Wie Sie in 5 Minuten Ihr Leben verändern

von | 6. Dez. 2015 | Hochsensibilität | 4 Kommentare

Wenn man hochsensibel ist, neigt man häufig dazu, sich sehr an anderen Menschen zu orientieren. Egal, ob das den beruflichen Bereich, die Familie, Partnerschaft, Freizeit oder anderes betrifft. Damit meine ich, dass wir unsere Aufmerksamkeit in allererster Linie meistens auf andere Menschen richten. Ich selbst nehme mich da gar nicht aus.

„Erst wenn es allen anderen gut geht, geht es mir gut!“

Diese Haltung habe ich jahrelang eingenommen, und zwar bewusst (auch, wenn ich mich heute beim bloßen Gedanken daran winde!) Das war ja alles noch zu Zeiten, wo ich von meiner Hochsensibilität nichts wusste. Möglicherweise war das gar kein Altruismus meinerseits, sondern pure Überlebenstaktik. Ich hatte schon wahrgenommen, dass mich die Stimmungen anderer extrem beeinträchtigen und ich sie manchmal wie meine eigenen wahrnehmen konnte. Daraus ergab sich schließlich, dass ich selbst mich nicht wahrnehmen konnte, weil ich so mit den Emotionen und Ausstrahlungen der anderen beschäftigt war.

„Die anderen sind wichtiger als ich.“

Der andere (ebenso wichtige) Punkt war, dass ich mir selbst keine Wichtigkeit zumaß.  Ich hatte im Laufe meiner Kindheit und Jugendjahre verlernt, mich wichtig zu nehmen und für meine Wünsche, Gedanken und Forderungen einzustehen. Das ist übrigens ein Phänomen, das sehr viele hochsensible Menschen betrifft. Hier können Sie auf meiner Seite über Hochsensibilität mehr zu den Gründen lesen.

HSP orientieren sich an Menschen

Das bedeutet, die Interaktion mit und zwischen anderen Menschen und uns ist sehr bedeutsam. Vermutlich haben Sie selbst schon einmal erlebt, dass Sie sich über ein unbedacht dahingesagtes Wort eines anderen Menschen  wochenlang gegrämt haben … Und es bedeutet auch, dass wir einfach so gestrickt sind. Diese Orientierung an andere Menschen können wir nicht aufheben. Aber:

„Wir können etwas verändern!“

Und hier kommt nun mein 5-Sekunden-Tipp ins Spiel, den ich  von meiner Partnerin bekommen habe und so genial fand, dass ich ihn gerne an Sie weitergebe. Ich tendiere nämlich selbst dazu, meine eigenen Bedürfnisse und Wünsche hintenan zu stellen - was in diesem Jahr ganz besonders zum Tragen gekommen ist, da ich mich in der Familie viel kümmern und erledigen muss. Gelegentlich fühlte sich das sehr komisch an: Für andere konnte ich allerhand erledigen, aber für mich selbst und mein eigenes Leben war keine Kraft mehr vorhanden. Zuweilen hatte ich das Gefühl, mit einem Bein schon wieder in einem Burnout zu stehen - bis meine Partnerin eines Tages ganz beiläufig zu mir sagte:

„Wende dich doch dir selber zu!“

Ich wusste gleich, was sie meinte. Mehr als ein paar Sekunden habe ich nicht gebraucht, um die Entscheidung zu treffen, mich mir selbst zuzuwenden. Das hat alles verändert. Sofort. Unverzüglich habe ich damit begonnen, es umzusetzen. Sogar ein inneres Bild ist dazu aufgetaucht: ein Scheinwerfer, der auf mich selbst gerichtet ist, während alle anderen außerhalb des Lichtkreises  im Halbdunkel bleiben.

Die Veränderung liegt im Wesentlichen in Unterlassungen: ich unterlasse es, gleich nach dem Aufstehen auf mein Handy zu gucken um zu gucken, ob in der Nacht Aufträge eingegangen sind, ich unterlasse es, mich immer als erstes um die Belange anderer zu kümmern, ich unterlasse es, die Aufforderungen meines Körpers nach Bewegung zu ignorieren … und wissen Sie was? Das fühlt sich einfach herrlich an! Als wäre mein Lebenstempo wesentlich entschleunigt.

Eine innere Haltung

Letztlich geht es dabei um eine innere Haltung, die ich mir selbst und anderen gegenüber einnehme, unzählige Male am Tag. Eine Haltung, die auch die Interaktion mit anderen unweigerlich verbessert, denn ich habe mich selbst viel besser im Blick mit meinen Bedürfnissen und Wünschen und orientiere mich eher daran, als an den Wünschen anderer. Eine Haltung, die an sich keine Abgrenzung ist, aber umgesetzt automatisch zu Abgrenzung führt - und das auf ganz friedliche und selbstverständliche Weise, das ist das Schöne daran. Das Burnout-Gefühl ist innerhalb kürzester Zeit verschwunden, denn weil ich mich nun mehr um meine eigenen Angelegenheiten kümmere und die der anderen nebenbei passieren, ist auch das Gefühl der Überforderung verschwunden. Es gibt wieder Raum in meinem Leben.

Von daher kann ich Ihnen nur ans Herz legen, es auch einmal auszuprobieren. Fünf Sekunden, mehr Zeit brauchen Sie nicht um diese Entscheidung zu treffen.

Was erleben Sie dabei? Wie immer freue ich mich auf Ihre Kommentare.

Herzlichst, Ihre

Monika Richrath

 

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

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Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und zwei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

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Die von mir angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig