Eigentlich feiere ich schon lange kein Weihnachten mehr. Eine Familienstreitigkeit hat mir vor über 30 Jahren das Fest gründlich verdorben. Umso überraschter war ich, als ichdieses Jahr feststellte, ich habe Lust auf Weihnachten!

So bin ich schon vor der ersten Dezemberwoche gemütlich über den Weihnachtsmarkt gebummelt, habe Pläne zum Plätzchenbacken geschmiedet und mich (ganz untypisch) auf Weihnachten gefreut. Bislang  war das Fest  für mich Stress pur. Im Dezember lagen meine hochsensiblen Nerven blank, die vielen Menschen, das Gedränge und der Lärm machten den Gang durch die Fußgängerzone zu einer Art Spießrutenlaufen, dem ich mich möglichst entzog. Heiligabend war der Stress-Gipfel, galt es doch, eine schöne Abendgestaltung zu finden, die möglichst wenig an Heiligabend erinnert, bei der ich aber möglichst nicht alleine zu Hause sitzne und mich einsam und verlassen fühlen sollte. Es ist mir zwar immer wieder gelungen und ich habe schöne Abende mit netten Menschen und gutem Essen verbracht, im Grunde genommen war ich aber froh, wenn ich den 24. Dezember abhaken konnte und der Alltag einkehrte.

In der letzten Woche ist mir bewusst geworden, dass ich mich im Grunde genommen nach meinem kindlichen Weihnachtsgefühl sehne, der Vorfreude und Aufregung, dem Plätzchenbacken, den Weihnachtsritualen, dem besonderen Essen (bei uns gab es immer einen besonderen Nudelsalat mit Walnüssen, Tomaten, Äpfeln, Käse und selbstgemachter Mayonnaise). Ich vermisse sogar unsere Weihnachtsbäume, die meistens krumm und schief waren, weil wir sie erst einen Tag vor Heiligabend kauften und an denen man nicht mehr als drei Kerzen gefahrlos anzünden konnte.  Dafür hingen Süßigkeiten statt Kugeln dran (die im Laufe der Weihnachtstage auf geheimnisvolle Weise verschwanden). Vor allen Dingen sehne ich mich nach ungehemmtem Herumgammeln. Gerne erinnere ich mich an ein Weihnachtsfest als Teenager, an dem ich die ganzen Feiertage nicht aus meinem Schlafanzug herauskam und den ganzen Tag lang mit meiner Familie nur Sissi-Filme guckte.  Rückblickend erscheint mir, mein besonderes Weihnachtsgefühl war, dass alles irgendwie gut ist.

Ich bin zugegebenermaßen ein wenig melancholisch, denn dieses Gefühl hätte ich gerne zurück, ist im Augenblick aber gar nicht zu haben. Statt dessen ist mir im Dezember sprichwörtlich der Himmel auf den Kopf gefallen und hat mir jede Menge Schwierigkeiten und besondere Anforderungen beschert, auf die ich gut und gerne hätte verzichten können. Hochsensibilität hin oder her, manche Dinge müssen eben erledigt werden …

In anderen Dingen habe ich aber völlige Gestaltungsfreiheit, zum Beispiel, was diesen Blog angeht (mit dem ich nach der Neugestaltung im Sommer übrigens sehr zufrieden bin). Darum habe ich mich dazu entschlossen, mit meinem Blog in eine kleine Winterpause zu gehen. Falls Sie meine Beiträge vermissen, stöbern Sie doch mal ein bisschen im Archiv herum. Im Januar geht es dann wieder weiter.

Wie immer freue ich mich, wenn Sie uns erzählen, wie Sie Weihnachten feiern oder wie Sie die Feiertage verbringen. Ob Sie nun feiern oder nicht, ich wünsche Ihnen sehr schöne Festtage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Ihre

Monika Richrath

 

 

Sie wollen lernen, wie man klopft?

Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und zwei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als EFT-Coach und Trainerin und bin die Autorin dieses Blogs.

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