Sieben gute Gründe keine Milch zu trinken

Sieben gute Gründe keine Milch zu trinken

Ich weiß schon sehr, sehr lange, dass Milch eigentlich nichts für mich ist. Dabei habe ich Milch als Kind und junge Erwachsene total geliebt. Bis ich 1997 oder 1998 diesen verhängnisvollen Magendurchbruch hatte. Danach war erstmal Schluss mit der Milch. Mir hatte damals jemand erklärt, dass durch die OP (man entfernte mir ein Stück des Magens) mir nun bestimmte Enzyme fehlen würden, so dass ich Milch nicht mehr verarbeiten könnte.

Damals war ich noch ganz anders in der Welt unterwegs. Von Hochsensibilität wusste ich noch gar nichts. Und ich hatte auch noch nicht angefangen, mich mit biologischen Zusammenhängen auseinanderzusetzen. Ich habe diese Aussage zur Kenntnis genommen, nicht weiter hinterfragt und mich als fortan als laktoseintolerant betrachtet. Jahrelang habe ich überhaupt keine Milchprodukte zu mir genommen außer Butter und Sahne (die sonderbarerweise immer gingen). Ach ja, und natürlich habe ich dabei (ich bin ja sehr experimentierfreudig) auch

Laktase-Tabletten

versucht. Sonderbarerweise funktionierten die Laktasetabletten aber nur manchmal, nicht immer. Und (das war so richtig dumm), ich habe immer erst hinterher gewusst, ob sie funktioniert haben. Oft saß ich da mit Bauchschmerzen – dann hatten sie eben nicht funktioniert.

Ich habe außerdem sehr schnell gemerkt, dass plötzlich ohne die Laktase-Tabletten die Sahne ganz schnell zum Problem wurde. Offenbar stellte der Körper seine minimale eigene Laktaseproduktion bei der Zufuhr von Laktase von außen einfach ein. Nicht gut. Gottseidank ließ sich der Prozess durch das Weglassen der Laktasetabletten wieder rückgängig machen.

Von daher war an der Milchfront erst einmal alles gut. Ich habe mich bestimmt 7 Jahre lang überwiegend vegan ernährt (wenn auch ganz bestimmt nicht so supergesund wie das heute mit veganer Ernährung verbunden ist). Dann wollte ich aber wieder andere Dinge essen, auch Fleisch usw.

Obwohl ich nach wie vor keine Milch trinke, sind Milchprodukte für mich zu einem echten Problem geworden. Vor allen Dingen Käse.

Nach Käse bin ich regelrecht manchmal süchtig

obwohl ich genau weiß, dass ich mich nach dem Genuss von Käse aufblähe wie ein Ballon, schlecht Luft bekomme und vor allen Dingen von einer alles verschlingenden und durch nichts zu besänftigenden Nervosität befallen werde – die letzten Endes auch das Einschlafen schwierig macht. Das nützt alles nichts. Manchmal stehe ich im Supermarkt Ewigkeiten vor dem Käseregal und starre sehnsüchtig wie ein Junkie auf den angebotenen Käse. Manchmal schaffe ich es, zu widerstehen, manchmal nicht. Es endet jedenfalls immer schlecht, wenn nicht.

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich bin in solchen Fällen leider stets bereit, mir das nicht-widerstehen-können als persönliches Versagen anzukreiden. Das macht es natürlich auch nicht besser, ganz im Gegenteil.

Im Rahmen der Recherche für mein neues Buch über Schlafstörungen habe ich mich vor kurzem eingehender mit dem Thema Milch beschäftigt und ein paar schockierende Dinge über Milch herausgefunden.

Dass es nämlich jede Menge guter Gründe gibt, überhaupt keine Milchprodukte zu sich zu nehmen

– ganz gleich, ob man sie zu vertragen scheint oder nicht.

1. Grundsätzlich landet alles, womit die Kuh in Berührung gekommen ist, später in der Milch

Herbizide, Pestizide, Dioxine (Lt. WHO stammen 90% der von Menschen aufgenommenen Dioxine von Milch und Fleisch. Dioxin gilt als extrem giftige, krebsauslösende Chemikalie.), Blut, Kot, Bakterien und Viren, Hormone, Antibiotika usw. Die Kühe werden z. B. mit Antibotika gegen Euterentzündungen behandelt und bekommen offenbar vor der Geburt eines neuen Kalbes präventiv Antibiotika verabreicht.  Eine 2011 in der Zeitschrift Journal of Agricultural and Food Chemistry veröffentlichte Studie hat  ans Licht gebracht, dass ein einziges Glas Milch an die 20 verschiedene pharmakologisch aktive Substanzen wie Schmerzmittel, Antibiotika und Wachstumshormone enthielt (untersucht wurden Kuhmilch, Ziegenmilch und Muttermilch). Gruselig, oder?

2. Milch ist an sich für Menschen ein artfremdes Getränk

Es ist dazu bestimmt, den Nachwuchs der Kuh aufzuziehen. Darum enthält es jede Menge Wachstumsfaktoren, damit das Kalb schnell groß wird.  Für erwachsene Menschen ist die Aufnahme von IGF-1 (insulinähnliche Wachstumsfaktoren) nicht nur unsinnig, sondern ungesund. Denn diese Wachstumsfaktoren werden vor allen Dingen mit Zellwachstum in Verbindung gebracht, genauer mit dem Wachstum von Tumorzellen und zwar bei Brust,- Eierstock und Prostatakrebs.

3. Milch verhindert nicht das Risiko an Osteoporose zu erkranken,

sondern erhöht vielmehr das Risiko von Knochenbrüchen. Eine 2014 veröffentlichte schwedische Langzeitstudie, in der 60.000 Frauen 20 Jahre lang und 45.000 Männer 11 Jahre lang begleitet wurden, kam zu dem Ergebnis, dass der Verzehr von Milch das Risiko von Knochenbrüchen erhöhte. Das war aber nicht das einzige Ergebnis dieser Studie. Es kam ebenfalls dabei heraus, dass

4. die MilchtrinkerInnen sogar früher starben,

vor allen Dingen jene, die mehr als 3 Gläser Milch am Tag tranken (ca. 680 ml). Dieses Ergebnis wurde von den Forschern damit erklärt, dass Milch entzündliche Prozesse der unterschiedlichsten Art im Körper fördert und in Verbindung mit den erhöhten oxidativen Stresswerten, die sich ebenfalls bei den ausgemachten MilchtrinkerInnen fanden, Krankheiten auslöst. Die Bandbreite ist groß und reicht von Akne, Neurodermitis, Allergien, Reizdarm, Bluthochdruck, Arthritis, Osteoporose, chronische Nebenhöhlenentzündungen, bis hin zu Parkinson, Alzheimer und eben auch Krebs.

5. Der Verzehr von viel Milch im Kindesalter wird in Verbindung gebracht mit dem Entstehen von Diabetes Typ 1

Dazu gibt es einige Studien. Offenbar ist das Protein in der Milch, das Kasein, dafür verantwortlich. Dazu später noch mehr.

6. Milch verschleimt den Körper.

Sie können das ganz einfach selbst überprüfen, indem Sie eine Zeitlang alle Milchprodukte weglassen und dann Käse essen.

7. Die meisten Menschen können überhaupt keine Milch verstoffwechseln.

Wussten Sie, dass rund 75 % der Weltbevölkerung an laktoseintolerant ist? Diesen Menschen fehlt das Enzym Laktase, mit dem der in der Milch enthaltene Milchzucker aufgespalten wird, so dass dieser nicht vom Körper aufgenommen werden kann.In der Folge entstehen Magen-Darm-Beschwerden, wie Übelkeit, Blähungen, Durchfall und Erbrechen. Die Bandbreite an Symptomen geht aber noch viel, viel weiter, sie kann auch chronische Müdigkeit, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Schweißausbrüche, Konzentrationsstörungen, depressive Verstimmungen, Schlafstörungen und Schwindel auslösen …

Dass so viele Menschen keine Milch verstoffwechseln können, ist aber auch kein Wunder. Milch ist kein Getränk für Menschen. Darum sollen Kinder mit Muttermilch gestillt werden, dann bekommen sie die ihnen von der Natur zugedachte Nahrung. Im Netz habe ich den Hinweis gefunden, dass die Laktaseaktivität sowieso nach der Entwöhnung von der Muttermilch abnimmt. In Afrika oder Asien ist es daher vollkommen normal, Laktose nicht verstoffwechseln zu können. Dass es in Westeuropa, Australien und Nordamerika anders ist, liegt vermutlich in der langen Tradition der Weidewirtschaft.
Eine Laktoseintoleranz kann angeboren sein (absolute Laktoseintoleranz), sie kann aber auch vorübergehend oder erworben sein (sekundäre Laktoseintoleranz), z. B. durch Erkrankungen des Verdauungssystems, chronische Darmerkrankungen, Zöliakie, Darmparasiten, Alkoholmissbrauch, Chemotherapie, Mangelernährung, Divertikel, Gastrektomie etc.

Ich habe ja schon eingangs erwähnt, dass ich mich selbst lange Zeit für laktoseintolerant gehalten habe. Mir ist im vergangen Jahr so langsam gedämmert, dass das möglicherweise nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Ich habe verschiedene sog. laktosefreie Produkte ausprobiert und es ging mir trotzdem schlecht.

Jetzt bin ich darauf gekommen, dass ich offenbar

eine Kasein-Unverträglichkeit

habe. Milch besteht zu 80 % aus Proteinen, dem Kasein und zu 20 % Molkeneiweiß. Bei einer Kaseinunverträglichkeit reagiert der Körper auf die Kasein-Eiweißbestandteile, weil er sie nicht verwerten kann.

Foto: Couleur/pixabay

Die Symptome der Kaseinunverträglichkeit decken sich weitgehend mit denen der Laktoseintoleranz. Aber es gibt auch noch andere Symptome, z. B. Hautveränderungen, Urtikaria, Neurodermitis, Hautstörungen, Pickel, Pustel, Juckreiz und eine Neigung zu Ekzemen. Auch Juckreiz, Ekzembildung, Pickel Pusteln, Hautrötungen oder Allergische Rhinitis und allergischer Schnupfen.

Natürlich stelle ich mir dann auch die Frage, wie sich all das auf meine Hochsensibilität auswirkt, bzw. eher andersrum, inwieweit die Symptome durch meine Hochsensibilität verstärkt werden – weil ich ja alles, was in meinem Körper vor sich geht, wie mit einer Lupe vergrößert überdeutlich wahrnehme.

Besonders fatal: Kasein enthält sog. Kasomorphine, die suchterregendes Potential haben, sie docken direkt an unsere Opiodirezeptoren an und greifen so direkt in unser Gefühlsleben ein. Mir war sofort klar, dass dort die Nervosität, die mich nach dem Verzehr von Käse befällt, herkommen muss. Und dass es jetzt wirklich an der Zeit ist für mich, die Reißleine zu ziehen und den Verzehr von allen Milchprodukten auf ewig einzustellen und mich noch einmal sehr eingehend mit meiner Ernährung zu befassen. Ich habe einen Tipp für ein superspannendes Buch bekommen, das diesen Zusammenhängen noch näher nachgeht, darüber werde ich demnächst mehr berichten.

Hat dieser Artikel neue Erkenntnisse für Sie gebracht?  Was erleben Sie mit Milch? Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Ich wollte mich übrigens noch gerne für Ihre freundlichen Reaktionen auf meinen letzten Artikel bedanken, ich habe mich sehr getröstet gefühlt und mich anderen konstruktiven Dingen zugewandt anstatt mir die Haare zu raufen.

Ich gehe jetzt übrigens in eine Sommerpause, im Juli geht es mit frischer Energie dann wieder weiter.

Herzliche Grüße und eine schöne Zeit für Sie,

Ihre
Monika Richrath

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

In meinem kostenlosen E-Mail Kurs lernen Sie, wie Sie besser mit Stress, Überforderung und Erschöpfung aus der Hochsensibilität umgehen können.

Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und drei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto, Nebennierenschwäche) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

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Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

Wie ich meine Seelenwünsche entdeckt habe

Wie ich meine Seelenwünsche entdeckt habe

Noch vor wenigen Jahren wäre ich überhaupt nicht auf die Idee gekommen, mich mit meiner Seele zu beschäftigen. Erst recht nicht mit ihren Bedürfnissen. Das hatte für mich einen abgehobenen und esoterischen Beigeschmack, damit wollte ich lieber nichts zu tun haben. Ich könnte mir gut vorstellen, dass es vielen hochsensiblen Menschen ähnlich geht, weil viele von uns  sehr kopfgesteuert sind und sich nur auf „Beweise“ verlassen (am besten auf solche, die von der Wissenschaft erbracht werden).

Für mich hat sich in den letzten Wochen viel verändert. Ganz besonders in Sachen Seelenbedürfnisse.

Als Kind hatte ich den innigen Wunsch zu zeichnen

und ich hatte meistens auch eine genaue Ahnung davon, wie das, was ich zeichnen wollte aussehen sollte. Leider sah es nie so aus. Meine Zeichnungen sahen eben wie Kinderzeichnungen aus. In meiner Parallelklasse, die mit uns zusammen Kunstunterricht hatte, gab es einen Jungen, der Wahnsinnsportraits zeichnen konnte. So, wie ich hätte gerne zeichnen wollen. Menschen. Menschen, die so aussahen wie wirkliche Menschen. In jeder Kunstunterrichtsstunde bin ich fast gestorben vor Bewunderung und Neid. Wahrscheinlich hat sich bei mir da auch der Glaubenssatz eingenistet, dass man Talent haben muss, um gut zeichnen zu können. Daran mangelte es mir ganz offensichtlich. Ich begrub diesen Wunsch und wandte mich anderen Dingen zu.

Erste Zeichnung von Monika RichrathAb und zu tauchte dieser Wunsch wieder auf

und ich erinnere mich daran, dass ich später noch verschiedene Zeichenversuche unternahm, aber mit anderen Objekten. Zum Beispiel habe ich im Rahmen eines Kurses für Kinder Statuen gezeichnet, Kapitelle in einer Kirche und Säulen und ein paar Jahre während eines Urlaubes auf Sylt ein paar Landschaftsaufnahmen von Fotos abgezeichnet. Ich fand sie selbst ganz gelungen, erinnere mich aber nicht mehr ob ich mich getraut habe, die letzteren überhaupt anderen Menschen zu zeigen.

Danach ging unglaublich viel Zeit ins Land. Jahrzehnte über Jahrzehnte, in denen meine Beziehung zu Kunst hauptsächlich darin bestand, in Ausstellungen zu gehen und mir die Kunst anderer Menschen anzusehen. Und in all dieser langen Zeit ist in mir immer wieder der Wunsch aufgetaucht

Ich will Menschen zeichnen

sehr, sehr hartnäckig. Immer wieder fielen mir jene letzten Zeichnungen ein, die ich gemacht hatte und die mir selbst gefallen hatten. Vielleicht war ich gar nicht so talentlos wie ich glaubte? Vielleicht brauchte ich einfach nur Übung? Also kaufte ich mir ein dickes Buch darüber, wie man Menschen zeichnet und legte voller Enthusiasmus los. Schon bald musste ich aber feststellen, das es trotzdem immer noch nicht so einfach war. Das erste Bild gefiel mir. Alle anderen nicht. Ich war nicht in der Lage, meinen Zeichnungen einen Ausdruck zu verleihen, sie erstarrten in grässlichen Fratzen …

Entmutigt gab ich auf

– aber nur halbwegs. Vielleicht brauchte ich so etwas wie Unterricht? Hatte ich denn nicht neulich im Supermarkt auf dem schwarzen Brett eine Telefonnummer gesehen? Die hing da auch noch. Und ich trug sie ein volles halbes Jahr mit mir herum, weil es mir nicht sicher erschien, zu einer mir unbekannten Person nach Hause zu gehen. Dann lernte ich die Künstlerin Johanna Kinast auf einem Event persönlich kennen. Ich glaube auch, dass der Tod meiner Mutter im Februar 2016 eine Rolle gespielt hat. Mein Bedürfnis zu zeichnen wurde irgendwie immer dringender. Im November 2016 ging ich zum ersten Mal recht nervös zu meinem Kunstkurs, der sich für mich als ideal herausgestellt hat, weil er mir alle Freiheiten lässt. Ich entscheide selbst, was ich wie zeichne und nur, wenn ich nicht weiterkomme mit einer Sache, frage ich die Künstlerin um Rat. Im Laufe der Zeit hat sich herausgestellt

Menschen zu zeichnen macht mich einfach glücklich.

Das ist für mich Auszeit pur. Ich als Mensch löse mich vollkommen auf im Prozess der Kreativität, tauche ab oder verbinde mich mit oben und das ist einfach herrlich. Meistens zeichne ich Portraits von Postkarten von Gemälden ab. Das ist ungemein spannend. Manchmal tauchen auf meinem Papier Menschen auf, von denen ich weiß, das ich sie von irgendwoher kenne oder die mir bekannt vorkommen. Das Buch ziehe ich übrigens nur noch dann und wann zu Rate. Wie sich zeigt, ist das Zeichnen auch eine Sache der Übung. vor zwei Wochen ist es mir zum ersten Mal gelungen, der Person auf meiner Zeichnung das gleiche Alter zu verleihen wie der Person meiner Vorlage. Yippieh!

Die anderen Menschen in dem Kurs malen übrigens zum meistens Aquarelle. Daran habe ich mich auch einmal versucht, das hat mir auch Spaß gemacht, aber ich habe gemerkt, das ist es einfach nicht für mich. Diese sehr innige Verbindung nach irgendwohin hat sich nicht eingestellt. Natürlich wollte ich es auch probieren, weil ich mal wieder Schwierigkeiten damit hatte, anders zu sein als die anderen, aus dem Rahmen zu fallen. Hochsensibilität lässt grüßen. Ich habe dann aber ganz vernünftig mit mir gesprochen. Mein Wunsch ist es, Menschen zu zeichnen – und später mal (wenn ich von den Menschen die Nase voll habe), Landschaften. Das steht schon fest. Wenn ich in diesen Kurs gehe, dann um zu zeichnen. Sonst hat es keinen Zweck.

Es ist übrigens gar nicht wichtig, dabei ob ich nun wirklich jede, jede Woche zu meinem Kurs gehe und eine Zeichnung mache oder nicht. Das wichtige ist es, langfristig dran zu bleiben, dafür zu sorgen, dass mein Wunsch einen Rahmen hat. Denn wenn ich es zuhause alleine machen möchte, mache ich es eben doch nicht. Das kennen Sie bestimmt selbst auch.

Warum ist das Zeichnen nun ein Seelenwunsch?

In den letzten Monaten war bei mir einiges los, nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich ging es ganz schön hoch her. Durch die Arbeit mit meinen Klienten und Klientinnen und meine eigene Auseinandersetzung mit mir habe ich verstanden, dass

das wichtigste am Menschsein ist der Ausdruck unserer selbst.

Ok, das klingt jetzt ein bisschen gestelzt. Einfacher: Wir müssen einfach nach außen bringen, was in uns ist.

Das ist unsere Lebensaufgabe

oder zumindest ein Teil davon. Davon bin ich felsenfest überzeugt. Wir müssen uns ausdrücken. Wenn wir das nicht tun, zum Beispiel unsere Gefühle nicht ausdrücken,  werden wir krank oder entwickeln chronische Schmerzen usw.

Es wäre natürlich auch eine ganz spannende Frage, ob sich Hochsensibilität in Seelenbedürfnissen ausdrückt, bzw. ob hochsensible Menschen besondere Seelenbedürfnisse haben?

Was mich selbst angeht, arbeite ich gerade an einem neuen Buch zum Thema Schlafstörungen. Im Zuge meiner Recherchen habe ich dabei mein Leben zwar nur in wenigen Dingen, dafür aber ganz entscheidend verändert, so dass ich wieder einen besseren Blick auf meine eigenen Bedürfnisse habe und mir selbst wieder näher gekommen bin. Und so ist mir klar geworden, dass dieses innige Bedürfnis zeichnen zu wollen, ein Seelenbedürfnis sein muss, denn es begleitet mich schon fast mein ganzes Leben. Und dass auch meine Tanzlust ein Seelenbedürfnis ist, dem ich jetzt mehr und mehr wieder nachgehe. Und je mehr ich tanze, umso mehr Lust zum Tanzen habe ich und umso glücklicher bin ich. Genauso, wie ich immer mehr Lust zum Zeichnen habe, je mehr ich zeichne. Ich glaube übrigens,

Seelenbedürfnisse sind nur für einen selbst

wichtig. Ich denke, es ist gerade die Hingabe an die Selbstentfaltung, die uns so glücklich macht. Ganz ohne Stress.

Wenn Sie nicht wissen, was Ihre Seelenbedürfnisse sein könnten, kann ich Ihnen nur empfehlen, sich Gedanken darüber zu machen, was Sie vielleicht schon als Kind geliebt, aber begraben haben. Es gibt ja den wunderschönen Spruch, dass man nie zu alt ist für eine glückliche Kindheit …

Welche Seelenbedürfnisse haben Sie? Gehen Sie Ihnen nach? Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Herzliche Grüße,
Ihre
Monika Richrath

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

In meinem kostenlosen E-Mail Kurs lernen Sie, wie Sie besser mit Stress, Überforderung und Erschöpfung aus der Hochsensibilität umgehen können.

