Die wundersame Wirkung des Klopfens

Die wundersame Wirkung des Klopfens

Bislang habe ich Ihnen die Klopfakupressur ja immer deswegen ans Herz gelegt, weil durch das Klopfen Serotonin freigesetzt wird. Dies erscheint mir besonders förderlich finde für hochsensible Menschen, die tendenziell zuwenig Serotonin haben.

In der letzten Zeit habe mich, angeregt durch den Heal Summit, bei dem dieses Jahr auch Dawson Church mit dabei war, wieder intensiver mit den Auswirkungen der Klopfakupressur beschäftigt. Dawson Church ist ein äußerst umtriebiger Wissenschaftler, der sehr viel zu EFT geforscht hat. (Wenn Sie einmal einen umfassenden wissenschaftlichen Artikel über EFT, genauer gesagt, Klinisches EFT, lesen oder herunterladen möchten, ist hier ein Link. Der Artikel ist auf englisch.)

Es ist hier bestimmt eine gute Gelegenheit darauf hinzuweisen, dass

Klopfen sich wirksamer erwies

bei Depressionen, Ängsten und posttraumatischen Belastungsstörungen als Gesprächstherapie und Medikamente. Zu diesem Ergebnis kamen verschiedene Studien.

Zwar habe ich  in der Zwischenzeit schon einmal über einen Serotonin-Selbsttest nachgedacht. Ich bin jedoch vor den Kosten mit dem ungewissen Ausgang zurückgeschreckt. Jetzt bin ich aber sehr froh, dass ich diesen Weg nicht weiter verfolgt habe.

Denn fühle ich mich geradezu ein wenig albern mit all den neuen Informationen, die ich bekommen habe. Das ist nämlich so,

als hätte ich Ihnen einen Cent angeboten statt Tausend Euro.

Die Klopfakupressur ist gesund

Die Auswirkungen der Klopfakupressur gehen weit über die bisher angenommene Regulierung des Autonomen Nervensystems und der Stress-Antwort hinaus. Ich freue mich sehr darüber,  diese köstlichen Informationen an Sie weiterzureichen!

Es wurde sehr viel geforscht in den vergangen Jahren. Eine Studie sticht aber besonders hervor, nämlich die Studie Differential Gene Expression after Emotion Freedom Techniques (EFT) Treatment: A Novel Pilot Protocol for Salivary mRNA Assessment. Sie wurde 2016 in der Zeitschrift Energy Psychology veröffentlicht.

In dieser Studie hat sich gezeigt, dass das Klopfen sich auf den ganzen Körper auswirkt und einfach rundherum gesund ist. Eine Stunde Klopfen reicht aus,  um 72 Gene im Körper heraufzuregulieren, die mit der Gesundheit des Körpers zu tun haben.

Hier also die wundersamen Auswirkungen des Klopfens:

  • Das Autonome Nervensystem wird insgesamt reguliert.
  • Stresshormone werden reduziert, z. B. Adrenalin (was auch für alle, die sich mit der Medialen Medizin* beschäftigen ziemlich interessant ist, da sich der Eppstein-Barr-Virus u. a. auch von Adrenalin ernährt).
  • Der Kortisolspiegel wird gesenkt.
  • Neurotransmitter wie Serotonin und Dopamin werden reguliert.
  • Zellregenerationshormone wie DHEA und Oxytocin steigen an.
  • Die Gehirnwellen verändern sich und mit ihnen auch das Zellmilieu.
  • Die Genexpression verändert sich, z. B. werden Gene, die das Entstehen von Brustkrebs, Prostatakrebs, Schilddrüsenkrebs und Darmkrebs fördern, unterdrückt.
  • Die DNA wird repariert.
  • Telomere verlängern sich.
  • Es zirkulieren mehr Stammzellen.
  • Haut-, Knochen-, Knorpel- und Muskelzellen werden repariert.
  • Mehr Hormone für die Zellreparatur werden bereitgestellt.
  • Die Zellmembranen werden gestärkt.
  • Oxidativer Stress wird reduziert.
  • Das Immunsystem wird aktiviert.
  • Antivirale Aktivitäten erhöhen sich.
  • Insulin wird reguliert.
  • Entzündungen werden reguliert.
  • Es werden mehr weiße und rote Blutkörperchen produziert.
  • Bei Männern gab es eine Steigerung der Fruchtbarkeit.
  • Die weiße Masse im Gehirn erholt sich.
  • Die Verbindung zwischen den Synapsen wird verstärkt.
  • Neuronale Verbindungen im Gehirn werden ausgebaut.
  • Betaamyloidablagerungen im Gehirn wurden aufgelöst
  • und das Gedächtnis und Lernen verbessern sich.

Ich finde diese Liste atemberaubend.

Dawson Church betonte darüber hinaus, dass Immunglobulin ansteigt. Immunglobuline sind Eiweiße, die eine ganz wichtige Rolle bei der Infektabwehr spielen, indem sie in den Körper eingedrungene Fremdstoffe markieren. Diese können dann vom Körper unschädlich gemacht werden.

Von Dawson Church habe ich gelernt, dass manche Gehirnwellenfrequenzen Zellen stimulieren,

und – ganz wichtig –

durch das Klopfen werden die Gehirnwellen verändert,

z. B. steigen die Theta-Wellen an (die ihrerseits den Serotonin-Ausstoß fördern), Gamma-Wellen fördern Heilung, Alpha-Wellen regen die Kreativität an und wirken sich förderlich bei Depressionen aus, usw.

Übrigens wurden die Teilnehmer an der o. e. Studie ein Jahr später noch einmal getestet. Bei der Hälfte der Teilnehmer hielt die Wirkung immer noch an. Alles durch eine Stunde Klopfen.

Wenn das keine Motivation für Sie sein könnte, mit dem Klopfen anzufangen, dann weiß ich es auch nicht …

Probieren Sie es doch am besten selbst aus mit einem meiner kostenfreien Angebote.

 

Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen beim Ausprobieren.

Von Herzen, Ihre

Monika Richrath

Bild von Gerd Altmann von Pixabay 

 

Die Angst vor dem Leben

Die Angst vor dem Leben

Eigentlich wollte ich so wenig wie möglich über Corona schreiben. Ich habe versucht, mich mit der allgemeinen Lage zu arrangieren und entspannt zu bleiben. Im Großen und Ganzen ist mir das auch ganz gut gelungen. Meine Angst hält sich in Grenzen. Aber das Jahr hat natürlich auch an mir gezerrt. Und während ich dies schreibe, steht schon wieder ein neuer Lockdown bevor. Aber es hat mich irgendwie gedrängt, diesen Artikel zu schreiben, denn es geht dabei auch um Aspekte, die Hochsensibilität berühren.

Ich weiß nicht, wie es bei Ihnen aussieht, aber bei mir ist es so, dass sich Corona-bedingt mein soziales

Umfeld auf eine so krasse Art und Weise verändert

hat, wie ich es mir nie hätte vorstellen können.  Und das hat im Wesentlichen damit zu tun, wie Menschen Corona begegnen. Es ist ziemlich interessant, welche neuen Seiten an anderen Menschen sich durch die Pandemie offenbaren. Ganz unerwartet tun sich Abgründe auf. Menschen, von denen ich mir so etwas nie hätte vorstellen können, reagieren für meine Begriffe seltsam oder ziehen sich zurück.

Letzten Endes läuft es darauf hinaus, dass sich mein Freundeskreis vollkommen neu ausrichtet und jetzt zweigeteilt ist: einen kleinen Teil, der

keine Angst hat, andere Menschen zu treffen

und ein sehr großer Teil, der sich abschottet und niemanden treffen will (manche meiner Freundinnen habe ich tatsächlich seit über einem Jahr nicht mehr gesehen) aus Furcht, sich anzustecken.

Natürlich komme ich auch immer wieder in Situationen, wo diese Angst in mir lebendig wird (z. B. im Waschsalon, oder im Supermarkt, ganz zu schweigen von der winzigen Poststelle) aber im Großen und Ganzen konnte ich bislang halbwegs gelassen mit der Situation umgehen.

Das liegt vor allem daran, dass ich

keine Angst vor dem Tod

habe. (Womit ich Ihnen aber keinesfalls vermitteln möchte, dass ich Schutzmaßnahmen usw. für sinnlos halte.)

Zum einen glaube ich daran, dass ich den Zeitpunkt und die Art meines Todes sowieso schon festgelegt habe in der Matrix. Und ich bin bereit, ihn anzunehmen, wenn es soweit sein wird – das hoffe ich zumindest.

Zum anderen – und das ist viel, viel wichtiger: wenn ich gehen muss, werde ich es nicht bedauern müssen, denn ich habe mein Leben gelebt. Ich habe aus meinem Leben das Allerbeste herausgeholt, was mir möglich war.

Vor kurzem habe ich sogar noch einmal eine ganz wunderbare Bestätigung dafür bekommen. Im Rahmen eines Online-Kongresses wurde ich noch einmal auf  das Human Design System gestoßen, womit ich mich vor sehr, sehr langer Zeit einmal beschäftigt hatte. Bevor ich überhaupt mit meiner Selbstständigkeit begonnen habe. Jedenfalls hatte ich mir damals ein Reading geleistet. Jetzt habe ich die Unterlagen noch einmal hervorgeholt und konnte gar nicht glauben, was ich da las:

Ich bin eine 4/6. „Das sind Menschen, die andere und die Welt beobachten um herauszufinden, was wertvoll zu kommunizieren ist und andere dadurch beeinflussen“.

Das war ein Gänsehautgefühl.

Ich bin angekommen, ich habe meinen Platz gefunden. Den, der für mich bestimmt ist. Und das bedeutet letzten Endes auch, dass der Blog erstmal das Wichtigste ist, das Medium, in dem ich diese Bestimmung umsetzen kann. Ich habe meine Arbeit mit ganz neuen Augen gesehen.

Wenn Sie diesem Blog folgen, wissen Sie ja schon, dass meine Startbedingungen äußerst ungünstig waren.

Sicher, manche Dinge, die ich gerne machen wollte, werde ich wohl nie mehr tun in diesem Leben. Dinge, wie Fallschirmspringen oder einen Roman schreiben. Das ist letzten Endes aber unwichtig.

Wichtig ist, dass ich meinen Platz im Leben gefunden habe, und versuche, ihn so gut wie möglich auszufüllen. Falls ich also unerwartet „abtreten“ müsste, gäbe es keinen Grund zur Reue. Ich habe getan, was ich konnte, um mein Leben zu leben.

Und da kommen wir wieder zurück zu der Angst vor Ansteckung.

Ich glaube,

die Angst vor dem Tod ist die Angst vor dem Leben.

So viele  Menschen fürchten sich eigentlich vor dem Leben. Es ist ein Phänomen, das unter hochsensiblen Menschen ziemlich weit verbreitet ist. Aus Furcht vor Überwältigung und grundsätzlichem Stress ziehen sich viele hochsensible Menschen so weit wie möglich zurück, nehmen nur ganz am Rand am Leben teil.

Erst einmal sieht das aus wie eine ganz probate Überlebensstrategie, weil sie vor Stress und Überforderung schützt, letzten Endes ist es aber eher eine Falle, eine Grube, die man sich selbst gräbt. Denn das Bedauern darüber, sein eigenes Leben zu verpassen ist immer da.

Durch Corona bekommt das nun eine ganz neue Dimension. Denn nun gibt es noch die Bedrohung, dass das nicht gelebte Leben vielleicht aufgegeben werden muss, bevor man seinen Platz gefunden, sich ausgelebt hat. Das eigene Leben verpasst zu haben.

Beim diesjährigen Heal-Summit habe ich erfahren, dass 95 % aller Krankheiten durch Stress entstehen.

Hochsensibilität bringt fast immer ein chronisch erhöhtes Stresslevel mit sich und der entsteht vornehmlich durch unsere Beziehung zu unserer Umwelt.

Wenn es eine Sache gibt, die an Corona gut ist, dann die, dass wir jetzt die Möglichkeit haben, dadurch, dass so viele äußere Ablenkungen wegfallen, uns mit uns selbst zu beschäftigen. Ob wir nun krank sind oder nicht:

Persönlichkeitsentwicklung ist der Weg,

der letztlich von der Angst vor dem Tod wegführt. Davon bin ich jedenfalls überzeugt. Auch davon, dass es der einzige Weg ist.

Es ist natürlich vermutlich beschwerlich, man muss sich mit Dingen auseinander setzen, die man lieber vermeiden möchte. Aber die Augen zu verschließen hat einen sehr hohen Preis. Es kann unsere Gesundheit kosten, unser Wohlgefühl, Leichtigkeit, Freude oder Glück. Unser Gefühl für uns selbst, unseren Selbstwert, unsere Identität. Denn wenn wir „das Schlechte“ aussperren, sperren wir auch „das Gute“ aus. Die Angst vor den Schmerzen, die wir erleiden könnten, wenn wir gewisse Dinge fühlen, ist häufiger viel größer als das ursprüngliche Gefühl.

Herauszufinden, wer man eigentlich ist, was man möchte und wo der eigene Platz im Gefüge der Welt ist (und JEDE*R hat einen ganz eigenen Platz, den nur er/sie besetzen kann) ist demnach unglaublich befriedigend.

Einen ganz spielerischen Zugang zu Persönlichkeitsentwicklung

kann ich Ihnen mit meiner Rauhnachtsreise bieten, die vom 24. Dezember bis zum 6. Januar stattfindet. In den Rauhnächten hat jeder Tag ein besonderes Thema, mit dem man sich beschäftigen kann. Auf meiner Klopfreise bekommen Sie jeden Tag kleine Impulse zum jeweiligen Tagesthema, können sich Gedanken über das vergangene Jahr machen und sich ausrichten auf das kommende. Und natürlich ziehe ich auch für jeden Tag wieder ein neues Switchword (ein Schalt- oder Machtwort  – funktioniert viel besser als Affirmationen), das dann als Grundlage für eine Klopfrunde zum jeweiligen Tagesthema dient.

Es ist auch eine ziemlich gute Gelegenheit, das Klopfen auf andere Weise zu erleben. Die Klopfakupressur hat ja sehr viele verschiedene Anwendungsmöglichkeiten. Es ist auf jeden Fall eine andere Art des Klopfens als die, die ich Ihnen in meinem kostenlosen Klopfkurs vermittele.

Machen Sie sich auf die Reise zu sich selbst.

Die Rauhnächte sind dafür ganz wunderbar als Einstieg geeignet.

So oder so wünsche ich Ihnen schöne Feiertage und einen guten Übergang in das neue Jahr.

Bitte bleiben Sie gesund!

Von Herzen, Ihre

Monika Richrath

Bild von silviarita von Pixabay 

Wer stärker fühlt, hat mehr vom Leben

Wer stärker fühlt, hat mehr vom Leben

Ich freue mich sehr, dass ich mich heute mit Kathrin Sohst unterhalten kann, die in ihrem Interview beim Kongress von Lisa Laufer sehr wertvolle wissenschaftliche Informationen zum Thema Hochsensibilität weitergegeben hat. Heute möchten wir über ihr neues Buch “Wer stärker fühlt, hat mehr vom Leben” sprechen.

Worum geht es in dem Buch Kathrin?

Mein Buch „Wer stärker fühlt, hat mehr vom Leben“ ist ein Plädoyer für die Kraft, die in der menschlichen Sensibilität steckt, für Vielfalt und für die bewusste Beschäftigung mit Emotionen und Gefühlen. Es geht also um unsere Fähigkeit, zu verarbeiten, was wir wahrnehmen. Es geht um wissenschaftliche Fakten zum Thema Sensibilität, genauso wie um Gefühle, Selbstfürsorge und natürliche Diversität. Es ist kein klassisches Buch über Hochsensibilität, sondern spricht eine breitere Gruppe von Lesern an.

Das klingt unglaublich spannend. 

Was spricht Dich denn am meisten an?

Vor allen Dingen die wissenschaftlichen Fakten. Ich weiß ja von deinem Interview von dem Kongress von Lisa Laufer ein wenig, was dies beinhaltet. Und ich denke, mehr Fakten (wissenschaftliche Fakten) könnten – ich weiß nicht, genau, wie ich diese Gruppe nun nennen soll, können wir von einer hochsensiblen Szene sprechen?. Mir haben diese Fakten jedenfalls sehr weitergeholfen. Auch im Sinne einer Entmystifizierung von Hochsensibilität …

Da sprichst Du ein wichtiges Thema an: Lass mich kurz vorher noch ergänzen, dass es im Buch neben den wissenschaftlichen Fakten auch viele Tipps und Impulse gibt genauso wie persönliche Anekdoten von mir (es ist wohl das bisher persönlichste Buch) und meine Erfahrungen mit dem Thema Hochsensibilität aus den letzten Jahren, die ich in dem Buch quasi zu einer Essenz zum Thema verarbeitet habe. Es steckt also auch viel Reflektion drin. Und das hat auch mit Entmystifizierung zu tun. Nun schlage ich den Bogen zu Deiner Frage:

Die Wissenschaft ist lange davon ausgegangen, dass ca. 15–20 Prozent der Menschen hochsensibel sind und die anderen eben nicht. Inzwischen gibt es von den Arons, Pluess und Co. – das sind führende Wissenschaftler zum Thema – Metastudien, die mehrere Ansätze zusammenführen. Es gab nämlich verschiedene Forschungsstränge und Forscher, die zum Thema geforscht haben. Nur die Arons haben sehr früh ein populärwissenschaftliches Buch geschrieben. Und aus diesem Buch heraus hat sich in rasender Geschwindigkeit – eigentlich schneller als die Wissenschaft hinterherkommen konnte – eine Szene entwickelt. Georg Parlow und Susann Marletta-Hart haben mit ihren Büchern den Anfang gemacht und dann folgten viele, viele mehr. Auch mein erstes Buch “Zart im Nehmen”, dass es inzwischen auch als Taschenbuch bei Goldmann gibt.

Warum so viele Bücher? Warum so ein Lauffeuer? Ich erkläre mir das so: Inzwischen geht die Wissenschaft eher von einer Normalverteilung aus – d. h., dass ca. 30 Prozent weniger sensibel sind, 40 Prozent durchschnittlich sensibel und ungefähr 30 Prozent höher sensibel. Dabei sind die Grenzen fließend und auch innerhalb dieser Gruppen gibt es eine Varianz. Sensibilität ist also divers. Es geht bei hoher Sensibilität keinesfalls um eine esoterische Nische, sondern um ein handfestes Thema, dass jeden Menschen triggert.

Hohe Sensibilität bringt auch mit sich, dass ungünstige Lebensumstände schneller dafür sorgen, dass Ereignisse sich intensiver einprägen oder sogar Traumata entstehen. Ein zweiter Aspekt ist, dass wir in einer Gesellschaftsform leben, in der Leistung und eine Art “maschinisierte” Betrachtung der menschlichen Leistungsfähigkeit eine große Rolle spielen. Das ist für Menschen, die mehr wahrnehmen und einen anderen Arbeits- und Lebensrhythmus brauchen, als durchzurocken (was eigentlich für niemanden gut ist), natürlich eine dauerhaft schwierige Erfahrung. Deswegen ist das Thema aus meiner Sicht so schnell so groß geworden. Und auch deshalb, weil höher sensible Menschen von positiven Impulsen im Besonderen profitieren und sich erfahrungsgemäß auch auf den Weg machen, sich zu stärken und nach Antworten suchen. Achtsamkeitstraining zum Beispiel wirkt sich sehr positiv auf Menschen mit hoher Sensibilität aus und stärkt sie in hohem Maße.

Das ist nun eine lange Antwort, die aber ganz gut beschreibt, warum sich so viele Menschen darin erkennen und sich in einer so intensiven Art (endlich und viele gefühlt zum ersten Mal richtig) gesehen fühlen, dass sie das Thema für sich sehr hoch einstufen. Es gibt ihnen Antworten auf Fragen, die bisher offen geblieben waren. Und öffnet eine Tür, die vorher verschlossen schien. Und dennoch ist die hohe Sensibilität nur ein Teil unserer Persönlichkeit. Eine Überidentifikation mit dem Thema führt auf Dauer nicht in die richtige Richtung. Aber der AHA-Effekt ist und bleibt groß. Die Erkenntnis bringt sehr viel in Bewegung. Und das ist auch gut so – denn es geht ja darum diesen Teil unserer Persönlichkeit positiv zu integrieren, mit alten Verletzungen aufzuräumen und unser Potenzial zu entfalten – für uns selbst und für die Gemeinschaft, in der wir leben.

Mir haben diese Erkenntnisse wirklich richtig geholfen, meine Arbeit noch mal ganz neu zu betrachten und mich zu positionieren, wenn du so willst, denn meine Klienten sind all jene, die mit belastenden Lebensumständen groß geworden sind und davon gibt es so viele Menschen und so viel Leidensdruck …

Aber ich finde es sehr gut, dass jetzt auch durch diese Erkenntnisse etwas Emotionalität rausgenommen werden kann … Es gibt offenbar eine ganze Reihe hochsensibler Menschen, die sich für etwas Besseres halten – den Eindruck kann man jedenfalls in den sozialen Netzwerken bekommen …

Ja, das ging mir auch so. Und das sehe ich kritisch. Ich verstehe, wie diese Sichtweise entstehen kann und in meiner “Missionsphase” hatte ich zeitweise auch den Gedanken “irgendwie ein besserer Mensch zu sein”. Heute sehe ich das anders. Wichtig ist, dass wir Brücken bauen, das Wissen verbreiten, wie divers Menschen wirklich sein können und es positiv für uns nutzen. 

Ja genau. Und zu dem Wissen gehört ja auch, dass “die Norm” irgendwie verändert werden muss in unseren Köpfen. Weißst du, was ich meine?

Ich glaube, dass wir genau über den gleichen Aspekt sprechen. Es geht darum, dass das Wissen über die Sensibilitätsdiversität überall ankommen muss, damit das Bewusstsein dafür sich gesamtgesellschaftlich verändern kann. Deswegen braucht es neben den emotionalen Erkenntnisprozessen und Bekundungen im Netz auch eine sachliche Debatte darüber.

Für mich würde auch noch dazugehören, dass die höhersensitiven Menschen auch offensiver mit ihren Bedürfnissen umgehen und nicht einfach nur darüber jammern, dass sie nicht gesehen werden. 

Genau, hier greift der Gedanke, mit “Altlasten” aufzuräumen (was über die Erkenntnis “Hochsensibilität oft erst möglich wird) und der positiven Integration. Wir “höher Sensiblen” brauchen ein entspanntes Selbstverständnis von uns, unseren Fähigkeiten und unseren Bedürfnissen. Ich werde z. B. oft gefragt, wie man denn für sich einstehen soll. Ob man sagen soll, dass man hochsensibel ist. Davon rate ich oft ab. Für mich ist es einfach, weil ich auch beruflich für das Thema stehe. Aber in anderen Bezügen ist es oft schwierig, wenn noch gar kein Wissen und auch kein Verständnis für das Thema vorhanden ist. Da ist es besser z. B. positiv zu formulieren, welche Voraussetzungen man braucht, um sich gut konzentrieren und gute Arbeit liefern zu können, statt dem Chef zu “beichten”, dass man hochsensibel ist. Glücklicherweise findet das Thema aber immer mehr den Weg in die unterschiedlichsten Bereiche des Lebens. Das Bewusstsein für die Thematik steigt.

Und du möchtest mit deinem Buch noch mehr Bewusstsein schaffen …?

(Lachen…) Ja, da bin ich wohl eine “Getriebene” 😉 Das Wissen über Sensibilität ist für viele so ein großer Schlüssel, dass ich es einfach wichtig finde, die Fakten gut einzuordnen. Dazu gehört auch, das Thema in einen ganzheitlicheren Zusammenhang zu stellen. Wir bestehen als Menschen ja nicht nur aus unserer Fähigkeit zur Sensibilität. Aber sie bringt uns über unsere Verarbeitungsfähigkeit mit uns selbst, mit anderen und mit unserem Umfeld in Kontakt. Um diesen Dreiklang geht es ganz oft im Buch. Ich, die anderen und mein Lebensraum. Es geht um unsere Natur als Mensch. Und um die Natur um uns herum. Sensibilität ist natürlich. Wir sind so gemacht. Also sind wir auch so gewollt von der Natur.

Gibt es etwas, was du noch gerne sagen möchtest?

Ja, es gibt im Buch zwei wissenschaftliche basierte Tests (wie auch auf meiner Website als Online-Version [zumindest schon den für Erwachsene]) und viele Möglichkeiten zur Selbstreflektion. Die Feedbacks, die ich bekomme zum Buch sind sehr tiefgründig. Es ist ein Begleiter, der über das Wissen zum Thema Sensibilität noch viele weitere Informationen und Anregungen für ein bewusstes Leben enthält.

https://kathrinsohst.de/test-sensibilitaet/

Aus aktuellem Anlass möchte ich den Leser*innen noch einen Impuls für die Adventszeit mitgeben und von der Nachbarschaftsaktion „LightYourHope“ erzählen, die kurz vor dem 1. Advent im Hamburger Südosten in Wentorf ins Leben gerufen wurde. Die Vision: Am 21. Dezember um 18 Uhr zünden weltweit Menschen eine Kerze an, gehen zu ihren Nachbarn und fragen diese nach ihren Wünschen. Ein Projekt, dass Vertrauen schafft, Hoffnung schenkt und uns ermutigt, einander zuzuhören. Die Kerzen sind ein Symbol dafür, mit dem Licht der Hoffnung Angst und Sorgen in Wünsche für die Zukunft zu verwandeln. Gerade jetzt können wir gemeinsam mit vielen andere Menschen in der längsten Nacht auf der Nordhalbkugel und der kürzesten Nacht auf der Südhalbkugel ein Zeichen setzen.


Aktionsdatum: 21.12.2020 – 18 Uhr Ortszeit


Wenn auch Du willst, dass aus Angst Hoffnung, aus Einsamkeit Gemeinschaft und aus Ohnmacht Kreativität wird, sprich ab jetzt mit allen darüber, wie das möglich ist und zünde am 21. Dezember um 18:00 Uhr eine Kerze an – für Dich, für Deine Nachbarn und für die ganze Welt.
Unten findest du einenTrailer, der in gut drei Minuten zeigt, wie es geht.
Auf Facebook findest Du uns hier: https://www.facebook.com/groups/lightyourhope/
Telegramm-Gruppe: https://t.me/lightyourhopePublic
Hashtag: #lightyourhope

Vielen Dank, Kathrin.

Mit Kathrin verbinden

Sensibilitätstest für Erwachsene: https://kathrinsohst.de/test-sensibilitaet/

Website: https://kathrinsohst.de

Facebook-Seite: https://www.facebook.com/kathrin.sohst

Facebook-Gruppe: https://www.facebook.com/groups/hochsensibelhamburg

Instagram: https://www.instagram.com/kathrin.sohst/

LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/kathrin-sohst-2b401a13a/

Kathrin Sohst
Wer stärker fühlt, hat mehr vom Leben
dtv
ISBN 978-3-423-26261-3
16,90 EUR

Die eigenen Bedürfnisse besser wahrnehmen

Die eigenen Bedürfnisse besser wahrnehmen

Hier unterhalte ich mich mit Jürgen Woldt von der Do-it-Akademie, dessen Lebenslauf ich äußerst spannend finde. Außerdem geht es darum, was wir tun können, um unsere eigenen Bedürfnisse besser wahrzunehmen.

 

Lieber Jürgen,

dein Lebenslauf hat mich total beeindruckt:

mit 14 ohne Abschluss die Hauptschule verlassen, mit 29 Medizinstudent und mit 35 als Forscher mit einem eigenen Institut …

Was ist passiert zwischen 14 und 29?

Ich hab mit 14 Jahren eine Lehre gemacht als Handwerker. Ich habe Dreher gelernt als Geselle mit einem sehr guten Abschluss, praktisch eine 1 und theoretisch eine 2.

Dann hab ich das 8., 9. und 10. Schuljahr nachgeholt und über den 2. Bildungsweg Maschinenbautechnik studiert. 

Gab es denn da etwas, was die Dinge verändert hat in dieser Zeit? Ich meine, gelesen zu haben, dass du von schulischen Schwierigkeiten geschrieben hast?

Die schulischen Schwierigkeiten waren nur in der Hauptschule. Später gab es keine mehr.

Dann hatte es eher mit der Hauptschule zu tun …?

Genau, die Lehrer dort waren der Meinung, dass ich zwar

lieb, aber dumm

bin. Das ist, weil ich nicht schreiben konnte, “Legasteniker”, keine Farben sehen konnte, ich war rot grün farbenblind.

Das ist krass, das klingt nach sehr viel Stress, aber so waren Lehrer früher öfter … Danach gab es für dich aber kein Halten mehr …?

Das ist wahr, weil ich auf Menschen gestoßen bin in meiner Handwerkerausbildung, die von meinen Schwächen keine Ahnung hatten und nur gesehen habe wie außergewöhnlich gut ich mit Material umgegangen bin.

Und was hast du dann mit deinem Maschinenbautechnikstudium angefangen?

Ich habe bei einer kleinen Firma in Herne als Konstruktionsleiter für Gurtbandförderanlagen und Stahlbau gearbeitet und später ein eigenes Ingenieurbüro eröffnet. 

Und wie bist du dann zu deinem eigenen Forschungsinstitut gekommen? Das ist ja etwas vollkommen anderes, sogar eine andere Form von Materie irgendwie …

Das ist einerseits wahr, andererseits wieder nicht. Ich habe mich

für Medizin, die Funktion des Menschen interessiert,

warum der Körper so genial funktioniert. Dafür brauchte ich aber das Abitur und ein großes Latinum. So hab ich meine Arbeit aufgegeben und bin zur Tagesschule nach Essen gefahren, um dort meine Hochschulreife zu erwerben, also Abitur zu machen.  

Hattest du da schon dein eigenes Büro, ich stelle mir vor, dass es nicht einfach ist, so etwas aufzugeben?

Das ist wahr, ich hatte eigene Mitarbeiter und war auch begeistert meine Arbeit zu machen, habe aber in mir

gespürt, dass eine andere Aufgabe auf mich wartet

und ich dieser nachgehen muss.  

Weißt du noch, welches Jahr das ungefähr war?

Das war 1973.

Wow, ich glaube, damals war ja alles noch irgendwie anders, allgemein hat man sich nicht so mit Zusammenhängen von Medizin, Biologie und Menschen beschäftigt wie heute …

Ich denke, das kann sein. Aber ich denke auch: in jeder Zeit ist jedes Denken für den einzelnen möglich, wie er das, was er machen will betrachtet.  

Das ist sehr schön gesagt! Wie bist du denn dann zu deinem eigenen Forschungsinstitut gekommen? Gibt es etwas, was dich besonders gereizt hat herauszufinden, oder hat sich das nach und nach entwickelt?

Es hat sich nach und nach entwickelt, als ich Medizin studiert habe, wurde mir in der Klinik klar, dass ich viel über den Körper gelernt habe, aber nur den Körper als Maschine zu sehen. 

Ich hab dann während meines Studiums mich schon mit den salutogenetischen Aspekten mehr beschäftigt als mit der Pathogenese.  

Was bedeutet salutogenetisch?

Das bedeutet

die Ursache von Gesundheit zu finden

und nicht die Ursache von Krankheit.  

Ach so. Und was hast du zuerst gefunden (wenn ich mal so platt fragen darf?)

Ich habe 1979 ein Buch in die Hand bekommen von einem Sozialmediziner, der über Salutogenese geschrieben hat. Mir wurde hier bewusst, wie viel Einfluss wir haben können darauf, unser Leben glücklich und zufrieden leben zu können und unser Gesundheit dienen können, auch wenn wir einmal krank sind, sollte diese innere Kraft unserer Gesundheit erhalten bleiben und das ist bei den meisten Menschen heute nicht mehr der Fall.

Jeder glaubt, dass ihm andere mehr helfen können.

Das heißt, wir haben unseren Glauben in die Selbstheilungskräfte unseres Körpers verloren …?

Es ist nicht nur der Glaube daran. Wir haben ein Gefühlsempfinden für diese Fähigkeit verloren, die nicht mental zu sehen ist, sondern es ist eine Grundsubstanz im Körper die uns verloren gegangen ist, die uns dieses Körperempfinden gibt.

Meinst du so etwas, was die Chinesen Geburts-Qi nennen (also die Energie, die wir bei der Geburt mit auf die Welt bringen)? 

Das könnte man so sagen, obwohl das Chi mehr ein Ausdruck ist einer Substanz im Körper, die wir mit der Geburt mitgebrachten haben und mit dafür sorgt, dass unsere  Lebensenergie – wir können auch sagen: unseren Schwingungszustand – bestimmt.     

Ok, jetzt habe ich es verstanden 🙂

So, und du hast dich darauf spezialisiert (kann man das sagen?) …

Nicht so direkt wie es scheint. Ich habe während meines Studiums 1982 eine Präventionsanlage mit dem Namen doit Bewegungsstudio eröffnet mit 64 Kursstunden/Woche. Meine Idee war Menschen in Bewegung zu bringen, Menschen bewusst zu machen, dass Bewegung neben Atmung, Stoffwechsel und Fortpflanzung eines der bedeutendsten Kriterien des Lebens ist.  

Gleichzeitig hab ich ein Bildungszentrum gegründet um meine Ideen an andere Fachleute weiterzugeben, den Menschen in ein selbstverantwortliches Bewusstsein zu bringen für sein Leben. 

In dieser Zeit haben ich mit vielen tausend Menschen gearbeitet und hier erst die Entdeckung gemacht die ich heute präsentiere. Ich habe nach 20 Jahren mein Sportanlage abgegeben und mich nur noch darauf konzentriert, was es dem Menschen möglich macht, selbstaktiv, selbstbewusst, selbstbestimmt zu sein und ein gutes Gefühl für sich und sein Leben mit seinen Aufgaben zu bekommen. So hat sich mein Bildungszentrum nach und nach auch zu einem Forschungszentrum  für Gesundheit entwickelt (salutogenetisch gesehen).  

Und was hast du erforscht, bzw. was hast du herausgefunden, oder entdeckt?

Ich hab den Schwingungsprozess entdeckt,

über den heute viele sprechen, wenn sie über eine höhere Schwingung sprechen, die du erreichen kannst, um Situationen anders zu sehen oder um unabhängig zu sein – auch von Strahlen. Wir sprechen ja auch oft über die Liebe, die die höchste Schwingung hat. 

Es gibt eine konkrete messbare Substanz in unserem Körper, die biologische Grundausstattung genannt wird, auch von anderen Wissenschaftlern. Diese biologische Grundausstattung reduziert sich leider bei mehr als 90 % der Menschen im Laufe ihres Lebens. Meine Entdeckung ist die, dass diese wieder aufgebaut werden kann. Es ist eine physikalisch physiologische Gegebenheit, keine psychologische und auch keine primär spirituelle.   

Die biologische Grundaustattung ist ein Oszillationsprozess  im Muskelbindegewebe, das dich mit dem Kosmos verbindet. Im Yoga wird das Bindegewebe des Menschen in Verbindung mit dem Kosmos gebracht oder auch mit der göttlichen Anbindung. 

Hat das einen Namen?

Der Name meiner Forschung oder das Forschungsthema heißt: 

dynamisch oszillierende interaktive Transformation,

die ich untersuche und lehre.    

Und du hast verschiedene Produkte entwickelt, die uns dabei helfen können, die biologische Grundausstattung wieder aufzubauen …

Ja so ist es, aber ich denke man sollte verstehen, wodurch die biologische Grundausstattung wieder aufgebaut wird, um meine Produkte zu verstehen.  

Magst du das mal erklären?

Gerne, wenn du in die Natur gehst, dann entsteht ein verstärkter Schwingungsprozess in deinem Körper, was sich so ausdrückt, dass dir neue Gedanken zugeflogen kommen. Sicher hast du das schon einmal erlebt, wenn du in den Bergen bist oder am Meer. 

Platon, der Philosoph, sagt, dass die Natur ein Brief Gottes an die Menschen ist. Was wirklich geschieht ist, dass du eine Erinnerung an dich Selbst hast, die du unter Umständen verloren hast. Es kommen Ideen, was du anders machen könntest in deinem Alltag. Leider ist dies nur ein kurzes Aufflammen einer kurzen Aktivität der biologischen Grundaustattung. Es ist ein erhöhter Informationsstrom, der durch die Natur ausgelöst wird, der dein Gehirn erreicht und so eine Stück weit die Erinnerung an dich selbst möglich macht.

Wenn du nach Hause kommst aus dem Urlaub, oder auch aus der Natur, dann sind diese Gedanken nicht mehr greifbar und auch die Ideen, was dir mehr dienen könnte im Alltag nicht machbar. 

Mein Ansatz der Forschung

war: wie kann ich diesen Gedanken an dich, der Erinnerung an dich eine größere Substanz geben, so das diese für dich fühlbar bleibt.

Das erreichen wir durch den Aufbau der biologischen Grundausstattung. Alle meine Produkte haben nur ein Ziel: diese biologische Grundaustattung wieder zum wachsen zu bringen. Aus dem Grund bin ich auch in den unterschiedlichsten Zielgruppen unterwegs und unterstütze dort Menschen in ihrem Arbeits- und Aktivitätsbereich dabei, die Bedeutung ihrer Arbeit, ihres Handelns bewusst zu machen. Ich hoffe ich konnte es etwas erklären.   

Doch, ich habe es verstanden.      

Der Kern meiner Arbeit ist der

Audio-visuelle-Natur-Bewegungsfilm,

den ich entwickelt habe, mit den Namen Körperfeldcoaching Clips,  der das Ziel hat, dass der Anwender sich immer mehr selbst spürt, immer mehr fühlt, was für ihn wahr ist, immer mehr seine Bedürfnislandschaft spürt und dieser nachgehen kann und vor allem für sich die richtigen Entscheidungen zu treffen.          

Das ist ziemlich spannend für meine Leser und Leserinnen, die als hochsensible Menschen meistens ziemliche Schwierigkeiten haben, die eigenen Bedürfnisse überhaupt wahrzunehmen und auch Entscheidungen zu treffen (was ja irgendwie immer auch zusammengehört) …

Das kann ich gut verstehen, weil die Anbindung an den Körper geringer ist vermute ich mal. Ich denke, Hochsensible bekommen mehr mit als andere Menschen, aber eben zu wenig auf sich selbst bezogen.  

In der heutigen Zeit hast du einen großen Vorteil, wenn du in deinem Gefühl bist, es keine übermäßige Angst gibt,

du kannst dich frei machen von Bedrohungen

und außergewöhnlichen Belastungen jeglicher Art. Du kannst auch deine Lebensfreude aufrechterhalten, jedenfalls geht es uns so und vielen meiner Kunden, die mir das rückmelden.         

Mir gefallen die Körperfeldcoaching-Clips auch supergut. Ich war eine Zeitlang sogar richtig süchtig danach … (Hier habe ich übrigens über meine Erfahrungen damit geschrieben)

Das freut mich sehr! Bei uns zu Hause läuft der Filmclip jeden Tag einfach so nebenbei. In meiner Firma habe ich eine Liege vor einem Bildschirm, wo meine Mitarbeiter sich jederzeit drauflegen können. 

Wir genießen das, die Natur so und dann noch so wirksam zu spüren.

Aber es ist ein Trainingsfilm und kein Medikament. Es ist sinnvoll, damit wirklich länger zu arbeiten, oder diesen einfach nebenbei laufen zu lassen ohne hinschauen zu müssen.

Wir können das vergleichen mit einem Wunsch einen Marathon zu laufen. Um das zu können brauchst du mehr als nur 10 oder 20 Trainingseinheiten.   

Und du hast jetzt nochmal Angebote …

Das ist wahr! Im Moment werden Menschen in ihrer Bewegungsaktivität sehr stark eingeschränkt. Es geht wirklich nach und nach die Bewegungslust verloren. Viele sitzen zu Hause,  gehen wenig raus. 

Ich möchte mit meinem Angebot Menschen dabei unterstützen ihre

Bewegungslust auf natürliche Art zu fördern,

so wie du dich als Kind bewegt hast, auch ohne das Ziel einer Leistungsverbesserung. Bewegung ist mehr als ein funktioneller Akt, dabei geht es um mehr als eine Leistungsverbesserung, das ist nur ein Nebeneffekt, wenn du diesen magst, ist gut. Aber du kannst auch mit deinen eigenen Körperbewegungen spielen wie als Kind. 

Mein Angebot soll inspirieren sich um sich zu kümmern, dafür zu sorgen, dass es dir gut geht.   

Was ist es denn?

Ich biete im Moment die Körperfeldcoaching Clips Sport und Fitness an und zwar ist diese Onlineplattform für alle geeignet, die auch mehr über die Zusammenhänge Muskeln und Energiesystem oder Organzuordnung wissen wollen. Also wenn jemand noch mehr praktische Hintergründe erfahren möchte, der kann das hier erfahren.

Der Zugang zu deiner Plattform ist per Abonnement geregelt. Das bedeutet, dass das Abo jetzt weniger kostet?

Das ist nur teilweise richtig. Jeder kann auch die Körperfeldcoachig Clips bei uns kaufen, auch ohne Abo, das Abo haben wir nur eingeführt, damit es sich jeder leisten kann für eine kleinen Monatsbetrag und auch nicht gebunden ist, da es jederzeit kündbar ist. 

Für deine Leserinnen und Leser bieten wir an unsere Onlineplattform bis zum 20. Dezember 2020 gratis zu buchen.    

Aber ich denke, wenn jemand das ausprobieren möchte, dann ist eine kleine Investition für 4 Wochen auch o.k. ohne Risiko und Bindung.   

Natürlich. Geld für sich selbst auszugeben, für die eigene Gesundheit, ist Teil des Prozesses/Weges!

Außerdem bieten wir unser Produkt Audioheilung an, für das wir außergewöhnliche hohe Resonanz erhalten haben, sowohl an Buchungen, aber auch als Feedback.

Das Paket enthält als Versandprodukt

2 CD´s:

  • Heilung von Selbst
  • Frequenzreisen im Quantenfeld

    1 Anleitungbooklet und
    1 USB-Stick mit den jeweiligen CD´s in den Formaten mp3 und wav. Der reguläre Preis beträgt 290,- EUR.

 Im Angebot kostet es bis zum 20. Dezember 2020 nur 190,- EUR 

Und als Downloadprodukt statt 290,- sogar nur 87 EUR.

 

Vielen Dank, für das Gespräch, Jürgen!
10 belastende Kindheitserfahrungen

10 belastende Kindheitserfahrungen

Ich bin schon ziemlich lange davon überzeugt, dass Trauma, bzw. Entwicklungstrauma sich sehr massiv auf die Persönlichkeitsentwicklung und vor allen Dingen auch auf die Gesundheit auswirkt.

Unter einem Entwicklungstrauma versteht man sich wiederholende Erlebnisse als Kind, die in uns sehr viel Stress ausgelöst haben und uns quasi auf eine innere Alarmbereitschaft geprägt haben.  Häufig ist dies auch mit vielen Ängsten verbunden (die einen dann auch im Erwachsenenleben nicht wirklich loslassen). Es ist davon auszugehen, dass diese Ereignisse in uns eine innere Landschaft anlegen, die wir dann als „Hochsensibilität“ empfinden. (Also eher eigentlich Vulnerabilität und natürlich ist auch klar, dass es an der jeweiligen persönlichen Resilienz und den Umständen liegt, wie intensiv die Ausprägung dann ist.)

Im Rahmen meiner Beschäftigung mit dem Thema Trauma bin ich immer wieder auf den Begriff

ACE (Adverse Childhood Event: Belastende Kindheitserfahrung)

gestoßen. Natürlich beschäftigen sich auch Wissenschaftler mit der Frage, ob die belastenden Kindheitserfahrungen sich auf das spätere Leben auswirken. Dabei sticht besonders die CDC-Kaiser-ACE Studie vor, die 1998 im Journal of Predictive Medicine veröffentlicht wurde. Diese Studie wurde gemeinsam mit dem Center for Disease Control and Prevention und der privaten Krankenversicherung Kaiser Permanente durchgeführt. Die Studie enthält Daten von 17.421 Menschen, die in der Mehrheit weiß waren und eine akdemische Bildung erhalten hatten und über eine gute Gesundheitsversorgung verfügten. Mehr Einzelheiten über diese Studie finden Sie hier.

Diese Studie hat übrigens dazu geführt, dass viele Länder ebenfalls Studien über belastende Kindheitserfahrungen durchgeführt haben.

Graph showing how adverse childhood experiences are related to risk factors for disease, health, and social well-being. The lifespan is represented as an arrow ascending past the layers of a pyramid, beginning at Adverse Childhood Experiences and moving through Social, Emotional, and Cognitive Impairment; Adoption of Health-risk Behaviors; Disease, Disability, and Social Problems; and finally Early Death. Smaller arrows depict gaps in scientific knowledge about the links between Adverse Childhood Experiences and later risk factors. Charles Whitfield, M.D., Centers for Disease Control and Prevention

Nur kurz zu den Ergebnissen (denn eigentlich finde ich vor allem die Liste der Erfahrungen für uns interessant): mehr als zwei Drittel Studienteilnehmer*innen erlebten mindestens eine belastende Erfahrung in der Kindheit, eineR von 5  Teilnehmer*innen mindestens 3 . Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass belastende Kindheitsereignisse chronische Krankheiten begünstigen, wie schweres Übergewicht, Krebs, Herzkrankheiten, Lungenkranktheiten, Schlaganfall, Diabetes, Depression, usw.) Dazu kamen noch Verhaltensweisen, die der Gesundheit nicht zuträglich waren wie Rauchen, Alkoholmissbrauch, Substanzmittelmissbrauch usw.) Es gilt als belegt, dass ein Dosis-Wirkungs-Verhältnis zwischen den ACEs und negativen Auswirkungen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden besteht und dass dieses Risiko mit der Anzahl der ACEs steigt.

Wenn Sie sich weiter unten die Liste ansehen, dann werden Sie merken, dass es sich hierbei nicht um einmalige Vorkommen handelt, sondern eher um Zustände, die nicht punktuell, sondern vermutlich andauernd – wenn nicht sogar anhaltend über einen sehr langen Zeitraum – waren.

Ich möchte mich mit meine Liste nicht ganz sklavisch an die offizielle ACE-Liste halten, auch wenn sie im Wesentlichen übereinstimmt:

 

1. Ein oder beide Elternteile sind süchtig

Dabei muss es sich durchaus nicht nur um Alkohol handeln, es kann sich auch um Sex, Spiele, Drogen, Arbeit, Essen, Fremdgehen, Fernsehen, Putzen usw. handeln. Was man dabei im Blick haben sollte: die Sucht geht immer, immer vor. Und der nichtsüchtige Elternteil ist dabei sehr häufig vor allem auf den süchtigen Elternteil bezogen, d. h., die Kinder bleiben eher außen vor und erhalten sehr viel weniger Aufmerksamkeit, abgesehen von allen anderen Schwierigkeiten, die die Sucht eines oder mehrerer Elternteile mit sich bringt. Ich stamme selbst aus einem Alkoholikerhaushalt und werde demnächst dazu noch mehr schreiben. Auf jeden Fall gehört zur Liste der Konsequenzen das  (unangebrachte) Übernehmen von Verantwortung für die Familie, weil die Eltern selbst dazu häufig nicht in der Lage sind. Auch das Verleugnen und Verdrängen sowohl nach innen (was eigene Gefühle angeht) als auch nach außen (was die Zustände in der Familie angeht) sind ebenfalls sehr wichtige Auswirkungen auf Kinder, deren Eltern süchtig sind.

2. Verbale Angriffe

In Ihrem Zuhause gibt es keine Ruhe, die Eltern streiten sich häufig untereinander. Auch für Sie gibt es keine Liebesbeweise, nie bekommen Sie zu hören, dass Sie etwas gut gemacht haben, dass Sie geliebt werden o. ä. Statt dessen werden Sie dauernd heruntergeputzt und man lässt keine Gelegenheit aus, Ihnen zu vermitteln, dass Sie einfach nicht wichtig sind. Häufig machen Sie die Erfahrung, dass ein Geschwisterkind durchaus geliebt oder bevorzugt wird, oder dass die Eltern oder ein Elternteil sich mit Geschwisterkindern gegen Sie verbünden.

3. Emotionaler Missbrauch

Sie müssen häufig als Partnerersatz für einen Elternteil herhalten, entweder, weil der Elternteil tatsächlich nicht mehr da ist, oder weil er sich abgewandt hat und emotional überhaupt nicht mehr verfügbar ist. Sie werden als Vertraute der Mutter benutzt und in Ehegeheimnisse eingeweiht, die sie nicht wissen wollen oder auf die Seite des Vaters gezogen und dienen als Verbündete. Sie dürfen kein Kind sein.

4.Vernachlässigung

Sie haben einfach das Gefühl, nicht zu zählen, bedeutungslos zu sein.  Und das ist das schlimmste von allem. Vielleicht haben Sie schon einmal von den Experimenten mit gegorenem Reis gehört, der jeweils unterschiedlichen Behandlungen unterzogen wurde (liebevoller Zuspruch, verbale Attacken und völliges Linksliegenlassen). Die Reisproben, die einfach nicht beachtet wurden, zweigten die schlimmsten Auswirkungen. Jemand der so aufwächst, wird Schwierigkeiten haben, sich selbst wichtig zu nehmen, Selbstliebe zu entwickeln und ein erfülltes Leben zu führen. Hier gibt es durchaus Überschneidungen mit anderen Punkten, zum Beispiel mit Punkt 2.

5. Gewalt

Dies kann sowohl sexuellen Missbrauch beinhalten, als auch tatsächlich köperliche Züchtigung und Schläge. Hier geht es um Grenzverletzungen, Vertrauensverlust, körperliche Unversehrtheit, aber es spielen auch noch andere Faktoren mit hinein. Vielleicht haben wir Verantwortung dafür übernommen, für die Sicherheit andere Familienmitglieder zu sorgen (manchmal zu Lasten unserer eigenen).

6. Verlassenwerden

Dies kann alles mögliche beinhalten. Vielleicht stirbt jemand, der für Sie eine wichtige Bezugsperson war. Vielleicht verlässt ein Elternteil tatsächlich die Familie, und der andere Elternteil ist mit der Sicherung des Lebensunterhaltes beschäftigt, so dass niemand sich mehr mit Ihnen beschäftigen kann. Es kann aber auch bedeuten, dass niemand jemals Zeit für Sie hat. Viele von uns hatten Eltern, die nach dem Krieg damit beschäftigt waren, sich eine neue Existenz aufzubauen. Die Kinder liefen einfach nur so mit.

7. Frühe Bindungsabbrüche

Vielleicht wurden Sie zur Adoption freigegeben oder wuchsen als Pflegekind bei anderen als den ursprünglichen Eltern auf, vielleicht sogar in einem Heim. Aber vielleicht war es nicht einmal so etwas Dramatisches, sondern viel Alltäglicheres. Vielleicht hat Ihre Mutter unter einer Postnatalen Depression gelitten, konnte sich nicht mit Ihnen anfreunden, sich nicht auf Sie freuen, musste (vielleicht sogar wiederholt) ins Krankenhaus oder war sonstwie abwesend.

8. Geschwistertrauma

Dies kann ebenfalls viele verschiedene Dinge beinhalten. Vielleicht war ein Geschwister krank und Sie standen daher immer im Schatten dieses Geschwisterkindes.  Vielleicht haben die Eltern auch ein Kind vor Ihrer Geburt verloren und Sie haben den (niemals ausgesprochenen Auftrag) diesen Verlust wieder gut zu machen. Vielleicht wurden Sie Zeuge eines traumatischen Erlebnisses eines Geschwisterkindes, dem Sie nicht helfen konnten. Vielleicht haben Ihre Geschwister Sie gequält. Vielleicht wurde ein Geschwisterkind wie das „goldene Kind“ behandelt (hier kann es durchaus Überschneidungen mit Punkt 2 geben) und Sie wie „Aschenputtel“ behandelt, das kommt gar nicht so selten vor.

9. Armut

In Armut aufzuwachsen ist eine Erfahrung, die sehr, sehr tief prägt, vor allen Dingen unsere Glaubenssätze über uns selbst und die Welt. Meistens haben unsere Eltern ein entsprechend geprägtes Weltbild, das wir als Kinder übernehmen, weil wir es nicht besser wissen. Dies beinhaltet zum Beispiel, dass wir nicht daran glauben, dass wir alles Gute dieser Welt verdienen und es auch in der Hand haben, etwas dafür zu tun, wir haben kein Bewusstsein für das Potential, das in uns schlummert und möglicherweise fehlt uns eine Art natürlicher Mut …

10. Ein oder beide Elternteile sind psychisch krank

Das ist ebenfalls ein sehr schwieriger Punkt. Psychisch kranke Elternteile sorgen dafür, dass man die Familie nicht als sicheren Ort empfinden kann, da sich die kranke Person immer wieder auf unvorhersehbare Weise verhält, und vielleicht auch dafür sorgt, dass die eigene Wahrnehmung in Frage gestellt wird. Als Kind hat man relativ wenig Möglichkeiten, den Wahrheitsgehalt von Behauptungen Erwachsener zu prüfen, sondern übernimmt deren Ansichten ungefiltert. Das ist sowieso schon schwierig genug, wenn ein Elternteil psychisch krank ist, kann dies bedeuten, dass man selbst in seinem Ausdruck und Verhalten vollkommen gehemmt wird, weil man zur Zielscheibe der Unsicherheiten, des Spotts oder Zorns usw. des entsprechenden Elternteils wird. Auf jeden Fall

Und natürlich können auch hier wieder Verschränkungen mit anderen Punkten entstehen.

Das war ziemlich harter Tobak. Falls Sie jetzt aufgebracht sind, klopfen Sie bitte wie oben gezeigt. Ich selbst bin übrigens mit mindestens 5 der oben genannten Erfahrungen aufgewachsen.

Ich bin natürlich jetzt sehr neugierig, wie es mit Ihnen ist. Darum habe ich mal wieder eine Umfrage erstellt und bin meganeugierig, wie sie sich über die Zeit entwickeln wird.

Falls Sie Lust haben, Ihre Erfahrungen mit uns zu teilen, freue ich mich über Ihren Kommentar unter dem Artikel.

Von Herzen, Ihre

Monika Richrath

Image by Alexas_Fotos from Pixabay 

Es tanzt mich

Es tanzt mich

Gibt es eine Sache für Sie, bei der Sie sich mit Ihrem Körper richtig wohl und verbunden fühlen? Etwas, wobei Sie sich sicher fühlen?

Bei mir ist das das Tanzen.

Schon Ende letzten Jahres ist mir aufgefallen, dass ich mich beim Tanzen, also auch auf der Tanzfläche, einfach sicher fühle. Und dass ich, wenn ich dafür sorgen, dass ich mehr Tanzen kann, auch

den Sicherheitsfaktor in meinem Leben erhöhe.

Das war selbst schon vor Corona mit vielen Schwierigkeiten verbunden.  Nicht nur, weil die guten alten Diskotheken, in denen ich mir in meiner Jugend die Nächte um die Ohren geschlagen habe, verschwunden sind und Clubs erst dann aufgemacht haben, wenn ich schon im Bett lag. Und jetzt gibt diese Sonderlage. Es gibt einfach keine Parties. Das ist ja auch richtig, von wegen Ansteckungsgefähr usw. – ich würde auch auf keine Party gehen, wenn es eine gäbe. Trotzdem finde ich das  von allen schwierigen Dingen  am schwierigsten auszuhalten.

Es hatte sich auch als äußerst schwierig herausgestellt, eine Begleitung für solche Unternehmungen zu finden, weswegen ich es aufgegeben hatte, andere zu fragen und mich nur noch an mir selbst orientierte: Ob ich es heute abend schaffen würde, mit allen Widrigkeiten klar zu kommen? Meistens war ich recht entschlossen, dafür zu sorgen, dass ich diese Sache, die so gut für mich ist, bekommen kann, allen Widrigkeiten zum Trotz.

Ohnehin hätte ich dazu für die Location meiner Wahl in die nächste größere Stadt fahren müssen, was ohne Auto zwar machbar war, aber doch einer kleinen Expedition gleichkam, für die ich emotional in der richtigen Verfassung sein musste. Am Wochenende gab es immer junge betrunkene Menschen im Zug. Irgendjemand kotzte immer. Das musste man dann aushalten. Hochsensibilität lässt grüßen.

Jetzt gilt diese Stadt als Risikogebiet.

Im Laufe der Jahre habe ich auch meine musikalischen Ansprüche heruntergeschraubt. Am liebsten tanze ich zu House, Trance und Elektromusik, mit viel Rhythmus und Bässen, statt dessen läuft es manchmal auf Schlager hinaus. Ich habe gelernt mich anzupassen, mit dem auszukommen, was ich bekommen kann. Denn was zählt, ist die Bewegung.

Na ja, fast. Auf körperlicher Ebene ist für mich wichtig, dass Tanzen Stress abbaut.

Beim Tanzen schaltet sich (jedenfalls bei mir) meistens der Kopf ab, der Körper übernimmt und ich fühle mich ganz und gar mit meinem Körper verbunden. Schließlich ist Tanzen auch eine Form des Selbstausdrucks, wenn wir tanzen, stellen wir dar, wie wir die Musik erleben.

Ich tanze also bin ich

Der Kopf schaltet sich ab. Es gibt nur noch die Musik und mich. Und die pulsierende Energie der anderen Menschen um mich herum, die mir auf magische Weise auch Energie verleiht (die dann noch Tagelang anhalten kann). Ich persönlich kenne

keine bessere Möglichkeit in Gegenwärtigkeit zu versinken.

Denn am Tanzen auf Parties ist auch schön, dass ich mich dabei mit vielen, vielen anderen Menschen verbinden kann, ohne dass ich mit ihnenn sprechen oder sonstwie Kontakt aufnehmen muss. Wir sind einfach Teil einer großen, pulsierenden Masse, die gerade in Gegenwärtigkeit hingegeben ist.

Einer meiner Lieblingslocations ist der Tanzspaß in Köln. Das ist so richtig nach meinem Geschmack. Dort ist die Tanzfläche schon um 20:30 gefüllt, es tummeln sich jung und alt, vornehmlich aus der Heilerszene. Wenn ich Glück habe und einer meiner Lieblings-DJs auflegt, kann dann auch schon um die Uhrzeit ein Techno- oder Trancestück laufen.

Als ich das erste Mal dorthin kam, lief gerade ein Stück von Anne Clark. Alle fingen an, vor Begeisterung zu schreien, auch die Männer. Ich habe fast vor Rührung geweint …

Mir kommt gerade in den Sinn, dass ich vielleicht

meine Jugend nur deshalb überlebt habe,

weil ich sehr, sehr, sehr viel tanzen gegangen bin. Nach ein paar Stunden Tanzen ist es

praktisch unmöglich, mich über irgendetwas aufzuregen.

Was auch immer vorher in mir gegärt hat, ich habe es in Bewegung verwandelt und freigesetzt.

Eine Sache gibt es natürlich, die sehr kontraproduktiv ist: Wenn ich zum Tanzen ausgehe und dann gar nicht tanzen kann. Auf manche Musik kann ich mich trotz heruntergeschraubter Ansprüche nicht bewegen (Rap und Reggae ist für mich ein Alptraum, wo ich das Gefühl habe, mit Tönen beworfen zu werden). Und manchmal gefällt mir etwas natürlich wirklich überhaupt nicht.

Meine Beziehung zur Musik läuft über Bewegung

weniger über Worte. Zuhause höre ich fast nie Musik (aber wenn ich unterwegs bin). Das fehlt mir auch überhaupt nicht. Die Stille hilft mir, besser bei mir zu sein.

Apropos bei mir sein: Abgesehen von dem ganz grundsätzlichen Einssein mit einer tanzenden Masse kann ich beim Tanzen keine Verbindung zu anderen aufnehmen. Blickkontakt usw. finde ich viel zu kompliziert, das reißt mich sofort aus meiner Verbindung mit der Musik. Und die ist auf der Tanzfläche das Allerwichtigste für mich.

Mir ist erst in letzter Zeit so richtig klar geworden, welche Bedeutung Tanzen für mich hat.  Und dass es nicht reicht, nur mal ab und zu mal auf eine Veranstaltung tanzen zu gehen. Eigentlich muss ich mich wöchentlich austoben. Noch besser: täglich.

Zum Ende des letzten Jahres hatte ich allerlei bislang nicht genutzte Möglichkeiten gefunden: z. B. eine dynamische Tanzmeditiation am morgen, ein Barfußtanzen am Abend. Events von Tanztherapeuten. Tanztherapeutische Selbsterfahrung klingt auch spannend für mich.

Noch bevor ich diese Möglichkeiten untersuchen konnte, habe ich sie schon wieder verloren. 

Dummerweise habe ich mir die unselige Angewohnheit angeeignet, mich morgens sehr früh zur Arbeit an den Computer zu setzen. Vor kurzem habe ich dann mal mit mir ganz kurzen Prozess gemacht und habe wieder begonnen, täglich vor dem Frühstück ein bisschen zu tanzen. Mich wild zu schütteln zu irgendwelchen Technorhythmen. Na also, geht doch … Mein Körper findet’s himmlisch. Der Rest von mir auch 🙂

Wie ist es mit Ihnen? Tanzen Sie gern? Oder welche Sache machen Sie, die Ihnen dabei hilft, sich mit Ihrem Körper sicher zu fühlen? Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Von Herzen, Ihre

Monika Richrath

bild: Geralt von Pixabay

 

Superfood Gerstengrassaftpulver

Superfood Gerstengrassaftpulver

Da ich ja weiß, dass das Interesse an der Medialen Medizin von Anthony William* recht groß ist, habe ich mir vorgenommen, Ihnen mal das eine oder andere Produkt aus meinem Shop vorzustellen, das ich selbst nutze. Den Anfang möchte ich mit Gerstengrassaftpulver machen.

Begonnen habe ich ursprünglich mit Weizengraspulver. Damals habe ich es genommen, weil ich immer so erschöpft war und ich hatte den Eindruck, dass es eine gute Unterstützung war. Das Wort Superfood war damals bestimmt noch nicht erfunden. Irgendwann fand ich heraus, dass Gerstengraspulver noch besser sein soll.

Nun habe ich ja Anthony William und die Mediale Medizin entdeckt und bin deswegen noch einmal umgestiegen auf das Superfood Gerstengrassaftpulver.

Gerste ist ein sehr altes Getreide. In Vorderasien soll sie seit 7.000 vor Chr. angebaut worden sein.  Die Römer brachten die Gerste nach Europa, wo sie u. a. von den Germanen als Nahrungsmittel und zum Bierbrauen genutzt wurde. Der griechische Arzt Hippokrates nutzte zerstampfte Gerste für Heilbehandlungen. Von ihm stammt der Ausspruch

„Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel sein“

Auch Hildegard von Bingen war von der heilenden Wirkung der Gerste überzeugt und verabreichte Gerstenwasser als Heilgetränk gegen Atemwegserkrankungen. In den 1970er Jahren untersuchte der japanische Wissenschaftler Dr. Yoshihide Hagiwara im Rahmen einer Studie 200 verschiedene Blattgemüsearten auf ihren Nährwert. Dabei stellte sich heraus, dass das

Gerstengras die höchste Nährstoffkonzentration

von allen untersuchten Blattgemüsen aufwies und eine sehr gute Bioverfügbarkeit zeigt, d. h., vom Körper besonders gut aufgenommen werden kann. Insgesamt ist es vor allen Dingen die Kombination von Mineralstoffen, Vitaminen, Antioxidantien und sekundären Pflanzenstoffen. Eine 2018 veröffentlichte Studie bezeichnet Gerstengras als eines der besten Functional Foods zur Vorbeugung chronischer Erkrankungen.

Gerstengras entsteht, wenn man die Samen der Gerste keimen lässt und

die jungen Triebe kurz vor der Herausbildung der Körner

erntet. Dann ist die Konzentration der Phytovitalstoffe am höchsten.

Für Gerstengraspulver werden die Halme getrocknet und dann pulverisiert. Für Gerstengrassaftpulver werden die geernteten Halme zu Saft gepresst, der dann erst getrocknet und pulverisiert wird. Dadurch wird die Konzentration der Nährstoffe noch einmal erhöht.

Gerstengras enthält: das Antioxidans SOD (Superoxiddismutase), GABA, Flavonoide, Lutonarin, Saponarin, Kalium, Calcium, Selen, Tryptophan, Vitamine (C und B12), Ballaststoffe, Enzyme, sehr viel Chlorophyll, sekundäre Pflanzenstoffe, Zink, Eisen, Magnesium, Folsäure.

Es ist natürlich ganz klar, dass Gerstengrassaftpulver an und für sich nichts zu tun hat mit Hochensibilität. Aber da viele meineR Leser*innen häufig mit gesundheitlichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben, die sich unter Stress noch verschlimmern, könnte das Gerstengrassaftpulver interessant sein.

Die Liste der förderlichen Eigenschaften des Gerstengrases ist wirklich lang. Hierzu gibt es eine ganze Reihe von Studien im Netz. (Eine habe ich schon weiter oben verlinkt.)

Gerstengras kann

  • die Abwehrkräfte stärken
  • antidepressiv wirken
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen
  • den Blutdruck regulieren
  • sich positiv bei Diabetes auswirken
  • Blutfette und Harnsäurewerte senken
  • die Leber bei der Entgiftung unterstützen
  • die Leber reinigen und schützen
  • die Magen-Darm-Funktionen positiv beeinflussen
  • bei Hautkrankheiten (Akne und Neurodermitis) helfen
  • krebsfeindlich, entzündungshemmend und antioxidativ wirken
  • und die kognitiven Funktionen verbessern.

Mein ganz persönlicher Lieblingsgrund für Gerstengrassaftpulver ist, dass es eine wunderbare Alternative ist zu frisch gepresstem Selleriesaft, den viele Menschen ja weder mögen, noch vertragen. Das

Gerstengrassaftpulver erhöht den Salzsäuregehalt des Magens

– ebenso wie Selleriesaft (was übrigens auch den Nebennieren zugute kommt). Und das ist unglaublich wichtig, denn sehr viele Schwierigkeiten in der Verdauung können dadurch entstehen, dass im Magen nicht genug Salzsäure vorhanden ist. Wenn dies der Fall ist, kann die Nahrung im Magen nicht richtig in kleinere Bestandteile aufgebrochen werden. Das wiederum führt dazu, dass, wenn die zerkleinerten Nahrungsbestandteile dann in den Darmtrakt kommen, sie gar nicht mehr aufgeschlossen werden können. Das bedeutet, dass die in der Nahrung enthaltenen Nährstoffe vom Körper gar nicht mehr genutzt werden können. Statt dessen können dann „Darmfäulnis“, Faulgase, Schmerzen, Aufgedunsenheit usw. entstehen. Nicht schön. Vielleicht kennen Sie diese Zustände aus eigenem Erleben.

Es versteht sich von selbst, dass man das Gerstengrassaftpulver* über einen längeren Zeitraum einnehmen sollte und es nicht mit einer einmaligen Einnahme getan ist.

Am besten wirkt das Gerstengrassaftpulver morgens auf nüchternen Magen 30 Minuten vor einer Mahlzeit in ein Glas Wasser gerührt. Man kann es natürlich aber auch anders zu sich nehmen. Ich rühre es immer in meinen morgendlichen Smoothie. Es schmeckt ganz leicht süßlich und hinterlässt einen sehr angenehmen samtigen Nachgeschmack.

Ich bekomme davon immer einen kleinen Energiekick morgens. Und meine Haare, die schon seit Urzeiten ganz dünn und fein sind, sind kräftiger geworden. Alles andere arbeitet im Hintergrund.

Jedenfalls freue ich mich sehr, dass ich nun das Gerstengrassaftpulver* der Fa. Vimergy in meinem Shop anbieten kann, die sich das Angebot von Nahrungsergänzungsmitteln in höchster Qualität auf die Fahnen geschrieben hat.

Die Produkte von Vimergy werden von Anthony William selbst wegen der herausragenden Qualität empfohlen.

Nicht nur das, sondern er benutzt sie selbst ebenfalls! Besser geht es doch nicht. (Falls Sie mehr wissen wollen: hier habe ich den entsprechenden Clip in deutscher Übersetzung ausfindig gemacht)

Die Preise relativieren sich sehr, sehr schnell angesichts der Packungsgrößen.  Früher habe ich eher auf den Preis geschielt und habe sehr kleine Packungen gekauft, die letzten Endes dann auch nicht preisgünstiger waren im Mengenvergleich.Persönlich finde ich das Gefühl von Fülle in Verbindung mit den Packungsgrößen unglaublich befriedigend. Aber die Idee dahinter ist vermutlich einfach, dass Sie das entsprechende Produkt wirklich eine Zeitlang zur Verfügung haben.

Wenn Sie nun neugierig geworden sind, schauen Sie doch einmal in meinem Shop vorbei. Dort finden Sie nicht nur das Gerstengrassaftpulver*, sondern auch andere Mediale-Medizin-Produkte der Firma Vimergy.

Falls Sie noch weitere Rezeptideen für Gerstengrassaftpulver haben oder etwas anderes loswerden möchten, freue ich mich wie immer über Ihre Kommentare.

Monika Richrath

Was ist Energy Tapping?

Was ist Energy Tapping?

Wenn Sie mir schon eine Weile folgen, wissen Sie vielleicht, dass ich dem Energy Tapping, dem sog. Positiv-Klopfen, einer sehr besonderen Klopfakupressur-Technik, ziemlich lange Zeit sehr ablehnend gegenüberstand. Für mich ist es eben so, dass ich es für sehr wichtig halte, sich mit seinen vermeintlichen negativen Gefühlen zu beschäftigen, denn erst, wenn man diese annimmt, können sie sich auch verabschieden.

Dieser Meinung bin ich immer noch. Allerdings habe ich in der Zwischenzeit das Energy Tapping selbst ausprobiert und

bin vollkommen davon begeistert.

Energy Tapping wurde von der Klopfpionierin Sylvia Hartmann entwickelt. Energy Tapping hat einen vollkommen anderen – lösungsorientierten – Ansatz, als das „herkömmliche“ Klopfen. Dabei geht es nämlich darum,

die energetische Ausstrahlung des Körpers gezielt dahingehend zu verändern,

dass man dem Energiekörper, den jeder von uns hat, genau das gibt, was er im Augenblick benötigt. Man beschäftigt sich also nicht mehr mit Gründen und Ursachen für bestimmte Probleme und Schwierigkeiten, sondern versucht, Stress eher mit den Lösungen zu verändern. Das ist äußerst verblüffend.

Diese Art des Klopfens könnte also für all jene vorteilhaft sein, die das Klopfen aufgrund der Beschäftigung mit negativen Emotionen ablehnen, aber auch für diejenigen, die beim herkömmlichen Klopfen zu sehr von Emotionen aufgewühlt und überfallen werden (so dass sie in einen Ausnahmezustand hineingeraten). Für Menschen, die aufgrund von Hochsensibilität schnell in Stresszustände hineingeraten, also auch sehr geeignet. Auch, weil es sich möglicherweise sehr viel sicherer anfühlen mag als das Erforschen von verdrängten Emotionen.

Aber auch hier gilt natürlich, dass man sich in winzigkleinen Schritten vorwärts bewegt. Man klopft dabei nicht jeden Tag das gleiche, sondern muss sich jedes Mal neu überlegen:

was brauche ich JETZT?

Ich finde es auch wesentlich zeitaufwändiger als meinen  eigenen (ganz minimalistischen) Ansatz, betrachte es aber mittlerweile als eine äußerst wertvolle Ergänzungsmethode, die ich auch dann und wann gerne einsetze.

Am besten ist, Sie beurteilen selbst und klopfen alle drei Videos mit. Dann können Sie am besten selbst ermessen, wie wertvoll das Energy Tapping für Sie ist. (Die Videos stammen aus einer Rauhnacht-Reise, wundern Sie sich daher nicht, dass vom 27. Dezember die Rede ist.) Was man aber sehr gut sehen kann, finde ich, ist, wie sich meine Ausstrahlung über die drei Videos hinweg deutlich verändert.

So, und jetzt geht es los. Stellen Sie sich ein Glas Wasser bereit, trinken Sie nach jedem Video etwas und machen und sprechen Sie mir alles nach.

 

Vielleicht merken Sie schon nach dieser ersten Runde, dass sich etwas in Ihnen verändert? Aber jetzt geht es noch weiter, wir hängen noch eine weitere Runde dran. Denken Sie bitte daran, zwischendurch Wasser zu trinken.

Das war immer noch nicht alles. Wir hängen noch eine weitere Runde dran. Meiner Erfahrung nach gibt es in der dritten Runde immer noch einen ganz besonderen Schub, wegen der „Universumsenergie“. Vielen Menschen fällt es übrigens durchaus nicht leicht, sich „so viel“ Energie zu wünschen …

Wie ist es Ihnen gegangen mit dieser dreifachen Klopfrunde? Konnten Sie sich so viel Energie wünschen? Wie immer freue ich mich, wenn Sie Ihre Erfahrungen mit uns teilen.

Von Herzen, Ihre

Monika Richrath

Bild von Denise Husted auf Pixabay 

Was bei Trauma im Gehirn passiert

Was bei Trauma im Gehirn passiert

In den vergangenen Monaten habe ich mich sehr intensiv mit dem Wesen von Trauma beschäftigt. Und natürlich auch mit der Frage, ob es einen Zusammenhang geben könnte zwischen Hochsensibilität und Trauma.

Zunächst einmal habe ich herausgefunden, dass Trauma nicht ein Ereignis bezeichnet, wie dies durchaus üblich ist im Sprachgebrauch, sondern eher

ein inneres Erleben, bzw. einen inneren Zustand

– zunächst in Bezug auf ein Ereignis, welches aber im weiteren Verlauf nicht auf ein Ereignis beschränkt bleiben muss, sondern sich auch auf andere Ereignisse erstrecken kann, die die Erinnerung an das Ursprungsereignis wecken. Man nennt das „Triggern“. Es passiert häufig vollkommen unbewusst, z. B. auf einer Ebene der körperlichen Wahrnehmung, auf die wir bewusst keinen Zugriff haben. Sie kennen das sicherlich selbst, dass einen bestimmte Gerüche im Nullkommanix in die Kindheit zurückversetzen. Mir selbst geht es immer ganz intensiv so, wenn ich bestimmte Oldies im Radio höre, dann bin ich sofort wieder in der Zeit, als dieses Stück rausgekommen ist, meistens in der Pubertät (das war die Zeit, wo ich Musik am intensivsten angehört habe). Und – ich bin dann meistens auch sofort in einer entsprechenden Grundstimmung, die diese Zeit geprägt hat. Sehr melancholisch.

Kürzlich habe ich in dem Beitrag schwarze Erinnerungen (bei dem es um die sog. Kinderverschickung geht), erzählt, dass ich immer noch anfange zu würgen, wenn ich heiße Milch rieche, obwohl die dazugehörigen Ereignisse mehr als 50 Jahre zurück liegen. Ich habe mich in letzter Zeit auch gefragt, ob ich mich mit kalten Duschen so wahnsinnig schwer tue, weil es in jenem Heim Praxis war, die Kinder einmal täglich mit kaltem Wasser abzuspritzen …? Ich werde es vermutlich nie herausfinden, aber möglich wäre es schon.

Letzten Endes war es tatsächlich meine intensivere Beschäftigung mit dem Thema Kinderverschickung, die bei mir sehr viel in Sachen Trauma in Bewegung gesetzt hat. Plötzlich begann ich mich, ganz blöd zu fühlen, ohne zu wissen, was wirklich los war. Nachdem mir jemand erzählt hat, was sie noch aus dem Heim wusste, sind auch ein paar Erinnerungen zurückgekehrt. Die blöden Gefühle haben sich intensiviert. Und ich wusste irgendwann, dass ich jetzt auch nicht mehr zurück kann. Die Katze war aus dem Sack und es war mir klar, dass ich in recht absehbarer Zeit mich um eine professionelle Traumatherapie  in regelmäßigem Rahmen bemühen muss, auch wenn ich eigentlich immer noch dachte, ja, demnächst mache ich das.

Aber das Jahr hat sich dann so krass gestaltet, dass ich irgendwann gezwungen war, etwas zu unternehmen und mir professionelle Hilfe zu suchen. Was dazu führt, dass ich jetzt in der Lage bin, Ihnen allerhand zum Thema Trauma zu erzählen, denn ich habe mich recht intensiv mit Bessel van der Kolk und Peter Levine beschäftigt, während ich gleichzeitig in der Lage bin, selbst von ihren Forschungen zu profitieren. Peter Levine hat eine Methode namens Somatic Experiencing entwickelt, bei der es darum geht, wieder in Verbindung zu kommen mit seinen körperlichen Empfindungen. Denn:

der Körper vergisst nichts

und speichert das Erlebte im sog. Körpergedächtnis ab.

Leider nicht in wohlsortierte und beschriftete Schubladen. Vielmehr ist es so, dass viele Empfindungen und Erinnerungen unseres Körpergedächtnisses chaotisch und unbenennbar erscheinen.

Dies mag daran liegen, dass sich in einem traumatischen Zustand das sog. Broca-Areal abschaltet. Das Broca-Areal ist eines der Sprachzentren des Gehirns und wenn es nicht richtig funktioniert, fällt es uns schwer, unsere Gefühle und Gedanken zu beschreiben, nicht nur anderen gegenüber, sondern auch uns selbst.

Im Gegenzug dazu wird ein anderer Bereich im Gehirn aktiviert, das sog. Brodman-Areal 19, ein Bereich im visuellen Kortex, der Bilder registriert, sobald sie im Gehirn eintreffen.

Dies hat der Wissenschaftler Bessel van der Kolk gemeinsam mit Kolleg*innen herausgefunden, als er die Reaktion von Probanden auf Flashbacks mit bildgebenden Verfahren untersuchte.

Das ist aber noch nicht alles.

Vielleicht werden aus misshandelten Kindern hochsensible KinderWir verlieren ebenfalls das Gefühl für die Zeit und den Ort.

Außerdem übernimmt ab einem bestimmten Zeitpunkt das emotionale Gehirn die Führung, das weder vom Bewusstsein gesteuert wird, noch verbal kommuniziert. Bei einer starken Erregung stehen Gehirnbereiche, die bei einer Integration/Verarbeitung des Erlebten helfen sollen, nicht mehr zur Verfügung. Das Erlebte wird dann nur noch bruckstückhaft abgespeichert, in Form scheinbar zusammenhangloser Bilder, Geräusche, Empfindungen, Gefühle und Sinneswahrnehmungen.

Und es ist genau dieses Zusammenhanglose unserer verschiedenen Empfindungen, die Trauma so schwierig und quälend macht. Auf der einen Seite können wir sehr stark getriggert werden durch eben jene Sinneswahrnehmungen – was nichts anderes bedeutet, als dass wir von einer Sekunde zur nächsten in einem Superstresszustand sind, ohne zu wissen, wie wir dort hingekommen sind oder warum und wie wir wieder herauskommen können.

Auf der anderen Seite fällt es uns schwer, mit anderen darüber zu reden, weil uns die Worte dafür fehlen, weil diese Empfindungen und Emotionen in Sekundenbruchteilen auftauchen und trotzdem kaum greifbar sind. Falls die Erfahrungen, die wir gemacht haben, in einem Alter stattfanden, in dem wir sowieso noch keine Worte hatten, wird es noch schwieriger.

Unsere Erlebnisse bleiben auf jeden Fall in uns lebendig.

Über die Jahre verlieren sie nichts an Intensität (jedenfalls nicht, wenn wir uns nicht aktiv im Rahmen einer Traumatherapie damit auseinandersetzen). Denn um ein Erlebnis in die eigene Geschichte und auch in das eigene Körperempfinden integrieren zu können, brauchen wir Kohärenz, einen Zusammenhang, der bei der Integration und Verarbeitung des Erlebten hilft.

Ein anderer, ebenfalls sehr wichtiger Aspekt bei der Entstehung eines Traumas ist, ob Menschen in der Lage sind, sich in der jeweiligen Situation zu bewegen, aktiv zu werden um sich selbst zu schützen. Werden sie daran gehindert und erleben sich selbst als hilflos, allein und ausgeliefert, in der Falle, kann es zu einer Erstarrung kommen.

Peter Levine unterscheidet sogar in der Intensität der Erstarrung, je nachdem ob die Muskeln sich versteifen oder kollabieren und schlaff werden, wie es der Fall ist, wenn man glaubt, dass man sterben wird.

Das Sich-tot-stellen

hat bei Säugetieren eigentlich wichtige Überlebensfunktionen, z. B. einen betäubten Bewusstseinszustand hervorzurufen, in dem schmerzstillende körpereigene Endorphine ausgeschüttet werden. Häufig findet in diesem Betäubungszustand auch eine Dissoziation statt, in der die Person die eigenen Erlebnisse so erlebt, als stößen sie einer anderen Person zu. So kann das eigentlich Unerträgliche erträglich gemacht werden.

Wenn wir in eine belastende Situation geraten, stehen uns normalerweise drei verschiedene Verhaltensweisen zur Verfügung: Angriff, Flucht oder Erstarren. In jedem Fall aber werden in der Situation Stresshormone ausgeschüttet. Diese Stresshormone bleiben so lange aktiv, bis die Situation integriert und aufgelöst werden kann. Ist das nicht der Fall, kommt es entweder zu

Flashbacks (sensorischen Erinnerungsmomenten) oder Reinszenierungen,

die beide jeweils wieder neue Stresshormone freisetzen. Dies führt dazu, dass es bei traumatisierten Menschen einerseits sehr lange dauert, bis Stresshormone abgebaut werden und der Körper in einen Normalzustand kommen kann. Andererseits steigt der Stresspegel auch bei relativ geringen Anlässen sehr schnell wieder sehr hoch an.

Trauma verändert also unser Gehirn und unseren Körper

Aber das ist noch längst nicht alles. Durch ein Trauma verlieren wir häufig auch die Verbindung zu uns selbst, die vor allem durch den Körper stattfindet. Wir verlernen, auf unseren Körper zu hören, der uns Signale sendet über unsere Empfindungen, die wir möglicherweise aber nicht haben wollen. Genauso wenig wie die damit verbundenen Gefühle wie z. B. Scham. Da fällt mir natürlich ein, dass superviele hochsensible/hochsensitive Menschen einfach hauptsächlich im Kopf sind und kaum im Körper. Es ist viel einfacher sich taub zu stellen und sich letzten Endes vor sich selbst zu verstecken. Aber es gibt einen Pferdefuß dabei:  Wenn wir versuchen, die hässlichen Empfindungen auszuschalten, schalten wir automatisch auch die schönen Empfindungen mit aus.

Dieses Verhalten ist mehr als verständlich, natürlich, aber macht eigentlich überhaupt keinen Sinn. Abgesehen davon, dass wir uns von Lebensfreude abschneiden, verlernen wir die Fähigkeit zu unterscheiden, wann wir sicher sind und wann nicht. Außerdem entwickeln manche Menschen überhaupt Angst vor irgendwelchen Formen körperlicher Empfindungen.

Es erscheint auch logisch, dass bestimmte körperliche Symptome bei traumatisierten Menschen besonders häufig vorkommen, wie Hals- und Nackenschmerzen, Fibromyalgie, Verdauungsstörungen, Reizdarm, Asthma und chronische Erschöpfung. Und letzten Endes kann ein chronisches Trauma zu einer

Posttraumatischen Belastungsstörung

führen. Der Thalamus im Gehirn arbeitet dann nicht mehr richtig. Der Thalamus wird während des traumatischen Ereignisses und auch während Flashbacks einfach abgeschaltet. Was bedeutet, dass er dann vielleicht nicht mehr in der Lage ist, wichtige Sinneseindrücke von unwichtigen Sinneseindrücken zu unterscheiden, was wiederum bedeutet, dass wir uns

ständig im Zustand sensorischer Überlastung

befinden.

Spätestens hier werden Sie sicherlich aufmerken. Denn da sind wir wieder bei den Symptomen, die Hochsensibilität u. a. ausmachen. Und auch bei der Gefahr chronischer Erschöpfung, die sich einfach aus der sensorischen Überlastung ergibt.

Die große Frage, die sich nun stellt, ist:

Was können Sie tun?

Vorweg: Eine Traumabehandlung gehört ausschließlich in professionelle Hände. Bitte unternehmen Sie keinesfalls den Versuch, Ihr Trauma selbst zu beklopfen. Das kann sehr böse ins Auge gehen – vor allen Dingen, wenn Sie nicht wissen, womit Sie es zu tun haben. Menschen, die das Klopfen noch nicht kennen, neigen oft dazu, die Intensität und Kraft der Klopfakupressur massiv zu unterschätzen.

Klopfen können Sie trotzdem. So oder so führt der Weg aus dem Trauma hinaus über den Körper. Tendenziell geht es u. a. darum, die Verbindung zu sich selbst wieder herzustellen, lernen, dem eigenen Körper und seinen Empfindungen Vertrauen zu schenken. Es geht auch darum, das chronisch erhöhte Stresslevel zu senken. Auch das können Sie mit regelmäßigem Klopfen erreichen. Oder Ängste reduzieren und das Gefühl für Sicherheit steigern. Das ist alles mit Klopfen möglich. Sie arbeiten dann sozusagen an einzelnen Auswirkungen. Aber fangen Sie bitte ganz klein an. Und wenn Sie zu denen gehören, die eigentlich Angst davor haben, was in ihrem Körper vor sich geht, klopfen Sie am besten eine ganze Zeitlang leer.

Das war sicher nicht das letzte Mal, dass ich mich mit diesem Thema beschäftigt habe. Dazu gibt es noch so viel zu sagen, gerade im Zusammenhang mit Hochsensibilität.

Jetzt interessiert mich natürlich, wie es Ihnen mit diesen Informationen  geht. Vielleicht möchten Sie auch noch etwas ergänzen, von eigenen Erfahrungen erzählen? Wie immer freue ich mich, wenn Sie Ihre Kommentare mit uns teilen.

Monika Richrath

Image by Gerd Altmann from Pixabay

37° – eine Rezension

37° – eine Rezension

Diese Rezension ist schon eine Weile fertig, aber ich habe mich nicht getraut, sie bei der Affenhitze zu posten 😉

Von Uwe Karstädt habe ich schon vor Jahren erfahren, aber jetzt erst bin ich offenbar wirklich bereit gewesen, mich mit einem Thema zu beschäftigen, das mich schon sehr lange umtreibt: Untertemperatur. Denn dass meine Körpertemperatur irgendwie unterirdisch ist und „nicht normal“ vermute ich schon wirklich lange, bestimmt 20 bis 30 Jahre.

Im Rahmen eines Kongresses bin ich wieder auf das Thema aufmerksam geworden und habe 37°: Das Geheimnis der idealen Körpertemperatur für optimale Gesundheit* von Uwe Karstädt endlich gelesen.

 

Obschon das Buch eher als schmales Büchlein daherkommt, verspricht der Untertitel

„Das Geheimnis der idealen Körpertemperatur für optimale Gesundheit“

nicht zu viel.

Wenn Sie, wie ich und viele andere meiner Leser*innen unter div. sog. „Autoimmunerkrankungen“ wie Hashimoto, Fibromyalgie oder vielleicht auch Nebennierenschwäche oder auch chronischen viralen Infekten leiden (wo alle diese „Zustände“ mit im Gepäck sein können), werden Sie diese Informationen zu schätzen wissen. Alle diese „Zustände“ gehen nämlich häufig mit

Untertemperatur 

einher.

Der Autor vertritt die These, dass unsere „Zustände“ entstanden sind aufgrund von Untertemperatur, da der Körper nur bei einer Körpertemperatur von ca. 37° richtig funktioniert. Und dabei gibt es lediglich einen Spielraum von einem halben Grad.

Das Wissen, dass Abweichungen der Körpertemperatur sich negativ auf die Funktionen des Körpers auswirken, ist sehr wohl bekannt, allerdings hat sich die Medizin so darauf verlegt, Fieber (also Abweichungen nach oben) zu bekämpfen, dass Abweichungen nach unten kaum beachtet werden.

Etwas sehr Interessantes ist in mir vorgegangen, als ich 37°* gelesen habe: Ich habe mich gefühlt, wie eine Blume, die sich zum Licht wendet, denn das, was Uwe Karstädt schreibt, leuchtet sofort ein. Weil man es so gut nachvollziehen kann. Weil man es von sich selbst kennt. Weil man die biologischen Prinzipien des Lebens kennt (Auch wenn man sie mal kurzfristig vergessen hat).

Nebenbei erfährt man auch noch ein paar äußerst interessante Zusammenhänge, z. B.

dass die Schilddrüse gar nicht adäquat arbeiten kann,wenn sie nicht von den Nebennieren richtig unterstützt wird.

Wenn also aufgrund einer chronischen Stressbelastung eine Nebennierenschwäche vorliegt, ist die Schilddrüse auch immer in Mitleidenschaft gezogen. Aha. So klar und einfach habe ich das bis jetzt noch nirgends gelesen. (Ich ziehe also daraus den Schluss, dass man sich bei Schilddrüsenproblemen immer auch mit den Nebennieren beschäftigen muss.)

Oder dass Entgiftung per se nicht korrekt ablaufen kann, wenn eine Untertemperatur vorliegt.

Allzuviel möchte ich Ihnen aber nicht verraten, lesen Sie das Buch selbst, staunen Sie und freuen Sie sich an den neugewonnenen Erkenntnissen.

Das Buch ist sehr übersichtlich strukturiert. Es geht zunächst um die Bedeutung der idealen Körpertemperatur. Dann befasst sich Uwe Karstädt mit der Frage, was das Absinken der idealen Körpertemperatur auf Hypothermie bedeutet und erst im Anschluss daran mit der Hypothermie selbst.

Uwe Karstädt beschäftigt sich in 37°* aber auch noch mit anderen Fragestellungen, die zu diesem Themenbereich gehören, z. B. was die Grundvoraussetzungen menschlichen Lebens aus der Sicht eines Heilpraktikers sind, was Enzyme für uns bedeuten und wie sich Untertemperatur auf die Funktion von Enzymen auswirkt. Außerdem geht es darum, welche Rolle Infrarotstrahlung in unserem Leben spielt.

Langsam werden wir zum Thema Heilung hingeleitet.

Unterwegs bekommen wir noch wirklich nützliche Informationen, z. B. dass wir uns durch Barfußlaufen mit wichtiger negativer Ionenstrahlung aufladen, was aber nur durch den direkten Kontakt mit dem Untergrund geschieht: ade frisch erworbene Barfußlaufschuhe 🙁

Oder dass viel zu viel getrunken wird heutzutage.

Wie kann man also feststellen, ob man an Untertemperatur leidet? Man besorgt sich ein spezielles Thermometer ohne Quecksilber (aber nicht digital) in der Apotheke und führt eine Woche lang Temperaturmessungen nach einem vom Autor vorgeschlagenen Schema durch.

Die Anhebung der Körpertemperatur kann auf verschiedenen Wegen erfolgen. Für Uwe Karstädt liegt der Königsweg in der Anschaffung einer Infrarotmatte (was aber seinen Preis hat).

Aber auch über das Essen lässt sich einiges erreichen, z. B. über die Zufuhr wärmender Nahrungsmittel (welche das sind, erfahren wir im Buch) und das Weglassen kühlender.

 

 

Uwe Karstädt
37°: Das Geheimnis der idealen Körpertemperatur für optimale Gesundheit* 
Kopp
ISBN 978-3-86445-436-6
19,99 EUR

Pin It on Pinterest