Extrawurst

Extrawurst

Manchmal hadere ich mit meiner Hochsensibilität. Zum Beispiel, wenn ich das Gefühl habe, ich brauche immer eine Extrawurst – eine Situation, die zu meinem Leidwesen ziemlich häufig vorkommt.

Möglicherweise sind solche Situationen von außen betrachtet leicht schräg.

Es beginnt damit, dass mir jemand etwas anbietet, meist zu essen, eine kleine Süßigkeit, wie eine Praline oder ein Bonbon. Das ist immer Stress.

Meine erste Frage lautet dann immer (wenn ich es nicht genau weiß): „Ist da Zucker drin?“ Meist ruckt die Tüte oder der Teller dann noch etwas näher in meine Richtung, mit der fröhlichen Antwort „Nein.“ Dann muss ich sagen „Dann leider nicht“ – was sowieso schon schwer zu sagen ist, weil es eben nicht die erwartete Antwort ist. Manchmal (je nach Verfassung) sage ich noch zur Erklärung „Von Süßstoff wird mir schlecht.“ oder „Ich vertrage keinen Süßstoff.“

In diesem Augenblick fühle ich mich nie gut.

Es tut mir so leid, dass ich ein kleines Geschenk ablehnen muss. Ich habe das Gefühl, ein Verbindungsangebot abzulehnen, was überhaupt nicht meine Absicht ist. Sowieso ist das mal wieder typisch hochsensibel:

ich mache mir einen totalen Kopf

über eine ganz kleine Sache, an die die die meisten anderen Menschen keine Gedanken verschwenden. Das Schräge daran ist:

meine Ablehnung ist eine mühsam erkämpfte Errungenschaft.

Früher (und selbst heute kommt das zu meinem Leidwesen immer wieder vor), habe ich nämlich meistens auf meine Extrawurst verzichtet – eben um der Verbindung willen. Da ich sehr viele Nahrungsmittelunverträglichkeiten habe, passierte es im Grunde genommen sehr häufig, dass ich so Dinge zu mir nahm, die meinem Körper nicht sehr zuträglich waren. Aber ich war bereit, für diesen kurzen Moment der Verbindung den ganzen restlichen Tag mit einem Blähbauch herumzulaufen, supernervös zu sein oder mich sonst in irgendeiner Form unwohl zu fühlen. Ich war schlicht und einfach nicht in der Lage, mich abzugrenzen, auch in diesem kleinen, für mich sehr wichtigen Bereich, nicht. Ein Bonbon ist eben nicht nur ein Bonbon.

Nicht normal

Ganz abgesehen davon, dass jedes Mal, wenn mir etwas angeboten wird, sich irgendwie im Hinter (oder Vorder-?)grund etwas öffnet, als würde ich auf eine Szene in einem Theaterstück sehen, mit den Beteiligten als Darstellern. Das Stück heißt Normalität. Und alle anderen (meist findet das ganze in Gruppensettings statt), sind eben normal und können das Angebotene essen, nur ich nicht. „Ich bin eben nicht normal.“ Auch wenn ich weiß, dass das totaler Unsinn ist, und dass Normalität, so wie ich sie mir vorstelle, überhaupt nicht existiert, sondern nur eine Vorstellung in meinem Kopf und anderen Köpfen ist, schaffe ich es irgendwie nicht, diese Vorstellung abzulegen. Vielleicht sollte ich das mal klopfen, das wäre sicherlich sehr lohnend. Jedenfalls eine schöne Idee für ein neues Klopfvideo.

Vielleicht hatte es auch noch mit einer anderen Verhaltensweise zu tun, die ganz typisch für HSP ist:

Das Befinden anderer Menschen wichtiger einzustufen als das eigene.

Was war schon ein Abend Unwohlsein, wenn ich dafür niemanden gefühlt zurückweisen musste?

Das Bedürfnis nach Verbindung ist ja kein Bedürfnis, das nur HSP empfinden, es ist eines der wichtigsten menschlichen Bedürfnisse überhaupt. Ohne Verbindung mit anderen können wir uns nicht richtig entwickeln. Ich glaube, dass viele hochsensible Menschen sich mit der Ablehnung eines Verbindungsangebotes eher schwer tun, weil Verbindung selbst ein äußerst schwieriges Thema ist.

Das Gefühl anders zu sein, nicht in Ordnung,

schräg, zu komisch, überempfindlich usw., das viele hochsensible Menschen schon von Kindesbeinen an erfahren, führt häufig dazu, dass wir die Sicht der anderen auf uns selbst übernehmen. Dabei leidet nicht nur unser Selbstwert und unsere Selbstachtung. Wenn wir uns oft oder dauernd als anders als die anderen erleben, führt das oft zu einem Gefühl der Isolation, wir halten uns nicht für liebenswert, wir erleben uns nicht als mit anderen verbunden und in der Welt aufgehoben.

Außerdem haben sehr viele hochsensible Menschen ein sehr genaues Empfinden für soziale Interaktionen und ihre Bedeutung. Von daher ist es kein Wunder, dass ich mich so furchtbar schwer damit tue, ein Bonbon abzulehnen, das ich besser nicht annehmen sollte.

Verbindung zu mir

Im vergangenen Jahr ist sehr viel passiert. Die Arbeit mit meinen KlientInnen wirkt sich auf die eine oder andere Weise immer auch auf mein eigenes Leben aus. Außerdem klopfe ich selbst natürlich auch immer noch auch meine eigenen Themen.

