Und was ist mit Werbung?

Und was ist mit Werbung?

Dieses Thema beschäftigt mich schon sehr lange. Im Netz wird es bislang kaum thematisiert. Das ist jedenfalls mein Eindruck. Es würde mich freuen, wenn ich mit meinem Artikel einen Dialog oder Austausch in Gang setzen könnte.

Die meisten hochsensiblen Menschen reagieren sehr empfindlich auf Werbung, oder wenn sie das Gefühl haben, dass ihnen etwas angedreht werden soll.

„Ich Ich selbst bin schon einmal (hochkant!) aus einer hochsensiblen Facebookgruppe herausgeflogen. Der Grund dafür war, dass in der Seitenleiste meines Blogs Hinweise auf mein Klopfbuch „EFT-Klopftechnik für Hochsensible“ standen (Heute finden Sie dort auch noch Hinweise auf mein zweites Buch „Die Geheimnisse des gesunden Schlafs„). Damals war ich sehr empört, ein bisschen verstört und fühlte mich zu Unrecht gemaßregelt. Das ist aber schon ein paar Jahre her.

Hochsensibilität trägt bisweilen besondere Blüten, dazu gehört auch, dass alles,

was nicht wahrhaftig aussieht oder von Idealismus getragen wird, abgelehnt wird.

Ich finde das, mit Verlaub gesagt, äußerst weltfremd. Denn auch als hochsensible Menschen sind wir ein Teil dieser Gesellschaft, ein ganz schön großer sogar, auch wenn so viele dies immer noch nicht von sich wissen oder nicht in Erscheinung treten.

Letzten Endes ist

Werbung eng verknüpft mit den alternativen Lebensentwürfen,

denen empfindsame Menschen häufig nachgehen, wenn sie merken, dass sie nicht in den üblichen Arbeitsstrukturen bestehen können.

Viele Menschen ziehen sich dann einfach vollkommen zurück, indem sie sich frühzeitig berenten lassen. Ich kann das sehr gut verstehen, ich habe mich ja selbst einmal auf diesen Weg begeben und mich erst in letzter Sekunde dann umentschieden.

Wie andere auch, habe ich dann doch versucht, mein Leben so zu gestalten, dass sich

die Rahmenbedingungen mit meiner Hochsensibilität vereinbaren lassen.

Ganz häufig werden wir dann eben Coaches oder lehren etwas oder unterstützen andere Menschen auf ihrem Lebensweg. Und das sind sehr gute Berufe für uns, weil wir anderen Menschen grundsätzlich ein echtes tiefes Interesse entgegenbringen, weil wir empathisch und einfühlsam sind.

Aber spätestens wenn es darum geht, mit seinem Angebot an die Öffentlichkeit zu gehen, wird sich die Frage nach der Werbung wieder stellen. Diesmal ist sie ganz eng gekoppelt mit dem Erfolg des eigenen Geschäfts- und Lebensmodells:

Wie sollen andere Menschen von unserem Angebot erfahren, wenn wir es nicht bewerben?

Es gibt natürlich offline-Möglichkeiten, aber darauf können sich heutzutage die wenigsten Menschen verlassen.

Dennoch stellt sich die Frage, ob etwas weniger wahrhaftig ist, bloß, weil es beworben wird?

Der Ton macht eben die Musik.

Es gibt eine ganze Menge hochsensibler Menschen im Netz, deren Werbemethoden ich selbst unglaublich aufdringlich finde, die mich alleine schon durch ihre Penetranz verschrecken. So eine Werbung verursacht Stress bei den Betroffenen und ist eigentlich eher selbstschädigend. 

Dennoch denke ich, dass gerade wir hochsensible Menschen Werbung machen sollten. Wir müssen andere Menschen auf uns aufmerksam machen, um Kunden zu gewinnen. Nur so können wir erfolgreich sein mit unseren alternativen Lebensentwürfen. Aber die Werbung muss eben zugeschnitten sein auf die Bedürfnisse der Zielgruppe, sonst geht es einfach nicht.

Kürzlich habe ich in irgendeiner Facebookgruppe eine Beschwerde einer Frau gelesen, die es schrecklich fand, dass niemand ihr „einfach so“ hilft, sondern dass alle immer nur ihr Angebot an den Mann/die Frau bringen möchten.

