www.bfs.de/elektro

Im elektrosensiblen Ghetto leben?

Das findet nur nirgendwo Beachtung. Mir ist es zum Glück noch möglich, mich bis zu zwei Stunden in Räumen mit Wlan aufzuhalten. Sonst könnte ich nicht mehr zum Zahnarzt oder ins Museum gehen. Aber ich kenne auch Menschen, die auch das nicht mehr können. Deren Leben ist noch weitaus mehr eingeschränkt, als meines. In der Rhön hat sich ein Verein gegründet, der ein Haus gefunden hat, das Strahlungsarm ist. Hier gibt es eine sogenannte “Weiße Zone”. Das bedeutet für mich, dass ich bei Bedarf dort Urlaub machen könnte und mich von den Funkstrahlen in Bonn erholen könnte. Denkt man die Idee aber weiter, ist es ein vorstellbares Szenario, dass elektrosensible Menschen in einer Art Ghetto leben werden. Das finde ich gruselig.

Oh, so weit habe ich noch gar nicht gedacht. Das ist wirklich gruselig. Ich selbst bin nicht so wirklich technikaffin, eine Sache, die mir nicht wirklich klar ist, ob man die ganze neue Handytechnik, Tablets usw. Gar nicht nutzen kann im Grunde, wenn man elektrosensibel ist. Oder gibt es Alternativen?

Alternativen können kabelgebundene Computer (Lan-Kabel) und Telefone sein. Aber auch hier kenne ich Menschen, die sich gar nicht erst an einen Computer setzen können. Dann gibt es immer häufiger Techniken, die einen vor der ganzen Strahlung schützen sollen (Sticker aufs Handy kleben, irgendwelche Kästchen aufstellen und so weiter z. B. https://www.i-like.net/de/ ). Ich bin mir nicht sicher, was hiervon einfach nur Scharlatanerie ist und was wirklich hilft, da es unterschiedliche Erfahrungen gibt und unterschiedliche Empfindungen. Aber insgesamt hat sich die Technik schon weiterentwickelt. Irgendwann werden Alternativen auf den Markt kommen (z. B. die Visible Light Communication (https://www.fraunhofer.de/de/forschung/forschungsfelder/kommunikation-wissen/kommunikationssysteme-breitbandkommunikation/visible-light-communication.html). Wenn aber dann die ganzen elektrisch betriebenen Autos unterwegs sind, die selber fahren können - was nur mit Hilfe von Funk möglich ist - weiß ich nicht, wie sich die elektrosensiblen Menschen verhalten können/sollen.

Zum Verständnis:

Elektrosensible Menschen spüren etwas, was alle Menschen betrifft.

Nur, weil ich nichts spüre, wenn ich stundenlang mit dem Handy am Ohr telefoniere oder ständig im Wlan-Bereich sitze, arbeite oder ähnliches, heißt das nicht, dass die gesundheitlichen Wirkungen ausbleiben. Es gibt unzählige Studien, die belegen, dass Funkstrahlung Krebs hervorrufen … können. Ameisen z.B. telefonieren in der Regel ja nicht, aber unter Einfluss von Mobilfunk versagt ihr Nervensystem (https://www.diagnose-funk.org/publikationen/artikel/detail&newsid=1157).

Ich könnte hier noch stundenlang gruselige Ergebnisse aufzählen, denke aber, dass das nicht der Sinn dieser Seite ist. Wenn ich  mich verlaufe in meinen Erzählungen, gib mir Bescheid.

Karin, ich kenne das selbst. Ich hatte einmal eine Zeit, da lebte ich in einem 1Zimmer-Appartment, wo ich mich extrem unwohl fühlte mit der Fritzbox im gleichen Zimmer, da habe ich sie in den Flurschrank verbannt, in einem Pappkarton, dann ging es. Danach hat sich das aber irgendwie gelegt.

Eine Frage noch: wie unterscheiden sich D-Lan und W-Lan?

Wlan funkt in einem vorher festlegbaren Umkreis. Dieser ist in der Regel voreingestellt und beträgt ca. 300 Meter (was absolut unnötig ist). Man kann den Umkreis reduzieren. So ganz genau kenne ich mich da nicht aus, aber ich glaub eine Reduzierung auf 30 Metern ist möglich. Dlan funkt über die Stromleitungen. Da kann es z. B. passieren, dass ich in einem Wohnblock lebe, der sagen wir drei Eingänge hat mit je 8 Mietparteien. Je nach Baujahr und Qualität von diesem Wohnblock kann es sein, dass alle Mieter über das Stromnetz die Funkstrahlung von meinem Dlan abbekommen. Die meisten denken, dass sie mit Dlan auf der sicheren Seite sind. Das ist leider ein Trugschluss.

Weder Dlan noch Wlan sind gesund. Siehe hierzu auch Artikel bei www.diagnose-funk.de oder www.buergerwelle.de. Technische Details kann ich keine weitergeben.

Jetzt bist du über all dem ja irgendwie zur Aktivistin in Sachen Elektrosensibilität geworden, welche Möglichkeiten gibt es für andere Menschen hier aktiv zu werden?

Es gibt da mehrere Möglichkeiten. Zum einen kann man über eine Anzeige versuchen gleichgesinnte Menschen zu finden. So habe ich es gemacht und hierdurch ist eine nette Gruppe entstanden. Allerdings muss ich dazu sagen, dass den meisten Menschen nicht bewusst ist, dass ihre Probleme, sei es körperlicher oder seelischer Natur, durch Elektrosmog kommt. Und diejenigen, die es ahnen, sind häufig sehr belastet und haben wenig Möglichkeit, aktiv zu werden. Ich höre immer wieder von Betroffenen, dass die Menschen als depressiv oder gestört hingestellt werden. Es gehört Mut dazu, öffentlich dazu zu stehen, dass man elektrosensitiv ist und dann auch noch zu handeln.

Man kann bei vielen Vereinen Mitglied werden (Diagnose-Funk, Buergerwelle, Weiße Zone Rhön). Wie hier die Mitarbeit aussieht, kann ja jeweils verhandelt werden.

Insgesamt gibt es viel zu wenig Aktivitäten, nicht zuletzt auch, weil hinter dem Mobilfunk eine mächtige Industrie steht. Das Thema ist politisch nicht wenig heikel. Zum Glück gibt es immer häufiger Artikel in Zeitungen, die vor dem “Digitalen Konsum” warnen.

Und wer das Internet dann nutzt, um sich weiter zu informieren, findet die Informationen auch.

Eine letzte Frage habe ich noch: Siehst du für dich einen Zusammenhang zwischen Elektrosensibilität und Hochsensibilität?

Ich denke, dass es da einen Zusammenhang gibt. Vielleicht insofern, als dass Menschen, die hochsensibel sind, eher die Elektrosensibilität spüren und einordnen können. Wir haben einfach mehr Antennen für die Dinge und einen ganz anderen Blick auf das Leben und sehen Zusammenhänge, wo andere nichts von ahnen.

Vielen Dank für das Interview, Karin. Das ist ja hochgradig spannend und ein ganzes Themengebiet, mit dem ich mich noch näher beschäftigen möchte.

Gerne! Vielen Dank auch!

 

Seminar: Besser umgehen mit Hochsensibilität

18.-19.11.17

Notzing, Erding

Anmeldeschluss: 16. Oktober 2017

 

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Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und zwei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als EFT-Coach und Trainerin und bin die Autorin dieses Blogs.

Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

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Die 5 Grundbedürfnisse Ihres Körpers

Die 5 Grundbedürfnisse Ihres Körpers

HOCHSENSIBILITÄT  GESUNDHEIT

Die 5 Grundbedürfnisse
Ihres Körpers

MONIKA RICHRATH

Die Grundbedürfnisse unseres menschlichen Körpers sind nicht anders als die anderer Lebewesen. Allerdings haben wir Menschen im Gegensatz zu diesen jedoch die Tendenz, unsere Bedürfnisse nicht zu achten und auszuleben. Für hochsensible Menschen, die per se häufig mit dem Körper auf Kriegsfuß stehen, ist es besonders wichtig, auf die Erfüllung dieser Grundbedürfnisse zu achten. Grund genug für mich, mir in diesem Artikel Gedanken über diese fünf Grundbedürfnisse zu machen.

 

1. Grundbedürfnis: Atmung

Um zu leben zu können, braucht unser Körper Luft. Beim Einatmen nehmen wir Sauerstoff aus der Atemluft auf, der über das Blut in das Gewebe und zu den Zellen transportiert wird und für Stoffwechselprozesse notwendig ist. Dabei entsteht Kohlendioxid, das durch das Blut zur Lunge transportiert und dort abgeatmet wird.

Die Mitochondrien

Vielleicht haben Sie schon einmal von den Mitochondrien gehört. Die 70 bis 100 Billionen Körperzellen des menschlichen Körpers enthalten eine Zellmembran, einen Zellkern und verschiedene sog. Zellorganellen. Darunter versteht man eine kleine, abgeschlossene Funktionseinheit in der Zelle, die eine ganz spezifische Aufgabe hat. Die Aufgabe der Mitochondrien ist es in erster Linie, unsere Lebensenergie zu produzieren (die man auch ATP nennt). Deswegen werden die Mitochrondrien auch „Kraftwerke der Zelle“ genannt. Um wie vorgesehen Energie produzieren zu können, brauchen die Mitochondrien u. a. Sauerstoff, den wir durch die Atmung mit der Luft aufnehmen. Und da wird es schon schwierig, denn sehr, sehr viele Menschen atmen eher flach, in die Brust hinein. Unser Körper lernt, mit wenig auszukommen.

Tiefe Bauchatmung

Zwar kommen wir auch so „über die Runden“, besser ist es jedoch, tief in den Bauch hinein zu atmen. Das Zwerchfell (ein Muskel zwischen Bauch- und Brustraum) zieht sich zusammen, wenn wir tief einatmen, die Lungenflügel können sich weiter nach unten ausdehnen und wir können bis zu 80 % mehr Sauerstoff aufnehmen. Der Körper wird also insgesamt mit sehr viel mehr Sauerstoff versorgt und kann mehr Energie bereitstellen.

Ich hatte in diesem Zusammenhang mal ein etwas denkwürdiges Aha-Erlebnis. Vor einigen Jahren habe ich einen Kurs besucht zum Thema „Auftreten in der Öffentlichkeit“, bei dem es auch um Atmung ging. Ich habe an einem Tag sehr bewusst und tief geatmet und war vollkommen verblüfft, dass ich plötzlich mehr Energie hatte als vorher. Ich atmete offenbar sehr schlecht.  Als ich darüber nachdachte, warum das so war, ist mir eingefallen, dass meine Mutter zu mir als Kind sehr häufig sagte, ich solle den Mund schließen, weil das nicht schön aussehe, wenn mein Mund offen sei. Ich habe mir also Mühe gegeben, meinen Mund nun immer zu schließen und ich habe mir gleichzeitig angewöhnt, nur noch flach zu atmen, mich mit dem Atem abzufinden, den ich mit einem geschlossenen Mund erzeugen konnte. Und das mache ich immer noch so, wird mir beim Schreiben dieses Artikels klar … Puh …

Das Atmen an sich hat natürlich auch eine Komponente, die über das rein biologische hinausgeht. Zu atmen, bedeutet auch, das Leben selbst aufzunehmen …

2. Bedürfnis: Wasser und Nahrungsmittelaufnahme

Unser Körper braucht Wasser und Nährstoffe um zu funktionieren. Der menschliche Körper besteht zu 65 % aus Wasser. Ohne ausreichend Wasser funktioniert der menschliche Stoffwechsel nicht richtig. Wasser regelt nicht nur die Herzkreislauffunktion, den Wärmehaushalt und die Verdauung, löst Salze und Mineralstoffe, es dient auch als Transportmittel für Nährstoffe und Abbauprodukte. Ca. 2-3 l Wasser verliert der Körper in etwa im Laufe eines Tages durch schwitzen, atmen und Ausscheidungen - dieser Verlust muss über Nahrung und vor allem über Getränke wieder ausgeglichen werden.Wasser ist unverzichtbar für hochsensible Menschen