Allmählich beginne ich ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, dass mein Verhalten, kleine Geschenke anzunehmen, weil ich es aus den o. g. Gründen einfach nicht über mich bringe, sie abzulehnen, mir unglaublich schadet, auf ganz vielen Ebenen, nicht nur auf der körperlichen. Denn jedes Mal, wenn ich etwas annehme, was ich nicht vertrage, verlasse ich mich selbst, gehe ich aus der Verbindung zu mir und meinem Körper heraus. Und: Ich kann keine gute Verbindung aufbauen zu anderen, wenn ich keine gute Verbindung zu mir habe. Und wenn der Preis der Verbindung zu jemandem ist, dass ich die Verbindung zu mir vollkommen verliere … dann stimmt einfach etwas nicht. Aber zum Glück lässt sich daran ja arbeiten …

Kennen Sie solche Situationen? Wie gehen Sie damit um? Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Herzliche Grüße,
Ihre
Monika Richrath

Bildquelle: Pixabay

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

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Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und drei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto, Nebennierenschwäche) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

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Was die Seele essen will – eine Rezension

Was die Seele essen will – eine Rezension

2016 war offenbar ein Jahr mit äußerst spannenden Bucherscheinungen, die wegen der Krankheit meiner Mutter samt und sonders an mir vorbeigegangen sind. Zum Glück ist es aber nie zu spät, früher oder später finden die richtigen Bücher dann doch in mein Leben – was wieder mal zeigt, dass es einen richtigen Zeitpunkt gibt für alles …

*

2016 hätte ich dieses Buch vielleicht nicht zu würdigen gewusst, die vorgeschlagene Therapie als zu teuer abgelehnt und nicht verstehen können, auf welche magische Weise dieses Buch mein Leben verändern kann. Wie auch immer „Was die Seele essen will“ kam zu mir in einem Augenblick, indem ich tatsächlich (wieder einmal) relativ verzweifelt war wegen meiner Ernährung. Es gelang mir einfach nicht, grundsätzlich etwas zu bewegen in Sachen Vitalität und Gewicht. Spätestens, nachdem ich den Stimmungstyp-Test gemacht hatte, war klar, warum das so ist. Denn mir fehlen diverse Neurotransmitter.

Julia Ross, die Autorin

ist Psychotherapeutin und behandelt Ess-, Sucht,- und Stimmungsprobleme in der Nutritional Therapy Institute Clinic in Kalifornien und forscht im noch relativ unbekannten Feld der „Ernährungspsychologie“. Bei der Behandlung der Patienten in ihrer Klinik hat sie festgestellt, dass diese häufig Ungleichgewichte in der Gehirnchemie aufweisen, was zu bestimmten psychischen und körperlichen Symptomen führen kann. Lt. Julia Ross entstehen sogar durch den Mangel an bestimmten Stoffen im Gehirn Gefühle, die sie als unecht bezeichnet, auch wenn diese sehr real (und schmerzlich) erlebt werden.

Sie unterscheidet vier Stimmungstypen:

  1. Die dunkle Wolke (Serotoninmangel)
  2. Die Bla-Depression (zu wenig Katecholamine)
  3. Ein Übermaß an Stress (zu wenig GABA)
  4. Überempfindlichkeit (zu wenig Endorphine)

Ich hatte mich ehrlich schon öfters gefragt

ob Hochsensibilität vielleicht auch durch ein chemisches Ungleichgewicht im Körper versursacht werden kann?

von daher habe ich dieses Kapitel ziemlich aufgeregt verschlungen (Allerdings glaube ich, dass dies noch nicht der Weisheit letzter Schluss ist für die Gründe von Hochsensibilität).

Was das Buch „Was die Seele essen will“ so bestrickend macht, ist der Handbuchcharakter mit ganz klaren Handlungsanweisungen.

Am Anfang steht der bereits erwähnte Stimmungstyp-Test, mit dem Sie herausfinden können, was Ihnen fehlt. (In meinem Fall so ziemlich alles). Eigentlich sollten wir die erwähnten Neurotransmitter mit der Nahrung aufnehmen, was heute aber nicht in ausreichendem Maß passiert, weil entweder unsere Nahrung falsch ist oder an Nährwert eingebüßt hat.

Sobald klar ist, was Ihnen fehlt,

können Sie sich damit auseinandersetzen, welche Nahrungsergänzungen Ihnen beim Wiederherstellen der Hirnchemie helfen. Julia Ross hat hier jede Menge Pläne vorbereitet und gibt Ideen mit Stoffen, die helfen könnten und auch mit Alternativen. Zur Steigerung des Serotoninspiegels haben Sie beispielsweise verschiedene Optionen wie die Einnahme von L-Tryptophan, 5-HTP oder Johanniskrauttinktur.

Dies kann natürlich aber alles nur kurzfristig nützen, wenn nicht langfristig eine Ernährungsumstellung erfolgt, zu guter und proteinreicher Nahrung. Ein kleiner Rezeptteil (der zudem so gehalten ist, dass man Zutaten gut austauschen kann) hilft bei der Umorientierung und Umstellung. Mein Kritikpunkt ist hier allerdings, dass die Rezepte doch Zutaten aus der Schlechte-Laune-Nahrung enthalten – und sehr fleischlastig sind. Als Veganer werden Sie hier nur ganz bedingt fündig, obwohl ich schon glaube, dass die Sammlung sich zumindest als Ideengeber eignet.

Ebenso wichtig ist dabei der Verzicht auf alles, was Sie nicht vertragen. Julia Ross beschäftigt sich eingehend mit den Lebensmitteln, mit denen viele Menschen Schwierigkeiten haben, der

Schlechte-Laune-Nahrung.

Ich selbst weiß ja von meiner Gluten- und seit neuestem auch Kaseinunverträglichkeit, bin aber noch nicht auf die Idee gekommen, dass ich Soja nicht gut vertragen könnte. Der Verzicht auf Soja brachte fast sofort eine Besserung im körperlichen Wohlbefinden.

Was mir ganz besonders gefallen hat, ist dass Julia Ross das Thema HPU/KPU immer wieder zur Sprache bringt, eine Stoffwechselstörung, mit der viele hochsensible Menschen zu tun haben. Sie kann dafür sorgen, dass dem Körper wichtige Vitalstoffe fehlen, die für Umwandlung eines Stoffes in einen anderen benötigt werden.

Das ganz besondere, extragroße Plus sind die vielen Zusatzkapitel am Ende des Buches. Es gibt für jedes etwas: eines für die Schilddrüse, eines über HPU/KPU, eines über die Nebennieren, eines über Sexualhormone – zusätzlich zu einem extra Kapitel über Heißhunger und einem über Süchte. Ganz einfach erklärt uns Julia Ross dabei die Zusammenhänge, wie alle diese Organe miteinander zusammenhängen und aufeinander einwirken. Wir erfahren auch, warum Übergewicht, Gelüste und Süchte auch immer mit einem Neurotransmittermangel zusammenhängen, äußerst spannend.

Die Seiten mit den Extrawarnhinweisen fand ich besonders wertvoll. So wusste ich gleich, warum ich von dem Aminosäure-Kombi-Präparat (supergetestet beim Heilpraktiker) sofort Kopfschmerzen bekam. Es lag vermutlich an dem L-Phenylalanin, das ich als Hashimoto-Patientin offenbar nicht gut vertrage.

Summa Summarum, bin ich vollkommen begeistert von diesem Buch, und habe alle Kapitel hintereinander weg verschlungen.  Alle diese Nahrungsergänzungen kosten natürlich ihr Geld, aber wenn man die Gehirnchemie erst einmal wieder auf einen guten Weg gebracht hat, soll sie lt. Frau Ross auch so bleiben und ich für mich spricht nichts dagegen, es nach und nach umzusetzen. Ich probiere es erst einmal mit L-Tryptophan …

Ich bin natürlich neugierig, ob Sie vielleicht schon Erfahrungen mit der Einnahme von Neurotransmittern gemacht haben und was sich dadurch für Sie verändert hat. Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Herzliche Grüße,
Ihre
Monika Richrath

Julia Ross
Was die Seele essen will – die Mood Cure*

Klett-Cotta
ISBN 978-3-608-96182-9
14,95 €

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

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Monika Richrath

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Nach dem dritten Burnout und drei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto, Nebennierenschwäche) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

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Der ganz besondere Humor hochsensibler Menschen

Der ganz besondere Humor hochsensibler Menschen

Nachdem ich in der letzten Zeit nicht so richtig viel zu lachen hatte (vielen lieben Dank für Ihre mitfühlenden Kommentare!), möchte ich mich diese Woche mal lustigeren Dingen zuwenden. Mir ist ein HSP-Witz zugeflogen, den ich so lustig fand, dass ich lauthals loslachte und meine Stimmung automatisch nach oben ging. Grund genug, mich mal mit dem ganz besonderen Humor hochsensibler Menschen auseinanderzusetzen.

Natürlich kann man nicht alle Menschen über einen Kamm scheren (manche Menschen fühlen sich durch das Korsett „Hochsensibilität“ eingeengt, aber ich glaube doch, dass die besondere Fähigkeit zum Mitleiden und Mitfühlen eine besondere Art des Humors bedingt.

Heutzutage ist das glaube ich nicht mehr so populär, aber früher gab es einemal eine Zeit, da war das der größte Renner überhaupt, kleine Filmclips aus Amateurvideos zu senden, wo vermeintlich komische Dinge geschehen, in denen Menschen einfach umfallen, Bruchlandungen hinlegen mit Maschinen und anderem oder Kleinkinder schmerzhafte Missgeschicke erleiden. Damals guckte ich noch relativ viel Fernsehen. Damals sah ich auch noch hin – obwohl es kaum jemals wirklich komisch war für mich.

Das einzige, worüber ich lachen konnte,

waren Tiervideos, bei denen niemand zu schaden kam. Ich erinnere mich an einen witzigen Clip von einer Katze, die offenbar ein Tennismatch im Fernsehen beobachtete, ihre Augen schossen im Rhythmus des Balles hin und her (vielleicht dachte sie, hier ist eine zu fangende Beute?), DAS fand ich komisch. Alles andere nicht. Ich konnte nicht darüber lachen, dass ein Ehepaar vor dem Altar ohnmächtig wurde aufgrund zu großer Hitze oder zuviel Alkoholgenuss am Abend vorher. Ich konnte nicht darüber lachen, wenn einem Kleinkind eine Katze aus dem Hinterhalt auf den Kopf sprang (das arme Kind bekam jetzt bestimmt ein Katzentrauma! und was waren das überhaupt für miese Eltern, die sowas lustig fanden?) und auch nicht darüber, dass jemand mit seinem Motorrad über etwas fuhr und sich richtig hinlegte. Warum sollte das komisch sein? Das war nicht komisch. Ich wand mich dann eher und es war fast ein bisschen so, als seien diese Dinge mir selbst zugestoßen (auch wenn ich nicht so weit gehen würde, zu sagen, dass ich ihren Schmerz empfand). Ich fand es einfach nur schrecklich. Irgendwann ist mir natürlich klargeworden (leider hat das ganz schön gedauert), dass ich selbst ja in der Hand habe, ob ich diese Emotionen erleiden muss oder nicht und habe einfach ausgemacht oder umgeschaltet, wenn so etwas lief.

Kommt ein Neutron in eine Bar. Sagt der Türsteher: „Sorry - nur für geladene Gäste!“

Als HSP lachen wir vermutlich viel zu wenig

weil wir vieles so schwer und ernst nehmen, uns über Gebühr Sorgen machen oder vielleicht einfach sowieso viel zu viel in unserem Kopf sind.

Mit dem Humor ist es aber so eine Sache. Mein Problem ist, dass mein Humorzentrum auch in Filmen häufig gar nicht getroffen wird. Klamauk kann ich überhaupt nicht ausstehen. Dabei muss lustig nicht weichgespült sein, es darf auch schon mal krass sein. Sicher ist bloß, mein Begriff von lustig liegt meistens nicht im Mainstream. Ein Fisch namens Wanda fand ich blöd, Little Miss Sunshine dagegen herrlich.

Im Freundeskreis hat es sich bei einigen Menschen schon etabliert, dass man mir sagen muss, dass jemand ein Scherzle gemacht hat, wenn ich überhaupt nicht reagiere oder ratlos gucke.

Das bedeutet aber nicht, dass ich ein Trauerkloß bin

oder superernst. Ganz im Gegenteil. Ich lache wahnsinnig gerne – auch wenn ich das in letzter Zeit schon mal vergessen habe. Zu den Sternstunden meines Lebens gehört, dass ich einmal ein ganzes Kino zum Lachen gebracht habe! Am Ende wusste außer mir und meiner Begleitung niemand, woher dieser allgemeine Heiterkeitsausbruch kam.

Und so oder so ist die große Errungenschaft meines Lebens ohnehin, dass ich meine grundsätzliche Niedergeschlagenheit und Depressivität hinter mir gelassen und zu meiner Fröhlichkeit gefunden habe (durch die Klopfakupressur).

Gerne hätte ich Sie mit ein paar intelligenten Witzen erfreut

Das erwies sich jedoch als gar nicht so einfach. Ich bin eine Weile im Netz auf die Suche gegangen und auf verschiedene Einträge gestoßen, die mir „intelligente Witze“ versprachen. Peinlicherweise standen auf jeder dieser Seiten dieselben 10 Witze. Vielleicht können Sie lachen über „Überheblich? Moi?“ Ich fand es nicht komisch. Der einzige Witz, der mir dort gefiel, war der mit dem Neutron.