Ich gestehe, dass ich mich richtig geärgert habe, auch wenn es gar nicht um mich ging.

Weil ich diese Forderung sehr maßlos fand.

Wenn es das bedingungslose Grundeinkommen schon gäbe, dann könnte man dies noch einmal überdenken. Aktuell gibt es das bedingungslose Grundeinkommen aber nicht, und wir benötigen Einkünfte, um Miete und Essen zu bezahlen.

Und wir benötigen Einkünfte, um die kostenlosen Gratisangebote zur Verfügung zu stellen – die mich zum Beispiel jeden Monat mehrere hundert Euro kosten. Aber letzten Endes führen die Gratisangebote zu einer Win/Win-Situation für beide Seiten, solange wir als Coaches mit oder in unseren Gratisangeboten auf unsere Leistungen aufmerksam machen können. Ich bekomme häufig Zuschriften von Menschen, die es nur mit dem Gratisangebot schaffen ihr Leben wirklich zu verändern.

Letzten Endes wünsche ich mir eigentlich

ein Umdenken hochsensibler Menschen in Sachen Werbung.

Eine Haltung, die statt: „Hilfe, hier wird mir etwas übergestülpt“ von mehr Offenheit geprägt ist: Vielleicht kommt hier etwas, das mir helfen kann, besser mit meiner Hochsensibilität umzugehen, etwas, was, mein Leben positiv verändert. Oder: Wie interessant, was andere  hochsensible Menschen alles so machen, wie sie ihr Leben gestalten, kann ich das als Impuls sehen, meinen eigenen Lebensweg noch einmal zu betrachten (und/oder vielleicht zu verändern?)

Jetzt bin ich vielleicht zu idealistisch. Wahrscheinlich.

Nichtsdestotrotz habe ich mir im Laufe der Jahre einfach erarbeitet, dass ich Werbung machen darf und muss und ich glaube, dass es mir ganz gut gelingt. Jedenfalls bekomme ich häufig Rückmeldungen, dass die Abonnent*innen meines E-Mail-Kurses ihn angenehm empfinden und als nicht zu aufdringlich.

Aber natürlich kann nicht alles für alle gleich passen. Im Zweifelsfall kann man sich ja wieder abmelden.  Und in meinem Online-Kurs können Sie das Tempo sogar selbst bestimmen und die E-Mail Benachrichtigungen deaktivieren.

Noch eins: Ich habe sehr lange überlegt, ob ich tatsächlich eine Werbe-/Empfehlungsseite für andere auf  meiner Webseite einrichten soll. Ich habe mich dafür entschieden, weil ich es gut finde, auf Menschen, Produkte und Dienstleistungen hinzuweisen, die ich selbst gut finde. Dass ich dafür eine Provision bekomme, falls jemand dann etwas kauft, finde ich richtig (hier kommt wieder das Win-Win-Prinzip zum Tragen!). Aber ich mache das nicht wegen der Provision.

Ich kann Ihnen versichern, dass nur die Menschen es auf meine Seite schaffen,

die ich wirklich richtig gut finde.

Menschen, deren Dienstleistungen ich selbst immer wieder nutze.

Tatsächlich werde ich immer wieder einmal angeschrieben von Menschen, die sich mit ihren Dienstleistungen für hochsensible Menschen da gerne dranhängen möchten. Aber ich lehne das dann ab, weil es nicht zu meinen eigenen Werbeprinzipien passt. Ich möchte nämlich nicht einfach Werbung für andere Menschen machen (auch wenn deren Dienstleistungen vielleicht für hochsensible Menschen vielleicht besonders wertvoll sein mögen).

Ich möchte diese Menschen selbst entdecken, ich möchte selbst die Entscheidung treffen, Initiatorin dieser Werbung zu sein und ich möchte zu 100 % oder mehr von deren Dienstleistungen oder Produkten überzeugt sein.

Damit fühle ich mich sehr gut. Dadurch ist meine Werbungs-/Empfehlungsseite mit sehr viel Freude verbunden. Und das fühlt sich einfach wunderbar an. Und ich denke, Sie können es auch merken an der enthusiastischen Begeisterung, die ich für die jeweiligen Produkte habe.