Obwohl ich selbst ganz genau weiß, wie es geht, finde ich es immer wieder schwierig, hier auf einem ganz konstanten Level zu bleiben. Eigentlich weiß ich ja, dass abgekochtes, warmes Wasser für meinen Körper absolut paradiesisch ist, schaffe es aber leider immer nur anfallsweise dem zu entsprechen. Da muss ich für mich selbst auch noch ein wenig Überzeugungsarbeit leisten. Das abgekochte warme Wasser wird z. B. in China verwendet. Wenn Sie es einmal probieren wollen: kochen Sie Wasser ca. 10-20 Minuten, füllen Sie es in eine Thermoskanne und trinken Sie es über den Tag verteilt. Ich finde es ausgesprochen wohlschmeckend (leicht süßlich), umso unverständlicher ist mir mein eigener innerer Widerstand …

Was die Nahrungsmittelaufnahme angeht ist es noch schwieriger. Es hat sich als äußerst kompliziert erwiesen, sich einen Weg zu bahnen durch die vielen Ernährungsstile und Angebote, bei dem einen darf ich dieses essen, was bei einem anderen absolut tabu ist. Bei gluten- und laktosefrei war ich ja schon angekommen. Kürzlich habe ich versehentlich bei einem Systemneustart meine umfangreiche Rezeptsammlung aus dem Computer gelöscht. Ich bin geneigt, darin ein Zeichen zu sehen, dass neue Wege gefragt sind. Mich weniger an Ernährungsdogmen zu orientieren, sondern an meiner individuellen Verträglichkeit, die vermutlich auf gluten-, und laktosefrei hinauslaufen wird, fettarm und low carb. Als neue Herausforderung wird noch „zuckerfrei“ hinzukommen. Als hochsensibler Mensch hat man ja sehr häufig mit Unverträglichkeiten usw. zu tun, ich denke, der einzige Weg ist es, diese auch zu beachten, um in irgendeiner Weise voran zu kommen.

Auch hier gilt wieder, dass auch auf einer höheren Ebene wichtig ist, sich anzusehen, was wir uns eigentlich einverleiben und ob uns das wirklich nährt?

3. Bedürfnis: Verdauung

Verdauung bezeichnet den Vorgang der Zerkleinerung und Aufspaltung der aufgenommenen Nahrung in ihre Bestandteile, die dann über das Blut zu den Zellen transportiert werden. Diese beginnt bereits im Mund (bzw. sollte im Mund beginnen), durch gründliches Kauen wird die Nahrung zu einem Brei zerkleinert und mit Speichel gemischt, das dabei entstehende Enzym Amylase ist zuständig für die Verdauung der aufgenommenen Kohlenhydrate.

Nächste Station ist der Magen: hier wird der Nahrungsbrei mit Magensäure vermischt, Keime und Bakterien in der Nahrung werden durch die aggressive Magensäure abgetötet. Im Magen wird die Verdauung der Eiweiße eingeleitet, durch Freisetzung bestimmter Enzyme.

Weiter geht es in den Dünndarm. Der erste Abschnitt des Dünndarms wird Zwölffingerdarm genannt, Verdauungssäfte und Enzyme aus der Leber und Bauchspeicheldrüse fließen in den Zwölffingerdarm, wo sie für eine Aufspaltung der Nahrung in kleinste Bestandteile sorgen. Die Nährstoffe werden durch die Wand des Dünndarms in die Blut- und Lymphgefäße transportiert, von wo aus es weiter zur Leber geht.

Übrig bleiben nur noch unverdauliches und Flüssigkeit. Die Flüssigkeit wird im Dickdarm entzogen und der unverdauliche Rest an den Enddarm gegeben und wieder ausgeschieden. Soweit die Theorie.

Leider ist es in der Praxis oft schwierig, viele Organe sind an diesem Vorgang beteiligt. Außerdem ist das ganze System äußerst störanfällig. Vor allen Dingen Stress kann dafür sorgen, dass der Verdauungsvorgang entweder zum Erliegen kommt, sich beschleunigt oder verlangsamt (je nach Typ). Ich kann wirklich selbst ein Lied davon singen, mit einer mehr als 30 Jahre alten chronischen Gastritis, dem Zwölffingerdarmdurchbruch usw. Alleine das gründliche Kauen fällt mir unendlich schwer (obwohl ich natürlich sehr genau merke, dass es mir gut tut).

Schwierigkeiten mit der Verdauung hat auch wieder eine seelische/emotionale Komponente: Wie gut kann man Neues verdauen? Bei Louise Hays fand ich den Hinweis, dass Verdauungsstörungen mit Furcht und Ängstlichkeit zu tun haben, mit einer Unfähigkeit, Neues freudig aufzunehmen …

4. Bedürfnis: Ausscheidung

Ausscheidung bedeutet in der Biologie und Medizin übrigens nicht einfach nur die Abgabe unverdaulicher Nahrungsbestandteile, sondern grundsätzlich den Prozess der Abgabe von Stoffen aus dem Körperinneren an die Körperoberfläche um sie aus dem Körper zu entfernen. Es gibt verschiedene Mechanismen der Ausscheidung, dazu gehören neben der Defäkation auch das Wasserlassen, Erbrechen, ja sogar die Atmung.

Fehler, oder Probleme, die bei den vorherigen Bedürfnissen aufgetreten sind, treten hier noch einmal zu tage, zum Beispiel, wenn man falsche Dinge isst, die der eigene Körper nicht richtig verarbeiten kann, nicht gut genug kaut und die Nahrung nicht richtig verdaut wird, oder die Ballaststoffe fehlen, wird es vermutlich auch mit der Ausscheidung Probleme geben. Verstopfung, Hämorrhoiden, Blasenkrankheiten usw können die Folge sein.

Die seelisch-emotionale Komponente dabei sind Schwierigkeiten mit dem Loslassen grundsätzlich. Oh je, da bin ich wieder bei der Hochsensibilität angelangt. Ein Merkmal der Hochsensibilität ist es ja z. B., dass man Reize besonders schnell aufnimmt, aber schwerer wieder loslassen kann. Dabei kann es sich um alles Mögliche handeln: Ideen, Denkweisen, Vorstellungen über sich selbst und die Welt …

Sehr interessant fand ich die Idee, Hämorrhoiden seien auf das Gefühl von Überforderung der Ereignisse des eigenen Lebens zurückzuführen, die ich in einem Buch gefunden habe. Vielleicht gestalte ich hierzu demnächst mal eine kleine Umfrage 😉

5. Bedürfnis: Bewegung

Über die Bewegung habe ich schon einmal einen Blogbeitrag geschrieben. Aber dass wir einfach mehr Bewegung brauchen, kann wohl nicht oft genug gesagt und betont werden. Wir sind einfach nicht für das Leben gemacht, das wir heute führen: mit stundenlangem Herumsitzen, erst im Büro, dann vor dem Fernseher und relativ wenig Bewegung zwischendurch. Vielleicht sollten wir überhaupt nicht sitzen, und uns nur dann und wann einfach hinlegen?

Die Bewegung rundet übrigens die anderen Bedürfnisse mit ab: denn wenn wir uns viel bewegen, kann dies auch Schwierigkeiten in den anderen Bedürfnissen etwas ausgleichen - vermutlich haben Sie diese Erfahrung selbst schon einmal gemacht.

So, ich habe hier nun schon verschiedlich meine eigenen Schwierigkeiten mit der Erfüllung dieser Grundbedürfnisse anklingen lassen und freue mich wie immer, wenn Sie uns erzählen, wie gut oder schlecht Sie mit diesen Grundbedürfnissen zurecht kommen.

Herzlichst,

Ihre
Monika Richrath

 

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Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und zwei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als EFT-Coach und Trainerin und bin die Autorin dieses Blogs.

Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

Pflanzen: Heilen durch Informationskraft

Pflanzen: Heilen durch Informationskraft

HOCHSENSIBILITÄT

PFLANZEN:
HEILEN DURCH
INFORMATIONSKRAFT

Dr. KAREN LASS

„Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen“ - diesen Spruch haben wir alle schon mal gehört. Möglicherweise ist es ein Sprichwort, möglicherweise ist es auch von Sebastian Kneipp, doch wie dem auch sei, die Aussage hat auf jeden Fall ihre Berechtigung.