Ein Philosoph und ein Pfarrer streiten sich darum, welcher der beiden von ihnen vertretenen Disziplinen der höhere Rang zukomme.

Spöttisch meint der Pfarrer „Philosophie ist, als ob jemand in einem dunklen Raum mit verbundenen Augen eine schwarze Katze sucht, die es gar nicht gibt.“

Darauf antwortet der Philosoph „Theologie ist, als ob jemand in einem dunklen Raum mit verbundenen Augen eine schwarze Katze sucht, die gar nicht da ist und plötzlich ruft: „Ich hab sie!“

Dabei wäre es wirklich gut, mehr zu lachen

weil es so unglaubliche und vielfältige gute Auswirkungen auf unseren Geist und unseren Körper hat.

Lachen regt grundsätzlich den Stoffwechsel an, leider allerdings nur kurz. Durch das Lachen gelangt viel mehr Luft in die Lunge und mehr Sauerstoff ins Blut. Das Herz schlägt schneller und pumpt das mit Blut, das mit mehr Sauerstoff angereichert wurde, durch den Körper. Dies regt sogar den Stoffwechsel an. Aber, wie gesagt, nur kurz. Danach entspannt sich der Körper wieder.

Das ist aber noch nicht alles: Beim Lachen werden Endorphine (Glückshormone) ausgeschüttet. Das Stresshormon Adrenalin wird unterdrückt.  Außerdem werden durch das Lachen Antikörper gebildet, die der Körper zum Schutz vor Viren und Bakterien benötigt. Lachen ist also eine rundum gute Sache! Für uns als hochsensible Menschen ganz besonders!

Die besten HSP-Witze

wollte ich Ihnen hier vorstellen, die ich finden konnte. Aber wissen Sie was? Außer diesem einen, den ich mir bis zum Schluss aufhebe, habe ich nicht einen einzigen HSP-Witz gefunden. Nur jede Menge Ich-bin-nicht-so-wie-ihr-Sprüche auf Instagramm. Die ich noch dazu mir nicht in Ruhe ansehen durfte, sondern mir gleich ein Instagramm-Konto erstellen sollte – wozu ich keine Lust hatte.

Jedenfalls finde ich das Fehlen von HSP-Witzen sehr schade. Über den Witz und die Selbstironie dieses Witzes kann ich immer wieder lachen. Ich finde, von solchen Witzen brauchen wir mehr!

Treffen sich zwei Hochsensible.

Sagt der eine zum anderen: „Dir geht es gut. Wie geht es mir?“

Worüber lachen Sie?

Was finden Sie witzig, lustig, amüsant? Schreiben Sie Ihren Lieblingswitz in die Kommentare und bringen Sie uns zum Lachen!

Ich freue mich jetzt schon auf Ihre Kommentare!

Herzlichst, Ihre

Monika Richrath

Bildquelle: Pixabay

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Monika Richrath

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Schmerz lass nach!

Schmerz lass nach!

Eigentlich hatte ich nur eine ganz kleine Blogpause geplant, um wieder einmal tief durchzuatmen, schöne Dinge mit meiner Nichte zu unternehmen und meine Seele ein bisschen baumeln zu lassen. Leider ist dieser schöne Plan nicht so richtig aufgegangen, denn ich musste mich unerwartet sehr intensiv mit dem Thema Schmerz auseinandersetzen – dies war schlussendlich auch der Grund dafür, dass meine Blogpause sich dann sehr in die Länge gezogen hat …

Ein Zahn, genau gesagt, der Zahn Nr. 12,  hat mein aktuelles Schmerzdebakel ausgelöst. Eigentlich ist Nr. 12 schon lange tot. Und weil ich immer wieder mit den Zähnen zu tun habe und mein Zahnfleisch sich in einem chronisch schlechten Zustand befindet, hat es eine ganze Weile gedauert, bis ich merkte, dass ich es diesmal nicht mit der üblichen Zahnfleischentzündung zu tun hatte, sondern viel mehr im Busch ist …

Beim Zahnarzt stehe ich mit meiner Hochsensibilität besonders auf Kriegsfuß

(Dazu habe ich schon verschiedene Beiträge veröffentlicht.)

Es beginnt damit, dass ich Schmerzen wahrnehme, wenn noch gar nichts zu sehen ist (häufig muss ich tatsächlich mehrmals zum Arzt, bis die Ursache erkannt werden kann)

Die Spritzen tun mir so weh, dass im Grunde genommen nach der Spritze schon alles gelaufen ist, weil ich mich so anstrengen muss, nicht zu weinen und „groß, stark und erwachsen“ zu bleiben, dass ich dann schon in einem emotionalen Ausnahmezustand bin.

Mir ist erst vor kurzem klargeworden, dass alle Arten von Zahnarztbesuchen vermutlich bei mir verschiedene Erlebnisse von Polypenoperationen als Kind triggern (ich nehme an, wegen der weißen Kittel und der Instrumente). Vielleicht ist das der Auslöser einer großen Zahnarzt-Angst, von der ich mich in meinen frühen Erwachsenenjahren habe verleiten lassen, jeglichen Zahnartztbesuch für den unglaublichen Zeitraum von zehn Jahren überhaupt zu meiden. Was dann wiederum dazu geführt hat, dass ich heute mindestens alle 3 Monate zum Zahnarzt gehen muss … und wenn ich das nicht tue, rächt sich das auf jeden Fall. Zum Zahnarzt zu gehen, bedeutet für mich einen Megastress.

Danach bin ich immer völlig fertig und geschafft

und muss mir was Schönes gönnen, wenn ich dann wieder essen darf (zum Glück dauert das heute ja nicht mehr so lange wie früher!). Zumindest habe ich dann die Gewissheit, dass es eine ganze Weile dauern wird, bis ich wieder hin muss.

