Kleinigkeiten können bisweile große Veränderungen herbeiführen - eine Tatsache, die sich hochsensible Menschen

besonders zunutze machen können in ihrem Bemühen, die besondere Empfindsamkeit in ihren Alltag zu integrieren.

Als ich mich entschied, auf meinem Blog zum Thema Hochsensibilität einmal wöchentlich einen Post einzustellen anstatt nur wie bisher gelegentlich, war mir durchaus bewusst, dass ich mir damit einen zusätzlichen Stressfaktor schaffe - zumal es mir einfach nicht behagt, meine Posts im Voraus zu produzieren. Lieber schreibe ich über das, was mich aktuell als supersensibler Mensch bewegt. Meist steigt das Thema des nächsten Blogeintrages in der Regel im Laufe der Woche einfach auf.

Wenn Sie diesem Blog folgen, dann haben Sie vielleicht schon gemerkt, dass die Beiträge manchmal auch ausbleiben, nämlich dann, wenn ich zum Schreiben schlicht zu erschöpft bin. Gelegentlich vergeht die Woche auch einfach so, plötzlich ist es Donnerstag und ich habe kein Thema. Es wird Freitag, es wird Samstag und ich denke mit Schrecken an den Sonntagabend: denn ich habe immer noch kein Thema. Wenn es so weit kommt, lasse ich es in der Regel jetzt sein. Wenn ich angespannt bin, fließen die Worte nicht. So einfach ist das.

Ich erzähle Ihnen das, weil es mir in der letzten Woche so ging. Ziemlich angeschlagen hatte ich mich durch die Woche geschleppt. Bis Freitag gab es kein Thema, das von mir besprochen werden wollte. Freitagvormittag fiel mir allerdings aus heiterem Himmel ein, dass ich mich in dieser Woche mittags nicht einen Tag hingelegt hatte! Gesagt, getan, ich habe meinen MP3-Player angeworfen und bin untergetaucht in rauschenden Wellen. Als ich eine halbe Stunde später wieder auftauchte, fühlte ich mich nicht nur erholt und gestärkt für den Rest des Tages, sondern mir war auch klargeworden, worüber ich schreiben wollte. Witzigerweise hat sich das Thema während ich meinen Computer ansteuerte ganz kurzfristig noch einmal verändert…

Seit letzten Freitag bemühe ich mich jedenfalls, meinem Mittagsschläfchen jeden Tag zu seinem Recht zu verhelfen und verstehe gar nicht mehr, wie ich es so weit kommen lassen konnte. Diese halbe Stunde brauche ich einfach, um gut über die zweite Tageshälfte zu kommen. Alle Sinneseindrücke und -reize werden auf AUS gestellt, auch die Musik, Geräusche oder Stimmen vom MP3-Player nehme ich gar nicht mehr richtig war, weil ich in einer Art Trance versinke. Es ist wie eine Mini-Hypnose, aus der ich gestärkt und erholt zurückkehre.

Ich finde es total schade, dass im deutschsprachigen Raum nur Säuglingen, kleinen Kindern und alten Menschen ein offizielles Recht zugestanden wird, mittags ein Schläfchen zu halten, um sich zu erholen. Das brauchen doch eigentlich alle Menschen - wir Hochsensiblen ganz besonders. Als ich noch berufstätig war, bin ich in der Mittagspause immer spazieren gegangen. Das ist schon mal nicht schlecht, aber nicht zu vergleichen mit einem kleinen Nickerchen. Woanders hält man doch auch Siesta in der Mittagszeit … Es ist mir schon bewusst, dass es nicht alle so einfach haben wie ich, aber vielleicht wäre es ja eine gute Idee, dem Betrieb einen Ruheraum vorzuschlagen. Von Hypersensitivität müssen Sie ja nichts erwähnen.

Wie ist es mit Ihnen? Kommen Sie gut über den Tag oder brauchen Sie eine Auszeit? Was tun Sie, wenn Sie sich nicht hinlegen können (oder wollen?) Ich freue mich über Ihre Kommentare und habe eine kleine Umfrage zum Thema Auszeit erstellt.

Herzlichst, Ihre
Monika Richrath

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Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und zwei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als EFT-Coach und Trainerin und bin die Autorin dieses Blogs.

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