7 Fehler, die Coaches machen können

7 Fehler, die Coaches machen können

Die berufliche Selbstständigkeit ist für viele hochsensible Menschen der einzige Weg, überhaupt am Arbeitsleben teilnehmen zu können. Hier gilt es, die häufig mit der Hochsensibilität einhergehenden Wesenseigenschaften wie z. B. Empathie als Triebfeder für Veränderung zu nutzen – die eigene und die anderer. Viele hochsensible Menschen entscheiden sich daher dafür Coach zu werden.

Dies bringt aber neue Herausforderungen mit sich. Ich habe daher in diesem Artikel 7 Fehler aufgelistet, denen ich in meinem Leben begegnet bin, manchmal sind sie mir bei anderen aufgefallen (als (potentielle) Klientin), die meisten habe ich aber selbst auch irgendwann einmal begangen …

1. Fehlende Empathie

Dass jemand Coach ist, bedeutet noch lange nicht, dass jemand dann unbedingt auch hochsensibel ist. Ich bin im Laufe der Zeit einigen Menschen online begegnet, die definitiv die Hauruck-Methode (oder besagt: Haudraufmethode) bevorzugen. Kürzlich war ich auf facebook einmal geschlagene fünf Minuten Mitglied einer Marketinggruppe, weil mir der Auftritt der Moderatorinnen ein physisches Unbehagen verursachte.

Falls Sie auf der Suche nach einem Coach sind, ist es immer empfehlenswert, sich über die Person zu informieren. Ich selbst lasse mich nicht von jemandem coachen, der nicht hochsensibel ist. Zwar habe ich das noch nie so explizit festgelegt, ich vermute aber, dass ich das intuitiv mache.

Aber selbst wenn jemand erwiesenermaßen hochsensibel ist, bedeutet das nicht automatisch, dass man immer empathisch behandelt wird. Mir selbst hat übrigens neulich auch jemand vorgeworfen, ich hätte es an Empathie mangeln lassen. Zum Glück kann ich damit mittlerweile ganz gut umgehen. Es kommt häufig vor, dass Menschen „einfach nur so“ mit mir sprechen und die Last ihres Lebens bei mir ablegen möchten. Sie können sich sicherlich vorstellen, dass das für mich ziemlich belastend ist.

Viele Coaches bieten etwas Ähnliches an wie ich mit meinem Startergespräch. Man muss also nicht die Katze im Sack kaufen und kann schauen, ob die Chemie stimmt und ob man sich die Zusammenarbeit miteinander vorstellen kann.

Zu fehlender Empathie gehört für mich auch ein

fehlendes bzw. unvollständiges Bewusstsein für die Bedürfnisse der Zielgruppe.

Diesem Fehler begegne ich vor allen Dingen online immer wieder. Einmal habe ich ein superspanndes Webinar besucht, das sich explizit mit dem Thema Hochsensibilität beschäftigte, die Organisatorin war hochsensibel, der Referent war hochsensibel, das Webinarthema beschäftigte sich mit Hochsensibilität. Dann war es aber so: es gab aber drei geöffnete Fenster: in einem war der Referent zu sehen. In einem anderen Fenster sah man die Moderatorin, die dauernd Geräusche machte und auf ihrem Computer herumklickte, im dritten Fenster lief der Chat. Ich bin dabeigeblieben, weil ich das Thema so spannend fand, aber hinterher war ich total erschöpft und auch empört über diese völlig unnötige Strapaze. Außerdem fand ich es so schade für den Referenten, der so natürlich nicht die Aufmerksamkeit bekam, die er verdient hatte …

2. Die eigene Methode für die beste halten

Es gibt so unendlich viele Möglichkeiten zur Entfaltung und zum Wachstum. Als Coach verschreibt man sich meistens einer, höchstens zwei verschiedenen Methoden, die man dann für den universellen Weg für alle hält. Letzteres ist definitiv ein Fehler, weil man den individuellen Menschen dann nicht mehr wahrnimmt. Die Klopfakupressur ist zum Beispiel nicht für jeden was. Es gibt Menschen, die damit überhaupt nicht können. Das ist dann so. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Veränderung und Wachstum können nur dann geschehen, wenn Körper UND Geist gleichermaßen begeistert sind.

Kürzlich hat mir jemand aus meinem Kontaktpool geschrieben: „Wenn Sie Gott gefunden haben, brauchen Sie nichts mehr.“ Autsch. Kontakt löschen. Schade. Das bringt mich direkt zu

3. Sich für unfehlbar halten

Ich versuche, relativ konstant meinen Kontaktkreis zu erweitern und schreibe Menschen an, von denen ich das Gefühl habe, es könnte passen. Auf Xing kommt es dabei häufiger mal zu Irritationen, dass ich, als Coach, andere Coaches anschreibe. Das finde ich ein wenig seltsam. Als wäre man dadurch, dass man als Coach arbeitet, unfehlbar, als hätte man nicht eigene Themen und Schwierigkeiten, die anzusehen und zu bearbeiten sich lohnen würde. Auch wenn ich Coach bin, bleibe ich ein Mensch mit menschlichen Schwierigkeiten, die erst dann aufhören, wenn ich tot bin. Mit so jemandem würde ich als Klientin niemals zusammenarbeiten. Für mich ist eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe das A und O im Coaching. Vor allen Dingen, aber nicht nur, als Klientin. Wie soll Veränderung in mir entstehen, wenn ich das Gefühl habe, mein Gegenüber ist mir überlegen?

4. Eigene Widerstände nicht reflektieren

Dieser Punkt ist mir besonders wichtig. Nachdem ich einmal ein längeres Seminar zu diesem Thema mitgemacht habe, ist mir auch klargeworden, warum. Dieser Punkt ist im Grunde genommen sehr eng mit Punkt 3 verbunden. Es sind ja immer zwei Menschen, die in einer Coachingbeziehung miteinander in Kontakt treten.

Im vergangenen Jahr habe ich mich viel von anderen Menschen coachen lassen. Vor allen Dingen in einem Fall habe ich irgendwann bemerkt, dass ich mich nach dem Coaching viel schlechter fühlte als vorher. Was daran lag, dass mein Coach einfach auf ihren Methoden beharrt hat und sich überhaupt nicht damit beschäftigen wollte, warum etwas für mich nicht ging. Ich fühlte mich richtig schlecht, nicht gesehen. Spannenderweise kam das Seminar zum Thema Widerstände genau zu diesem Zeitpunkt in mein Leben und ich konnte mich entscheiden, dieses Coaching zu beenden – damit fiel eine Last von meinen Schultern. Ich fühlte mich wie befreit!

5. Coacheritis

Eine sehr gute Methode, andere Menschen vor den Kopf zu stoßen und gegen sich aufzubringen ist die Coacheritis, die vor allen Dingen frischgebackene Coaches gerne befällt. Das hängt natürlich eng mit Punkt 2 zusammen, mit der Begeisterung für die eigene Methode und ihren Möglichkeiten. Das möchte man gerne in die Welt hinaustragen (gerne auch in den Freundeskreis)! Leider schießt man dabei häufig über das Ziel hinaus.

Andere Menschen möchten nicht gedrängt werden, dieses oder jenes Problem zu bearbeiten. Am liebsten mit einem selbst. Sie möchten selbst entscheiden, ob und wann sie das Problem bearbeiten und mit wem. Ich vermute, es bringt praktisch niemals was, wenn Sie zu jemandem sagen, „Das könntest du mal bearbeiten.“ Denn damit erheben Sie sich automatisch in eine übergeordnete Position und die Augenhöhe ist sofort flöten. Für den oder die andere ist das unangenehm. Ab sofort hat sie überhaupt keinen Grund mehr, mit ihnen zusammenzuarbeiten – wenn sie es je in Erwägung gezogen haben sollte. Ich kenne so eine Person, die mit anderen praktisch nur als Coach spricht. Das ist grottenunangenehm. Auch wenn ich vermute, dass das letzten Endes nur Tarnung ist und anderes verbergen soll, vermeide ich Begegnungen mit dieser Person.

6. Zu viel Werbung

Die meisten hochsensiblen Menschen sind extrem allergisch gegen Werbung – jedenfalls so lange, bis sie selbst Coach werden und sich mit der Notwendigkeit auseinandersetzen müssen, Werbung zu betreiben um auf sich aufmerksam zu machen. Zu diesem Thema möchte ich auf jeden Fall noch einmal einen extra Artikel schreiben – ich denke, das lohnt sich.

Ich bin selbst schon mal aus einer Gruppe bei facebook rausgeflogen, weil ich meinen Blogbeitrag gepostet habe und in der Seitenleiste mein Buch zu sehen war. Damals war ich ganz schön empört, dass sich jemand darauf fokussierte statt auf den interessanten Artikel … Ich habe daraus aber gelernt und halte mich von solchen Gruppen fern, bzw. lese die Gruppenbeschreibungen vorher aufmerksamer 😉

Von TeilnehmerInnen meiner kostenlosen Kurse habe ich schon öfter die Mitteilung erhalten, dass sie meinen Auftritt als unaufdringlich empfinden, das freut mich natürlich. Offenbar habe ich das richtige Maß gefunden  …

7. Mangelempfinden

Ich bin jetzt ja schon ein paar Jahre dabei und ich kann sagen, dass ein Mangeldenken wirklich äußerst schädlich ist. Vor allen Dingen für einen selbst, weil Verbitterung ziemlich ausufern kann und völlig unnöter Stress ist.

Das kann praktisch alles beinhalten, z. B. wenn man denkt, man kennt so viel potentielle KlientInnen, denen man viel Gutes tun könnte, aber die kommen nicht einmal auf die Idee, zu einem zu kommen!

Dazu möchte ich gerne etwas anmerken. Sie können niemals wissen, was für jemand anderen gut ist. Jeder hat seine Gründe dafür, etwas zu unternehmen oder eben weiter zu leiden. Möglicherweise möchten die, die Sie als potentielle Klienten betrachten, sich sowieso eher von jemandem behandeln lassen, der sie nicht kennt. Vielleicht würden sie sich im Coaching mit Ihnen unterlegen fühlen (Siehe Punkt 5). Vor allen Dingen möchten Sie vielleicht die Freundschaft mit Ihnen nicht aufs Spiel setzen …

Wenn keine Klienten zu Ihnen kommen, hat das in erster Linie immer mit Ihnen zu tun und weniger mit anderen. Blockaden und Glaubenssätze können eine Rolle spielen, zum Beispiel, wenn Sie insgeheim glauben, keinen Erfolg zu verdienen. Dann ist es viel sinnvoller, aktive Glaubenssatzarbeit zu betreiben, statt sich zu grämen.

Eine spirituelle Weisheit, die mir einmal auf einem online-Kongress über Geld zugeflogen ist: Es kann bei Ihnen niemand Kunde werden, wenn Sie auch bei niemandem Kunde sind. Stimmt zu 100% – kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen.

Als hochsensibler Coach können Sie unglaublich davon profitieren, sich mit anderen hochsensiblen Coaches zusammenzuschließen. Gedanken wie: „Die anderen könnten mir die KlientInnen wegnehmen“ sind nicht nur unglaublich unproduktiv und angsterzeugend, sondern auch unglaublich falsch. Coaching beruht weniger auf Methoden, sondern im wesentlichen auf Persönlichkeit – Ihrer! Die Menschen arbeiten mit Ihnen zusammen, weil Sie sie mögen, weil sie zu Ihnen Vertrauen haben und weil Ihre Geschichte ihnen vielleicht Hoffnung schenkt.

Was für Erfahrungen haben Sie gemacht als Coaches, oder auch als KlientIn? Es wäre auch ein guter Rahmen, sich über mich zu beschweren … 😉 Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Herzliche Grüße,
Ihre
Monika Richrath

Bildnachweise: Pixabay

NEU!

Erscheint am 8. Oktober 2018 im Buchhandel

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

In meinem kostenlosen E-Mail Kurs lernen Sie, wie Sie besser mit Stress, Überforderung und Erschöpfung aus der Hochsensibilität umgehen können.

Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und drei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto, Nebennierenschwäche) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

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Extrawurst

Extrawurst

Manchmal hadere ich mit meiner Hochsensibilität. Zum Beispiel, wenn ich das Gefühl habe, ich brauche immer eine Extrawurst – eine Situation, die zu meinem Leidwesen ziemlich häufig vorkommt.

Möglicherweise sind solche Situationen von außen betrachtet leicht schräg.

Es beginnt damit, dass mir jemand etwas anbietet, meist zu essen, eine kleine Süßigkeit, wie eine Praline oder ein Bonbon. Das ist immer Stress.

Meine erste Frage lautet dann immer (wenn ich es nicht genau weiß): „Ist da Zucker drin?“ Meist ruckt die Tüte oder der Teller dann noch etwas näher in meine Richtung, mit der fröhlichen Antwort „Nein.“ Dann muss ich sagen „Dann leider nicht“ – was sowieso schon schwer zu sagen ist, weil es eben nicht die erwartete Antwort ist. Manchmal (je nach Verfassung) sage ich noch zur Erklärung „Von Süßstoff wird mir schlecht.“ oder „Ich vertrage keinen Süßstoff.“

In diesem Augenblick fühle ich mich nie gut.

Es tut mir so leid, dass ich ein kleines Geschenk ablehnen muss. Ich habe das Gefühl, ein Verbindungsangebot abzulehnen, was überhaupt nicht meine Absicht ist. Sowieso ist das mal wieder typisch hochsensibel:

ich mache mir einen totalen Kopf

über eine ganz kleine Sache, an die die die meisten anderen Menschen keine Gedanken verschwenden. Das Schräge daran ist:

meine Ablehnung ist eine mühsam erkämpfte Errungenschaft.

Früher (und selbst heute kommt das zu meinem Leidwesen immer wieder vor), habe ich nämlich meistens auf meine Extrawurst verzichtet – eben um der Verbindung willen. Da ich sehr viele Nahrungsmittelunverträglichkeiten habe, passierte es im Grunde genommen sehr häufig, dass ich so Dinge zu mir nahm, die meinem Körper nicht sehr zuträglich waren. Aber ich war bereit, für diesen kurzen Moment der Verbindung den ganzen restlichen Tag mit einem Blähbauch herumzulaufen, supernervös zu sein oder mich sonst in irgendeiner Form unwohl zu fühlen. Ich war schlicht und einfach nicht in der Lage, mich abzugrenzen, auch in diesem kleinen, für mich sehr wichtigen Bereich, nicht. Ein Bonbon ist eben nicht nur ein Bonbon.

Nicht normal

Ganz abgesehen davon, dass jedes Mal, wenn mir etwas angeboten wird, sich irgendwie im Hinter (oder Vorder-?)grund etwas öffnet, als würde ich auf eine Szene in einem Theaterstück sehen, mit den Beteiligten als Darstellern. Das Stück heißt Normalität. Und alle anderen (meist findet das ganze in Gruppensettings statt), sind eben normal und können das Angebotene essen, nur ich nicht. „Ich bin eben nicht normal.“ Auch wenn ich weiß, dass das totaler Unsinn ist, und dass Normalität, so wie ich sie mir vorstelle, überhaupt nicht existiert, sondern nur eine Vorstellung in meinem Kopf und anderen Köpfen ist, schaffe ich es irgendwie nicht, diese Vorstellung abzulegen. Vielleicht sollte ich das mal klopfen, das wäre sicherlich sehr lohnend. Jedenfalls eine schöne Idee für ein neues Klopfvideo.

Vielleicht hatte es auch noch mit einer anderen Verhaltensweise zu tun, die ganz typisch für HSP ist:

Das Befinden anderer Menschen wichtiger einzustufen als das eigene.

Was war schon ein Abend Unwohlsein, wenn ich dafür niemanden gefühlt zurückweisen musste?

Das Bedürfnis nach Verbindung ist ja kein Bedürfnis, das nur HSP empfinden, es ist eines der wichtigsten menschlichen Bedürfnisse überhaupt. Ohne Verbindung mit anderen können wir uns nicht richtig entwickeln. Ich glaube, dass viele hochsensible Menschen sich mit der Ablehnung eines Verbindungsangebotes eher schwer tun, weil Verbindung selbst ein äußerst schwieriges Thema ist.

Das Gefühl anders zu sein, nicht in Ordnung,

schräg, zu komisch, überempfindlich usw., das viele hochsensible Menschen schon von Kindesbeinen an erfahren, führt häufig dazu, dass wir die Sicht der anderen auf uns selbst übernehmen. Dabei leidet nicht nur unser Selbstwert und unsere Selbstachtung. Wenn wir uns oft oder dauernd als anders als die anderen erleben, führt das oft zu einem Gefühl der Isolation, wir halten uns nicht für liebenswert, wir erleben uns nicht als mit anderen verbunden und in der Welt aufgehoben.

Außerdem haben sehr viele hochsensible Menschen ein sehr genaues Empfinden für soziale Interaktionen und ihre Bedeutung. Von daher ist es kein Wunder, dass ich mich so furchtbar schwer damit tue, ein Bonbon abzulehnen, das ich besser nicht annehmen sollte.

Verbindung zu mir

Im vergangenen Jahr ist sehr viel passiert. Die Arbeit mit meinen KlientInnen wirkt sich auf die eine oder andere Weise immer auch auf mein eigenes Leben aus. Außerdem klopfe ich selbst natürlich auch immer noch auch meine eigenen Themen.

Allmählich beginne ich ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, dass mein Verhalten, kleine Geschenke anzunehmen, weil ich es aus den o. g. Gründen einfach nicht über mich bringe, sie abzulehnen, mir unglaublich schadet, auf ganz vielen Ebenen, nicht nur auf der körperlichen. Denn jedes Mal, wenn ich etwas annehme, was ich nicht vertrage, verlasse ich mich selbst, gehe ich aus der Verbindung zu mir und meinem Körper heraus. Und: Ich kann keine gute Verbindung aufbauen zu anderen, wenn ich keine gute Verbindung zu mir habe. Und wenn der Preis der Verbindung zu jemandem ist, dass ich die Verbindung zu mir vollkommen verliere … dann stimmt einfach etwas nicht. Aber zum Glück lässt sich daran ja arbeiten …

Kennen Sie solche Situationen? Wie gehen Sie damit um? Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Herzliche Grüße,
Ihre
Monika Richrath

Bildquelle: Pixabay

NEU!

Erscheint am 8. Oktober 2018 im Buchhandel

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

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Monika Richrath

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Gestatten: Hochsensibel – eine Rezension

Gestatten: Hochsensibel – eine Rezension

Manche Bücher finden auf sehr verschlungenen Wege zu mir. Von Gestatten: Hochsensibel – Wie hochsensible Menschen den Alltag meistern – hatte ich noch nie gehört, habe aber die Autorin Jasmin Schindler online kennengelernt. Nachdem ich ein bisschen auf ihrem Blog healthy habits herumgesurft bin, den sie mit ihrem Freund Patrick Hundt betreibt, war ich sehr neugierig auf das Buch.

Gestatten hochsensibel von Jasmin Schindler

*

Um es gleich vorweg zu nehmen:

Das Buch hat mich sehr begeistert

denn es hat etwas geschafft, was ich bislang noch in/mit keinem anderen hochsensiblen Buch so intensiv erlebt habe: Es sorgt dafür, dass ich mich als Leserin sofort als Teil einer großen Gemeinschaft fühle. Auch wenn ich meine Hochsensibilität weitestgehend akzeptiert habe, gibt es doch auch immer wieder Momente, in denen ich mit meiner besonderen Empfindlichkeit hadere und je nach dem Stand der aktuellen Befindlichkeit bin ich mir der Unterschiede zu anderen, weniger sensiblen Menschen auch deutlich bewusst. Nun, ich habe dieses Buch begonnen und fast sofort (d. h. nach den Einleitungsseiten) fühlte ich mich weniger komisch, etwas weniger seltsam, sondern als Teil einer etwas schrägen Community.

Diesen Effekt hat die Autorin auf einfache, aber äußerst effektive Weise erreicht: indem sie

16 unterschiedliche Menschen

zu Wort kommen lässt. Zum Teil handelt es sich dabei um Autoren und BloggerInnen (ein sehr praktischer Nebeneffekt ist, dass uns unterschiedliche HSP-Blogs auf dem Serviertablett präsentiert werden) wie Eva-Maria Bläsi, David Cain, Jean-Christoph von Oertzen (den ich auf diesem Blog auch schon einmal interviewt habe), Silvia Christine Strauch (ihr Buch habe ich ebenfalls auf diesem Blog renziert  oder Rolf Sellin. Darüber hinaus hat sie auch LeserInnen ihres eigenen Blogs interviewt und nicht zuletzt schreibt sie auch über sich selbst. Das finde ich überaus sympathisch, vor allen Dingen gefällt mir ihre Art, sehr nüchtern und ernsthaft mit den eigenen Unzulänglichkeiten im Umgang mit der eigenen Hochsensibilität umzugehen. Frau Schindler schreibt sozusagen aus dem Schwarm heraus und das sorgt (zumindest bei mir) dafür, dass ich mit dem Lesestoff insgesamt vollkommen anders umgehe, und viel eher geneigt bin, die gemachten Vorschläge und Strategien auszuprobieren, weil es niemals ein „Sie sollten“ oder „Sie müssen“ gibt. Das finde ich sehr angenehm.

Außerdem bringt es mir als Leserin sofort eine ganz spürbare Entlastung, nicht auch immer alles zu 100 % auf Anhieb schaffen zu müssen. Natürlich ist das Wissen, dass es sehr vielen anderen hochsensiblen Menschen ähnlich geht wie mir, sowieso hilfreich.

Das Buch ist sehr gut strukturiert und in 12 Kapitel unterteilt, die sich jeweils mit

12 Strategien für den hochsensiblen Alltag

befassen, die auf jeden Fall wichtig sind für ein gutes Leben von Hochsensibilität und helfen Stress zu vermeiden, z. B. Hochsensibilität akzeptieren, mit seiner Energie haushalten, Input reduzieren, sich mit Gleichgesinnten umgeben, seine Komfortzone ausdehnen und mehr spielen. Das waren aber beileibe noch nicht alle.

Ganz besonders haben mir die beiden letzten Kapitel über die Komfortzone ausdehen und das mehr spielen gefallen, in denen ich noch interessante Erkenntnisse über mich selbst gewinnen konnte. Außerdem weiß ich ja selbst aus eigener Erfahrung, wie tükisch das ist, wenn man immer zuhause bleibt, weil „draußen“ Überforderung droht. Ab und zu müssen wir doch über unseren Schatten springen und etwas wagen, was für uns eine Herausforderung darstellt! Schon um unseren Selbstwert zu pushen (der leidet, wenn wir immer zuhause bleiben).

Das Spiele-Kapitel bildete für mich ein sehr überraschendes, aber gelungenes Finale.

Wie immer möchte ich nicht allzuviel verraten, damit Sie dieses wunderbare Buch, das im Eigenverlag erschienen und damit nur über Amazon erhältlich ist, in aller Ausführlichkeit entdecken und genießen können.

Die Anschaffung lohnt sich in jedem Fall

Wenn es etwas gibt, die mir an diesem Buch weniger gefällt, dann ist es der Titel, der nicht einmal ansatzweise vermuten lässt, was für wunderbare Dinge in diesem Buch stecken und das Cover, das sich mir nicht so recht erschließen wollte.

Auf jeden Fall findet dieses Buch einen Platz in der kleinen Buchauswahl, die ich zu meinen Seminaren mitnehme. Ich wünsche ihm noch ganz viele begeisterte LeserInnen!

Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Herzliche Grüße,
Ihre
Monika Richrath

Bildquelle: Pixabay

Gestatten: Hochsensibel
Wie hochsensible Menschen den Alltag meistern*
Jasmin Schindler
ISBN 9781981797615

12,99 EUR

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

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Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und drei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto, Nebennierenschwäche) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

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Ich kann einfach nicht NEIN sagen

Ich kann einfach nicht NEIN sagen

Ganz vorsichtig und sacht umrundet sie unsere kleine Gruppe, bleibt immer wieder prüfend stehen, spürt und horcht, schüttelt dann den Kopf und nimmt die Runde wieder auf. Wenn sie an mir vorbeikommt, schließe ich die Augen, um mich nur ja nicht durch ein Grinsen zu verraten, das sich irgendwie auf meinem Gesicht ausbreiten will oder eine andere Reaktion, die sie in die Irre führen könnte. Sie bleibt schließlich stehen. „Hier?“ und zeigt auf eine Stelle zwischen zwei anderen TeilnehmerInnen.

Wir befinden uns gerade in einem meiner Seminare, wo es tradtionell am Morgen des zweiten Tages zum Einstieg eine Übung gibt, die „Tor der Liebe“ heißt. Es ist eine äußerst spannende Wahrnehmungsübung, die von jeder Gruppe unterschiedlich aufgenommen wird und immer wieder neue Erkenntnisse hervorbringt.

Die Person, die ihre Wahrnehmungsfähigkeiten ausprobieren möchte, entfernt sich von der Gruppe. Ihre Aufgabe wird es sein, herauszufinden, an welcher Stelle der Kreis durchlässig ist – wo sich das Tor der Liebe befindet – ohne dabei mit den anderen TeilnehmerInnen zu sprechen. Diese stehen in einem Kreis mit dem Gesicht nach außen und verabreden, welche beiden nebeneinanderstehenden Personen das Tor der Liebe sein möchten. Diese beiden denken das Wort JA, während die Person die Gruppe umkreist. Alle anderen denken das Wort NEIN.

Es ist unglaublich spannend, was dann passiert

selbst, wenn man nicht die Person ist, die die Gruppe umkreist. Jede hat einen anderen Ansatz.  Es gibt immer wieder TeilnehmerInnen, die es gleich auf Anhieb schaffen.  Andere verlassen sich nicht auf ihr Bauchgefühl, sondern suchen die Antwort in den Gesichtern. Wieder andere spüren die richtige Antwort und trauen ihrer Wahrnehmung nicht. Kürzlich kam sogar eine Teilnehmerin auf die Idee, es kinesiologisch auszutesten (mit Erfolg!) Ich selbst habe es übrigens noch niemals geschafft, das Tor der Liebe zu finden, weil ich mich immer durch andere  Emotionen ablenken lasse, die vage bei mir ankommen und die ich nicht einordnen kann. Neulich hat jedoch eine Teilnehmerin in einem Seminar eine (für mein Empfinden) bahnbrechende Bemerkung gemacht. Sie sagte

„Es fällt mir so schwer, nein zu sagen

– wie soll die andere das wirklich wahrnehmen können?“ Und ich merkte, dass es mir genauso ging. Ich versuche mir  das NEIN bildlich vorzustellen, in Großbuchstaben und Fettdruck, aber ich merkte selbst, dass überhaupt keine Energie dahinter war, mein NEIN war ganz kraftlos, eher wie ein zartes Flüstern als eine mit Nachdruck vorgebrachte Äußerung.

Das war wie eine Erschütterung

denn mir wurde klar, dass, wenn es mir schon nicht gelang in einem spielerischen Kontext ein kräftiges NEIN zu produzieren, es in meinem realen Leben noch viel weniger der Fall sein würde. Und dass dies vielleicht der Grund dafür ist, warum es mir einfach nicht gelingen will, andere Menschen davon abzuhalten, bestimmte Dinge zu tun.

Früher war es sogar noch schlimmer.

Da war mir zwar bewusst, dass es Dinge gab, die mir nicht gut taten, aber ich hatte so wenig Selbstbewusstsein, dass es ausgeschlossen schien, mich entschieden zur Wehr zu setzen und für mich selbst und meine Belange einzutreten. Ich glaubte, wenn ich dies täte, würde sich die betreffende Person von mir abwenden und für immer verschmähen. Und das erschien mir schier UN-ER-TRÄG-LICH! Dies war also etwas, was es um jeden Preis zu vermeiden galt. Also sagte ich anderen nie, was mir nicht passte und was ich nicht wollte. Das Ergebnis war natürlich, dass ich dann irgendwann so voller Groll steckte (denn ich bin darüberhinaus auch sehr nachtragend), dass ich von mir aus die Beziehung kappte. So kann man natürlich auch durchs Leben gehen.

Aber an mir nagte doch das Bewusstsein, für andere kein gleichwertiger Partner zu sein, jemand, dem man auf Augenhöhe begegnet, sondern immer unterlegen – die Verbindung zu

„minderwertig“

kommt mir da ganz automatisch. Zu all den anderen gemischten Gefühlen gesellte sich dann auch noch Neid auf die anderen (die das konnten, was ich nicht konnte) und Scham über die eigene Unfähigkeit, ganz abgesehen von dem Stress, der sich aus der Situation ergibt.

Ich wusste natürlich lange Zeit nicht, dass die Unfähigkeit NEIN zu sagen, etwas ist, was häufig mit Hochsensibilität verbunden ist, da das häufig seit frühester Kindheit empfundene Gefühl des Andersseins viele hochsensible Menschen dazu verleitet, sich an ihre erwachsenen Bezugspersonen und deren Werte anzupassen. Als Kinder haben wir ja keine andere Wahl. Als Kind muss es für uns bedrohlich sein, wenn wir das Gefühl haben, dass wir

für unsere Empfindlichkeit abgelehnt werden

– in einem Alter, wo wir Zuspruch und Ermutigung brauchen, um psychisch gut gedeihen zu können. Es erscheint nur logisch, dass viele HSP die Überlebensstrategie entwickeln, möglichst nichts zu tun, was ihre Bezugspersonen gegen sich aufbringen könnte. So verlernten wir häufig schon von klein auf, unsere eigenen Interessen mit Nachdruck zu vertreten.

Gottseidank kann man diese Überlebensstrategie auch wieder verlernen, selbst, wenn es einige Zeit und Mühe braucht. Das geht nicht so über Nacht.

Ich selbst weiß auch erst seit ein paar Jahren, wie toll es sich anfühlen kann, laut zu sagen

„ICH WILL DAS NICHT!“

Der Weg dorthin war ganz schön steinig – und ganz sicher bin ich immer noch nicht am Ende angelangt! Es könnte auf jeden Fall schon einmal helfen, das NEIN-Sagen zu klopfen. Durch die Klopfakupressur merken Sie schneller (auf unaufgeregte Weise) was Sie eigentlich wollen und können es auch eher aussprechen.

Ich habe schon öfter den Einwand gehört, dass Beziehungen sich durch das Klopfen verschlechtern können. Das kann natürlich vorkommen, denn es kann ja sein, dass andere Menschen Sie vorher überhaupt nicht richtig für voll genommen haben, weil Sie sich  nicht gewehrt haben. Wenn Sie beginnen, sich zu wehren, sind andere oftmals erst einmal verdutzt, weil Sie sich anders verhalten als gewohnt. Aber das ist an sich ja nichts Schlechtes, ganz im Gegenteil. Sie begeben sich jetzt auf Augenhöhe und das ist wunderbar für das Selbstbewusstsein. Sie sind jetzt eben nicht mehr bequem. Sie sind jetzt jemand, mit dem man rechnen muss. Vor allem sind Sie ein gleichwertiger Partner, dessen Bedürfnisse genauso viel gelten wie die des anderen.

Es kann auch vorkommen, dass sich Ihre Beziehungen dadurch verbessern, dass Sie Ihre Bedürfnisse besser kommunizieren. Vielleicht stößt das bei Ihrem Gegenüber auf Erleichterung … man kann es nicht wissen.

Sicher ist jedenfalls, dass es für unsere Selbstwerdung wichtig ist, uns auszudrücken, anderen unsere Wünsche und Bedürfnisse mitzuteilen. Auch unser Selbstbewusstsein und unsere Selbstachtung werden dadurch unglaublich gepusht – außerdem können sich dadurch eine Vielzahl ungeahnter Nebeneffekte ergeben, z. B. im Berufsleben, im Freundeskreis usw. Darum wäre dies ein Thema, das anzugehen sich für hochsensible Menschen immer lohnt …

Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Herzliche Grüße,
Ihre
Monika Richrath

Bildquelle: Pixabay
Besser umgehen mit Hochsensibilität.

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Monika Richrath

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Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

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Über Fehler

Über Fehler

Vielleicht haben Sie schon einmal gehört, dass hochsensible Menschen häufig fehlersensitiv sind. Das kann bedeuten, dass sie gut geeignet sind, Tätigkeiten auszuüben, in denen es darum geht, dass Fehler gefunden werden. Korrekturlesen ist zum Beispiel eine Tätigkeit, die dem sehr entgegenkommt.

fehlersensitiv kann aber auch bedeuten,

sich an Fehlern besonders zu stören

(an eigenen und denen der anderen). Vielleicht liegt es daran, dass jeglicher Fehler wie ein Makel oder Schmutzfleck die von HSP angestrebte Perfektion empfindlich stört? Jedenfalls gibt es eine Verbindung zwischen Hochsensibilität und Fehlern.

Ich finde Fehler auch nicht schön, obwohl ich mir die Perfektion schon lange abgeschminkt habe – glaube ich zumindest – wer weiß, wie es in den tiefen Schichten meines Bewusstseins aussieht? Ich versuche jedenfalls, nicht alles so schwer zu nehmen.

Jetzt ist mir aber ein richtig schlimmer Fehler unterlaufen

der sich nicht ignorieren oder korrigieren lässt. Ausgerechnet noch in Sachen Datenschutz. Ich habe mir viel Mühe gegeben, alles richtig zu machen: wochenlang habe ich Webinare besucht, Blogs zum Thema  gelesen usw. Grundsätzlich stehe ich der Datenschutzgrundverordnung wirklich positiv gegenüber. Es passiert sehr häufig, dass ich mit Menschen in Kontakt komme (manchmal über soziale Netzwerke, manchmal aber auch in anderem Rahmen) und plötzlich einen Newsletter bekomme, den ich gar nicht angefordert habe. Das ärgert mich. Die Person kann noch so viele heilerische oder sonstwie tolle Fähigkeiten haben, das ist einfach nicht ok und auch kein wertschätzendes Verhalten …

Was meine Webseite angeht, fühle ich mich gewappnet. Aber ausgerechnet das Einholen Ihrer Einverständniserklärung zur Datenverarbeitung ist in ein absolutes Fiasko ausgeartet. Vielleicht ist es besonders schlecht geworden, weil ich es besonders gut machen wollte. (Die Idee hinter allem war nämlich, dass ich eine Benachrichtigung bekomme, die ich ausdrucken und abheften kann. Tatsächlich habe ich bislang auch nur eine winzigkleine Ahnung, wo der Fehler liegen könnte und gar keine, was ich hätte anders machen sollen.)  Da ich meinen Kriegsfuß mit der Technik ja schon ganz gut kenne, habe ich verschiedene Probeläufe gemacht, die alle wunderbar funktioniert haben. Trotzdem habe ich den Karren voll vor die Wand gefahren. Offenbar habe ich irgendeinen Punkt in der Anleitung meines E-Mail Providers nicht verstanden (oder es war schlecht ausgedrückt) und so kommt es jetzt, dass Sie eventuell mehrere Aufforderungen zur Abgabe Ihrer Einverständniserklärung zur Verarbeitung Ihrer Daten von mir bekommen haben und möglicherweise auch noch mehrfache Erinnerungen, um dem ganzen die Krone aufzusetzen.

Nachdem das ganze Ausmaß dieser digitalen Katastrophe so langsam in mein Bewusstsein eingedrungen ist, hatte ich schon kurzfristig den Impuls, mich aus dem Fenster zu stürzen.

Das fühlte sich an wie eine Art Gesichtsverlust

als hätte ich eine komplette Idiotin aus mir gemacht. Habe ich vermutlich ja auch. Auch Minderwertigkeitsgefühle und Selbstzweifel waren mit im Gepäck (andere kriegen das auch hin, warum denn nicht ich?) Aber da ich dieses Wochenende zum ersten Mal zum Verbandstreffen des Verbandes für Klopfakupressur fahren wollte, fehlte mir einfach die Zeit, mich so richtig in diese Gefühle hineinzuvertiefen. Und das war auch gut so. Viele von Ihnen haben mir netterweise einfach eine E-Mail geschrieben, dass sie meinen Newsletter weiterhin bekommen möchten oder sich andere kreative Wege ausgedacht um mir mitzuteilen, dass sie weiterhin Interesse an  meinen Informationen haben.

Bevor ich mich jetzt hinsetze und mich wieder Ewigkeiten mit einem Formular beschäftige (von dem ich jetzt schon Angst habe, dass es vielleicht auch nicht klappen könnte), bitte ich Sie, mir einfach eine kurze E-Mail zu schicken, dass Sie mit der Verarbeitung Ihrer Daten einverstanden sind und den Newsletter weiter bekommen möchten. Das ist fürs erste der am wenigsten komplizierteste Weg.

Es ist mir schon klar, dass einige von Ihnen mir vielleicht nicht mehr folgen mögen, weil sie das zu nervig oder anstrengend finden. Aber ich kann das nun nicht mehr ändern oder aufheben. Das Kind ist in den Brunnen gefallen und für mich eine ganz schön harte Nuss in Sachen Gelassenheitsübung. Aber ich kann nicht umhin zu bemerken, dass ich hier auf jeden Fall Fortschritte gemacht habe. Früher hätte ich vielleicht eine Blogpause einlegen wollen, um Gras über die Sache wachsen zu lassen …

Mir bleibt nur, mich für das Chaos zu entschuldigen und den Stress und die Selbstzweifel (einige von ihnen haben gedacht, es läge an ihnen, dass das Formular nicht funktioniert hat), den ich Ihnen völlig überflüssigerweise beschert habe

und Ihnen von ganzem Herzen für Ihre Treue, Ihr Interesse und Ihre Nachtsicht zu danken.

Es ist mir bewusst, dass dieser Blogbeitrag extrem kurz ist für meine Verhältnisse. Ich muss mich jetzt erst einmal mit meinem sicherlich überquellenden Posteingang beschäftigen  …

Am Wochenende habe ich übrigens sehr interessante Klopfer und Klopferinnen kennengelernt, von denen ich demnächst die ein oder andere auf diesem Blog vorstellen werde, darauf können Sie sich jetzt schon freuen.

Herzliche Grüße,
Ihre
Monika Richrath

 

Bildquelle:Geralt, pixabay

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

In meinem kostenlosen E-Mail Kurs lernen Sie, wie Sie besser mit Stress, Überforderung und Erschöpfung aus der Hochsensibilität umgehen können.

Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und drei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto, Nebennierenschwäche) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

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Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

Wie ich meine Seelenwünsche entdeckt habe

Wie ich meine Seelenwünsche entdeckt habe

Noch vor wenigen Jahren wäre ich überhaupt nicht auf die Idee gekommen, mich mit meiner Seele zu beschäftigen. Erst recht nicht mit ihren Bedürfnissen. Das hatte für mich einen abgehobenen und esoterischen Beigeschmack, damit wollte ich lieber nichts zu tun haben. Ich könnte mir gut vorstellen, dass es vielen hochsensiblen Menschen ähnlich geht, weil viele von uns  sehr kopfgesteuert sind und sich nur auf „Beweise“ verlassen (am besten auf solche, die von der Wissenschaft erbracht werden).

Für mich hat sich in den letzten Wochen viel verändert. Ganz besonders in Sachen Seelenbedürfnisse.

Als Kind hatte ich den innigen Wunsch zu zeichnen

und ich hatte meistens auch eine genaue Ahnung davon, wie das, was ich zeichnen wollte aussehen sollte. Leider sah es nie so aus. Meine Zeichnungen sahen eben wie Kinderzeichnungen aus. In meiner Parallelklasse, die mit uns zusammen Kunstunterricht hatte, gab es einen Jungen, der Wahnsinnsportraits zeichnen konnte. So, wie ich hätte gerne zeichnen wollen. Menschen. Menschen, die so aussahen wie wirkliche Menschen. In jeder Kunstunterrichtsstunde bin ich fast gestorben vor Bewunderung und Neid. Wahrscheinlich hat sich bei mir da auch der Glaubenssatz eingenistet, dass man Talent haben muss, um gut zeichnen zu können. Daran mangelte es mir ganz offensichtlich. Ich begrub diesen Wunsch und wandte mich anderen Dingen zu.

Erste Zeichnung von Monika RichrathAb und zu tauchte dieser Wunsch wieder auf

und ich erinnere mich daran, dass ich später noch verschiedene Zeichenversuche unternahm, aber mit anderen Objekten. Zum Beispiel habe ich im Rahmen eines Kurses für Kinder Statuen gezeichnet, Kapitelle in einer Kirche und Säulen und ein paar Jahre während eines Urlaubes auf Sylt ein paar Landschaftsaufnahmen von Fotos abgezeichnet. Ich fand sie selbst ganz gelungen, erinnere mich aber nicht mehr ob ich mich getraut habe, die letzteren überhaupt anderen Menschen zu zeigen.

Danach ging unglaublich viel Zeit ins Land. Jahrzehnte über Jahrzehnte, in denen meine Beziehung zu Kunst hauptsächlich darin bestand, in Ausstellungen zu gehen und mir die Kunst anderer Menschen anzusehen. Und in all dieser langen Zeit ist in mir immer wieder der Wunsch aufgetaucht

Ich will Menschen zeichnen

sehr, sehr hartnäckig. Immer wieder fielen mir jene letzten Zeichnungen ein, die ich gemacht hatte und die mir selbst gefallen hatten. Vielleicht war ich gar nicht so talentlos wie ich glaubte? Vielleicht brauchte ich einfach nur Übung? Also kaufte ich mir ein dickes Buch darüber, wie man Menschen zeichnet und legte voller Enthusiasmus los. Schon bald musste ich aber feststellen, das es trotzdem immer noch nicht so einfach war. Das erste Bild gefiel mir. Alle anderen nicht. Ich war nicht in der Lage, meinen Zeichnungen einen Ausdruck zu verleihen, sie erstarrten in grässlichen Fratzen …

Entmutigt gab ich auf

– aber nur halbwegs. Vielleicht brauchte ich so etwas wie Unterricht? Hatte ich denn nicht neulich im Supermarkt auf dem schwarzen Brett eine Telefonnummer gesehen? Die hing da auch noch. Und ich trug sie ein volles halbes Jahr mit mir herum, weil es mir nicht sicher erschien, zu einer mir unbekannten Person nach Hause zu gehen. Dann lernte ich die Künstlerin Johanna Kinast auf einem Event persönlich kennen. Ich glaube auch, dass der Tod meiner Mutter im Februar 2016 eine Rolle gespielt hat. Mein Bedürfnis zu zeichnen wurde irgendwie immer dringender. Im November 2016 ging ich zum ersten Mal recht nervös zu meinem Kunstkurs, der sich für mich als ideal herausgestellt hat, weil er mir alle Freiheiten lässt. Ich entscheide selbst, was ich wie zeichne und nur, wenn ich nicht weiterkomme mit einer Sache, frage ich die Künstlerin um Rat. Im Laufe der Zeit hat sich herausgestellt

Menschen zu zeichnen macht mich einfach glücklich.

Das ist für mich Auszeit pur. Ich als Mensch löse mich vollkommen auf im Prozess der Kreativität, tauche ab oder verbinde mich mit oben und das ist einfach herrlich. Meistens zeichne ich Portraits von Postkarten von Gemälden ab. Das ist ungemein spannend. Manchmal tauchen auf meinem Papier Menschen auf, von denen ich weiß, das ich sie von irgendwoher kenne oder die mir bekannt vorkommen. Das Buch ziehe ich übrigens nur noch dann und wann zu Rate. Wie sich zeigt, ist das Zeichnen auch eine Sache der Übung. vor zwei Wochen ist es mir zum ersten Mal gelungen, der Person auf meiner Zeichnung das gleiche Alter zu verleihen wie der Person meiner Vorlage. Yippieh!

Die anderen Menschen in dem Kurs malen übrigens zum meistens Aquarelle. Daran habe ich mich auch einmal versucht, das hat mir auch Spaß gemacht, aber ich habe gemerkt, das ist es einfach nicht für mich. Diese sehr innige Verbindung nach irgendwohin hat sich nicht eingestellt. Natürlich wollte ich es auch probieren, weil ich mal wieder Schwierigkeiten damit hatte, anders zu sein als die anderen, aus dem Rahmen zu fallen. Hochsensibilität lässt grüßen. Ich habe dann aber ganz vernünftig mit mir gesprochen. Mein Wunsch ist es, Menschen zu zeichnen – und später mal (wenn ich von den Menschen die Nase voll habe), Landschaften. Das steht schon fest. Wenn ich in diesen Kurs gehe, dann um zu zeichnen. Sonst hat es keinen Zweck.

Es ist übrigens gar nicht wichtig, dabei ob ich nun wirklich jede, jede Woche zu meinem Kurs gehe und eine Zeichnung mache oder nicht. Das wichtige ist es, langfristig dran zu bleiben, dafür zu sorgen, dass mein Wunsch einen Rahmen hat. Denn wenn ich es zuhause alleine machen möchte, mache ich es eben doch nicht. Das kennen Sie bestimmt selbst auch.

Warum ist das Zeichnen nun ein Seelenwunsch?

In den letzten Monaten war bei mir einiges los, nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich ging es ganz schön hoch her. Durch die Arbeit mit meinen Klienten und Klientinnen und meine eigene Auseinandersetzung mit mir habe ich verstanden, dass

das wichtigste am Menschsein ist der Ausdruck unserer selbst.

Ok, das klingt jetzt ein bisschen gestelzt. Einfacher: Wir müssen einfach nach außen bringen, was in uns ist.

Das ist unsere Lebensaufgabe

oder zumindest ein Teil davon. Davon bin ich felsenfest überzeugt. Wir müssen uns ausdrücken. Wenn wir das nicht tun, zum Beispiel unsere Gefühle nicht ausdrücken,  werden wir krank oder entwickeln chronische Schmerzen usw.

Es wäre natürlich auch eine ganz spannende Frage, ob sich Hochsensibilität in Seelenbedürfnissen ausdrückt, bzw. ob hochsensible Menschen besondere Seelenbedürfnisse haben?

Was mich selbst angeht, arbeite ich gerade an einem neuen Buch zum Thema Schlafstörungen. Im Zuge meiner Recherchen habe ich dabei mein Leben zwar nur in wenigen Dingen, dafür aber ganz entscheidend verändert, so dass ich wieder einen besseren Blick auf meine eigenen Bedürfnisse habe und mir selbst wieder näher gekommen bin. Und so ist mir klar geworden, dass dieses innige Bedürfnis zeichnen zu wollen, ein Seelenbedürfnis sein muss, denn es begleitet mich schon fast mein ganzes Leben. Und dass auch meine Tanzlust ein Seelenbedürfnis ist, dem ich jetzt mehr und mehr wieder nachgehe. Und je mehr ich tanze, umso mehr Lust zum Tanzen habe ich und umso glücklicher bin ich. Genauso, wie ich immer mehr Lust zum Zeichnen habe, je mehr ich zeichne. Ich glaube übrigens,

Seelenbedürfnisse sind nur für einen selbst

wichtig. Ich denke, es ist gerade die Hingabe an die Selbstentfaltung, die uns so glücklich macht. Ganz ohne Stress.

Wenn Sie nicht wissen, was Ihre Seelenbedürfnisse sein könnten, kann ich Ihnen nur empfehlen, sich Gedanken darüber zu machen, was Sie vielleicht schon als Kind geliebt, aber begraben haben. Es gibt ja den wunderschönen Spruch, dass man nie zu alt ist für eine glückliche Kindheit …

Welche Seelenbedürfnisse haben Sie? Gehen Sie Ihnen nach? Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Herzliche Grüße,
Ihre
Monika Richrath

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

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Monika Richrath

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Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und drei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto, Nebennierenschwäche) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig