Wer schön sein will …

von | 15. Dez 2015 | Hochsensibilität | 8 Kommentare

Es brennt wie Feuer. Ich kann nichts mehr sehen. Hektisch zwinkere ich mit den Augen. Panik wallt in mir auf. Habe ich vielleicht daneben gegriffen und mir aus Versehen Nackellack ins Auge geschmiert? Ich habe schon öfter mal daneben gegriffen, aber noch nie so schlimm … leider kann ich gerade nichts anderes tun als abwarten, bis ich wieder sehen kann. Der Schreckmoment dauert zum Glück nur kurz, dann gilt mein erster Griff dem Etikett auf der kleinen schwarzen Flasche vor mir. Aber nein, ich habe nicht daneben gegriffen. Da steht klar und deutlich „Liquid Eyeliner“. Es war einer dieser Momente, wo ich meine Hochsensibilität weit weg wünschte.

Make-up nur in der Minimalversion

Ich benutze in der Regel kaum Make-up, weil das an mir komisch aussieht. Gelegentlich, wenn ich mich mal „schön“ machen will, greife ich auf eine Minimalversion zurück, d. h., Kajal für die Augen und Lipgloss oder Lippenstift für den Mund.  Aber selbst das ist mit Schwierigkeiten behaftet.

Ich weiß nicht, wieviele Kajalstifte ich mir schon gekauft habe, in der Hoffnung, ich könnte jetzt mal DEN Stift finden, der gut geht. Will sagen: ein Kajal, der meine Augen nicht reizt und mir nicht binnen kurzer Zeit das Aussehen völliger Übernächtigung verleiht. Lange Zeit ist es mir nicht gelungen, diesen zu finden. Irgendwann war ich es leid, mein Geld auf diese Art und Weise zum Fenster hinauszuwerfen und griff zum Eyeliner. Das erweiterte mein Handlungsspektrum kurzfristig, langfristig kam ich damit keinen Schritt weiter. Nach der o.g. Erfahrung bin ich unverzüglich zum Kajal zurückgekehrt. (Wie ich jetzt herausgefunden habe, hat die o. g. extreme Erfahrung eher etwas mit einem Anwendungsfehler zu tun).

Nun steht Weihnachten wieder vor der Tür. Auch wenn ich Weihnachten selbst nicht feiere, sind doch jede Menge Feiern in Form von Verwandtschafts- und Freundschaftsbesuchen zu erwarten (was ja auch schön ist). Und ganz bestimmt will ich mich dann auch äußerlich ein bisschen in Schale werfen - womit ich sicherlich nicht alleine bin. Da wird das Problem mit dem Minimal Make-up durchaus wieder aktuell.

Kajal - eine Wohltat für die Augen?

Grund genug, mich einmal mit den Inhaltsstoffen von Augenkosmetik zu beschäftigen, dachte ich. Das erwies sich aber als gar nicht so einfach. Lt. Wikipedia besteht Kajal aus Ölen,  Wachsen, Fetten, Talkum, Glimmer, Vitaminen und Kohle. Klingt ja eigentlich erstmal natürlich. Auf einer anderen Seite las ich, dass Kajal die Augen pflegen und für mehr Tränenflüssigkeit sorgen soll, da kleine Partikel aus dem Auge (wie Staub, Pollen), von der Tränenflüssigkeit umhüllt und ausgeschwemmt werden. Hm.

Darüberhinaus fand ich den Hinweis, dass es über 8.000 Inhaltsstoffe für Kosmetika gibt, die unterschiedlich verträglich sind, z. B. Thiomersal, einer Quecksilberverbindung, die in kleinen Dosen für die Haltbarmachung von Schmink- und Abschminkmitteln für Augen erlaubt ist, in hohen Dosen aber giftig ist …

Ziemlich schnell stellte sich heraus, dass dies als Thema für einen einzigen Blogbeitrag viel zu komplex ist - und dass es Blogs gibt, die sich ausschließlich mit diesem Thema beschäftigen (zwei Empfehlungen finden Sie unter diesem Artikel).

Härchen und Fasern

Ich fand im Zuge meiner Recherche aber noch etwas anderes heraus, worüber ich mir bislang noch nie Gedanken gemacht habe: Die physische Beschaffenheit der Inhaltsstoffe ist offenbar für hochsensible Menschen genauso relevant wie ihre Wirkung. In Mascara, so las ich, wird die wimpernverlängernde Wirkung durch die Beigabe von Härchen und Fasern erreicht. „Härchen und Fasern“, ich muss nur auf das Wort sehen und meine Augen fangen schon an zu brennen. Alles klar. Dann kann es ja schon mal nichts werden mit mir und Mascara und/oder ich muss mich eben mit dieser Ausprägung von Reizempfindlichkeit abfinden.

Auch Kajal (oder die etwas dickere Variante Khol Kajal) bestehen aus mikroskopisch kleinen Partikeln. Da ist es im Grunde genommen möglicherweise ganz gleich, dass sie nicht aus Mineralölen bestehen und keine Silikone, Parabene, synthetische Emulgatoren und synthetische Farb-, und Duftstoffe enthalten, wenn diese Partikel sich lösen und in meine Augen geraten, wo sie bisweilen so brennen, dass mir die Freude am Schönmachen tüchtig verleidet wird.

Nur 3 Monate verwenden

Wussten Sie, dass man Augenkosmetik nicht länger als 3 Monate verwenden soll, weil sich dort schnell Bakterien ansiedeln können, die zu Entzündung führen können?  Ich habe mittlerweile einen Kajal gefunden, der geht, bei einem Hersteller von Naturkosmetik. Es hat übrigens einige Zeit gebraucht, bis ich bereit war, mehr Geld auszugeben als bisher - und zu erkennen, dass es ein Akt der Selbstliebe ist, sich selbst ein teureres Produkt wert zu sein … aber zum Glück höre ich nie auf mich weiterzuentwickeln …

Wie gehen Sie mit Kosmetik um? Benutzen Sie sie? Greifen Sie auf andere Alternativen zurück? Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Herzlichst, Ihre

Monika Richrath

Zwei Blogempfehlungen zum Thema

Im Blog Kosmetik-vegan.de geht es nicht nur um vegane Kosmetik, Produkttests, Produktempfehlungen. Sie bekommen dort auch eine Liste aller gängigen Inhaltsstoffe zum Download, die Sie zum Einkaufen mitnehmen können. Besonders gut hat mir die Rubrik „Selbstgemachtes“ gefallen, z. B. die vegane Bartpflege oder die veganen Haarpralinen.

Wenn Kosmetik krank macht ist der Titel der Seite von Maik Faßhauer, auf der man sich ein Gratis-PDF zum Thema herunterladen kann.

Monika Richrath

 

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Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und zwei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

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Die von mir angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

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