Monika Richrath

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Nach dem dritten Burnout und drei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto, Nebennierenschwäche) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

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Mein erstes Mal

Mein erstes Mal

MEIN ERSTES MAL

In der letzten Zeit ist es auf diesem Blog so ernst zugegangen, dass ich dachte, auch meine LeserInnen könnten jetzt wieder einmal etwas bei mir zu lachen bekommen. Diese Woche geht es um mein erstes Mal - im Fitnessstudio. Irgendwo hatte ich mal gelesen, dass Trampolinspringen sehr gut für das Lymphsystem ist …

ein Fitnessstudio ist eine ganz schöne Herausforderung für einen hochsensiblen Menschen

copyright: nattanan23, Pixabay

Vielleicht erinnern Sie sich, dass ich im letzten Jahr damit begonnen habe, meine (zum Teil langjährig gehegten und gepflegten) Wünsche in die Tat umzusetzen. Das Wasserski war leider ein totaler Reinfall, bzw. dafür war ich wirklich 20 bis 30 Jahre zu spät dran. Was solls … das hat den Weg für die Umsetzung neuer Wünsche frei gemacht.

Trampolinspringen

hat mich schon als Kind begeistert und je schwerer und dicker ich aufgrund meiner diversen Immunkrankheiten (Hashimoto, Fibromyalgie und Nebennierenschwäche) wurde, umso größer und dringender wurde der Wunsch nach Leichtigkeit. Mein Wasserhaushalt ist schon vor Jahren aus dem Gleichgewicht geraten. (Die einzige Ursache, die ich bislang dafür ausmachen konnte, war die Einnahme eines Antidepressivums - aber leider hat sich auch nach dem Absetzen des Antidepressivums mein Körpergewicht nicht mehr reguliert, obwohl dies schon über acht Jahre her ist.)

Schon vor Jahren

hatte ich ein Buch in die Hand bekommen, in dem Trampolinspringen als besonders efffektiv für das Lymphsystem angepriesen wurde. Mir war sofort klar, dass ich das eigentlich probieren müsste.

Das Lymphsystem

ist ein wenig das Aschenputtel in Sachen Entgiftung, dabei ist es so wichtig für das Immunsystem. Das Lymphysystem ist quasi die Kläranlage des Körpers und der Körper ist immer nur so gesund wie sein Lymphystem.

Lymphe ist eine wässrige Gewebeflüssigkeit, von der die Zellen unseres Körpers umspült werden. Die Zellen erhalten Nahrung und Sauerstoff aus dem Blut über diese Flüssigkeit. Umgekehrt werden Zellgifte über die Flüssigkeit wieder an das Blut abgegeben.

Das Lymphsystem besteht aus dem Lymphgefäßsystem (mit der Lymphflüssigkeit und den Lymphknoten) und den lymphatischen Organen. Wenn vom Lymphsystem die Rede ist, wird jedoch meistens das Lymphgefäßsystem gemeint, so will ich es hier auch halten. Das Lymphgefäßsystem zieht sich durch fast den ganzen Körper, ist jedoch ein offenes System, nicht wie der Blutkreislauf geschlossen. Es beginnt praktisch mit den kleinsten Lymphkapillaren im Gewebe und endet im Blutkreislauf des Körpers. Die eigentliche Reinigung der Flüssigkeit findet in den Lymphknoten statt, die man sich wie eine Art Filter,- oder Aufbereitungsstation vorstellen kann.

Das wichtige dabei ist: Das Lymphsystem hat keinen eigenen Antrieb, so wie das Blut vom Herzen angetrieben wird. Normalerweise geschieht dies durch die Atembewegungen der Lunge oder Muskelkontraktionen im Körper.  Die Lymphkanäle sind mit Einwegklappen ausgestattet, die sich bei Druck von außen öffnen und dann wieder schließen, wenn der Druck nachlässt. Diesen Vorgang kann man sehr gut unterstützen durch diverse Maßnahmen. Trampolinspringen ist eine davon. Durch das Auf- und Abspringen werden die Ventile im Körper geöffnet und der Abtransport der Lymphflüssigkeit unterstützt.

Und wenn das Lymphsystem nicht gut funktioniert?

Zunächst verlangsamt sich der Lymphfluss, dies kann zu Schwellungen (Ödemen) und Wassereinlagerungen führen. Wenn das Reinigungssystem an sich nicht mehr funktioniert, kann es zu einer schleichenden Vergiftung des Körpers kommen und chronische Krankheiten können sich entwickeln und ausbreiten.

Ich wusste eigentlich schon lange, dass mein Lymphsystem nicht gut funktioniert. Ich habe auch schon diverse Male Lymphdrainage bekommen - absolut herrlich –  aber hielt nie lange genug an. Und letzten Endes bin ich von passiven Methoden vollkommen abgekommen. Ich muss gestehen, dass ich mir erst bei der Recherche für diesen Artikel aufgegangen ist, dass für mich hier wirklich Handlungsbedarf besteht - zumal ich mittlerweile auch weiß, dass ich eine Schwermetallvergiftung habe. (Offenbar habe ich wirklich alles mitgenommen, was man so mitnehmen kann.)

Mir war also klar, dass Trampolinspringen für mich wirklich sehr gut sein könnte. Ich hatte schon erwogen, mir ein eigenes kleines gebrauchtes Trampolin anzuschaffen, war bisher aber aus Platzmangel daran gescheitert. Dann las ich irgendwo von Jumping Fitness, Trampolinübungen in der Gruppe, äußerst praktisch, die Anschaffung eines eigenen Trampolins würde sich erübrigen. Später fand ich heraus, dass sich in meinem Viertel die einzige Jumping-Fitness-Möglichkeit meiner Stadt befindet. Ich konnte mich trotzdem nicht zu einem Besuch aufraffen. Ich glaube, ich fürchtete, dass Trampolinspringen nicht so richtig kompatibel mit meiner Blase sein könnte …

Außerdem habe ich eine tief verwurzelte Scheu vor Fitnessstudios. Ich stelle mir vor, dass ein Fitnessstudio nicht so richtig kompatibel ist mit meiner Hochsensibilität, eine Umgebung, die schon per se nicht gerade reizarm sein kann. Alles, was ich in Filmen über Fitnessstudios gesehen habe, fand ich höchst abschreckend. Zum Beispiel könnte ich mir niemals vorstellen, auf einer Maschine Fahrrad zu fahren und dabei Fernsehen zu gucken. Fahradfahren ist für mich eine sinnliche Erfahrung und das Erleben der Natur ist untrennbar damit verbunden.

Meine extrem geruchsempfindliche Nase kräuselte sich schon alleine bei der Vorstellung intensiven Schweißgeruchs, der sofort unliebsame Erinnerungen an Schulsport heraufbeschwören würde.  Möglicherweise habe ich auch gefürchtet, unter lauter schlanken und fitten Menschen keine allzu rühmliche Figur abzugeben … denn ich bin nicht schlank und fit bin ich erst recht nicht.

