Das Ostergewinnspiel: Positive HSP-Begriffe

HOCHSENSIBILITÄT

Das
Oster-
Gewinnspiel:

MONIKA RICHRATH

Positive HSP-Begriffe

Ich weiß nicht, wie es Ihnen mit dem Begriff „hochsensibel“ geht bzw. gegangen ist. Ich habe mich am Anfang nicht wirklich wohl gefühlt damit, ich dachte dabei immer an ein scheues, nervöses Reh, jederzeit bereit die Flucht zu ergreifen. So war ich früher ja auch. Aber ich wollte mich selbst nicht so sehen …

Die Palette von Hochsensibilität beschreibenden Wörtern hat sich seit den Anfängen nicht allzu sehr erweitert. Die bis dato beste Wortneuschöpfung, die mir wirklich gefällt, ist „Supersensible„. Sie tauchte zum ersten Mal in dem Buch „leise gewinnt“ von Doris Märtin auf, wurde bislang aber offenbar nicht großflächig übernommen.

An meiner kleinen Umfrage zum hochsensiblen Coming Out haben bis heute 454 Menschen teilgenommen.

Die ganz überwiegende Mehrheit der TeilnehmerInnen outet sich nur gelegentlich als hochsensibel. Ich weiß natürlich nicht, warum das so ist, aber ich habe mich gefragt, ob es nicht an den möglicherweise etwas zweifelhaften Bedeutungen und Assoziationen liegt, die andere Menschen haben könnten, wenn sie zum ersten Mal den Begriff „hochsensibel“ hören.  Könnte es nicht einen Weg geben, anderen Menschen Hochsensbilität „anders zu verkaufen“? Dazu hat mich ein bisschen auch Fredrik Backman mit seinen Buch „Oma läst grüßen und sagt, es tut ihr leid“ inspiriert. Die 7jährige Heldin Elsa ist öfter damit beschäftigt, die Superkräfte anderer Menschen zu identifizieren. Beim Lesen habe ich mich spontan gefragt, ob wir in der HSP-Community das nicht auch mal so machen können? Ich finde, eine nette Idee für ein Gewinnspiel, von der Sie persönlich auch etwas haben können, wenn Sie nicht gewinnen.

Die Teilnahmebedingungen

Überlegen Sie sich, welcher Ihrer Sinne der stärkste ist und denken Sie sich einen positiven Begriff dazu aus, mit dem Sie anderen Menschen zeigen können, wie stolz Sie auf Ihre Fähigkeit sind. Ich habe z. B. eine „sensationelle Körperwahrnehmung“. Senden Sie diesen Begriff per E-Mail an info@eft-fuer-hochsensible-menschen.de mit der Angabe Ihrer Adresse, damit ich Sie im Gewinnfall schriftlich benachrichtigen kann. Einsendungen mit „Ich will teilnehmen“ ohne Begriff werden nicht beachtet. Senden Sie bitte nur den Begriff, max. einen Satz, mehr braucht es nicht. Sie dürfen auch gerne mehrere Begriffe schicken, Sie nehmen jedoch nur einmal am Gewinnspiel teil.

Ostergeschenk: Klopfakupressur-Sitzung

Ich bewerte die von Ihnen eingesandten Begriffe nicht, möchte diese aber den LeserInnen meines Blogs später vorstellen, vielleicht kann dann auch noch mal abgestimmt werden …

Fürs erste reicht es vollkommen, wenn Sie mir Ihre Begriffe schicken.

Der/die GewinnerIn gewinnt eine Klopfakupressur-Sitzung mit mir (persönlich, telefonisch oder online) im Wert von 80,- Euro. Der Betrag wird nicht in bar ausgezahlt. Und falls Sie die Klopfakupressur erstmal ausprobieren wollen, können Sie sich hier zu meinem E-Mail Kurs mit den Basics der Klopfakupressur anmelden.

Der Einsendeschluss für das Gewinnspiel ist der 14. Mai 2017.

Ich bin schon sehr gespannt auf Ihre Einsendungen.

Ich wünsche Ihnen noch schöne Ostertage!

Herzlichst, Ihre
Monika Richrath

 

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

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Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und zwei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

p

Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

Hochsensibilität und die berufliche Selbständigkeit – Eine Rezension

HOCHSENSIBILITÄT BÜCHER

Hochsensibilität und die berufliche Selbständigkeit
- Eine Rezension

MONIKA RICHRATH

„Zarte Mimose in einer Gemeinschaft übermächtiger Grizzlybären“

„Wie sich ein Sensibelchen selbständig machte und seine Lösung für das hochsensible Berufsleben fand“ lautet der Untertitel des frisch erschienenen Buches von Sandra Tissot. Ich gebe zu, ich habe mich wahnsinnig gewunden über dem „Sensibelchen“ gleich auf der Titelseite. Ich musste mir vermehrt vor Augen führen, dass viele Bewegungen auf der Welt Begriffe, die eigentlich Beschimpfungen waren, umgewandelt haben in starke, selbstbewusste Bezeichnungen - allerdings bezweifele ich ein wenig, dass dies mit dem Begriff „Sensibelchen“ auch so funktionieren wird …

Aber nun zum Buch selbst. Für meine Begriffe füllt es unbedingt eine Lücke in der Literatur für und/oder über hochsensible Menschen, da diese häufig eine Affinität zur beruflichen Selbständigkeit besitzen. Frau Tissot zeigt uns, dass es hierbei um weit mehr geht, als nur um die Gestaltungsmöglichkeiten einer Tagesstruktur, die sich besser an hochsensible Bedürfnisse anpassen lässt.

„Zarte Mimose in einer Gemeinschaft übermächtiger Grizzlybären“

Wie ließe sich das besser verdeutlichen als durch das Erzählen der eigenen Biografie? Im ersten Teil nimmt die Autorin uns mit in ihren Büroalltag als Marketingleiterin eines von Männern dominierten Softwareunternehmens.  Dort fühlt sie sich wie eine „zarte Mimose in einer Gemeinschaft übermächtiger Grizzlybären“. Schon bald wird ihr klar,  dass sich die vermeintlichen Sicherheitsaspekte ihres guten Jobs mehr und mehr als Illusion erweisen. Das dringend benötigte dicke Fell will einfach nicht anwachsen. Allein das Klingeln des Telefons versetzt den ganzen Körper in Alarmbereitschaft, ganz zu schweigen von der grundsätzlichen Reizüberflutung durch das Arbeitsumfeld.

Darüberhinaus muss sie als Marketingleiterin die Sekretärin und Telefonistin geben, kann aber weder ihre eigentlichen Fähigkeiten auf dem Marketinggebiet, noch ihre sozialen Fähigkeiten zum Wohle der Firma einsetzen, weil sie immer wieder von ihrem Vorgesetzten ausgebremst wird.

Ihre Frustration am Arbeitsplatz nimmt zu

Immer mehr fühlt sie sich durch das vordefinierte Arbeitsumfeld eingesperrt, abhängig und fremddefiniert. Die unternehmerischen Fehlleistungen ihres Chefs muss sie mit ausbaden - durch sinnlose Arbeit und unbezahlte Überstunden. Bis sie an ihre körperlichen Grenzen stößt und eine Autoimmunerkrankung entwickelt: eine massive Überfunktion der Schilddrüse namens Morbus Basedow. Sie lässt sich operieren und die Schilddrüse entfernen. Danach ist alles anders. Ihr wird klar:

das Leben ist endlich

Zunächst kehrt sie in ihren Arbeitsalltag zurück, merkt dann aber immer häufiger, dass es so nicht geht, dass sie einfach aufhören möchte, jeden Tag zur Arbeit zu fahren, weil es von ihr erwartet wird.

Befreiungsschlag

Langsam wächst in ihr der Wunsch nach einer beruflichen Selbständigkeit. Darum geht es im zweiten Teil. Frau Tissot zeigt uns, was notwendig ist, und nimmt uns mit auf aberwitzige Gänge bei einer gewissen Agentur,  zum Gewerbeamt usw.

Der dritte Teil des Buches befasst sich mit der unternehmerischen Realität

Was bedeutet es, als hochsensibler Mensch beruflich selbständig zu sein? Welche Vorteile und Trümpfe bringe ich mit, was ist eher hinderlich oder schwierig? Denn nun ist nicht alles eitel Sonnenschein. Ganz im Gegenteil. Neue Herausforderungen warten, die man nun wirklich selbst bewältigen muss, wie z. B. die Kundenakquise. Stressbewältigung bleibt nach wie vor ein großes Thema (Selbständige neigen dazu, in der Selbständigkeit wesentlich mehr zu arbeiten als in einem 0815-Job), nun aber in Selbstverantwortung.

Frau Tissot befasst sich in diesem dritten Teil besonders mit einigen Themen. Zum Einen räumt sie auf mit dem Begriff der Super-Mom (die sowohl berufliche Selbständigkeit, als auch Kindererziehung etc. spielend managt), zum anderen weist sie uns auf zwei äußerst wichtige Dinge hin: die Familie und der Halt, den sie uns bieten kann (wenn wir unser Leben mit unserem Partner/unserer Partnerin dementsprechend einrichten) und „das Glück“. Zuerst habe ich ein bisschen gestutzt bei der Auflistung der vielen Glückszitate, aber es funktioniert, mich haben sie jedenfalls glücklich gemacht … Frau Tissot erklärt anschließend anhand dieser Zitate, warum bestimmte Dinge für Hochsensible unabdingbar sind. Das ist sehr schön gemacht.

Sehr gut gut gefallen haben mir ebenfalls die klare Struktur des Buches und die vielen Fragen, die die LeserInnen sich nach jedem Unterkapitel stellen können. Wenn Sie also mit dem Gedanken liebäugeln, sich selbständig zu machen, ist „Hochsensibilität und die berufliche Selbständigkeit“

ein äußerst nützlicher Ratgeber,

in dem Sie sich mit Fragen auseinandersetzen können, die sich durch die Hochsensibilität ergeben und die Sie so vermutlich nicht in anderen Ratgebern zur Existenzgründung finden werden. Mein persönliches Plus an diesem Buch war die Auseinandersetzung mit meiner eigenen Vergangenheit als Arbeitnehmerin - und die Erkenntnis, dass sowohl Fremdbestimmung als auch Sinnlosigkeit (mit der ich als Arbeitnehmerin häufig zu tun hatte) die beiden Elemente sind, die mich als hochsensibler Mensch auf dem normalen Arbeitsmarkt wirklich ausgehöhlt haben …

Ich hoffe, ich konnte Ihr Interesse wecken, ohne allzuviel über den Inhalt zu verraten, lesen Sie am besten selbst.

Wie geht es Ihnen als hochsensibler Mensch in der Selbständigkeit? Welche besonderen Tipps haben Sie für andere?  Wie immer freue ich mich von Ihnen zu hören.

Herzlichst, Ihre

Monika Richrath

Hochsensibilität und die berufliche Selbständigkeit
Sandra Tissot
Dielus
ISBN 978-3-9817975-6-5
19,99 €

 

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

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Nach dem dritten Burnout und zwei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

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Die von mir angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

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5 Dinge, die Sie über Panikattacken wissen sollten

HOCHSENSIBILITÄT KLOPFAKUPRESSUR

5 Dinge
die Sie
über Panikattacken
wissen sollten

MONIKA RICHRATH
Hochsensible Wahrnehmung kann Panikattacken fördern
Panikattacken sind grässlich, vergällen einem die Lebensfreude und können dafür sorgen, dass die einfachsten Erledigungen (mehr …)

Was Stressabwehr mit Schlaf zu tun hat

MONIKA RICHRATH

Was
Schlaf
mit Stressabwehr
zu tun hat

und wie Sie die Zeitumstellung besser meistern

HOCHSENSIBILITÄT GESUNDHEIT

Bald ist es wieder soweit: am 26. März wird die Uhr auf die Sommerzeit umgestellt. Gehören Sie auch zu den Menschen, die der Umstellung eher sorgenvoll entgegensehen? Kein Wunder, denn viele hochsensible Menschen haben ja schon ein Problem mit Schlaf an sich …

Guter Schlaf ist für hochsensible Menschen ein kostbares, ja zerbrechliches oder flüchtiges Gut. Im Nullkommanichts kann es damit vorbei sein. Wie schnell das gehen kann, habe ich selbst vor kurzem erlebt: Im Urlaub waren es scheinbar ganz kleine Dinge, die dafür sorgten, dass ich entweder nicht richtig ein- oder durchschlief: ungewohnte und unpassende Bettwäsche, Lärm, ungewohnte Speisen und Getränke …

In kurzer Zeit geriet mein Körper völlig aus dem Takt

und diesen konnte ich auch längere Zeit nicht wiederfinden, selbst zu Hause nicht.  Grund genug, mich einmal genauer mit dem Thema Schlaf zu beschäftigen, umso mehr als wir rund ein Drittel unserer Lebenszeit schlafend verbringen, bzw. verbringen sollten. Mit den zu berücksichtigenden Informationen habe ich mich allerdings wirklich schwer getan. Was ist wichtig, was soll unbedingt mit aufgenommen werden? Ich habe mich schließlich dazu entschieden, mich in diesem Beitrag hauptsächlich mit dem Schlafrhythmus zu beschäftigen, werde das Thema demnächst noch aus anderen Blickwinkeln beleuchten, denn noch längst habe ich nicht alles über Schlaf gesagt, was es zu sagen gäbe …

Warum schlafen wir eigentlich?

Heute weiß man aus der Schlafforschung, dass Schlaf ein aktiver und lebenswichtiger Vorgang ist. Unser Körper braucht den Schlaf ebenso wie unser Gehirn. Im Schlaf erholen wir uns und sortieren die Informationen in unserem Gehirn. Der Schlaf ist wichtig für die Stressabwehr des Körpers. Während wir wach sind, geraten wir immer wieder in Belastungssituationen, die schnelles Handeln erfordern. Je nach der Stärke unserer Bewältigungskompetenzen geraten wir darüber mehr oder weniger in Stress. Denn der Stress liegt nicht in den äußeren Belastungsfaktoren, sondern in der Art, wie wir damit umgehen. Auch der Körper kann Stress empfinden, auch wenn wir diesen möglicherweise gar nicht wahrnehmen: er muss sich mit Angriffen von Viren, Bakterien und Mikroorganismen oder schädlichen Lebensmitteln oder anderen Toxinen auseinandersetzen.

Der Körper kann sich mit diesen Belastungen nur effektiv auseinandersetzen, wenn er seine dafür notwendigen Bewältigungsstrategien aus einem internen Speicher abrufen kann. Die sog. „Gedächtnisbildung des Organismus“ kann aber nur dann geschehen, wenn die Belastung der körpereigenen Systeme durch Stress minimal ist und dieser Zustand ist nur während des Schlafens gegeben. Und Sie ahnen schon an dieser Stelle, dass, wenn der minimale Stress während der Nacht nicht gegeben ist, weil man sich schlaflos von links nach rechts wälzt, die Gedanken einfach nicht zur Ruhe kommen oder wie ein Karussel im Kopf kreisen, der o.g. Vorgang nicht stattfinden kann und die Stressabwehr, ohnehin einer der wunden Punkte der Hochsensibilität, beeinträchtigt wird.

Die zirkadiane Periodik

Der Schlaf ist Teil der zirkadianen („rings um den Tag“) Periodik, damit bezeichnet man die Chronobiologie der inneren Rhythmen, die eine Periodenlänge von ca. 24 Stunden haben. Im Volksmund spricht man auch von innerer Uhr. Der zeitliche Ablauf vieler Körperfunktionen wird durch die zirkadiane Periodik geregelt.  Das Hormon Melatonin hat eine schlaffördernde Wirkung und sorgt z. B.  für die Ausschüttung von Wachstumshormonen. Auch das Hormon Renin, das für die Nierenfunktion wichtig ist, wird in den frühen Schlafstunden ausgeschüttet. Der Kortisolspiegel hingegen sinkt und steigt erst am Morgen wieder an.

Baby schläft in HängematteDas Schlafbedürfnis verändert sich im Laufe des Lebens

Verbringen Babies im Mutterleib den überwiegendenden Teil der Zeit im REM-Schlaf, und Neugeborene ca. 16 Stunden mit Schlafen, verbringen wir ab 50 nur noch 5 % der Nacht im Tiefschlaf. Unser Schlaf wird weniger effektiv, wir schlafen schwerer ein und wachen leichter wieder auf und brauchen auch tagsüber ab und zu eine Mütze voll Schlaf … Studien haben übrigens gezeigt, dass  sich auch tagsüber ca. alle 4 Stunden unsere Schlafbereitschaft erhöht. Von daher gibt es nichts Besseres als ein kleines Nickerchen am Nachmittag. Und da denkt Spanien über die Abschaffung der Siesta nach … Für mich ist diese Information neu, daher denke ich darüber nach, ob ich vielleicht noch ein weiteres Nickerchen in meinen Tag einbauen kann?

Die verschiedenen Schlafphasen

Der französische Neurophysiologe Michel Magnin fand 2010 heraus, dass sich beim Einschlafen verschiedene Teile des Gehirns ganz unterschiedlich verhalten. Der Thalamus schließt die Verbindung zur Außenwelt, aber die Großhirnrinde und das Bewusstsein „sind noch wach“. Die Augen rollen und die Muskelspannung lässt nach.

Dem deutschen Arzt Hans Berger ist die Entdeckung des EEGs (Elektroenzephalogramm) zu verdanken,  also die Messung einer Gehirnaktivität. Damit war es möglich, die Hirnwellen während des Schlafes zu messen.

Dabei stellte sich heraus, dass die erste Schlafphase die sog. Tiefschlafphase ist. Dabei geraten die Hirnzellen in einen langsamen Gleichtakt. Man nimmt an, dass in dieser Phase im Gehirn aufgeräumt wird. Nach ca. 1-2 Stunden wird eine neue Phase eingeleitet: der REM-Schlaf, genannt nach den schnellen Augenbewegungen, die nun einsetzen (Rapid Eye Movement). Die Hirnströme werden nun unruhiger und schneller. In dieser Phase ist man bewegungsunfähig aufgrund der immer weiter abnehmenden Muskelspannung. Träume setzen ein. Diese Phase dauert rund 20 Minuten.

Sie wird abgelöst durch eine Phase leichteren Tiefschlafs. Die Hirnwellen nehmen jetzt eine spindelförmige Form an. Auch in dieser Phase sind Träume möglich. Nach rund 30 Minuten beginnen die Augen wieder zu rollen und die 2. REM-Phase beginnt, die diesmal länger dauert als die erste. So erleben die Schlafenden verschiedene Schlafphasen, die sich zwar immer wiederholen, dabei aber verschieben. Je näher der Morgen rückt, umso seltener und kürzer werden die Tiefschlafphasen, während die REM-Schlaf-Phasen länger werden. Im REM-Schlaf ist übrigens das limbische Gehirn aktiv und kann starke Gefühle auslösen, weil bestimmte Botenstoffe wie Serotonin und Noradrenalin nicht zur Verfügung stehen. Außerdem fließt das Blut in die Geschlechtsteile und sorgt dort für Erregung …

Wie viel und wie lange man schlafen sollte, ist individuell unterschiedlich. Man geht von 7-8 Stunden im Schnitt pro Tag aus. Es wäre aber natürlich eine spannende Frage, ob hochsensible Menschen evtl. ein erhöhtes Schlafbedürfnis haben aufgrund der intensiveren Reizverarbeitung? Sicher ist jedenfalls:

Schlafmangel macht krank

darüber sind sich die Wissenschaftler heute einig. Dabei geht es nicht nur um eine erhöhte Unfallgefahr im Straßenverkehr, sondern darum, dass  der Stoffwechsel unseres Körpers bei einem Schlafmangel entgleist: Der Kohlenhydratstoffwechsel verschlechterte sich, die Blutzuckerwerte erhöhen sich, die Produktion der Schilddrüsenhormone gerät durcheinander, und die Produktion des Stresshormons Kortisol erhöht sich am Abend auf Werte, die der Körper normalerweise erst in den frühen Morgenstunden ausschüttet. Am Morgen gibt das Kortisol uns den Anschub und Antrieb aufzustehen und uns zu bewegen. Wenn Sie wie ich zufälligerweise zu den Menschen gehören, deren Kortisolpegel am Morgen zu niedrig ist oder war, können Sie vielleicht ermessen, wie tragisch der Kortisolschub am Abend ist. Oder welche Auswirkungen es haben kann, wenn die Produktion der Schilddrüsenhormone durcheinandergerät …

Schlafmangel ist außerdem gefährlich

Nicht nur für den Schlafenden selbst, sondern ganz konkret auch für die Umwelt. Darüber hatte ich mir bislang noch keine Gedanken gemacht, fand aber im Zuge der Recherchen für diesen Artikel eine interessante Auflistung von Unglücksfällen im Netz, die durch übermüdetes Personal ausgelöst wurden, z. B. Reaktorunfälle, Flugzeugabstürze, gestrandete Schiffe. und 24 % aller tödlichen Unfälle auf Autobahnen sind auf den sog. Sekundenschlaf zurückzuführen, bei dem man am Steuer kurz einnickt.

Schichtarbeiter haben es besonders schwer, sie müssen permanent gegen die eigene natürliche Uhr leben, dies beeinträchtigt auf Dauer die Gesundheit. Untersuchungen belegen, dass Schichtarbeiter häufiger als andere an Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, des Magen-Darm-Traktes, der Leber und der Schilddrüse, innerer Unruhe, Nervosität, Kopfschmerzen und Erschöpfungszuständen leiden.

Schlapp und Antriebslos durch den Tag

Symptome für den gestörten Schlaf- und Wachrhythmus können z. B. sein, dass man nicht einschlafen kann, nachts immer wieder aufwacht, Schwitzattacken hat, zur Toilette muss, nicht wieder einschlafen kann, am morgen mit Verspannungen und Kopfschmerzen aufwacht, tagsüber müde, erschöpft, antriebslos oder auch reizbar ist. Der sog. Jetlag, der abrupte Wechsel in eine andere Zeitzone, bedeutet für den Körper eine häufig als nicht einfach  erlebte Anpassung eine anderen Schlaf- und Wachrhythmus. Auch die Anpassung an die

Umstellung der Winter- auf die Sommerzeit

bedeutet für den Körper eine Anstrengung.

Der Zweck der 1980 eingeführten Sommerzeit war die Drosselung des Energieverbrauchs durch eine bessere Ausnutzung der hellen Jahreszeit. Die Bundesregierung hat bereits 2005 zugegeben, dass dieses Ziel nicht erreicht wurde, aktuell scheint man aufgrund einer europäischen Einheitlichkeit daran festzuhalten. Für uns Menschen bedeutet die Umstellung der Zeit auf eine Stunde nach vorne, dass unsere innere Uhr aus dem Takt gerät.  Unser Kortisolspiegel ist noch nicht hoch genug, auch Blutdruck und Pulsfrequenz sind noch nicht bereit zum Aufstehen. Wir sind tagsüber müde und können uns nicht richtig konzentrieren. Das ist natürlich individuell unterschiedlich, aber als hochsensible Menschen leiden wir möglicherweise mehr als andere. Durch die Zeitumstellung nehmen die Unfälle im Straßenverkehr und am Arbeitsplatz in der Woche nach der Umstellung zu, die Notarzteinsätze häufen sich und bis zu 12 % mehr Menschen suchen in dieser Woche einen Arzt auf, sagen Statistiken. Säuglinge, Kinder und ältere Menschen sollen größere Schwierigkeiten mit der Anpassung haben, die übrigens bis zu 14 Tagen dauern kann.

Wie Sie sich besser an die Zeitumstellung anpassen können

Die noch verbleibende Woche bis zur Umstellung können Sie effektiv nutzen um sich besser an die Zeit anzupassen. Ich habe diesen Tipp neulich im Fernsehen gehört und fand es eine sehr einfache, praktische Idee, die ich gerne an Sie weitergebe: Stehen Sie 6 Tage lang jeden Tag 10 Minuten früher auf als am Tag vorher.

Ich freue mich, wenn Sie in den Kommentaren berichten, ob es etwas genützt und Ihnen die Anpassung erleichtert hat.

Herzlichst, Ihre
Monika Richrath

 

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Hochsensible und ihre Berufung: Jean-Christoph von Oertzen

HOCHSENSIBLE UND IHRE BERUFUNG

Pfeil und Bogen
als Spiegel
unseres Inneren nutzen

HOCHSENSIBILITÄT

Monika Richrath im Gespräch
mit Jean-Christoph Alexander von Oertzen

Jean-Christoph Alexander von Oertzen lebt mit seiner Familie südlich von München und ist seit über 10 Jahren selbst Bogenschütze. Seit rund 5 Jahren ist der Bogensport auch sein Beruf und seine Berufung. Seither hat er schon über 1000 Menschen auf ihrem Weg mit Pfeil und Bogen als Trainer begleitet. In seinem Blog unter bogenblog.de schreibt er regelmäßig über die körperlichen, mentalen und materiellen Aspekte der Balanced-Mind-Methode zum Bogenschießen.

Jean-Christoph, du bist mit einem ganz besonderen Angebot unterwegs …

Ja, das stimmt wohl. Ich biete hochsensiblen Menschen eine besondere Coaching-Methode an, bei der wir Pfeil und Bogen als Spiegel unseres Inneren nutzen. Ich habe das Balanced-Mind-Bogenschießen genannt und ein Buch dazu veröffentlicht. Das funktioniert als Methode hervorragend, da der Bogen uns ganz klar zeigt, ob wir in unserer Mitte sind, ob wir in unserer Kraft sind, ob wir unserer innere Stimme hören und ob wir uns selbst vertrauen. Alles Punkte, bei denen hochsensible Menschen sich oft eine Anleitung zur Selbsthilfe und Unterstützung wünschen.

Das klingt sehr spannend. Wie bist du darauf gekommen?

Vor 5 Jahren habe ich mich mit einem Geschäft für Bogensportartikel und meinen Kursen im traditionellen Bogenschießen selbstständig gemacht. Ich durfte über 1000 Menschen das Bogenschießen näher bringen und in einen Kursen ist mir aufgefallen, dass rund jeder fünfte Teilnehmer irgendwie anders reagiert hat. Alle Teilnehmer hatten Spaß und Freude, doch diese 20% waren Feuer und Flamme, völlig begeistert und haben viel mehr im Schießen mit Pfeil und Bogen für sich entdeckt, als die anderen. So ging es mir damals auch, als ich selbst mit dem Bogenschießen begonnen habe.

Meine Frau arbeitet schon viele Jahre sehr erfolgreich im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung, doch als sie mir zum ersten Mal von “Hochsensibilität” erzählt hat, konnte ich damit nichts anfangen. Meine Vorurteile, die ich mit diesem Begriff assoziiert habe, haben einfach nicht zu meinem Selbstbild als Mann gepasst.

Erst 2016 bin ich per Zufall nochmal auf das Thema gekommen und war zum Glück so offen, dass ich mich doch intensiver damit beschäftigt habe. Und plötzlich war alles anders! Die Erkenntnis einfach nur hochsensibel zu sein und kein Alien, war die reinste Offenbarung für mich. Plötzlich hat alles einen Sinn gemacht. Hört sich unglaublich an, war aber für mich so.

Daraufhin war mir auch klar, warum diese 20% meiner Teilnehmer in den Kursen so anders reagiert haben. Gemeinsamkeiten wurden für mich erkennbar und so entwickelte ich die Balanced-Mind-Methode zum Bogenschießen, die genau auf die Bedürfnisse von hochsensiblen Menschen zugeschnitten ist.

Mir hilft sie jeden Tag, mit meiner Veranlagung positiv umzugehen und sie als Geschenk zu sehen. Das möchte ich auch anderen Menschen zeigen, denn ich habe das Gefühl, dass die meisten HSP ihre Veranlagung eher als Last empfinden.

Oh ja, dieses Gefühl habe ich auch … könntest du noch ein bisschen genauer erklären, was du empfindest, wenn du den Pfeil anlegst und dein Ziel anvisierst?

Das ist eine spannende Frage. Beim Balanced-Mind-Bogenschießen tritt das Ziel und das treffen wollen in den Hintergrund. Es geht um den Prozess, den Fokus auf sich und das erleben des “Wow-Effekt” zu richten. Es gibt beim Bogenschießen nämlich das unglaubliche Phänomen, dass du schon genau weißt, also ganz sicher bist, dass du treffen wirst, bevor du überhaupt losgelassen hast. Und wenn der Pfeil dann tatsächlich genau an der Stelle steckt, auf die du ihn gerichtet hast, dann kommt meist ein “Wow!” aus dem Mund des Schützen. Diesen Moment erreichen wir, wenn Material, Bewegung und Konzentration in optimaler Balance zueinander sind. Daher auch der Name Balanced-Mind-Bogenschießen.

Und um diese Balance zu erfahren, muss ich den Fokus nach innen richten. Weg vom Ziel, hin zu mir. Wie geht es mir? Wie bewege ich mich? Bin ich in meiner Kraft? Bin ich im hier und jetzt? Nur dann werde ich den Wow-Effekt erreichen. Der Bogen als Spiegel wird mir eine absolut klar und präzise Antwort auf diese Fragen geben.

Und diese Fragen beschäftigen mich ja auch im Alltag. Gerade als hochsensible Menschen verlieren wir uns durch unsere Empathie leicht in den Gefühlen der anderen. Doch wo sind wir? Was sind unsere eigenen Gefühle und was spüre ich im Moment genau? Durch das Bogenschießen trainiere ich mich, diese Fragen für mich beantworten zu können, mich zu spüren, meine innere Stimme zu hören. Es geht also um Abgrenzung und Selbst-Wahrnehmung als Voraussetzung für ein klares Selbst-Bewusstsein.

Wow, wahnsinnig spannend, lieber Jean-Christoph! Braucht man dafür Kraft?

Die geistige Kraft trainieren wir ja damit, aber ich denke, du meinst wahrscheinlich Körperkraft.

Nein, im Gegensatz zu anderen Arten des Bogenschießens kommt es beim Balanced-Mind-Bogenschießen weder auf Reichweite noch auf Durchschlagskraft an, sondern auf die Möglichkeit, sich selbst ganz genau zu spüren. Daher empfehle ich ganz bewusst Bögen mit einem geringen Zuggewicht zu verwenden, also einem geringen Widerstand, den man beim Ausziehen der Sehen merkt. Denn wenn unser Geist nur damit beschäftigt ist, ob wir den Bogen halten können oder einfach loslassen müssen, dann fehlen uns diese geistigen Ressourcen um sich selbst wahrzunehmen und mental zu entspannen.

Das macht mir wirklich Lust, jetzt sofort Bogenschießen auszuprobieren. Ist Bogenschießen etwas, was hauptsächlich Männer anspricht?

Bogenschießen ist für jeden etwas. Egal ob alt oder jung, Mann oder Frau, mit dem richtigen Bogen kann jeder Spaß daran haben.

Frau beim BogenschießenDas Bogenschießen selbst kann sogar die ganze innere Familie ansprechen und unterstützen, also den inneren Mann, die innere Frau und das innere Kind. Anteile unserer Persönlichkeit, die wir alle in uns tragen, unabhängig von unserem biologischen Geschlecht.

Mein Balanced-Mind-Konzept richtet sich an hochsensible Menschen und mit diesem Thema beschäftigen sich im Moment scheinbar sogar noch mehr Frauen als Männer. Ich denke, Frauen fällt es sogar leichter, eine Tätigkeit um ihrer selbst willen zu tun. Männer brauchen eher ein klares Ziel um sich zum handeln zu motivieren oder einen höheren Leidensdruck.
Ich weiß, dass viele Männer unter ihrer Hochsensibilität leiden, weil sie irgendwie nicht ins allgemeine Rollenbild eines Mannes passen wollen und um ihre Hochsensibilität noch nicht wissen. So fühlen sie sich oft einfach “komisch” oder als “Aussenseiter”.  Da es mir auch jahrelang so gegangen ist, ist es mir so ein großes Anliegen über Hochsensibilität aufzuklären und möglichst vielen Männern diese Erleichterung, ja schon Offenbarung zu ermöglichen, die ich selbst empfunden habe, als mir klar wurde, dass ich nicht “anders”, sondern einfach nur hochsensibel bin.

Ja, ich finde es ehrlich gesagt, total schade, dass so wenig hochsensible Männer öffentlich in Erscheinung treten – ich bin davon überzeugt, dass sie einiges bewegen könnten in der Gesellschaft, wenn sie in größerem Umfang sichtbarer würden. Wie ist es denn mit dir, hast du Männern in deinem Umfeld von deiner Hochsensibilität erzählt und, wenn ja, wie haben sie reagiert?

Ich gehe sehr offensiv mit meiner Hochsensibilität um. Ich möchte anderen Männern Mut machen, sich mit dem Thema auseinander zu setzen und es nicht - wie ich es gemacht habe - auf Grund des ungünstigen Namens einfach von sich weg zu schieben.
Das Verständnis, was Hochsensibilität wirklich bedeutet und was nicht, finde ich alleine schon extrem hilfreich.

Allerdings erlebe ich da auch komische Situationen. Zum Beispiel letztens, bei einem Networking-Event, als sich alle kurz vorstellen sollten. Als ich mich als “Coach für hochsensible Menschen” vorgestellt habe, herrschte plötzlich so ein betretenes Schweigen. Beim anschließenden small talk meinte einer doch glatt zu mir: “sie sind doch der mit den Selbstmord-gefährdeten”. Das hat mir wieder sehr klar gezeigt, wie viel Aufklärungsarbeit hier noch zu leisten ist, besonders im Business-Kontext.

Puh, das ist ja krass. Ein sehr gutes Beispiel dafür, wie viel Aufklärungsarbeit noch notwendig ist. Aber da fällt mir noch eine Frage ein: Du bietest ja auch Bogenschießen für hochsensible Kinder an, die vermutlich hauptsächlich von Erwachsenen geschickt werden. Wissen die Kinder um die eigene Hochsensibilität oder redest du mit ihnen darüber? Oder geht es darum, hauptsächlich bestimmte Ressourcen zu stärken, ohne darüber zu reden?

Die Kinderkurse, die ich in der Vergangenheit gegeben habe, hatten noch nicht die Ausrichtung auf hochsensible Kinder. Im Moment biete ich das Balanced-Mind-Bogenschießen auch nur für Erwachsene an, da ein sehr wichtiger Bestandteil die Selbstreflexion ist. Ich glaube, Kinder - auch hochsensible Kinder - erfahren sich mehr über Grenzen und Erfahrungen als über Selbstreflexion. Aber um so wichtiger ist es, dass die Eltern stabil und in Ihrer Kraft sind. Man geht ja davon aus, dass Hochsensibilität erblich ist, also arbeite ich gerne mit den Eltern, damit sie ihre hochsensiblen Kinder liebe- und verständnisvoll begleiten können. Also doch eine Form der indirekte Ressourcen-Arbeit.

Auch für Jugendliche kann das Balanced-Mind-Bogenschießen sehr hilfreich sein. Gerade in der manchmal schwierigen Phase der Pubertät, kann das regelmäßige Coaching eine zusätzliche Orientierung geben, wenn sich die individuelle Realität doch sehr grundlegend verändert. Hier ist es eher eine Frage der Motivation, denn wenn die Eltern es vorschlagen, dann ist es ja uncool.

Vielleicht biete ich in Zukunft auch spezielle Kurse für hochsensible Kinder an, wenn die Nachfrage besteht. Die Arbeit mit Kindern macht mir sehr viel Spaß und gerade die Naturverbindung und das Abenteuer mit Pfeil und Bogen sind hilfreiche Erfahrungen und wertvolle Ressourcen.

Vielen Dank, lieber Jean Christoph. Dann sind wir jetzt am Ende angelangt. Gibt es etwas, was du noch gerne sagen möchtest?

Danke allen, die das gelesen haben und sich mit “Hochsensibilität” beschäftigen. Jeder einzelne, der mehr über dieses Thema weiß und die Informationen teilt, ermöglicht es vielleicht auch jemandem, seine Hochsensibilität zu erkennen und sich noch mehr als ein wertvoller Teil unserer Gesellschaft zu fühlen.

Wenn du möchtest, hör doch auch mal in meinen Podcast “einfach hochsensibel - der Podcast mit den Tipps, Tricks und Strategien für den Umgang mit deiner Hochsensibilität” rein. Du findest ihr unter http://bogenblog.de/podcast

Und wenn du mehr über das Balanced-Mind-Bogenschießen für hochsensible Menschen wissen möchtest, dann findest du unter http://bogenblog.de/bma weitere Informationen und den Link zu meinem Buch.

Ganz herzlich möchte ich mich bei dir, Monika, für dieses Interview bedanken. Du hast mir spannende Fragen gestellt und ich freue mich schon darauf, dich mal für meinen Podcast zu interviewen.

Danke dir, lieber Jean-Christoph! Ich freue mich schon auf das Interview mit dir!

Links:

Bogenblog                 http://bogenblog.de

Balanced-Mind-Bogenschießen        http://bogenblog.de/bma

Podcast                 http://bogenblog.de/podcast

 

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Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

„EFT Klopftechnik für Hochsensible“ – Buchbesprechung mit Selbstversuch

KLOPFAKUPRESSUR - HOCHSENSIBILITÄT

„EFT Klopftechnik  für Hochsensible“
Buchbesprechung mit Selbstversuch

BEATE FELTEN-LEIDEL

Am Anfang Bedenken: Als ich gebeten wurde, ein Buch über EFT für Hochsensible zu rezensieren, hielt ich das für gar keine gute Idee. Hochsensibel bin ich zwar (und wie!), aber ich glaube nicht an „so was“. Klopfsätze formulieren? Meridianpunkte mit den Fingerspitzen beklopfen? Was soll das? Dabei kommt man sich doch bestimmt total „bekloppt“ vor!

Eine Verfechterin der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) bin ich auch nicht, obwohl mir Qi Gong einmal in einer schwierigen Lebensphase tatsächlich nachhaltig geholfen hat. Zu Beginn des Unterrichts haben wir uns damals übrigens auch immer „abgeklopft“, und dieses „Abklopfen der Energiebahnen“ fühlte sich gleichzeitig entspannend und belebend an. Akupunktur dagegen, ein anderer Stützpfeiler der TCM, bewirkte bei mir eher das Gegenteil. Ich fühlte mich danach stundenlang wie ein pulsierendes kreiselndes menschliches Nadelkissen, obwohl die Dinger längst nicht mehr in mir steckten. Für Akupunktur ist meine Haut offenbar viel zu hochsensibel.

Geduld und Eigeninitiative erforderlich

Inzwischen habe ich das Buch von Monika Richrath gelesen, und bin positiv überrascht. Es ist kein „normales“ Buch, das man in einem Rutsch liest. Es ist eher ein Arbeitsbuch, das den Leser mit vielen „Satz-Übungen“ immer wieder auffordert, sich kritisch, aber liebevoll mit eigenen Verhaltensweisen, Denkmustern, erlernten Lehrsätzen, Befindlichkeiten, Körperempfindungen, „Schwachpunkten“ zu beschäftigen, aber auch die Stärken nicht zu vergessen. Im Mittelpunkt stehen dabei in der Tat die speziellen Problembereiche von Hochsensiblen. Allerdings wird vom Leser einiges an Eigeninitiative erwartet. Vor allem Disziplin und Geduld. Man sollte die Übungen nämlich am besten so häufig und regelmäßig durchführen, dass sie einem in Fleisch und Blut übergehen. Das dauert ein paar Tage. Leider fühlt man sich dabei genau so „bekloppt“ wie ich befürchtet hatte. Jedenfalls zunächst. Als mein Mann mich zufällig „beim Klopfen“ überraschte, reagierte er höchst erheitert, was ich gut nachvollziehen kann. Hätte ich auch. Ich machte trotzdem weiter. Schließlich versichert Monika Richrath immer wieder in ihrer sympathisch beruhigenden Art, dass sich ein (positiver) Effekt meist erst nach zwei Wochen einstellt. Okay. Zwei Wochen würde ich ja wohl durchhalten! Also fleißig klopfen, auch wenn es sich noch so „komisch“ anfühlt. Und das zwei- bis viermal am Tag, bei mir morgens nach dem Frühstück und abends vor dem Zubettgehen. Heimlich und ungestört. Glücklicherweise verschwindet irgendwann das „alberne“ Gefühl. Aber erst nach ungefähr einer Woche. Danach geht es ganz leicht.

Katze mit EFT Klopftechnik für Hochsensible

Traumproblem und Überraschungsgäste

Da ich mit meiner Hochsensibilität in recht gutem Einvernehmen lebe, wusste ich zunächst gar nicht, welchen „Testbereich“ ich für mich wählen sollte. Schließlich entschied ich mich für ein gerade mal wieder akutes „Störfeld“. Seit Jahren ärgere ich mich darüber, dass ich von einer Person träume, mit der ich schon seit 20 Jahren keinen Kontakt mehr habe. Im Moment war es wieder mal besonders schlimm, und das nervte. Ich habe im Laufe der Jahre so gut wie alles versucht, um diese lästige Person „loszuwerden“, Rituale, Autosuggestion, luzides Träumen, sogar mehrere Therapiesitzungen, alles ohne Erfolg. Mein Klopfsatz lautete: „Obwohl ich so oft von K. träume, bin ich frei und ohne Groll“.  Das klopfte ich fortan zwei Mal täglich.  Merkwürdigerweise setzte die Wirkung fast sofort ein, seit dem Tag, an dem ich zum ersten Mal meinen Satz aussprach, ist  die lästige K. mir nicht mehr erschienen. Das ist jetzt vier Wochen her. So lange war sie noch nie abwesend! Als hätte mich die genaue Ausformulierung und das gedankliche Loslassen tatsächlich endlich befreit. Doch das ist nicht alles! Zu meiner Verblüffung ersetzte sie mein traumschaffendes Unterbewusstsein mit einem Riesenaufgebot von faszinierenden Ersatzdarstellern.  Sogar Audrey Hepburn, Barack Obama und Harrison Ford (in jungen Jahren) haben mich inzwischen im Traum besucht. Eindrucksvoll. Ich genieße es.

Um den Schlaf gebracht – ob das wohl klappt?

Klopfproblem 2 war bedeutend schwieriger. Seit einiger Zeit kann ich auffallend schlecht schlafen. Ich fürchte, dass mich die momentane Weltpolitik in Angst versetzt und um die Nachtruhe bringt. Immer wieder schrecke ich auf und finde nur schwer zurück in den Schlaf. Sogar mit Ersatzdarstellern und ohne die Auftritte von K.! Ich überlegte mir daher einen zweiten Klopfsatz: „Auch wenn ich diese Schlafstörungen habe, akzeptiere ich mich voll und ganz.“ Lange tat sich nichts. Aha, das funktioniert also nicht! Nach ein paar Tagen fielen mir „spontan“ allerlei Dinge auf, die ich unbedingt ändern sollte. Das Handy bekam Schlafzimmerverbot. Der Wecker mit den grellen Leuchtziffern wurde so gestellt, dass ich ihn nicht mehr sehen kann. Ich kaufte mir neue Ohrstöpsel, die richtig schön dicht sind und alles ausblenden. Mir fiel ein, dass ich eine Handcreme habe, die angenehm nach Orangen duftet. Damit creme ich mir jetzt abends die Hände ein und finde es sehr entspannend. Inzwischen schlafe ich schon etwas besser. Ob es an der neuen Schlafhygiene liegt oder am Klopfen, weiß ich nicht. Aber ohne die Ausformulierung des Klopfsatzes hätte ich mein nächtliches Umfeld wahrscheinlich nicht geändert, denn mir war vorher nicht bewusst, was mich nachts so alles stresst. Mal sehen, wie es weiter geht. Den Traumsatz habe ich seit zwei Wochen nicht mehr „gebraucht“, K. bleibt weiterhin verschwunden, und die Überraschungsgäste besuchen mich trotzdem noch. Die Schlafstörungen werde ich versuchsweise noch eine Weile beklopfen. Vielleicht tut sich da ja auch noch was?

Aufbau und Intention des Buchs

Das Buch ist gut und verständlich aufgebaut. Am Anfang steht die persönliche Einleitung der Autorin, in der sie beschreibt, wie nachhaltig EFT ihr eigenes Leben verändert hat.  Es folgen kleine Kapitel über Stress, eine genaue Einführung in die EFT-Klopftechnik und ein Kapitel über HS mit einer Checkliste „Symptome Hochsensibilität“. Gut lesbar und für Hochsensible sowohl informativ als auch interessant sind auch die Anfänge der einzelnen Kapitel (etwa zu Stress, Erschöpfung, dem Gefühl, „anders“ zu sein, zu Abgrenzung, Loslassen, Beziehungsprobleme und chronischen Krankheiten.) Immer wieder gibt es Fallgeschichten aus Monika Richraths Coaching Praxis und umfangreiche Tabellen mit vielen verschiedenen Sätzen aus diversen HS-Problembereichen, die individuell ergänzt werden können. Hier ist sicher für jeden etwas dabei. Selbst wenn man diese Teile nur liest und nicht „beklopft“, wird einem vieles bewusst, das man vielleicht ändern oder weniger kritisch betrachten sollte. Ziel ist ein liebevoller, verständnisvoller Umgang mit den besonderen (gelegentlich durchaus lästigen) Eigenheiten der Hochsensibilität, dem eigenen Körper, unterdrückten und vernachlässigten Gefühlen, Anforderungen, Überforderung, Belastungen, Reizüberflutung, Ängsten und Stress. Wer sich unsicher ist, ob er auch alles „richtig“ macht, hat die Möglichkeit, die Autorin zu kontaktieren und nachzufragen (sie reagiert sehr schnell und hilft einem geduldig weiter) oder sich ihre Videos im Internet (zu denen im Text Links aufgeführt werden) anzusehen. Am Ende des Buchs gibt es noch ein kleines Kapitel mit besonderen Tipps und Tricks. Monika Richraths Stil ist freundlich und einfühlsam, immer ermutigend, nie aufdringlich oder belehrend, und man merkt, dass sie von dem, was sie vermittelt, zutiefst überzeugt ist. Mir hat das Klopfexperiment wider Erwarten gefallen, und ich werde es genau wie meine Kurzmeditationen (mit denen ich mich am Anfang auch ziemlich schwer tat) sicher auch in Zukunft nutzen.

Beate Felten-Leidel

Beate Felten-Leidel

Autorin

ist freie Schriftstellerin und literarische Übersetzerin und lebt mit ihrem Mann und ihren Katzen in Köln. Sie hat selbst ein autobiografisches Buch über Hochsensibilität geschrieben.“

Webseite

Autorenseite Amazon

Autorenseite Psychiatrie Verlag

 

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

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Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig