Ich wollte es letzte Woche ja gar nicht glauben, als ich diese Meldung auf meiner facebook-Startseite entdeckte, die ein freundlicher HSP aus meinem Freundeskreis gepostet hatte. Aber ich war sofort wie elektrisiert und stürzte mich auf den Artikel. Die Meldung stammt vom Wissensmagazin Scinexx. Den Originalartikel der Zeitschrift Brain and Behaviour können Sie hier lesen.

Ich beschäftige mich ja schon eine ganze Weile immer wieder mal mit der Neurologie, in der Hoffnung, dort Hinweise zum Thema Hochsensibilität zu finden. Ehrlich gesagt, habe ich mich schon oft gefragt, warum nicht jemand einfach mal die Gehirne von hochsensiblen Menschen mit denen anderer vergleicht? Schließlich glaubten schon die beiden Wissenschaftler Pavlov (der mit dem Hund) und C.G. Jung daran, dass hochsensible Menschen ein Nervensystem besitzen, das sich genetisch von anderen unterscheidet. Möglichkeiten es zu beweisen hatten sie keine. Den Beweis hat nun Elaine Aron herself erbracht - was mich irgendwie sehr freut (Ich finde, als HSP-Pionierin hat sie das irgendwie besonders verdient)!

Zum Versuch: Elaine Aron untersuchte die Gehirnaktivität von 18 hochsensiblen Personen in einem Magnetresonanztomographen während sie  Fotos von Menschen mit unterschiedlichen Gesichtsausdrücken betrachteten. Die Gehirnaktivität wurde gemessen und mit der Gehirnaktivität einer Kontrollgruppe verglichen. Und was kam dabei heraus? Sie haben es schon geahnt: bei den als hochsensibel eingestuften Menschen waren bestimmte Bereiche des Gehirns wesentlich besser durchblutet als bei den anderen, vor allen Dingen die Bereiche, die mit Emotionen und Einfühlungsvermögen in Verbindung  stehen. UND -denn das ist noch nicht alles, auch die Bereiche, die für die Aufmerksamkeit und die Verarbeitung von Sinnesreizen zuständig sind, wiesen eine höhere Aktivität auf. Dies ist für Elaine Aron ein Anzeichen, dass  hypersensitive Menschen nicht nur vom psychologischen Standpunkt aufgrund des anderen Gehirns anders auf ihre Umwelt reagieren, sondern dass sie diese auch intensiver wahrnehmen und emotionaler darauf reagieren.

Ich muss wirklich sagen, ich habe innerlich gejubelt und hatte ein paar Tage lang supergute Laune. Auch wenn es mir heute eigentlich nicht mehr so wirklich wichtig ist, ob die Wissenschaft etwas für richtig hält oder nicht. Denken Sie bloß mal daran, dass Wissenschaftler einst glaubten, die Erde sei eine Scheibe! Und wenn man sich mal eine Weile mit der Geschichte der Wissenschaft beschäftigt hat, ist ganz schnell klar, dass diejenigen, die die revolutionären Ideen hatten, für die sie Zeit ihres Lebens oft verlacht wurden, sehr oft recht behielten.

Vielleicht ist diese Meldung aber ganz wichtig für diejenigen unter Ihnen, die noch nicht so recht an die Existenz von Hochsensibilität glauben wollen, oder Schwierigkeiten damit haben, sich diese Art von anderssein zuzugestehen. Ich glaube ja, die wahre Herausforderung an der Hochsensibilität ist weder die erhöhte Reizwahrnehmung, noch die daraus resultierenden Überforderungen, sondern der Schritt, sich die eigene Hypersensitivität einzugestehen, verbunden mit der Bereitschaft, sein Leben dementsprechend auszurichten. Das ist ein langer, langer Prozess (der vermutlich nie aufhört). Aber vielleicht fällt es Ihnen ja jetzt leichter, den ersten Schritt zu tun.

Mich interessiert natürlich, wie Sie das Erscheinen dieser Meldung bewerten, deswegen gibt es dazu eine neue kleine Umfrage [yop_poll id=“2″]. Ich freue mich, wenn Sie mitmachen.

Herzlichst,

Ihre Monika Richrath

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Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und zwei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als EFT-Coach und Trainerin und bin die Autorin dieses Blogs.