Taktilographie – die sanfte Alternative zur Mammographie

Taktilographie – die sanfte Alternative zur Mammographie

Jedes Jahr ist es das gleiche Spiel. Irgendwann finde ich unweigerlich die Aufforderung zum Mammographie-Screening im Briefkasten. Schon, wenn ich den Brief sehe, gerate ich bei der Vorstellung des Szenarios in Stress. In den letzten Jahren bin ich dazu übergegangen, die Aufforderung zur Termeinvereinbarung einfach zu ignorieren, auch nach mehrfacher Erinnerung. Auch wenn mich das richtig ein bisschen quält, die Erwartungen eines anderen Menschen nicht erfüllen zu können.

Jedenfalls fand ich den letzten Besuch zum Mammographie-Screening (zu dem ich mich erst nach mehrmaliger Aufforderung geschleppt habe und bei dem ich auch  den Ärger der Empfangsmitarbeiterin über meine mangelnde Kooperationsbereitschaft über mich ergehen lassen musste) so furchtbar, dass ich damals entschieden habe:

da gehe ich einfach nicht mehr hin!

So weit, so gut, allerdings hatte ich ein ziemlich schlechtes Gewissen, vor allen Dingen mir selbst gegenüber. Ich kenne mittlerweile eine ganze Menge Frauen, die mit Brustkrebs zu tun hatten (manche sogar mehrmals), die (natürlich) die Wichtigkeit von Vorsorgeuntersuchungen betont haben.

Die nicht unerhebliche Anzahl von ca. 70.000 Frauen, die jedes Jahr in Deutschland an Brustkrebs erkranken, spricht ja eigentlich für sich. Brustkrebs-Früherkennung ist übrigens deswegen so wichtig, weil die Tumore in den Körper streuen können.

In meiner Familie gibt es in der Generation meiner Eltern offenbar einen Hang zu dramatischen Krankheiten und natürlich ist Brustkrebs auch dabei. Dazu kommt, dass ich schon seit 30 Jahren eine Anleitung von Wohnung zu Wohnung mit mir herumschleppe, in der ganz genau aufgeführt ist, wie man die Brust selbst untersuchen kann. Trotzdem habe ich das bis jetzt einfach nicht gemacht. So ist das schlechte Gewissen im Laufe der letzten Jahre in gigantische Höhen gewachsen, aber ich habe trotzdem nichts dagegen unternommen.

Beim Gedanken an die Mammographie

wurde alles in mir schlapp. Und das, obwohl ich schon seit längerem obskure, manchmal heftige Schmerzen über der Brust habe …

Vor ein paar Monaten nun hat eine Freundin mir von der Taktilographie erzählt, einer

Brusttastuntersuchung, die von blinden Frauen durchgeführt wird.

Ich war sofort begeistert und habe mich im Netz auf die Suche gemacht. So bin ich auf das Unternehmen Discovering Hands gestoßen. Die Taktilographie macht sich die besonderen Tastfähigkeiten blinder Frauen zunutze. Die professionell ausgebildeten MTUs (Medizinisch Taktile Untersucherinnen) sind in der Lage, schon sehr kleine Veränderungen im Brustgewebe zu ertasten. Das Unternehmen hat übrigens für seine bahnbrechende Idee schon mehrere Preise erhalten.

Mir hat das so gut gefallen, dass ich dachte, jetzt mache ich mal Nägel mit Köpfen,

ich habe einen Termin vereinbart.

Und war zugegebenermaßen ziemlich nervös, von wegen jetzt kommt die Stunde der Wahrheit … Einen Termin zu bekommen war gar nicht so einfach, die Wartezeiten sind relativ lang, da die Taktilographie noch nicht so bekannt ist.

Als erstes

hat mir meine MTU sog. „Orientierungsstreifen“ längst auf den Körper geklebt, die in verschiedene Abschnitte unterteilt sind und und von der MTU abgearbeitet werden. Die ganze Zeit bekam ich immer genau erklärt, was jetzt passiert, das war äußerst angenehm. Ein bisschen weh hat es auch getan, aber kein Vergleich zum Mammographie-Verfahren. Meine MTU hat mir erklärt, dass

das Brustgewebe drei verschiedene Schichten hat

und sie einfach einen gewissen Druck braucht, damit sie auch durch die drei Schichten hindurch kommt. Das verstehe ich natürlich. Nebenbei habe ich noch allerlei Nützliches erfahren, z. B., dass Schmerzen auf beiden Seiten des Körpers nicht gerade auf einen Tumor hinweisen und dass Flüssigkeit, die aus der Brustwarze austritt, ein Hinweis auf einen Tumor sein kann. Meine Schmerzen werden vermutlich eher von der Brustmuskulatur verursacht. Kein Wunder, bei der vielen Zeit, die ich am Computer verbringe …

Am Ende ist alles gut,

ich bin wahnsinnig erleichtert und habe bei Verlassen der Praxis jetzt den felsenfesten Entschluss gefasst, dem Rat der MTU zu folgen und meine Brust einmal im Monat selbst zu untersuchen. Vor allem, weil ich es jetzt schon auf mich genommen habe, die Untersuchung selbst zu bezahlen. Knapp 60 EUR hat die Talktilographie gekostet. Das war es mir wirklich wert. Leicht und unbeschwert habe ich die Praxis verlassen, kein Vergleich zu dem Unbehagen, dem Stress, der Ohnmacht und der Wut, die mich während der Mammographie immer befallen (und die dann auch noch lange anhält, da werden bestimmt viele Dinge getriggert). Ich bin sicher, dass ich nicht die einzige bin, der es so geht. Außerdem ist das eine Situation, in der die blöden Seiten der Hochsensibilität wunderbar angesprochen werden und das braucht keine Frau denke ich …

Von daher lege ich Ihnen die Taktilographie wärmstens ans Herz.Ich finde, es ist eine Investition in das eigene Wohlbefinden, die ihr Geld wirklich wert ist. Hier können Sie die Praxen oder Kliniken finden, in denen die Taktilographie angeboten wird.

Manche Krankenkassen zahlen die Taktilographie sogar.

Bis jetzt sind dabei: Mobil Betriebskrankenkasse, SBK, actimonda, Bergische Krankenkasse, BKK RWE, Viactiv Krankenkasse, BMW BKK, Betriebskrankenkasse Deutsche Bank AG, BKK 24, Bahn BKK, Merck BKK, pronova BKK, BIG Direkt Gesund, BKK VBU, BBK HMR, Novitas BKK, BKK Dürrkopp Adler, BKK Diakonie, Bertelsmann BKK, BKK Gildemeister Seidensticker, BKK Melitta Plus, Heimat Krankenkasse, BKK Firmus, BKK Salzgitter, TUI BKK, BKK Public.

Es scheint sich dabei hauptsächlich um Betriebskrankenkassen zu handeln. Trotzdem gibt es noch Möglichkeiten.

Ich habe mich vorher bei meiner Krankenkasse erkundigt – siehe da, meine Ansprechpartnerin hatte schon davon gehört. Zwar wollten sie nicht regulär die Kosten übernehmen, aber wenn ich am Bonusprogramm meiner Krankenkasse teilgenommen hätte, hätte ich so zu einer Kostenübernahme kommen können (Allerdings habe ich dann davon Abstand genommen, da mir nach längerer Untersuchung der Bedingungen für das Bonusprogramm ziemlich schnell klar wurde, dass ich Ewigkeiten brauchen würde, um bis zur Kostenübernahme zu gelangen, da ich mich z. B. nicht impfen lassen möchte und nur noch ganz selten bei einem Allgemeinmediziner aufschlage …)

Und selbst wenn die Krankenkasse die Kosten erst einmal nicht übernimmt, so empfiehlt es sich, die Rechnung trotzdem einzureichen, um mit an einem Bewusstseinswechsel der Krankenkasse zu arbeiten … Ich hoffe, jedenfalls, dass ich Sie motivieren konnte, mal diese gänzlich andere Form der Brustvorsorge auszuprobieren.

Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Von Herzen,
Ihre
Monika Richrath

Bild von Foundry Co auf Pixabay

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

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Monika Richrath

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Nach dem dritten Burnout und drei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto, Nebennierenschwäche) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

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Die drei schlimmsten Dinge

Die drei schlimmsten Dinge

Ich sage es Ihnen am besten gleich – wo Sie noch aufhören können zu lesen – dieser Artikel könnte etwas in Ihnen antriggern und Stress auslösen. Darum möchte ich, bevor ich einsteige, einmal ausdrücklich sagen: Sie lesen auf eigene Gefahr und ich bin nicht verantwortlich für eventuelle Zustände oder Befindlichkeiten, in die Sie durch das Lesen geraten können.

Auch dieser Artikel geistert schon seit Ewigkeiten durch mein Bewusstsein. Man kann sich natürlich (zu recht) fragen, wenn ein Artikel beim Lesen blöde Gefühle auslösen könnte, warum schreibe ich ihn überhaupt? Warum halte ich nicht einfach meinen Mund? 

Ich kann meinen Mund aus dem einfachen Grunde nicht halten, weil es auf diesem meinem Blog vor allem um Wahrheit geht, um Dinge, die ich für mich als wahr (und wichtig!) erachte. Um Dinge, die auch für Sie wichtig und wahr sein könnten. Das entscheiden ja letzten Endes Sie selbst, was auf Sie zutrifft. Sie entscheiden, was Sie damit machen. Das war jetzt ein sehr langer Disclaimer. Ich eiere hier so herum, weil ich davon überzeugt bin, dass alle

diese Dinge in Zusammenhang mit Hochsensibilität stehen.

Ich kenne sie nicht nur aus eigener Erfahrung, sondern alle meine Klienten haben zumindest eins dieser Dinge erlebt. Dabei geht es nicht um einmalige, sondern immer wiederkehrende Vorkommnisse, die

unser ganzes Leben beeinflusst haben

und immer noch beeinflussen. Vielleicht haben Sie sogar das Gefühl, dadurch zu der Person geworden zu sein, die Sie heute sind. Wenn Sie also merken, beim Lesen springt Sie etwas an, dann klopfen Sie bitte entweder die Handkante (Wie auf dem Bild links) oder den Schlüsselbeinpunkt.

 

1. Sie wurden nicht willkommen geheißen

Das trifft die tiefsten Ebenen der menschlichen Existenz, quasi vom Augenblick der Zeugung an. Es ist ja leider immer noch so, dass Kinder nicht unbedingt in Momenten der Freude und Liebe gezeugt werden, es gibt viele andere Umstände, die von Gewalt bis zu Achtlosigkeit reichen können, in denen Frauen schwanger werden, obwohl es nicht „geplant“ war. (Die Frage der Zuständigkeit oder Verantwortung müssen wir hier mal völlig außer Acht lassen, denn sonst geraten wir auf Abwege.)

Ok., schwanger also, dann fügt man sich vielleicht in diese Umstände. Früher wurde dann sofort geheiratet und damit jahrelang zwei Menschen zusammengepfercht, die vielleicht gar nichts miteinander zu tun hatten, sich vielleicht nicht einmal geliebt haben oder einander im Grunde ihres Herzens ablehnten.

Heute wird vielleicht nicht mehr unbedingt geheiratet. Nun kommt also ein Kind und man wird es bekommen. Das ist aber nicht das gleiche wie ein Kind willkommen heißen.

Es gibt natürlich die Möglichkeit, dass man zwar in Liebe gezeugt wird, aber man trotzdem nicht willkommen ist, weil die Eltern, vor allen Dingen die Mutter, vollkommen überfordert ist mit dieser Aufgabe. Vielleicht ist sie nicht bereit, ihr eigenes Leben aufzugeben. Vielleicht hat sie auch das Gefühl, selbst noch gar nicht wirklich gelebt zu haben (Früher ging es ja häufig direkt vom Elternhaus in die Ehe).

Dies sind alles Umstände, die bewirken können, dass man sich einfach nicht willkommen fühlt. Ich habe mich nun schon eine Weile mit Geburtstraumata beschäftigt. Letzten Endes bedeutet diese allererste Erfahrung für uns, wenn wir auf die Welt kommen, dass wir in diesem Leben nicht willkommen sind. Und wir wissen und spüren das. Daran schließt sich gleich das nächste schlimme „Ding“ an:

2. Wir werden nicht beachtet/emotional misshandelt

Es gibt Studien, aus denen hervorgeht, dass emotionale Misshandlung genauso schlimm ist wie körperliche Misshandlung. Es reicht, wenn einem die eigenen Eltern immer wieder Dinge sagen wie „Du kannst aber auch gar nichts richtig machen“, wenn sie vollkommen lieblos sind, sich weigern, mit uns zu sprechen (manchmal tagelang), uns niemals in den Arm nehmen usw. Die ganze Palette umfasst

  • Beschimpfen
  • Verspotten
  • Erniedrigen
  • Ignorieren
  • Liebesentzug
  • Quälen
  • Einsperren
  • Rolle des Sündenbocks zuweisen
  • Isolieren von Gleichaltrigen
  • Bedrohen
  • Zu starken Behüten/Erdrücken
  • Keine Grenzen setzen
  • Überforderung durch unangemessene Pflichten
  • Vertrauter eines Elternteils werden
  • Bevorzugung von Geschwistern usw.

Man weiß heute, dass sich

das Gehirn entwickelt mit den Erfahrungen, 

die wir in unseren ersten drei Lebensjahren machen. D. h., wenn wir in dieser Zeit immer wieder die Erfahrung machen, dass wir alleine sind oder nicht sicher, können sich im Gehirn entsprechende Schaltkreise ausbilden, die dazu führen, dass wir ängstliche und unsichere Menschen werden.

Man weiß auch, dass unser Immunsystem durch diese Erfahrungen auf Jahre hinaus geschädigt wird, weil sich die Entzündungswerte im Blut erhöhen oder wir chronische Schmerzen entwickeln. Es gibt eine interessante Studie der Wissenschaftlerin Marije Stoltenberg der Universität Leiden. Sie kam 2012 zu dem Ergebnis, dass 36,3 % aller Kinder weltweit emotionale Misshandlung erfahren. Puh, da muss man erst einmal tief durchatmen.

Kommen wir zum 3. Punkt, der eigentlich zur emotionalen Misshandlung gehört, aber da ich ihn immer wieder als besonderen Stolperstein für meine Klient*innen erlebe, hier also als Extrapunkt:

3. Wir dürfen nicht wir selbst sein.

Das kann viele Gründe haben. Wenn wir fast immer nur Ablehnung erfahren von den Eltern, konzentrieren wir uns vielleicht darauf, doch noch Anerkennung zu bekommen. Daraus kann z. B. die für viele hochsensible Menschen so wichtige Triebkraft des PERFEKT-SEIN-MÜSSENS entstehen. Irgendein Teil unseres Unbewussten ist vermutlich zu dem Entschluss gekommen, dass wir nicht gut genug sind, denn sonst würden unsere Eltern uns ja lieben oder anders behandeln. Und wir strampeln uns ein Leben lang ab, etwas zu bekommen, was wir nicht bekommen können, bzw. nicht mehr. In jeden Fall richten wir uns  dann danach,

was die Eltern wollen,

bzw. was sie als richtig erachten. Wir versuchen, so zu sein, wie unsere Eltern uns haben wollen: lieb, fleißig, unauffällig, anspruchslos. Oft genug sind wir all dies aber nicht, wir sind eigentlich laut oder lebenslustig, oder aufmüpfig, oder wütend. Aber da wir uns so nicht zeigen dürfen – denn dann gibt es noch mehr oder wieder Ablehnung – geben wir uns selbst nach und nach auf und versuchen, der gewünschte Mensch zu werden, das Aschenputtel, das alle Arbeit erledigt, der/die 1er Schüler*in, Vertraute/r der Mutter, die alle ihre Sorgen und Eheprobleme bei uns ablädt usw. Am Ende

wissen wir nicht mehr, wer oder was wir sind.

Im schlimmsten Fall können wir nicht einmal sagen, was unsere Bedürfnisse sind. Weil wir es einfach nicht wissen. Weil man uns nicht erlaubt hat, Bedürfnisse zu äußern, vielleicht nicht einmal, welche zu haben …

Puh, das Schreiben dieses Artikels war auch für mich ein Kraftakt.

Ich vermute, dass all diese Dinge einen Zusammenhang haben mit Hochsensibilität.

Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Von Herzen, Ihre Monika Richrath

Bild von RachelBostwick auf Pixabay

Die 3 schlimmsten Dinge

Ich bin zwar keine Wissenschaftlerin, aber die neugierige Forscherin in mir möchte gerne mehr wissen. Darum habe ich eine Umfrage zu dem Thema erstellt, ich freue mich, wenn Sie mitmachen. Ihre E-Mail Adressen werden nicht gespeichert.

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Monika Richrath

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Heile deine Leber – eine Rezension

Heile deine Leber – eine Rezension

Auf das Erscheinen dieses Buches in deutscher Sprache habe ich ungeduldig gewartet, denn wenn ich nach der Medialen Medizin ein Buch über Gesundheit gebraucht habe, dann dieses. Und, soviel kann ich an dieser Stelle schon verraten, es war ganz entscheidend auf meinem Weg der Gesundung.

Ich weiß schon sehr, sehr, sehr lange, dass meine Leber offenbar nicht richtig arbeitet, überfordert zu sein scheint mit den täglichen Aufgaben, bzw. mit dem, was ich ihr zumute, obwohl ich mich für mein Dafürhalten relativ gesund ernähre …

Übrigens haben sehr viele hochsensible Menschen so ein Leberproblem. Offenbar führt die erhöhte Stress-Empfindlichkeit, die häufig mit der Hochsensibilität einher geht, zu Stoffwechselstörungen, wie z. B. HPU/KPU.

„Revolutionäres Heilwissen

für die rundum gesunde Leber“ steht auf dem Rückumschlag. Dies ist eine äußerst treffende Beschreibung dieses wunderbaren Buches, das sich liest wie ein Roman. Ich habe es jedenfalls verschlungen, weil ich dachte, ich bekomme hier Antworten auf unerklärliche Fragen (z. B. warum ich einfach nicht richtig abnehmen kann), hier finde ich vielleicht Hinweise darauf, wie es jetzt mit mir  und meinem Körper weitergeht, nachdem ich mit Anthony William meine Viren und Schwermetallbelastung losgeworden bin. „Heile deine Leber“ hat alle meine Erwartungen mehr als erfüllt.

Wie in den anderen Büchern von Anthony William besticht auch dieses Buch durch eine sehr übersichtliche Struktur.

Im ersten Teil geht es um die Aufgaben der Leber, die so vielseitig und unglaublich sind, dass man gar nicht umhin kommt, ein ganz neues Verständnis und Gefühl für dieses so wichtige Organ zu entwickeln.  Und das brauchen wir auch, denn letzten Endes geht es ja darum, dass wir die Entscheidung treffen, dass wir bereit sind, unsere Leber zu unterstützen um ihr all diese überlebenswichtigen Aufgaben zu erleichtern.

Es ist natürlich sehr schwer, diese komplizierten Vorgänge zu behalten oder zu verinnerlichen, aber wie immer macht es uns der Autor leicht, indem er drollige Geschichten erzählt, die die jeweiligen Aufgaben veranschaulichen sollen.

Der zweite Teil beschäftigt sich damit, was passiert, wenn wir das nicht tun, welche

Beschwerden und Leberstörungen

sich dann einstellen. Dazu gehört z. B. nicht nur die Fettleber, sondern auch unerklärliche Gewichtszunahme. Da bin ich natürlich sofort ganz Auge und Ohr gewesen.

Im dritten Teil geht es dann noch weiter. Er befasst sich mit Krankheiten und Beschwerden, die einen Bezug zur Leber haben, z. B. Gehirnnebel, Unverträglichkeiten, Ekzeme, Diabetes, Blutdruckschwankungen, um nur einige zu nennen. (Bis auf Diabetes leide ich unter allen hier genannten).

Im vierten Teil geht es dann darum

wie die Leber geheilt werden kann.

Denn die Leber will gepflegt werden. Erst einmal räumt Anthony William mit allerlei Mythen auf, die sich um die Leber ranken, z. B. dass Leber essen für die Leber gut ist, oder Apfelessig trinken. (Schade, ich liebe Leber …)

In

Leber Störenfriede

erfahren wir z. B, welche Nahrungsmittel man besser nicht zu sich nehmen sollte. Falls Sie, wie ich, ein Fan von Anthony William sind, wissen Sie schon, was Sie hier erwartet, aber es geht unter anderem auch um Stoffe in der Umwelt und im eigenen Körper.

Ein Kapitel ist

leberfreundlichen Nahrungsmitteln, Kräutern usw.

gewidmet. Mit ausführlichen Beschreibungen über die jeweiligen Wirkungen.

Auch hier gibt es klare Handlungsanweisungen, welche Mittel man bei welchen Problemen einnehmen sollte. Häufig ist das eine ganze Latte, die Anthony William-Neulinge vielleicht verschrecken wird.

Meiner Erfahrung nach ist es jedoch gar nicht notwendig, ALLE Mittel auf einmal zu nehmen.

Bei der Arbeit mit der Medialen Medizin habe ich mir seinerzeit eine Strichliste angelegt, welche Mittel bei den Symptomen, die ich hatte, auftauchten, davon habe ich mir einiges besorgt (aber ich konnte gar nicht alles nehmen, das ein oder andere habe ich sogar verschenkt, z. B. die Übelkeit hervorrufende und den auf unterirdische Tiefen Blutdruck senkende Katzenkralle).

Das Beste kommt zum Schluss:

nämlich der Rezeptteil, der sehr schön und ansprechend gestaltet ist. Die meisten Rezepte finde ich wunderbar, nicht nur, weil sie sehr lecker sind, sondern auch, weil sie auch öfter mal warmes Essen enthalten. Ich weiß ja nicht, wie es Ihnen geht, aber ich vertrage Rohkost nur in homöopathischen Dosen und ich liebe warmes Essen.

Die Reibekuchen aus dem Ofen sind der Renner für mich. Ich habe mir sofort eine eigene Version davon kreiert, als Kartoffelplätzchen aus dem Ofen, sie kommen bei mir jetzt bestimmt einmal in der Woche auf den Tisch.

Ganz besonders begeistert bin ich von dem äußerst einfachen, aber sehr leckeren Salatdressing. Es wird bei Anthony William nur mit Zitronensaft und Honig angemacht. Sonst nichts. Ich finde es köstlich.

Das Wassermelonen-Slushy aus frischer und gefrorener Melone und Limettensaft (ich habe noch extra Wasser hinzugefügt) war in den Tagen der großen Hitze eine wunderbar kühlende Erfrischung am Morgen.

Das Buch enthält auch

eine Leberreinigung über neun Tage

die sehr praktisch aussieht. Bislang habe ich es nicht geschafft, sie umzusetzen, da der Sommer für mich immer mit vielen geselligen Aktivitäten verbunden ist und ich weiß, dass ich dann sowieso schwach werde.

Nichtsdestotrotz habe ich versucht, so oft wie möglich, Rezepte aus dem Buch zu kochen, bzw. habe ich meine Ernährung entsprechend angepasst. Der morgendliche Smoothie wird jetzt ohne Kokosmilch, sondern nur noch mit Obst, Wasser und Gerstengrassaft- oder Drachenfruchtpulver angemacht.

Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten.

Nicht nur die Pfunde purzeln nach zehn Jahren endlich wieder, sondern ich habe auch viel mehr Energie und Kraft. Ich kann auf dem Fahrrad jetzt längere Strecken im sechsten Gang fahren, das gab es noch nie!

Und es ist eine ganz neue Erfahrung, die Wirkung meines Handelns (bislang häufig eher von Vergeblichkeit geprägt) ganz direkt und unmittelbar zu erleben, jetzt, wo ich alle diese Dinge über meine Leber weiß.

Um den persönlichen Kontakt mit der Leber zu vertiefen schlägt uns Anthony William verschiedene Lebermeditationen vor, die wunderschön zu lesen sind. Ich gestehe, dass ich sie noch nicht ausprobiert habe, werde ich aber auf jeden Fall tun. Warum sollte ich mir oder meiner Leber so etwas Schönes vorenthalten …

Kurzum: Wenn Sie in irgendeiner Form an körperlichen Symptomen leiden, ist „Heile deine Leber“

ein Must Have.

Bei mir liegt dieses Buch jedenfalls in der Küche, weil ich immer wieder hineinschaue. So schnell wird es sicher nicht im Bücherregal verschwinden.

Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Von Herzen,
Ihre
Monika Richrath

Bild von walterbruneel888 auf Pixabay

Anthony William
Heile deine Leber*
arkana
ISBN 978-3-442-34251-8
24 EUR

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

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Monika Richrath

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Francine und die total heiße Phase – eine Rezension

Francine und die total heiße Phase – eine Rezension

Vor kurzem bekam ich dieses wunderbare Buch in die Hände gedrückt. Schade, dass ich es damals zu der Zeit, um der es in diesem Buch geht, noch nicht zur Hand hatte. Konnte ich auch nicht, denn Francine und die total heiße Phase – Wechseljahre für Anfängerinnen* ist erst Anfang diesen Jahres erschienen.

*

Das Besondere: Es handelt sich dabei um eine Graphic Novel, in der die belgische Kinderbuchautorin Francine Oomen uns auf

unnachahmliche, selbstironische und urkomische

Weise an ihrem Wechseljahresdebakel teilhaben lässt. Und klar – natürlich habe ich sehr viele Parallelen zu meiner eigenen heißen Phase entdeckt.

Was mir an Graphic Novels so gut gefällt, ist, dass sich in ihr auch sehr gut nicht-lineare Strukturen unterbringen lassen und Platz ist für anderes, hier z. B. für ein Haferkeksrezept oder den Songtext von David Bowie „Changes“ usw.

Wie es so geht im Leben beginnt alles mit

unerklärlichen, seltsamen Symptomen,

die die Autorin als „Hirngeblubber“ bezeichnet. Gegenstände verschwinden und tauchen an den unmöglichsten Orten wieder auf, Namen entfallen, die Kreativität verschwindet, Abgabetermine platzen, weil der Autorin nichts mehr oder nur Mist einfällt. Sie ist nicht mehr in der Lage, sich zu konzentrieren und nachzudenken. Alles in allem hat sie das Gefühl sich in die gleiche Richtung zu entwickeln

wie die demente Mutter.

Für die Autorin ein katastrophaler Zustand, den zu verbergen sie sich alle Mühe gibt. Das geht (natürlich) nur eine Zeitlang gut. Auch die Beziehung leidet zwangsläufig darunter, zumal es offenbar eine ganze Zeit dauert, bis sie ihrer Partnerin gesteht, was los ist. Diese (sie tat mir echt leid!) hatte schon gedacht, sie würde nicht mehr geliebt, Francine hätte eine andere oder ähnliches. Jedenfalls ist es die praktisch veranlagte Partnerin, die Francine nach intensiver Internetrecherche eröffnet, dass sie wohl

in den Wechseljahren

ist. Francine ist verstört. Zumal sie noch ihre Periode hat. Fangen die Wechseljahre nicht erst dann an, wenn man seine Tage nicht mehr regelmäßig hat? Eben nicht. Francine begibt sich auf eine Forschungsreise und findet allerhand heraus und wir können so quasi nebenbei allerlei Wissenswertes erfahren, z. B., dass die Wechseljahre sich

über 20 Jahre hinziehen können

und sich in drei verschiedene Zeitzonen gliedern: die Prä-, Peri- und Postmenopause. Francine befindet sich offenbar in der Peri-Menopause, wo die Symptome am intensivsten sind, daher die „heiße Phase“.

Dass das Kind nun einen Namen hat, führt allerdings nur zu

einer kurzfristigen Verbesserung der Lage.

Erst einmal beschließt Francine, dass sie zu den 20 % gehören wird, die keine Probleme damit haben werden. Aber wir ahnen natürlich schon an dieser Stelle, dass es sich dabei um einen Fall krasser Augenwischerei handelt. Eine Menge Dingen 

werden den Bach runtergehen,

(z. B. die Beziehung), bevor Francine zur Einsicht kommt und sich zu einem wirklich radikalen Schritt entschließt, der ihr dabei helfen wird, ihr Leben wieder auf die Reihe zu bekommen.

Von Hochsensibilität ist natürlich dabei niemals die Rede. Aber der Beschreibung ihres Lebens stoßen wir doch auf 

sehr altbekannte Symptome,

die viele hochsensible Menschen teilen, wie Perfektionismus, Aufschieberitis und die Stress verursachende innere Kritikerin. Schon wegen letzterer werden Sie dieses Buch lieben. Sie heißt ZANG und ist eine unbarmherzige, peitschenschwingende Sklaventreiberin!

Nebenbei wird uns sehr schön erklärt, wie der Zwang zu Perfektionismus und die innere Kritikerin/der innere Kritiker entstehen.

Ich finde Francine und die heißt Phaseeinfach köstlich und hoffe, Sie werden dieses Buch ebenso lieben wie ich, ob Sie nun in den Wechseljahren sind oder nicht, oder auch nur jemanden kennen, der gerade in der heißen Phase ist. Und natürlich supergut geeignet als vergnügliche Urlaubslektüre.

Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Von Herzen,
Ihre
Monika Richrath

Bild von adrian schüpbach auf Pixabay 

Francine Oomen
Francine und die total heiße Phase – Wechseljahre für Anfängerinnen*
Knaur
ISBN 978-3-426-21457-2
18 EUR

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

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Was Krankheit uns nutzt

Was Krankheit uns nutzt

Haben Sie schon einmal den Begriff „Sekundärer Krankheitsgewinn“ gehört? Hinter diesem etwas pompös klingenden Namen steckt ein ganz einfaches Prinzip.

Es geht nämlich darum,

was Krankheit uns nützt.

„Wie? Was? Was soll das denn? Warum soll meine Krankheit einen Nutzen für mich haben?“ mag sich die eine oder der andere jetzt empört fragen und mich zur Spinnerin erklären.

Das ist ein Gedanke, der sehr schwer zu akzeptieren sein kann, vor allen Dingen, wenn man schon schwer erkrankt ist oder eine sehr komplizierte und/oder chronische Erkrankung hat, die sehr leidvoll ist.

Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Meine eigene Krankheitsgeschichte erstreckt sich über einen Verlauf von rund 20 Jahren. 

Wie ich heute, dank der medialen Medizin von Anthony William weiß, muss alles

mit dem Pfeifferschen Drüsenfieber begonnen haben,

das ich Mitte der 30er bekam und über eineinhalb Jahre lang nicht mehr loswurde. Dann kam zuerst der Hashimoto, dann, langsam die Fibromyalgie, die sich über die Jahre schleichend verschlimmerte. Drei Trennungen, die mich so aus der Bahn geworfen haben, dass ich mich jahrelang nicht davon erholte. Kein Wunder, dass sich irgendwann eine Nebennierenschwäche dazu gesellte.

In einer psychosomatischen Klinik ließ ich mich zur Einnahme von Psychopharmaka überreden wegen Schlafstörungen. Das half ein bisschen. Gegen die Schlafstörungen. Aber ich nahm davon zu, innerhalb von ein paar Monaten wog ich 20 kg mehr und erkannte mich selbst nicht mehr, wenn ich in den Spiegel sah.

(Was habe ich nicht alles unternommen, um abzunehmen. Nix klappte. Das war der totale Frust. Einmal habe ich mit meiner damaligen Partnerin einen Monat strikt nach Atilla Hildmann gegessen. Sie hat abgenommen. 5 kg. Die Personen im Begleitbuch haben auch abgenommen. Ich nicht. Allenfalls ein halbes Kilo).

Am schlimmsten war die Erschöpfung.

Und die war so allumfassend, dass klar war, ich werde meinen alten Beruf als Fremdsprachenassistentin nicht mehr ausüben können. Viel zu viel Stress.

Ich habe ja schon auf diesem Blog erzählt, dass ich aufgrund meiner vielen Fehlzeiten (30 Tage im Jahr) unglaublich arbeitswillig war, was fast alle meine Arbeitgeber nach Strich und Faden ausgenützt haben, indem sie mich die Arbeit von 2–3 Sekretärinnen erledigen ließen.

Damals wusste ich nichts von meiner Hochsensibilität. Ich wusste nicht, was ich mir antat. später wusste ich nicht, wie ich da rauskommen sollte. Aber mein Körper, mein Geist und meine Seele wussten es.

Irgendwann habe ich mir natürlich die Frage gestellt, warum sich bei mir nichts veränderte, obwohl ich mir so eine Mühe gab?

Ich suchte nach Antworten.

Und fand den „sekundären Krankheitsgewinn“.

Die Idee, dass mein Zustand mir in irgendeiner Form nutzen könnte, war sehr neu für mich. Schließlich wünschte ich mir nichts sehnlicher, als wieder gesund zu werden. Außerdem hängt diesem Begriff für mich so etwas wie „Schuld“ an, wie den eigenen Zustand selbst verursacht zu haben. Dem ist natürlich nicht so. Obwohl es den sekundären Krankheitsgewinn unbestreitbar gibt, wird er doch vom Unbewussten, von

unseren inneren Wächtern, unserer internen Sicherheitspolizei,

gesteuert und ist für Vernunft und klare Logik nicht zugänglich.

Mir fällt ein, dass die vielen Auszeiten, die ich in meinem Arbeitsleben hatte, vielleicht auch ein sekundärer Krankheitsgewinn waren. Früher habe ich nur verstanden, dass ich von Zeit zu Zeit offenbar solche Auszeiten brauche, da mein System einfach überfordert ist. Ein paar Tage Ruhe waren wie ein Reset.

Eine zeitlang habe ich mich durchaus intensiv mit dem sekundären Krankheitsgewinn beschäftigt. Sehr weit bin ich bei mir aber nicht gekommen. Aufmerksamkeit bekam ich dadurch, ja. Das ist sicherlich für viele, viele Menschen ebenso. Aber sonst?

Im Prinzip kann eigentlich alles zu einem sekundären Krankheitsgewinn werden,

habe ich so nach und nach erfahren. Z. B. die Aufrechterhaltung eines gewissen Status Quo. So kann Krankheit dafür sorgen, dass sich nichts verändert, nichts verändern kann und nichts verändern darf. (Das entbehrt nicht einer gewissen Tragik, weil Krankheit ja auch immer einen Zustand anzeigt, der nicht akzeptabel ist.) Irgendwo habe ich z. B. einmal einen Podcast gehört, in dem eine Frau erzählte, dass sie selbst es sich nicht erlaubte gesund zu werden, weil sie sonst ihren Mann hätte verlassen müssen. Eine Krankheit kann also immer auch dafür sorgen, dass wir uns gewissen Dingen nicht stellen (müssen). Auch hier sind sicherlich die inneren Wächter am Werk.

Es mag Zufall gewesen sein, dass ich eine Herpesvireninfektion bekam.

Glaube ich allerdings nicht wirklich. Letzten Endes ist es auch egal. Fest steht, mein Weg in die Krankheit dauerte 10 Jahre und genauso lange brauchte ich für den Weg hinaus.

Ich hatte durchaus mal lichte Momente, 

wo mir ganz deutlich klar wurde, dass ich mich ohne meine Krankheiten immer noch als unangepasste Sekretärin in mies bezahlten Zeitarbeitjobs durchs Leben schlagen würde. Eine berufliche Selbstständigkeit war für mich vollkommen unvorstellbar. Dass ich meinen Lebensunterhalt u. a. damit verdienen könnte, andere Menschen dabei zu unterstützen, zu sich selbst zurückzufinden, lag vollkommen jenseits meiner Vorstellungskraft. Dass ich so gut oder wertvoll sein könnte um eine solche Arbeit zu machen. Dass ich dafür von anderen Menschen Geld bekommen könnte ebenfalls …

Jetzt hatte ich es viel besser:

Mittlerweile hatte ich Behindertenprozente, einen Rehabilitandenstatus und galt aufgrund meiner Geschichte, Einschränkungen und meines Alters als „schwer vermittelbar“.Ich konnte in aller Ruhe mein Coachingangebot aufbauen und bezog über einen sehr langen Zeitraum ergänzende Leistungen vom Jobcenter.

Im Laufe der letzten Jahre ist noch die ein oder andere Tätigkeit hinzugekommen, und es hat sich (sehr, sehr langsam) herauskristallisiert, dass mein Angebot richtig ist und es eine Zielgruppe dafür gibt …

Manchmal ist mir – ganz flüchtig nur – in den Sinn gekommen, dass ich vielleicht aber trotzdem krank bleiben muss, damit ich weiter Geld vom Jobcenter bekommen kann? Darauf hatte ich natürlich keine Antwort. Ich habe das sogar mal eine Zeitlang beklopft. Ohne Erfolg leider. (Damals kannte ich das Thema Sicherheit noch nicht).

Vor ein paar Jahren wurde meine Körpermaßnahmen dann zielgerichteter, ich begann eine Behandlung bei einer Heilpraktikerin, behandelte meine HPU und meinen lausigen Darmstatus. Ich begann, glutenfrei zu leben, Nahrungsergänzungsmittel zu nehmen, meine Nebennierenschwäche zu behandeln. 

Allmählich ging es mir besser, ich hatte wieder etwas mehr Energie. Ich nahm aber immer noch nicht ab und blieb offenbar in der Gesamtsituation gefangen, auch dann noch, als ich mich konkret mit der Herpesviren-Infektion beschäftigte.

Es war mir schon klar, dass ich irgendwo,

tief drinnen, eine panische Angst

davor hatte, dass ich in die „normalen Strukturen“ zurückgeschickt werden könnte. Zurück zu den Männern in Anzügen und in den Office-Alltag, dem ich mich einfach nicht mehr gewachsen fühlte. Das hatte mir soviel Leid verursacht, um nichts in der Welt wollte ich da wieder hin. 

Auf der anderen Seite wurde immer klarer, dass ich mich endlich finanziell abnabeln muss. Es war echt schwer, dieses kleine Stück finanzielle Sicherheit aufzugeben.

In den letzten Monaten haben sich die Ereignisse in meinem Leben überstürzt. Ich wurde quasi gezwungen, das Jobcenter und die damit verbundene Sicherheit loszulassen und endlich mir selbst und meinen Fähigkeiten zu vertrauen. Vor ein paar Wochen habe ich festgestellt, dass ich wieder fast gesund bin. Und plötzlich nehme ich auch wieder ab. Problemlos.

Mir war sehr schnell klar, dass das nur einen Grund haben kann:

es nützt mir nichts mehr, krank zu sein.

Offenbar hat der Körper seine eigene Wahrheit, an der er unerschütterlich festhält. Aber alles, was er getan hat, tut er nur, um mich zu unterstützen. Diese Erkenntnis hat mich sehr glücklich gemacht. Und seitdem tue ich alles, was ich kann, um meinerseits meinen Körper zu unterstützen. 

Ich bin noch lange nicht da, wo ich hin will, aber jetzt erkenne ich mich zumindest wieder, wenn ich in den Spiegel schaue und habe das Gefühl, mir zu gehören. Das ist unbezahlbar.

Haben Sie selbst auch vielleicht schon einen Nutzen für sich im Kranksein entdeckt? Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Herzliche Grüße,
Ihre
Monika Richrath

Bild von silviarita auf Pixabay 

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

In meinem kostenlosen E-Mail Kurs lernen Sie, wie Sie besser mit Stress, Überforderung und Erschöpfung aus der Hochsensibilität umgehen können.

Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und drei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto, Nebennierenschwäche) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

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*Bei den Links, die mit einem * gekennzeichnet sind,  handelt es sich um Partnerlinks. Wenn Sie auf diesen Link klicken und über diesen Link einkaufen, erhalte ich von Ihrem Einkauf eine Provision. Für Sie verändert sich der Preis nicht.

Was mich am Klopfen begeistert

Was mich am Klopfen begeistert

Mit diesem Beitrag nehme ich an der Klopfparade „Was begeistert dich am Klopfen“ von Michaela Thiede teil, und freue mich sehr, dass dies eine gute Gelegenheit ist, zu erzählen, wie ich eigentlich zum Klopfen gekommen bin.

Meine erste Begegnung mit der Klopfakupressur

hatte ich schon ganz früh, Anfang der 90er Jahre, als die Klopftechnik noch in den Kinderschuhen gesteckt hat. Dort wurde sie mir im Rahmen eines Qi Gong Kurses von der Lehrerin als chinesische Klopftechnik vorgestellt. Ich war sofort elektrisiert. Ich wusste sofort: DAS IST MEIN DING! Vielleicht weil ich mich nach dem Klopfen sofort besser fühlte als vorher.

Aber wie es so geht, damals hatte ich noch Schwierigkeiten mit Gruppen und ich glaube, es war das einzige Mal, dass ich diesen Kurs überhaupt besucht habe.

Ein paar Jahre später

brachte mir eine Freundin freudestrahlend eine Anleitung aus dem Internet mit, die sie mir überreichte mit den Worten: „Ich habe gedacht, das ist etwas für dich.“ Eine Klopfanleitung, wie sich herausstellte. Ich war hocherfreut und probiere das eine Zeitlang aus, vergaß es dann aber wieder.

Noch ein paar Jahre später, als ich selbst in einer emotionalen Notsituation steckte, kam mir das Klopfen wieder in den Sinn und ich suchte mir selbst eine Anleitung im Netz. Irgendwas habe ich aber nicht richtig gemacht, ich hatte nicht den erhofften Erfolg. Aber da ich verstanden hatte, dass

das Klopfen für mich richtig ist,

habe ich mich dann zu einem Kurs angemeldet um es jetzt wirklich richtig zu lernen. Das war 2009. Seitdem klopfe ich.

An der Klopfakupressur begeistert mich vieles

Ganz oben auf meiner Liste steht die Effektivität. Ich selbst habe in meinen ersten 1–3 Jahren (zugegebenermaßen fast täglichen Klopfens) mehr Veränderung erreicht als in 20 Jahren Psychotherapie. Noch dazu mit sehr viel weniger Aufwand, denn ich habe im ersten Jahr nie mehr als zwei Sätze geklopft und in der Folge nie mehr als einen Satz. Dabei bin ich übrigens geblieben.

An der Klopfakupressur gefällt mir ansonsten vor allem, dass sie

so unglaublich flexibel ist,

dass man sich sein Klopfritual so einrichten kann, wie es einem gefällt. Ich betrachte schon das Einrichten selbst als eine Art Akt der Selbstliebe.

Für hochsensible Menschen, die ja tendenziell eher auf andere schauen, als sich selbst, ist es also eine sehr gute Sache, sich zu überlegen, was ihnen gefällt, und wie sie den Klopfvorgang für sich gestalten wollen, so dass sie sich damit wirklich wohl fühlen. Welche Formulierung soll im Einstimmungssatz (Setup) verwendet werden? Welche Art der Abkürzung? Gibt es Punkte, die unangenehm sind? Wie wirkt das Klopfen auf mich und gibt es eine Tageszeit für mein Klopfritual, mit dem ich für mich das meiste herausholen kann?

Die Flexibilität bezieht sich auch noch auf andere Dinge, z. B. dass man das Klopfen

je nach Situation unterschiedlich anwenden kann,

z. B.

  • in einer ganz akuten Stress-Situation zur sofortigen Beruhigung
  • oder zur Bewältigung einer schwierigen Lebenssituation
  • oder zum Auflösen von Blockaden, Schmerzzuständen oder Belastungen aus der Vergangenheit, die sich bin die Gegenwart auswirken
  • oder für thematische Arbeit (wie ich das ja für Hochsensibilität anbiete).

Außerdem finde ich es grandios, dass ich das Klopfen

so gut für hochsensible Menschen anpassen kann.

Es gibt ja einiges im normalen Klopfprotokoll, was für hochsensible Menschen eher schwierig ist:

zum Beispiel die Stress-Skala.

Immer wieder höre und erlebe ich, dass der Umgang mit der Stress-Skala für hochsensible Menschen hochgradig stressig ist. Das kann an dem Bemühen liegen, immer alles ganz genau richtig machen zu wollen. Perfekt eben. Oder daran, dass man sich schlecht entscheiden und festlegen kann … was dann so schwierig ist, dass man lieber gar nicht klopft. Jedenfalls ist dies eine Hürde, über die hochsensible Menschen dann oft nicht hinwegkommen, dann eben nicht klopfen, obwohl sie merken, dass das Klopfen für sie angenehm ist.

Daher verwende ich die Stress-Skala meistens nicht, um diese Hemmschwelle zu entfernen.

Es geht ja auch anders.

Sowieso gilt beim Klopfen für hochsensible Menschen, dass

weniger mehr ist.

Und viel nicht zwangsläufig viel hilft.

Obwohl man sich ja sagen könnte, das wirkt jetzt so gut, ich klopfe jetzt ganz, ganz viele und löse alle meine Themen sofort auf. Ich kann Sie nur inständig bitten, das nicht zu tun, sich selbst zuliebe.

Dies betrifft ebenfalls die Dauer. Ich selbst habe schon gehört, dass manche Klopfcoaches grundsätzlich nur zweistündige Sitzungen machen. Das wäre für mich unvorstellbar. Nicht nur für meine Klient*innen, sondern auch für mich selbst. Was meine Klient*innen angeht, ist manchmal schon eine Stunde zuviel und es geht nicht länger als 30 Minuten. 15 Minuten habe ich auch schon gehabt.

Wenn ich noch länger nachdenken würde, fielen mir bestimmt noch andere Beispiele ein, aber fürs erste habe ich meiner Begeisterung für die Klopfakupressur genug Raum gegeben.

Vielleicht haben Sie ja Lust, bei der Blogparade von Michaela Thiede mitzumachen.

Auf jeden Fall freue ich mich, wie immer über Ihre Kommentare hier.

Von Herzen,
Ihre
Monika Richrath

Bild von John Hain auf Pixabay

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Monika Richrath

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Nach dem dritten Burnout und drei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto, Nebennierenschwäche) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

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