Die erhöhte Reizempfindlichkeit hochsensibler Menschen dürfte sich eigentlich auf Stoffe aller Art erstrecken, vor allen Dingen auf Stimulantien wie Kaffee, Tee und andere. In  „Zartbesaitet“ wird angegeben, dass 46 % aller hochsensiblen Menschen (die den Test gemacht haben), auf Kaffee sehr stark reagieren, das ist ja immerhin fast die Hälfte. Bislang konnte ich in meinen eigenen Seminaren allerdings noch nicht beobachten, dass dort wirklich sehr viel weniger Kaffee getrunken wird als anderswo. Aber schließlich ist Kaffee ja das Lieblingsgetränk der Deutschen und warum sollten hochsensible Menschen sich hier von anderen unterscheiden - zumal es immer mehr und mehr Studien gibt über die positiven Effekte. So soll der Konsum von Kaffee vor verschiedenen Krankheiten schützen, wie etwa Diabetes, Leberleiden oder Parkinson.

Hypersensitive Menschen haben dennoch Gründe genug, Kaffee zu meiden: Kaffee simuliert in Ihrem Körper eine künstliche Stress-Situation, die ihn dazu veranlasst, Blutdruck und Herzfrequenz zu steigern, über die Nebennieren Adrenalin und Noradrenalin auszuschütten und den Serotoninspiegel zu senken. Kaffeekonsum beeinträchtigt von daher immer auch die Funktion der Nebennieren. Viele von uns haben durch die Hochsensibilität ohnehin mit einem chronisch erhöhten Stresspegel zu tun, mehr Stress ist nicht das, was wirklich hilft. Was wir viel zu wenig beachten: Unser Körper macht keinen Unterschied darin, ob es sich um eine „echte“, existentielle Stress-Situation handelt, oder ob sie künstlich erzeugt ist, wie z. B. durch das Trinken von Kaffee oder das Ansehen eines spannenden Krimis.

Lt. dem Neurowissenschaftler Daniel G. Amen wirkt das Koffein im Kaffee  gefäßverengend und verringert so die Gehirndurchblutung. Je mehr Kaffee man trinke, umso mehr beeinträchtige dies das Gehirn.

Nicht zuletzt hat Kaffeekonsum einfach Suchtpotential, auch wenn wir dies wegen der leichten Zugänglichkeit oft vergessen (oder verdrängen). Auch Kaffee verursacht Entzugserscheinungen, wie Kopfschmerzen, Erschöpfung,  Angstzustände und Depressionen, wenn er abgesetzt wird. Wenn Sie mir nicht glauben wollen, verzichten Sie einfach mal ein paar Tage und trinken etwas anderes. Im Zuge der Recherche für diesen Artikel habe ich erfahren, dass es für die chronische Vergiftung, die durch beständigen und exzessiven Kaffeekonsum entsteht, sogar einen extra Namen gibt: „Koffeinismus“.

Ich habe eine eigene Geschichte zum Thema Kaffeekonsum. Ich liebe den Geruch. Ich liebe den Geschmack. Alleine, wenn ich mir den Geschmack von Kaffee mit Sahne vorstelle, läuft mir schon das Wasser im Munde zusammen … Aber ich hatte einmal so etwas wie eine Koffeinvergiftung, das prägt. Vor rund 35 Jahren trank ich einmal aus Versehen über einen Liter Kaffee, weil ich so aufgeregt war. In dieser Nacht schlief ich praktisch gar nicht, weil es mir so sterbensschlecht war. Sogar meinen Hausarzt rief ich um 3 Uhr morgens an, weil ich dachte, mein letztes Stündlein hätte geschlagen. Erst, als dieser mir riet, viel Fencheltee zu trinken, dämmerte mir, dass es doch noch nicht so weit war …

Ganz glücklich war ich neulich, als eine Freundin mir Lupinenkaffee aus Biosüßlupinen empfahl: koffeinfrei, glutenfrei und sehr, sehr lecker. Schmeckt für mich wie Kaffee. Allerdings: wirkt bei mir auch wie Kaffee inklusive Herzklopfen und abends nicht schlafen können. Ich habe mir vor einiger Zeit geschworen, mir nie wieder zu sagen, dass ich mir irgendwelche körperlichen Symptome nur einbilde. Also erkennt vielleicht nur mein Gehirn an dem für mich typischen Kaffeegeschmack den Kaffee und reagiert so, wie es gewohnt ist …? Wäre natürlich denkbar, aber ich hatte ehrlich gesagt die Röstung im Verdacht, denn Lupinenkaffee wird aus gerösteten Lupinensamen hergestellt.

Mehr Licht in die Angelegenheit brachte der Ernährungswissenschaftler Dr. James L. Wilson, den ich schon einmal im Zusammenhang mit Erschöpfung erwähnt habe. Er behauptet, dass einige Menschen empfindlich auf ranzige Fette in Speisen und Getränken reagieren, ohne dies bewusst wahrzunehmen. Durch den Röstvorgang werden die Öle im Kaffee schneller ranzig und wirken ungünstig auf den Organismus. Er schlägt vor, auf Koffein in allen Formen (als Schokolade, schwarzer Tee, Softdrinks etc.) zu verzichten. An der Schokolade muss ich wohl noch ein wenig arbeiten …

Wie ist es mit Ihnen? Trinken Sie Kaffee? Ich habe eine kleine Umfrage vorbereitet und freue mich über Ihre Teilnahme. Oder über Ihre Kaffeegeschichte.

Herzlichst, Ihre

Monika Richrath

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Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und zwei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als EFT-Coach und Trainerin und bin die Autorin dieses Blogs.

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