Pflanzenheilkunde ist vermutlich die älteste Heilkunst überhaupt,

da wir Menschen die Pflanzen für vieles in unserem Leben benutzen. In früheren Zeiten besaßen Heilerinnen und Heiler ein sehr umfangreiches Pflanzenwissen, von dem in den letzten fünfhundert Jahren sehr viel verloren gegangen ist. Einerseits durch die Inquisition, andererseits aber auch durch unser wissenschaftlich geprägtes Weltbild.

Heute schauen wir uns oft die Inhaltsstoffe der Pflanze an und setzen sie der Wirkung dieser Stoffe entsprechend ein. Wenn ich weiß, dass eine Pflanze viele Gerbstoffe enthält, weiß ich, dass sie entzündete Schleimhäute heilen kann (u. a. im Rachenbereich und im Darm), da Gerbstoffe die Schleimhaut festigen und zusammenziehend und entzündungshemmend wirken. Bei dieser Art der Pflanzenheilkunde geht etwas verloren:

Die Informationskraft der Pflanze.

Die blutwurz ist eine feine PflanzeEin Beispiel: Es gibt sehr unterschiedliche Pflanzen, die viele Gerbstoffe enthalten, wie die Blutwurz (Potentilla erecta), eine kleine krautige Pflanze mit kleinen gelben Blüten, und die Eiche (Quercus robur), ein großer, mächtiger Baum. Wenn wir uns diese beiden Pflanzen anschauen, wird uns auf den ersten Blick klar, dass sie eine sehr unterschiedliche Ausstrahlung haben. Je besser und sensibler wir die Ausstrahlung einer Pflanze wahrnehmen können, desto effektiver können wir sie einsetzen, denn es gibt Menschen, die brauchen die Kraft der Eiche und andere, denen eher die Kraft der Blutwurz hilft, auch wenn beide Symptome haben, die gut mit Gerbstoffen zu heilen sind.

Es ist wichtig, die Pflanzen genau zu kennen, nicht nur ihre Inhaltsstoffe, sondern auch das, was sie uns durch ihre Signatur (ihre Farben, Formen, Wuchsart etc.) mitteilen, also auch die Informationen wahrzunehmen, die eine Pflanze für uns hat. Dies tun wir am besten mit allen Sinnen: Sehen, Riechen, Schmecken, Fühlen, Hören (mit dem inneren Ohr).

Schauen wir uns als Beispiel die Echte Kamille (Matricaria chamomilla) an: Die Blüte besteht aus einem weichen, glänzenden, gelben Blütenboden, der Blütenkranz ist strahlend weiß. Die Kamille hat sehr feine, fiederschnittige Blätter, die sie wie Antennen in alle Richtungen ausstreckt. Sie ist auf Empfangen und Aufnehmen eingestellt, es spricht eine hohe Sensibilität aus ihr. Dennoch ist sie nicht hypernervös, denn sie ist eine Meisterin der Abfederung. Ihre Blätter sind weich, wie Federn. Ihr Blütenboden wölbt sich im Laufe der Blütezeit nach oben, so dass ein Hohlraum entsteht – die Blüte dämpft alle Heftigkeiten durch dieses luftgefüllte Polster ab. Wenn wir das ätherische Öl der Kamille durch Destillation herstellen, hat es eine tiefblaue Farbe (was für ätherische Öle sehr ungewöhnlich ist). Blau ist eine Farbe, die Sanftheit, Ruhe und Geborgenheit vermittelt. Der Duft der Kamille hat einen warmen Charakter.

Wir können die Kamille demzufolge überall dort einsetzen, wo wir (zu) sensibel auf Reize aus der Umwelt reagieren.

Die Kamille kann uns lehren, damit umzugehen, die Eindrücke abzufedern und zu einer ruhigen Geborgenheit zu finden und große Stärke zu entwickeln.

Dies kommt auch in den vielen althergebrachten Anwendungen der Kamille zum Tragen: Gerne wird sie bei kleinen Kindern eingesetzt. Nach der Geburt ist alles, besonders auch das Licht, für das Baby ein sehr starker Reiz. Die Kamille kann diesen Schock sehr gut auffangen. Auch bei Bauchweh und Menstruationskrämpfen wird die Kamille verwendet, und tatsächlich geht es ja vielen Frauen während dieser Zeit am besten, wenn sie sich ganz allein ins Bett legen. In ganz alten Zeiten war die „Mondzeit“ eine Zeit, in der Frauen sich zurückgezogen haben, um die besondere Sensibilität und den Zugang zu ihrer Intuition während dieser Tage für Visionen zu nutzen. Auch Atemwegsbeschwerden sind ein wichtiges Einsatzgebiet – wenn wir die Nase voll von etwas haben, ist das ein Zuviel an Reizen. Eine weitere wichtige Indikation ist die Magenschleimhautentzündung, die wir bekommen, wenn alles zu viel wird und wir keine Reize, keinen Stress mehr vertragen oder eben verdauen können.

Es gibt vielfältige Möglichkeiten, die Pflanzen für uns anzuwenden.

Das Einfachste ist immer ein Tee, dazu werden die Pflanzenteile mit den meisten Wirkstoffen getrocknet und dann bei Bedarf mit heißem Wasser aufgegossen. Etwas aufwändiger ist es, eine Tinktur herzustellen, dabei werden die frischen Pflanzenteile mit Alkohol angesetzt. Alkohol kann andere Substanzen lösen als Wasser. Um die Information der Pflanze zu lösen, eignet sich eine Urtinktur, hier wird weniger Pflanzenmaterial benutzt, damit sich die Information besser ausbreiten kann, außerdem wird die Arznei rhythmisiert. Wenn wir ein ätherisches Öl herstellen, z. B. durch Destillation, können wir dieses einfach in ein Duftlämpchen geben und die Pflanzenkraft über die Nase aufnehmen. In alten Zeiten haben sich die Menschen einfach ein Sträußchen gebunden und es bei sich getragen. Gerade für empfängliche Menschen ist dies eine sehr schöne Anwendungsmöglichkeit.

Das Beispiel der Echten Kamille zeigt sehr schön, wie wichtig es ist, Pflanzen heute wieder umfassend kennenzulernen und ihr gesamtes Wesen zu erfassen. Es gibt Menschen, die sich darum bemühen, wie z. B. Susanne Fischer-Rizzi, Susun Weed, Roger Kalbermatten u. a..

Wenn wir uns dieses umfangreiche Wissen über Pflanzen wieder aneignen,

können wir die große Kraft der Heilpflanzen, nicht nur auf der körperlichen, sondern auch auf der emotionalen und geistigen Ebene, verstehen und heilbringend einsetzen.

Wer sich für die Heilkräfte der Pflanzen interessiert und bereit ist, die Pflanzen in ihrer ganzen Ausdrucksstärke wahrzunehmen, der/dem sei meine Ausbildung in Heilpflanzenkunde empfohlen: http://www.karen-lass.de/pflanzenheilkunde.html, kostenlose und unverbindliche Info-Veranstaltung am 23. September 2017, 14:00 Uhr, Treffpunkt: vor der Bastei, Konrad-Adenauer-Ufer 80, 50668 Köln.

Disclaimer: Das Lesen dieses Artikels ersetzt nicht den Besuch bei einer Heilpraktikerin/Ärztin. Die Informationen sind sorgfältig recherchiert. Sie sind aber nicht als  Therapieempfehlung gedacht. Es wird bei Anwendung der genannten Pflanzen jegliche Haftung gegenüber der Autorin ausgeschlossen.

Literatur: Roger Kalbermatten: Wesen und Signatur der Heilpflanzen, Aarau 2003; Susanne Fischer-Rizzi: Medizin der Erde.

Seminar: Besser umgehen mit Ihrem hochsensiblen Körper

23.-24. September 2017

Hamburg

Anmeldeschluss: 29. August 2017

 

 

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

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Dr. phil. Karen Laß

Dr. phil. Karen Laß

Dr. phil. Karen Laß, Jahrgang 1969, seit über zehn Jahren Heilpraktikerin in eigener Praxis in Köln. Lehrerin für Pflanzenheilkunde seit 2007. Weitere Schwerpunkte: Akupunktur, schamanische Heilweisen, Hypnose, Schwingungstherapie. Besonderes Anliegen: Altes und neues Heilwissen (Schamanismus, Quantentheorie) zu verbinden.

Xing

Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

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