KLOPFAKUPRESSUR

Wie Sie
Affirmationen
klopfen können

MONIKA RICHRATH

Haben Sie schon einmal versucht, mithilfe von Affirmationen Ihr Leben zu verändern? Auf den ersten Blick scheinen Affirmationen eine einfache und effektive Methode zu sein, Veränderungen in Gang zu bringen.  Leider stellt sich dann aber oft heraus, dass es doch nicht so einfach ist wie geglaubt.

Aber beginnen wir ganz von vorn.

Was versteht man eigentlich unter Affirmationen?

Immer wieder komme ich hier auf meinem Blog auf Glaubenssätze zu sprechen, die den Großteil unseres Denken und Handeln bestimmen und steuern, meist unbewusst natürlich. Ein Glaubenssatz beinhaltet eine von uns angenommene Wahrheit, wie zum Beispiel „Ich kann nicht malen.“ Die meisten unserer Glaubenssätze haben wir von unserern Eltern übernommen und häufig sind sie uns in Fleisch und Blut übergegangen, weil wir sie von Anbeginn unseres Seins sozusagen aufgesogen haben. So kann es zum Beispiel sein, dass wir als Erwachsene das Gefühl haben, wir müssen um alles kämpfen, weil unsere Eltern uns schon dieses Gefühl vermittelt haben.

Unter Affirmationen verstehen wir Selbstbestätigungen oder -vergewisserungen, mit denen unser Unterbewusstsein „umprogrammieren“ werden soll. Die negativen Glaubenssätze sollen ersetzt werden durch positive, bestätigende Glaubenssätze - die man sich natürlich möglichst häufig vorsagen soll. Dafür gibt es viele verschiedene Ansätze, man kann sie täglich eine bestimmte Zeit lang schreiben, sich überall Zettel hinkleben, sich einen Bildschirmschoner damit einrichten, Hypnose- und Mediations-CDs anhören usw. Persönlich mag ich besonders den Ansatz, eine Affirmation beim Nordic Walken oder Laufen immer wieder vorzusagen, das hat eine äußerst hypnotische Wirkung.

Wie wirken Affirmationen?

Damit eine Affirmation wirken kann sollte sie positiv formuliert werden, immer in der Gegenwart angesiedelt sein, am besten die Verben „haben“ oder „sein“ beinhalten, individuell und konkret sein. Die Wirkung von Affirmationen beruhen darauf, dass mit der Formulierung im Präsens ein Zustand bekräft wird, der sich durch die wiederholte Bestätigung verwirklicht. Das ist sowohl äußerst einfach, als auch äußerst genial. Allerdings muss man ein gehöriges Maß an Zeit investieren, 10 bis 20 Minuten täglich mindestens 100 Tage lang.

Warum haben aber viele Menschen ein Problem mit Affirmationen?

Das Einfache an Affirmationen ist das Schwere an Affirmationen. Um mit Affirmationen Erfolg zu haben, muss man den eigenen Kopf mal eine Weile ausschalten  - was für hochsensible Menschen ja öfter nicht so leicht ist. Es kann ganz schnell passieren, dass man dann denkt: „Ich bin aber doch NICHT …“ und dann funktioniert es schon nicht. Statt dessen fühlt man sich noch viel schlechter als vorher, weil es ja so aussieht, als schafften alle anderen es mit dieser Technik, bloß man selbst ist irgendwie zu blöd dazu. Ich denke, dass es gerade für hochsensible Menschen auch eine Hürde sein kann, etwas zu sagen, was eigentlich ja noch nicht so ist, nicht unbedingt eine Lüge, aber etwas, was nicht der Wahrheit entspricht. Ich will ja nicht alle über einen Kamm scheren und weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber mir ist sehr an der „Wahrheit“ gelegen (zumindest meiner eigenen) und ich habe mich lange Zeit unglaublich schwer mit Affirmationen getan - obwohl ich gleichzeitig wusste, dass darin ein ganzes Schatzkästlein für mich verborgen liegt. Mal ganz ehrlich, so einen Satz wie „Ich lasse das Bedürfnis los, für alle anderen stark zu sein“ zu sich selbst zu sagen ist doch wunderbar …

