HOCHSENSIBILITÄT

PFLANZEN:
HEILEN DURCH
INFORMATIONSKRAFT

Dr. KAREN LASS

„Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen“ - diesen Spruch haben wir alle schon mal gehört. Möglicherweise ist es ein Sprichwort, möglicherweise ist es auch von Sebastian Kneipp, doch wie dem auch sei, die Aussage hat auf jeden Fall ihre Berechtigung.

Pflanzenheilkunde ist vermutlich die älteste Heilkunst überhaupt,

da wir Menschen die Pflanzen für vieles in unserem Leben benutzen. In früheren Zeiten besaßen Heilerinnen und Heiler ein sehr umfangreiches Pflanzenwissen, von dem in den letzten fünfhundert Jahren sehr viel verloren gegangen ist. Einerseits durch die Inquisition, andererseits aber auch durch unser wissenschaftlich geprägtes Weltbild.

Heute schauen wir uns oft die Inhaltsstoffe der Pflanze an und setzen sie der Wirkung dieser Stoffe entsprechend ein. Wenn ich weiß, dass eine Pflanze viele Gerbstoffe enthält, weiß ich, dass sie entzündete Schleimhäute heilen kann (u. a. im Rachenbereich und im Darm), da Gerbstoffe die Schleimhaut festigen und zusammenziehend und entzündungshemmend wirken. Bei dieser Art der Pflanzenheilkunde geht etwas verloren:

Die Informationskraft der Pflanze.

Die blutwurz ist eine feine PflanzeEin Beispiel: Es gibt sehr unterschiedliche Pflanzen, die viele Gerbstoffe enthalten, wie die Blutwurz (Potentilla erecta), eine kleine krautige Pflanze mit kleinen gelben Blüten, und die Eiche (Quercus robur), ein großer, mächtiger Baum. Wenn wir uns diese beiden Pflanzen anschauen, wird uns auf den ersten Blick klar, dass sie eine sehr unterschiedliche Ausstrahlung haben. Je besser und sensibler wir die Ausstrahlung einer Pflanze wahrnehmen können, desto effektiver können wir sie einsetzen, denn es gibt Menschen, die brauchen die Kraft der Eiche und andere, denen eher die Kraft der Blutwurz hilft, auch wenn beide Symptome haben, die gut mit Gerbstoffen zu heilen sind.

Es ist wichtig, die Pflanzen genau zu kennen, nicht nur ihre Inhaltsstoffe, sondern auch das, was sie uns durch ihre Signatur (ihre Farben, Formen, Wuchsart etc.) mitteilen, also auch die Informationen wahrzunehmen, die eine Pflanze für uns hat. Dies tun wir am besten mit allen Sinnen: Sehen, Riechen, Schmecken, Fühlen, Hören (mit dem inneren Ohr).

Schauen wir uns als Beispiel die Echte Kamille (Matricaria chamomilla) an: Die Blüte besteht aus einem weichen, glänzenden, gelben Blütenboden, der Blütenkranz ist strahlend weiß. Die Kamille hat sehr feine, fiederschnittige Blätter, die sie wie Antennen in alle Richtungen ausstreckt. Sie ist auf Empfangen und Aufnehmen eingestellt, es spricht eine hohe Sensibilität aus ihr. Dennoch ist sie nicht hypernervös, denn sie ist eine Meisterin der Abfederung. Ihre Blätter sind weich, wie Federn. Ihr Blütenboden wölbt sich im Laufe der Blütezeit nach oben, so dass ein Hohlraum entsteht – die Blüte dämpft alle Heftigkeiten durch dieses luftgefüllte Polster ab. Wenn wir das ätherische Öl der Kamille durch Destillation herstellen, hat es eine tiefblaue Farbe (was für ätherische Öle sehr ungewöhnlich ist). Blau ist eine Farbe, die Sanftheit, Ruhe und Geborgenheit vermittelt. Der Duft der Kamille hat einen warmen Charakter.

Wir können die Kamille demzufolge überall dort einsetzen, wo wir (zu) sensibel auf Reize aus der Umwelt reagieren.

Die Kamille kann uns lehren, damit umzugehen, die Eindrücke abzufedern und zu einer ruhigen Geborgenheit zu finden und große Stärke zu entwickeln.

Dies kommt auch in den vielen althergebrachten Anwendungen der Kamille zum Tragen: Gerne wird sie bei kleinen Kindern eingesetzt. Nach der Geburt ist alles, besonders auch das Licht, für das Baby ein sehr starker Reiz. Die Kamille kann diesen Schock sehr gut auffangen. Auch bei Bauchweh und Menstruationskrämpfen wird die Kamille verwendet, und tatsächlich geht es ja vielen Frauen während dieser Zeit am besten, wenn sie sich ganz allein ins Bett legen. In ganz alten Zeiten war die „Mondzeit“ eine Zeit, in der Frauen sich zurückgezogen haben, um die besondere Sensibilität und den Zugang zu ihrer Intuition während dieser Tage für Visionen zu nutzen. Auch Atemwegsbeschwerden sind ein wichtiges Einsatzgebiet – wenn wir die Nase voll von etwas haben, ist das ein Zuviel an Reizen. Eine weitere wichtige Indikation ist die Magenschleimhautentzündung, die wir bekommen, wenn alles zu viel wird und wir keine Reize, keinen Stress mehr vertragen oder eben verdauen können.

Es gibt vielfältige Möglichkeiten, die Pflanzen für uns anzuwenden.

Das Einfachste ist immer ein Tee, dazu werden die Pflanzenteile mit den meisten Wirkstoffen getrocknet und dann bei Bedarf mit heißem Wasser aufgegossen. Etwas aufwändiger ist es, eine Tinktur herzustellen, dabei werden die frischen Pflanzenteile mit Alkohol angesetzt. Alkohol kann andere Substanzen lösen als Wasser. Um die Information der Pflanze zu lösen, eignet sich eine Urtinktur, hier wird weniger Pflanzenmaterial benutzt, damit sich die Information besser ausbreiten kann, außerdem wird die Arznei rhythmisiert. Wenn wir ein ätherisches Öl herstellen, z. B. durch Destillation, können wir dieses einfach in ein Duftlämpchen geben und die Pflanzenkraft über die Nase aufnehmen. In alten Zeiten haben sich die Menschen einfach ein Sträußchen gebunden und es bei sich getragen. Gerade für empfängliche Menschen ist dies eine sehr schöne Anwendungsmöglichkeit.

Das Beispiel der Echten Kamille zeigt sehr schön, wie wichtig es ist, Pflanzen heute wieder umfassend kennenzulernen und ihr gesamtes Wesen zu erfassen. Es gibt Menschen, die sich darum bemühen, wie z. B. Susanne Fischer-Rizzi, Susun Weed, Roger Kalbermatten u. a..

Wenn wir uns dieses umfangreiche Wissen über Pflanzen wieder aneignen,

können wir die große Kraft der Heilpflanzen, nicht nur auf der körperlichen, sondern auch auf der emotionalen und geistigen Ebene, verstehen und heilbringend einsetzen.

Wer sich für die Heilkräfte der Pflanzen interessiert und bereit ist, die Pflanzen in ihrer ganzen Ausdrucksstärke wahrzunehmen, der/dem sei meine Ausbildung in Heilpflanzenkunde empfohlen: http://www.karen-lass.de/pflanzenheilkunde.html, kostenlose und unverbindliche Info-Veranstaltung am 23. September 2017, 14:00 Uhr, Treffpunkt: vor der Bastei, Konrad-Adenauer-Ufer 80, 50668 Köln.

Disclaimer: Das Lesen dieses Artikels ersetzt nicht den Besuch bei einer Heilpraktikerin/Ärztin. Die Informationen sind sorgfältig recherchiert. Sie sind aber nicht als  Therapieempfehlung gedacht. Es wird bei Anwendung der genannten Pflanzen jegliche Haftung gegenüber der Autorin ausgeschlossen.

Literatur: Roger Kalbermatten: Wesen und Signatur der Heilpflanzen, Aarau 2003; Susanne Fischer-Rizzi: Medizin der Erde.

Seminar: Besser umgehen mit Ihrem hochsensiblen Körper

23.-24. September 2017

Hamburg

Anmeldeschluss: 29. August 2017

 

 

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Dr. phil. Karen Laß

Dr. phil. Karen Laß

Dr. phil. Karen Laß, Jahrgang 1969, seit über zehn Jahren Heilpraktikerin in eigener Praxis in Köln. Lehrerin für Pflanzenheilkunde seit 2007. Weitere Schwerpunkte: Akupunktur, schamanische Heilweisen, Hypnose, Schwingungstherapie. Besonderes Anliegen: Altes und neues Heilwissen (Schamanismus, Quantentheorie) zu verbinden.

Xing

Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

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