Superfood Gerstengrassaftpulver

Superfood Gerstengrassaftpulver

Da ich ja weiß, dass das Interesse an der Medialen Medizin von Anthony William* recht groß ist, habe ich mir vorgenommen, Ihnen mal das eine oder andere Produkt aus meinem Shop vorzustellen, das ich selbst nutze. Den Anfang möchte ich mit Gerstengrassaftpulver machen.

Begonnen habe ich ursprünglich mit Weizengraspulver. Damals habe ich es genommen, weil ich immer so erschöpft war und ich hatte den Eindruck, dass es eine gute Unterstützung war. Das Wort Superfood war damals bestimmt noch nicht erfunden. Irgendwann fand ich heraus, dass Gerstengraspulver noch besser sein soll.

Nun habe ich ja Anthony William und die Mediale Medizin entdeckt und bin deswegen noch einmal umgestiegen auf das Superfood Gerstengrassaftpulver.

Gerste ist ein sehr altes Getreide. In Vorderasien soll sie seit 7.000 vor Chr. angebaut worden sein.  Die Römer brachten die Gerste nach Europa, wo sie u. a. von den Germanen als Nahrungsmittel und zum Bierbrauen genutzt wurde. Der griechische Arzt Hippokrates nutzte zerstampfte Gerste für Heilbehandlungen. Von ihm stammt der Ausspruch

„Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel sein“

Auch Hildegard von Bingen war von der heilenden Wirkung der Gerste überzeugt und verabreichte Gerstenwasser als Heilgetränk gegen Atemwegserkrankungen. In den 1970er Jahren untersuchte der japanische Wissenschaftler Dr. Yoshihide Hagiwara im Rahmen einer Studie 200 verschiedene Blattgemüsearten auf ihren Nährwert. Dabei stellte sich heraus, dass das

Gerstengras die höchste Nährstoffkonzentration

von allen untersuchten Blattgemüsen aufwies und eine sehr gute Bioverfügbarkeit zeigt, d. h., vom Körper besonders gut aufgenommen werden kann. Insgesamt ist es vor allen Dingen die Kombination von Mineralstoffen, Vitaminen, Antioxidantien und sekundären Pflanzenstoffen. Eine 2018 veröffentlichte Studie bezeichnet Gerstengras als eines der besten Functional Foods zur Vorbeugung chronischer Erkrankungen.

Gerstengras entsteht, wenn man die Samen der Gerste keimen lässt und

die jungen Triebe kurz vor der Herausbildung der Körner

erntet. Dann ist die Konzentration der Phytovitalstoffe am höchsten.

Für Gerstengraspulver werden die Halme getrocknet und dann pulverisiert. Für Gerstengrassaftpulver werden die geernteten Halme zu Saft gepresst, der dann erst getrocknet und pulverisiert wird. Dadurch wird die Konzentration der Nährstoffe noch einmal erhöht.

Gerstengras enthält: das Antioxidans SOD (Superoxiddismutase), GABA, Flavonoide, Lutonarin, Saponarin, Kalium, Calcium, Selen, Tryptophan, Vitamine (C und B12), Ballaststoffe, Enzyme, sehr viel Chlorophyll, sekundäre Pflanzenstoffe, Zink, Eisen, Magnesium, Folsäure.

Es ist natürlich ganz klar, dass Gerstengrassaftpulver an und für sich nichts zu tun hat mit Hochensibilität. Aber da viele meineR Leser*innen häufig mit gesundheitlichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben, die sich unter Stress noch verschlimmern, könnte das Gerstengrassaftpulver interessant sein.

Die Liste der förderlichen Eigenschaften des Gerstengrases ist wirklich lang. Hierzu gibt es eine ganze Reihe von Studien im Netz. (Eine habe ich schon weiter oben verlinkt.)

Gerstengras kann

  • die Abwehrkräfte stärken
  • antidepressiv wirken
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen
  • den Blutdruck regulieren
  • sich positiv bei Diabetes auswirken
  • Blutfette und Harnsäurewerte senken
  • die Leber bei der Entgiftung unterstützen
  • die Leber reinigen und schützen
  • die Magen-Darm-Funktionen positiv beeinflussen
  • bei Hautkrankheiten (Akne und Neurodermitis) helfen
  • krebsfeindlich, entzündungshemmend und antioxidativ wirken
  • und die kognitiven Funktionen verbessern.

Mein ganz persönlicher Lieblingsgrund für Gerstengrassaftpulver ist, dass es eine wunderbare Alternative ist zu frisch gepresstem Selleriesaft, den viele Menschen ja weder mögen, noch vertragen. Das

Gerstengrassaftpulver erhöht den Salzsäuregehalt des Magens

– ebenso wie Selleriesaft (was übrigens auch den Nebennieren zugute kommt). Und das ist unglaublich wichtig, denn sehr viele Schwierigkeiten in der Verdauung können dadurch entstehen, dass im Magen nicht genug Salzsäure vorhanden ist. Wenn dies der Fall ist, kann die Nahrung im Magen nicht richtig in kleinere Bestandteile aufgebrochen werden. Das wiederum führt dazu, dass, wenn die zerkleinerten Nahrungsbestandteile dann in den Darmtrakt kommen, sie gar nicht mehr aufgeschlossen werden können. Das bedeutet, dass die in der Nahrung enthaltenen Nährstoffe vom Körper gar nicht mehr genutzt werden können. Statt dessen können dann „Darmfäulnis“, Faulgase, Schmerzen, Aufgedunsenheit usw. entstehen. Nicht schön. Vielleicht kennen Sie diese Zustände aus eigenem Erleben.

Es versteht sich von selbst, dass man das Gerstengrassaftpulver* über einen längeren Zeitraum einnehmen sollte und es nicht mit einer einmaligen Einnahme getan ist.

Am besten wirkt das Gerstengrassaftpulver morgens auf nüchternen Magen 30 Minuten vor einer Mahlzeit in ein Glas Wasser gerührt. Man kann es natürlich aber auch anders zu sich nehmen. Ich rühre es immer in meinen morgendlichen Smoothie. Es schmeckt ganz leicht süßlich und hinterlässt einen sehr angenehmen samtigen Nachgeschmack.

Ich bekomme davon immer einen kleinen Energiekick morgens. Und meine Haare, die schon seit Urzeiten ganz dünn und fein sind, sind kräftiger geworden. Alles andere arbeitet im Hintergrund.

Jedenfalls freue ich mich sehr, dass ich nun das Gerstengrassaftpulver* der Fa. Vimergy in meinem Shop anbieten kann, die sich das Angebot von Nahrungsergänzungsmitteln in höchster Qualität auf die Fahnen geschrieben hat.

Die Produkte von Vimergy werden von Anthony William selbst wegen der herausragenden Qualität empfohlen.

Nicht nur das, sondern er benutzt sie selbst ebenfalls! Besser geht es doch nicht. (Falls Sie mehr wissen wollen: hier habe ich den entsprechenden Clip in deutscher Übersetzung ausfindig gemacht)

Die Preise relativieren sich sehr, sehr schnell angesichts der Packungsgrößen.  Früher habe ich eher auf den Preis geschielt und habe sehr kleine Packungen gekauft, die letzten Endes dann auch nicht preisgünstiger waren im Mengenvergleich.Persönlich finde ich das Gefühl von Fülle in Verbindung mit den Packungsgrößen unglaublich befriedigend. Aber die Idee dahinter ist vermutlich einfach, dass Sie das entsprechende Produkt wirklich eine Zeitlang zur Verfügung haben.

Wenn Sie nun neugierig geworden sind, schauen Sie doch einmal in meinem Shop vorbei. Dort finden Sie nicht nur das Gerstengrassaftpulver*, sondern auch andere Mediale-Medizin-Produkte der Firma Vimergy.

Falls Sie noch weitere Rezeptideen für Gerstengrassaftpulver haben oder etwas anderes loswerden möchten, freue ich mich wie immer über Ihre Kommentare.

Monika Richrath

Was ist Energy Tapping?

Was ist Energy Tapping?

Wenn Sie mir schon eine Weile folgen, wissen Sie vielleicht, dass ich dem Energy Tapping, dem sog. Positiv-Klopfen, einer sehr besonderen Klopfakupressur-Technik, ziemlich lange Zeit sehr ablehnend gegenüberstand. Für mich ist es eben so, dass ich es für sehr wichtig halte, sich mit seinen vermeintlichen negativen Gefühlen zu beschäftigen, denn erst, wenn man diese annimmt, können sie sich auch verabschieden.

Dieser Meinung bin ich immer noch. Allerdings habe ich in der Zwischenzeit das Energy Tapping selbst ausprobiert und

bin vollkommen davon begeistert.

Energy Tapping wurde von der Klopfpionierin Sylvia Hartmann entwickelt. Energy Tapping hat einen vollkommen anderen – lösungsorientierten – Ansatz, als das „herkömmliche“ Klopfen. Dabei geht es nämlich darum,

die energetische Ausstrahlung des Körpers gezielt dahingehend zu verändern,

dass man dem Energiekörper, den jeder von uns hat, genau das gibt, was er im Augenblick benötigt. Man beschäftigt sich also nicht mehr mit Gründen und Ursachen für bestimmte Probleme und Schwierigkeiten, sondern versucht, Stress eher mit den Lösungen zu verändern. Das ist äußerst verblüffend.

Diese Art des Klopfens könnte also für all jene vorteilhaft sein, die das Klopfen aufgrund der Beschäftigung mit negativen Emotionen ablehnen, aber auch für diejenigen, die beim herkömmlichen Klopfen zu sehr von Emotionen aufgewühlt und überfallen werden (so dass sie in einen Ausnahmezustand hineingeraten). Für Menschen, die aufgrund von Hochsensibilität schnell in Stresszustände hineingeraten, also auch sehr geeignet. Auch, weil es sich möglicherweise sehr viel sicherer anfühlen mag als das Erforschen von verdrängten Emotionen.

Aber auch hier gilt natürlich, dass man sich in winzigkleinen Schritten vorwärts bewegt. Man klopft dabei nicht jeden Tag das gleiche, sondern muss sich jedes Mal neu überlegen:

was brauche ich JETZT?

Ich finde es auch wesentlich zeitaufwändiger als meinen  eigenen (ganz minimalistischen) Ansatz, betrachte es aber mittlerweile als eine äußerst wertvolle Ergänzungsmethode, die ich auch dann und wann gerne einsetze.

Am besten ist, Sie beurteilen selbst und klopfen alle drei Videos mit. Dann können Sie am besten selbst ermessen, wie wertvoll das Energy Tapping für Sie ist. (Die Videos stammen aus einer Rauhnacht-Reise, wundern Sie sich daher nicht, dass vom 27. Dezember die Rede ist.) Was man aber sehr gut sehen kann, finde ich, ist, wie sich meine Ausstrahlung über die drei Videos hinweg deutlich verändert.

So, und jetzt geht es los. Stellen Sie sich ein Glas Wasser bereit, trinken Sie nach jedem Video etwas und machen und sprechen Sie mir alles nach.

 

Vielleicht merken Sie schon nach dieser ersten Runde, dass sich etwas in Ihnen verändert? Aber jetzt geht es noch weiter, wir hängen noch eine weitere Runde dran. Denken Sie bitte daran, zwischendurch Wasser zu trinken.

Das war immer noch nicht alles. Wir hängen noch eine weitere Runde dran. Meiner Erfahrung nach gibt es in der dritten Runde immer noch einen ganz besonderen Schub, wegen der „Universumsenergie“. Vielen Menschen fällt es übrigens durchaus nicht leicht, sich „so viel“ Energie zu wünschen …

Wie ist es Ihnen gegangen mit dieser dreifachen Klopfrunde? Konnten Sie sich so viel Energie wünschen? Wie immer freue ich mich, wenn Sie Ihre Erfahrungen mit uns teilen.

Von Herzen, Ihre

Monika Richrath

Bild von Denise Husted auf Pixabay 

Was bei Trauma im Gehirn passiert

Was bei Trauma im Gehirn passiert

In den vergangenen Monaten habe ich mich sehr intensiv mit dem Wesen von Trauma beschäftigt. Und natürlich auch mit der Frage, ob es einen Zusammenhang geben könnte zwischen Hochsensibilität und Trauma.

Zunächst einmal habe ich herausgefunden, dass Trauma nicht ein Ereignis bezeichnet, wie dies durchaus üblich ist im Sprachgebrauch, sondern eher

ein inneres Erleben, bzw. einen inneren Zustand

– zunächst in Bezug auf ein Ereignis, welches aber im weiteren Verlauf nicht auf ein Ereignis beschränkt bleiben muss, sondern sich auch auf andere Ereignisse erstrecken kann, die die Erinnerung an das Ursprungsereignis wecken. Man nennt das „Triggern“. Es passiert häufig vollkommen unbewusst, z. B. auf einer Ebene der körperlichen Wahrnehmung, auf die wir bewusst keinen Zugriff haben. Sie kennen das sicherlich selbst, dass einen bestimmte Gerüche im Nullkommanix in die Kindheit zurückversetzen. Mir selbst geht es immer ganz intensiv so, wenn ich bestimmte Oldies im Radio höre, dann bin ich sofort wieder in der Zeit, als dieses Stück rausgekommen ist, meistens in der Pubertät (das war die Zeit, wo ich Musik am intensivsten angehört habe). Und – ich bin dann meistens auch sofort in einer entsprechenden Grundstimmung, die diese Zeit geprägt hat. Sehr melancholisch.

Kürzlich habe ich in dem Beitrag schwarze Erinnerungen (bei dem es um die sog. Kinderverschickung geht), erzählt, dass ich immer noch anfange zu würgen, wenn ich heiße Milch rieche, obwohl die dazugehörigen Ereignisse mehr als 50 Jahre zurück liegen. Ich habe mich in letzter Zeit auch gefragt, ob ich mich mit kalten Duschen so wahnsinnig schwer tue, weil es in jenem Heim Praxis war, die Kinder einmal täglich mit kaltem Wasser abzuspritzen …? Ich werde es vermutlich nie herausfinden, aber möglich wäre es schon.

Letzten Endes war es tatsächlich meine intensivere Beschäftigung mit dem Thema Kinderverschickung, die bei mir sehr viel in Sachen Trauma in Bewegung gesetzt hat. Plötzlich begann ich mich, ganz blöd zu fühlen, ohne zu wissen, was wirklich los war. Nachdem mir jemand erzählt hat, was sie noch aus dem Heim wusste, sind auch ein paar Erinnerungen zurückgekehrt. Die blöden Gefühle haben sich intensiviert. Und ich wusste irgendwann, dass ich jetzt auch nicht mehr zurück kann. Die Katze war aus dem Sack und es war mir klar, dass ich in recht absehbarer Zeit mich um eine professionelle Traumatherapie  in regelmäßigem Rahmen bemühen muss, auch wenn ich eigentlich immer noch dachte, ja, demnächst mache ich das.

Aber das Jahr hat sich dann so krass gestaltet, dass ich irgendwann gezwungen war, etwas zu unternehmen und mir professionelle Hilfe zu suchen. Was dazu führt, dass ich jetzt in der Lage bin, Ihnen allerhand zum Thema Trauma zu erzählen, denn ich habe mich recht intensiv mit Bessel van der Kolk und Peter Levine beschäftigt, während ich gleichzeitig in der Lage bin, selbst von ihren Forschungen zu profitieren. Peter Levine hat eine Methode namens Somatic Experiencing entwickelt, bei der es darum geht, wieder in Verbindung zu kommen mit seinen körperlichen Empfindungen. Denn:

der Körper vergisst nichts

und speichert das Erlebte im sog. Körpergedächtnis ab.

Leider nicht in wohlsortierte und beschriftete Schubladen. Vielmehr ist es so, dass viele Empfindungen und Erinnerungen unseres Körpergedächtnisses chaotisch und unbenennbar erscheinen.

Dies mag daran liegen, dass sich in einem traumatischen Zustand das sog. Broca-Areal abschaltet. Das Broca-Areal ist eines der Sprachzentren des Gehirns und wenn es nicht richtig funktioniert, fällt es uns schwer, unsere Gefühle und Gedanken zu beschreiben, nicht nur anderen gegenüber, sondern auch uns selbst.

Im Gegenzug dazu wird ein anderer Bereich im Gehirn aktiviert, das sog. Brodman-Areal 19, ein Bereich im visuellen Kortex, der Bilder registriert, sobald sie im Gehirn eintreffen.

Dies hat der Wissenschaftler Bessel van der Kolk gemeinsam mit Kolleg*innen herausgefunden, als er die Reaktion von Probanden auf Flashbacks mit bildgebenden Verfahren untersuchte.

Das ist aber noch nicht alles.

Vielleicht werden aus misshandelten Kindern hochsensible KinderWir verlieren ebenfalls das Gefühl für die Zeit und den Ort.

Außerdem übernimmt ab einem bestimmten Zeitpunkt das emotionale Gehirn die Führung, das weder vom Bewusstsein gesteuert wird, noch verbal kommuniziert. Bei einer starken Erregung stehen Gehirnbereiche, die bei einer Integration/Verarbeitung des Erlebten helfen sollen, nicht mehr zur Verfügung. Das Erlebte wird dann nur noch bruckstückhaft abgespeichert, in Form scheinbar zusammenhangloser Bilder, Geräusche, Empfindungen, Gefühle und Sinneswahrnehmungen.

Und es ist genau dieses Zusammenhanglose unserer verschiedenen Empfindungen, die Trauma so schwierig und quälend macht. Auf der einen Seite können wir sehr stark getriggert werden durch eben jene Sinneswahrnehmungen – was nichts anderes bedeutet, als dass wir von einer Sekunde zur nächsten in einem Superstresszustand sind, ohne zu wissen, wie wir dort hingekommen sind oder warum und wie wir wieder herauskommen können.

Auf der anderen Seite fällt es uns schwer, mit anderen darüber zu reden, weil uns die Worte dafür fehlen, weil diese Empfindungen und Emotionen in Sekundenbruchteilen auftauchen und trotzdem kaum greifbar sind. Falls die Erfahrungen, die wir gemacht haben, in einem Alter stattfanden, in dem wir sowieso noch keine Worte hatten, wird es noch schwieriger.

Unsere Erlebnisse bleiben auf jeden Fall in uns lebendig.

Über die Jahre verlieren sie nichts an Intensität (jedenfalls nicht, wenn wir uns nicht aktiv im Rahmen einer Traumatherapie damit auseinandersetzen). Denn um ein Erlebnis in die eigene Geschichte und auch in das eigene Körperempfinden integrieren zu können, brauchen wir Kohärenz, einen Zusammenhang, der bei der Integration und Verarbeitung des Erlebten hilft.

Ein anderer, ebenfalls sehr wichtiger Aspekt bei der Entstehung eines Traumas ist, ob Menschen in der Lage sind, sich in der jeweiligen Situation zu bewegen, aktiv zu werden um sich selbst zu schützen. Werden sie daran gehindert und erleben sich selbst als hilflos, allein und ausgeliefert, in der Falle, kann es zu einer Erstarrung kommen.

Peter Levine unterscheidet sogar in der Intensität der Erstarrung, je nachdem ob die Muskeln sich versteifen oder kollabieren und schlaff werden, wie es der Fall ist, wenn man glaubt, dass man sterben wird.

Das Sich-tot-stellen

hat bei Säugetieren eigentlich wichtige Überlebensfunktionen, z. B. einen betäubten Bewusstseinszustand hervorzurufen, in dem schmerzstillende körpereigene Endorphine ausgeschüttet werden. Häufig findet in diesem Betäubungszustand auch eine Dissoziation statt, in der die Person die eigenen Erlebnisse so erlebt, als stößen sie einer anderen Person zu. So kann das eigentlich Unerträgliche erträglich gemacht werden.