Diesmal war es leider anders. Mein Zahnfleisch blies sich auf und entwickelte sich zu einer Megaentzündung –  ich erspare Ihnen die hässlichen Einzelheiten – jedenfalls musste ich alle paar Tage hin und hatte sogar schon die private Telefonnummer meiner Ärztin für den Fall, dass ein Notfall am Wochenende einträte … Zum Glück kam es nicht so weit. Das Antibiotikum schlug allerdings nur sehr zögerlich an und wenn es eine Sache gab, die mir in dieser Zeit wirklich half, dann waren es die Endorphine, die ich zu diesem Zeitpunkt aus anderen Gründen eingenommen habe. Zuguterletzt hat sich dann herausgestellt, dass ich eine große Zyste an der Zahnwurzel habe, die operiert werden muss. Und es gab dann noch einmal einen Schreck, als ich erfuhr, dass es nur eine 50%ige Erfolgschance gibt …Dummerweise musste ich mich AN ORT UND STELLE ENTSCHEIDEN. Und wie viele andere hochsensible Menschen auch, habe ich ein echtes Problem mit schnellen Entscheidungen. Also habe ich mich für die Lösung mit dem (wie mir schien) geringsten Aufwand entschieden. Erstmal Zyste raus und auf Heilung hoffen.

Ich habe meine Zahn-OP ordentlich vorher beklopft, was mir auch geholfen hat – immerhin bin ich nach der OP vollkommen ohne Schmerzmittel ausgekommen!

Das hat mich auf die Idee gebracht, mich einmal näher mit dem Thema Schmerz zu beschäftigen. Ich habe mich gefragt, ob hochsensible Menschen vielleicht mehr Schmerzrezeptoren haben als andere, weniger empfindliche Menschen?

Schmerz wird definiert als ein unangenehmes, vielleicht auch heftiges Sinneserlebnis, das mit Gewebeschäden verbunden sein kann, aber nicht zwangsläufig verbunden sein muss. Die tatsächliche Funktion von Schmerz ist es, uns zu warnen und darauf aufmerksam zu machen, dass uns evtl. eine solche Gewebeschädigung bevorsteht. Schmerzwahrnehmung wird als

Nozizeption

bezeichnet und ist, wie andere Wahrnehmungsfähigkeiten auch, vollkommen individuell. Die Schmerzrezeptoren werden dementsprechend Nozizeptoren genannt. Rund 3 Millionen davon soll unser Körper besitzen. Dabei handelt es sich um die verzweigten Enden von Nervenfasern, die in allen schmerzempfindlichen Geweben unseres Körpers vorkommen. Sie reagieren empfindlich auf Dehnung, Druck oder Temperatur. Der so aufgenommene Reiz wird in ein elektrisches Signal umgewandelt und über spezielle Nervenfasern an das Nervensystem im Rückenmark gesendet (dabei sind bestimmte Nervenfasern für bestimmte Schmerzformen zuständig). Von dort aus werden die Schmerzsignale dann ins Gehirn geschickt, um uns zur Handlung zu bewegen.

Die Antwort auf die Frage, ob hochsensible Menschen vielleicht mehr Schmerzrezeptoren haben als andere muss ich leider schuldig bleiben. Aber wenn wir uns vor Augen halten, dass Hochsensibilität erwiesenermaßen mit einer intensiveren Verarbeitung der Sinneseindrücke einhergeht, reicht das fürs erste vielleicht schon. Ob es nun daran liegt, dass wir mehr Schmerzrezeptoren haben oder uns vielleicht bestimmte Neurotransmitter im Gehirnstoffwechsel fehlen, die für die Verarbeitung von Schmerzreizen benötigt werden oder noch etwas ganz anderes wird hoffentlich noch jemand in diesem Leben erforschen … Sicher ist:

Die Schmerzwahrnehmung ist nie ganz gleich,

was nicht nur mit unterschiedlichen Tageszeiten zu tun hat, sondern auch individuellen Befindlichkeiten, bzw. mit der Gefühlsverarbeitung, die ebenfalls am Schmerzgeschehen beteiligt ist.

Besonders tragisch wird es,

wenn der Schmerz chronisch wird,

obwohl der ursprüngliche Schmerz schon lange nicht mehr besteht. Menschen mit Fibromyalgie wissen jedenfalls ein Lied davon zu singen. Für chronischen Schmerz kommen offenbar jeweils unterschiedliche Ursachen in Betracht.

Bei Fibromyalgie geht man z. B. davon aus, dass die Nervenenden geschädigt wurden. Beim Reizdarmsyzndrom hingegen haben Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Menschen mit einem Reizdarm über mehr Schmerzrezeptoren im Dickdarmggewebe verfügen als andere … man kann offenbar also mehr Schmerzrezeptoren verfügen …

Meine Zahngeschichte ist noch nicht zuende

leider, leider. Die Zyste wurde operiert und eine Woche lang habe ich mich super gefühlt. Nach einer Woche war es vorbei, der Zahn beginnt wieder zu pochen und zu drücken und ich denke, der will doch raus. Mist. Hätte ich mich doch besser anders entschieden. Am Sonntagmorgen, wo ich den letzten Absatz dieses Artikels schreibe, sitze ich hier, während mein Zahn weiter sanft vor sich hin pocht. Der Chirurg hat sich glattweg geweigert, ihn zu ziehen („Wieso? Sieht doch alles super aus. Sie müssen Geduld haben.“) Meine Zahnärztin ist jetzt im Urlaub und mir bleibt nichts, als darauf zu warten, dass sie wiederkommt, ohne die Gewissheit zu haben, dass es mir gelingen wird, sie davon zu überzeugen, dass es sinnvoll ist, mir den Zahn zu ziehen … Vielleicht beschäftige ich mich in der Zwischenzeit einmal mit dem Thema holistische Zahngesundheit …

Was für Erfahrungen machen Sie mit Ihren hochsensiblen Zähnen? Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Herzliche Grüße,
Ihre
Monika Richrath

 

Bildquelle: Pixabay

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Heile Deine Geburt, Heile Dein Leben – eine Rezension

Heile Deine Geburt, Heile Dein Leben – eine Rezension

Wer sich mit Klopfakupressur befasst, ob als Selbstanwender oder als Coach/Therapeut in der Anleitung von Klienten und Patienten, der stößt unweigerlich bei der Vertiefung dieser spannenden Materie, auf Begriffe wie „Quantenphysik“ oder „Matrix“. Der interessierte Leser weiß, welchen Gesetzen diese folgen und so hat mich dieses Buch gefunden, ganz ohne dass ich danach gesucht habe.

*

Traumaheilung mit Geburts-Matrix-Reimprinting

ist der Untertitel des Buches von Sharon King, das 2015 beim „SilverWood Books UK Ltd. Verlag auf Englisch erschien und Dank Monika Richrath nun seit April 2018 in der deutschen Fassung bei „Lotus-Press“ erhältlich ist.

Inzwischen gibt es zum Thema Klopfakupressur eine erfreuliche Auswahl an Literatur namhafter Experten und auch Literatur, die sich den einzelnen Techniken der Klopfakupressur wie z. B. TFT (Thought Field Therapy von Roger Callahan), EFT (Emotional Freedom Techniques von Gary Craig),  ESM (Emotional Self Management von Peter Lambrou und George Pratt) oder M.E.T (Meridian-Energie-Technik nach Rainer und Regina Frank), um nur einige zu nennen, widmet.

Hinzu kommen die Spezialisierungen die sich teilweise aus o. g. Ursprungsmethoden entwickelt und emanzipiert haben und heute als ergänzende und bereichernde Methoden, wie zum Beispiel die „TBT Trauma Buster Technique“ von Rehana Webster oder „Matrix-Reimprinting“ von Karl Dawson, zum Einsatz kommen.

Hierzu darf sich auch die Methode von Sharon King zählen, die mit „Geburts-Matrix-Reimprinting“ das Konzept bzw. die Methode „Matrix-Reimprinting“ von Karl Dawson, mit viel Liebe, Umsicht und Gewissenhaftigkeit auf unser aller Ursprung lenkt und all jenen, die es sich wünschen, einen magischen Neubeginn ermöglicht.

„Novam stellam disponere“ oder besser gesagt „Ordne deine Sterne neu, es geht“!

Wir alle werden vom Moment unserer Entstehung mit den Einflüssen unserer Umgebung und ihrer Umwelt geprägt. Wir wachsen und reifen heran und mit uns all die Erfahrungen, die uns auf dem spannenden Weg ins Leben begegnen. In idealen Fällen ein Weg voller Liebe, Zuneigung, guter Wünsche, Gedanken und Energie.

Doch spätestens mit dem westlich geprägten Geburtsmodell ist oft Schluss mit der Rosamunde Pilcher Einführung ins Leben. Geburten nach Termin statt nach Natur, hektische Betriebsamkeit im Kreissaal, überlastete Ärzte, zu wenige Hebammen, und jeder von ihnen mit eigenen Gedanken, Ängsten und Sorgen, gepaart mit pharmazeutischen Mitteln und dem Glauben Babys seien keine empfindsamen Wesen, machen aus dem schönsten Moment, den es gibt, einen mechanischen Prozess, der von unserer Menschlichkeit weit entfernt ist.

Dieses Buch eignet sich für geübte Selbstanwender und Experten

finde ich. Es ist sehr gut gegliedert: der erste Teil befasst sich mit der Technik und ihrer Entstehung. Es wird erklärt, warum Säuglinge – ganz im Gegensatz zur landläufigen Meinung – bewusste Wesen sind. Dabei stützt sich Sharon King auf wissenschaftliche Arbeiten, deren Quellen der interessierte Leser genauso in diesem Buch finden wird, wie eine Vielzahl konkreter Fallbeispiele. Die Klopfakupressur und Matrix-Reimprinting sind als Grundlagen Schritt für Schritt erklärt und immer dann, wenn der Leser durch die Schilderungen von Sharon King auf eigene Themen oder Glaubenssätze stoßen könnte, fängt sie ihn auf und leitet ihn an sich davon zu heilen.

Der zweite Teil widmet sich dem wissenschaftlichen Hintergrund von Geburts-Matrix-Reimprinting. Geburtserfahrungen, die physischen Auswirkungen des Geburtsprozesses, vom Geburtskanal über die Nabelschnur bis zum ersten Schrei werden als mögliche Geburtstraumata aufgezeigt. Die Bedeutung und Entwicklung des Gehirns wird mit Fallbeispielen und wissenschaftlichen Quellen dargelegt. Der Zusammenhang zwischen körperlicher Bewegung und Gehirnentwicklung, die faszinierende Beschreibung unserer Herz-Intelligenz und die Bedeutung des Bondings machten diesen Teil für mich zu einem der Highlights in diesem Buch.

Im dritten Teil ist der Leser nun gut vorbereitet auf die Vertiefung möglicher Geburtstraumata. In Fallbeispielen werden die Auswirkungen der Trennung bei der Geburt beschrieben, angefangen von physischen Rektionen bis hin zu Glaubenssätzen, die schon bei der Geburt hervorgerufen werden. Welche Auswirkungen der Einsatz von Medikamenten und Betäubungsmitteln und der Fall der operativen Entbindung auf die Geburt bzw. unser Leben haben.

Im gesamten vierten Teil hat der Leser die Gelegenheit aus und mit dem Buch zu arbeiten und mithilfe wertvoller Anregungen und Hinweisen, mitunter auch dem Rat einen Experten hinzuzuziehen, an eigenen Themen zu arbeiten. Ein hoher Praxisanteil mit einem – wie ich finde – echten Mehrwert für den Leser.

Mein Fazit

Sharon King hat sich mit ihrem Buch einem bewegenden, wichtigen und heilsamen Thema gewidmet.

Wer aus einer eher rational geprägten Wirklichkeit kommt und „Quantenphysik“ und „Matrix“ für „spooky“ hält, dem zeigt sich am Ende wie alles zusammenhängt und dass das, was uns ggf. schon bei unserer Entstehung oder als Baby ereilte und bis heute gefangenhält, durch Geburts-Matrix-Reimprinting aufgelöst werden kann.

Menschen mit einer hohen emotionalen Schwingungsfähigkeit, die gut mit ihrem „Selbst“ verbunden sind, geht es vielleicht nach der Lektüre so wie mir, und sie wünschen sich, dass die Erkenntnis aus diesem Buch so viele Menschen wie möglich erreicht.

Jetzt bleibt mir eigentlich nur noch, Ihnen gute Lektüre zu wünschen. Und denken Sie daran:

„Novam stellam disponere“ oder besser gesagt „Ordne deine Sterne neu, es geht“!

Herzliche Grüße,

Ihre

Elisabeth Manneck

 

Bild: Pixabay

Sharon King
Heile Deine Geburt, Heile Dein Leben
Traumaheilung mit Geburts-Matrix-Reimprinting
Lotus Press
ISBN 978-3-945430-78-1
22,95 €

Elisabeth Manneck

Elisabeth Manneck

Trainerin, Personal Coach und Heilpraktikerin (Psychotherapie) mit Praxis in Bonn
Kernmethoden: Schemafokussierte integrative Psychotherapie - Hypnose - Klopfakupressur
Mitglied im Verband für Klopfakupressur e.V.
www.elisabeth-manneck.de

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

In meinem kostenlosen E-Mail Kurs lernen Sie, wie Sie besser mit Stress, Überforderung und Erschöpfung aus der Hochsensibilität umgehen können.

Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

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Sieben gute Gründe keine Milch zu trinken

Sieben gute Gründe keine Milch zu trinken

Ich weiß schon sehr, sehr lange, dass Milch eigentlich nichts für mich ist. Dabei habe ich Milch als Kind und junge Erwachsene total geliebt. Bis ich 1997 oder 1998 diesen verhängnisvollen Magendurchbruch hatte. Danach war erstmal Schluss mit der Milch. Mir hatte damals jemand erklärt, dass durch die OP (man entfernte mir ein Stück des Magens) mir nun bestimmte Enzyme fehlen würden, so dass ich Milch nicht mehr verarbeiten könnte.

Damals war ich noch ganz anders in der Welt unterwegs. Von Hochsensibilität wusste ich noch gar nichts. Und ich hatte auch noch nicht angefangen, mich mit biologischen Zusammenhängen auseinanderzusetzen. Ich habe diese Aussage zur Kenntnis genommen, nicht weiter hinterfragt und mich als fortan als laktoseintolerant betrachtet. Jahrelang habe ich überhaupt keine Milchprodukte zu mir genommen außer Butter und Sahne (die sonderbarerweise immer gingen). Ach ja, und natürlich habe ich dabei (ich bin ja sehr experimentierfreudig) auch

Laktase-Tabletten

versucht. Sonderbarerweise funktionierten die Laktasetabletten aber nur manchmal, nicht immer. Und (das war so richtig dumm), ich habe immer erst hinterher gewusst, ob sie funktioniert haben. Oft saß ich da mit Bauchschmerzen – dann hatten sie eben nicht funktioniert.

Ich habe außerdem sehr schnell gemerkt, dass plötzlich ohne die Laktase-Tabletten die Sahne ganz schnell zum Problem wurde. Offenbar stellte der Körper seine minimale eigene Laktaseproduktion bei der Zufuhr von Laktase von außen einfach ein. Nicht gut. Gottseidank ließ sich der Prozess durch das Weglassen der Laktasetabletten wieder rückgängig machen.

Von daher war an der Milchfront erst einmal alles gut. Ich habe mich bestimmt 7 Jahre lang überwiegend vegan ernährt (wenn auch ganz bestimmt nicht so supergesund wie das heute mit veganer Ernährung verbunden ist). Dann wollte ich aber wieder andere Dinge essen, auch Fleisch usw.

Obwohl ich nach wie vor keine Milch trinke, sind Milchprodukte für mich zu einem echten Problem geworden. Vor allen Dingen Käse.

Nach Käse bin ich regelrecht manchmal süchtig

obwohl ich genau weiß, dass ich mich nach dem Genuss von Käse aufblähe wie ein Ballon, schlecht Luft bekomme und vor allen Dingen von einer alles verschlingenden und durch nichts zu besänftigenden Nervosität befallen werde – die letzten Endes auch das Einschlafen schwierig macht. Das nützt alles nichts. Manchmal stehe ich im Supermarkt Ewigkeiten vor dem Käseregal und starre sehnsüchtig wie ein Junkie auf den angebotenen Käse. Manchmal schaffe ich es, zu widerstehen, manchmal nicht. Es endet jedenfalls immer schlecht, wenn nicht.

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich bin in solchen Fällen leider stets bereit, mir das nicht-widerstehen-können als persönliches Versagen anzukreiden. Das macht es natürlich auch nicht besser, ganz im Gegenteil.

Im Rahmen der Recherche für mein neues Buch über Schlafstörungen habe ich mich vor kurzem eingehender mit dem Thema Milch beschäftigt und ein paar schockierende Dinge über Milch herausgefunden.

Dass es nämlich jede Menge guter Gründe gibt, überhaupt keine Milchprodukte zu sich zu nehmen

– ganz gleich, ob man sie zu vertragen scheint oder nicht.

1. Grundsätzlich landet alles, womit die Kuh in Berührung gekommen ist, später in der Milch

Herbizide, Pestizide, Dioxine (Lt. WHO stammen 90% der von Menschen aufgenommenen Dioxine von Milch und Fleisch. Dioxin gilt als extrem giftige, krebsauslösende Chemikalie.), Blut, Kot, Bakterien und Viren, Hormone, Antibiotika usw. Die Kühe werden z. B. mit Antibotika gegen Euterentzündungen behandelt und bekommen offenbar vor der Geburt eines neuen Kalbes präventiv Antibiotika verabreicht.  Eine 2011 in der Zeitschrift Journal of Agricultural and Food Chemistry veröffentlichte Studie hat  ans Licht gebracht, dass ein einziges Glas Milch an die 20 verschiedene pharmakologisch aktive Substanzen wie Schmerzmittel, Antibiotika und Wachstumshormone enthielt (untersucht wurden Kuhmilch, Ziegenmilch und Muttermilch). Gruselig, oder?

2. Milch ist an sich für Menschen ein artfremdes Getränk

Es ist dazu bestimmt, den Nachwuchs der Kuh aufzuziehen. Darum enthält es jede Menge Wachstumsfaktoren, damit das Kalb schnell groß wird.  Für erwachsene Menschen ist die Aufnahme von IGF-1 (insulinähnliche Wachstumsfaktoren) nicht nur unsinnig, sondern ungesund. Denn diese Wachstumsfaktoren werden vor allen Dingen mit Zellwachstum in Verbindung gebracht, genauer mit dem Wachstum von Tumorzellen und zwar bei Brust,- Eierstock und Prostatakrebs.

3. Milch verhindert nicht das Risiko an Osteoporose zu erkranken,

sondern erhöht vielmehr das Risiko von Knochenbrüchen. Eine 2014 veröffentlichte schwedische Langzeitstudie, in der 60.000 Frauen 20 Jahre lang und 45.000 Männer 11 Jahre lang begleitet wurden, kam zu dem Ergebnis, dass der Verzehr von Milch das Risiko von Knochenbrüchen erhöhte. Das war aber nicht das einzige Ergebnis dieser Studie. Es kam ebenfalls dabei heraus, dass

4. die MilchtrinkerInnen sogar früher starben,

vor allen Dingen jene, die mehr als 3 Gläser Milch am Tag tranken (ca. 680 ml). Dieses Ergebnis wurde von den Forschern damit erklärt, dass Milch entzündliche Prozesse der unterschiedlichsten Art im Körper fördert und in Verbindung mit den erhöhten oxidativen Stresswerten, die sich ebenfalls bei den ausgemachten MilchtrinkerInnen fanden, Krankheiten auslöst. Die Bandbreite ist groß und reicht von Akne, Neurodermitis, Allergien, Reizdarm, Bluthochdruck, Arthritis, Osteoporose, chronische Nebenhöhlenentzündungen, bis hin zu Parkinson, Alzheimer und eben auch Krebs.

5. Der Verzehr von viel Milch im Kindesalter wird in Verbindung gebracht mit dem Entstehen von Diabetes Typ 1

Dazu gibt es einige Studien. Offenbar ist das Protein in der Milch, das Kasein, dafür verantwortlich. Dazu später noch mehr.

6. Milch verschleimt den Körper.

Sie können das ganz einfach selbst überprüfen, indem Sie eine Zeitlang alle Milchprodukte weglassen und dann Käse essen.

7. Die meisten Menschen können überhaupt keine Milch verstoffwechseln.

Wussten Sie, dass rund 75 % der Weltbevölkerung an laktoseintolerant ist? Diesen Menschen fehlt das Enzym Laktase, mit dem der in der Milch enthaltene Milchzucker aufgespalten wird, so dass dieser nicht vom Körper aufgenommen werden kann.In der Folge entstehen Magen-Darm-Beschwerden, wie Übelkeit, Blähungen, Durchfall und Erbrechen. Die Bandbreite an Symptomen geht aber noch viel, viel weiter, sie kann auch chronische Müdigkeit, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Schweißausbrüche, Konzentrationsstörungen, depressive Verstimmungen, Schlafstörungen und Schwindel auslösen …

Dass so viele Menschen keine Milch verstoffwechseln können, ist aber auch kein Wunder. Milch ist kein Getränk für Menschen. Darum sollen Kinder mit Muttermilch gestillt werden, dann bekommen sie die ihnen von der Natur zugedachte Nahrung. Im Netz habe ich den Hinweis gefunden, dass die Laktaseaktivität sowieso nach der Entwöhnung von der Muttermilch abnimmt. In Afrika oder Asien ist es daher vollkommen normal, Laktose nicht verstoffwechseln zu können. Dass es in Westeuropa, Australien und Nordamerika anders ist, liegt vermutlich in der langen Tradition der Weidewirtschaft.
Eine Laktoseintoleranz kann angeboren sein (absolute Laktoseintoleranz), sie kann aber auch vorübergehend oder erworben sein (sekundäre Laktoseintoleranz), z. B. durch Erkrankungen des Verdauungssystems, chronische Darmerkrankungen, Zöliakie, Darmparasiten, Alkoholmissbrauch, Chemotherapie, Mangelernährung, Divertikel, Gastrektomie etc.

Ich habe ja schon eingangs erwähnt, dass ich mich selbst lange Zeit für laktoseintolerant gehalten habe. Mir ist im vergangen Jahr so langsam gedämmert, dass das möglicherweise nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Ich habe verschiedene sog. laktosefreie Produkte ausprobiert und es ging mir trotzdem schlecht.

Jetzt bin ich darauf gekommen, dass ich offenbar

eine Kasein-Unverträglichkeit

habe. Milch besteht zu 80 % aus Proteinen, dem Kasein und zu 20 % Molkeneiweiß. Bei einer Kaseinunverträglichkeit reagiert der Körper auf die Kasein-Eiweißbestandteile, weil er sie nicht verwerten kann.

Foto: Couleur/pixabay

Die Symptome der Kaseinunverträglichkeit decken sich weitgehend mit denen der Laktoseintoleranz. Aber es gibt auch noch andere Symptome, z. B. Hautveränderungen, Urtikaria, Neurodermitis, Hautstörungen, Pickel, Pustel, Juckreiz und eine Neigung zu Ekzemen. Auch Juckreiz, Ekzembildung, Pickel Pusteln, Hautrötungen oder Allergische Rhinitis und allergischer Schnupfen.

Natürlich stelle ich mir dann auch die Frage, wie sich all das auf meine Hochsensibilität auswirkt, bzw. eher andersrum, inwieweit die Symptome durch meine Hochsensibilität verstärkt werden – weil ich ja alles, was in meinem Körper vor sich geht, wie mit einer Lupe vergrößert überdeutlich wahrnehme.

Besonders fatal: Kasein enthält sog. Kasomorphine, die suchterregendes Potential haben, sie docken direkt an unsere Opiodirezeptoren an und greifen so direkt in unser Gefühlsleben ein. Mir war sofort klar, dass dort die Nervosität, die mich nach dem Verzehr von Käse befällt, herkommen muss. Und dass es jetzt wirklich an der Zeit ist für mich, die Reißleine zu ziehen und den Verzehr von allen Milchprodukten auf ewig einzustellen und mich noch einmal sehr eingehend mit meiner Ernährung zu befassen. Ich habe einen Tipp für ein superspannendes Buch bekommen, das diesen Zusammenhängen noch näher nachgeht, darüber werde ich demnächst mehr berichten.

Hat dieser Artikel neue Erkenntnisse für Sie gebracht?  Was erleben Sie mit Milch? Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Ich wollte mich übrigens noch gerne für Ihre freundlichen Reaktionen auf meinen letzten Artikel bedanken, ich habe mich sehr getröstet gefühlt und mich anderen konstruktiven Dingen zugewandt anstatt mir die Haare zu raufen.

Ich gehe jetzt übrigens in eine Sommerpause, im Juli geht es mit frischer Energie dann wieder weiter.

Herzliche Grüße und eine schöne Zeit für Sie,

Ihre
Monika Richrath

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

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Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und drei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto, Nebennierenschwäche) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

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*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig