Hochsensibilität und Reflexintegration (RIT)

Hochsensibilität und Reflexintegration (RIT)

RIT Trainerin Ulrike MeyerÜber Umwege zu dem Thema EFT habe ich zu Monika Richrath gefunden - Facebook macht es möglich. Ich selber habe EFT/MET 2003 bei Rainer Franke kennengelernt.
Aber nun ersteinmal zu mir:
Ich bin Ulrike Meyer, wohne in Hamm/Westf. und habe in Hagen an der PH Grundschulpädagogik studiert mit den Fächern Musik, Deutsch und evangelische Religion. In diesem Jahr singe ich augenzwinkernd mit meiner Zwillingsschwester „Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an….“(Udo Jürgens)
 
Natürlich habe ich auch vorher schon gelebt….
 
Zu meinem Leben gehört Lachen und Musik. Zusätzlich interessieren mich auch die Themen Gesundheit und Heilung. So habe ich mich in diesen Bereichen fortgebildet. Im letzten Jahr habe ich noch die Ausbildung zum IPE Kinder- und Jugendcoach in Münster gemacht und Reflexintegration 1 und 2.

Was sind frühkindliche Reflexe?

Sie sind schon im Mutterleib tätig und sollten mit dem 1. Lebensjahr abgeschlossen sein. Es sind reflexartige Bewegungsmuster, die nach Abschluß zu willentlich und koordinierten Bewegungen führen. Bleiben die Reflexe offen, führt diese neuronale Unreife zu Lernschwierigkeiten und Verhaltensstörungen. Da gibt es das Sieber & Paasch Institut in München. Insbesondere Christa Sieber hat sich mit den frühkindlichen Reflexen befasst. So ist es zur RIT- Reflexintegrationstechnik gekommen. 
 
Was ich an dieser Methode so schätze, ist: Sie ist ohne Nebenwirkungen - und

auch im Erwachsenenalter können die Reflexe noch integriert werden.

Juchhuh!!! Bei der Ausbildung habe ich die wohltuende Wirkung erfahren!
 
Unser menschliches Gehirn entwickelt sich während der Schwangerschaft und im 1. Lebensjahr mit einer unglaublichen Geschwindigkeit.

Die Gehirnareale müssen gut miteinander verknüpft werden,

damit wir später stehen, gehen, sprechen und vieles mehr lernen können. Dazu braucht das Nervensystem viele sensorische Impulse. Das Stammhirn sorgt für Muskelreaktionen als Reflexbewegungen, die biologisch angelegt sind und in einer genauen zeitlichen Reihenfolge auftreten. Das sind unwillkürliche stereotype Bewegungsmuster, die aufhören sobald sie ihren Zweck erfüllt haben, nun sind willkürliche und koordinierte Bewegungen möglich.

Wird dieser Entwicklungsprozeß gestört, kommt es zur neuronalen Unreife.

Störungsfaktoren können während der Schwangerschaft und der Geburt entstehen … wie schwierige Situationen in der Schwangerschaft, Kaiserschnitt u.v.m. Nach dem 12. Lebensmonat sollten die Reflexe integriert sein, Restaktivität beeinträchtigt Funktionsgebiete, die die Grundlagen für Lernen und Verhalten sind, z. B.:
  • Grob- und Feinmotorik
  • Koordination
  • Gleichgewicht
  • Ausdrucksvermögen
  • Impulskontrolle
  •  Konzentration
Insbesondere die beiden ersten Reflexe,

der Furcht-Lähmungsreflex und der Moro-Reflex

haben mich aufhorchen lassen in puncto Hochsensibilität.
 
Furcht-Lähmungsreflex zeigt folgendes auf bei aktivem Reflex:
  • Geringe Stresstoleranz
  • Stress bei Augenkontakt
  • Probleme mit dem Gleichgewicht
  •  Empfindlichkeit gegenüber:
                                             - Berührung
                                             - Licht
                                             - Geräuschen
                                             - Geruch
                                             - Geschmack
                                             - Lageveränderungen des Gesichtsfeldes
                                             - Tiefensensibilität
 
Die Auslösung der Reflexe bedeutet Aktivierung der Überlebensmuster! Das bewirkt Freisetzung der Stresshormone mit ständig überhöhtem Adrenalinspiegel! Gerade

der Furcht-Lähmungs-  und der Mororeflex reagieren sehr stark auf Außenreize

und produzieren auf die Stressreize ständig Adrenalin und  Cortisol. Das kann langfristig die Nebennieren schwächen.

 
Wie soll sich da der Mensch konzentrieren können?  

Der Moro- Reflex und seine Anzeichen:

  • Lichtempfindlichkeit
  • Tendenz zum Schielen
  • Geräuschempfindlichkeit (Hintergrundgeräusche können schlecht  ausgeblendet werden.
  • Überempfindlichkeit des vestibulären Systems (Gleichgewicht)
  • Überempfindlichkeit auf Berührung
  • Überempfindlichkeit auf plötzlichen Wechsel der Position
Es kommt zu:
  • Aktivierung des Überlebensmusters (Adrenalin & Cortisol) - Ängstlichkeit und Panik, Schulangst (Bauch- und Kopfschmerz)
  • Gleichgewichts- und Koordinationsproblemen
  • Phasen von Hyperaktivität und Übermüdung
  • Abneigung gegen Veränderungen
  • Sensorische Empfindlichkeit
  • Neigung zu sich wiederholenden Verhaltensmustern
  • Schwierigkeiten Kritik zu akzeptieren
  • schwachem Selbstwertgefühl
Wer hat sich da irgendwo wiedergefunden?
 
Bei mir wurde der Moro-Reflex ausgetestet.

Immer stand ich unter einer inneren Anspannung,

was sich auch in einer erhöhten Muskelanspannung bemerkbar machte. Nach der Integration fühlte ich eine ungemein wohltuende Entspannung - so, als wenn Zentnerlasten von einem fallen …
 
Hhhmmm, fühlte sich das gut an!!! Auch mein Selbstwertgefühl hat sich gesteigert und ich bin gelassener geworden. Für mich bedeutet das erheblich mehr Lebensqualität!  Übrigens bin ich immer noch hochsensibel, aber kann mit den Herausforderungen aus der Hochsensibilität viel besser umgehen.
 
Es lohnt sich also, bei Hochsensibilität RIT Reflexintegration in Betracht zu ziehen!

Wie lassen sich die Reflexe nachträglich integrieren?

Sogar im Erwachsenenalter lassen sich die Reflexe noch integrieren. Die Integration erfolgt durch bestimmte rhythmische Bewegungsübungen, bilaterale Hemisphärenstimulation (beide Gehirnhälften arbeiten zusammen) und Isometrie (Behandler drückt sanft auf einen Körperteil, Klient drückt dagegen).
 
Die Behandlung ist längerfristig, da kontrolliert wird, ob der Reflex abgeschlossen ist und ob noch andere Reflexe offen sind.
 
Ich bin von dieser Methode so begeistert, dass ich sie nicht nur gelernt habe, sondern auch anbiete! 
 
(Kennzeichen - ich trage Hut)
 
Meine E-Mail-Adresse: ulrike.meyer.hamm@gmail.com


Herzliche Grüße,

Ulrike Meyer

Bildnachweise: Image by Pezibear on Pixabay 

Weitere Infos über die Reflexintegration

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Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und drei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto, Nebennierenschwäche) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

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Blogparade: Wenn der Schlaf nicht kommt

Blogparade: Wenn der Schlaf nicht kommt

Schon längere Zeit habe ich keine Blogparade mehr veranstaltet, das ändere ich hiermit 😉

Vorab möchte ich Sie gerne darauf hinweisen, dass ich seit einigen Monaten Mitglied im Autorinnenclub bin und mit meinen Kolleginnen einen Stand auf der Leipziger Buchmesse habe, die vom 21. bis 24. März 2019 in Leipzig stattfindet. Ich freue mich über Ihren Besuch an unserem Stand in Halle5 D409!

Gehören Sie auch zu den Menschen, die sich abend für abend im Bett quälen, sich stundenlang schlaflos herumwerfen, einfach nicht zur Ruhe kommen können? Wie das aussieht, kann unterschiedlich sein, manchmal kommen einem Menschen oder Situationen in den Sinn, von denen man sich einfach nicht lösen kann, manchmal bauen sich Sorgen zu ganzen Horrorszenarien auf, die den Adrenalinspiegel nach oben schnellen lassen, manchmal hat man sich im Laufe des Tages in so eine Stresspirale hineingesteigert, dass man einfach keinen Ausstieg findet und manchmal wird man einfach schlicht und ergreifend nicht müde.

Schlaf gehört mit zu den ganz großen Sorgen unserer Zeit

oder sollte ich eher sagen: Kümmernissen? Dies gilt natürlich für alle Menschen (weltweit wird viel zu wenig geschlafen übrigens!), aber hochsensible Menschen sind aufgrund der (manchmal) extremen Stressempfindlichkeit häufig prädestiniert für schlechten Schlaf.

Aber vorsicht: Auch wenn Hochsensibilität immer mit einer erhöhten Reizempfindlichkeit daherkommt, bedeutet dies nicht, dass HSP zwangsläufig schlecht schlafen müssen. Ob wir gut oder schlecht schlafen:

es hängt im wesentlichen davon ab, was wir im Laufe des Tages tun,

und nicht davon, ob wir hochsensibel sind oder nicht. Das ist mir jedenfalls im Laufe meiner Recherchen zu meinem Buch „Die Geheimnisse gesunden Schlafs“ klar geworden.

Das größte Geheimnis:

Wir sind keine RoboterWir haben vergessen, wer wir sind.

Wir haben vergessen, dass wir Menschen sind. Biologische Wesen mit einem Körper, der nach einem gewissen Bauplan funktioniert (meistens jedenfalls). Wir haben unsere Bedürfnisse vergessen, jedenfalls unsere körperlichen. Wir behandeln uns selbst wie Maschinen, die funktionieren sollen, obwohl wir unseren Körper nicht das geben, was sie brauchen, um wirklich funktionieren zu können. Ich habe schon häufiger in Artikeln gelesen, dass die Autor*innen meinen, dass die Menschen heute ihr Auto oder ihr Smartphone besser behandeln als sich selbst. Das Fatale daran ist: dabei handelt es sich um Maschinen, wo sich Teile austauschen lassen. In unserem Körper ist das nicht so. Wir können nicht einfach irgendein Teil austauschen und dann läuft es wieder rund. In dem Wunderwerk unseres Körpers spielen alle physiologischen und psychologischen Vorgänge eine Rolle,

alles beeinflusst alles.

Sicherlich haben Sie schon von den Gegenspielern Serotonin und Melatonin gehört, den Hormonen, die Energie und Müdigkeit und Schlafbereitschaft fördern. Natürlich möchte ich an dieser Stelle nicht mein Buch in ein paar Sätzen zusammenfassen (ich denke, es lohnt sich, es ganz zu lesen). Nur so viel:  es gibt über den Tag verteilt wirklich viele Dinge, die Sie tun und lassen können, um die Ausschüttung von Serotonin und Melatonin zu bremsen. Sowieso gibt es nicht genug Melatonin, wenn morgens schon nicht genug Serotonin ausgeschüttet wird, da Melatonin aus Serotonin gebildet wird.

Auch Krankheiten können die Ausschüttung von Serotonin und Melatonin beeinflussen. Oder was wir im Laufe eines Tages essen.

Oder mit welchen Maschinen wir uns wann umgeben. Es gibt so viele Stellschrauben, an denen man für einen guten Schlaf drehen kann.

Und natürlich möchte ich an dieser Stelle gerne die Klopfakupressur erwähnen. Selbst, wenn Sie durch das Klopfen eher wach werden und das Klopfen nicht zum Einschlafen selbst nutzen können, können Sie aber mit der Klopfakupressur vielleicht herausfinden, was Sie eigentlich umtreibt und quält (häufig sind das ja ganz bestimmte Themen) oder grundsätzlich ruhiger werden, so dass Sie abends nicht mehr so hochgefahren sind. Hier können Sie sich in meinen kostenlosen Onlinekurs einschreiben.

Jedenfalls habe ich mir gedacht, dass Schlaflosigkeit ein Thema ist, das unglaublich viele Facetten hat und sich gut eignet für eine Blogparade, an der sowohl Fachpublikum, als auch „Privatmenschen“ teilnehmen können. Hier sind ein paar Impulse für einen Artikel auf Ihrem Blog:

  • Warum schlafen Sie nicht?
  • Haben Sie ein Spezialgebiet, das sich mit Schlafstörungen befasst?
  • Leiden Sie unter einer bestimmten Krankheit, bei der Schlafstörungen zum Krankheitsbild gehören?
  • Haben Sie ultimative Tipps gegen Schlafstörungen?
  • Gibt es eine Geschichte, die Sie beschäftigt, wenn Sie nicht schlafen können?
  • Oder haben Sie etwas Besonderes erlebt in einem Moment der Schlaflosigkeit?
  • Wie sehen Sie Schlafstörungen vor dem Hintergrund der Hochsensibilität?

Dies sind nur ein paar Ideen. Natürlich können Sie auch über etwas anderes im Zusammenhang mit Schlafstörungen schreiben. Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

So gehts: Schreiben Sie auf Ihrem Blog einen Artikel, der zu dem Thema passt, erwähnen Sie im Text bitte, dass Sie an dieser Blogparade teilnehmen und setzen Sie einen Link zu der Blogparade. Anschließend posten Sie den Link zu Ihrem Artikel in die Kommentare unter meinem Artikel. Wenn Sie gar keinen Blog haben, können Sie den gesamten Text in die Kommentare posten (vergessen Sie dabei bitte die Absätze nicht, damit es lesbar bleibt).

Ich freue mich schon auf Ihre Einsendungen und bin gespannt. Die Blogparade läuft bis zum 30. Juni 2019.

Übrigens nehme ich auch im Rahmen von Leipzig liest an der größten Wohnzimmerlesung Leipzigs teil bei Porta Möbel, gemeinsam mit meinen Kolleginnen vom Autorinnenclub (genau genommen lese ich um 18:15 h im Schlafzimmer ;-)). Hinterher gibt es ein Meet & Greet, ich freue mich, wenn Sie vorbeikommen können.

Herzliche Grüße,
Ihre
Monika Richrath

Bildnachweise:  DrSJS-149538/Quimono  Pixabay

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

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Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und drei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto, Nebennierenschwäche) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

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Sind Sie auch so gutgläubig?

Sind Sie auch so gutgläubig?

Nach meiner doch sehr behafteten und emotionsgeladenen Serie zum Thema Armut und Mangel möchte ich mich einmal mit einem Aspekt der Hochsensibilität beschäftigen, der eher schräg und lustig ist: mit der manchmal fast kindlich anmutenden Naivität und Gutgläubigkeit hochsensibler Menschen. Wie es bei Ihnen damit aussieht, weiß ich nicht, aber dieser Punkt wird eigentlich fast immer genannt, wenn es um „typische“ Eigenschaften von HSP geht. Ich bin da keine Ausnahme …

Über manches kann ich heute herzhaft lachen

Zum Beispiel habe ich einmal als Jugendliche oder Kind beim Abendessen meiner versammelten Familie erzählt, dass jetzt auch Männer Kinder bekommen könnten. Das hatte ich am vorherigen Tag im Radio gehört. Ehrlich gesagt, sah ich überhaupt keinen Anlass, an dieser Aussage zu zweifeln. Was in Büchern stand, war für mich lange, lange Zeit immer „wahr“, bzw. die „Wahrheit“.  Und sicherlich habe ich das Radio nicht anders wahrgenommen, als ein Medium der „Wahrheit“. Und dass es Forschung und Wissenschaft gab, wusste ich auch. Ich sah überhaupt keinen Grund, warum es Forschern nicht gelungen sein könnte, diese ureigene weibliche Eigenschaft zu „knacken“ und war sogar sehr ehrfürchtig vor dieser vermeintlichen Errungenschaft, davor, was alles möglich sein könnte.

Meine Familie sah das anders. Die anderen haben mich ausgelacht „Gestern war der 1. April!“ DAS hatte ich natürlich überhaupt nicht geschnallt. Auch wenn das Auslachen an sich natürlich ziemlich demütigend war und mir noch eine ganze Zeit nachging, kann ich heute herzhaft darüber lachen.

Dass ich den Wahrheitsgehalt des Radiobeitrages überhaupt nicht in Frage gestellt habe, liegt vermutlich daran, dass

Lügen mir fremd ist.

