Leiden Sie auch unter Schmerzen, Erschöpfung, Reizdarm, Stressunverträglichkeit etc. ohne dass sich jemals in Laboruntersuchungen dafür ein triftiger Grund finden ließe? Dann gehören Sie wie
ich vielleicht zu den 2-2,5 Millionen Menschen, die an dem Fibromyalgie-Syndrom leiden. Ein Syndrom ist ein Krankheitsbild, das sich aus dem Zusammentreffen verschiedener chrakteristischer Symptome ergibt. Zur Fibromyalgie gehören z. B. nicht nur die o.g., sondern auch Schlafstörungen, Gedächtnisprobleme, Konzentrationsstörungen, Erschöpfbarkeit, verminderte Leistungsfähigkeit und vieles mehr. Vielleicht haben Sie ja schon einmal von dem sog. „Fibro-Nebel“ gehört? Damit ist ein leicht verwirrter Zustand gemeint, der ganz typisch für die Fibromyalgie ist. (Depressionen gehören übrigens nicht zum Beschwerdebild an sich, sondern treten eher als nachfolgendes Begleitsymptom auf.)

Rückblickend ist mir natürlich klar, dass die ersten Anzeichen meiner Fibro sich schon sehr früh zeigten, ab Mitte 20. Ich arbeitete erst wenige Jahre und steckte schon mitten in meinem ersten Burnout. Manchmal spürte ich seltsame Schmerzen in meinen Gliedern, die sowohl dumpf als auch reißend sein konnten. Da ich aber zu der Zeit ohnehin schon sehr große Schwierigkeiten hatte, von Ärzten mit meinen Magenproblemen ernst genommen zu werden, traute ich mich überhaupt nicht, mit irgendjemandem darüber zu sprechen und hielt die Schmerzen einfach aus. Sie kamen und gingen, und ich unternahm nichts. Im Laufe der Jahre (damit meine ich den ganzen Zeitlauf meines offiziellen Berufslebens, also mehr als 20 Jahre) veränderten sich die Schmerzen jedoch. Die schmerzfreien Zeiträume wurden immer kürzer, die Schmerzen intensiver, die Erschöpfung größer. Andere Symptome traten auf. Irgendwann klappte es auch mit der Nichtbeachtung nicht mehr. Erst zu diesem Zeitpunkt fiel mir ein, dass meine Mutter doch mal ein Syndrom erwähnt hatte, an dem sie selbst litt? Ich machte mich auf die online-Suche und wurde sofort fündig. Bingo. Das passte ja wie die Faust aufs Auge.

Ich hatte aber keine Zeit mehr, mich mit irgendwelchen Therapien zu beschäftigen. Es war nicht fünf vor, sondern schon viertel nach 12. Im Grunde genommen befand ich mich schon wieder mitten in einem Burnout (dem dritten mittlerweile), allerdings brauchte ich diesmal Jahre, bis es besser wurde. Das ganze Programm von maximaler Krankschreibung, Kuraufenthalt, beruflicher Rehabilitationsmaßnahme war dazu notwendig. Heute geht es mir besser. Allerdings merke ich, dass dies ein zerbrechlicher Zustand ist, der jederzeit gestört werden kann und nur deshalb funktioniert, weil ich mir durch die Selbständigkeit Lebensumstände geschaffen habe, die meine schnelle Erschöpfbarkeit auffangen können.

Die Krux war, dass sich Fibromyalgie lange Zeit nur über das Messen der sog. 18 Tenderpoints diagnostizieren ließ, bei gleichzeitiger Unauffälligkeit üblicher Laborwerte. Lange hat man gedacht, dass die Fibromyalgie zum rheumatischen Krankheitsbild gehört. Mittlerweile weiß man jedoch mehr. Heute geht man davon aus, dass es sich bei der Fibromyalgie um eine schwere, weit fortgeschrittene und chronisch verlaufende Ganzkörper-Erkrankung handelt, bei der die körpereigene Schmerzverarbeitung gestört ist. Als hypsensitive Menschen sollten wir dabei stets beherzigen, dass die Schmerzen real sind und alles andere als eingebildet!

Was hat nun Fibromyalgie mit Hochsensibilität zu tun? Man geht heute davon aus, dass die Ursache in einer anhaltenden körperlichen und psyischen Überbelastung zu suchen ist, in länger anhaltenden Schmerzen, Unfällen, operativen Eingriffen, traumatischen Erlebenissen, seelischen Belastungen und Dauerstress. D-A-U-E-R-S-T-R-E-S-S. Den haben hochsensible Menschen, die mit ihrer Empfindsamkeit ja schon im Normalalltag  das Gras wachsen hören, oft den ganzen lieben langen Tag lang, da muss nicht mal etwas besonders Schwieriges oder Anstrengendes passieren. Für hypersensitive Menschen reichen schon kleinste Auslöser, z. B. kann eine vermeintlich geäußerte Kritik uns tagelang beschäftigen.

Die chronische Dauerbelastung führt zu einer Störung der Schmerzentstehung, -hemmung, und -verarbeitung und letztlich zu einer Chronifizierung des Schmerzes. Durch einen Überschuss an stressreaktionsfördernden und einen Mangel an schmerzdämpfenden Hormonen und Neurotransmittern wird ein Gewöhnungs- und Ausprägungsprozess in Gang gesetzt, der nach und nach die Gesamtheit des körperlichen Systems in Mitleidenschaft zieht. 2013 gelang es übrigens zwei Wissenschaftlerinnen der neurologischen Klinik des Würzburger Universitätsklinikums zum ersten Mal, bei Patienten mit dem Fibromyalgie-Syndrom Schädigungen der kleinen Nervenfasern (sog. small fibers) bildlich nachzuweisen.

Fibromyalgie gilt als nicht heilbar. Aber natürlich ist es möglich, den Krankheitsverlauf günstig zu beeinflussen (wobei jedeR natürlich individuell herausfinden muss, was ihm/ihr gut tut) :

  • Zum Beispiel durch Bewegung (leichte Sportarten ohne allzuviel Anstrengung). Ich selbst habe mich für Wassergymnastik entschieden und Nordic Walking.
  • Zum Beispiel durch Ernährung. Mir hilft eine gluten-, laktose- und zuckerfreie Ernährung.
  • Zum Beispiel durch Massage. Früher fand ich thailändische Massage herrlich, aber als es richtig krass wurde mit den Fibro-Symptomen wurde diese Massageform zu schmerzhaft. Heute finde ich eher Lymphdrainage angenehm.
  • Zum Beispiel durch Singen.

Ganz unverzichtbar ist es jedoch, wenn Sie Ihren Krankheitsverlauf verändern wollen, dass Sie sich um aktive Stressbewältigung bemühen. Es gibt natürlich 1001 Möglichkeiten dafür. Nachdem ich etliche Methoden ausprobiert habe, habe ich mich für die EFT Klopftechnik entschieden: weil sie einfach anzuwenden ist, keine weiteren Hilfsmittel benötigt und total unaufwändig ist (10 Minuten am Tag reichen aus, um langfristig etwas zu erreichen). Was das sein könnte: wenn Sie weniger Stress haben, haben Sie weniger Schmerzen und fühlen sich wohler. Das ist doch allerhand, oder?

Mehr Informationen finden Sie auf den Seiten der Fibromyalgie-Liga Deutschland und der Deutschen Fibromyalgie-Vereinigung. Und hier gibt es eine kleine Klopfanleitung zum Ausprobieren.

Ich habe  eine kleine Umfrage zu dem Thema gebastelt und bin neugierig, ob Schmerzen ein Thema für Sie ist?

Herzlichst, Ihre
Monika Richrath

 

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

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Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und zwei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als EFT-Coach und Trainerin und bin die Autorin dieses Blogs.