Affirmationen können sogar kontraproduktiv sein

das hat Joanne Wood von der University of Waterloo schon vor Jahren in einer Studie herausgefunden. In dieser Studie wurde untersucht, ob die Stimmung und die Gefühle von Freiwilligen durch die Aussage „Ich bin eine liebenswerte Person“ beeinflusst wurde. Dazu wurden die teilnehmenden Personen in zwei verschiedene Gruppen eingeteilt, die sich durch ein großes und ein eher wenig ausgeprägtes Selbstbewusstsein unterschieden. Beide Gruppen hatten die Aufgabe, Fragen zu beantworten, ihre Gefühle zu beschreiben und anzugeben, ob sie gerne an bestimmten Aktivitäten teilnehmen würden. Einige Probanden hörten alle 15 Sekunden einen Gong, das Zeichen, das sie dann zu sich selbst sagen sollten „Ich bin eine liebenswerte Person“. Jetzt, wo ich das aufschreibe, stelle ich mir vor, dass das ganze Setting sowieso ein wenig stressend gewesen sein mag. Wie auch immer, die Ergebnisse waren nicht überraschend: Bei den Personen mit einem wenig ausgeprägten Selbstbewusstsein hatte sich durch das Aufsagen des Satzes eine Verschlechterung der Stimmung ergeben, der Optimismus sank und sogar die Bereitschaft, an Aktivitäten teilzunehmen. Die Forscher glauben, dass durch das Aufsagen des Satzes den Teilnehmern mit weniger Selbstbewusstsein die Diskrepanz zwischen dem Gesagten und dem eigenen Erleben erst richtig deutlich geworden war. Das Fazit der Forscher:

Menschen mit einem geringen Selbstbewusstsein profitieren nicht von dieser Technik

Sie glauben außerdem, dass es in solchen Fällen eher Sinn mache, keine allgemeinen Aussagen zu treffen, sondern eher eine konkrete, zu der Person passende Aussage zu bestärken, wie z. B. : „Ich bin gut im …“ Übrigens gab es keine signifikante Verbesserung bei den Menschen mit einem guten Selbstbewusstsein, was aber vielleicht am Versuchsaufbau gelegen haben mag (der mir im Einzelnen nicht bekannt ist). Ich glaube an Affirmationen, obwohl ich es bislang noch nicht geschafft habe, mich irgendwie umzupolen, denn

der Ja-aber-Effekt steht mir einfach im Weg

Vor kurzem habe ich aber begonnen, etwas umzusetzen, was ich schon sehr lange im Sinn habe, nämlich die Klopfakupressur für Affirmationen einzusetzen. Hochsensibilität ist häufig mit Selbstwertproblemen verbunden. Die Klopfakupressur ist einfach wunderbar geeignet, Schwierigkeiten mit dem Selbstwert- und der Selbstliebe aufzulösen. Häufig ist das durchaus ein längerer Prozess, das Thema ist äußerst vielschichtig und hat viele Erscheinungsformen, die manchmal auch nicht unbedingt etwas miteinander zu tun haben scheinen. Mir selbst begegnet das Thema auch immer wieder neu.

Der Clou

ist es, nicht die positive Affirmation zu klopfen, sondern die eigenen Gefühle zu der Affirmation. Die TeilnehmerInnen der oben beschriebenen Studie könnten dann Sätze klopfen wie „Auch wenn ich nicht weiß, ob ich eine liebenswerte Person bin …“ oder „Auch wenn ich nicht glauben kann, dass ich eine liebenswerte Person bin …“ oder „Auch wenn ich mich nicht liebenswert fühle …“ oder „Auch wenn ich nicht liebenswert bin …“. Zugegebenermaßen, das ist ziemlich starker Tobak.  Wenn Sie sich nicht alleine an solche Themen trauen, unterstütze ich Sie gerne im Coaching dabei. Denn: wenn Sie es schaffen, hier etwas aufzulösen, haben Sie schon einen riesigen Schritt gemacht.

Affirmationen finden

Ich habe zwei Affirmationsbücher, in denen ich immer wieder mal herumblättere (bislang um mich eher an den schönen Sätzen zu erfreuen). 1. Das große Buch der Affirmationen, geschrieben von meiner Klopfakupressurlehrerin, Frau Dr. Susanne Marx. Es ist wunderbar übersichtlich in verschiedene Themenbereiche gegliedert, enthält außerdem einen großen Wissensteil über die Informationsverarbeitung im Gehirn etc. und lässt meines Erachtens keine Wünsche offen. 2. Heile deinen Körper, von Louise L. Hay. Der Untertitel Seelisch-geistige Gründe für körperliche Krankheit sagt schon aus, worum es geht: Louise L. Hay verbindet bestimmte Affirmationen mit bestimmten Krankheiten und liefert auch mögliche Gründe dazu (was ich immer äußerst spannend finde). So haben wir eine Möglichkeit, uns auf ganz unkonventionelle Weise mit Krankheiten oder körperlichen Problemen auseinanderzusetzen.

Wenn Sie lernen wollen, wie man klopft, können Sie hier sich für meinen kostenlosen E-Mail-Kurs anmelden, in dem Sie die Basics der Klopfakupressur lernen können.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Affirmationen gemacht? Wie immer freue ich mich, wenn Sie Ihre Erfahrungen mit uns teilen.

Herzlichst, Ihre
Monika Richrath

 

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

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Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und zwei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

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Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

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