Natürlich habe ich schon lustige Geschichten oder Bücher gelesen, wo Menschen den festen Vorsatz fassen, ab sofort nie mehr zu lügen und sich selbst innerhalb kürzester Zeit in so ein Chaos stürzen, dass ihr ganzes bisheriges Leben wie ein Kartenhaus zusammenbricht. Natürlich war ich dann überzeugt, dass man Lügen irgendwie auch braucht, zumindest kleine Notlügen manchmal, aber das war alles, bevor ich um das Phänomen der Hochsensibilität wusste. Heute sehe ich das nämlich vollkommen anders. Heute bin ich überzeugt davon, dass

Wahrheit einen Wert für hochsensible Menschen darstellt,

vielleicht sogar einen unverhandelbaren Wert. Während ich dieses schreibe, kommen mir so viele Ideen in den Kopf, dass ich darüber noch einen extra Beitrag schreiben könnte. Es ist natürlich klar, dass es „die Wahrheit“ gar nicht gibt, im Zusammensein mit anderen Menschen wird man immer wieder merken, dass jeder seine eigene Wahrheit hat, die genauso richtig ist wie die eigene Wahrheit.

Dinge, die für mich wahr sind

empfinde ich als echt, authentisch oder auch richtig. Und die Wahrheit ist für mich ein fester Boden, der nicht nur mir Halt gibt, sondern auch den Menschen, die mit mir zu tun haben. Ich möchte, dass unsere Kommunikation aufrecht ist, geradeheraus und dass ich Dinge so sagen kann,wie ich sie als wahr erlebe. Wenn mein Gegenüber ebenso handelt, haben wir eine gemeinsame Kommunikationsbasis.

Wenn einer von uns Dinge sagt, die eventuell nicht wirklich so sind, werden wir das als hochsensible Menschen merken und schon ist der Boden nicht mehr stabil, sondern kann nachgeben oder wanken. Dann macht sich Unsicherheit breit und die gemeinsame Kommunikationsbasis geht flöten. Vielleicht ist das auch ein Grund, weswegen HSP der Wahrheit sehr zugeneigt sind?

Ich versuche jedenfalls nicht zu lügen

Das heißt, das andere Menschen sich darauf verlassen können, dass ich das, was ich sage, auch so meine. Dies bedeutet ja nicht, dass man anderen Menschen ungehemmt alles ins Gesicht wirft, was einem in den Sinn kommt. Das hat mit Wahrheit nichts zu tun. Natürlich kommt es auch vor, dass ich manche Dinge einfach nicht über die Lippen bringe. Dann sage ich eben gar nichts. Und so kommen wir zu einem sehr wichtigen Aspekt der Gutgläubigkeit: weil ich nicht lüge, kann ich einfach nicht verstehen, dass andere Menschen lügen.

Ich glaube immer an das Gute im Menschen

und kann es ebensowenig verstehen, dass Menschen andere Menschen betrügen. Das macht für mich so wenig Sinn. Das macht mich natürlich zu einer leichten Beute.

Kürzlich bin ich daher fast jemandem auf den Leim gegangen.

Es war im Rahmen meiner Wohnungssuche. Da war ein Inserat in der Zeitung, in dem von mir gewünschten Stadtteil in einer ruhigen Straße, eine wunderbar sonnige Wohnung, mit Dachterasse und Blick auf den Wald, eine eingerichtete Einbauküche, ein modernes Bad und nur 600,- EUR Warmmiete … Für mich sah das aus wie die perfekte Wohnung. Ich habe mich also schriftlich beworben. Bald bekam ich eine E-Mail auf englisch, in der die Besitzerin „Gina“ mir schrieb, sie lebe jetzt in Italien und würde die Wohnung über AirBnB vermieten und das Verfahren war etwas kompliziert. Ich sollte erst eine Kaution in Höhe von 600,- EUR hinterlegen, dann bekäme ich den Schlüssel zur Besichtigung.

Das war natürlich etwas sonderbar, aber andererseits habe ich mir gedacht, die Wohnung ist so gut ausgestattet, ich könnte so ein Vorgehen verstehen, vor allem, wenn man im Ausland lebt und möchte, dass die eigene Wohnung pfleglich behandelt wird. Es gab für mich keinen Grund an dieser Stelle schon zu sagen, das klingt zu sonderbar. Außerdem hatte ich mich schon festgebissen. Ich wollte diese Wohnung! Sie war sozusagen die Verkörperung meiner Wunschvorstellung.

Ich habe dann ein bisschen mit der Besitzerin hin und hergeschrieben,ob ich die Möbel irgendwo lagern könnte, wann könnte ich einziehen usw. Irgendwie ist mir dabei schon aufgefallen, dass ich es dabei aber mit verschiedenen Personen zu tun haben schien, deren Beherrschung der englischen Sprache offenbar unterschiedlich war. Es hat mich allerdings nicht davon abgehalten, die ganze Aktion abzusagen. Dazu kam auch noch, dass es offenbar überhaupt kein Problem mit meiner Selbstständigkeit zu geben schien.

Statt dessen bin ich in das Viertel gefahren um mir die Umgebung, die Straße und das Haus anzusehen. Dabei musste ich feststellen, dass es die Hausnummer in der Straße überhaupt nicht gab. Erst habe ich einen Schreck bekommen und bin in Stress geraten, dann aber habe ich mir gesagt, ja, aber vielleicht macht sie das nur, um sich zu schützen und es ist nicht die Hausnummer 43, sondern 17. Allerdings bekam mein Vertrauen schon die ersten Risse, zumal auch ich nirgendwo eine Wohnung entdecken konnte, die von der Lage geeignet gewesen wäre.

Zum Glück hat mich jemand beschützt

Ich muss gestehen, dass ich sogar schon Geld abgehoben hatte und die Überweisung für die vermeintliche Kaution tätigen wollte und nur deshalb nicht getätigt hatte, weil Wochenende war. Aus Italien kamen zunehmend drängende E-Mails, ich solle doch jetzt endlich die Kaution überweisen.

Ich habe das einer Bekannten erzählt, die nicht so gutgläubig ist wie ich und nicht ertragen konnte, dass ich dabei war, einen in ihren Augen riesigen Fehler zu machen. Jedenfalls suchte sie so lange im Internet herum, bis sie einen Artikel aus Österreich fand, in dem vor einer besonderen Betrugsmasche gewarnt wurde. Nämlich genau dies: man inseriert eine Wohnung, die nicht existiert, kassiert 600,- EUR Kaution für die vermeintliche Schlüsselübergabe und wird nicht mehr gesehen. Das Geld ist dann natürlich futsch. Diesen Artikel hat sie mir geschickt.

Da musste ich wohl oder übel die Augen aufmachen.

Die Sache kam dann ganz schnell zu einem Ende übrigens. Ich habe sofort nach Italien geschrieben, dass ich bitte erst einmal die Kopie des Kaufvertrages sehen wolle und auch eine Kopie des Personalausweises. Vorher würde ich kein Geld schicken. Das kam natürlich nicht. Statt dessen noch ein paar mal immer drängendere E-Mails. Ich habe „Gina“ oder wen-auch-immer dann einfach blockiert. Ich habe noch kurz überlegt, ob ich versuchen soll, sie irgendwo anzuzeigen, aber es war mir dann zu lästig und ich war ja auch mit der Wohnungssuche beschäftigt.

Diese irgendwie etwas peinliche Begebenheit hat nicht dazu geführt, dass ich meine Gutgläubigkeit generell aufgegeben habe. Aber ich habe dabei doch gelernt, dass ich versuchen sollte, genauer hinzusehen und Maßnahmen zu meinem Schutz zu ergreifen. Heute kann ich auch darüber lachen, wie sehr ich entschlossen bin, in anderen das Gute zu sehen.

Kennen Sie das auch? Wem sind Sie auf den Leim gegangen? Haben Sie schon ähnliche Erfahrungen gemacht? Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Herzliche Grüße,
Ihre
Monika Richrath

Bildnachweise:  Courtany auf Pixabay

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Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

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Was hinter Armut steckt — Worauf es ankommt

Was hinter Armut steckt — Worauf es ankommt

So, nun bin ich mit meiner Artikelserie über Armut und Mangel am Ende angelangt. In diesem Beitrag möchte ich noch einmal zusammenfassen, worauf es bei dem Weg aus dem Mangel heraus ankommt. Ob Sie nun hochsensibel sind oder nicht: Es  gibt eine Art Leitfaden, den ich Ihnen mit auf den Weg geben kann.

Praktisch immer, wenn ich irgendwo im Supermarkt an der Kasse stehe, erlebe ich es, dass die Menschen ihre Kassenzettel nicht mitnehmen und sagen „brauche ich nicht.“ Brauchen Sie sehr wohl. Wie wollen Sie etwas verändern am aktuellen Zustand, wenn Sie nicht einmal wissen, wie der genau aussieht? Vage Emotionen und Gefühle oder Stress helfen hier überhaupt nicht weiter. Nur Fakten zählen. Darum gilt:

1. Setzen Sie sich mit der aktuellen finanziellen Situation auseinander.

Es gilt sich Klarheit zu verschaffen über den Status Quo. Klarheit ist gut gegen Angstgefühle. Und Sie glauben gar nicht, wie gut man sich fühlen kann, wenn man sich mit seinen Finanzen beschäftigt! Das kann für Gefühle von Selbstermächtigung und Souveränitat sorgen. Das Gefühl, etwas für das eigene Wohlergehen zu tun, das Gefühl Schritte zu unternehmen, die zu einer besseren Zukunft führen können, sollte nicht unterschätzt werden. Es ist egal, dass Sie vielleicht noch keinen Plan haben, wie diese Zukunft aussehen könnte oder wo das Geld herkommen soll. Dieser Schritt ist superwichtig! Lassen Sie ihn keinesfalls weg. Ohne diesen Schritt ist alles andere nix.

Legen Sie ein Haushaltsbuch an, das Sie ab diesem Zeitpunkt immer fortführen. Nehmen Sie alle Kassenzettel mit nach Hause und tragen Sie Ihre Ausgaben in das Haushaltsbuch ein (Geht auch gut online). Übrigens empfiehlt es sich, dort eine extra-Spalte einzurichten für „Luxus“, in die Sie die Ausgaben für Alkohol (den Sie zuhause konsumieren), Süßes und Salziges eintragen.

Erstellen Sie eine Übersicht aller Schulden, mit Tilgungsraten und aktuellem Schuldenstand.

Erstellen Sie eine Art Liquiditätsplan für das ganze Jahr, in dem Sie alle Ausgaben und Einnahmen auflisten. Dies ist wichtig, um im Vorfeld schon vorab Engpässe zu ermitteln und zu vermeiden.

Bezahlen Sie alles bar und nur noch in Ausnahmefällen mit Kreditkarte, falls vorhanden.

Ich bezahle nur Dinge mit Lastschrift, bei denen es absolut notwendig ist. Dies bewahrt mich vor Überraschungen und sorgt dafür, dass ich meinen Finanzfluss viel besser managen kann. Dies bedeutet natürlich, dass man seine Ausgaben und fälligen Rechnungen immer im Blick haben muss. Mahngebühren sind so ziemlich die überflüssigste Ausgabe, die ich mir denken kann.

Sehen Sie sich täglich Ihren Kontostand an. So verbinden Sie sich mit Ihrem Geld.

Die nächsten Schritte ergeben sich aus all diesen Übersichten. Nach ein paar Monaten Haushaltsbuch können Sie schon die ersten Checks machen und haben eine Vorstellung, wofür Sie Ihr Geld eigentlich ausgeben. Im nächsten Schritt können Sie sich dann überlegen, ob alle diese Ausgaben eigentlich sein müssen, können Sie irgendwo etwas einsparen oder auf manches ganz verzichten oder durch anderes ersetzen?

Überprüfen Sie auch alle sonstigen Ausgaben für Verträge, z. B. von Versicherungen, Handy, Telefon usw. Vielleicht gibt es hier auch Einsparmöglichkeiten?

Es kann auch ganz sinnvoll sein, ein offline-Kontobuch zu führen, indem Sie zeitnah alle Einnahmen und Ausgaben und zu erwartende Ausgaben notieren , so dass es keine hässlichen Überraschungen mehr gibt, wenn plötzlich eine Abbuchung erfolgt, mit der Sie nicht gerechnet haben.

Es ist außerdem sinnvoll, ein Guthaben-Konto zu führen, für das es keinen Dispositionskredit gibt. So wird man gar nicht erst in Versuchung geführt.

Kaufen Sie nichts mehr auf Kredit oder in Raten, sondern zahlen Sie alles bar (soweit möglich). Im Zweifelsfall kann man auf Secondhand-Dinge zurückgreifen.

2. Checken Sie Einnahme-Möglichkeiten.

Es gibt sehr häufig die Möglichkeit für zusätzliche Einnahmen.

Entrümpeln Sie Ihre Wohnung. Das tut Körper, Geist und Seele gut. Vielleicht finden Sie Gegenstände, die Sie nicht mehr haben möchten, die Sie verkaufen können, auf dem Flohmarkt, oder über das Internet.

Vielleicht gibt es Nachbarschaftsdienste oder -hilfe, die Sie für kleines Geld anbieten können, z. B. als Hunde- oder Babysitter oder …? Auch im Bereich der Seniorenbetreuung gibt es sehr viel Hilfebedarf.

Gerade das Internet bietet unschätzbare Dienste durch Freelancer Plattformen, die die Arbeit zuhause ermöglichen, ohne sich woanders hinbewegen zu müssen. Nicht alles ist gut bezahlt, aber das ist am Anfang weniger wichtig. Wichtig ist es erst einmal, zusätzliche Einkommensquellen zu generieren. Steigern kann man sich immer noch. Aber vergeuden Sie Ihre Energien nicht als Produkttester*in. Das bringt gar nichts oder fast gar nichts. (Ich habe es ausprobiert!)

Vielleicht gibt es auch Dinge, oder Dienstleistungen, die Sie online verkaufen können? Vielleicht haben Sie ein Zimmer zu vermieten? Vielleicht können Sie schöne Dinge herstellen, die nur auf Abnehmer warten? Vielleicht ist Affiliate-Marketing eine Möglichkeit? Jedenfalls gibt es viele Möglichkeiten, Einkommen zu generieren, aber das muss natürlich auch zu Ihnen passen.

Und natürlich kann es sehr sinnvoll sein, wenn Sie als Selbstständige*r einfach nicht über die Runden kommen, doch darüber nachzudenken, ob Sie sich Unterstützung durch das Jobcenter besorgen können. Damit Sie einfach mal etwas weniger Stress haben.

3. Schulden abzahlen oder sparen?

Ich bin einigen Geldcoaches gefolgt, die jeweils unterschiedliche Ansätze haben. Einige meinen, dass man unbedingt erst seine Schulden zurückzahlen muss, bevor man mit dem Sparen beginnen kann, aber ich halte davon nicht allzuviel. Es ist einfach zu demotivierend. Motivierend ist es hingegen, eine Spardose zu haben, deren Inhalt wächst. Trotzdem müssen die Schulden weg. Ich mache beides parallel, es bedeutet zwar langfristig, dass sowohl Schulden, als auch Guthaben langsamer wachsen, aber solange man sein Guthaben wachsen sieht, finde ich das nicht so schlimm. Jedenfalls sollten Sie sich an diesem Punkt für eine Strategie entscheiden. Einem Geldcoach übrigens nur zu folgen kann auch sehr motivierend sein …

4. Bauen Sie Reserven auf.

Das Sparkonzept von Bodo Schäfer finde ich wirklich genial einfach und gut umzusetzen. Basteln Sie sich eine schöne Spardose. Schreiben Sie sich einen kleinen Zettel, auf den Sie zuerst mit dem Betrag von 0,05 EUR beginnen. In der nächsten Zeile steht 0,10 EUR, danach 0,20 EUR usw. Jede Zeile ist genau der doppelte Betrag der Zeile davor. Lt. Herr Schäfer endet die Liste nach 18 Monaten mit dem Betrag von 6533,60 EUR. (Keine Ahnung, ob ich dort jemals ankommen werde). Jedenfalls dauert es gute 12 Monate bis Sie zu den Beträgen kommen, die vielleicht „schmerzen“. Lassen Sie sich keinesfalls davon schrecken, dass Sie diese Beträge vielleicht nicht erreichen. Wenn Sie Ihre persönliche Schmerzgrenze erreicht haben oder wirklich nicht mehr da ist, können Sie notfalls wieder ganz von vorne anfangen. Hauptsache, Sie bleiben dabei. Und die Dose bleibt tabu, egal, was kommt.

5. Beschäftigen Sie sich mit ethischen Investitionsmöglichkeiten

Wenn Sie der Meinung sind, dass Geld schlecht ist, oder dass es moralisch verwerflich ist, Geld zu investieren oder dass alle „Reichen“ sowieso Verbrecher sind, empfehle ich Ihnen unbedingt sich mit ethischen Investitionsmöglichkeiten zu beschäftigen. Heutzutage gibt es allerhand Möglichkeiten, Sie können anderen Menschen Kleinkredite vermitteln, in Holzplantagen investieren oder grüne Unternehmen …

Oft haben wir „Reichen“ gegenüber ein sehr verzerrtes Bild. Auch wenn es jede Menge schräger „Reicher“ gibt, ist wohlhabend nicht gleichbedeutend mit „schräg“. Mit viel Geld kann man sehr viel Gutes bewirken. Auch mit kleinem Geld. Sowieso können Sie jemand sein, der mit Wohlstand sorgsam umgeht oder seinen Wohlstand auch für andere nutzt. Wenn es Ihnen finanziell schlecht geht, nützt das absolut niemandem. Aber wenn es Ihnen gut geht, kann das auch anderen Menschen nutzen. Z. B. indem Sie ungewöhnliche Startup-Ideen in anderen Kontinenten unterstützen, bei denen Frauen eigenes Geld verdienen.

Was denken Sie über Geld?

Wenn Sie Ihre finanzielle Situation verändern wollen, werden Sie kaum umhin kommen, sich damit zu beschäftigen, was Geld eigentlich für Sie bedeutet, welche Geschichte(n) mit Geld verbunden sind, welche Gefühle Sie zu Geld haben, oder zum Sparen. Hier ein paar Ideen, denen Sie nachgehen können:

  • Wie ist ihre Familie mit Geld umgegangen?
  • Was haben Sie über Geld gelernt?
  • Wodurch zeichnet Geld sich für Sie aus?
  • Was empfinden Sie, wenn Sie etwas bezahlen müssen?
  • Sind Sie oft mit dem Wert von Dingen beschäftigt?
  • Haben Sie das Gefühl, sich Ihre Wünsche nicht leisten zu können?
  • Wie viel Geld wünschen Sie sich?
  • Ängstigt der Besitz von Geld Sie in gewisser Weise?
  • Was machen Sie, wenn Sie eine größere Summe Geld bekommen?
  • Stellen Sie sich vor, Sie haben eine Million gewonnen, wie sähe Ihr Tag aus?
  • Was würden Sie damit machen?
  • Wie würden andere Menschen reagieren, wenn Sie plötzlich wohlhabend wären?
  • Was würde sich verändern, wenn Sie wohlhabend wären?
  • Was würde sich nicht verändern?
  • Was denken Sie über reiche Menschen?
  • Welche Gefühle treiben Sie um, wenn Sie sehen, wie offenbar wohlhabende Menschen ihren Wohlstand zur Schau stellen?

7. Klopfen, klopfen, klopfen

Ich kenne keine Methode, die so gut geeignet ist, sich aktiv mit Geldblockaden auseinanderzusetzen, wie die Klopfakupressur. Nur mal im Vergleich: für eine Hypnose müssen Sie viel mehr Zeit investieren. Um festgefahrene Glaubenssätze zu verändern müssen Sie Ihre Sätze täglich für mindestens 100 Tage hören. Mit dem Klopfen können Sie bei einer täglichen Zeitinvestition von 2-5 Minuten schon innerhalb von 14 Tagen etwas erreichen. Eins sollten Sie dabei nicht vergessen:

8. Sie müssen sich weiterentwickeln

Ohne persönliche Weiterentwicklung geht es überhaupt nicht. Im dritten Teil meiner Serie zu Armut und Mangel hatte ich Ihnen meinen Weg aus dem Mangel heraus beschrieben, dieser Weg war alles andere als gradlinig und dauerte auch sehr lange. An die zehn Jahre sind vergangen, bis sich wirklich sichtbare Erfolge abzeichneten.

Jeder, der mit diesem Thema zu tun hat, wird irgendeine Form von Schlüssel haben, der erst einmal gefunden werden muss. Dazu müssen Sie bereit sein, sich in Ihre Tiefen zu begeben und zu schauen, was Sie dort finden. Mein Schlüsselerlebnis war, dass sich herausstellte, dass ich irgendwie der Überzeugung war, ich könne meine Wünsche nicht materialisieren, weil ich ihre Erfüllung einfach nicht verdiente. (Sie können mir glauben, dass ich daran ganz schön zu knabbern hatte. Obwohl ich schon seit 30 Jahren an meiner Persönlichkeitsentwicklung arbeitete, war mir dies leider nicht bewusst.) Aber das habe ich wieder beklopft, und dann begann sich alles zu verändern.

9. Geben Sie Geld weiter

Um Geld bekommen zu können, müssen Sie Geld weitergeben. Konkret bedeutet dies: auch mal Geld an Menschen auf der Straße zu  verschenken, oder an Organisationen zu spenden, die Sie richtig gut finden.Wenn Sie selbstständig sind, müssen Sie Kunde von jemand anderem werden, damit Kunden auch zu Ihnen kommen können. Investieren Sie auch in sich und Ihre Weiterentwicklung, sowohl beruflich, als auch persönlich.

Es gibt ein paar sehr herausfordernde Geldübungen, auf die ich im Netz gestoßen bin (die Urheber weiß ich leider nicht mehr). Zum Beispiel könnten Sie ein paar 5-EUR Scheine irgendwo hinterlegen, z. B. an einer Haltestelle. Meine Lieblingsübung ist es, mal mit der Hand ins Kleingeldfach im Portemonnaie zu greifen und das Geld dann in vollem Schwung um sich herum zu verteilen. Bis jetzt habe ich es nur mit kleinen Münzen geschafft, aber ich arbeite an dem größeren Maßstab …

10. Sind Sie bereit Geld zu empfangen?

Die Frage ist gar nicht so blöd, wie sie erstmal vielleicht klingt. Ohne die Bereitschaft, Geld zu empfangen, geht es auch überhaupt nicht. Meine Mutter hatte mal einen größeren Betrag im Lotto gewonnen. Da ging es ihr ein paar Tage lang richtig schlecht. Es ist bestimmt auch kein Zufall, dass 70% aller Lottogewinner*innen 7 Jahre nach dem Lottogewinn weniger haben als vorher.

Diese Serie zu schreiben hat mir wirklich Spaß gemacht. Irgendwann später werde ich ganz bestimmt noch einen Artikel hinterherschicken mit ein paar kleinen Tricks zum Anlocken von Geld. Fürs erste ist es aber genug.

Was haben Sie als besonders wichtig erlebt? Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Herzliche Grüße,
Ihre
Monika Richrath

Bildnachweise: Pixabay

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

In meinem kostenlosen E-Mail Kurs lernen Sie, wie Sie besser mit Stress, Überforderung und Erschöpfung aus der Hochsensibilität umgehen können.

Monika Richrath

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Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und drei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto, Nebennierenschwäche) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

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Was hinter Armut steckt – Erkenntnisse

Was hinter Armut steckt – Erkenntnisse

Ich war letzte Woche ziemlich erstaunt, dass es nach meinem letzten Artikel sehr, sehr ruhig geblieben ist. Wenn weniger Menschen diesen Artikel gelesen hätten als andere, wäre es vielleicht verständlich gewesen, aber das ist nicht der Fall (Es gibt ja Tools, mit denen man Besuche auf der Webseite wunderbar nachverfolgen kann). Aber natürlich kann ich nachvollziehen, dass dies ein sehr schmerzliches, schambesetztes Thema ist, über das man in der Öffentlichkeit nicht unbedingt sprechen möchte …

Jedenfalls bleibe ich bei meinem Zusammenhang von Armut, Stress und Hochsensibilität. Diese Woche geht es weiter mit meinen Lernzprozessen um Geld und Fülle …

Bevor es weitergeht: möchte ich jedoch noch zwei Sachen erzählen:

Am Schluss des Artikels von letzter Woche habe ich ja erwähnt, dass The Secret in mein Leben trat. Ich lernte den Begriff „Fülle“ kennen. Und natürlich habe ich mich auch mit Pierre Franck und dem erfolgreichen Wünschen beschäftigt. Eine der ersten Erkenntnisse, die mich trafen war:

ich bin erfolgreich.

Meine Arbeit ist erfolgreich. Es gibt eine innere Fülle in mir. Warum bloß nicht im Außen? Damit habe ich unglaublich gehadert und mich dafür abgelehnt, dass ich offenbar einfach nicht in der Lage war, meine Wünsche zu manifestieren. Andere können das, warum ich nicht?

Eine ganze Zeit lang habe ich außerdem gedacht,

ich könnte auf anderem Wege zu Geld kommen.

Konkret habe ich mich an allen möglichen Preisrätseln beteiligt, bei denen man Geld gewinnen kann. Irgendwann kam das Gefühl, bzw. eine innere Gewissheit in mir auf, dass dies nicht der richtige Weg für mich ist. Und dass es nicht nur darum geht, ob ich eine bestimmte Geldsumme habe oder nicht. (Was natürlich sehr schwierig ist, wenn man das Gefühl hat, man braucht gerade eine bestimmte Geldsumme um überhaupt seine Ausgaben bestreiten zu können …und keine Ahnung hat, wie man aus dem Nichts zu dieser Geldsumme kommen könnte). Trotzdem fühlte sich dieser Weg für mich falsch an und ich habe verstanden, dass etwas Anderes von mir verlangt wird. Ich kam einfach nicht daran vorbei:

Ich muss mich mit meinen Glaubenssätzen befassen!

Als erstes wurde mir klar, dass ich richtig von Neid zerfressen war. Ich gönnte niemandem das, was ich selbst nicht hatte. Schon immer nicht. Als Kind neidete ich den anderen Kindern den Umstand, mit Perserteppich, Gardinen mit Goldkante und Fernseher aufzuwachsen. Und Rosinenbrot zu jeder beliebigen Tageszeit …

Außerdem hielt ich Geld für schlecht

und reiche Menschen für unmoralisch und korrupt. Als ob Armut wirklich adeln könnte. So ein Quatsch!

Außerdem wurde mir klar, dass ich

unglaublich häufig mit dem Wert von Dingen beschäftigt

war, mit dem, was etwas kostet. Daran gekoppelt war ganz häufig die Überzeugung: Das kann ich mir nicht leisten. Und nach und nach (das hat tatsächlich seine Zeit gedauert), ist mir klar geworden, dass diese Überzeugung in einem ganz direkten Zusammenhang steht mit meinem Selbstwertgefühl, dass ich es mir nicht wert bin, mir diesen oder jenen Wunsch zu erfüllen.

Natürlich versuchte ich so gut, es ging, mit dem Bisschen zurecht zu kommen, das mir zur Verfügung stand:

Kleidung kaufte ich fast nur Secondhand

und alles andere, wenn möglich, in Billigläden. Man kann da Glück haben und durchaus etwas bekommen, was ein paar Jahre hält, meistens aber nicht. Irgendwann ist mir gedämmert, dass billig nicht unbedingt gut ist. Das war für mich ein sehr langsamer und langer Erkenntnisprozess, dass sich für mich möglicherweise erst dann Dinge ändern können, wenn ich mir öfter etwas leiste. In dem Sinne, dass wenn ich mir etwas kaufe, was ich tatsächlich brauche, z. B. neue Schuhe, dann auch mehr Geld ausgebe, wenn ich wirklich gute Schuhe finde, auch wenn sie mehr kosten. Dass nicht mehr der Kostenpunkt an erster Stelle steht, sondern Qualität und Wohlgefühl. Das habe ich nach und nach umgesetzt. Und dann konnte ich mir die Sachen auch leisten!

Am deutlichsten ist es mir mit dem Heilpraktiker aufgefallen.

Jahrelang war ich unglücklich mit der Schulmedizin und wollte zu einem Heilpraktiker gehen, war aber der Meinung:

Das kann ich mir nicht leisten!

Irgendwann habe ich dann aber mal den Schritt gemacht, als ich eine Heilpraktikerin gefunden hatte, für die ich diesen Schritt machen wollte. Dort gab es sogar die Möglichkeit der Ratenzahlung. Das habe ich genau einmal in Anspruch genommen. Auch wenn das Geld für mich immer noch nicht auf der Straße lag, konnte ich mir das doch leisten. Irgendwie ging es immer. Meistens sogar ohne Mahnung. Das hat mich unglaublich ermutigt. Wenn das ging, warum nicht auch anderes?

Wenn ich so zurückdenke, dann wird mir klar, dass ich vor gut 10 Jahren begonnen habe, mich mit meinem Verhältnis zu Geld auseinanderzusetzen. Natürlich habe ich auch das ein oder andere Buch gelesen und versucht, die Vorschläge darin umzusetzen, z. B., wenn man in einem Geschäft bezahlt, beim Reichen des Geldscheines ein gutes Gefühl zu erzeugen, weil man das Geld nicht weggibt, sondern es gegen etwas eintauscht. Oder ich habe mein Verhältnis zu verschiedenen Münzen beklopft (mit größeren Scheinen wäre es sicherlich noch effektiver gewesen, aber die standen mir damals nicht zur Verfügung). Ein anderer Vorschlag, den ich heute noch praktiziere ist: auf jede Rechnung zu schreiben: Danke für das Geld! und wenn die Rechnung bezahlt ist, dies abzuändern in Danke bezahlt! Das hat mir insgesamt geholfen, mein Verhältnis zu Geld positiv zu beeinflussen.

Die wirklich spannenden Impulse kamen aber von woanders. Eine sehr wichtige Erkenntnis war, dass Geld nur eine Energie ist, dass

Geld für etwas anderes steht.

Mir war es zum Beispiel sehr lange, lange Zeit unmöglich, Geld zurückzulegen. Wenn ich mal eine etwas größere Summe bekam, war ich zuerst sehr glücklich darüber, dann war es mir irgendwie unbehaglich und ich musste das Geld so schnell wie möglich wieder ausgeben. Das war wie eine Art innerer Zwang, gegen den ich nicht ankam. (Das wurde natürlich befeuert durch die Tatsache, dass bestimmte Anschaffungen im normalen Rahmen nicht möglich waren.) Zwar habe ich nichts gekauft, was ich nie gebraucht hätte, aber es wäre doch gut gewesen, ein Polster anzulegen für die Zeiten, in denen es nicht so gut ging. Das war einfach nicht möglich.

Bis ich eines Tages ein Coaching bekam (im Austausch). Da stellte sich heraus, dass ein solches Polster Sicherheit bedeuten würde und das kannte ich nicht. Es stellte sich heraus, dass hier ein (finde ich) echt krasser Zusammenhang bestand. Meine Mutter war ja alleinerziehend und ich denke, sie hatte Angst, dass eins ihrer Kinder ihr später einmal vorwerfen könnte, dass sie ein anderes Kind bevorzugt habe, dass sie sich hinter kein Kind stellte. Jedenfalls nicht hinter mich. Dabei sah sie nicht, dass eine fehlende Parteinahme in einer Situation auch eine Partneinahme für jemand anderes sein kann. Für mein Gefühl hat sich erst Ende der 1980er Jahre, als ich eine Psychotherapie begann, das erste Mal ein Mensch wirklich hinter mich gestellt. 

Heute leuchtet mir das natürlich ein:

weil ich als Kind keine Sicherheit kennengelernt habe,

fällt es mir schwer, mir diese Sicherheit selbst zu beschaffen. Puh, das war eine ganz schön harte Nuss zu knacken … Aber durch das Coaching hat sich wieder etwas verändert. Ich habe es dann nach und nach geschafft, mal kleinere Beträge zurückzulegen, so dass es zumindest eine Art von Mini-Polster gab. Zwar musste ich das dann und wann auch wieder ausgeben, aber ich hatte zumindest vom damit einhergehenden beruhigenden Gefühl „genascht“ und wurde nicht mehr davon gebeutelt, wenn das Geld weg war, sondern habe mich daran gemacht, meine kleine Reserve wiederaufzubauen (dabei handelte es sich wirklich nicht um große Beträge, ich glaube über 150,- EUR bin ich in dieser Phase nie hinausgekommen).

Was habe ich noch gelernt in der Kindheit?

Das ist eine äußerst interessante Frage, die sich mir dann in der Folge stellte. Vielleicht erinnern Sie sich noch an meinen Artikel der letzten Woche. Ich hatte ja geschrieben, dass ich meistens kein Taschengeld bekam und wir unsere Ersparnisse manchmal opfern mussten, um Milch für alle zu kaufen. So bin ich darauf gekommen, dass es in mir die sehr starke (unbewusste) innere Überzeugung gibt:

Ich muss mein Geld abgeben

Zum einen war da das Jobcenter, an das ich wegen schwankenden Einkommens gebunden war und mir die von mir so dringend benötigte Sicherheit bot.

Das Jobcenter war sowieso eine sehr zweischneidige Sache. Einerseits war ich sehr glücklich, dass ich diese Möglichkeit bekam, wirklich zu tun, was ich wollte. Andererseits bedeutete es aber auch eine echte Einschränkung, weil ich einfach nicht so handeln konnte, wie ich wollte (Ausgaben ab einem bestimmten Betrag mussten vorher angemeldet werden), man muss sich finanziell richtig nackig machen, Kontoauszüge vorzeigen usw. Es war auch ziemlich angstbesetzt, weil ich vor jedem neuen Bescheid gezittert habe, aus Angst, man könnte mir diese Unterstützung entziehen. Von daher war ich auch nicht wirklich motiviert, viel Geld zu verdienen.

Zum anderen gab es jemanden, der noch weniger hatte als ich, dem ich immer wieder mal aushelfen musste mit kleinen Beträgen. Es hat unglaublich lange gedauert, bis ich bereit war, mich hier besser abzugrenzen. Anfangs tat mir das im Herzen weh. Später habe ich mich daran gewöhnt. Natürlich habe ich auch gespürt, dass dies so für mich richtig war und dass jede*r seinen eigenen Weg gehen und eigene Erfahrungen machen muss.

Bloß mit dem Manifestieren meiner Wünsche klappte es nicht so recht. Aber ich habe wieder Hilfe von außen bekommen. Nämlich als ich bei Yvetta Miosga eine Radionik-Analyse machen ließ. Mit der Analyse bekam ich eine Erklärung dafür, warum nicht:

Dort stand unter „Motivationsmangel“: „Ich weiß, was ich will, kann es aber nicht umsetzen. Die Erwartung, dass das Erwünschte sich realisiert, fehlt.“ Als ich das gelesen habe, wusste ich nicht, ob ich weinen oder lachen sollte. Es war natürlich eine Erleichterung, das mal so schwarz auf weiß zu lesen und in gewissem Sinne auch eine Entlastung. Zumindest wusste ich jetzt, wo es weiter lang geht. Ich habe den Satz

Auch wenn mir die Erwartung fehlt, dass sich das Erwünschte realisiert, …

geklopft (wenn ich mich erinnere, sogar ziemlich lang) und irgendwann ist mir klar geworden, dass es in mir einfach die felsenfeste Überzeugung gab, dass ich das nicht verdiene.

Ich war wirklich enttäuscht, vor allem, weil ich

schon so viel am Thema „Selbstwert“ etc. gearbeitet hatte …

jetzt fischte ich also in den tiefsten Tiefen meiner Seele herum. Das war nicht gerade angenehm, aber ich habe mich ans Werk gemacht und sehr, sehr viel geklopft … und langsam haben sich meine Lebensumstände stabilisiert, es kamen z. B. mehr Kunden. Ich fand einen regelmäßigen Auftraggeber für Lektoratsaufträge und meldete mich auf einer Freelancer-Plattform an. Es fühlte sich so an, als wäre ich aus dem gröbsten heraus.

Ohne all diese Arbeit wäre aber der richtige Durchbruch gar nicht möglich gewesen. Darum geht es dann in der nächsten Woche. Vielleicht wird das dann der letzte Teil meiner Serie zum Thema Armut sein, aber sicher bin ich noch nicht. 😉

Welche Glaubenssätze haben Sie entdeckt, als Sie sich mit dem Thema Geld auseinandergesetzt haben? Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Herzliche Grüße,
Ihre
Monika Richrath

Bildnachweise: Pixabay

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Monika Richrath

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Nach dem dritten Burnout und drei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto, Nebennierenschwäche) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

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Was hinter Armut steckt – Anfänge

Was hinter Armut steckt – Anfänge

Eigentlich sollte dieser Blogbeitrag zuerst heißen „Das liebe Geld …“, aber dann erschien mir dieser Titel viel zu seicht und nichtssagend für dieses elementare Thema, mit dem auch Hochsensible häufig ganz besonders zu tun haben. Warum, erfahren Sie u. a. in diesem Artikel.

Dieser Artikel arbeitet ehrlich gesagt schon seit Jahren in mir. Bislang habe ich mich immer nicht getraut, vielleicht ist es die alte Scham, die mich zurückgehalten hat, die mit meinem sozialen Hintergrund verbunden ist. Ich habe das Gefühl, ich muss mich diesmal nackiger machen als sonst. Und obwohl ich genau weiß, dass das nicht wirklich stimmt, musste ich  ziemlich mit mir kämpfen um über meinen Schatten zu springen. Aber ich glaube, es ist wichtig, diesen Artikel zu schreiben, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass es einen Weg aus dem Mangel heraus gibt. Diese Erfahrung teile ich gerne mit Ihnen, bzw. hoffe, dass es den einen  oder die andere inspirieren wird, sich ebenfalls auf den Weg zu machen. Denn dieser Weg steht allen Menschen offen. Damit das aber richtig zu verstehen ist, muss ich einfach ausführlicher werden und habe den Inhalt auf mehrere Artikel verteilt. Diese Woche geht es also um meine früheren Erfahrungen mit Geld.

Für mich selbst ist

Geld mit einer Art Hassliebe verbunden

gewesen und zwar 99,9 % meines bisherigen Lebens. Geld hat sich für mich vor allen Dingen dadurch ausgezeichnet, dass es nicht da war und auch unmöglich zu beschaffen schien.

Vor kurzem saß ich mit Freundinnen in einer kleinen Runde zusammen. Ich weiß gar nicht mehr, wie das Gespräch darauf kam, jedenfalls hat eine von uns sich dahingehend geoutet, dass sie erzählte, dass sie in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen ist. (Das hätte ich niemals vermutet, weil sie heute ziemlich wohlhabend ist.) In mir ging richtig ein Fenster auf. Bisher war ich davon ausgegangen, dass ich in unserer Clique die einzige sei, deren Kindheit und Jugend von Mangel geprägt gewesen ist. Ich habe mich geirrt, gründlich geirrt. Von sechs Personen war es genau die Hälfte, die ähnliche Erfahrungen wie ich gemacht hat.

Das hat mich unglaublich berührt

zu wissen, dass diese Menschen einen ähnlichen Erfahrungshintergrund haben, dass sie wissen, was Armut und Mangel mit Stress, Scham, fehlender Selbstliebe (und vielleicht auch Selbstfürsorge) zu tun haben –  es war eine unglaubliche Befreiung mit ihnen darüber zu reden.

Ich nehme das als Anlass, mich endlich diesem Thema zuzuwenden, das schon so lange in mir gärt, vor allen Dingen, weil ich davon überzeugt bin, dass es

einen Zusammenhang zwischen Hochsensibilität und Armut gibt.

Sehr, sehr viele hochsensible Menschen werden so so krank durch durch permanente Überforderung und den chronischen Stress, dass sie aufgeben und sich aus dem Arbeitsprozess herausziehen oder vielleicht auch unfreiwillig herausfallen. Ich selbst hatte diesen Weg ja auch schon eingeschlagen. Allerdings führt für die meisten Menschen der Weg in die ständige Erwerbsunfähigkeit in ein Leben am Existenzminimum und darunter.

Ich finde es äußerst verständlich, dass viele Menschen dieses Leben einem Leben unter permanentem Druck vorziehen. Die Aussicht, nicht mehr unter Druck stehen zu müssen, ist äußerst verlockend. Wie gesagt, hatte ich mich selbst ja auch schon auf diesen Weg gemacht.

Armut kannte ich.

Kannte ich so gut sogar, dass mich das kein bisschen erschreckte.

Ich bin wirklich in Armut groß geworden

An die allerersten Jahre habe ich keine diesbezüglichen Erinnerungen. Es war Anfang der 60er Jahre, meine Familie lebte in einer funkelnagelneuen Wohnung des sozialen Wohnungsbaus, wo alle zuerst einmal ähnliche Einkommen zu haben schienen. Erst im Laufe der Jahre schälten sich krasse Einkommensunterschiede heraus. In die ein oder andere Wohnung bin ich auch gekommen: Fernseher gab es überall, manchmal Gardinen mit Goldkante, manchmal sogar Perserteppiche. Bei niemandem sah es aus wie bei uns. Niemand lebte in so drangvoller Enge wir wir zu siebt (später zu sechst) auf knapp 80m2. Nachdem mein Vater weg war, zog meine Mutter uns fünf Kinder alleine mit einer Halbtagsarbeit groß, und soweit mir bekannt ist, war mein Vater den Großteil der Zeit nicht in der Lage, Alimente zu zahlen. Sie können sich sich meine Jahre in Mangel sicherlich vorstellen …

Taschengeld gab es nur ganz sporadisch, meistens aber nicht.

Und es kam vor, dass wir unsere Sparschweine, die in der Regel sowieso nur ein paar Pfennig enthielten, schlachten mussten, um unsere paar Kröten für einen Liter Milch für alle zu opfern. Manchmal gab es nichts anderes zu essen als Mayonnaise auf geröstetem Brot. Oder noch schlimmer: ein Gericht, das alle hassten und

Bleisuppe

genannt wurde: in heißes Wasser angerührtes Mondamin. Es schmeck genauso wie es klingt.

Wenn meine Mutter ihr Gehalt bekam, dann war das immer ein Festtag. Dann gab es frische Brötchen mit vielen leckeren Käsesorten (Cheddar war damals z. B. eine Köstlichkeit, die es nur an der Käsetheke gab). Heute erscheint mir dieses Verhalten eher kontraproduktiv, aber ich habe das natürlich übernommen …

Obwohl wir schon in einer Wohnung des sozialen Wohnungsbaus lebten, waren wir in der Siedlung so etwas wie

Underdogs.

Wir galten als asozial. Einfach, weil wir fünf Kinder waren. Oder weil mein Vater öfter einmal im Vollrausch von der Polizei nach Hause gebracht wurde und noch später, weil es keinen Vater mehr gab.

Manchmal stellten uns Nachbarn

Kisten mit altem Essen vor die Tür.

Nie wieder bin ich so stolz auf ein Kleidungsstück gewesen wie auf dieses Kleid – ein eigenes

Das hörte erst auf, als meine Mutter eines Tages die Kiste zurückbrachte und sie vor der Tür der betreffenden Nachbarin abstellte. Kleidung wurde grundsätzlich nach unten weitergereicht durch die Schwesternfolge. Eigene Sachen besaß ich kaum und es war mit viel Aufregung verbunden, wenn ich etwas Eigenes bekam.

Als sie uns als groß genug erachtete, begann meine Mutter dann Vollzeit zu arbeiten, es wurde zwar besser, blieb aber insgesamt schwierig.

In den 70er Jahren wurde in den Medien übrigens ein neuer Begriff geprägt für diese Lebensweise. Man nannte sie

die neue deutsche Armut.

Sie können sich sicherlich selbst ausmalen, was es für ein Kind bedeutet, keinen Raum für sich selbst zu haben, sich nirgendwo zurückziehen zu können. (Während ich dies schreibe, fällt mir auf, dass dies sicher auch zu Abgrenzungsschwierigkeiten beigetragen hat, weil es ja nichts Eigenes gab, was ich hätte verteidigen können.)

Und wie beschämend das ist, wenn so viele Menschen mit Verachtung auf einen heruntersehen, nur, weil man ein Teil dieser Familie ist und es nichts, absolut nichts gibt, was man tun könnte, um in ihren Augen Gnade zu finden.

Das ist eine Art von Scham, die man nur sehr schwer wieder los wird.

die Scham, einfach nicht richtig zu sein, so, wie man ist.

Im Mangel aufzuwachsen bedeutetet immer auch eine Einschränkung der Selbstentfaltung,

denn wenn ein Kind nicht das bekommt, was es sich wünscht, kann es über kurz oder lang den Schluss daraus ziehen, dass es die Erfüllung seines Wunsches nicht verdient. Oder dass es sich nicht lohnt, sich für seine Wünsche einzusetzen, wenn sie sowieso nicht erfüllt werden. Es kann seine Wünsche dann genauso wenig wichtig nehmen wie andere und sie einfach vergessen. Und später im Leben den Preis zahlen für eine geringere Fähigkeit sich abzugrenzen. Ganz zu schweigen, von der Ausgrenzung, die Armut mit sich bringt, weil man viele Dinge einfach nicht mitmachen kann oder nur mit sehr viel Aufwand möglich sind (jeder Schullandheim-Aufenthalt eine Katastrophe!). Ich erinnere mich jedenfalls an allerhand Demütigungen, die ich dafür in Kauf nehmen musste …

Heute ist es, glaube ich (hoffe ich jedenfalls!) anders, aber damals war es so, dass man auch auf den Ämtern betteln musste, dass einem Leistungen, auf die man von Rechts wegen Anspruch hatte, nur gnädig und mit Verachtung gewährt wurden.

Ich bin in meinem Leben bisher nur sehr wenig gereist, was ich mir damit erkläre, dass es in der Familie keine Reisegewohnheit gab. Zwar wurden wir als Kinder immer wieder mit Wohltätigkeitsorganisationen in Kinderheime irgendwo in Deutschland verschickt, aber unter „Reisen“ habe ich das nicht abgespeichert. Einmal gab es auch einen

Familienurlaub für einkommensschwache Familien

in Süddeutschland. Hurra! Endlich gab es mal eine Familie, die noch mehr Kinder hatte als wir!

Zwei Wochen nach meinem 18. Geburtstag bin ich ausgezogen, endlich hatte ich das langersehnte eigene Zimmer. Zum Glück gab es damals Bafög, das nicht zurückgezahlt werden musste. Trotzdem haben meine 400 Mark hinten und vorne nicht gereicht (allein für das Zimmer gingen 170 Mark weg).

Natürlich hat es auch Phasen gegeben, in denen ich gut verdient und in einem gewissen Wohlstand gelebt habe. Trotzdem würde ich sagen, dass der Großteil meines Lebens sich vor einem Mangel-Hintergrund abgespielt hat. Es hing natürlich immer davon ab, ob ich Arbeit hatte oder nicht (und welche Arbeit), und mit wem ich zusammen war und nachdem ich dann krank geworden und aus dem Erwerbsprozess für längere Zeit herausgefallen bin, war meine Einkommenslage – sagen wir mal: äußerst bescheiden. Das änderte sich auch kaum, als ich mich zur Selbstständigkeit entschloss. Wenn überhaupt, hat

die Selbstständigkeit die Situation weiter verschlimmert.

Weil ich um nichts in der Welt wieder in „normalen Strukturen“ arbeiten wollte (und ich auch denke, dass ich da nicht „hingehöre“), habe ich irgendwann den Schritt gemacht und Leistungen des Jobcenters beantragt. Dummerweise hatte ich null Anleitung und wusste nicht, was ich tun und was ich besser lassen sollte und habe alles falsch gemacht, was man nur falsch machen kann und musste mühsam durch Versuch und Irrtum lernen, mit dieser Situation umzugehen. Einige Monate lang hatte ich trotz Leistungen des Jobcenters nur die Miete und sonst gar nichts. Klienten kamen eher sporadisch. Das war eine ganz schön harte Zeit. Ich hatte praktisch gar nichts.

Aber irgendwann habe ich

The Secret

kennengelernt, wo es um das Gesetzt der Resonanz geht. Dass alles, was man aussendet, auch genau so zu einem zurückkommt. Das war mir ganz neu, leuchtete mir aber sofort ein. Oh weh! Mir wurde natürlich sehr schnell klar, dass ich hier jede Menge Handlungsbedarf habe. Bis dahin hatten sich viele, viele, viele Gefühle um das Geld und  das Fehlen desselben angehäuft …

Nächste Woche erfahren Sie dann, was für Glaubenssätze sich aus meinen Herkunftsbedingungen ergeben haben und wie es mir gelang, mein Verhältnis zu Geld zum Positiven zu verändern. Es war ein sehr langer Weg. Möglicherweise wird da jetzt eine Mini-Serie draus.

Erkennen Sie sich in meiner Beschreibung wieder? Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Herzliche Grüße,
Ihre
Monika Richrath

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