Hochsensibilität kann einen ungeheuren Leidensdruck verursachen - und nicht nur dann, wenn man gar nichts davon weiß, dass das eigene Gehirn anders tickt - sondern auch, wenn man (aus welchem Grund auch immer) den Spagat aus äußeren Anforderungen, körperlicher Leistungsfähigkeit und inneren Ansprüchen nicht hinbekommt.  Die meisten Leser haben meine Artikel, wenn es um Themen wie Überarbeitung, Erschöpfung und Körper geht. Auch wenn dies wichtige Themen sind, mit denen hochsensible Menschen immer wieder konfrontiert werden, soll es in diesem Blog aber nicht nur  um die Schwierigkeiten gehen, die unsere Reizempfindlichkeit mit sich bringt.  Ich finde, wir können den Blick ruhig einmal abwenden von den Problemen des Alltags und uns den positiven Aspekten der Hypersensitivität zuwenden.

Mir ist in der vergangenen Woche immer wieder und ganz intensiv bewusst geworden, dass wir allen Grund haben, stolz auf uns zu sein! Ich finde, wir hochsensiblen Menschen sind das Salz der Erde, wir sind diejenigen, die die Welt zusammenhalten, diejenigen, die versuchen, diese Welt zu einem besseren Ort zu machen, an dem es allen gut oder besser gehen kann! Wir sind die Pflegekraft, der daran liegt, dass alte Menschen Zuspruch und Ansprache erhalten. Wir sind die Forscher, die unermüdlich versuchen, zu verstehen, wie die Einzelheiten dieser Welt funktionieren, wir sind der Lehrer, der Begeisterung und Wissen vermitteln möchte, wir sind die Polizistin, die anderen Menschen helfen will, wir sind der Streetworker, der sich um Drogenabhängige kümmert. Besonders häufig sind wir als Coach und Trainer anzutreffen - weil wir wissen wie schön es ist, andere auf ihrem Weg zu zu unterstützen. Wir sind der Maler, dessen Bilder uns tief berühren, wir sind die Kindergärtnerin, die dazu beitragen will, dass die Kleinsten in der Gesellschaft einen guten Start ins Leben bekommen, wir sind die Musikerin, deren Lieder unseren Alltag begleiten (ach, was wären wir ohne Musik?), wir sind der Koch, dessen Kochkünste unsere Sinne verwöhnen, wir sind der Schriftsteller, dessen Geschichten uns bezaubern, wir sind die Sterbebegleiterin, der Regisseur, die Pastorin,  kurzum: wir sind einfach überall. Uns trägt ein unverbrüchliches Interesse an anderen Menschen - meistens jedenfalls.

Wir sind die Idealisten, diejenigen, denen die anderen nicht egal sind, die häufig die Ärmel hochkrempeln und auch ohne Bezahlung bereit sind sich zu engagieren. Einfach so. Weil es für uns selbst wichtig ist. Dass es uns häufig nicht gelingt, dieses Interesse in einer Art und Weise umzusetzen, die nicht nur für andere, sondern auch für uns gut ist, steht auf einem anderen Blatt …

Natürlich müssen wir gar nicht darüber diskutieren, dass diese Leistung gesellschaftlich gesehen kaum gewürdigt wird. Fürs erste ist es völlig ausreichend, wenn Sie sie würdigen. Stellen Sie sich einfach mal eine Gesellschaft ohne diesen menschlichen Faktor vor. George Orwell lässt grüßen! Oder überlegen Sie einmal, wie das Leben anderer Menschen aussehen würde, wenn Sie nicht täglich dazu beitragen würden, die Welt zu einem besseren Ort zu machen? Ich bin gespannt, zu welchen Schlüssen Sie kommen und freue mich über Ihre Kommentare!

Herzlichst, Ihre

Monika Richrath

 

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Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und zwei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als EFT-Coach und Trainerin und bin die Autorin dieses Blogs.

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