5 Tipps zur Unterstützung Ihrer Nebennieren

Von Monika Richrath

„Nach dem dritten Burnout und div. Autoimmunkrankheiten (chronische Herpesinfektion, Fibromayalgie, Hashimoto, Nebennierenschwäche, HPU) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.“

18. Februar 2018

 

 

5 TIPPS ZUR UNTERSTÜTZUNG IHRER NEBENNIEREN

Mein Artikel über Nebennierenschwäche ist nach der Anleitung für die Rauhnächte der meistgelesenste Artikel auf diesem Blog. Ich vermute, dass Nebennierenschwäche ein Problem ist, mit dem viele hochsensible Menschen zu kämpfen haben. Es ist ja auch nur logisch, (wenn man bedenkt, dass Hochsensibilität grundsätzlich mit einer größeren (Stress)Empfindlichkeit einhergeht), dass irgendwann auf Körperebene eine größere biologische Konsequenz erfolgt, wenn der Stress nicht abgewendet oder abgebaut wird.

Bei Nebennierenschwäche gibt es einige Dos und Don’ts, mit denen Sie Ihren Körper unterstützen oder schädigen können. Daher habe ich hier einmal eine winzige Liste erstellt mit Dingen, die Ihrem Körper zugute kommen, wenn Sie an einer Nebennierenschwäche leiden - denn natürlich gibt es darüber hinaus noch jede Menge anderer Dinge, die Sie tun können.

1. Meiden Sie  stimulierende Getränke

Dazu gehören Kaffee und schwarzen Tee. Kaffee und schwarzer Tee enthalten die Substanz Theobromin, die  die Nebennieren belastet. Daher ist koffeeinfreier Kaffee auch keine Alternative. Kaffee ist auch deswegen schädlich für den Körper, weil er geröstet und gemahlen wird. Die Öle im Kaffee werden nach dem Mahlen schnell ranzig, was für dem Organismus nicht gut tut. Manche Menschen (z. B. ich selbst) reagieren empfindlich auf ranzige Fette und fühlen sich nach dem Verzehr unwohl. (Ich habe es übrigens auch schon mit Lupinenkaffee probiert, der überhaupt kein Koffein enthält, aber für mich sehr wie Kaffee schmeckt und kurioserweise auch die gleiche Wirkung auf mich hat wie Kaffee - ich schreibe es der Tatsache zu, dass Lupinenkaffee ebenfalls geröstet wird.)

Hochsensible Menschen sollten besser keinen Kaffee trinkenAber zurück zu echtem Kaffee: Kaffee spiegelt  Ihrem Körper eine künstliche Stress-Situation vor, die ihn dazu veranlasst, Blutdruck und Herzfrequenz zu steigern und über die Nebennieren Adrenalin und Noradrenalin auszuschütten. Auch der Serotoninspiegel wird dabei gesenkt, das ist so ziemlich das letzte, was Sie brauchen, wenn Sie unter Nebennierenschwäche leiden. In dem Artikel „Kleiner Schub fürs Gehirn“ können Sie mehr nachlesen zum Thema Kaffee.

Was  Sie tun können, wenn Sie nicht auf Kaffee verzichten wollen:

  • Kaffee nur mit Sahne trinken
  • etwas Nahrhaftes dazu essen
  • 2 x nippen und den Rest stehen lassen
  • Mehrere Dosen Chamomilla D12 nehmen

2. Meiden Sie Kakao

Schokolade enthält ebenfalls Koffeein und Theobromin und sollte ebenfalls gemieden werden, auch in flüssiger Form als heiße Schokolade. Die Kombination von Koffeein und Zucker ist für die bereits überbeanspruchten Nebennieren alles andere als prickelnd.

Wenn Sie süchtig nach Schokolade sind:

  • probieren Sie, ob Sie besser ohne zurecht kommen, wenn Sie täglich Magnesium zu sich nehmen.
  • Verwenden Sie Carob

 

Zucker und Weißmehlprodukte sind auch nicht förderlich bei Nebennierenschwäche3. Meiden Sie Weißmehlprodukte und Zucker

Diesen fehlen in der Regel die von uns dringend benötigten Nährstoffe und können Süchte auslösen. Da Menschen mit Nebennierenschwäche häufig einen niedrigen Blutzuckerspiegel haben, greifen sie gerne zu allem, was den Blutzuckerspiegel schnell in die Höhe treibt, was kurzfristig zwar hilft, aber nur um dann umso schneller wieder abzufallen … Viel sinnvoller sind also vollwertige Lebensmittel, z. B. Vollkorngetreide, wie Vollkornreis, Buchweizen, Haferflocken, Quinoa, Amaranth und natürlich auch Vollkornweizen, wenn Sie ihn essen. Unraffiniertes Getreide wird vom Körper viel langsamer verarbeitet, Nährstoffe und Energie werden daher auch viel langsamer aufgenommen. Lt. Dr. Wilson scheinen Menschen mit Nebennierenschwäche Getreide morgens weniger gut zu vertragen, experimentieren Sie hier am besten selbst. (Da die meisten erhältlichen Müslimischungen viel Zucker enthalten  sind sie ohnehin weniger gut geeignet.)

Auch bei glutenfreier Ernährung gibt es Alternativen. Ich selbst habe sehr gute Erfahrungen gemacht mit einem Brei aus glutenfreien Haferflocken, die ich vorher in der Kaffeemühle püriere und dann mit einer Prise Salz und einer Prise Vanille in warme Pflanzenmilch einrühre. Heute kann man auf so viele neue Möglichkeiten zugreifen - ich habe gerade meine erste Packung Braunhirsemehl gekauft und freue mich schon aufs Ausprobieren.

Bei Nebennierenschwäche sollte man in Ruhe essen4. Essen Sie in aller Ruhe

Essen Sie an einem ruhigen Ort, der Ihnen angenehm ist. Setzen Sie sich zum Essen hin, lesen Sie nicht, arbeiten Sie nicht, sehen Sie nicht fern. Atmen Sie dreimal tief ein und aus und halten Sie zwischendrin die Luft an, um sich zu entspannen. Der Körper kann die Nährstoffe aus der Nahrung viel besser verwerten, wenn er entspannt ist. Schlingen Sie das Essen nicht herunter, sondern kauen Sie. Jeden Bissen am besten dreißigmal. Zum einen ist das Kauen an sich entspannend, zum anderen unterstützen die im Speichel enthaltenen Enzyme die Verdauung. Und je besser und je länger Sie kauen, umso besser kann die Nahrung verwertet werden. Eine in Ruhe genossene Mahlzeit ist belebend und einfach nur gut für uns.

5. Gehen Sie zeitig zu Bett

Sie tun Ihren Nebennieren etwas Gutes, wenn Sie gegen 22 Uhr, spätestens 22:30 Uhr im Bett liegen, so dass Sie vor 23:00 Uhr schlafen. Tun Sie das nicht, könnte es passieren, dass Sie noch einmal ein Energiehoch bekommen, das Sie bis 1:00 oder 2.00 Uhr trägt. Denn Schlaf ist für die Erholung der Nebennieren äußerst wichtig. Dr. James Wilson, Autor des Buches „Vollkommenen erschöpft“ rät sogar dazu, zu versuchen, morgens zwischen 7:00 und 9:00 Uhr zu schlafen. Ich habe es schon gelegentlich ausprobiert und kann sagen, ja, es stimmt, wenn ich in dieser Zeit noch richtig schlafen kann, bin ich erholter. Meist bin ich aber leider deutlich früher wach.

Jetzt wäre es natürlich sehr spannend zu wissen, was sich bei Ihnen alleine durch das Befolgen dieser 5 Tipps verändert hat. Ich erwarte gespannt Ihre Kommentare!

Herzlichst, Ihre

Monika Richrath

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

In meinem kostenlosen E-Mail Kurs lernen Sie, wie Sie besser mit Stress, Überforderung und Erschöpfung aus der Hochsensibilität umgehen können

Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und drei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto, Nebennierenschwäche) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als EFT-Coach und Trainerin und bin die Autorin dieses Blogs.

Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

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8 Kommentare

  1. Sehr interessant …
    In den letzten Monaten (und insb. in den letzten Wochen seit meiner Intensivheilungsphase bzgl. Psychotraumata) bin ich automatisch zu den Verhaltensweisen, die in den Tipps genannt werden, tendiert:
    Schwarztee- oder Kaffeetrinker war ich sowieso nie, aber Alkohol (den ich i.d.R. auch nicht übermäßig und oft konsumiert habe) trinke ich kaum mehr bis gar nicht, gleiches gilt für Cannabis (und vor allem den zur dessen besseren Abbrennbarkeit obligatorisch genutzten Tabak -> Nikotin). Solche Stimulanzien hatten schon immer eine sehr starke Wirkung auf mich gehabt, doch mittlerweile ist es zu stark, sodass ich ’ne Aversion dagegen entwickelte, und/oder ich habe einfach kein Verlangen mehr danach … Kakaotrinker war ich auch nie, obwohl er mir eigentlich ganz gut schmeckt. Auf Schokolade habe ich schon seit längerem so gut wie keine Lust mehr, Zuckerkonsum reduzierte ich in letzter Zeit und ersetzte ihn teilweise durch Xylit. Beim Weißmehlproduktkonsum ist’s ähnlich wie beim Zuckerkonsum. Ich habe gemerkt, dass er eben, wie im Blogartikel beschrieben, nicht ausgleichend-nährend wirkt, wenn er ’ne gewisse Dosis überschreitet. Ich bin genauso zu ’nem Porridge als Frühstück übergegangen, statt Vanille: Zimt, statt Milch: Wasser, Kokosmilch/Sahne/Schmand o.ä. und Xylit, dazu Obst, Nüsse und Kerne. Ebenso möglichst Ruhe und – wenn möglich – Entspannung beim Essen. Mit den Schlafenszeiten ist’s bei mir auch ähnlich (ich gehe früher ins Bett als ich’s lange Zeit vorher tat). Allerdings glaube ich, dass es hier auch einfach verschiedene Schlaftypen gibt, sodass man so allgemeingültig sein sollende konkrete Schlafenszeitempfehlungen nicht so einfach geben kann. Christiano Ronaldo bspw. soll ja ganz gut damit fahren – ähh: Fußball spielen -, 4 x 2 Stunden täglich zu schlafen, was er sich antrainiert hat, um kein Nachmittagstief zu haben, weil nachmittags ja oft Fußballspiele stattfinden.
    Aber ich glaube, da ist bei mir noch „Platz nach oben“, was die Entwicklung in diesen Bereichen anbelangt. Doch ich werde weiterhin auf mein Gefühl zu achten versuchen und mich nicht zu einer etwaigen „Optimierung“ zwingen (da entstünde ja wieder Leistungsstress etc.).

    Antworten
  2. Sie berichten u.a. von den Röststoffen die beim Rösten des Kaffees entstehen. Sie schreiben auch, das Getreidekaffees wie Lupinenkaffee ebenfalls nicht so empfehlenswert seien. Da muss ich widersprechen. Zum Bsp. die Fa. Naturata röstet ihre Getreidekaffees sehr sehr schonend und nicht so wie es beim Kaffee der Fall ist. Aber ich teile alles andere, was sie über Koffein berichtet haben.

    Ich hatte schon nach einer kleinen Tasse mehr oder weniger starke Unruhezustände. und nach Absetzen des Kaffees war ich den ganzen Tag über gleichmäßig ruhig und gelassen. Die ganze Gesellschaft kommt ohne Kaffee kaum noch aus. Statt das seinem Körper das zu geben, was er wirklich braucht, trinkt man über Jahre Kaffee weiter bis man chronisch erkrankt. In jungen Jahren steckt der Körper das noch weg aber irgendwann ist er ausgezerrt und die Nebennieren werden immer mehr geschwächt.

    Aber den meisten Menschen ist das alles egal. Sie wollen nichts davon wissen, wie man sich wirklich gesund ernährt. Jeder ist für seinen Körper selbst verantwortlich und man sollte sehr genau darauf achten, was man in seinen Körper hineinschüttet. Der Mensch ist doch kein Mülleimer, und wenn er überfordert ist, dann bleibt das Gift im Körper und die folge ist, chronische Krankheiten ohne Genesung.

    Antworten
    • Vielen Dank, liebe Lisa. Ich spreche meistens von meinen eigenen Erfahrungen, und für mich macht es leider auch keinen Unterschied, ob es schonend geröstet ist. Ob man das verträgt oder nicht, ist sicherlich individuell verschieden. Herzliche Grüße, Monika Richrath

      Antworten
  3. Liebe Frau Richrath. Es ist richtig, was sie über Röststoffe sagen. Nur ist der Naturata um einiges schwächer und nicht so säurelastig, wie Kaffee. Ich trinke ihn nur ab und zu als Abwechslung. Und, ich denke, alles in Maßen ist in Ordnung.

    Antworten
  4. Sehr interessant u da ich dies schon über Jahre verfolge, wundere ich mich schon, das sich mein Zustand eher verschlechtert hat. Komme Abends nicht zur Ruhe, wenn ich eingeschlafen bin, werde ich ca, 2:00 Morgens wach. Oft auch wegen Hunger, obwohl ich mich am Abend satt esse. Arbeitsbedingungen 16:30Uhr, bin dann 21:00 zu Hause u esse etwas Leichtes. Mal schlafe ich durch, mal nicht u ich habe 7 kg zu genommen. Haben sie dafür einige Tips.

    Antworten
    • Auf Kaffee reagiere ich auch mit Unruhe und Nervosität, fast mit zitterigen Bewegungen. Leider bin ich süchtig nach Bitterschokolade/Kakao und komme davon auch noch nicht los. Das liegt zum Teil auch daran, dass ich mir sicher bin keinen Blähbauch im Alltag zu bekommen wenn ich 90%ige Schokolade esse. Ich bin auch kaum stressresistent, achte dabei schon auf meine Atmung in Stresssituationen im Berufs- und Sozialleben.
      Ich habe die Beobachtung gemacht, dass mir Yoga abends sehr gut tut, und Fußmassagen, eine Wärmflasche mit ins Bett nehmen. Kirschen helfen auch (kann man bio getrocknet kaufen und einweichen), enthalten viel Melatonin. Viel Bewegung an der frischen Luft… breathe baby ;-).
      Die Klopftechniken kenne ich noch nicht, bin gespannt!

      Antworten
      • Viel Vergnügen beim Klopfen, liebe Anna. Das mit der Schokolade kenne ich von früher, aber das hat sich mittlerweile auch reguliert … Liebe Grüße, Monika

        Antworten
  5. Und wieder zeigt sich, wie so vieles miteinander verwoben ist!
    Ich habe eine Histaminintoleranz und all das, was sie aufzählen gehört auch bei mir zu den NoGos, da ich sie schlicht und einfach nicht vertrage. Sprich, mein Körper hat dem Ganzen direkt schonmal einen Riegel vorgeschoben…

    Viele Grüße

    Jackie

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