Wenn wir in eine belastende Situation geraten, stehen uns normalerweise drei verschiedene Verhaltensweisen zur Verfügung: Angriff, Flucht oder Erstarren. In jedem Fall aber werden in der Situation Stresshormone ausgeschüttet. Diese Stresshormone bleiben so lange aktiv, bis die Situation integriert und aufgelöst werden kann. Ist das nicht der Fall, kommt es entweder zu

Flashbacks (sensorischen Erinnerungsmomenten) oder Reinszenierungen,

die beide jeweils wieder neue Stresshormone freisetzen. Dies führt dazu, dass es bei traumatisierten Menschen einerseits sehr lange dauert, bis Stresshormone abgebaut werden und der Körper in einen Normalzustand kommen kann. Andererseits steigt der Stresspegel auch bei relativ geringen Anlässen sehr schnell wieder sehr hoch an.

Trauma verändert also unser Gehirn und unseren Körper

Aber das ist noch längst nicht alles. Durch ein Trauma verlieren wir häufig auch die Verbindung zu uns selbst, die vor allem durch den Körper stattfindet. Wir verlernen, auf unseren Körper zu hören, der uns Signale sendet über unsere Empfindungen, die wir möglicherweise aber nicht haben wollen. Genauso wenig wie die damit verbundenen Gefühle wie z. B. Scham. Da fällt mir natürlich ein, dass superviele hochsensible/hochsensitive Menschen einfach hauptsächlich im Kopf sind und kaum im Körper. Es ist viel einfacher sich taub zu stellen und sich letzten Endes vor sich selbst zu verstecken. Aber es gibt einen Pferdefuß dabei:  Wenn wir versuchen, die hässlichen Empfindungen auszuschalten, schalten wir automatisch auch die schönen Empfindungen mit aus.

Dieses Verhalten ist mehr als verständlich, natürlich, aber macht eigentlich überhaupt keinen Sinn. Abgesehen davon, dass wir uns von Lebensfreude abschneiden, verlernen wir die Fähigkeit zu unterscheiden, wann wir sicher sind und wann nicht. Außerdem entwickeln manche Menschen überhaupt Angst vor irgendwelchen Formen körperlicher Empfindungen.

Es erscheint auch logisch, dass bestimmte körperliche Symptome bei traumatisierten Menschen besonders häufig vorkommen, wie Hals- und Nackenschmerzen, Fibromyalgie, Verdauungsstörungen, Reizdarm, Asthma und chronische Erschöpfung. Und letzten Endes kann ein chronisches Trauma zu einer

Posttraumatischen Belastungsstörung

führen. Der Thalamus im Gehirn arbeitet dann nicht mehr richtig. Der Thalamus wird während des traumatischen Ereignisses und auch während Flashbacks einfach abgeschaltet. Was bedeutet, dass er dann vielleicht nicht mehr in der Lage ist, wichtige Sinneseindrücke von unwichtigen Sinneseindrücken zu unterscheiden, was wiederum bedeutet, dass wir uns

ständig im Zustand sensorischer Überlastung

befinden.

Spätestens hier werden Sie sicherlich aufmerken. Denn da sind wir wieder bei den Symptomen, die Hochsensibilität u. a. ausmachen. Und auch bei der Gefahr chronischer Erschöpfung, die sich einfach aus der sensorischen Überlastung ergibt.

Die große Frage, die sich nun stellt, ist:

Was können Sie tun?

Vorweg: Eine Traumabehandlung gehört ausschließlich in professionelle Hände. Bitte unternehmen Sie keinesfalls den Versuch, Ihr Trauma selbst zu beklopfen. Das kann sehr böse ins Auge gehen – vor allen Dingen, wenn Sie nicht wissen, womit Sie es zu tun haben. Menschen, die das Klopfen noch nicht kennen, neigen oft dazu, die Intensität und Kraft der Klopfakupressur massiv zu unterschätzen.

Klopfen können Sie trotzdem. So oder so führt der Weg aus dem Trauma hinaus über den Körper. Tendenziell geht es u. a. darum, die Verbindung zu sich selbst wieder herzustellen, lernen, dem eigenen Körper und seinen Empfindungen Vertrauen zu schenken. Es geht auch darum, das chronisch erhöhte Stresslevel zu senken. Auch das können Sie mit regelmäßigem Klopfen erreichen. Oder Ängste reduzieren und das Gefühl für Sicherheit steigern. Das ist alles mit Klopfen möglich. Sie arbeiten dann sozusagen an einzelnen Auswirkungen. Aber fangen Sie bitte ganz klein an. Und wenn Sie zu denen gehören, die eigentlich Angst davor haben, was in ihrem Körper vor sich geht, klopfen Sie am besten eine ganze Zeitlang leer.

Das war sicher nicht das letzte Mal, dass ich mich mit diesem Thema beschäftigt habe. Dazu gibt es noch so viel zu sagen, gerade im Zusammenhang mit Hochsensibilität.

Jetzt interessiert mich natürlich, wie es Ihnen mit diesen Informationen  geht. Vielleicht möchten Sie auch noch etwas ergänzen, von eigenen Erfahrungen erzählen? Wie immer freue ich mich, wenn Sie Ihre Kommentare mit uns teilen.

Monika Richrath

Image by Gerd Altmann from Pixabay

37° – eine Rezension

37° – eine Rezension

Diese Rezension ist schon eine Weile fertig, aber ich habe mich nicht getraut, sie bei der Affenhitze zu posten 😉

Von Uwe Karstädt habe ich schon vor Jahren erfahren, aber jetzt erst bin ich offenbar wirklich bereit gewesen, mich mit einem Thema zu beschäftigen, das mich schon sehr lange umtreibt: Untertemperatur. Denn dass meine Körpertemperatur irgendwie unterirdisch ist und „nicht normal“ vermute ich schon wirklich lange, bestimmt 20 bis 30 Jahre.

Im Rahmen eines Kongresses bin ich wieder auf das Thema aufmerksam geworden und habe 37°: Das Geheimnis der idealen Körpertemperatur für optimale Gesundheit* von Uwe Karstädt endlich gelesen.

 

Obschon das Buch eher als schmales Büchlein daherkommt, verspricht der Untertitel

„Das Geheimnis der idealen Körpertemperatur für optimale Gesundheit“

nicht zu viel.

Wenn Sie, wie ich und viele andere meiner Leser*innen unter div. sog. „Autoimmunerkrankungen“ wie Hashimoto, Fibromyalgie oder vielleicht auch Nebennierenschwäche oder auch chronischen viralen Infekten leiden (wo alle diese „Zustände“ mit im Gepäck sein können), werden Sie diese Informationen zu schätzen wissen. Alle diese „Zustände“ gehen nämlich häufig mit

Untertemperatur 

einher.

Der Autor vertritt die These, dass unsere „Zustände“ entstanden sind aufgrund von Untertemperatur, da der Körper nur bei einer Körpertemperatur von ca. 37° richtig funktioniert. Und dabei gibt es lediglich einen Spielraum von einem halben Grad.

Das Wissen, dass Abweichungen der Körpertemperatur sich negativ auf die Funktionen des Körpers auswirken, ist sehr wohl bekannt, allerdings hat sich die Medizin so darauf verlegt, Fieber (also Abweichungen nach oben) zu bekämpfen, dass Abweichungen nach unten kaum beachtet werden.

Etwas sehr Interessantes ist in mir vorgegangen, als ich 37°* gelesen habe: Ich habe mich gefühlt, wie eine Blume, die sich zum Licht wendet, denn das, was Uwe Karstädt schreibt, leuchtet sofort ein. Weil man es so gut nachvollziehen kann. Weil man es von sich selbst kennt. Weil man die biologischen Prinzipien des Lebens kennt (Auch wenn man sie mal kurzfristig vergessen hat).

Nebenbei erfährt man auch noch ein paar äußerst interessante Zusammenhänge, z. B.

dass die Schilddrüse gar nicht adäquat arbeiten kann,wenn sie nicht von den Nebennieren richtig unterstützt wird.

Wenn also aufgrund einer chronischen Stressbelastung eine Nebennierenschwäche vorliegt, ist die Schilddrüse auch immer in Mitleidenschaft gezogen. Aha. So klar und einfach habe ich das bis jetzt noch nirgends gelesen. (Ich ziehe also daraus den Schluss, dass man sich bei Schilddrüsenproblemen immer auch mit den Nebennieren beschäftigen muss.)

Oder dass Entgiftung per se nicht korrekt ablaufen kann, wenn eine Untertemperatur vorliegt.

Allzuviel möchte ich Ihnen aber nicht verraten, lesen Sie das Buch selbst, staunen Sie und freuen Sie sich an den neugewonnenen Erkenntnissen.

Das Buch ist sehr übersichtlich strukturiert. Es geht zunächst um die Bedeutung der idealen Körpertemperatur. Dann befasst sich Uwe Karstädt mit der Frage, was das Absinken der idealen Körpertemperatur auf Hypothermie bedeutet und erst im Anschluss daran mit der Hypothermie selbst.

Uwe Karstädt beschäftigt sich in 37°* aber auch noch mit anderen Fragestellungen, die zu diesem Themenbereich gehören, z. B. was die Grundvoraussetzungen menschlichen Lebens aus der Sicht eines Heilpraktikers sind, was Enzyme für uns bedeuten und wie sich Untertemperatur auf die Funktion von Enzymen auswirkt. Außerdem geht es darum, welche Rolle Infrarotstrahlung in unserem Leben spielt.

Langsam werden wir zum Thema Heilung hingeleitet.

Unterwegs bekommen wir noch wirklich nützliche Informationen, z. B. dass wir uns durch Barfußlaufen mit wichtiger negativer Ionenstrahlung aufladen, was aber nur durch den direkten Kontakt mit dem Untergrund geschieht: ade frisch erworbene Barfußlaufschuhe 🙁

Oder dass viel zu viel getrunken wird heutzutage.

Wie kann man also feststellen, ob man an Untertemperatur leidet? Man besorgt sich ein spezielles Thermometer ohne Quecksilber (aber nicht digital) in der Apotheke und führt eine Woche lang Temperaturmessungen nach einem vom Autor vorgeschlagenen Schema durch.

Die Anhebung der Körpertemperatur kann auf verschiedenen Wegen erfolgen. Für Uwe Karstädt liegt der Königsweg in der Anschaffung einer Infrarotmatte (was aber seinen Preis hat).

Aber auch über das Essen lässt sich einiges erreichen, z. B. über die Zufuhr wärmender Nahrungsmittel (welche das sind, erfahren wir im Buch) und das Weglassen kühlender.

 

 

Uwe Karstädt
37°: Das Geheimnis der idealen Körpertemperatur für optimale Gesundheit* 
Kopp
ISBN 978-3-86445-436-6
19,99 EUR

Mein Leben als Scannerin

Mein Leben als Scannerin

Wie fast alle Artikel auf meinem Blog hat auch dieser Blogbeitrag eine Vorgeschichte, eine ziemlich lange sogar.

Von Scannern habe ich schon vor längerer Zeit gehört und habe in den vergangenen sechs bis zwölf Monaten immer wieder andere Menschen gefragt, ob sie keine Lust haben, einen Artikel über Scanner für meinen Blog zu schreiben, jetzt weiß ich warum …

Wie es so ist: große Veränderungen beginnen häufig mit einer kleinen Sache. Dieses Jahr war ich bei dem Kongress von Lisa  Laufer „Vom Jobfrust zur Jobmagie“, einem Kongress für hochsensible und vielbegabte Menschen als Referentin mit dabei und habe mir natürlich auch die meisten anderen Interviews angehört. Dort bin ich irgendwo zum ersten Mal auf eine Definition des Begriffs „Vielbegabung“ gestoßen, der irgendwie in mein Gehirn fiel und dort liegenblieb.

Vorher war das für mich ein sehr schwammiger Begriff – ich glaube, ich verband damit so eine Art Superintelligenz, wohingegen ich zwar ziemlich viele Sachen ganz gut kann, aber nirgendwo herausragend bin. Das schien auf mich also nicht zuzutreffen …

Nun fiel aber in einem Interview der Begriff Scanner und es gibt sogar einen Test dazu, den man machen konnte (sogar in Verbindung mit Hochsensibilität), was ich unverzüglich tat. Und siehe da:

Ich bin eine Scannerin!

Das ist nun schon eine Weile her und ich hatte Zeit, mich an den Gedanken zu gewöhnen und auch, mich ein bisschen schlau zu machen. Vor allen Dingen mit DEM Scannerbuch „Du musst dich nicht entscheiden, wenn du tausend Träume hast“* von Barbara Sher.

Das wirklich Überwältigende daran ist, dass es sich anfühlt, als hätte jemand einen Schleier über mir weggezogen, so dass ich

mich nun in einem ganz neuen Licht betrachten

und auch würdigen kann. (Ganz ähnlich wie bei der Entdeckung meiner Hochsensibilität bzw. Hochsensitivität.)

Dazu gehört zum Beispiel:

  • eine nie versiegende Neugierde und Wissbegierde, ich will alles (na ja, fast, es gibt auch Grenzen) sehen, untersuchen, begreifen
  • Verstehen wie die Welt funktioniert
  • Mir gefällt der Akt des Denkens
  • Ich liebe es, wenn mein Geist intellektuell herausgefordert wird (natürlich ohne Überforderung!)
  • Ich brauche Kreativität
  • Ich kann mich für so vieles begeistern
  • Ich brauche Abwechselung
  • Zuviel Routine ermüdet und langweilt mich
  • Ich lerne (heute) gerne (in der Schule war das anders)
  • Ich kann mich sehr gut in mir völlig unbekannte Wissensgebiete einarbeiten
  • In einer kreativen Phase sprudele ich nur so über vor Ideen (wenn es mir gut geht)
  • Ich freue mich, wenn ich neue Menschen, Orte und Erfahrungen kennen lerne
  • Ich freue mich, wenn ich anderen Menschen mit meinem Wissen weiterhelfen kann
  • Ich kann gute Fragen stellen und andere Menschen dabei unterstützen, herauszufinden, was los ist und was sie eigentlich wollen
  • Ich bin eine Grenzgängerin und gehe an viele Orte, an die andere Menschen nicht gehen

Scanner ist aber nicht Scanner. Barbara Sher unterscheidet sie

in verschiedene Typen,

die sich jeweils ganz unterschiedlich verhalten.

Der zyklische Scanner kennt seine Interessensgebiete, zwischen denen er sich abwechselt. Sie unterscheidet auch noch in die „Untertypen“: Doppelagent, Sybille und Tellerjongleur“.

Im Gegesatz dazu verliert ein Sequenz-Scanner nach einer Weile das Interesse an einem Projekt und nimmt es nie wieder auf. Hier gibt es wieder Unterscheidungen zwischen „Serienspezialisten“ und „Serienmeistern“.

Universalisten gelten als „Hans-Dampf-in-allen-Gassen“, weil sie sich mit sehr vielen Dingen beschäftigen, sich jedoch nirgendwo ganz besonders hervortun. Lt. Barbara Sher liegt den Universalisten hauptsächlich die persönliche Zufriedenheit und das Zusammensein mit anderen Menschen am Herzen.

Wanderer lassen sich einfach auf neue Dinge ein, die ihnen über den Weg laufen, auch wenn diese scheinbar gar nichts miteinander zu tun haben. Später können Sie vielleicht entdecken, dass all ihre unterschiedlichen Interessen einen gemeinsamen thematischen Hintergrund haben.

Ausprobierer wollen gerne ausprobieren und schließen Dinge gerne mit einer Art Abschlussarbeit ab.

Turbowechsler hingegen wechseln so schnell die Interessensgebiete, dass ihnen das selbst Angst machen kann. So etwas wie ein Abschluss ist dann auch nicht möglich. Lt. Barbara Sher sind Turbowechsler besonders geeignet, Potential zu entdecken.

Sie sehen also, alle diese Scanner-Typen sind sehr verschieden. Fast allen ist gemein, dass sie in beruflicher Hinsicht vor großen Herausforderungen stehen, weil die meisten sich kaum vorstellen können, ihr Leben lang bei einer Sache zu bleiben.

Sowieso ist das

Nicht-bei-einer-Sache-bleiben-können

wohl das, was viele Scanner quält und stresst – jedenfalls solange sie nicht wissen, dass sie Scanner sind. Denn man ist dafür als Scanner einfach nicht geschaffen. Wir haben diesen regen Geist – was sicherlich in Verbindung mit Hochsensibilität auch noch mal extra problematisch sein kann.

Ich bin ein wenig von Ehrfurcht ergriffen, weil ich jetzt erst verstanden habe,

wie wunderbar mein Leben ist,

was für passende Strukturen ich mir geschaffen habe, um mich und meine Fähigkeiten bestmöglich zur Entfaltung zu bringen, z. B. habe ich mehrere berufliche Standbeine, denen ich mich abwechselnd widme. Ich habe diesen Blog, der es mir erlaubt, meiner kreativen Lieblingsbeschäftigung nachzugehen: dem Schreiben und der es mir ermöglicht, meine Nase in 1001 verschiedene Wissensgebiete zu stecken und mein Wissen darüber weiterzugeben.

In der letzten Zeit haben Sie nicht so viel von mir gelesen, das lag daran, dass ich mit meiner Seite vor allerlei technischen Herausforderungen stand (die noch nicht alle bewältigt sind), denn wie Scanner so sind, versuche ich erst einmal, selbst herauszufinden, ob ich ein Problem nicht lösen kann …

Manchmal habe ich zugegebenermaßen auch darüber nachgedacht, ob ich aufhören soll zu bloggen, aber diese Frage stellt sich nach dem neuen Wissen, das zu mir gekommen ist, nicht mehr. Für mich selbst ist dieser Blog einfach perfekt, weil er mir die Möglichkeit gibt, meinem Geist Ausdruck zu verleihen.

Das ich so lange gebraucht habe, um zu erkennen, dass ich selbst eine Scannerin bin, liegt vermutlich daran, dass die Strukturen, die ich mir geschaffen habe, über einen sehr langen Zeitraum langsam, langsam gewachsen sind. Vielleicht habe ich den Blick immer mehr auf die verbindenden als auf die trennenden Elemente gerichtet. Wer weiß.

Wenn Sie sich irgendwo wiedererkannt haben, empfehle ich jedenfalls, Barbara Sher zu lesen. Sie hat tolle Ideen für passende Berufsvorschläge, die man nicht in kurzer Zeit über hat und auch über Lebensstrategien.

Haben Sie sich wiedererkannt? Wie war es für Sie, als Sie gemerkt haben, dass Sie Scanner*in sind? Wie immer freue ich mich, wenn Sie Ihre Erfahrungen mit uns teilen.

Monika Richrath

Bild von Alexas_Fotos auf Pixabay 

 

Was durch Matrix Birth Reimprinting möglich wird

Was durch Matrix Birth Reimprinting möglich wird

Um Matrix Birth Reimprinting ist es auf diesem Blog schon verschiedentlich gegangen. Matrix Birth Reimprinting ist eine Sonderform von Matrix Reimprinting, bei der es darum geht, ausschließlich Geburtsthemen mit Klopfen (Klopfakupressur) zu verändern. Das klingt erst einmal ziemlich begrenzt, hat aber in Wirklichkeit fast unendliche Dimensionen, da es dabei immer auch um Beziehung, Verbindung und letzten Endes auch Liebe geht. Matrix Birth Reimprinting wurde von Sharon King entwickelt und ich lege Ihnen ihr Buch Heile deine Geburt, heile dein Leben wirklich unbedingt ans Herz. Es eröffnet uns wirklich ein vollkommen neues Verständnis von „Geburt“ und „Leben“. Und ich denke, es geht dabei auch um Themen, mit denen viele hochsensible Menschen zu tun haben, bzw. die in der Hochsensibilität eine Rolle spielen.

Heute möchte ich Ihnen von einer sehr besonderen Sitzung erzählen, die ich vor einiger Zeit mit meinem Matrix Birth Reimprinting Coach, Karin Arndt, hatte. Denn dadurch haben sich für mich sehr erstaunliche Veränderungen ergeben. Ich kann die Sitzung natürlich nicht zu 100 % wiedergeben, da ich mir als Klientin keine Notizen mache und angewiesen bin auf das, was ich später aus dem Gedächtnis in meinem Tagebuch notiert habe, aber ich denke, es wird reichen.

Nachdem ich meine Augen geschlossen habe und in der Zeit zurückgehe,

bin ich offenbar in der Gebärmutter

gelandet. Das gefällt mir überhaupt nicht. Es ist total eng, ich habe nicht genug Platz. Es riecht auch nicht sehr gut. (Tatsächlich mochte ich den Geruch meiner Mutter soweit ich mich erinnern kann, nicht wirklich.) Und schlagartig wird mir klar, warum ich diesen einen ganz besonderen Rotton nicht mag: es ist das Rot der Gebärmutterschleimhaut!

Karin erklärt mir, dass der Geruch daher kommen kann, dass meine Mutter sehr gestresst ist. Auch dass die Gebärmutter so eng ist, dass ich keinen Platz habe, könnte daran liegen.

Also

wenden wir uns mit dem Klopfen meiner Mutter zu,

die sehr verzagt ist, nervös, gestresst, erschöpft. Schon jetzt mit zwei kleinen Kindern an der Belastungsgrenze, wie soll es mit einem dritten gehen? die Beziehung mit ihrem Mann ist schon brüchig geworden, er verbringt sehr viel Zeit in Nervenkliniken und ist einfach keine Stütze. Alles muss sie alleine machen. Soviel Hoffnung hat sie in diese Beziehung gesetzt! Die Hoffnung, jetzt endlich, zum ersten Mal in ihrem Leben, Liebe zu bekommen. Aber sie hat sich wohl getäuscht. Es gibt keine Liebe. Genauso, wie zuhause.

Wir gehen noch weiter zurück,

zur Mutter meiner Mutter. Meine Oma hat, so hat sich einmal in einer Aufstellung herausgestellt, einen Mann und ein Kind verloren, die sie beide sehr geliebt hat. Das hat sie so mitgenommen, dass sie beschlossen hat, nie wieder jemanden zu lieben. Der Vater meiner Mutter ist daher nur zweite Wahl, nicht wirklich gewollt, nicht wirklich beachtet. Jetzt klopfen wir also mit meiner Großmutter und ihren Gefühlen und am Ende kristallisiert sich ein Bild heraus: meine Großmutter, die mit dem verstorbenen Mann und dem verstorbenen Kind am Strand sitzt. Sie trägt ein hellblaues Kleid mit weißen Punkten, die Sonne scheint und leise rauschen Wellen ans Ufer. Es geht ihr gut.

Dieses Bild ist so machtvoll mit seinem Frieden und der darin enthaltenen Liebe, dass ich spüren kann, dass es mein Feld verändert!

Wir imprinten dieses Bild,

d. h., ich nehme es in mein Herz auf und schicke es ins Universum und das tue ich jetzt mehrmals täglich für die nächsten drei Wochen.

Jetzt geht es darum, wie diese neue, veränderte Großmutter das Leben meiner Mutter verändern kann. Wieder sitzt die Familie am Strand, diesmal aber meine Großmutter, ihr Mann (also der Vater meiner Mutter) und meine Mutter als Kind. (Offenbar haben wir eine deutliche Affinität zu Wasser in der Familie). Meine Großmutter ist nun sehr liebevoll und zugewandt zu ihrem Kind, aber ihr Mann mag nicht so recht „mitspielen“ und ist irritiert. Also klopfen wir erst einmal mit ihm. Meine Mutter spielte derweil zufrieden im Sand. Als er gefragt wird, was er braucht, damit es ihm besser geht, wünscht er sich einen Sonnenuntergang. Großvater und Großmutter heben meine Mutter, das Kind, auf ihre Knie. Alle drei sitzen ganz eng zusammen und sehen sich den Sonnenuntergang an. Auch dieses Bild schicken wir ins Universum.

Ich war so glücklich in der Sitzung!

Das lässt sich kaum mit Worten ausdrücken. Selbst jetzt, wo ich diese Bilder aufschreibe, habe ich einen Kloß im Hals …

Um den Bogen wieder zu schließen, wenden wir uns nun wieder mir in der Gebärmutter zu. Wie geht es mir jetzt dort?

Erstaunlicherweise haben sich die Dinge verändert. Zunächst einmal ist das grässliche Rot verschwunden. Statt dessen ist meine Gebärmutter-Umgebung viel weicher, in einem zarten Orangeton oder Apricotfarben und ich habe viel, viel mehr Platz. Etwas sehr Unglaubliches ist vor sich gegangen: vor meinem Inneren Auge erlebe ich den gleichen Raum vollkommen verändert: vor dem Klopfen hatte er sich wie eine Art zweite Haut an mich geschmiegt, in der eben nur ich Platz hatte und sonst nichts.

Jetzt sehe ich auf eine palastartige runde prächtige Halle,

von der in alle Richtungen Türen abgehen. So viel Platz!

Meine Mutter spricht mit mir und sagt mir, dass sie sich auf mich freut. Ihre Mutter ist da und kümmert sich um meine beiden Schwestern.  Mein Vater ist auch da, er erledigt den Haushalt und kümmert sich um meine Mutter. Auch Engel Michael ist da und sorgt für Frieden und Ruhe. Jetzt kann ich wohl bald neu auf die Welt kommen.

Eigentlich hatte ich meinen Aufzeichnungen nach die letzte friedliche Szene, in der meine Mutter von anderen Menschen umsorgt und verwöhnt wird und sich ganz in Ruhe auf mich einstellen und mich willkommen heißen kann, imprinted.

Offenbar ist aber noch etwas anderes ins Universum geschickt worden. Ob absichtlich oder ganz unbemerkt weiß ich heute nicht mehr. Sicher ist nur, dass das Gefühl unendlicher Weite, das ich in dieser palastartigen Eingangshalle empfand, mich sehr intensiv beeindruckte.

Diese Klopfsitzung fand im Juli statt. Vier bis fünf Monate später fand ich mich unverhofft auf Wohnungssuche wieder, da ich wegen Eigenbedarf eine Kündigung bekommen hatte. Es hat ein wenig gedauert, bis ich meine Schockstarre überwinden konnte. Dann habe ich aber ganz schnell eine Wohnung gefunden, nach wie vor ein Wunder für mich. Das Wunder hört damit aber noch nicht auf. Mein ganzes Leben lang habe ich in 1–2 Zimmer-Appartments und Wohnungen gelebt (ich habe immer gefunden, dass dieser Platz reicht). Jetzt hatte ich plötzlich zum ersten Mal in meinem Leben wirklich richtig viel Platz für mich, nämlich 3 Zimmer (und zum ersten Mal konnte ich mir ein eigenes Sofa kaufen!).

Sehr freudig habe ich also diese Wohnung in Besitz genommen.

Und es waren schon ein paar Monate vergangen, ich hatte mich halbwegs häuslich eingerichtet, da stand ich eines Tages in dem sehr geräumigen Flur, von dem aus verschiedene Türen abgehen. Und plötzlich stieg in mir ganz genau das Gefühl aus meiner Matrix Birth Reimprinting Sitzung von Weite und Großzügigkeit nach oben (ein bisschen kann man das in dem Foto für diesen Beitrag wiederfinden), sehr intensiv und sehr eindringlich.

Ehrlich gesagt, ist es mir in diesem Moment heiß und kalt den Rücken runter gelaufen. Ich habe verstanden. Wie großartig, wie großzügig und wunderbar das Leben, das Universum oder wie Sie es sonst nennen mögen, ist. Was alles möglich ist. Wenn wir es bloß zulassen.

Wie ist es mit Ihnen? Haben Sie auch besondere Erlebnisse, (geklopfte oder andere), die Ihnen ähnliche Einsichten beschert haben? Wie immer freue ich mich, wenn Sie Ihre Erlebnisse mit uns teilen.

Von Herzen, Ihre

Monika Richrath

 

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Eine einzige Mahlzeit kann alles zunichte machen

Eine einzige Mahlzeit kann alles zunichte machen

Als ich in meinem ersten Buch von Anthony William* gelesen habe, dass eine einzige Mahlzeit ausreichen kann, um einen schlafenden Herpes-Virus wieder aufzuwecken, habe ich das zunächst einmal nicht angezweifelt. Damals stand ich mit der Medialen Medizin* ja noch ganz am Anfang.

Auf meinem Blog habe ich über meine ganz allmähliche Gesundung berichtet (die entsprechenden Artikel finden Sie, wenn Sie oben in der Kategorieleiste auf Anthony William klicken oder wenn Sie den Namen in der Suchleiste eingeben). Wie sich zeigte, gab es dabei viele Umwege, etliche der Vorschläge von Anthony William konnte ich gar nicht umsetzen aufgrund von Unverträglichkeiten und anfangs packte mich

die schiere Verzweifelung

bei der Fülle der einzunehmenden Mittel. Der reine Stress. Zuguterletzt habe ich mich dann auf die Basisversorgung mit L-Lysin, Zink, Ester-C und B-Vitaminen festgelegt und versucht, bestimmte Nahrungsmittel wie Gluten, Milchprodukte, Eier, Soja, Rapsöl und Zitronensäure zu meiden. Irgendwann kam der glorreiche Tag, an dem mein Heilpraktiker keine Virenaktivität mehr feststellen konnte. Das war ein wirklich grandioser Tag für mich.

Leider bin ich dann irgendwann leichtsinnig geworden.

Ich habe alle Präparate, die ich zu mir nahm, auf einen Schlag abgesetzt. Das war eine wirklich besch … Idee. Ich habe mich teilweise unglaublich schlecht gefühlt. (Das können Sie auch nachlesen). Aber es gab da diesen Teil in mir, der sehr hartnäckig einfach erreichen wollte, dass ich mich auch ohne Nahrungsergänzungen gut fühle. Das hat irgendwie nach einer Weile auch geklappt, aber mehr schlecht als recht. Ich konnte funktionieren, aber auf einem eher sehr niedrigen Level.

Dann kam auch noch das Leben dazwischen. Ich habe mich verliebt und daraus ergaben sich auch für meine Ernährung wieder Konsequenzen. Alleine war es nicht allzu schwer, dafür zu sorgen, dass bestimmte Nahrungsmittel gar nicht mehr auf den Tisch kommen, aber ernährungstechnisch wollte ich mich als Teil eines Paares irgendwie arrangieren. Mit dem Ergebnis, dass ich es nicht geschafft habe, meine Ernährung nach Anthony William weiterhin konsequent umzusetzen,
d. h., ich aß eben doch dann und wann ein Ei, Sojasauce usw.

Und wieder hat mich der Leichtsinn gepackt. Vom Konzept glutenfreier Ernährung war ich bis dahin nämlich nicht abgewichen.  Aber dann habe ich verschiedentlich (aus meist emotionalen Motiven heraus) ganz spontan Weizenprodukte verzehrt, wenn ich mit Freunden unterwegs war. Zu meinem großen Erstaunen hat das jeweils nicht wie früher zu schlimmen Fibromyalgie-Schmerzen geführt. Sondern „nur“ zu Kopfweh. Und ich habe das auch noch für einen Fortschritt gehalten!

Mein großes Gesundheitsdebakel hat sich nicht vorher angekündigt,

es kam ganz unspektakulär daher, quasi durch die Hintertür.

Ich war eingeladen zusammen mit anderen zu einem Spieleabend, bei dem traditionsgemäß die Einladende kocht (ja, das war noch vor Corona!) Eigentlich ist auch bekannt, dass ich glutenfrei lebe und wird allgemein respektiert. Nur an diesem einen Abend nicht, an dem es einen Eintopf gab mit Fleisch und Gerstengraupen. Und wie der Zufall es so wollte, gab es auch kein glutenfreies Brot für mich und ich selbst hatte mir auch nichts mitgebracht  –“Weil ich mich „in Sicherheit“ wähnte.

Und ich war sehr hungrig. Also habe ich von dem Eintopf gegessen. Vorsichtshalber nur einen Teller, um etwas in den Magen zu bekommen.

Die Quittung für meinen Leichtsinn bekam ich ein paar Stunden später,

als ich im Bett lag. Ich habe in dieser Nacht kaum geschlafen, weil mein Körper sich so unendlich geekelt hat und sich quasi stundenlang wand und schüttelte.

Mir war ziemlich schnell klar, dass dies der Fall war, von dem Anthony William geschrieben hatte:

Die eine Mahlzeit, die alles zunichte macht.

So habe ich es dann auch in den nachfolgenden Monaten empfunden. Ich war pausenlos erschöpft. Morgens kam ich kaum aus dem Bett. Ohne ein Mittagsschläfchen kam ich überhaupt nicht über den Tag. Aber sowieso hielt es nur bis
15 Uhr ungefähr vor. Um 20, 21 Uhr war meine Energie restlos verpufft und ich musste schlafen gehen. Eine Zeitlang war das wegen der Ausgangssperre nicht so dramatisch, da ich diese Zeit genutzt habe, um einfach einmal einen Gang herunterzuschalten. Natürlich hätte ich gerne gewusst, ob meine Vermutungen stimmen, aber wegen der allgemeinen Lage war es nicht möglich, meinen Heilpraktiker aufzusuchen.

Daher habe ich mir überlegt, wieder mit der Medialen Medizin anzufangen. Und ich habe mich wahnsinnig gefreut, dass in genau diesem Augenblick die Firma Supplementa auf mich zugekommen ist und mir eine Kooperation für meinen Shop angeboten hat, in dem sich bis dahin nur Links zu Amazon befanden. Das wird nun anders. Die Fa. Supplementa hat nämlich einen ganz eigenen Produktbereich Mediale Medizin. Dieser wird u. a. bedient durch den Hersteller Vimergy, der gentechnikfreie, vegane Produkte in Bioqualität anbietet.

Einen Teil davon habe ich in meinen Shop aufgenommen. Und ich freue mich riesig darüber, dass es in meinem Shop jetzt richtig gute Produkte gibt. (Die Packungen sind teilweise ziemlich groß, mit der Dose Micro-C kommen Sie bei sparsamer Dosierung gut ein halbes Jahr aus).  Natürlich konnte ich nicht alle Produkte ausprobieren, aber bei meinem Favoriten, dem Heilpilz Agaricus, empfand ich es als einen Unterschied wie Tag und Nacht im Gegensatz zu dem vorher verwendeten „Billigprodukt“. Wie sich der Unterschied anfühlt, weiß man erst, wenn man es selbst ausprobiert. Ich freue mich schon riesig darauf, den B-Komplex auszuprobieren, der die B-Vitamine jeweils in ihrer aktiven Form enthält. Das ist sicher auch interessant für Menschen, die mit HPU/KPU zu tun haben oder es vermuten.

Falls es ein Produkt gibt, dass Sie sich für meinen Shop wünschen, sagen Sie mir bitte Bescheid. Ich erweitere meinen Shop gerne weiter.

Und: es hat nur ein paar Tage gedauert, bis die Energie langsam wieder zurückkam. Vor lauter Ungeduld habe ich wieder einmal zuviel auf einmal genommen und musste mich selbst wieder zurückpfeifen. Also heißt es jetzt erst einmal: schrittweises Einschleichen über einen längeren Zeitraum. Aber ich bin sehr zuversichtlich, dass ich so relativ schnell zu meinem gesunden Level zurückfinde.

Wie sieht es bei Ihnen aus? Haben Sie auch schon mühsam errungene Fortschritte leichtsinnig geopfert? Wie immer freue ich mich, wenn Sie Ihre Erfahrungen mit uns teilen.

Monika Richrath

 

Bild von Lebensmittelfotos auf Pixabay   

3 Techniken, die mit dem Gesicht arbeiten

3 Techniken, die mit dem Gesicht arbeiten

Schon lange wollte ich Ihnen hier einmal diverse Techniken vorstellen, die alle mit dem Gesicht arbeiten, um eine ganzheitliche Entspannung zu erreichen und Stress zu reduzieren. Bestimmt gibt es davon noch sehr viel mehr, aber ich kenne (bislang) nur diese drei. Das interessante daran ist, dass alle drei Techniken vollkommen verschiedene Ansätze haben, obwohl sie alle mit den im Gesicht befindlichen Meridianpunkten arbeiten. Auf dem Bild oben können Sie gut sehen, dass es auf dem Kopf jede Menge Meridianpunkte gibt.

Die 12 Übungen der VinaMa®

Die VinaMa® begleitet mich schon sehr, sehr lange. Alleine, wie ich zu ihr gekommen bin, ist schon bemerkenswert. Ich hatte nämlich so ein Bedürfnis nach grüner Farbe in meiner Wohnung. Ich habe mir sogar einen grünen Sitzsack gekauft. Einmal bin ich mit einer Freundin zu einer Esoterikmesse nach Bergisch Gladbach gefahren, um mir dort an einem Stand von einer blinden Frau die Aura lesen zu lassen. Diese Frau sagte zu mir, ich müsse in den Wald gehen, dort würde ich erwartet – und sie brachte mich anschließend an einen anderen Stand auf der Messe, nämlich den Stand von Frau Nguyên Thi Thiêt, in die Bonn seit 2002 das Institut für ganzheitliche VinaMa® leitet. Ich habe mir den Stand angesehen, nichts gekauft, aber ich habe mir den Vortrag von Frau Thiêt angehört, bei dem sie eine der 12 Übungen für die Selbstanwendung vorstellte. Welche weiß ich nicht mehr.

Bei diesen Übungen geht es darum, ganz einfache Dinge mit dem Gesicht, bzw. bestimmten Gesichtsbereichen anzustellen, z. B. die warmen Hände auf die Augen zu legen, den Mund, die Nase oder Stirn zu reiben usw. Und dann wird jeweils hinterher gespürt, was im Körper passiert. Darum finde ich diese Technik für hochsensible und hochsensitive Menschen wunderschön:

Hier sollen wir wahrnehmen,

ganz wertfrei. Bei mir hat das damals bewirkt, dass sich dadurch mein Verhältnis zu meiner Hochsensibilität verändert hat. Damals war ich eher noch im „Leidensmodus“ und fand die intensive Wahrnehmung häufig sehr anstrengend. Jetzt ging es darum, einfach nur zu gucken, was kommt, sehr angenehm. Bei dem Vortrag hatte ich übrigens das Gefühl,

in meiner Brust öffnet sich eine wunderschöne Blume.

Natürlich bin ich hinterher sofort zu dem Stand gegangen und habe mir eine Anleitung für die 12 Übungen besorgt. 

Sicherlich kennen Sie die ein oder andere Übung schon aus Ihrem Alltag oder aus anderen Zusammenhängen. Ich kann Ihnen jedoch versichern, dass durch das Nachspüren etwas sehr Einmaliges entsteht. Darüber hinaus hat jede Übung eine ganz besondere wahrnehmbare Wirkung und wirkt darüber hinaus auch auf andere Organe bzw. unterstütz diese.

Diese Übungen habe ich einen Monat lang täglich durchgeführt. Und dann entstand in meinem Inneren ein Bild von einem Häuschen am Waldrand. Später habe ich dann übrigens eine Wohnung in der Nähe des Waldes gefunden, die fast wie ein Häuschen war … Auf die Übungen greife ich dann und wann immer wieder gerne zurück. 

VinaMa® wurde von 

Prof. Dr. Bùi Quôc Châu

entwickelt, der von 1977–1983 in einem vitnamesischen Drogenentwöhnungszentrum arbeitete – als Akupunkteur. Aus der traditionellen vitnamesischen Volksheilkunde und verschiedenen östlichen Philosophien wie dem Buddhismus, Taoismus, I Ging etc. entwickelte Prof. Dr. Bùi Quôc Châu eine theoretische Grundlage für die „vitnamesische Gesichtsreflexzonen-Massage“, die auch unter vielen anderen Namen bekannt ist. Ab 1986 setzte Prof. Dr. Bùi Quôc Châu keine Akupunkturnadeln mehr ein, sondern entwickelte eigene, „nicht verletzende“ Instrumente. Für die Entwicklung seiner Heilmethode wurde Prof. Dr. Bùi Quôc Châu mit internationalen Preisen und Würdigungen ausgezeichnet,  z. B. hat ihm die Universität für Alternative Medizin in Sri Lanka den Titel „Star of Asia“ verliehen und bei einem Weltkongress für Natürliche Medizin erhielt er die Auszeichnung „Word Famous Doctor“.

Die Instrumente kann man leider nur im Rahmen von Seminaren oder auf Messen kaufen. Sonst hätte ich mir das eine oder andere schon angeschafft … Ich lege Ihnen jedenfalls diese Übungen wärmstens ans Herz.

Die zweite Technik beruht auf Weiterentwicklungen der Methode von Prof. Dr. Bùi Quôc Châu.

Nhuan Le Quang

kam selbst in den Genuss dieser Methode (damals noch mit Nadeln) und verzeichnete große Erfolge mit seinem Asthma. 1986 ging er nach Frankreich und intensivierte dort seine Untersuchungen über die Technik. Er entwickelte dann einen eigenen Ansatz, ohne Nadeln, statt dessen wird beim

Dien Cham

entweder der Finger verwendet oder das abgerundete Ende eines Kugelschreibers um bestimmte Punkte damit zu drücken. 

Ich  kam zu dieser Technik, weil meine Klopflehrerin mir eines Tages das Buch „Die Kunst der fernöstlichen Gesichtsmassage gezeigt“ hat, was mich sofort so fasziniert hat, dass ich mir das Buch aus besorgt habe. An dieser Technik begeistert mich, dass sie wirklich sehr gesundheitsorientiert ist, man kann damit zwar auch vorbeugend täglich eine bestimmte Punktefolge bearbeiten, ich nutze sie aber als Notfallapotheke. Ich fahre niemals länger weg, ohne das Buch mitzunehmen. 

Es geht im Prinzip darum, bei bestimmten Problemen( z. B. Atemnot, Erschöpfung, Kopfschmerzen, Kräftigung, Schlaflosigkeit etc.) bestimmte Punkteabfolgen zu drücken oder streicheln, oder massieren. Natürlich muss man sich ein bisschen in die Materie einarbeiten und sich die Punkte merken. Am sinnvollsten ist es, wenn man mit einem Spiegel arbeitet, dann kann man die Punkte besser finden.

Hier kann man allerdings richtig auch mal was falsch machen,

es hat z. B. eine Bedeutung, ob man von oben nach unten streicht oder unten nach oben, es gibt Punkte, die kontraproduktiv sind bei niedrigem Blutdruck und andere treiben den Blutdruck nach oben … In dem meines Erachtens nach recht umfangreichen Inhaltsverzeichnis finden sich aber tolle Problemstellungen, die ich woanders so noch nicht gefunden habe: zum Beispiel Kopfschmerzen durch schlechte Verdauung (wenn die Leber streikt) kenne ich recht gut. Und da fällt mir doch ein, dass ich Dien Cham wirklich einmal richtig lernen wollte. Mittlerweile ist das gar nicht mehr so schwierig. Da gibt es allerhand Möglichkeiten im Netz …Und beim Durchblättern finde ich gleich einige „Probleme“, die ich jetzt mal wieder angehen will. Das dauert nur Sekunden.

Ein klitzekleines bisschen mehr Zeit müssen Sie schon investieren bei der

Klopfakupressur.

Aber auch nur minimal. Bei der Klopfakupressur sagt man einen stressauslösenden Satz und klopft dabei bestimmte Punkte auf dem Körper. Hauptsächlich im Gesicht, aber, nicht nur. Das ganze dauert in etwa 2 Minuten in der minimalistischen Variante, die ich bevorzuge. Sie können aber auch 20 Minuten klopfen, wenn Sie geübter sind und soviel klopfen möchten.

Beim Klopfen werden Punkte benutzt, die besonders viele Rezeptoren haben und intensiv verknüpft sind mit den Gehirnarealen, die an psychischen Verarbeitungsprozessen beteiligt sind. Konkret werden neurochemische Verbindungen freigesetzt, die Schmerz reduzieren, Angst verringern, das autonome Nervensystem regulieren und insgesamt beruhigend auf den Körper und die Psyche wirken. Dabei handelt es sich immer um die gleichen Punkte, das hat man sehr schnell raus.

Man kann die Klopfakupressur für nahezu alle Bereiche anwenden, egal ob es sich um ein körperliches Problem handelt oder ein emotionales, egal ob man eine Blockade abbauen oder seine Ziele besser erreichen will.

Ich schätze an der Klopfakupressur besonders die thematische Arbeit und bin hier schon mittendrin in meiner Arbeit mit hochsensiblen Menschen, die ich mit der Klopfakupressur darin unterstütze, mehr Lebensqualität und Selbstbestimmung zu erreichen.

Die Klopfakupressur ist eine Weiterentwicklung der Gedankenfeldtherapie (TFT) des Psychologen Roger Callahan und wurde als EFT (Emotional Freedom Techniques) von Gary Craig entwickelt. Die Mitglieder des Verbandes für Klopfakupressur im deutschsprachigen Raum haben sich jedoch darauf verständigt, den Begriff Klopfakupressur zu verwenden.

Wenn Sie neugierig geworden sind, lade ich Sie gerne ein, kostenlos an meinem online-Kurs teilzunehmen, bei dem Sie die Basics der Klopfakupressur lernen können. 

Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare. Kennen Sie noch andere Techniken, die mit dem Gesicht arbeiten?

Von Herzen, Ihre

Monika Richrath

Bild von Acupuncture Box auf Pixabay 

Die Wahrheit über Hochsensibilität?

Die Wahrheit über Hochsensibilität?

Eigentlich hatte ich es mir schon in der Überzeugung gemütlich gemacht, dass Hochsensibilität offenbar doch etwas mit Trauma zu tun hat. Früher bin ich nicht dieser Ansicht gewesen, aber je mehr ich mich mit dem Thema Trauma beschäftigt habe, umso deutlicher schien sich dort ein Zusammenhang abzuzeichnen. Bei praktisch allen Menschen, die ich kennen gelernt habe und kennen lerne, stellt sich früher oder später heraus, dass ein traumatischer Hintergrund besteht, so dass ich diesen Zusammenhang (zähneknirschend) akzeptiert habe.

Nun habe ich aber im Laufe des Online-Kongresses von Lisa Laufer Vom Jobfrust zur Jobmagie erfahren, dass dies gar nicht so ist.

 

Ich habe beim Kongress in dem Gespräch mit Kathrin Sohst erfahren, dass es interessante Studien zu dem Thema gibt, die auf eine ganz andere Ursache von Hochsensibilität hinweisen. Denn offenbar wird mittlerweile in und zu diesem Thema geforscht! Und habe gleich einen ganz neuen Begriff gelernt (der mir sehr viel besser gefällt als Hochsensibilität):

Neurosensitivität

Der Wissenschaftler Michael Pluess der Queen Mary University of London bezeichnet damit die „Fähigkeit, Umgebungsreize zu registrieren und zu verarbeiten.“ Ganz einfach. Ganz neutral. Ohne irgendeine Form von schlechtem Beigeschmack.

Zwei Studien aus dem Jahr 2018 geben Aufschluss darüber, dass der Anteil hochsensibler Menschen in der Bevölkerung mitnichten 15–20 % beträgt, wie bislang angenommen. Die Studien von LIONETTI ET AL., 2018PLUESS ET AL., 2018) zeigen vielmehr auf, dass Sensitivität zwar angeboren ist, aber nicht in jedem Menschen gleich vorhanden ist. Pluess kam in seiner Studie  mit 906 Psychologie-Studenten zu dem Schluss dass Sensitivität in Menschen etwa folgendermaßen verteilt ist: 

  • 29 % wenig sensitiv
  • 40 % mittelsensitiv
  • 31 % hochsensitiv.

Das bedeutet: wir sind eigentlich nichts Besonderes. Wir sind keine besseren Menschen oder so. Wir können einfach mehr wahrnehmen. Punkt.

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, wenn Sie dies lesen. Ich war, als ich es hörte und dann nachrecherchiert habe, einfach nur erleichtert. Habe mich dann daran erinnert, dass ich schon immer das Gefühl hatte, dass die Zahl 15–20 % an angeblichen Hochsensiblen einfach viel zu niedrig gegriffen war und dass ich früher, sehr viel früher, eigentlich auch davon ausgegangen bin, dass Sensitivität einfach nur Persönlichkeitsmerkmal ist, aber damals war die Forschung einfach noch nicht so weit und ich hatte zwischenzeitlich mein Interesse auf andere Dinge gelenkt.

Das ist aber noch nicht alles.

Man weiß ja heute, dass sich das Gehirn entsprechend den Erfahrungen in der frühen Kindheit „formt“ und darüber bestimmt, wie wir auf Reize reagieren. Konkret bedeutet dies, wenn sich in unserer Kindheit gute und schlechte Dinge die Waage halten, werden wir eine generelle Sensitivität entwickeln. Erleben wir jedoch in unserer Kindheit sehr viel Stress und erfahren wenig Unterstützung, entwickeln wir vielleicht eine 

Vulnerabilität

also eine Empfindlichkeit gegenüber Bedrohungen, Stress, Ängsten usw.

Dies muss aber nicht zwangsläufig so sein. Erfahren wir in der Kindheit vorwiegend Unterstützung, so können wir eine

Vantage-Sensibilität

entwickeln (Vantage: Vorteil). Die Wissenschaftler Tom Boyce und Bruce Ellis hatten bereits vor längerer Zeit die Begriffe „Löwenzahn- und Orchideenkinder“ geprägt. Die Löwenzahnkinder werden als robust betrachtet, belastbar, anpassungsfähig. Die Orchideenkinder sind hingegen sehr viel empfindlicher. Allerdings können sie sich in einem unterstützenden Umfeld so gut entwickeln, dass sie gesünder und belastbarer sind als Löwenzahnkinder. Denn eines ist dabei ganz wichtig:

die Fähigkeit, Positives wahrzunehmen.

Denn diese helfen ja dabei, mit dem Negativen fertig zu werden.

So kommt es also nicht nur auf die Wahrnehmung an sich an, sondern auch, ob wir Gutes und Schlechtes wahrnehmen und verarbeiten können.

Prof. Dr. Michael Pluess hat bereits in einer früheren Studie 2015 vier verschiedene Sensitivitätstypen unterschieden. Zu den drei o. g. kommt noch der Typ mit einer niedrigen Sensitivität hinzu.

Wie verarbeiten die unterschiedlichen Typen Reize?

Jemand mit niedriger Sensitivität wird sowohl positiven als auch negativen Reizen gegenüber nur eine geringe Sensitivität aufweisen.

Menschen mit einer generellen Sensitivität zeigen gegenüber positiven und negativen Reizen eine hohe Sensitivität.

Jemand mit einer vulnerablen Sensitivität zeigt eine erhöhte Wahrnehmung für negative Reize und geringe Wahrnehmung von positiven Reizen.

Und schließlich wird jemand mit einer Vantage-Sensibilität eine erhöhte Wahrnehmung für positive Reize zeigen und eine geringere Wahrnehmung von negativen Reizen.

Natürlich sind solche Typisierungen immer mit Vorsicht zu betrachten. Was mir bei Prof. Pluess ganz und gar fehlt, sind die Menschen, die aufgrund eines superschlechten Umfeldes nicht die Gelegenheit hatten, ein empathisches Gehirn zu entwickeln und in der Folge keine Sensitivität entwickeln können.

Ich selbst finde mich in dieser Aufstellung gar nicht wieder, denn ich stehe sowohl mit einem Bein in  Vulnerabilität als auch in  Vantage, habe also allem gegenüber eine hohe Wahrnehmung. Dort habe ich mich hingearbeitet durch beständiges Klopfen. Und es gibt sogar eine Studie, die zeigt, dass Menschen mit einer vulnerablen Sensitivität diese auch verändern können. Zwar geht es in der Studie um ein achtwöchiges Achtsamkeitstraining, aber es gibt sicherlich sehr viel mehr Wege aus der Vulnerabilität heraus als diesen einen. Ich selbst bin dafür ja das beste Beispiel. Mir hat die Klopfakupressur sehr geholfen.

Ich weiß noch nicht, was ich selbst mit den Informationen anfange, die ich erhalten habe. Vielleicht werde ich in Zukunft nur noch von hochsensitiven Menschen sprechen …

Wie geht es Ihnen jetzt nach dem Lesen des Artikels? Können Sie sich dort wiederfinden? Haben Sie sich vielleicht sogar schon in eine andere „Gruppe“ gearbeitet? Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Von Herzen, Ihre

Monika Richrath

Bild von Karina Förster auf Pixabay 

Tief verbunden – eine Rezension

Tief verbunden – eine Rezension

Auf dieses Buch habe ich mein Leben lang gewartet! Diesem Umstand schreibe ich die Tatsache zu, dass ich es nur zwei Tage nach dem offiziellen Erscheinungstermin in Deutschland im Netz gefunden habe. Dabei folge ich der Autorin Diane Poole Heller schon eine ganze Weile.

Auf sie bin ich gestoßen im Rahmen eines englischsprachigen online Kongresses zum Thema Trauma. Schon damals hat mich begeistert und fasziniert, dass sie sich spezialisiert hat auf Beziehungswunden, bzw. das Thema „Bindung“. Ich hatte sogar geliebäugelt mit der von ihr angebotenen entsprechenden Ausbildung, habe aber schon gelernt, dass ich solche Dinge doch lieber in der Muttersprache tue. Umso mehr freut es mich, dass Tief verbunden* in deutscher Sprache erschienen ist.

„Wie wir alte Beziehungsmuster auflösen und dauerhafte Partnerschaften eingehen“,

lautet der Untertitel. Das Vorwort stammt von Peter A. Levine, dessen Schülerin Diane Poole Heller ist. Sie hat seine Methode Somatic Experiencing in ihre Arbeit einfließen lassen. Das Ergebnis ist wundervoll geworden.

Tief verbunden* besticht meiner Meinung nach durch einen sehr intensiven praktischen Ansatz, d. h., das Buch enthält sehr viele Übungen, die man zum großen Teil alleine durchführen kann.

Bevor ich mich der Gliederung zuwende, lege ich Ihnen noch ans Herz, vor dem Lesen

das Attachment Quizz

zu machen, das Diane Poole Heller auf ihrer Webseite anbietet (leider nur in englischer Sprache), aber ich empfand es als äußerst hilfreich, die eigenen Beziehungsmuster in Form einer Torte dargestellt zu sehn. Ich glaube, dass man sich mit dem Buchinhalt noch mal anders verbinden kann …

Das Buch ist superklar und logisch strukturiert: Nach dem Vorwort und der Einleitung stellt Diane Poole Heller

die verschiedenen Bindungstypen

vor. Dabei beginnt sie mit der sicheren Bindung zuerst. Vielleicht, weil sie davon ausgeht, dass der Wunsch und die Fähigkeit zu sicherer Bindung in allen Menschen biologisch verankert ist (Schon dies empfand ich als große Erleichterung, kein ganz und gar hoffnungsloser Fall zu sein). Manchmal haben wir das nur vergessen aufgrund von Strategien, die wir uns als Kinder aneignen mussten.

Bei der Beschreibung der verschienen Bindungstypen (sichere Bindung, vermeidende Bindung, ambivalente Bindung, desorientierte Bindung) geht es immer auch um die speziellen Ausprägungen und die Auswirkungen auf das eigene Leben, sowie der Darstellung nach außen.

Meines Erachtens nach ist dieses Buch für hochsensible Menschen super super spannend, denn auch wenn das Wort „Hochsensibilität“ an sich nicht fällt, geht die Autorin auf vieles ein,

was hochsensible Menschen häufig erleben:

zum Beispiel sind viele HSP extrem nüchtern und kopfgesteuert. Dies könnte daran liegen, dass Kinder, die nicht genug Unterstüzung, Präsenz und Verbundenheit erlebt haben, eher die linke Gehirnhälfte stärker entwickeln, wo es eher um Logik etc. geht. Dies ist nur ein Merkmal des vermeidenden Bindungstyps.

Aufgemerkt habe ich jedoch besonders im Teil, der sich mit der ambivalenten Bindung beschäftigt. Die ambivalente Bindung entsteht, wenn Eltern nicht beständig und sicher verfügbar sind, also mal da und dann wieder nicht und/oder sich uns gegenüber nicht angemessen verhalten, indem sie unsere Grenzen nicht respektieren etc.

Dies bedeutet, dass wir nicht lernen konnten, uns selbst zu regulieren, unser eigenes Gefühlsleben zu steuern und auch nicht, uns darauf zu verlassen, dass immer jemand für uns da ist. Dazu gehört übrigens auch, dass unsere Bedürfnisse vielleicht nicht erfüllt wurden und dass wir es nicht lernen konnten, gesunde Grenzen zu setzen.

Klingelt da was bei Ihnen?

Bei mir hat es beim Lesen von Tief verbunden* pausenlos geklingelt. Ich fand praktisch auf jeder Seite eine spannende Aussage oder Erkenntnis, obwohl ich durchaus mit den Grundzügen der Bindungstheorie vertraut bin.

Alleine das Lesen des Buches hat schon sehr viel in mir bewirkt. Vor allen Dingen eine große Erleichterung. Bisher fand ich es vor allen Dingen eher beschämend, jemandem nahe sein zu wollen und dies gleichzeitig zu fürchten. Ich empfand das als eine Art persönlichen Versagens. Aber das ist es nicht. Es ist einfach eine ganz normale Ausprägung eines ambivalenten Bindungsmusters.

Zuguterletzt geht es dann noch natürlich um Bindungstypen und Liebesbeziehungen, was sie jeweils ausmacht, was man tun kann um eine Beziehung zu finden, sie sicherer zu machen oder sich aus einer Beziehung zu lösen. Auch hier gibt es natürlich wieder Übungen.

Alles in allem kann ich Ihnen nur raten, sich Tief verbunden* unbedingt anzuschaffen (ich finde, es ist wirklich  eine Schatztruhe voller interessanter  nützlicher Informationen) und natürlich auch, mit dem Buch zu arbeiten, vor allen Dingen, wenn Sie unter Ihrer Hochsensibilität leiden und Beziehungen zu anderen Menschen Sie grundsätzlich in Stress versetzen. Ich bin sicher, da geht ganz viel und freue mich meinerseits auch schon darauf, die Übungen jetzt mal ganz in Ruhe zu machen.

Von Herzen, Ihre

Monika Richrath

 

 

Diane Poole Heller
Tief verbunden*
Kösel
ISBN 978-3-466-34751-3
20 EUR

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