Wie gehen Sie mit Werbung um? Ist Werbung eher ein rotes Tuch, haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie es auf der anderen Seite aussieht oder wie muss eine Werbung für Sie beschaffen sein, damit sie bei Ihnen ankommt? Wie immer freue ich mich, wenn Sie Ihre Gedanken mit uns teilen.

Von Herzen, Ihre

Monika Richrath

Bild von Sasin Tipchai aus Pixabay 

Extrem hellfühlig: Silke Kitzmann

Extrem hellfühlig: Silke Kitzmann

Diese Woche unterhalte ich mich mit Silke Kitzmann. Als geistige Heilerin arbeitet sie mit Menschen, die sich Veränderung für einen kraftraubenden Aspekt ihres Lebens wünschen. Silke ist außerdem Reikilehrerin und hat mit den Lemurischen Heilzeichen kraftvolle energetische Selbsthilfetools entwickelt. All dies hat sich über die Jahre aus einer extremen Hellfühligkeit heraus entwickelt …

Silke, wann hast du das erste Mal gemerkt, dass du andere Dinge wahrnehmen kannst als andere Menschen?


Liebe Monika, ich bin niemand, der “schon immer mit Tieren geredet hat” oder als Kind “unsichtbare Freunde” hatte. Wenn es überhaupt so einen besonderen Moment gab, dann bei meiner ersten Reikieinweihung:  Die Reikilehrerin hat mich damals nicht berührt, aber ich wurde von einem Energiestrom so heftig in den Sitz gepresst, als säße ich in einem Karussell!

Nach diesem Erlebnis habe ich mit der energetischen Arbeit nie wieder aufgehört. In verschiedenen Seminaren hat sich immer stärker gezeigt, dass ich extrem “hellfühlig” bin. Die anderen medialen Kanäle (Hellhören, Hellsehen, Hellwissen) öffneten sich dann über die Jahre so nebenher. Im übrigen halte ich das nicht für etwas Besonderes: Jeder Mensch hat diese Kanäle zur Verfügung und kann sie sich zurückerobern.

Wusstest du zu diesem Zeitpunkt auch schon von deiner Hochsensibilität?

Nein, davon hatte ich noch nie gehört! Das Ganze liegt ja inzwischen bereits 12 Jahre zurück. Da war der Begriff “HSP” noch nicht bekannt. Erst um einiges später gingen mir die Lichter eines ganzen Tannenbaumes auf, als ich mich mit dem Thema Hochsensibilität auseinander setzte.

Hm, was du oben erzählt hast von der Reikieinweihung, klingt für mich schon ein wenig beängstigend. War dir denn dann gleich klar, dass das etwas Gutes ist?

Ich hatte die Arbeit meiner damaligen Reikilehrerin bereits ein Weilchen im Netz verfolgt und habe ihr wirklich vertraut. Wir haben vorher länger über Reiki als solches gesprochen und alle Fragen geklärt. Auch war das Gefühl nicht unangenehm, sondern nur verblüffend intensiv. Ich hätte den Vorgang jederzeit abbrechen können, wenn ich das gewollt hätte. Aber es hat sich toll angefühlt! Nach der Einweihung war ich wieder ganz bei mir, nur freier und leichter als vorher.

Wie ging es dann weiter? War dir dann gleich klar, dass das dein Weg ist?

Nein, überhaupt nicht!  Ich habe die Energiearbeit erst einmal nur für mich selbst und meine Familie als Hobby gesehen. Bzw. hat sich plötzlich ein hochinteressantes Feld aufgetan, das unendlich viele Möglichkeiten bot.

Meine Reikilehrerin hat mich damals mit den Worten: “Herzlichen Glückwunsch zu deinem ersten Grad! Jetzt schau mal, was du damit machst!”, entlassen. Ich habe Zuhause “Mr. Google” angeworfen und erst einmal ordentlich im Internet gestöbert, um mehr darüber zu erfahren.

So bin ich auf vielen Internetplattformen gelandet. “Wer kennt Wen” war damals sehr wichtig für mich. Hier gab es Interessengruppen, u. a. auch über Reiki und viel Austausch. Auch habe ich so von wirklich vielen anderen energetischen Heilmethoden gehört (Quantenheilung, Russische Heilmethoden, EFT, MET, Familienstellen,Tierkommunikation etc.) und diese im Anschluss durch Seminare oder Bücher ausprobiert.

Es war anfangs wirklich nicht meine Absicht, Heilarbeit mit Menschen zu machen. Aber wenn man so viel Handwerkszeug ansammelt, nun ja – dann möchte man es irgendwann auch gerne zum Einsatz bringen!

Silke KitzmannHat sich durch die Annahme für dich noch etwas in der Wahrnehmung verändert?

Meinst du mit Annahme, dass ich begonnen habe, mit Menschen zu arbeiten? Falls ja, dann kann ich dazu nur sagen: Alle Medialität entwickelt und verstärkt sich durch die Anwendung. D. h., mit jedem energetischen Arbeiten verfeinert sich die feinstoffliche Wahrnehmungsfähigkeit. Ich bin mit und an meinen Klienten gewachsen! Es gab viele Herausforderungen zu durchschreiten, Grenzen zu setzen und viele wunderbare Momente zu genießen.

Zusätzlich habe ich seit der Reikieinweihung nie aufgehört, auch für mich selbst und meine persönlichen Themen transformativ zu arbeiten.

Auch als Coach braucht man hin und wieder Einzelsitzungen, denn für sich selbst ist man ab einem bestimmten Punkt “betriebsblind”. Inzwischen habe ich mir bereits 3 spirituelle Reisen gegönnt, eine vierte steht bald an. Mit jedem einzelnen Schritt verändert sich etwas: Man kommt in Reinigungsprozesse. Man wirft uralten, alten, übernommenen und aktuellen Ballast ab. Spirituelle Reisen sind besonders intensiv, da man über einen zusammenhängenden Zeitraum in “Bearbeitung” ist und die hohe “Gruppenenergie” nutzt.

Oh, das war mir so gar nicht bewusst 😉 ich meinte das Annehmen der eigenen Fähigkeiten. Ich habe z. B. selbst früher kein Vertrauen in meine Intuition gehabt, aber nachdem ich irgendwann akzeptiert habe, dass ich diese Fähigkeiten habe, haben sie sich sofort intensiviert …

Siehst du, genau das meine ich!  Das Annehmen der Tatsache, dass es “mehr” geben könnte, ist der erste wichtige Schritt. Das Ausloten der eigenen Talente, die Beschäftigung damit, lässt sie wachsen – wie alles, dem man seine Aufmerksamkeit schenkt!

Was hast du ursprünglich denn machen wollen?

Meinst du damit meinen “studierten” Beruf? Ich war lange Zeit Grundschullehrerin. Am Ende bin ich aber in eine Schieflage gekommen und litt unter Burnout, Hörstürzen und anderen, damit zusammenhängenden Beschwerden, die mich letztlich aus diesem Beruf katapultiert haben. Ich war mir damals meiner extremen Feinfühligkeit nicht bewusst, habe mich weder gereinigt noch geerdet. Rückblickend ist mir dann einiges klar geworden …

Dem entnehme ich, dass es auch mit der spirituellen Arbeit zunächst vielleicht nicht so einfach war?

Hm, was heißt einfach?  Wenn man feiner ist und mehr wahrnimmt, dann nimmt man nicht nur das Angenehme intensiver wahr…
Mit jeder tieferen energetischen Arbeit, also dem Verabschieden von Blockaden, kann es erst einmal eine kurze Erstverschlimmerung geben. Das kennt man schon von der Homöopathie.

Das ist z. B. bei Einweihungen auch so. Je nachdem, was für ein Typ man ist, können sich dann die Widerstände entweder im Körper (Schnupfen, Schwitzen, Ausschlag …) oder im Geist (Träume, Phantasien, erhöhte Emotionalität, nahe an den Tränen …) als Reinigungswirkungen zeigen. Dies ist aber i.d.R. nur wenige Tage so, dann beruhigt sich alles wieder. Das ist ein “Kann, aber muss nicht!”-Ding und sehr individuell.

Anfangs, als ich noch viel “aufzuräumen” hatte, hat fast jede Sitzung mit einer anderen Person einen kleinen Prozess in mir ausgelöst. Das ist nun nicht mehr so, weil ich meine Resonanzthemen inzwischen gründlich aufgearbeitet habe.

Auch meinen Klienten geht es gut hinterher, weil ich inzwischen Wege gefunden habe, die Veränderungen am Ende der Sitzungen so zu integrieren, dass Körper und Geist damit entspannt umgehen. Eigenarbeit ist aber definitiv ein Muss, wenn man mit anderen Menschen arbeitet! Du möchtest keinen Coach oder Heiler, der bei deinem Thema in Tränen ausbricht, weil er selbst einen ungeheilten Schmerz dazu in sich trägt. Das wäre wenig hilfreich!  Auch darf jeder Coach noch viele andere Dinge für sich klären, wenn es ihm mit der Arbeit gut gehen soll …

  • Was bin ich mir wert?
  • Was ist mir meine Arbeit wert?
  • Wo grenze ich mich ab, wie viel Raum gebe ich den Klienten?

Das kennst du sicher auch aus deiner Tätigkeit heraus: Es ist ein ständiger Lernprozess mit und an den Klienten oder Seminarteilnehmern.

Wie hat es sich auf deine Arbeit mit Klienten ausgewirkt, als dir deine Hochsensibilität bewusst geworden ist? Hast du danach Dinge bewusst verändert?

Ich habe das lange gar nicht als Hochsensibilität gesehen, sondern einfach als eine ausgeprägte Hellfühligkeit … Auch heute noch bin ich der Meinung, dass das Phänomen “HS” einfach das (teilweise heftige) Öffnen der medialen Kanäle ist, die ja jeder Mensch besitzt!

Du fragst, ob ich Dinge bewusst verändert habe? Hm, eigentlich nicht. Ich weiß einfach inzwischen besser Bescheid. Wenn ich eine Schwere fühle, dann teste ich erst einmal, ob ich vielleicht eine Besetzung bei mir habe. Naja, dann löse ich sie ab und in kurzer Zeit geht es mir wieder besser. Oder wenn ich mal ganz neben der Spur bin, dann haben wir meist einen “Portaltag” (Def.: Besondere kosmische Konstellation, bei der die Energien hoch sind.), es gab wieder mal Sonnenstürme etc. oder es arbeitet anderweitig an meinem Energiefeld.

Seit ich meine “Lemurischen Heilzeichen” habe, reinige ich mich energetisch viel regelmäßiger. Einfach, weil es so leicht ist und ich eher daran denke. Ich habe mir die wichtigsten Zeichen in einer Zimmerecke übereinander gelegt und stelle mich dann ein paar Minuten drauf – fertig! Auch trenne ich mich nach einem Coaching ganz bewusst von meiner Klientin. Damit geht es mir insgesamt energetisch viel besser!

Das sollte ich mir wirklich auch mal angewöhnen! Wie bist du denn zu den Lemurischen Heilzeichen gekommen?

Damals war ich auf einer spirituellen Reise auf der schönen Insel Santorin. Während einer Meditation zu unserer Seelenfamilie und unseren Gaben aus der atlantischen Zeitepoche  habe ich mich eine Art Schaltpläne zeichnen sehen … Damit konnte ich zunächst wenig anfangen. Also habe ich es im Zimmer einfach mal ausprobiert! Ich habe ein Blatt und einen Stift genommen und schon lief dieser von alleine los. Mit jedem Strich lösten sich bei mir innere Blockaden … Dadurch, dass ich so fühlig bin, konnte ich das deutlich spüren! Zwischen diesem Erlebnis bis hin zum Entstehen und vor allem Veröffentlichen der Lemurischen Heilzeichen lagen noch einige Monate sowie viel Testen und Ausprobieren. 🙂

Ich habe mir selbst mittlerweile das ein oder andere Zeichen zugelegt und kann das wirklich sehr empfehlen.

Vielen Dank, liebe Silke, für dieses Interview!

Liebe Monika, ich danke DIR für das Interview und die Möglichkeit, meine Geschichte zu erzählen!

Fotos: privat

 

Hier können Sie nachlesen, welche Erfahrungen ich mit den Lemurischen Heilzeichen von Silke Kitzmann gemacht habe und warum ich sie gerade für hochsensible Menschen so besonders klasse finde.

Lebe lieber leicht und frei

 

So vermeiden Sie als HSP Überforderung in der Selbstständigkeit – 9 Tipps

So vermeiden Sie als HSP Überforderung in der Selbstständigkeit – 9 Tipps

Ich habe es schon oft geschrieben – und werde es vermutlich viele, viele weitere Male schreiben – dass für viele hochsensible Menschen die berufliche Selbstständigkeit der einzige Weg ist, um überhaupt am Berufsleben partizipieren zu können.

Allerdings ist es mit der Entscheidung zur Selbstständigkeit nicht getan, ganz im Gegenteil. Damit die Selbstständigkeit von Anfang an ein Sprungbrett und nicht zur Falle gerät, gibt es einiges zu beachten. Hier habe ich 9 Tipps für Sie, wie das gelingen kann.

1. Sorgen Sie für Ihre finanzielle Sicherheit

Dies ist ein äußerst essentieller Punkt. Hochsensibilität hat ja immer zu tun mit einem erhöhten Stressaufkommen und vor allen Dingen Geldstress hat man in der Selbstständigkeit meistens – zumindest am Anfang – reichlich. Zumindest wenn man alleinstehend ist oder ausschließlich für den eigenen Unterhalt aufkommt (und vielleicht noch für den von Kindern).

Es dauert seine Zeit, eine erfolgreiche berufliche Selbstständigkeit aufzubauen. Es ist daher absolut sinnvoll, sich mehrgleisig aufzustellen und mehrere Einkommensquellen zu haben. Dabei muss es sich nicht unbedingt um ein festes Gehalt handeln. Es könnten z. B. ein oder mehrere Nebenjobs sein, der Verkauf von Waren, Affiliate-Provisionen oder auch der vorübergehende Bezug von Leistungen des Jobcenters. Im Internet gibt es zahlreiche Plattformen wie freelancer.com, upwork usw., auf denen man online Jobs finden kann, die man für Menschen irgendwo auf der Welt bei sich zuhause erledigt (nein, ich spreche nicht von Heimarbeit). Das ist äußerst praktisch, wenn auch nicht immer gut bezahlt, aber eine tolle Möglichkeit, Einkommen zu generieren.

Unter Selbstständigen geht die Weisheit um, dass man erst nach 5 Jahren weiß, ob das Business funktioniert. Ich kann das aus eigener Erfahrung bestätigen. Man kann den Zeitraum möglicherweise abkürzen und das bringt mich gleich zu Punkt

2. Suchen Sie sich von Anfang an Unterstützung

Dies ist ein Fehler, den ich gemacht habe und es war ein wirklich schwerwiegender Fehler. Hätte ich nicht erst im dritten Jahr in ein wirkungsvolles Coaching investiert, wäre es vielleicht schneller gegangen. Aber auch nur vielleicht. Denn Sie benötigen Zeit für Ihr inneres Wachstum, das Emporwachsen und Sichtbarwerden. Das Sich-Sichtbar-Machen ist für viele Hochsensible nicht einfach. Ehrlich gesagt, glaube ich nicht, dass sich dieser Prozess wirklich beschleunigen lässt. Es ist ja nicht nur so, dass Sie einfach etwas tun, sondern eher etwas, was Sie sind oder etwas, was Sie werden. Vor allem, wenn Ihr Herzblut in Ihrem Geschäft steckt, wovon ich jetzt einfach mal ausgehe.

Aber ich bin abgeschweift. Sie brauchen Unterstützung von Anfang an und zwar von einer Person, die sich auskennt in Ihrem Bereich.

Ich habe mich zu Beginn meiner Selbstständigkeit auf ein KfW-Coaching verlassen, weil ich das bekommen konnte. Das war zum großen Teil rausgeschmissenes Geld, weil die Coaches nur auf gewerbliche Selbstständigkeit fokussiert waren und vor allen Dingen nicht an meine „Geschäftsidee“ glaubten und von meiner Zielgruppe „hochsensible Menschen“ hielten sie schon gar nichts. Rückblickend kann ich sagen, dass mir das teilweise sogar eher geschadet hat. Außerdem hatten sie null Ahnung vom Internetmarketing …

Lassen Sie sich daher von Anfang an coachen (und achten Sie auch möglichst darauf, dass Ihr Coach Ihre Präferenzen bedienen kann (wenn Sie sich zum Beispiel möglichst wenig im internet aufhalten wollen, brauchen Sie jemanden, der sich darauf spezialisiert hat). Das ist supergut angelegtes Geld, das Sie vielfach zurückbekommen.

3. Arbeiten Sie an Ihren Glaubenssätzen

Am besten von Anfang an und nicht erst dann, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist und die Klienten ausbleiben. Selbstsabotage ist ziemlich weit verbreitet unter den Menschen. Als SelbstständigeR schadet man sich damit enorm. Kürzlich habe ich zwei Audidateien zum Löschen von selbstsabotierenden Glaubenssätzen erstellt (eine Trance-Reisen-Version und eine Klopfversion), in denen es darum geht, von den Eltern und anderen übernommenen (oder auch selbstgestrickte) Selbstsabotageprogramm zu löschen und sie durch erfolgsbejahende Glaubenssätze zu den Themen Erfolg, Wohlstand, Selbsttausdruck und Selbstermächtigung zu ersetzen. Wenn Sie die Klopfakupressur einmal ausprobieren möchten, haben Sie hier die Möglichkeit, kostenlos die Basics zu lernen.

4. Trennen Sie Arbeit und Freizeit strikt voneinander

Sorgen Sie z. B. dafür, dass der Computer nach Möglichkeit nicht im Schlafzimmer steht (falls doch, sollte er vom Bett aus nicht zu sehen sein!). Ein eigenes Arbeitszimmer wäre natürlich ideal.

Schaffen Sie sich explizite Freizeitklamotten für Zuhause an, die Sie nie draußen anziehen würden. Ich ziehe mir nach der Erledigung meiner Tagesarbeit z. B. immer einen bestimmten Pullover und eine bestimmte kuschelige Hose an, um mir selbst zu zeigen, dass jetzt Feierabend angesagt ist.

5. Setzen Sie sich niemals (wirklich niemals!) in diesen Freizeitklamotten oder im Schlafanzug an den Computer

Respektieren Sie die eigenen von Ihnen gesetzten Zeiten. Seien Sie sich selbst ein guter Arbeitgeber (oder eine gute Arbeitgeberin)!

6. Legen Sie ein Ende Ihres Arbeitstages fest

und halten Sie sich daran – ebenso wie an das Wochenende. Ihre Kraft und Ihre Energie sind Ihr kostbarstes Gut. Sie sollten sie auch so behandeln, indem Sie dafür sorgen, dass Ihnen ausreichend Regenerationszeit zur Verfügung steht.

7. Reservieren Sie feste Tage für eigene Belange

An diesen Tagen können Sie Dinge erledigen wie Arztbesuche oder Behördengänge, aber Sie haben damit auch einen Zeitraum zur Verfügung, um Ihre Selbstständigkeit voranzutreiben. Das ist Zeit, in der Ihre Kreativität zum Zuge kommt, Sie sich neue Dinge überlegen können, Aktionspläne erstellen usw. Diese Dinge fallen im normalen Alltagsgeschäft nämlich schnell unter den Tisch. Das sorgt für sehr viel Stress. Das muss nicht sein. Und vor allen Dingen: verteidigen Sie diese Zeit mit Zähnen und Klauen. Diese Zeit ist tendenziell immer sehr bedroht, weil man nur allzu schnell bereit ist, sie für Klienten zu opfern. Ich halte das für einen Fehler und betrachte diese Zeit mittlerweile als ebenso wichtig wie die Zeit für Klienten.

8. Sorgen Sie für ausreichende Bewegung

In der Regel sitzt man als SelbstständigeR sehr, sehr viel am Schreibtisch, oft auch noch ziemlich angespannt. Sorgen Sie für viele Pausen: eine alle 1,5 Stunden (wie in der Schule). Denken Sie daran, dass Sie dies in Ihrem letzten Job gebraucht hätten und nicht bekommen haben. Jetzt sind Sie in der Lage, es sich selbst zu geben 😉 Machen Sie Gymnastik, gehen Sie laufen, schwimmen, was auch immer. Bewegen Sie sich möglichst viel. Das hilft Stress abzubauen.

9. Nehmen Sie sich ab und zu einfach mal frei!

Ich finde es unschlagbar, ab und zu einfach mal herumbummeln zu können, während die meisten anderen Menschen arbeiten müssen. Dann liebe ich meine Selbstständigkeit am meisten und fühle mich wie ein Glückspilz. Ein unschlagbares Gefühl!

Was hat sich für Sie als unverzichtbarer Faktor gegen Überforderung in der Selbstständigkeit erwiesen? Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Herzliche Grüße,
Ihre
Monika Richrath

Bildnachweise: Pixabay

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