3 Techniken, die mit dem Gesicht arbeiten

Von Monika Richrath

„Nach dem dritten Burnout und div.  sog. „Autoimmunkrankheiten“ (chronische Herpesinfektion, Fibromayalgie, Hashimoto, Nebennierenschwäche, HPU) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.  

Mehr über meine veröffentlichten Bücher erfahren Sie hier

21. Juni 2020

Wenn Sie merken, dass Sie beim Lesen dieses Artikels in Stress geraten, klopfen Sie doch einfach beim Lesen Ihre Handkante, wie auf dem Foto gezeigt.

Sie wollen mehr wissen über das Klopfen und seine Wirkung? Möchten Sie Stress, Erschöpfung und Schwierigkeiten mit der Hochsensibilität bzw. Hochsensitivität auflösen? Lernen Sie kostenlos die Basics der Klopfakupressur.

Schon lange wollte ich Ihnen hier einmal diverse Techniken vorstellen, die alle mit dem Gesicht arbeiten, um eine ganzheitliche Entspannung zu erreichen und Stress zu reduzieren. Bestimmt gibt es davon noch sehr viel mehr, aber ich kenne (bislang) nur diese drei. Das interessante daran ist, dass alle drei Techniken vollkommen verschiedene Ansätze haben, obwohl sie alle mit den im Gesicht befindlichen Meridianpunkten arbeiten. Auf dem Bild oben können Sie gut sehen, dass es auf dem Kopf jede Menge Meridianpunkte gibt.

Die 12 Übungen der VinaMa®

Die VinaMa® begleitet mich schon sehr, sehr lange. Alleine, wie ich zu ihr gekommen bin, ist schon bemerkenswert. Ich hatte nämlich so ein Bedürfnis nach grüner Farbe in meiner Wohnung. Ich habe mir sogar einen grünen Sitzsack gekauft. Einmal bin ich mit einer Freundin zu einer Esoterikmesse nach Bergisch Gladbach gefahren, um mir dort an einem Stand von einer blinden Frau die Aura lesen zu lassen. Diese Frau sagte zu mir, ich müsse in den Wald gehen, dort würde ich erwartet – und sie brachte mich anschließend an einen anderen Stand auf der Messe, nämlich den Stand von Frau Nguyên Thi Thiêt, in die Bonn seit 2002 das Institut für ganzheitliche VinaMa® leitet. Ich habe mir den Stand angesehen, nichts gekauft, aber ich habe mir den Vortrag von Frau Thiêt angehört, bei dem sie eine der 12 Übungen für die Selbstanwendung vorstellte. Welche weiß ich nicht mehr.

Bei diesen Übungen geht es darum, ganz einfache Dinge mit dem Gesicht, bzw. bestimmten Gesichtsbereichen anzustellen, z. B. die warmen Hände auf die Augen zu legen, den Mund, die Nase oder Stirn zu reiben usw. Und dann wird jeweils hinterher gespürt, was im Körper passiert. Darum finde ich diese Technik für hochsensible und hochsensitive Menschen wunderschön:

Hier sollen wir wahrnehmen,

ganz wertfrei. Bei mir hat das damals bewirkt, dass sich dadurch mein Verhältnis zu meiner Hochsensibilität verändert hat. Damals war ich eher noch im „Leidensmodus“ und fand die intensive Wahrnehmung häufig sehr anstrengend. Jetzt ging es darum, einfach nur zu gucken, was kommt, sehr angenehm. Bei dem Vortrag hatte ich übrigens das Gefühl,

in meiner Brust öffnet sich eine wunderschöne Blume.

Natürlich bin ich hinterher sofort zu dem Stand gegangen und habe mir eine Anleitung für die 12 Übungen besorgt. 

Sicherlich kennen Sie die ein oder andere Übung schon aus Ihrem Alltag oder aus anderen Zusammenhängen. Ich kann Ihnen jedoch versichern, dass durch das Nachspüren etwas sehr Einmaliges entsteht. Darüber hinaus hat jede Übung eine ganz besondere wahrnehmbare Wirkung und wirkt darüber hinaus auch auf andere Organe bzw. unterstütz diese.

Diese Übungen habe ich einen Monat lang täglich durchgeführt. Und dann entstand in meinem Inneren ein Bild von einem Häuschen am Waldrand. Später habe ich dann übrigens eine Wohnung in der Nähe des Waldes gefunden, die fast wie ein Häuschen war … Auf die Übungen greife ich dann und wann immer wieder gerne zurück. 

VinaMa® wurde von 

Prof. Dr. Bùi Quôc Châu

entwickelt, der von 1977–1983 in einem vitnamesischen Drogenentwöhnungszentrum arbeitete – als Akupunkteur. Aus der traditionellen vitnamesischen Volksheilkunde und verschiedenen östlichen Philosophien wie dem Buddhismus, Taoismus, I Ging etc. entwickelte Prof. Dr. Bùi Quôc Châu eine theoretische Grundlage für die „vitnamesische Gesichtsreflexzonen-Massage“, die auch unter vielen anderen Namen bekannt ist. Ab 1986 setzte Prof. Dr. Bùi Quôc Châu keine Akupunkturnadeln mehr ein, sondern entwickelte eigene, „nicht verletzende“ Instrumente. Für die Entwicklung seiner Heilmethode wurde Prof. Dr. Bùi Quôc Châu mit internationalen Preisen und Würdigungen ausgezeichnet,  z. B. hat ihm die Universität für Alternative Medizin in Sri Lanka den Titel „Star of Asia“ verliehen und bei einem Weltkongress für Natürliche Medizin erhielt er die Auszeichnung „Word Famous Doctor“.

Die Instrumente kann man leider nur im Rahmen von Seminaren oder auf Messen kaufen. Sonst hätte ich mir das eine oder andere schon angeschafft … Ich lege Ihnen jedenfalls diese Übungen wärmstens ans Herz.

Die zweite Technik beruht auf Weiterentwicklungen der Methode von Prof. Dr. Bùi Quôc Châu.

Nhuan Le Quang

kam selbst in den Genuss dieser Methode (damals noch mit Nadeln) und verzeichnete große Erfolge mit seinem Asthma. 1986 ging er nach Frankreich und intensivierte dort seine Untersuchungen über die Technik. Er entwickelte dann einen eigenen Ansatz, ohne Nadeln, statt dessen wird beim

Dien Cham

entweder der Finger verwendet oder das abgerundete Ende eines Kugelschreibers um bestimmte Punkte damit zu drücken. 

Ich  kam zu dieser Technik, weil meine Klopflehrerin mir eines Tages das Buch „Die Kunst der fernöstlichen Gesichtsmassage gezeigt“ hat, was mich sofort so fasziniert hat, dass ich mir das Buch aus besorgt habe. An dieser Technik begeistert mich, dass sie wirklich sehr gesundheitsorientiert ist, man kann damit zwar auch vorbeugend täglich eine bestimmte Punktefolge bearbeiten, ich nutze sie aber als Notfallapotheke. Ich fahre niemals länger weg, ohne das Buch mitzunehmen. 

Es geht im Prinzip darum, bei bestimmten Problemen( z. B. Atemnot, Erschöpfung, Kopfschmerzen, Kräftigung, Schlaflosigkeit etc.) bestimmte Punkteabfolgen zu drücken oder streicheln, oder massieren. Natürlich muss man sich ein bisschen in die Materie einarbeiten und sich die Punkte merken. Am sinnvollsten ist es, wenn man mit einem Spiegel arbeitet, dann kann man die Punkte besser finden.

Hier kann man allerdings richtig auch mal was falsch machen,

es hat z. B. eine Bedeutung, ob man von oben nach unten streicht oder unten nach oben, es gibt Punkte, die kontraproduktiv sind bei niedrigem Blutdruck und andere treiben den Blutdruck nach oben … In dem meines Erachtens nach recht umfangreichen Inhaltsverzeichnis finden sich aber tolle Problemstellungen, die ich woanders so noch nicht gefunden habe: zum Beispiel Kopfschmerzen durch schlechte Verdauung (wenn die Leber streikt) kenne ich recht gut. Und da fällt mir doch ein, dass ich Dien Cham wirklich einmal richtig lernen wollte. Mittlerweile ist das gar nicht mehr so schwierig. Da gibt es allerhand Möglichkeiten im Netz …Und beim Durchblättern finde ich gleich einige „Probleme“, die ich jetzt mal wieder angehen will. Das dauert nur Sekunden.

Ein klitzekleines bisschen mehr Zeit müssen Sie schon investieren bei der

Klopfakupressur.

Aber auch nur minimal. Bei der Klopfakupressur sagt man einen stressauslösenden Satz und klopft dabei bestimmte Punkte auf dem Körper. Hauptsächlich im Gesicht, aber, nicht nur. Das ganze dauert in etwa 2 Minuten in der minimalistischen Variante, die ich bevorzuge. Sie können aber auch 20 Minuten klopfen, wenn Sie geübter sind und soviel klopfen möchten.

Beim Klopfen werden Punkte benutzt, die besonders viele Rezeptoren haben und intensiv verknüpft sind mit den Gehirnarealen, die an psychischen Verarbeitungsprozessen beteiligt sind. Konkret werden neurochemische Verbindungen freigesetzt, die Schmerz reduzieren, Angst verringern, das autonome Nervensystem regulieren und insgesamt beruhigend auf den Körper und die Psyche wirken. Dabei handelt es sich immer um die gleichen Punkte, das hat man sehr schnell raus.

Man kann die Klopfakupressur für nahezu alle Bereiche anwenden, egal ob es sich um ein körperliches Problem handelt oder ein emotionales, egal ob man eine Blockade abbauen oder seine Ziele besser erreichen will.

Ich schätze an der Klopfakupressur besonders die thematische Arbeit und bin hier schon mittendrin in meiner Arbeit mit hochsensiblen Menschen, die ich mit der Klopfakupressur darin unterstütze, mehr Lebensqualität und Selbstbestimmung zu erreichen.

Die Klopfakupressur ist eine Weiterentwicklung der Gedankenfeldtherapie (TFT) des Psychologen Roger Callahan und wurde als EFT (Emotional Freedom Techniques) von Gary Craig entwickelt. Die Mitglieder des Verbandes für Klopfakupressur im deutschsprachigen Raum haben sich jedoch darauf verständigt, den Begriff Klopfakupressur zu verwenden.

Wenn Sie neugierig geworden sind, lade ich Sie gerne ein, kostenlos an meinem online-Kurs teilzunehmen, bei dem Sie die Basics der Klopfakupressur lernen können. 

Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare. Kennen Sie noch andere Techniken, die mit dem Gesicht arbeiten?

Von Herzen, Ihre

Monika Richrath

Bild von Acupuncture Box auf Pixabay 

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