Als mir nun aber kürzlich eine Bekannte erzählte, dass sie genau diese Jumping-Fitness-Kurse besucht, war sofort klar: Das ist die Einladung mit dem Scheunentor, die ich einfach nicht abschlagen kann, zumal es die Möglichkeit gibt, dort als externer Gast ohne weitere Verpflichtungen teilzunehmen.

So machte ich mich also eines Samstags auf zum

ersten Besuch meines Lebens in einem Fitnessstudio.

Es ist wie ein Eintritt in eine andere Welt. Ein sehr modernes Ambiente. Sehr viele schlanke Menschen in stylischen Outfits - mit Zubehör. Ich habe nichts dabei, außer einem T-Shirt und meiner bequemen Sporthose. Einen Wasserbehalter habe ich an der Kasse bekommen. Immerhin ein wenig Ausrüstung. Im Umkleideraum stelle ich fest, dass alle außerdem ein Handtuch dabei haben. Und Schuhe. Ich habe keine Schuhe. Irgendwie war ich davon ausgegangen, dass das Trampolinspringen barfuß erfolgt. Falsch gedacht. Bei der Gelegenheit muss ich auch noch feststellen, dass das T-Shirt einen Fleck hat und die Hose ein Loch.

Um das Maß der Peinlichkeit vollzumachen, funktioniert meine automatische Karte für den Spind nicht. Auf Socken tapse ich zwei Stockwerke durch das Gebäude zur Kasse hinunter und wieder zurück. Nachdem verschiedene Menschen meine Karte ausprobiert haben, steht nun fest, dass sie einfach nicht funktioniert. Noch einmal auf Socken in das Erdgeschoss, mir eine neue Karte geben lassen und wieder zurück. Zum Glück finde ich das selbst zum Schreien komisch und bin gleichermaßen erheitert wie peinlich berührt. Hoffentlich trete ich beim Springen nicht auf die Hose und reiße sie mir selbst vom Körper. Das wäre der Gipfel. Eigentlich wollte ich mich in die hinteren Reihen verkrümeln, aber als die Kursleitern alle Neulinge nach vorne bittet, komme ich dieser Aufforderung natürlich artig nach, obwohl ich eigentlch lieber außer Sichtweite geblieben wäre. Hoffentlich sagt sie nur nichts vor versammelter Mannschaft darüber, dass ich keine Schuhe habe …

DAS könnte mir tatsächlich so peinlich sein, dass ich in Zukunft wegbleiben würde. Meine Schmerzgrenze in Sachen Peinlichkeit ist ziemlich niedrig, vielleicht ist das eine der Nebenwirkungen der Hochsensibilität?

Das Trampolinspringen ist dann ganz anders als ich dachte. Es geht darum, zu Musik Tanzschritte auf dem Trampolin zu vollführen. Das erinnert mich an Disco (jippieh!), macht Superspaß, trainiert den Beckenboden und verbessert die Koordination. Da habe ich noch jede Menge Nachholbedarf. Ich komme gerade eben mal so mit. Nach einer halben Stunde beginne ich jedoch auf die Uhr zu schielen und mir das Ende der Stunde herbeizuwünschen. Aber auch wenn ich sehr in Stress gerate dabei (Koordination ist auch nicht so meine Stärke), steht für mich jetzt schon fest, dass es gar keine Frage ist, dass ich wiederkomme. Vorher muss ich aber noch ein bisschen Beckenbodentraining machen …;-)

Beschäftigen Sie sich mit Ihrem Lymphsystem? Haben Sie Tipps? Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Ich wünsche Ihnen noch schöne Ostertage!

Herzliche Grüße,
Ihre
Monika Richrath

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

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Monika Richrath

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In ein paar Sekunden kann alles vorbei sein

In ein paar Sekunden kann alles vorbei sein

 

 

 

 IN EIN PAAR SEKUNDEN KANN ALLES VORBEI SEIN

Alles geht ganz schnell. Innerhalb von Sekundenbruchteilen wechseln sich die unterschiedlichsten Emotionen ab: Schock, Ärger, Angst, Scham (Ich bin nicht allein), Verwunderung und - Beten (Bitte …

bitte, nicht der Kopf. Ich versuche noch, irgendwie mein Gleichgewicht zu halten, aber umsonst. Während meine inneren Prozesse im Zeitraffer ablaufen, sehe ich alles andere in Zeitlupe. Wie der Boden immer näher kommt, erst das eine, dann das andere Knie auf dem Boden aufschlägt, wie ich noch versuche, mich mit der rechten Hand abzustützen, dabei aber nur auf das Handgelenk aufschlage, und schließlich doch noch der Kopf.

Einen Augenblick bleibe ich noch liegen, überwältigt von Panik und Angst um meinen Kopf. Dann kommt der Ärger. Ausgerechnet! Alles hat so gut geklappt und jetzt das …

Schließlich lasse ich mir von meinen besorgten Freundinnen aufhelfen. Was gar nicht so einfach ist, in dem kleinen Bad ist eigentlich kein Platz für 3 Personen, erst recht nicht, wenn eine davon auf dem Boden liegt.

Kein schöner Abschluss

eines ansonsten äußerst erfolgreichen Tages. Liebe Freundinnen hatten sich bereit erklärt, mir beim Streichen meiner alten Wohnung zu helfen, alles hat supergut geklappt und nun das. Um den anderen beim Auswaschen meiner Pinsel nicht in die Quere zu kommen, habe ich diese Tätigkeit direkt in der Badewanne erledigt und bin anschließend mit den nassen Füssen auf dem Badezimmerboden ausgerutscht.

Am meisten Angst hatte ich vor einer Gehirnerschütterung. Aber nachdem mein Kopf offenbar ok ist und ich mir nicht mehr als ein paar blaue Flecken geholt habe, geht der Tag erstmal weiter. Ich merke allerdings schnell, dass es doch nicht so einfach ist. Den Rest des Tages bin ich sehr benommen. Ich muss mir schließlich eingestehen, ich bin nicht nur einfach gestürzt, sondern

ich bin erschüttert

bis ins Mark meiner Seele. Habe ich einen Schock? Vielleicht. Bin ich wegen meiner Hochsensibilität besonders erschrocken? Vielleicht. Die Erschütterung ist auch am nächsten Tag nicht vorbei. Vielmehr ist sie wie eine Art Schwelbrand, der sich nun auch in andere Teile meines Lebens ausbreitet. Ich traue mich kaum auf mein Fahrrad und bin dann ungewöhnlich ängstlich und besorgt.

ich bin geschockt über meinen sturzWas, wenn ich mit dem Fahrrad stürze?

Es ist jetzt so rutschig mit all den Blättern … vermutlich würde das nicht so glimpflich ablaufen …

Auch wenn das sich unnötige Sorgen ein ganz typisches Merkmal der Hochsensibilität ist, neige ich im Allgemeinen kaum zu Sorgen. Im Laufe der Jahre habe ich es geschafft, dem Leben gegenüber eine vertrauensvolle Haltung zu entwickeln und ich weiß ganz genau:

  • Ich bekomme was ich brauche
  • alles, was ich brauche, ist schon in mir
  • wenn ich etwas nicht bekomme, brauche ich es auch nicht
  • Ich bin behütet

Aber das ist einfach eine ganz andere Nummer. In den Tagen nach dem Sturz vergesse ich alles, was ich weiß. Dann allmählich schält sich für mich eine Art Botschaft heraus. So schnell kann es also gehen.

In ein paar Sekunden kann alles vorbei sein.

Ich habe keine Angst vor dem Tod. Und das sage ich nicht nur so dahin. Aber ich habe Angst davor, meine eigenen Möglichkeiten meiner menschlichen Erfahrung nicht genug gelebt zu haben, mir selbst nicht genug Raum zu geben, immer nur hinter der Arbeit zurückzubleiben (soviel Freude meine Arbeit mir auch macht!).

Der Sturz ist jetzt schon etliche Wochen her

die blauen Flecken sind längst verschwunden, die Knochen, auf die ich aufgeschlagen bin, schmerzen aber immer noch und zeigen mir auf eindrucksvolle Weise, wie alles, was uns widerfährt im Körper gespeichert wird. Denn jedesmal, wenn ich mich hinknie und die Stelle den Boden berührt, an der ich aufgeschlagen bin, ist sofort alles wieder da, der Sturz, der Schock, der Stress, die Verunsicherung. Zwar nicht mehr so intensiv wie vorher, aber vorhanden. Das will ich unbedingt mal auflösen lassen mit irgendeiner Form von Körperarbeit. Damit ich dieses Erlebnis als Erinnerung daran benutzen kann, dass ich vergänglich bin und mich auf keinen Fall selbst verpassen möchte.

Haben Sie schon etwas Ähnliches erlebt? Ich freue mich über Ihre Kommentare!

Herzlichst, Ihre
Monika Richrath

 

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5 Tipps zur Unterstützung Ihrer Nebennieren

 

 

5 TIPPS ZUR UNTERSTÜTZUNG IHRER NEBENNIEREN

Mein Artikel über Nebennierenschwäche ist nach der Anleitung für die Rauhnächte der meistgelesenste Artikel auf diesem Blog. Ich vermute, dass Nebennierenschwäche ein Problem ist, mit dem viele hochsensible Menschen zu kämpfen haben. Es ist ja auch nur logisch, (wenn man bedenkt, dass Hochsensibilität grundsätzlich mit einer größeren (Stress)Empfindlichkeit einhergeht), dass irgendwann auf Körperebene eine größere biologische Konsequenz erfolgt, wenn der Stress nicht abgewendet oder abgebaut wird.

Bei Nebennierenschwäche gibt es einige Dos und Don’ts, mit denen Sie Ihren Körper unterstützen oder schädigen können. Daher habe ich hier einmal eine winzige Liste erstellt mit Dingen, die Ihrem Körper zugute kommen, wenn Sie an einer Nebennierenschwäche leiden - denn natürlich gibt es darüber hinaus noch jede Menge anderer Dinge, die Sie tun können.

1. Meiden Sie  stimulierende Getränke

Dazu gehören Kaffee und schwarzen Tee. Kaffee und schwarzer Tee enthalten die Substanz Theobromin, die  die Nebennieren belastet. Daher ist koffeeinfreier Kaffee auch keine Alternative. Kaffee ist auch deswegen schädlich für den Körper, weil er geröstet und gemahlen wird. Die Öle im Kaffee werden nach dem Mahlen schnell ranzig, was für dem Organismus nicht gut tut. Manche Menschen (z. B. ich selbst) reagieren empfindlich auf ranzige Fette und fühlen sich nach dem Verzehr unwohl. (Ich habe es übrigens auch schon mit Lupinenkaffee probiert, der überhaupt kein Koffein enthält, aber für mich sehr wie Kaffee schmeckt und kurioserweise auch die gleiche Wirkung auf mich hat wie Kaffee - ich schreibe es der Tatsache zu, dass Lupinenkaffee ebenfalls geröstet wird.)

Hochsensible Menschen sollten besser keinen Kaffee trinkenAber zurück zu echtem Kaffee: Kaffee spiegelt  Ihrem Körper eine künstliche Stress-Situation vor, die ihn dazu veranlasst, Blutdruck und Herzfrequenz zu steigern und über die Nebennieren Adrenalin und Noradrenalin auszuschütten. Auch der Serotoninspiegel wird dabei gesenkt, das ist so ziemlich das letzte, was Sie brauchen, wenn Sie unter Nebennierenschwäche leiden. In dem Artikel „Kleiner Schub fürs Gehirn“ können Sie mehr nachlesen zum Thema Kaffee.

Was  Sie tun können, wenn Sie nicht auf Kaffee verzichten wollen:

  • Kaffee nur mit Sahne trinken
  • etwas Nahrhaftes dazu essen
  • 2 x nippen und den Rest stehen lassen
  • Mehrere Dosen Chamomilla D12 nehmen

2. Meiden Sie Kakao

Schokolade enthält ebenfalls Koffeein und Theobromin und sollte ebenfalls gemieden werden, auch in flüssiger Form als heiße Schokolade. Die Kombination von Koffeein und Zucker ist für die bereits überbeanspruchten Nebennieren alles andere als prickelnd.

Wenn Sie süchtig nach Schokolade sind:

  • probieren Sie, ob Sie besser ohne zurecht kommen, wenn Sie täglich Magnesium zu sich nehmen.
  • Verwenden Sie Carob

 

Zucker und Weißmehlprodukte sind auch nicht förderlich bei Nebennierenschwäche3. Meiden Sie Weißmehlprodukte und Zucker

Diesen fehlen in der Regel die von uns dringend benötigten Nährstoffe und können Süchte auslösen. Da Menschen mit Nebennierenschwäche häufig einen niedrigen Blutzuckerspiegel haben, greifen sie gerne zu allem, was den Blutzuckerspiegel schnell in die Höhe treibt, was kurzfristig zwar hilft, aber nur um dann umso schneller wieder abzufallen … Viel sinnvoller sind also vollwertige Lebensmittel, z. B. Vollkorngetreide, wie Vollkornreis, Buchweizen, Haferflocken, Quinoa, Amaranth und natürlich auch Vollkornweizen, wenn Sie ihn essen. Unraffiniertes Getreide wird vom Körper viel langsamer verarbeitet, Nährstoffe und Energie werden daher auch viel langsamer aufgenommen. Lt. Dr. Wilson scheinen Menschen mit Nebennierenschwäche Getreide morgens weniger gut zu vertragen, experimentieren Sie hier am besten selbst. (Da die meisten erhältlichen Müslimischungen viel Zucker enthalten  sind sie ohnehin weniger gut geeignet.)

Auch bei glutenfreier Ernährung gibt es Alternativen. Ich selbst habe sehr gute Erfahrungen gemacht mit einem Brei aus glutenfreien Haferflocken, die ich vorher in der Kaffeemühle püriere und dann mit einer Prise Salz und einer Prise Vanille in warme Pflanzenmilch einrühre. Heute kann man auf so viele neue Möglichkeiten zugreifen - ich habe gerade meine erste Packung Braunhirsemehl gekauft und freue mich schon aufs Ausprobieren.

Bei Nebennierenschwäche sollte man in Ruhe essen4. Essen Sie in aller Ruhe

Essen Sie an einem ruhigen Ort, der Ihnen angenehm ist. Setzen Sie sich zum Essen hin, lesen Sie nicht, arbeiten Sie nicht, sehen Sie nicht fern. Atmen Sie dreimal tief ein und aus und halten Sie zwischendrin die Luft an, um sich zu entspannen. Der Körper kann die Nährstoffe aus der Nahrung viel besser verwerten, wenn er entspannt ist. Schlingen Sie das Essen nicht herunter, sondern kauen Sie. Jeden Bissen am besten dreißigmal. Zum einen ist das Kauen an sich entspannend, zum anderen unterstützen die im Speichel enthaltenen Enzyme die Verdauung. Und je besser und je länger Sie kauen, umso besser kann die Nahrung verwertet werden. Eine in Ruhe genossene Mahlzeit ist belebend und einfach nur gut für uns.

5. Gehen Sie zeitig zu Bett

Sie tun Ihren Nebennieren etwas Gutes, wenn Sie gegen 22 Uhr, spätestens 22:30 Uhr im Bett liegen, so dass Sie vor 23:00 Uhr schlafen. Tun Sie das nicht, könnte es passieren, dass Sie noch einmal ein Energiehoch bekommen, das Sie bis 1:00 oder 2.00 Uhr trägt. Denn Schlaf ist für die Erholung der Nebennieren äußerst wichtig. Dr. James Wilson, Autor des Buches „Vollkommenen erschöpft“ rät sogar dazu, zu versuchen, morgens zwischen 7:00 und 9:00 Uhr zu schlafen. Ich habe es schon gelegentlich ausprobiert und kann sagen, ja, es stimmt, wenn ich in dieser Zeit noch richtig schlafen kann, bin ich erholter. Meist bin ich aber leider deutlich früher wach.

Jetzt wäre es natürlich sehr spannend zu wissen, was sich bei Ihnen alleine durch das Befolgen dieser 5 Tipps verändert hat. Ich erwarte gespannt Ihre Kommentare!

Herzlichst, Ihre

Monika Richrath

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

In meinem kostenlosen E-Mail Kurs lernen Sie, wie Sie besser mit Stress, Überforderung und Erschöpfung aus der Hochsensibilität umgehen können.

Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und drei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto, Nebennierenschwäche) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

5-Tage Energie-Management Challenge für hochsensible Menschen

5-Tage Energie-Management Challenge für hochsensible Menschen

 

 

 

 

An alle, die mit ihrer Energie haushalten wollen
- aber nicht wissen wo sie anfangen sollen

Kennst du auch das Gefühl, abends nach Hause zu kommen und dich wie ausgesaugt zu fühlen? Als ob die Ereignisse dieses Tages dich deine ganze Energie gekostet hätten und du dir gerade noch etwas zu essen machen kannst, um dann völlig erschöpft auf die Couch zu fallen.

Das Fernsehprogramm nimmst du kaum wirklich wahr, zappst dich so durch bevor du endlich ins Bett gehst um wie ein Stein zu schlafen oder im Gegenteil, die halbe Nacht wach zu liegen.

Wenn es dir so geht, möchtest du vielleicht auch mit deiner Energie besser haushalten, weißt aber nicht wo du anfangen sollst.

 

Deine Verpflichtungen scheinen dir ja kaum eine Wahl zu lassen. Du hast wahrscheinlich auch so schon kaum Zeit für irgendwelche Aktivitäten und selbst wenn, fühlst du dich meist viel zu müde dafür. Deine “Energie zu managen” scheint vielleicht gerade dein kleinstes Problem.

 

Kann es sein, dass du in einem Teufelskreis gefangen bist? Das du in einem Hamsterrad rennst und rennst, bis dir die Puste irgendwann ausgeht?

 

In diesem Artikel bekommst du vielleicht ein paar Impulse, wie du sofort beginnen kannst, diesen Teufelskreis zu durchbrechen. Wie du das Hamsterrad ein wenig langsamer drehen lassen kannst.

Was Energie ist und wie wir sie bekommen

Unsere Energie ist das Geschenk unseres Lebens. Sie ist einfach da.

 

Der Philosoph Arthur Schoppenhauer soll gesagt haben: “Jeder dumme Junge kann einen Käfer zertreten. Aber alle Professoren der Welt können keinen herstellen.

 

Wir können diese Energie also sehr einfach nehmen doch wir wissen nicht woher sie kommt. Wir können sie nicht recyclen oder künstlich herstellen. Sie ist eines der letzten großen Mysterien.

 

Im asiatischen wird sie auch Chi genannt. Ein anderer Ausdruck ist Prana. Ich verwende hier jetzt mal Lebensenergie oder Vitalität.

 

Bei Wikipedia lesen wir: “Die Vitalität (lat.: vitalis: lebensfähig) eines Organismus wird dadurch bestimmt, wie gut dieser es schafft, sich an seine Umgebung anzupassen bzw. seine Umgebung zu nutzen. Man versteht dabei unter Vitalität die Fähigkeit, unter den vorgefundenen Umweltbedingungen zu gedeihen und zu überleben.

Beim Menschen wird unter Vitalität die geschlechts- und alterstypische Funktionsfähigkeit und Befindlichkeit verstanden. Es handelt sich um eine biopsychosoziale Perspektive, die das Körperliche, Mentale, Emotionale und die soziale Bezogenheit erfasst.”

 

Diese Definition ist sehr ganzheitlich, denn in der Tat ist unsere Lebensenergie nicht etwas rein körperliches. Ein Mensch, der in völliger Isolation gehalten wird, geht ein, wie eine Blume ohne Licht verwelkt. Kein Wunder, dass Einzelhaft auch eine Foltermethode ist.

 

Doch die Energie ist auch nicht etwas rein mentales, spirituelles. Schlaf und Nahrung sind für unseren Körper lebensnotwendig. Der Körper braucht Nahrung um Energie daraus zu gewinnen und den Schlaf   

um sich zu erholen.

 

Das führt doch zu der Frage, wie wir diese Energie überhaupt verbrauchen?

 

Wie wir Energie verbrauchen

Unser Körper braucht Energie, damit die Zellen arbeiten können. Bewegung ist die offensichtlichste Tätigkeit, die Energie verbraucht. Das kennst du sicher vom Sport.

 

Doch auch unsere Organe brauchen Energie. Sie verrichten 24 Stunden am Tag, an 7 Tagen in der Woche ihre Arbeit ohne dass wir etwas dazu tun müssten. Besonders die Atmungsorgane, der Blutkreislauf und die Verdauung arbeiten ununterbrochen für uns.

 

Von der Energiemenge, die ein Mensch in 24 Stunden, in völliger Ruhe und im Liegen zur Aufrechterhaltung der Körpertemperatur und für den Grundstoffwechsel (Herztätigkeit, Atmung etc.) im Durchschnitt benötigt, entfallen 60% auf die Aufrechterhaltung einer gleichbleibenden Körpertemperatur.

 

Diesen Energieverbrauch können wir nur in geringem Umfang beeinflussen. Für uns als hochsensible Menschen ist ein anderer “Verbraucher” viel interessanter: unser Gehirn.

 

Das Gehirn verbraucht im Ruhezustand des Körpers fast ein fünftel der zur Verfügung stehenden Energie und ist nach den Muskeln und der Leber, der dritt größte Energie-Verbraucher in unserem Organismus.

Nur ein geringer Anteil davon ist für das Denken notwendig, die meiste Energie wird benötigt, um die allgemeinen Funktionen des Körpers zu steuern, wie Atmen, Verdauung, usw.

 

Das Gehirn verwaltet auch, wer wann wieviel Energie im Körper bekommt und es handelt dabei durchaus egoistisch. Erst will es selbst mit Energie versorgt sein, dann werden die anderen Teile des Körpers versorgt. Denn wenn das Gehirn nicht genug Energie erhält, drohen Ohnmacht und Koma.

 

Diese Steuermechanismen wurden in verschiedensten Untersuchungen nachgewiesen, denn unter extremen Hungerbedingungen, verlieren die Organe bis zu 40 Prozent an Substanz, während das Gehirn nur um 1 - 2 Prozent schrumpft.

 

Interessant ist auch, dass das Gehirn nur etwa 2 Prozent des Körpergewichts eines Menschen ausmacht, aber rund die Hälft der über die Nahrung aufgenommenen Kohlenhydrate als Energie für sich beansprucht. Unter normalen Bedingungen verbraucht es sogar ⅔ der Blutglucose, unter Stress entzieht das Gehirn dem Blut sogar fast 90 Prozent dieses Energieträgers.

 

Das Gehirn kann weder Energie speichern, noch selbst erzeugen. Es ist auf die Versorgung durch den Körper angewiesen und kann deswegen auch die Energieverteilung lenken.

 

Bei Stress wird im Körper das Hormon Cortisol produziert. Es kann den Mechanismus der Energieaufnahme durch das Gehirn blockieren. In der Evolution war Cortisol zusammen mit dem Adrenalin dazu da, in brenzligen Situationen die Organe für Kampf oder Flucht optimal zu versorgen. In diesem Fall wird das Gehirn niedriger priorisiert bei der Energieverteilung.

 

Besonders viel Cortisol produziert der Körper z.B. bei posttraumatische Belastungsstörungen und Depressionen. Und auch bei hochsensiblen Menschen scheint der Cortisol-Spiegel höher als im Durchschnitt!

 

Wie wir anfangen können mit unserer Energie hauszuhalten

 

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie wir diese Informationen nutzen können, um mit unserer Energie über den Tag besser hauszuhalten.

 

Und hier gibt es zwei Punkte mit denen du sofort beginnen kannst: die Energiezufuhr erhöhen und den Cortisol-Spiegel senken.

 

Bei der Energiezufuhr macht es nicht nur die Menge, sondern besonders die Qualität der Lebensmittel. Auch wenn die Brennwerte rechnerisch gleich scheinen, ist dir sicher schon aufgefallen, dass du dich nach manchem Essen fitter fühlst und nach manch anderem einfach voll ohne dich vitaler zu fühlen.

 

Viele hochsensible Menschen reagieren auch sehr stark auf Belastungen in der Nahrung, z.B. durch Pestizide, Dünger und Verpackungsrückstände.

 

Du kannst also die verwertbare Energie steigern, in dem du für deine Ernährung besonders auf Lebensmittel setzt, die möglichst frei von Rückständen sind und dir gut tun. Ein Booster ist der Verzicht auf zugesetzte Zucker, doch das ist ein Thema für einen eigenen Artikel.

 

Der zweite Punkt, an dem du sofort ansetzen kannst, um deine Energie zu steigern, ist deinen Cortisol-Spiegel zu senken.

 

Und eine der wirksamsten Methoden dazu ist so schnell und einfach, dass das wirklich jeder kann: die 5-Minuten Meditation.

 

Diese rund 3000 Jahre alte Technik hat je nach Ausführung einen nachgewiesener Maßen positiven Effekt auf unser Gehirn, bremst den Alterungsprozess und reduziert der Cortisol-Spiegel, während die Produktion von Serotonin und Melatonin, die Entspannungs-Hormone, angeregt wird.

 

Um zu meditieren brauchst du keine Hilfsmittel und keinen besonderen Ort.

 

Es ist ganz einfach: Setze dich aufrecht hin. Der Rücken sollte frei sein, also nicht angelehnt. Du kannst deine Augen ruhig geöffnet lassen. Richte deinen Blick auf einen beliebigen Punkt in die Ferne, der Still steht. So kannst du in fast jeder Umgebung unauffällig meditieren.

Nun richte deinen Blick nach innen. Achte auf deine Atmung. Atme tief in deinen Bauch ein und atme langsam wieder aus. Die Ausatmung dauert idealerweise doppelt so lang, wie das einatmen. Du kannst am Anfang da ruhig mitzählen.

 

Das ist auch schon alles. Kein Hokuspokus, keine Räucherstäbchen.

 

Mache das 5 Minuten am Tag. 5 Minuten zum Beispiel in der Mittagspause oder nach dem Aufstehen, um deinen Cortisol-Spiegel zu senken, deinem Gehirn die Aufnahme von Energie zu erleichtern und dich auch an ereignisreichen Tagen kraftvoll und ausgeglichen zu fühlen.  

 

Nimm an der 5-Tage Energie-Management Challenge für hochsensible Menschen teil

Wir als hochsensible Menschen verarbeiten auf Grund unserer Veranlagung, unsere Sinneseindrücke intensiver. Diese intensive Verarbeitung braucht zusätzliche Energie. Daher ist es umso wichtiger, dass wir gut mit unseren Kräften haushalten können. Denn dann fühlen wir uns am Ende eines ereignisreichen Tages immer noch kraftvoll und ausgeglichen.

 

Nimm mit anderen HSP an dieser kostenlosen Challenge teil. Erhalte fünf Tage lang kurze Impulse und Aufgaben, die dich herausfordern, dein Energie-Management mal genau unter die Lupe zu nehmen und für dich einen Plan zu entwerfen um die Aktivitäten noch öfter in dein Leben zu integrieren, die dir nachhaltig Kraft geben.  

 

Sei jetzt dabei unter https://einfach-hochsensibel.de/emc

Jean-Christoph von Oertzen

Jean-Christoph von Oertzen

Mein Name ist Jean-Christoph von Oertzen und als Coach unterstütze ich hochsensible Menschen dabei, ihre Veranlagung als Segen zu sehen und mit den Herausforderungen leichter umgehen zu können.

Ich erreiche das, in dem ich dabei auch Pfeil und Bogen als Coaching Instrumente verwende.

Solopreneur bin ich seit 2011 und haben in dieser Zeit schon über 1000 Menschen auf ihrem Weg mit Pfeil und Bogen als Trainer und Coach begleitet.

Balanced-Mind-Bogenschießen https://bogenblog.de/bma

Podcast https://einfach-hochsensibel.de

 

Daraus ist mein Balanced Mind Konzept zum Bogenschießen entstanden, eine westlich-meditative Art von Bogenschießen, durch die besonders hochsensible Menschen zu mehr Selbst-Bewusstsein, Selbst-Vertrauen und so zu mehr Freiheit in ihrem Leben gelangen können.

 

In meinem Podcast “einfach hochsensibel” bekommst du jede Woche Tipps, Tricks und Strategien für den Umgang mit deiner Hochsensibilität.

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

In meinem kostenlosen E-Mail Kurs lernen Sie, wie Sie besser mit Stress, Überforderung und Erschöpfung aus der Hochsensibilität umgehen können.

Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig