Ich kann schon gar nicht mehr zählen, wie oft in diesem Jahr schon gefragt worden bin, ob ich mit meiner Partnerin nicht (mal) (endlich) zusammenziehen möchte? Nein, möchte ich nicht, auch wenn die meisten Menschen so leben. Das hat dazu geführt, dassich mich ganz intensiv mit diesem Thema auseinander gesetzt habe.  Ich habe natürlich ganz eigene Gründe, z. B., dass ich ohne eigenes Zimmer in sehr beengten Verhältnissen aufgewachsen bin, und zum ersten Mal einen Rückzugsraum besaß, als ich in mein erstes eigenes Zimmer zog (9 m2 und ohne Dusche!)  Das war 1980. Seitdem bin ich viel herumgezogen und habe mit verschiedenen Wohnformen experimentiert, u. a. eine 2-erWG und eine WG mit 6 anderen Personen (alleine beim Gedanken daran gerate ich schon in Stress). Ich habe auch einmal das Zusammenleben in einer Paarbeziehung ausprobiert, sechs Jahre lang. Das hat mich zu der Überzeugung gebracht, dass das Paarleben in einer Wohnung einfach nichts ist für mich. Ich gebe dann irgendetwas von mir auf, genau weiß ich nicht, was es ist, eine Unabhängigkeit oder Stärke und bin als sehr fürsorglicher Mensch dann mehr bei der anderen als bei mir. Zeit meines Lebens war es mir total schleierhaft, wie andere Menschen das machen, wie sie es aushalten können ohne eigenen Platz?

Durch die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Hochsensibilität bin ich aber noch zu ganz anderen Einsichten gekommen. Mittlerweile ist mir klar: Es ist gar keine Frage des Willens oder der Verweigerung, als hypersensitiver Mensch BRAUCHE ich meine eigene Wohnung, einen Schutz- und Rückzugsraum zum Kraft- und Energietanken. Ich brauche einen Raum, in dem nur ich bin. Vielleicht haben Sie selbst schon einmal die Erfahrung gemacht, dass wenn man in einem völlig überreizten Zustand ist, einen schon die winzigsten Alltagsgeräusche eines anderen Menschen nerven können? Ganz zu schweigen von lautem Schnarchen Nacht für Nacht …

Am wichtigsten ist aber, dass ich einen Raum brauche, in dem ich einfach nur ich selbst sein darf. Mit allen Ecken und Kanten. Mal mehr, mal weniger hochsensibel. Ich muss mich nicht rechtfertigen für dies oder das - oder erklären, warum dies oder jenes nicht geht oder warum mir etwas jetzt schon wieder zu viel ist. Ich bin. Und ich bin gut so.

Wie ist es mit Ihnen? Haben Sie einen Schutzraum? Darum geht es in meiner Umfrage dieser Woche. Ich freue mich über Ihre Kommentare.

 

Herzlichst, Ihre

Monika Richrath

 

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Sie wollen lernen, wie man klopft?

Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und zwei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als EFT-Coach und Trainerin und bin die Autorin dieses Blogs.

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