Ich habe jede Menge Leichen im Keller. Sie auch? Dabei habe ich schon

total aufgeräumt in den letzten zehn Jahren, mich intensiv mit meiner Hochsensibilität beschäftigt, falsche Glaubenssätze mit der EFT-Klopftechnik aufgelöst, jede Menge Seminare und Kurse zur Persönlichkeitsentwicklung besucht, kurzum mich ganz eingehend mit mir selbst auseinander gesetzt. Aber trotzdem kommt es häufig vor, dass, wenn ich gerade eine Baustelle erfolgreich und konstruktiv aufgelöst habe, an anderer Stelle eine neue entsteht, die meine Aufmerksamkeit verlangt. Bisweilen ist das sehr anstrengend und manchmal habe ich das Gefühl, ich komme einfach nicht voran oder (noch schlimmer) ich gehe wieder zurück!

Als ich mich kürzlich mit dem Inhalt für mein Webinar beschäftigt habe (danke an alle BesucherInnen) ist mir aber noch einmal so richtig klar geworden, welche Kehrtwendung mein Leben genommen hat. Als junge, unglückliche (ich fürchte auch hochgradig depressive) Erwachsene fühlte ich mich extrem ausgeliefert, nicht nur anderen, sondern auch mir selbst und meinen scheinbar übermächtigen Empfindungen und Gefühlen. Ich wusste ja ja nicht, was mit mir los war. Von Hypersensitivität hatte in den 7oer Jahren noch niemand gehört. Von Anfang habe ich immer an mir selbst gezweifelt, daran, dass das, was ich empfand, seine Berechtigung hatte, nicht nur vollkommen schräg war. Alles, was ich sehen konnte, war, dass andere nicht so zu sein schienen wie ich. Scheinbar mühelos bewältigten sie Kontaktaufnahme, Kommunikation und Freundschaften, Dinge, die für mich schwierig bis unmöglich waren. Ich machte mich stets so klein wie möglich, zog mich so in mich zurück, dass es für andere Menschen schwierig war, mich überhaupt zu erreichen. (Meine Mutter sagte einmal, sie habe mich in der Kindheit hauptsächlich von hinten gesehen …)

Was meine (ich fürchte, ich muss es so nennen) Sozialphobie noch schwieriger machte, war, dass ich mir meine Schwierigkeiten selbst ankreidete als persönliches Versagen. Ich wusste genau, wie ich sein wollte (oder sollte?). Schon im Kindergarten und in der ersten Klasse war mir klar, dass es so etwas gibt wie „Alphamädchen“, diejenigen, die Mädchen, die beliebt sind, mit denen alle spielen wollen. Dazu gehörte ich einfach nicht.

Das Gefühl persönlichen Versagens veränderte sich auch nicht, als ich Ende der 80er Jahre meine erste Therapie begann. Zwar war ich froh um die Hilfe und schämte mich deswegen nicht, aber das Gefühl, eine Art von Krücke zu benötigen, die andere eben nicht brauchen, hielt sich noch Jahrzehnte.

Im Grunde genommen habe ich erst in den letzten beiden Jahren verstanden, dass es so etwas wie eine Art von Normalität einfach nicht gibt, auch wenn dieses einem von den Medien und den „Organen der Gesellschaft“ vorgegaukelt wird. Im Internet habe ich dazu gefunden, dass ca. 25 % aller Menschen in Deutschland einmal in ihrem Leben an einer Angststörung leiden - was sicherlich nur die Menschen erfasst, die deswegen überhaupt Hilfe suchen. Warum die einen es alleine schaffen und andere nicht hängt sicherlich häufig auch nur von Kleinigkeiten ab, z. B. ob man aus dem sozialen Umfeld Unterstützung erfährt oder nicht …

Kurzum, wir haben alle Leichen im Keller - und was uns unterscheidet ist höchstens die Fähigkeit, wie wir damit umgehen: ob wir sie ignorieren, noch einen Stock tiefer tragen oder endlich mal ans Tageslicht bringen, damit sie sich auflösen können. Die EFT Klopftechnik ist übrigens super geeignet zum Auflösen allerlei Schwierigkeiten. Hier finden Sie eine Klopfanleitung.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen sehr schönen Frühlingsanfang!

Ihre
Monika Richrath

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Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und zwei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als EFT-Coach und Trainerin und bin die Autorin dieses Blogs.

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