Warum wir uns im Wald so wohl fühlen

Warum wir uns im Wald so wohl fühlen

HOCHSENSIBILITÄT GESUNDHEIT

Warum wir uns im Wald
so wohl fühlen

MONIKA RICHRATH
Manchmal geht das Leben wirklich sonderbare Wege. 2012 war ein Jahr, in dem ich einer alten Sehnsucht folgte und öfter einmal in den Wald ging. Das war gar nicht so einfach. Der damals für mich erreichbare Wald lag zwar durchaus fußläufig, war aber dennoch mit Hürden verbunden, z. B. dem Durchqueren angsteinflößenden Unterführung unter einer Autobahn und der späteren schwindelverursachenden Überquerung derselben auf einer Brücke. Die Autobahntrasse führte direkt neben dem Wald entlang, so dass ich mindestens 20 Minuten Fußweg zurücklegen musste, um überhaupt Stille zu erleben. Und natürlich jede Menge Hundebesitzer mit Hunden - was ich damals auch nicht so prickelnd fand.

Ich wusste überhaupt nicht, woher diese Sehnsucht nach dem Wald kam. Seit ich denken konnte, war Wasser mein Element gewesen, habe fast immer in unmittelbarer Nähe zum Rhein gewohnt und brauchte diese Nähe auch (nicht umsonst bin ich nach dem chinesischen Horoskop ein Wasser-Tiger!) Diese neue Liebe zum Element Holz verunsicherte mich ein wenig. Ich gab dem dann und wann nach (wann immer ich die o. g. Hürden überwinden konnte), aber nicht halb so oft, wie ich tatsächlich gerne in den Wald gegangen wäre.

Wie kommt der Wald in das Museum

Ende 2012 hatte ich schließlich eine Art von Erleuchtung - allerdings nicht im Wald selbst, sondern in einem Museum. Ich fuhr mit meiner Mutter nach Köln in die Ausstellung „A bigger picture“ von David Hockney und freute mich riesig, dass wir die Gelegenheit hatten, diese Ausstellung überhaupt zu sehen, da sie nur an drei Standorten weltweit zu sehen war.

Die Bilder, die auf der Ausstellung zu sehen waren, hatte David Hockney in Großbritannien gemalt, wohin er gereist war, um einen kranken Freund zu unterstützen. Einen Eindruck von der Ausstellung können Sie hier erhalten. Im Film befindet sich die Kamera in der 2. Minute in einem eher dunklen Raum, in dem an allen vier Wänden Filme laufen. Hockney hatte die Kamera auf den Fahrten zu seinem Freund laufen lassen, während er durch den Wald fuhr, im Schritttempo.

Als ich diesen Raum betrat, hatte ich schon einige Zeit in den Museumsräumen verbracht. Obwohl Kunst immer eine belebende Wirkung auf mich ausübt, war ich schon ein wenig erschöpft, wegen der schlechten Luft, den vielen Menschen und Eindrücken. So kam ich in diesen Raum. Ich merkte sofort, dass etwas mit mir geschah. Ich veränderte mich, ohne dass ich hätte sagen können, warum und in welcher Form. Nur, dass ich mich nun anders fühlte - und besser!

Ein Schleier wird fortgezogen

Natürlich habe ich mir intensiv Gedanken darüber gemacht, was passiert war. Ich war in dem Raum ja nicht in einer grundsätzlich anderen Umgebung gewesen (außerdem war es nicht so dunkel wie in dem Video), sondern befand mich nach wie vor in dem kargen, modernen Ambiente des Museum Ludwigs in Köln. Nur die Bildschirme waren anders und was darauf zu sehen war. Konnte es sein, dass Natur so eine Wirkung auf mich ausübte? Das wollte ich im Auge behalten und als ich das nächste Mal in den Wald ging, beobachtete ich mich aufmerksam. Dabei machte ich eine erstaunliche Entdeckung: Wenn ich den Wald betrete, ist es, als würde ein über mir hängender Schleier fortgezogen, alle Sinne öffnen sich und stehen auf Empfang.

Das funktioniert auch umgekehrt,

wie ich beim nächsten Mal erfahren habe. Das Waldstück, in das ich zu gehen pflegte, war nicht allzu groß, wenn ich lang genug ging, kam ich in einem Gewerbegebiet heraus, wo es einen riesigen Supermarkt gab. Eines Tages hatte ich im Wald die Idee, in den Supermarkt zu gehen, direkt vom Wald aus. Das war richtig krass, den in dem Augenblick, in dem ich die Vorhalle des Supermarkts betrat, in dem schon allerlei Stände und Fressbuden aufgebaut waren, wurde wieder der Schleier über mich geworfen. Zack Bumm! Aus und vorbei.

Heutzutage gibt es zahlreiche Studien, die die entspannungsfördernden Aspekte des Waldes für Menschen belegen. Dies hat sehr viel mit Evolution zu tun, in deren Lauf Menschen gelernt haben, den Nutzen der Natur für sich zu schätzen. Bäume bieten z. B. Schutz, Früchte Nahrung. Viele Pflanzenteile sind essbar oder anderweitig verwendbar. Gewässer bieten Trinkwasser und Fische. Es gibt sogar Studien, die belegen, dass der Aufenthalt in der Natur hilft, uns von sog. „gerichteter Aufmerksamkeit“, die wir im Alltag, in der Schule und im Beruf, aufbringen müssen, zu erholen.

Faszination Natur

Die Natur ist noch aus einem anderen Grunde sehr gut geeignet zur Entspannung und Erholung. Alle Sinne werden dort gefordert, es gibt viel zu sehen, fühlen, hören … Zwangsläufig wird unsere Aufmerksamkeit von uns selbst abgezogen und nach außen gelenkt. In der Natur können wir immer wieder das Wunder der Welt, das Wunder des Lebens bestaunen, die Perfektion der Schöpfung. Unsere Gedanken verbinden sich mit dem, was wir in der Natur vorfinden, Dinge, die wir sehen, können uns dabei helfen, unser Leben zu versinnbildlichen und reflektieren. In der Natur erfahren wir den Artenreichtum und die Vielfalt als Gewinn, im Gegensatz zu unserem technisierten Alltagsleben.

Einfach sein

Ebenfalls sehr wichtig für die Entspannung in der Natur: hier sind wir nicht in unserer gewohnten Alltagsumgebung, mit seinen üblichen Anforderungen, hier können uns verbinden mit dem Großen Ganzen, müssen keine Rolle spielen, sondern dürfen einfach sein. Denn in der Natur entfällt jede Form von Bewertung, denn die vorhandenen Lebensformen bewerten uns nicht. Darum dürfen wir einfach so sein, wie wir sind. Hier sind wir einfach eine Kreatur unter Kreaturen.

Auszeit - Being away

Auch das sollte ein Grund sein für hochsensible Menschen, möglichst häufig Auszeiten in der Natur zu nehmen. Ich habe in dem Buch „der Biophilia-Effekt“ den Begriff „Being away“ gefunden, der mir unglaublich gut gefallen hat. Da viele hochsensible Menschen, oft von Kindesbeinen an, die Erfahrung machen, dass sie irgendwie anders sind als die anderen, glauben oder glaubten wir häufig, nicht in Ordnung zu sein oder nicht liebenswert. Ein Aufenthalt in der Natur kann auf jeden Fall dazu beitragen, dass wir uns besser fühlen. Es gibt übrigens hierzu eine äußerst interessante Studie von  Angela Meyer von der Universität Montana, die gerade diesen besonderen Naturaspekt mit einer Gruppe lesbischer, bisexueller oder transsexueller Frauen testete, die im Alltag vielfach unter Bewertungen ihrer sexuellen Orientierung zu leiden hatten und den Aufenthalt in der Natur sehr heilsam und wohltuend erlebten.

Ich habe mittlerweile übrigens auch herausgefunden, warum ich mich im Museum so anders fühlte - der Wissenschaft sei dank.

„Baum-Patienten“ gegen „Hausmauer-Patienten“

Schon 1972 begann Professor Roger Ulrich eine Studie, die sich über neun Jahre erstreckte und in der er die Genesung von Patienten im Krankenhaus untersuchte, die entweder aus dem Fenster des Krankenhauszimmers einen Baum oder eine Hauswand sehen konnten. Die „Baum-Patienten“ genasen schneller, benötigten weniger Schmerzmittel und hatten weniger mit postoperativen Komplikationen zu tun als die „Hausmauer-Patienten.“ Ulrich führte noch andere Studien durch, in denen er beweisen konnte, dass selbst eine Naturerfahrung über Filme, Fotos oder Tonband sich heilend auswirkt, z. B. Schmerzen verringert. Selbst eine Pflanze im Krankenzimmer kann bereits etwas bewirken.

Waldmedizin

Auch japanischen Wissenschaftlern, die die Wirkung der Waldatmosphäre auf gestresste Menschen untersucht haben, verdanken wir interessante Einsichten. Dabei kam heraus, dass bei Männern der Adrenalingehalt im Urin nach einem eintägigen Aufenthalt im Wald um 30 % sank, bei Frauen sogar um mehr als die Hälfte. Nach einem zweiten Tag im Wald sank er bei den Männern um 35 % und bei Frauen betrug er nur noch ein Viertel des Originalgehalts. Seit 2012 gibt es sogar einen eigenen Forschungszweig an Universitäten: die sog. „Forest Medicine“ oder Waldmedizin.

Waldbaden stärkt das Immunsystem

Den besten Waldeffekt habe ich mir bis zum Schluss aufgespart. Im Wald atmen wir bioaktive Stoffe ein, die von den Pflanzen abgegeben werden. Dazu gehören auch sog. Terpene, die von uns hauptsächlich über die Haut und die Lungen aufgenommen werden. Einige dieser Terpene reagieren mit unserem Immunsystem, für sie wurde eine anti-kanzerogene und stärkende Wirkung auf unser Immunsystem nachgewiesen. Alleine ein ausgedehnter Spaziergang durch den Wald sorgt dafür, dass die Aktivität Ihrer Killerzellen für ca. 7 Tage erhöht wird. Kein Wunder, dass „Shinrinyoku“ bzw. „Waldbaden“  in Japan heute eine anerkannte Stressbewältigungsmethode ist, die öffentlich gefördert wird. Dabei ist es gar nicht notwendig, sich besonders anzustrengen. Es geht eher darum, sich in der Natur aufzuhalten, die gesundheitsfördernde Wirkung mit allen Sinnen zu genießen.

Dazu kann auch gehören, dass wir Verbindung aufnehmen mit den Tieren in der Natur. Die Autorin Ulrike Fokken (Siehe Informationskasten) schlägt vor, sich einfach eine Viertelstunde ganz still irgendwo hinzusetzen und nichts zu tun. Dann werden die Tiere sehr schnell beginnen, uns als Teil der Natur zu sehen und kommen schnell näher. Habe ich selbst schon ausprobiert und es funktioniert sehr gut.

Was mich selbst angeht, so ist mein Wunsch nach Wald immer weiter gewachsen. Ich brauche noch mehr Wald. In mir ist der Wunsch aufgekeimt, den Wald künftig auch direkt von meiner Wohnung oder meinem Haus aus zu sehen  …

In diesem Zusammenhang ist natürlich auch spannend, wie Ihre Wald-Erfahrungen aussehen? Wie immer freue ich mich, wenn Sie Ihre Erfahrungen mit uns teilen. Mit diesem Beitrag möchte ich an Kathi Keinsteins Blogparade „Die Natur und meine Sinne“ teilnehmen (eine sehr spannende Blogparade, wie ich finde)!

Dieser Blog geht nun in eine wohlverdiente Urlaubspause. Im August geht es wieder weiter mit hoffentlich spannenden Themen für Sie!

Herzlichst,

Ihre
Monika Richrath

Buchempfehlungen

Der Biophilia Effekt, Clemens G. Arvay, edition a, Wien, ISBN 978-3-99001-113-3

Wildnis wagen!: Warum Natur glücklich macht, Ulrike Fokken, Ludwig Buchverlag,  ISBN: 978-3-453-28062-5

 

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

Lernen Sie hier, wie Sie mit Ihren Fingern Stress, Belastungen und Blockaden aus der Hochsensibilität auflösen können

Ich möchte eine Klopfanleitung!
Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und zwei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als EFT-Coach und Trainerin und bin die Autorin dieses Blogs.

Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

5 Fehler, die Sie beim Klopfen machen können

5 Fehler, die Sie beim Klopfen machen können

HOCHSENSIBILITÄT KLOPFAKUPRESSUR

5 Fehler,
die Sie beim Klopfen machen können

MONIKA RICHRATH

Das Klopfen an sich ist eigentlich ja wirklich nicht schwer. Trotzdem gibt es einige ganz kapitale Fehler, die Sie bei der Anwendung der Klopfakupressur machen können, die dafür sorgen, dass sich die gewünschten Veränderungen im besseren Umgang mit Ihrer Hochsensibilität nicht einstellen. In diesem Artikel erfahren Sie die 5 wichtigsten Dinge, die Sie falsch machen können.

1. Sie haben keinen Plan

Vielleicht denken Sie nicht jeden Tag dran oder haben keine Lust, jeden Tag daran zu denken, oder mögen sich einfach nicht so festlegen lassen … und klopfen immer nur dann, wenn es Ihnen gerade einfällt, mit dem, was gerade akut ist. Das kann man so machen, das bringt auch immer wieder Entspannung in der aktuellen Situation, wie ich öfter höre.

Allerdings führt das allenfalls dazu, dass Sie bestehende Situationen immer nur glätten und ausgleichen. Zu Veränderung kann das nicht führen. Damit eine Veränderung eintreten kann, bedarf es eines größeren Engagements von Ihrer Seite (das immer noch relativ klein ist im Vergleich zu anderen Methoden). Suchen Sie sich einen Satz, der Sie belastet und klopfen Sie diesen täglich 3-4 Runden, das dauert nicht länger als 2-5 Minuten (je nachdem wie ausführlich Sie Ihre Erinnerung gestalten). Diesen Zeiteinsatz können Sie immer aufbringen, egal, wie Ihre Lebensumstände sind. Betrachten Sie diese Zeit doch nicht als eine lästige Pflicht, die erledigt werden muss, sondern als eine Zeit, die Sie nur mit sich und für sich selbst verbringen. Darum empfehle ich stets, das Klopfen als Wohlfühlritual in den Tagesablauf zu integrieren.

Natürlich ist es überhaupt nicht tragisch, wenn Sie es mal einen Tag zwischendurch vergessen (außer, dass Sie vielleicht merken werden, dass ein Tag, an dem Sie nicht klopfen, sich grundsätzlich anders anfühlt als ein Tag, an dem Sie klopfen), aber die Tendenz sollte doch deutlich zu „täglich“ gehen. Wenn Sie es grundsätzlich anders handhaben, kommt die Veränderung vielleicht später, oder auch gar nicht (je nachdem, wie groß die Abstände sind).

2. Sie können sich nicht entscheiden wo Sie anfangen sollen

Gerade hochsensible Menschen haben häufig sehr viele Baustellen (die oft miteinander verknüpft sind) und verzweifeln schier vor der gestellten Aufgabe. Wo beginnen? Was ist sinnvoll? Eigentlich ist dieses Problem sehr schlimm, aber ist denn nicht jenes noch schlimmer? Was passiert, wenn ich mit dem falschen Problem anfange? Bringt das den ganzen Prozess ins Wanken? Da viele HSP sowieso ein Problem damit haben, sich zu entscheiden (weil sie meist auch die Konsequenzen ihrer Entscheidungen sehr gut sehen können) geraten sie so schnell in eine Pattsituation, wo sie handlungsunfähig werden und gar nicht erst anfangen.

Jetzt verrate ich Ihnen mal ein Geheimnis: Es ist vollkommen egal, wo Sie beginnen. Das wirklich einzig wichtige ist, dass Sie einen Satz klopfen, der eine Belastung darstellt. Sie wollen ja aus dem Stress herauskommen, nicht noch mehr Stress erleben, indem Sie sich Ewigkeiten damit herumplagen, welches Thema zuerst drankommen soll. Häufig zerbrechen Sie sich ganz umsonst darüber den Kopf, weil es wirklich nicht so wichtig ist, wo Sie beginnen. Wichtig ist, DASS Sie beginnen. Und dann nehmen Sie ganz ruhig ein Thema nach dem anderen in Angriff. Unterwegs werden Sie wahrscheinlich feststellen, dass das ein oder andere Thema sich unterwegs einfach erledigt hat 😉 Es ist nämlich so, dass gleichartige Erlebnisse und Gefühle im Gehirn in sog. Gefühls-Clustern gespeichert werden, d. h., wenn Sie ein bestimmtes Thema bearbeiten, kann es passieren, dass andere Dinge, die sich ebenfalls in diesem Cluster befunden haben, mitaufgelöst werden.

Klopfakupressur als Labyrinth

3. Sie wollen zu viel auf einmal

Was ich immer wieder sehe und erlebe, ist, dass, wenn hochsensible Menschen die Klopftechnik ausprobieren und merken, wie gut ihnen das Klopfen tut, sie am liebsten sofort alle Baustellen gleichzeitig auflösen möchten. Das ist, lassen Sie es mich bitte einmal ganz unverblümt sagen, vollkommen unrealistisch. Sie haben Ihr ganzes Leben gebraucht, um die Person zu werden, die Sie sind. Sie können nicht auf Knopfdruck ein anderer Mensch werden. Darum geht es bei der Klopfakupressur auch nicht. Es geht darum, dass Sie gelassener werden, Ihre Stressoren erkennen und auflösen, besser mit Ihrer Hochsensibilität umgehen, Ihr Leben aktiv gestalten anstatt nur zu erleiden. Kurz: sich selbst annehmen und lieben können, als der Mensch, der Sie sind. Das braucht seine Zeit. Die Veränderungen sollen ja nachhaltig sein. Auch Ihr System muss sowohl auf körperlicher, als auch auf emotionaler und geistiger Ebene mithalten können mit den Veränderungen. Sie brauchen Zeit und Raum, die Veränderungen in Ihr Leben zu integrieren, auch in Ihr soziales Leben. Auch Ihr Umfeld braucht Zeit und Raum um mit Ihren Veränderungen umzugehen. Dies ist, alles in allem, ein langsam wachsender Prozess, der sich nicht beschleunigen lässt dadurch, dass Sie ganz viel klopfen. Ganz im Gegenteil, dies bringt mich schon zum nächsten Punkt:

4. Sie unterschätzen die Klopfakupressur

Ich weiß, die Klopfakupressur kommt sehr seltsam daher, bizarr fast (wenn ich vor Publikum den Ablauf vormache, fangen immer alle zu grinsen, wenn ich den Punkt unter der Achselhöhle klopfe). Kaum zu glauben, dass etwas so Seltsames und scheinbar Kinderleichtes so eine intensive Wirkung haben soll. Vielleicht haben Sie ja auch schon erlebt, dass das Klopfen Sie beruhigt und entspannt. Da liegt es scheinbar nah, am besten mehrere Themen gleichzeitig zu bearbeiten, nach dem Motto „Viel hilft viel.“

Das ist auf jeden Fall eine massive Fehleinschätzung. Möglicherweise ist Ihnen nicht bewusst, dass jedesmal, wenn Sie klopfen, Dinge an die Oberfläche geholt werden, die mit dem Problem in einem Zusammenhang stehen - was zunächst neuen Stress auslösen kann. Eine etwas paradoxe Situation, eigentlich wollen Sie ja klopfen, um den Stress aufzulösen und nicht, um neuen zu produzieren! Am Ende stehen Sie da, haben lauter geöffnete Fässer, auf die Sie die Deckel nicht mehr bekommen, bzw. Sie haben dann Schwierigkeiten, die Übererregung wieder herunterzufahren. Das ist vollkommen kontraproduktiv.

Gerade weil hochsensible Menschen so reizempfindlich sind, schnell auf Dinge anspringen und sie schwer wieder loslassen, empfehle ich diesen sehr minimalistischen Ansatz von 2-5 Minuten Klopfen am Tag. Das ist auf jeden Fall ein sehr sinnvolles Vorgehen, wenn Sie KlopfanfängerIn sind und noch nicht wissen, wie Sie auf das Klopfen reagieren, wie die Veränderungen aussehen und was Sie sich zumuten können.  2-5 Minuten am Tag reicht wirklich aus, glauben Sie mir. Ich selbst arbeite für mich übrigens auch mit diesem minimalistischen Ansatz und habe damit supergute Erfolge erzielt. Gerade weil wir so empfindlich sind, ist weniger einfach mehr.

5. Sie sehen nicht richtig hin

Wenn man in seinen oft geschäftigen Alltag eingebunden ist, fällt es manchmal schwer, die Veränderungen wirklich wahrzunehmen. Veränderungen können jede nur denkbare Form haben, manchmal sind sie ganz klein und es bedarf großer Aufmerksamkeit, sie überhaupt wahrzunehmen. Manchmal können Veränderungen auch in Bereichen stattfinden, die wir überhaupt nicht beklopft haben und werden darum gar nicht von uns wahrgenommen. Was uns vielleicht zu der Annahme verleiten könnte, dass die Klopfakupressur „nicht wirkt“. Dabei haben sie möglicherweise einfach nur nicht richtig hingesehen …

Sie sehen, es gibt jede Menge Stolperfallen und es macht absolut Sinn, sich unterstützen zu lassen dabei zu lernen, wie Sie mit der Klopfakupressur besser mit Hochsensibilität umgehen können. Wenn Sie das spannend finden, erfahren Sie hier, wie meine Unterstützung für Sie aussieht.

Wie sieht es mit Ihnen aus? Kennen Sie die Fehler aus eigener Erfahrung oder haben Sie vielleicht andere gemacht, die hier nicht erwähnt wurden? Wie immer freue ich mich, wenn Sie Ihre Erfahrungen mit uns teilen.

Herzlichst,

Ihre
Monika Richrath

 

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

Lernen Sie hier, wie Sie mit Ihren Fingern Stress, Belastungen und Blockaden aus der Hochsensibilität auflösen können

Ich möchte eine Klopfanleitung!
Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und zwei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als EFT-Coach und Trainerin und bin die Autorin dieses Blogs.

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Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

9 Dinge die sich für HSP nicht sicher anfühlen

HOCHSENSIBILITÄT KLOPFAKUPRESSUR

9 Dinge
die sich für HSP
nicht sicher anfühlen

MONIKA RICHRATH

Milliarden Euro werden jährlich ausgegeben von Konsumenten, auf der Jagd nach Glück, Liebe, Gesundheit, Geld, Erfolg, Familie usw.  Sind nicht die Grundpfeiler des westlichen Kulturkreises auf den Erwerb dieser Dinge ausgerichtet? Darüber könnte man ganze philosophische Abhandlungen verfassen, merke ich beim Schreiben dieses Artikels. Oder politische. Da mein Thema aber eher psychologischer Natur ist und ich mich mit Hochsensibilität befasse, möchte ich auf etwas ganz anderes hinaus.

Wir geben uns unglaubliche Mühe zu Glück, Liebe, Gesundheit (davon können Hochsensible ganz besonders ein Lied singen), Geld und Erfolg zu kommen - vermutlich geben wir auch eine Menge Geld aus unser Ziel zu erreichen. Denken Sie an die Liebesfilme im Kino oder Fernsehen, wenn sich die beiden ProtagonistInnen endlich in die Arme fallen und impliziert wird, dass sie bis ans Ende ihrer Tage glücklich werden. Was ist dann? Ist das wirklich das Ende?

Fängt dann nicht erst alles an? Ist das nicht vor allem der Beginn von Furcht? Eine Furcht, die vielleicht viele Menschen insgeheim plagen mag, aber von hochsensiblen Menschen besonders wahrgenommen wird? Furcht ist vielleicht auch  ein zu starkes Gefühl, darum verwende ich den Begriff „nicht sicher“.

Ich habe in diesem Artikel zehn Dinge aufgelistet, die sich vor allem für HSP nicht sicher anfühlen können. Das meiste davon kenne ich aus eigenen Erfahrungen.

1. Der Besitz von Geld

Betrifft bestimmt Abermillionen von Menschen, die potentierte Form davon sind Menschen, die Millionen im Lotto gewinnen und nach ein paar Jahren von Hartz IV leben müssen, weil sie das Geld zum Fenster rausgeworfen haben. Ich hätte Ihnen gerne einen

Seniorin schüttelt ein leeres Sparschwein

Prozentsatz an verarmten Lottogewinnern im Verhältnis zu wohlhabenden Lottogewinnern insgesamt zur Verfügung gestellt, aber leider keinen gefunden. Vielleicht gehören Sie ja auch zu den Menschen, denen der Besitz von Geld unheimlich ist und die darum alles daran setzen, ihr Geld so schnell wie möglich wieder auszugeben, damit sie ihren Status Quo wieder herstellen können. Man leidet dann zwar unter dem Geldmangel, fühlt sich aber wohler damit, als wenn man keinen Geldmangel hat. Ich habe selbst lange Zeit dazu gehört und ich kann Ihnen versichern, es hat gedauert, bis ich herausgefunden habe warum (und natürlich hatte es überhaupt nichts mit Geld an sich zu tun).

2. Sich verlieben

Für hochsensible Menschen kann sich der Prozess des Verliebens anfühlen, wie sich auf dünnes Eis zu begeben. Zum einen werden die Verliebtheitsgefühle oft intensiver wahrgenommen, was alleine schon für Aufregung sorgen kann. Ich bin in so einem Zusammenhang schon vor Glück richtig krank geworden. Aber bis Sie wissen, ob Ihre Gefühle erwidert werden oder nicht schwanken Sie vermutlich zwischen Rückzug und vorsichtigem Vortasten. Es gibt nicht nur Schmetterlinge im Bauch, sondern auch das Gefühl eines Ausgesetztseins (so habe ich es jedenfalls immer empfunden). Und vergessen Sie nicht - Bewertungen spielen hier eine wichtige Rolle, nämlich, wie der/die Angebetete Sie bewertet, ob er Sie annehmen, für gut befinden wird, für geeignet für eine Beziehung. Und wenn das nicht passiert, fühlen wir uns meistens mit unserem ganzen Wesen abgelehnt (sofern wir nicht sehr abgeklärt sind). Sehr viele Menschen lösen dieses Problem auf eine höchst einfache, aber effektive Weise: sie verlieben sich in unerreichbare Menschen, die sie sowieso „nicht bekommen“ können, so können sie intensive Liebesgefühle ausleben, ohne jemals befürchten zu müssen, mit „zuviel Nähe“ umgehen zu müssen - ich weiß, wovon ich spreche - einen unendlich langen Zeitraum meines Lebens (10 Jahre) bin ich als Single durchs Leben gegangen - ohne zu verstehen, dass ich selbst es war, die diesen Zustand aufrecht erhielt.

3. Eine Beziehung eingehen

Die erste „Hürde“ ist genommen und Sie sind bereit, sich auf jemanden einzulassen. Jetzt kommt der Alltag ins Spiel. Alle Vorlieben, Lebenserfahrungen, Macken und Geschichten der beiden PartnerInnen prallen (mitunter heftig) täglich aufeinander. Auch das ist ein Prozess, der sich nicht sicher anfühlen kann. Ich bin einmal einer Frau begegnet, die sich aufgrund der Hochsensibilität nicht mehr auf eine neue Beziehung einlassen wollte,  die andauernden Erklärungsnöte empfand sie als zu stressig und kräftezehrend. Es kann schwierig sein, sich auf eine neue Beziehung einzulassen, wenn Sie unsicher sind, wie gut Sie darin mit Ihrer Hochsensibilität aufgehoben sind. Oder wenn Sie nicht wissen, wie Sie sich Freiräume verschaffen und Respekt dafür.

4. Zusammenziehen

Als hochsensibler Mensch sollten Sie es sich sehr gut überlegen, ob Sie wirklich mit Ihrer Beziehung zusammenziehen möchten. Idealerweise ist IhrE PartnerIn ebenfalls hochsensibel, so dass Sie Ihre Bedürfnisse vielleicht besser kommunizieren können, aber, was wenn nicht? Das fühlt sich sehr unsicher an. Es gibt viele Punkte, die bedacht werden wollen. Können Sie sich überhaupt regenerieren, wenn jemand anderer immer da ist? Einfach nur zu erleben, dass man nicht allein ist - manche Menschen fühlen sich schon gestört von Geräuschen, die andere machen (und ich spreche dabei nicht von Schnarchen).  Haben Sie einen Rückzugsraum für sich selbst?  Persönlich glaube ich ja, dass die meisten hochsensiblen Menschen einen Raum benötigen, der nur ihnen gehört, was das Zusammenziehen von vornherein ausschließt, aber vielleicht sind Sie da ja anders gepolt. Für mich fühlt sich jedenfalls allein das Gefühl nicht sicher an, keinen Platz mehr zu haben, an dem ich die Bestimmerin bin, wo alles auf mich ausgerichtet ist und wo ich sein darf, wie ich will.

5. Heirat

Heiraten ist Beziehung in Potenz. Ich glaube ja, für hochsensible Menschen ist eine Heirat noch einmal eine ganz besondere Nummer. Heirat fühlt sich für mich auch nicht sicher an. Seit ich Luca Rohleder gelesen habe, weiß ich warum. Jetzt weiß ich, dass hochsensible Menschen sehr freiheitsliebend sind. Für mich ist Freiheit daher nicht einfach nur ein sinnentleerter Begriff. Ich glaube an Freiheit. Meine eigene und die anderer Menschen. Und ich will die Freiheit besitzen, mich jeden Tag neu für meine Partnerin zu entscheiden. Aber natürlich will ich nicht ausschließen, dass es doch eines Tages einmal eine „Commitment-Ceremony“ gibt, das ist eben etwas anderes als eine Heirat, mehr eine Würdigung der gemeinsamen Liebe und Achtung für den gemeinsamen Lebensweg, als ein offiziell behördlich besiegeltes Miteinander.

6. Kinder

Sich für ein Kind zu entscheiden ist ebenfalls eine schwierige Entscheidung, die sich nicht sicher anfühlen kann. Abgesehen von Befürchtungen, die die Schwangerschaft und Geburt selbst betreffen können, könnte vielleicht das Gefühl von Kontrollverlust hier eine Rolle spielen. Wenn Sie sich für ein Kind entscheiden, wissen Sie einfach nicht, was auf Sie zukommt. Die meisten Menschen unterschätzen offenbar vollkommen, welche Anforderungen Kinder an einen stellen, auf welche Weise sich das Leben ändern wird, wenn Kinder da sind. Werden Sie als hochsensibler Mensch dem gewachsen sein? Am wichtigsten: Sie können nun nicht mehr einfach aussteigen. 18 Jahre lang.

7. Eine Arbeitsstelle zu bekommen

Eine Arbeitsstelle zu bekommen kann sich ebenfalls nicht sicher anfühlen, vor allen Dingen, wenn man durch äußere Umstände gezwungen wird, diese Arbeit anzunehmen, sich selbst aber keinesfalls sicher ist. Schwierig ist vielleicht daran nicht einmal die Arbeit selbst, sondern eher das Drumherum: man muss mit neuen Kollegen auskommen (was sich besonders schwierig anfühlen kann, wenn man schon dementsprechende negative Erfahrungen gemacht hat), man muss sich einen Platz suchen im Unternehmensgefüge und sich dauernden Bewertungen unterziehen. Besonders schwierig wird es natürlich, wenn man sich im Grunde genommen überhaupt nicht arbeitsfähig fühlt (was ja viele HSP betreffen dürfte), am Rande oder inmitten eines Burnouts steht.

8. Ein Geschenk zu bekommen

Bekommen Sie gerne Geschenke? Eigentlich eine tolle Sache, sollte man meinen. Nun, ich kenne einige Menschen, für die das Erhalten von Geschenken der pure Stress, nicht sicher ist. Sie mögen ihre Geschenke nicht öffnen, wenn sie dabei beobachtet werden und sehen sich lieber alles in Ruhe alleine an. Ich selbst habe damit eigentlich kein größeres Problem - so dachte ich jedenfalls. Aber einmal habe ich in einer solchen Situation einmal richtig doof reagiert, so dass ich denke, da habe ich vielleicht doch noch Besserungsbedarf: Als mir Seminarteilnehmerinnen ganz unterwartet zum Seminarende eine liebe Karte schenkten … die dann von mir spontan kaum beachtet wurde - über die ich mich aber natürlich im stillen Kämmerlein riesig gefreut habe! Das wurmt mich heute übrigens immer noch 😉

9. Gesund werden

Ich glaube, dies ist eine Furcht, die viele HSP betreffen dürfte. Zugegebenermaßen klingt es erstmal sehr komisch. Vor allen Dingen, weil viele hochsensible Menschen mit körperlichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben und sich nichts sehnlicher wünschen, als gesund zu sein, ohne diese Schwierigkeiten.  Aber so einfach ist es eben nicht. Vielfach gibt es ja den sog. „sekundären Krankheitsgewinn“, etwas, das dafür sorgt, dass wir krank bleiben, weil der Gewinn, den wir aus der Krankheit oder den Schwierigkeiten ziehen, letztendlich größer ist als der Wunsch, wieder gesund zu sein. Für mich liegt z. B. ein sekundärer Krankheitsgewinn darin, dass ich von Behörden anders behandelt werde, (aufgrund meiner Autoimmunkrankheiten gelte ich als „Rehabilitandin“), was mir einen gewissen Schutz bietet. Bestimmte Anforderungen werden nicht mehr an mich gestellt. Diesen Schutz aufzugeben fühlt sich für mich sehr nicht sicher an. Ich arbeite aber ganz intensiv daran, diese Furcht zu überwinden und den Schutz, den mir mein Gesundheitsstatus gibt, aufzugeben. Und ich bin sehr zuversichtlich, dass mir das irgendwann auch gelingen wird.

„Nicht sicher“ klopfen

Natürlich können Sie alles, was sich für Sie nicht sicher anfühlt, wunderbar mit der Klopfakupressur in Angriff nehmen, z. B., indem Sie den 2. Satzteil anders formulieren: Anstelle von „liebe und akzeptiere ich mich voll und ganz“, könnten Sie sagen … „bin ich sicher“ oder „bin ich in Sicherheit“. Ein ganzer Beispielsatz für das Thema Gesundheit könnte z. B. dann lauten „Auch wenn es sich für mich nicht sicher anfühlt, gesund zu sein, bin ich in Sicherheit.“

Nun sind Sie am Drücker. Was ist für Sie nicht sicher? Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Bis bald! Herzlichst, Ihre
Monika Richrath

 

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

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Stress, Belastungen und Blockaden aus
der Hochsensibilität auflösen können

Ich möchte eine Klopfanleitung!
Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und zwei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

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Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

Von hochsensiblen Tieren und Menschen

HOCHSENSIBILITÄT

Von hochsensiblen
Tieren und Menschen

MONIKA RICHRATH

Ihre große Leidenschaft für Tiere besteht schon seit sie denken kann, ihr Interesse für Tiermedizin seit ihrer Zeit als junge Erwachsene. Dieses Interesse hat sie auch nie losgelassen und so drückte Carolin Hempel nach einer klassischen Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten und mehreren Berufsjahren noch einmal die Schulbank und schloss von 1992 bis 1993 eine Ausbildung zur Heilpraktikerin in Köln an. Als die erste Privatschule für Tierheilpraktiker in Brauweiler bei Köln eröffnete, sollte sich mit der Ausbildung zur Tierheilpraktikerin ihr Traum erfüllen. Ich habe mich mit Carolin Hempel über hochsensible Tiere und Menschen unterhalten.

Carolin, man weiß, dass Hochsensibilität auch im Tierreich vorkommt. Woran könnte ich, als jemand, der nicht mit einem Tier zusammenlebt, erkennen, dass ein Tier hochsensibel ist?

Das ist richtig, geschätzt kommt sie bei Tieren ungefähr genauso häufig vor, wie bei Menschen. Die Frage ist sehr schwierig zu beantworten. Menschen die keinerlei Erfahrung mit Tieren und deren Reaktionen haben, können die Hochsensibilität vielleicht erspüren. Hochsensibilität äußert sich bei Tieren in bestimmten Verhaltensmustern, sie nehmen Schwingungen/Gefühle wahr und reagieren entsprechend.

Was für Verhaltensmuster könnten das denn z. B. sein?

Zum einen gibt es Tiere, die sich komplett zurückziehen, z.B. aufgrund eines Traumas. Hier kann die Tierkommunikation eine Lösung sein, um das ganze Dilemma aufzulösen. Andere Tiere “gehen” auf den Menschen zu, dem es gerade nicht gut geht und versuchen Kontakt aufzunehmen. Bei Streitgesprächen versucht ein Hund  zu vermitteln, indem er auf den einen oder anderen zugeht. Grundsätzlich sollte der Mensch dem Tier gegenüber immer eine abwartende, offene Haltung einnehmen und das Tier agieren lassen.

D. h., dass Tiere, die mit Menschen zusammenleben, spüren, wenn “ihre Menschen” Hilfe brauchen? Betrifft das nur Hunde, oder verhalten sich auch andere Tiere so (wie Vögel oder Kaninchen?)

Ganz genau! Grundsätzlich trifft das auf alle Tiere zu. Es gibt eine wunderbare Geschichte von einem Panther, der ein sehr aggressives Verhalten gegenüber Menschen und Tieren zeigte. Er lebte in einem Reservat und konnte nicht zu den anderen Tieren, die in Freiheit lebten, gelassen werden. Der Leiter - ein sehr erfahrener “Tiermensch” probierte alles und wusste sich schließlich keinen Rat mehr. Dann wählte er das Mittel der Tierkommunikation. Eine sehr erfahrene Fachfrau auf diesem Gebiet nahm Kontakt zu dem Panther auf. Und es stellte sich heraus, dass dieses aggressive Verhalten aufgrund von schlechten Erfahrungen als Schutzmechanismus von ihm aufgebaut wurde. Nach zwei weiteren Sitzungen konnte er sein Verhalten komplett ändern und lebt jetzt sogar mit den Menschen und den anderen Tieren in Freiheit friedlich zusammen.

Aus meinem Bereich kann ich hauptsächlich von Pferden, Hunden und Katzen berichten, da ich mit diesen am meisten in Berührung komme und die größte Erfahrung habe. Pferde z.B. sind hochsensibel und werden heute oft im pferdegestützten Coaching in den verschiedensten Bereichen (u.a. bei Burnout Patienten) eingesetzt, um die Menschen zu therapieren.

Vielen Dank, Carolin. Damit hast du die Frage, was wir uns unter “Tierkommunikation” vorstellen können, schon beantwortet. Aber bei mir tut sich schon die nächste Frage auf bezüglich der Pferde: Meinst du, dass Pferde an sich hochsensibel sind, also alle Pferde?

Sehr gerne, Monika!

Ich denke, Ja, das ist so! Ich lebe und “arbeite” schon seit Jahrzehnten mit Pferden zusammen und ich habe noch kein Pferd erlebt, was ich nicht als hochsensibel einstufen würde. Natürlich gibt es auch hier unterschiedliche Grade der Hochsensibilität, aber hochsensibel sind alle Pferde!

Spannend, das wusste ich nicht. Ist es denn auch so, dass Tiere mit ihren oft vielfältigen Superfähigkeiten unsere menschliche Wahrnehmung immer übertreffen (bzw. unsere im Vergleich zu den Tieren relativ beschränkt ist?) Vielleicht eine blöde Frage - kam mir spontan in den Sinn?

Na ja, das kann man nicht so verallgemeinern. Es gibt Menschen die sehr sensibel sind, hochsensibel sind und es gibt natürlich auch welche, die eher “stumpf” sind. Ich glaube aber, dass alle Menschen von Geburt an so eine Fähigkeit haben, diese aber im Laufe der Zeit verblasst, durch Erziehung, gesellschaftliche Ansprüche usw., d.h. die Fähigkeit wird nicht mehr zugelassen und verkümmert dann mit der Zeit. Es geht ja im Endeffekt darum, sein “Bauchgefühl” zuzulassen und darauf zu hören.

Tiere übertreffen uns Menschen in ihrer Wahrnehmungsfähigkeit so gut wie immer, da sie sich immer auf ihre Wahrnehmung verlassen und verlassen müssen, d.h. sie ist für sie lebensnotwendig!

Pferde sind hochsensibelSpüren Tiere es, wenn sie mit hochsensiblen Menschen zusammenkommen, verhalten sie sich dann anders?

Auf jeden Fall, genau, wie Menschen, die hochsensibel sind, das spüren. Die Beziehung ist sofort wesentlich intensiver. Tiere nehmen direkt Kontakt zu hochsensiblen Menschen auf.

Das bedeutet, dass hochsensible Menschen ganz besonders von einer Beziehung zu einem Tier profitieren können? Mit Tieren kann man sich ja nicht so gut in Auseinandersetzungen verstricken …ich könnte mir ganz gut vorstellen, dass das für manche Tierhalter eine Rolle spielt …

Jetzt zu dir, Carolin. Du arbeitest im Bereich alternative Tiermedizin. Spontan würde ich mir darunter etwas ähnliches wie eine Heilpraktikerin für Tiere vorstellen …?

Meiner Meinung nach können alle Menschen von Tieren profitieren! Hochsensible Menschen können von einer Beziehung zu einem Tier naturgemäß noch mehr profitieren, da sie noch feinfühliger für nicht durch “Sprache” ausgedrückte Dinge sind.

Genau, ich arbeite als Tierheilpraktiker - richtig eine Heilpraktikerin für Tiere!

Kannst du mir für Menschen ohne Heilpraktiker-Erfahrung ein Beispiel geben, wie eine Behandlung aussieht? Ich habe ja kein Haustier, aber stellen wir uns mal vor, ich habe einen Hund, der sich anderen Menschen gegenüber aggressiv verhält … was für Behandlungsmöglichkeiten gäbe es in diesem Fall?

Es ist natürlich immer unterschiedlich und kommt auf die jeweilige Situation an, im Normalfall schaue ich mir das Tier in seiner gewohnten Umgebung an, mache mit den Besitzern eine ausführliche Anamnese und nehme natürlich mit dem Tier “Kontakt” auf. Dann entscheide ich was zu tun ist, manchmal ist es eine Reikibehandlung, manchmal eine bioenergetische Haaranalyse. In den meisten Fällen rate ich zu beidem. Es kann aber auch sein, dass ich ein einziges homöopathisches Mittel gebe. Außerdem checke ich die Umgebung nach Störfelder ab, auch das können Auslöser sein. Oft liegen die Auslöser aber weit zurück in der Vergangenheit. Dies alles gilt es aufzudecken und dann entsprechend zu therapieren.

Das klingt ja sehr spannend. Nun kann der Hund ja nicht reden. Wie kannst du solche Auslöser denn herausfinden, wenn sie in der Vergangenheit liegen und ich als aktueller Tierhalter  nichts davon weiß?

Es ist so eine Art Puzzle, was es gilt zusammen zu setzen. Ich füge alle Informationen des Besitzers (man muss auch ein bisschen hinter “den Zeilen lesen”), das Verhalten des Tieres (welches Sprache ist) und ggfs. die Ergebnisse der bioenergetischen Haaranalyse zusammen, werte sie aus und erhalte so die Ergebnisse.

Carolin, was ist denn eine bionenergetische Haaranalyse? Davon habe ich noch nie gehört …

Die bioenergetische Haaranalyse ist in etwa mit einem “Riesengroßen Blutbild” in der Schulmedizin zu vergleichen, nur dass sie wesentlich genauer und viel rechtzeitiger anzeigt, wenn was nicht in Ordnung ist. Mithilfe einer bioenergetischen Haaranalyse werden die feinstofflichen Energiefelder oder Biofelder, die ein jedes Lebewesen umgibt gemessen. Die Haare dienen als Medium, es können aber auch Nägel, Fell, ein Stück vom Huf des Pferdes oder ähnliches sein. Dieses “Medium” ist eine Art Tagebuch und hat alle Informationen über das Lebewesen gespeichert. Mithilfe der Bioresonanz und dem entsprechenden Gerät werden diese Informationen gelesen und Störungen der Biofelder aufgedeckt. Die Kunst ist natürlich hierbei zu wissen, was ich fragen muss. Es gehört also jede Menge Fachwissen, Intuition, eine perfekte Anamnese, Erfahrung usw. dazu, um an die entsprechenden Ergebnisse zu kommen. Ich habe mittlerweile einen Basis-Fragebogen  (4 DIN A Seiten), den ich immer abfrage, dazu kommen dann eventuell noch Fragen, die ich stelle, weil ich eine Vermutung habe. Als Beispiel: Ich war bei einem Pferd, habe dieses untersucht und begutachtet, eine Anamnese gemacht und aufgrund dieser vermute ich, dass dieses Pferd ein Rückenleiden hat. Dann gehe ich bei der Analyse noch genauer auf den Rücken ein und frage z.B. alle Wirbel ab oder ob er “Kissing Spines” hat oder andere Erkrankungen.

Insofern kann eine Haaranalyse bzw. die Ergebnisse derselben und damit die Behandlung  immer nur so gut sein, wie der Therapeut, der dahinter steht!

Vielen Dank, Carolin. Jetzt habe ich eine Vorstellung. Wir kommen nun langsam zum Ende des Interviews. Eine Frage habe ich aber noch, die mir so richtig auf den Nägeln brennt. Es gibt ja sehr viele Menschen, die Angst vor Hunden haben. Ich hatte das selber den Großteil meines Lebens und fand es ganz furchtbar, wenn die Besitzer riefen “Der tut nix!” Hast du einen Ratschlag für diese Menschen, die ihren Blick auf Hunde verändern könnte, wie sollen sie sich verhalten, wenn sie einem Hund begegnen?

“Der tut nix, der will nur spielen” ist ganz beliebt und natürlich bei einem Menschen, der Angst vor Hunden hat überhaupt nicht hilfreich. Wichtig ist vor allem, dass der Mensch, der Angst vor Hunden hat sich diese selber eingesteht und auch offen formuliert. Das ist schon einmal der erste Schritt. Hier hat dann auch der Hundebesitzer die Möglichkeit entsprechend zu reagieren. Für einen Menschen, der Angst vor Hunden hat ist es wichtig, dass er versucht sich zunächst einmal “neutral” zu verhalten. Also weder stehen bleibt, noch überschwänglich auf den Hund reagiert. Das macht ein Aufeinanderzugehen langsam möglich.

Meinst du, damit, man soll den Hund am besten gar nicht beachten?

So ungefähr kann man es sagen, versuchen so zu tun, als wäre gar nichts.

Als Beispiel ein Mensch mit Angst vor Hunden geht im Wald spazieren als ein Hund mit Besitzer auf ihn zukommt. Dieser Mensch sollte dann einfach in seinem vorherigen Tempo weitergehen und nichts an seinem Verhalten ändern, also nicht schneller werden, nicht stehen bleiben, nicht schnell im Wald “verschwinden”, die Arme hochnehmen o. ä..

Mir ist natürlich klar, dass das nicht einfach ist, wenn man Angst hat, aber, es ist der beste Weg.

Vielen Dank, Carolin! Vielen Dank für deine Geduld mit meinen vielen Fragen!

Ich danke Dir sehr für das Interview, es hat Spaß gemacht! Und für mich ist es auch immer wichtig, die Dinge auch mal aus einer weiteren oder anderen Perspektive zu betrachten!

Schon sind wir wieder am Ende dieses Interviews angelangt. Wie sieht es mit Ihnen aus, leben Sie mit einem Tier zusammen, vielleicht sogar einem, das Sie selbst als hochsensibel einstufen? Erzählen Sie uns von Ihren Erfahrungen.

Herzlichst,

Ihre
Monika Richrath

Carolin Hempel

Carolin Hempel

Alternative Tiermedizin Oberberg

Carolin Hempel, geb. 14.07.1959
2 Söhne, lebt seit 2005 im Oberbergischen (in Köln aufgewachsen)

1995 eröffnete ich meine Fahrpraxis und behandele seitdem Tiere ausschließlich mit alternativen Heilmethoden. Meine Herzstücke sind mittlerweile die Bioresonanz, Reiki und die Homöopathie.

 

 

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

Lernen Sie hier, wie Sie mit Ihren Fingern Stress, Belastungen und Blockaden aus der Hochsensibilität auflösen können

Ich möchte eine Klopfanleitung!
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Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

Blogparade Supersinne

HOCHSENSIBILITÄT

BLOGPARADE
SUPERSINNE

MONIKA RICHRATH

Nachdem ich nun selbst schon mit Beiträgen an verschiedenen Blogparade teilgenommen habe, erfülle ich mir in dieser Woche den Herzenswunsch, selbst eine Blogparade zu veranstalten - selbstverständlich mit hochsensibler Zielsetzung. Ich freue mich über rege Beteiligung. Veröffentlichen Sie einen Beitrag auf Ihrem eigenen Blog, der zu meinem Thema passt, verlinken Sie am Anfang oder Ende auf diese Blogparade. Schicken Sie den Link auf Ihre Seite als Kommentar, damit die LeserInnen möglichst viel Unterschiedliches zum Thema lesen können. Wenn es genug unterschiedliche Einsendungen gibt, erstelle ich aus den eingesandten Beiträgen ein E-Book, das Sie selbstverständlich kostenfrei zur eigenen Verwendung erhalten.  Die Blogparade „Supersinne“ läuft bis zum 31. Juli 2017.

Auf die Idee mit den Supersinnen hat mich Frederik Backmann mit dem Buch „Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid“ gebracht, dort ist nämlich dauernd die Rede von Superkräften. Die Idee hatte mir so gut gefallen, dass ich sie zu Ostern in mein Gewinnspiel eingebaut habe. (Die Ziehung der Gewinnerin finden Sie übrigens im Kasten auf der rechten Seite, klicken Sie bitte auf das Bild.)

Es scheint, als tun sich viele hochsensible Menschen schwer damit, die sich aus der Hochsensibilität ergebenden Superkräfte positiv zu bewerten.

Mir selbst ist es lange Zeit übrigens auch so gegangen. Obwohl ich für mich selbst ganz klar hatte, dass ich besondere Riechfähigkeiten hatte, hatte ich doch zu viel Angst, jemand könnte mir sagen, dass ich mir das alles nur einbilde und habe niemandem davon erzählt. Eine Zeitlang konnte ich zum Beispiel riechen, wenn ich einen Laden betreten habe, wenn eine kranke Person kurz vor mir in den Laden gekommen ist (ein äußerst unangenehmer Geruch) oder Depressionen anderer Menschen (muffig wie ein uralter Putzlappen) oder überhaupt negative Energien (grell und stechend). Diese Fähigkeiten sind mir übrigens abhanden gekommen im Laufe der Zeit. Keine Ahnung, wieso und wann. Ich halte es durchaus für möglich, dass diese besondere Wahrnehmung mit meinem chronisch erhöhten Stresspegel in Verbindung stand. Denn stresstechnisch bin ich heute ja ganz anders unterwegs als vor zehn Jahren.

hochsensibler Mann riechtWas allerdings geblieben ist, ist, dass es praktisch immer Stress für mich ist, wenn etwas riecht. Als Waschmittel kommen zum Beispiel nur solche Produkte in Betracht, die am besten nicht selbst riechen, wie etwa Waschnuss, selbst Biowaschmittel rufen mit ihren Gerüchen bei mir Kopfschmerzen hervor …

Ich denke aber, unsere Fähigkeiten sind wandelbar. So, wie meine besonderen Riechfähigkeiten verschwunden sind, habe ich nun neue, sehr interessante Fähigkeiten, die sich entwickeln. Ich kann nun manchmal Energie auch visuell wahrnehmen. Es kommt zum Beispiel vor, dass die Energie um den Kopf einer Klientin sich im Laufe einer Sitzung verändert und ich dies sehen/spüren kann (es ist ehrlich gesagt, ein wenig schwierig, dies zu trennen). Neulich bin ich in mein Arbeitszimmer gekommen und hatte plötzlich das Gefühl, die Energie im Raum hat sich verändert, ist irgendwie klarer … Die Erklärung kam, als ich in meinem Posteingang eine für mich sehr wichtige E-Mail-Nachricht fand …

Nun aber zu Ihnen. Ich freue mich auf Ihre Beiträge zum Thema „Supersinne“. Ich habe bewusst ein eher positives Wort gewählt, aber das soll natürlich nicht heißen, dass hier nur Platz ist für positive Erfahrungen. Hier sind ein paar mögliche Vorschläge:

  • Welches ist Ihr Supersinn und welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht?
  • Ist Ihnen Ihr Supersinn schon einmal zum Verhängnis geworden?
  • Wie gehen Sie grundsätzlich mit Ihrem Supersinn um (oder mit dem Ihrer Kinder)?
  • Welche besonderen Räume können Sie dank Ihrer Supersinne betreten?
  • Gibt es Menschen, die Ihre besonderen Wahrnehmungsfähigkeiten unterstützt haben (z. B. Oma oder Opa)?
  • Welchen Superhelden oder Superheldin bewundern Sie und warum?
  • Gibt es eine Serie oder einen Film, in dem jemand mit Supersinnen die Hauptrolle spielt, die Sie besonders mögen?
  • Nutzen Sie Ihre Supersinne in einem beruflichen Kontext?

Bestimmt fallen Ihnen auch noch Aspekte ein, die mir gerade nicht in den Sinn kommen. Ich freue mich auf Ihre Einsendungen. Natürlich freue mich mich auch, wenn Sie diesen Beitrag verteilen, damit möglichst viele Menschen davon erfahren. Falls Sie keinen eigenen Blog haben, können Sie Ihren Text in die Kommentare posten.

Herzlichst,

Ihre
Monika Richrath

 Ziehung Oster-Gewinnspiel

Die Einsendungen zum Gewinnspiel:
Gewünscht wurden positive Beschreibungen
der Hochsensibilität oder hochsensibler Fähigkeiten

Anja: „Ich bin sehr feinfühlig“
Elisa: „Konflikt-Riecherin
Esther: „Meine Hochsensibilität zeichnet sich durch ein
hohes Empathieempfinden aus“
Katharina: „Wahrnehmungstalentiert
/Wahrnehmungstalent“
Stefanie: „Ich bin sehr gut im Suchen von Dingen, ich
habe einen Scannerblick“
Julia: „Ich habe eine gutes und vor allem verlässliches
Bauchgefühl :-)“

Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und zwei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als EFT-Coach und Trainerin und bin die Autorin dieses Blogs.

 

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

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Das will ich lernen!
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*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

Embrace – sich selbst annehmen

HOCHSENSIBILITÄT

EMBRACE
- SICH SELBST ANNEHMEN

MONIKA RICHRATH

Es ist schon ein wenig verrückt, dass es in unserer heutigen Zeit voller Medienpräsenz und Reizüberflutung doch immer noch Menschen gibt, die sich mit ganz einfachen genialen Ideen durchsetzen. Die Australierin Taryn Brumfitt  und Mitproduzentin Nora Tschirner wollten sich nicht länger damit abfinden, dass 91 % aller Frauen weltweit am eigenen Körperbild und mit dem eigenen Körper leiden. Das Projekt Body Image Movement entstand. Taryn Brumfitt reiste ein paar Wochen lang kreuz und quer durch die Welt um mit verschiedenen Frauen zu sprechen. Heraus kam dabei ein sehr aufwühlender, berührender und aufrührischer Dokumentarfilm.

Letztes Wochenende wurde ich über Facebook auf den Film Embrace aufmerksam gemacht. Klingt interessant, dachte ich mir, mit dem Thema „Körperbild“ hatte ich mich selbst schon häufiger auseinandergesetzt und hatte auch das Glück diesen Film im Kino ansehen zu können (er läuft nur in einigen Kinos). Als ich danach wieder ein wenig benommen ins Tageslicht stolperte, war ich total geflasht.

Gefühlschaos

In mir brodelte ein wilder Gefühlsmix. Unendliche Begeisterung („Ich buche ein Fotoshooting“, „Ich kaufe mir einen großen Spiegel“), unendliche Trauer über das, was ich gehört und gesehen habe (wunderschöne Frauen, die ihre eigene Schönheit nicht wahrnehmen können, ein bis zum Skelett abgemagertes Wesen, Berichte über in der Modebranche verbreitete Praktiken wie das Zu sich nehmen von Wattebäuschen …) unendliche Wut über das, was uns angetan wird (Modellbilder werden digital bearbeitet und sind darum für uns unerreichbar) und das, was wir uns selbst antun (wir vergeuden unsere Energie). Ich gebe zu, ich hatte schon gehört, dass Modellbilder heutzutage digital bearbeitet werde. Was ich aber nicht begriffen hatte: Wenn ich an einer Bushaltestelle stehe, wo auf einer Werbung ein schlankes Modell mit einer sehr sexy Taille abgebildet ist und ich mir dieses Bild ansehe und dabei sehnsüchtig denke: „So möchte ich auch gerne wieder aussehen!“, dann bin ich der Werbebranche auf den Leim gegangen und habe mich selbst verlassen …

Jetzt hat es Klick gemacht

Ich leide schon ziemlich lange an meiner eigenen Ambivalenz meinem Körper gegenüber. Und das hat durchaus auch etwas mit Hochsensibilität zu tun.

Lange habe ich gegrübelt, wann es eigentlich angefangen hat, aber ich kann keinen richtigen Anfangspunkt ausmachen. Sicher ist: als die Erschöpfung überhand nahm, verschwand zuerst meine Vitalität. Dann, als es mit dem Stress und der Erschöpfung immer so weiter ging (gute zwei Jahre), wurde es mit der Fibromyalgie so schlimm, dass ich auf längere Zeit arbeitsunfähig wurde. Zu dem Zeitpunkt konnte ich auch nicht mehr schlafen und war darum damit einverstanden, es einmal mit einem Antidepressivum zu probieren, das man mir in der Reha ans Herz legte. Es war kein völliger Misserfolg, denn ich konnte nach einiger Zeit wieder schlafen, sonst bewirkte es nur, dass ich zunahm.

Innerhalb eines Jahres wog ich 10 kg mehr.

Das war schrecklich, weil ich mein ganzes vorheriges Leben (bis auf eine kurze Zeit in der Pubertät) sehr schlank war und eigentlich auch essen konnte, was ich wollte. Ein Teil dieses Gewichts war übrigens auf Wassereinlagerungen zurückzuführen.

Monika Richrath mit 49 Kg

49 kg - der absolute Gewichtstiefpunkt

Wenn es mir richtig schlecht ging, verging mir sowieso der Appetit. Einmal bin ich auf diese Weise auch gefährlich nahe an eine Essstörung herankgekommen (denke ich mir heute). Damals lud mich meine Freundin immer schon zum Essen ein, weil sie sich Sorgen machte und mich aufpäppeln wollte. Dabei hatte ich gar nichts mit bewusstem Abnehmen oder Kontrolle im Sinn. Ich habe so gelitten an mir selbst und meinem Leben, dass ich einfach keinen Hunger hatte … Diese Zeit gehört auf jeden Fall zu den Tiefpunkten meines Lebens, auch wenn es mir damals nicht bewusst war.

Monika Richrath auf Burg Eltz mit 56 kg

Mein „Normalgewicht“ von 54 kg

Irgendwie habe ich es dann doch wieder auf 54 kg geschafft und da blieb ich dann. Ich fand es selbst sonderbar, dass ich niemals zunahm, aber fühlte mich zumindest in diesem Punkt mit meinem Körper im Reinen, obwohl ich jede Menge Bilder habe, von denen mir erst in jüngster Zeit aufgefallen ist, wie ausgezehrt ich darauf aussehe.

Monika Richrath mit 64 kg

64 kg nach der Kur

Zurück zur Kur 2009. Zwar half sie mir, mein Leben danach Schritt für Schritt wieder aufzubauen, aber gewichtstechnisch war es der Beginn einer Körperkatastrophe. Als solche habe ich sie jedenfalls lange betrachtet. Ich erkannte mich selbst nicht wieder! Immer wenn ich in den Spiegel sah, war ich verblüfft und frustriert, dass mir da dieses leicht moppelige Gesicht entgegenblickte. Ha! Heute würde ich mich vermutlich sehr freuen, wenn ich es jemals schaffen sollte, wieder nur 64 zu wiegen!

Monika Richrath mit 77 kg

Noch ein Tiefpunkt: 77 kg

Denn das war im Grunde genommen nur der Anfang. Seitdem habe ich ständig und permanent zugenommen und mich immer weiter von mir selbst und meinem Körper entfremdet. Von der Liebe zu meinem eigenen Körper auch. Obwohl ich das Antidepressivum nach einem Jahr wieder abgesetzt habe, ist es mir nicht gelungen, wieder abzunehmen. Das hatte ganz viele, verschiedene Ursachen. Zum einen habe ich Essen als Trost entdeckt und bin vom zu-wenig-Essen eher in die Sparte des Zu-viel-Essens hinübergewechselt. Ein weiterer, sehr wichtiger Punkt, ist die Tatsache, dass mir die Vitalität für bestimmte Dinge fehlte. Ich hatte einfach nicht die Kraft und Energie mehr, bestimmte Dinge zu tun, wie für Sport, Ausgehen usw. Früher war ich den ganzen Tag lang immer herumgerannt, damit war schon lange Schluss. Auch die Wechseljahre, in denen der Körper sich ja ganz neu organisiert, haben sicher eine Rolle gespielt. Trotzdem habe ich mich unendlich geschämt dafür, dass es mir nicht gelang, dieses Zusatzgewicht wieder loszuwerden, habe mir das als persönliches Versagen angekreidet.

2014 brachte eine Wende

Eine Seminarteilnehmerin hatte mich auf HPU (Hämopyrrollaktamurie) aufmerksam gemacht, ein Vitalstoffmangel im Körper, der seine Funktion beeinträchtigt. Das setzte eine ganze Kaskade von Ereignissen in Gang. (Über HPU schreibe ich demnächst einen gesonderten Artikel, denn es scheint, dass viele hochsensible Menschen davon betroffen sind.) Jedenfalls kam ich so zu einer Heilpraktikerin, die mir einen Progesteronmangel und eine Nebennierenschwäche bescheinigte. Auf der körperlichen Ebene gibt es also durchaus Erklärungen für die Gewichtszunahme und die Unfähigkeit wieder abzunehmen. Der Progesteronmangel sorgt zum Beispiel für die Wassereinlagerungen, die Nebennierenschwäche für die fehlende Vitalität. Übrigens - bei  HPU kann es vorkommen, dass man in der Jugend übernatürlich schlank ist und im Alter dann übergewichtig.

Es gab aber auch psychologische Ursachen

Vor einigen Wochen habe ich mich z. B. daran erinnert, dass ich mir irgendwann mal geschworen hatte, nie mehr so zu sein wie früher, vielleicht hat mein Körper das sehr wörtlich genommen. Ich habe u. a. diesen Schwur beklopft, noch eine kleine Lymphmassage entdeckt, die ich nun täglich mehrmals mache. Dazu kommt, dass die Behandlung meiner Heilpraktikerin nach einem Jahr Früchte trägt und ich einen deutlichen Vitalitätszuwachs spüre. Langsam habe ich das Gefühl, mir meinen Körper zurück zu erobern.

Eine Erkenntnis

Neulich ist mir der Gedanke gekommen, dass es mir eigentlich egal ist, wieviel ich wiege, solange ich nur vital bin. Die fehlende Vitalität ist das schlimmste: das Gefühl, tonnenschwer, unbeweglich zu sein und mich nicht wirklich so bewegen zu können, wie ich möchte. Eingeschränkt zu sein in meiner Bewegungsfreiheit, denn dies zieht sich durch alle Lebensebenen hindurch.

Erleichterung

Da kam Taryn Brumfitt mit ihrem Film wirklich gerade richtig! Und ich habe nun entschieden, nicht länger Energie darauf zu verschwenden, wie mein Körper aussieht, sondern mich eher damit zu beschäftigen, was ich tun kann, damit mein Körper sich besser fühlt - wie ich das ja auch schon seit längerer Zeit mache.

Plötzlich habe ich auch einen Weg gefunden um mit der allgegenwärtigen Werbung an den Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel umzugehen: ich gucke einfach weg, bzw. stelle meinen Blick auf unscharf und sage mir „Das ist nicht real“, quasi wie im Supermarkt, wo lauter Dinge stehen, die mir nicht gut tun.

Alles in allem habe ich das Gefühl, dass sich in der letzten Woche, seit ich den Film gesehen habe, ganz viel verändert hat. Alleine dadurch, dass ich die Entscheidung getroffen habe, loszulassen, jemals wieder meine Figur aus der Jugend zurückzubekommen. Dafür habe ich nun jede Menge Energie für andere Projekte übrig. Zum Beispiel mir selbst Kleidung zu nähen, die mir gefällt und in der ich mich wohlfühle …

Ich bin mir ziemlich sicher, dass viele von Ihnen einen ähnlichen Weg durchlitten haben und kann Ihnen nur ans Herz legen, sich diesen Film anzusehen. Er hat wirklich lebensveränderndes Potential!

Es ist mir bewusst, dass dieser Beitrag ungewöhnlich viele Links enthält, aber es ist mir ein echtes Anliegen, Sie für diesen Film zu interessieren. Wenn Sie sich den Stern-TV-Clip ansehen, wird gleich klar, wie verzerrt unsere Körperwahrnehmung häufig ist. Ich fand das total herzzerreißend.

Was ich leider nicht mehr wiedergefunden habe, ist der Link, mit dem Sie herausfinden können, wann der Film läuft. Wie gesagt, immer nur an einigen Tagen, kümmern Sie sich am besten gleich darum, wenn Sie den Film sehen möchten, oder kaufen Sie ihn auf DVD.

Wie sehen Sie Ihren Körper? Haben Sie etwas Ähnliches erlebt wie ich? Oder etwas ganz anderes? Ich freue mich sehr über Ihre Kommentare.

Herzlichst,

Ihre
Monika Richrath

Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und zwei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als EFT-Coach und Trainerin und bin die Autorin dieses Blogs.

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*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

Gewinnspiel: Positive HSP-Begriffe

Schicken Sie mir Ihren Begriff, mit dem Sie anderen Menschen zeigen können, wie stolz Sie auf Ihre hochsensiblen Superfähigkeiten sind und gewinnen Sie eine EFT-Sitzung im Wert von 80,- EUR. Einsendeschluss ist der 14. Mai 2017

Ich will mitmachen!

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