Bestimmt haben Sie sich auch schon verschiedentlich mit Ohrwürmern herumgeplagt? Offensichtlich ist nur eine sehr geringe Anzahl an Menschen dagegen immun. Ich habe mich in den letzten Monaten hingegen schon öfter gefragt, ob hochsensible Menschen nicht öfter von Ohrwürmern heimgesucht werden müssten als weniger sensible Menschen? Schließlich ist ein Merkmal der Hochsensibilität ja, Reize sehr schnell aufzunehmen und schwer wieder loszulassen.  Ein Ohrwurm, meist eine nette eingängige Melodie, die sich stundenlang im Kopf abspulen kann, ist doch der perfekte Reiz …

Das meiste, was ich dazu an Literatur im Internet gefunden habe, fand ich relativ unbefriedigend. Dass Ohrwürmer auch etwas mit den an die jeweilige Melodie gekoppelte Emotionen zu tun haben, ist natürlich verständlich. Ebenso, dass eine simple Assoziation dafür sorgen kann, dass eine bestimmte Melodie Einlass in unser Bewusstsein findet. Aber auch ein gelangweilter Zustand des Gehirns, eine reizarme Umgebung (z. B. bei der Ausübung von Routinetätigkeiten) soll Ohrwürmer hervorrufen können. Da regt sich bei mir schon Widerstand - ich kann mir mein Gehirn einfach nicht gelangweilt vorstellen. Und ich kenne auch durchaus Ohrwürmer ohne Text sehr gut.

Tatsächlich weiß ich mittlerweile, dass ich höllisch aufpassen muss, wenn ich ein Musikstück mehrmals hintereinander abspiele, weil es mir so gut gefällt. Einmal zu oft kann reichen, um die halbe Nacht wach zu liegen. Das wird noch verschärft durch die Tatsache, dass Musik bislang für mich fast immer mit Tanzen und Bewegung verbunden war, und mir hier besonders schnelle, rhythmische, technolastige Stücke gefallen. Das kommt mitten in der Nacht nicht so gut.

Erst in letzter Zeit habe ich eine neue Form der Musik für mich entdeckt: zum einen durch Heilgesänge, zum anderen durch die rhythmische Begleitung von Gesang. Hier nähern wir uns meinem aktuellen Ohrwurm-Problem. Ich befinde mich nämlich gerade in einer Ohrwurm-Phase, die nun schon fast vier Wochen anhält. Der Auslöser war ein schöner Heilgesang, den wir bei meinem letzten Seminar gesungen haben, der mich auch nach dem Ende des Seminars nicht verlassen wollte. Die Melodie war morgens schon in meinem Kopf, wenn ich aufwachte und war das letzte, was ich hörte, wenn ich abends einschlief. Das war ein bisschen so, als sänge ich den ganzen Tag ein beruhigendes Mantra. Nicht schlimm, eher interessant.

Vor zwei Wochen nun habe ich ein Chanson-Kabarett besucht, das mir so gut gefiel, dass ich mir eine CD kaufte. Zwei Lieder haben mir besonders gut gefallen, die habe ich öfter gehört. Eines davon beginnt mit „Eeeeeiiiiiiiiiigeentlich …“, das andere mit einer gesummten Tonfolge. Die Folge: ich liege im Bett und kann nicht schlafen, denn in meinem Kopf höre ich ununterbrochen: „Eeeeeiiiiiiiiiigeentlich …“ und „Dumbidumbidumbidumbidumbidum …“. Ein Gesangsabend, der in der Zwischenzeit stattgefunden hat, hat dies Problem nicht beseitigt, sondern nur noch erweitert: denn jetzt höre ich auch immer wieder „Goppala goppala devakinandana goppala“ (ein munteres Mantra) dazwischen.

Mittlerweile bin ich ehrlich gesagt, ziemlich genervt. Ich brauche Ruhe im Kopf so nötig wie die Luft zum Atmen. Aber was tun, wenn ich selbst den Lärm produziere? Und diese Geräusche nicht einmal real sind?

Weitere Internetrecherche führte mich zu der Seite Scienceblogs.de, wo immerhin zu lesen war, dass Müdigkeit und Stress anfällig machen können für Ohrwurmbefall. Und schließlich fand ich auf einer anderen Seite eine Aussage von Eckart Müller, einem Musikphysiologen und Musik-Mediziner, der meint, dass Menschen mit einer niedrigeren Reizschwelle leichter einen Ohrwurm bekommen können. Zugegebenermaßen kann ich mir ein leichtes Triumphgefühl nicht versagen …

Noch während ich diesen Beitrag schrieb, fiel mir plötzlich ein, dass mein Ohrwurm-Stress sich super für die Bearbeitung mit der EFT-Klopftechnik eignet. Gesagt, getan, ich habe mich also hingesetzt und geklopft „Auch wenn ich diese Ohrwürmer habe, liebe und akzeptiere ich mich voll und ganz.“ Neugierig, was sich da tun wird. Nach zwei Runden sind sie zwar nicht weg, aber leiser (als singe die Stimme jetzt flüsternd) und ich habe gar keine Lust mehr, mich mit ihnen zu beschäftigen. Ich habe noch so viel anderes zu tun … zum Beispiel meinen freien Sonntag genießen …

Wie ist es mit Ihnen? Haben Sie häufig mit Ohrwürmern zu tun? Ich freue mich wenn Sie meine kleine Umfrage beantworten.

Herzlichst, Ihre
Monika Richrath

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Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und zwei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als EFT-Coach und Trainerin und bin die Autorin dieses Blogs.

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