Manchmal ist es besonders schrecklich, hochsensibel zu sein, z. B. beim Zahnarzt. Ich jedenfalls grusele mich ohne Ende vor dem Zahnarztbesuch. Und das liegt nicht nur an meiner besonderen Fähigkeit, mir von vornherein die schrecklichsten Dinge auszumalen und auszuschmücken und so schon im Vorfeld in einen Stresszustand zu geraten - das kennen Sie als HSP sicher selbst zu genüge. Es ist vielmehr so, dass ich leider alle drei Monate zu einer professionellen Zahnreinigung muss, denn mein Zahnfleisch bedarf aufgrund schlechter Behandlung in meinen Jugendjahren einer engmaschigen Kontrolle.

Schon die Vorstellung setzt Stresshormone frei

Ich muss nur daran denken, wie ich auf dem Stuhl liege, nach unten gekippt, relativ bewegungsunfähig, grelles Licht von oben und Menschen fuhrwerken in meinem Mund herum, ich kann nicht schlucken und häufig tut es auch sehr weh. Schon bin ich genervt und total gestresst. Erschwerend kommt noch hinzu, dass ich genau weiß, dass die ganze Prozedur längere Zeit dauert, denn meine Zahnärztin ist äußerst gründlich.

Beim letzten Mal war es besonders schlimm

Durch den Tod meiner Mutter ist alles durcheinander geraten. Nicht nur die Planung und der Ablauf des Alltags, sondern auch andere Lebensbereiche wurden in Mitleidenschaft gezogen, z. B. die Ernährung. Auch wenn ich den Tod meiner Mutter insgesamt als eine sehr positive Erfahrung bewerten kann (nach wie vor), befand mein Körper sich in einem extremen Stresszustand. Es ist mir aber gar nicht in den Sinn gekommen, darauf irgendwie einzuwirken, ich habe es als normal bewertet. So habe ich mich ein paar Wochen lang von Pombär und einer bestimmten Schokoladensorte ernährt (Dinge, die ich normalerweise nur ganz gelegentlich essen kann), weil mir der Appetit abhanden gekommen war.  Diese geballte Dosis an Kohlenhydraten hat mir der Körper sehr übelgenommen, mal abgesehen davon, dass ich einen Zahnreinigungstermin nicht wahrnehmen konnte.  Eine schöne Bescherung … ich konnte mir ausmalen, was das bedeuten würde:

eine endlos erscheinende Prozedur

Ich hatte schon einmal einen Artikel über den Notfallpunkt veröffentlicht. Diese kann man ja sehr gut benutzen, um ganz akuten Stress schnell zu lindern. Darauf war ich übrigens auch beim Zahnarzt gekommen. Diesmal war jedoch nicht an einen Einsatz der Notfallpunkte zu denken, denn der Erfolg der Behandlung, bzw. auch die Dauer hängt davon ab, wie ruhig ich mich während der Behandlung verhalte. Aber dann, die Ärztin hatte schon angefangen, fiel mir in meiner höchsten Not etwas ein: man kann nämlich auch klopfen, ohne zu klopfen!

„Klopf klopf klopf … „

dachte ich also innerlich ganz laut und stellte mir dabei vor, dass ich den Punkt am inneren Ende der Augenbraue klopfe, dann neben der Augenhöhle, unter dem Auge, unter der Nase, auf dem Kinn, usw. Bei jedem Punkt dachte ich wieder „Klopf klopf klopf …“ und ich merkte fast sofort eine Veränderung.

Ein ausgeprägtes Gefühl für den eigenen Körper zu haben, kann auch sehr vorteilhaft sein. Ich kriege es mittlerweile oft mit, wenn Stresshormone freigesetzt werden und in einer Welle durch den Körper fluten. Umgekehrt funktioniert es aber genauso gut. Ich habe sehr schnell gemerkt, wie sich stressreduzierende Wirkstoffe in mir breitmachten. Diese Technik nennt man

Mentales Klopfen

Es ist nicht einfach, eher ziemlich anstrengend, denn man muss ja verschiedene Tätigkeiten zusammenbringen: die Vorstellung, dass man selbst klopft und das innere Sprechen. Es verlangt einiges an Konzentration. In meiner aktuellen Situation beim Zahnarzt war das natürlich absolut vorteilhaft, denn die Konzentration, die ich so aufwenden musste, bedeutete eine Verringerung der Aufmerksamkeit für das Geschehen in meinem Mund.

Da die EFT-Klopftechnik ja höchst personalisierbar ist nach eigenen persönlichen Vorlieben können Sie natürlich ausprobieren, ob Sie für sich einen anderen Ablauf finden können. Ich persönlich habe gemerkt, dass es nicht so gut funktioniert, wenn ich dazu nicht „Klopf Klopf Klopf“ denke.

Klopfen ohne Klopfen

Grundsätzlich können Sie das mentalen Klopfen immer dann anwenden, wenn Sie gerne klopfen möchten, die Handbewegungen aber nicht machen wollen/können, z. B., wenn Sie schlaflos im Bett liegen und IhreN PartnerIn nicht wecken möchten durch die Handbewegungen. Oder in der Bahn … oder im Büro …

Probieren Sie es aus und schreiben Sie mir Ihre Erfahrungen. Ich bin gespannt.

Ich wünsche Ihnen schöne Frühlingstage!

Herzlichst, Ihre

Monika Richrath

 

 

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Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und zwei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

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Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

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