Der Geldmangel-Notfall

Der Geldmangel-Notfall

Eigentlich hatte ich nach meiner langen Artikelserie „Was hinter Armut steckt“ im Februar gedacht, dass ich das Mangel-Thema erst einmal zu den Akten legen und mein Leben genießen könnte …

Aber weit gefehlt!

Viel schneller, als mir lieb war, musste ich mich erneut mit diesem unliebsamen Thema auseinandersetzen. Es gibt natürlich keinen direkten Bezug zur Hochsensibilität, außer der des enormen Stresses der Situation.

Der Auslöser war die Steuererklärung für das vergangene Jahr, die ich in diesem Jahr zum ersten Mal überhaupt von einer Steuerberaterin habe erstellen lassen. Ich hatte in meiner Naivität noch gedacht, vielleicht ist ja evtl. eine Rückzahlung drin? Statt dessen läuft es vermutlich auf eine Nachzahlung von mehreren Tausend Euro hinaus. Ich konnte es gar nicht glauben. Ein paar Tausend Euro!

Nachdem ich verstanden habe, dass ich nicht träume, sondern dass diese Zahl vor mir dort wirklich steht,

wurde ich von Stresshormonen überflutet.

Mir brach der Schweiß aus. Ich versank in Existenzängsten. Ich dachte Dinge wie:

  • „Jetzt ist alles aus.“
  • „Ich muss aufgeben!“
  • „Wie soll ich das bezahlen?“
  • „Das schaffe ich NIEMALS!“

Vielleicht würde ich es auch schaffen, aber dann hätte ich gar keine Reserve mehr und ohne Reserve könnte ich auch nicht weitermachen … Ich brauchte doch meine Reserve! Auch die anvisierte Einbauküche rückt in unerreichbare Ferne …

Es hat mich richtig geschüttelt. Als hochsensibler Mensch muss ich Ihnen ja nicht erzählen, was für ein Programm da in mir ablief … Den ganzen restlichen Tag lang. Und weil Stress die unangenehme Eigenschaft hat, den Blickwinkel zu verengen, so dass nur noch ein Tunnelblick übrig bleibt, habe ich an diesem Tag auch gar nichts Anderes mehr wahrgenommen. Jedenfalls habe ich keine Erinnerung mehr daran, was an diesem Tag sonst noch war. Nur

das Gefühl existenzieller Bedrohung

kann ich sofort wieder abrufen.

Am nächsten Tag fiel mein Blick auf das Buch „Switch Words“, das auf meinem Sofa immer in Griffnähe liegt. Richtig, da war doch diese Switchword-Kombination zum Anziehen von Geld! Das habe ich gleich mal intensiv vor mich hingesagt. Im Laufe des Tages bekam ich dann einen größeren Lektoratsauftrag.

Mir wurde klar, dass, selbst, wenn ich meine Reserve hergeben muss, ich eine neue Reserve aufbauen kann. So ist es eben mit dem Geld, es geht mal auf, mal ab. Aber solange ich lebe, geht es eben auch immer weiter. Ich bin nicht ausgeliefert. Ich kann durchaus etwas unternehmen, selbst wenn ich die Forderung nicht ändern kann.

Am schlimmsten ist nämlich die Angst

Die Angst alles zu verlieren. Das Gefühl existenzieller Bedrohung. Das Gefühl ausgeliefert zu sein.

Das Problem ist:

Angst unterbricht den natürlichen Geldfluss

Man zieht ja immer das in sein Leben, was man ausstrahlt. Wenn ich nun nur doch denke: „Ich schaffe das niemals, ich werde immer im Mangel leben“, dann wird genau das passieren. Ich selbst habe den Großteil meines Lebens ja so gelebt, aber habe zum Glück ja mittlerweile gelernt und erfahren, dass es auch anders geht. Und dass das viel mit Energie und eigenen Glaubenssätzen zu tun hat.

Geldmangel löst Stress aus

Bild: Robert Kneschke

Also habe ich eine

Geldmangel-Notfalldatei Mitklopfdatei (MP3)

erstellt für künftige Geldmangel-Notfälle. Die habe ich ein paar Tage lang geklopft. Danach war ich in der Lage, der Steuerberaterin ihre Unterlagen zurückzuschicken und mir zu überlegen, wie ich mit der Situation umgehen soll. Interessanterweise hat

sich mein Blickwinkel für die Situation vollkommen verändert.

Die Bedrohung ist weg. Statt dessen sehe ich das ganze jetzt als eine Herausforderung, wie eine etwas schwierige Aufgabe, die ich bewältigen muss. Ich habe mich schon mehrfach dabei ertappt, dass ich vor mich hin sage: „Ich schaffe das!“ und ich habe mittlerweile überhaupt keinen Zweifel mehr daran, dass es so sein wird. Ich darf nur keine Angst haben …

Ich habe ein nettes Orakel mit dem Spruch „Wenn das Leben dir Zitronen anbietet, mache Limonade draus.“ 

Darum biete ich Ihnen die Geldmangel-Notfall-Mitklopfdatei für Ihre Mangel-Notfälle für kleines Geld an. Sie können Sie immer wieder hören und klopfen, wenn Sie sie brauchen. Bei mir war es sicherlich auch nicht das letzte Mal 😉

Darum geht es in der Mitklopfdatei:

  • Ängste wegen der Mangelsituation auflösen
  • Sich für einen anderen Umgang mit dem Thema öffnen
  • sich dafür öffnen, Mangel-Glaubenssätze loszulassen und durch bessere Glaubenssätze zu ersetzen
  • neues Geld anziehen.

Falls Sie sich nun fragen:

warum ich die Datei nicht einfach verschenke?

  • Lt DSGVo darf ich keine sog. „Freebies“ mehr im Austausch gegen E-Mail-Adressen verschicken.
  • Im Zuge der Bearbeitung meiner eigenen Glaubenssätze habe ich mich ein für alle Mal dafür entschieden, das ich es verdiene für meine Arbeit bezahlt zu werden (außerdem habe ich 2 kostenlose Angebote zum Lernen der Klopfakupressur)
  • Diese Datei kostet viel weniger als meine anderen Audiodateien
  • Es ist wichtig, in die persönliche Weiterentwicklung zu investieren (bei mir war dies der erste Schritt aus dem Geldmangel heraus!)

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie auf der Shop-Seite in die Kommentare schreiben, in welcher Form Geld für Sie gekommen ist.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen entspanntes Empfangen.
Ihre
Monika Richrath

Bildnachweise: Pixabay

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

In meinem kostenlosen E-Mail Kurs lernen Sie, wie Sie besser mit Stress, Überforderung und Erschöpfung aus der Hochsensibilität umgehen können.

Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und drei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto, Nebennierenschwäche) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

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*Bei den Links, die mit einem * gekennzeichnet sind,  handelt es sich um Partnerlinks. Wenn Sie auf diesen Link klicken und über diesen Link einkaufen, erhalte ich von Ihrem Einkauf eine Provision. Für Sie verändert sich der Preis nicht.

Auch alte Wunden können heilen – eine Rezension

Auch alte Wunden können heilen – eine Rezension

Auf dieses Buch habe ich lange und ungeduldig gewartet. Dass ich es erst jetzt besprechen kann, hat mit eigenen unerwarteten Entwicklungen in meinem Leben zu tun, die mir seit letztem Jahr vor die Füße fallen. So habe ich den Erscheinungstermin des Buches verpasst, obwohl ich Dami Charf schon eine ganze Weile folge …

Auch alte Wunden können heilen ist für hochsensible Menschen besonders interessant

*

Um es gleich vorweg zu nehmen: Für mich ist „Auch alte Wunden können heilen“

DAS Buch des Jahres 2019.

Weil es eine Erklärung liefert für mein ganzes Leben. Und wenn Sie hochsensibel sind (wovon ich jetzt mal ausgehe, da Sie diesen Artikel auf meinem Blog für hochsensible Menschen lesen), könnte es auch IHR Buch des Jahres werden. Auch wenn der Begriff „Hochsensibilität“ kein einziges Mal fällt. Warum also? Ich hatte ja geschrieben, dass ich Dami Charf schon eine Weile folge, immer wieder habe ich auf Ihrem Blog herumgestöbert, einige ihrer zahlreichen Videos verteile ich sogar im Netz weiter, weil sie mir so gut gefallen. Irgendwann habe ich ihr mal geschrieben und angefragt, ob sie nicht Lust hat, einen Gastbeitrag für meinen Blog zum Thema Trauma und Hochsensibilität zu schreiben. Dazu kam es damals leider nicht, weil sie mit dem Buch beschäftigt war. Schließlich veröffentlichte sie einen Videoclip, in dem sie erklärte, dass ihrer Meinung nach

Hochsensibilität durch Trauma

ausgelöst wird. Damals war ich irgendwie empört – selbst, wenn für mich auch damals schon durch die Arbeit mit meinen hochsensiblen Klient*innen ein gewisser Zusammenhang offensichtlich war. Nun, nach der Lektüre weiß ich, was sie gemeint hat damit.

„Auch alte Wunden können heilen“

ist in drei Teile gegliedert. Im ersten Teil geht es um frühe Verletzungen und wie sie sich auf unser Leben auswirken, im zweiten Teil geht es um die 5 Lernaufgaben, die wir im Leben haben und im dritten Teil geht es um die Integration traumatischer Erfahrungen. Dabei geht es im wesentlichen weniger um Schocktraumata, die sich auf einmalig auftretende Ereignisse beziehen, sondern um sog. Entwicklungstraumata, die sich auf immer wiederkehrende Ereignisse im Zusammenhang mit Bindung beziehen und permanenten Stress auslösen. Dabei geht es z. B. darum, in welchem Bindungsmuster wir aufgewachsen sind, wie die Interaktion zwischen uns und unseren Eltern oder Beziehungspersonen ausgesehen hat, welche emotionale Färbung sie hatte usw. Ganz wichtig ist, dass es sich dabei häufig um Erfahrungen handelt, die aus dem vorsprachlichen Bereich kommen und schon sehr früh die Art und Weise prägen, wie wir uns und die Welt wahrnehmen. Von unseren Erfahrungen hängt es ab, wie gut wir später mit

den 5 Lernaufgaben zurechtkommen:

  1. Sicherheit und Willkommensein
  2. Bedürfnisse und Sattwerden
  3. Hilfe annehmen können
  4. Selbstständigkeit und Verbundenheit
  5. Liebe und Sexualität.

Für mich war

die überraschendste Erkenntnis

diese: wenn Schwangerschaft, Geburt und die Zeit danach problematisch sind, können die betroffenen Menschen

nicht im Leben ankommen,

sie haben dann vielleicht ihr ganzes Leben lang das Gefühl, fremd und ANDERS zu sein, empfinden sich als einsam und wertlos. Aber es geht noch weiter: Babies, die nicht wirklich willkommen geheißen wurden, gleich nach der Geburt, oder kurz danach alleine gelassen wurden oder vielleicht schmerzhafte Erfahrungen machen mussten,

ziehen sich aus ihrem Körper zurück.

Sie landen weder in sich selbst richtig, noch in der Welt. Darum gibt es später so häufig ein Problem mit Grenzen. Und darum spüren viele der Betroffenen andere Menschen viel besser als sich selbst … Kommt Ihnen das bekannt vor? Auf mich hat jedenfalls fast alles gepasst wie die Faust aufs Auge und ich habe mich beim Lesen fast ununterbrochen gewunden.

Das Buch ist sehr angenehm geschrieben. Ich fand praktisch in jedem Satz Weisheit und Erkenntnis. Nebenbei erfährt man eine Menge spannender Dinge, z. B.:

Was ist Neurozeption?

Was geschieht bei Dissoziation? Welche Symptome weisen auf ein Trauma hin? usw. Ganz besonders hat mir gefallen, dass Dami Charf auch immer wieder kleine Dinge aus ihrem Leben erzählt, das ist äußerst sympathisch und authentisch. Der Untertitel des Buches lautet: „Wie Verletzungen aus der Kindheit unser Leben bestimmen und wie wir uns davon lösen können.“ Eins ist sicher:

Das geht nur über den Körper.

Darin sind sich Traumaforscher offenbar einig. Das Vermeidenwollen von Schmerz führt zur Abspaltung des Körpers und zu Anspannung. Dies führt aber leider langfristig zu einer Abkopplung von Lebendigkeit überhaupt.

Es gilt sich die Lebendigkeit zurückzuerobern.

Durch bewusste Körperwahrnehmung über alle Sinne z. B. Das klingt nach einem langen und mühseligen Prozess, aber nach allem, was ich über Traumaforschung bisher erfahren und gelernt habe, gibt es keinen anderen Weg. Klopfen, bzw. die Klopfakupressur ist übrigens auch eine Form der Körperarbeit.

Mein einziger Kritikpunkt 

für dieses Buch liegt in seinem Ende. Nirgendwo erklärt Dami Charf genau, wie die Methode Somatic Experiencing, mit der sie arbeitet, eigentlich aussieht. Das zu wissen wäre auf jeden Fall interessant gewesen. Und ich hatte das Gefühl, dass sie selbst sich in diesem letzten Kapitel zurückzieht, irgendwie verschwindet, das fand ich auch schade, aber eher für die Autorin.

Trotzdem empfehle ich Ihnen das Buch ganz uneingeschränkt. Ich bin sicher, Sie werden den größtmöglichen Nutzen für ihr Leben daraus ziehen …

Wie ging es Ihnen beim Lesen dieses Buches? Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Herzliche Grüße, Ihre Monika Richrath

Bild von congerdesign auf Pixabay 

Dami Charf:
Auch alte Wunden können heilen
Wie Verletzungen aus der Kindheit unser Leben bestimmen und wie wir uns davon lösen können
Kösel-Verlag
ISBN 978-3-466-34695-0
20 €

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

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Eine Frage der Identität

Eine Frage der Identität

Haben Sie eine Vorstellung davon, mit welcher Identität Sie durchs Leben gehen, bzw. Sie angenommen haben? Da Sie hier auf einem Blog für hochsensible Menschen sind, wäre es gut möglich, dass Sie sich als hochsensiblen Menschen identifizieren. (Ich tue es jedenfalls definitiv).

Aber was heißt das eigentlich?

Heißt das, dass Sie sich als Seelenflüster*in sehen, oder doch eher als scheues Reh  oder als einsamer Wolf? Als Lastenträger*in, als Schaman*in oder Heiler*in, als jemand mit Superkräften oder als jemand, der von Gott und der Welt verlassen wurde?

Ganz bewusst habe ich übrigens hier auch mal sehr positive Ausprägungen aufgeschrieben von Dingen, bei denen Hochsensibilität äußerst nützlich ist. Ich finde es ziemlich befremdlich, dass immer dann, wenn ich Artikel veröffentliche, in denen es um die guten Seiten der Hochsensibilität geht, sie viel weniger gelesen werden als „Leidensartikel.“ Das finde ich ganz schön bitter. Ich habe mich schon öfter gefragt, ob hochsensible Menschen besonders gerne leiden – aber ich bin zu der Überzeugung gekommen, dass es vermutlich eher eine Identitätsfrage ist, bzw.

was man damit verbindet.

Fragen Sie fünf HSP, was Hochsensibilität für sie bedeutet, Sie bekommen sieben verschiedene Antworten – mindestens.

Was bedeutet „Identität“ eigentlich?

Das Wort kommt aus dem Lateinischen, vonīdem ‚derselbe‘, ĭdem ‚dasselbe‘. Der Duden bezeichnet damit 1. „die Echtheit einer Person oder Sache; völlige Übereinstimmung, mit dem was sie ist, oder als was sie bezeichnet wird“, 2. „als ‚Selbst‘ erlebte innere Einheit der Person.“

Wenn Ihnen das zu kompliziert erscheint, probieren Sie mal, Sätze über sich selbst zu formulieren, die beginnen mit „Ich bin der/die …“, so können Sie Ihren Identitäten auch auf die Spur kommen.

Identität als Zugehörigkeit

Da viele, viele hochsensible Menschen sich häufig ausgegrenzt, unverstanden, isoliert fühlen, und große Erleichterung erleben, wenn sie überhaupt (vielleicht erstmals) von dem Konzept der Hochsensibilität erfahren, liegt es absolut auf der Hand, die Identität einer hochsensiblen Person anzunehmen. Ich glaube übrigens, dass das kein bewusster Prozess ist. Vielleicht geschieht das schon in dem Augenblick, in dem einem bewusst wird, dass man „dazugehört“. Ich selbst bilde da absolut keine Ausnahme. Bestimmt vergesse ich niemals die zehn Zentner Steine, die von meiner Seele fielen im Moment der Erkenntnis. Das war wie eine Erlösung. Ich bin gar nicht so schräg und seltsam, es gibt Gründe dafür …Gründe, die nicht in meiner Macht stehen …!

Vom sozialen und emotionalen Standpunkt aus gesehen ist es auch notwendig, dass wir uns mit anderen Menschen verbinden. Wir brauchen andere Menschen, wir brauchen Verbindung. Ohne können wir nicht leben. Wir brauchen ebenfalls unbedingt Verständnis und das Gefühl, angenommen zu werden.

Keiner versteht Sie?

Wenn niemand Sie verstehen kann in Ihrem sozialen Umfeld, weil Ihre erlebte Wirklichkeit sich so krass von denen der anderen unterscheidet, wäre es eine supergute Idee, sich Gleichgesinnte zu suchen. Sie wissen nicht wo Sie diese Menschen finden können? Auf der Seite von hochsensibel.org finden Sie jede Menge Adressen von Gruppen etc. Ein paar Stunden unter Gleichgesinnten zu verbringen kann sich durchaus wie „Angekommen“ anfühlen. Dennoch sollten Sie da einfach nicht stehenbleiben. Wenn es keine

bewusste Auseinandersetzung mit der Hochsensibilität

gibt, wird es langfristig auch keine Veränderung geben. Dabei bringt Hochsensibilität jede Menge Lebensaufgaben mit sich, die in Angriff genommen werden wollen, wenn sich etwas zum Positiven verändern soll. Und wenn man das nicht anfängt, kann man in einer

Identitätsfalle

feststecken bleiben (Dies ist natürlich meine persönliche Meinung).  Wobei dies natürlich davon abhängt, was Sie eigentlich mit Ihrer hochsensiblen Identität verbinden? Nach allem, was ich so in den sozialen Netzwerken sehe und erlebe, leider eher meistens Dinge, die als „negativ“ erlebt werden. Das Problem dabei ist, dass, wenn wir einmal eine Identität angenommen haben, diese oft an uns klebt wie eine zweite Haut, die wir uns scheuen loszulassen.

In längeren Klopfakupressur-Coachings kommen wir nach ein paar Sitzungen häufig an den Punkt, wo es darum geht, eine Identität loszulassen, z. B. eine Identität als jemand, der sich niemals abgrenzen kann oder Dinge tut, die nur seinem eigenen Vergnügen dienen usw. Das ist äußerst angstbesetzt, weil man sich schon so mit der angenommenen Identität identifiziert, dass man das Gefühl hat, ohne sie sei man nichts mehr.

Ein Beispiel: jemand, der vielleicht unbedingt abnehmen will, schafft das nicht, weil er oder sie das Gefühl hat, dass von ihm/ihr nichts übrigt bleibt, wenn er/sie die Identität als dicker Mensch aufgibt … diese Angst vor Identitätsverlust ist ein sehr starker Motor, der uns von vielem abhält und kann sehr viel Stress erzeugen. Dabei haben wir ganz sicherlich sehr viele Identitäten. Und diese sind keinesfalls so festgeschrieben, wie wir glauben.

Meine Frage an Sie:

können Sie Ihre hochsensible Identität verändern?

Oder erweitern? Oder muss alles so bleiben wie es ist? Können Sie sich erlauben, jemand anderer zu werden (vielleicht eine andere Identität anzunehmen) und trotzdem hochsensibel zu bleiben? Können Sie sich vorstellen (ganz ketzerisch), dass es irgendwann in Ihrem Leben vielleicht mal gar keine Rolle mehr spielt ob Sie hochsensibel sind oder nicht?

Ich bin sehr gespannt auf Ihre Antworten. Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Herzliche Grüße,
Ihre
Monika Richrath

Bild von cocoparisienne auf Pixabay

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5 wunderbare Methoden zum schnellen Stressabbau

5 wunderbare Methoden zum schnellen Stressabbau

In der Hochsensibilität verfängt man sich gerne in Stressspiralen. Nachfolgend finden Sie 5 ganz einfache „Tricks“, die Sie im Handumdrehen beruhigen können. Ich habe mich zu verschiedenen Kursen und Programmen angemeldet und sehr viel neues Wissen hat den Weg zu mir gefunden. Dies gebe ich supergerne an Sie weiter. 

1. Power Posing

Bestimmt ist Ihnen bekannt, dass sich die innere Verfassung auf das Körperbild und die Haltung auswirkt. Aber wissen Sie auch, dass das umgekehrt genauso gut geht, also die Haltung die Ausschüttung von Hormonen und damit die Verfassung beeinträchtigt?

Die Sozialpsychologin Amy Cuddy, Professorin für Betriebswirtschaftslehre an der Harvard Business School, hat ein bahnbrechendes Experiment unternommen: Frau Cuddy und ihr Team haben sich mit verschiedenen Körperhaltungen beschäftigt, so genannten High-Power Posen (die man auch als „geöffnet“ bezeichnet) und Low-Power Posen (geschlossen). Eine High-Power Pose ist es z. B. die Füße überkreuz auf den Schreibtisch zu legen und die Hände hinter den Kopf, oder die Arme in die Hüfte zu stemmen. Bei der Low-Power-Pose macht man sich kleiner, faltet sich zusammen, krümmt vielleicht den Rücken.

Im Versuch wurde jedem der 42 Probanden eine Speichelprobe entnommen und sowohl die Testosteron- als auch die Cortisol-Werte gemessen. Dann sollten die Personen entweder eine High-Power Pose oder eine Low-Power-Pose einnehmen. Und zwar zwei Minuten lang. Anschließend wurde ihnen wieder eine Speichelprobe entnommen und noch einmal die Testosteron- und Cortisolwerte gemessen.

Von dem Ergebnis waren die Forscher*innen selbst überrascht. Es stellte sich nämlich heraus, dass die High-Power Pose das Testosteronlevel um 20 % erhöht und den Cortisolspiegel um 25% gesenkt hatte! (Das Experiment ging übrigens noch ein bisschen weiter und beschäftigte sich mit der Risikobereitschaft. Die stieg durch das Power-Posing ebenfalls).

Frau Cuddy meint, dass diese Pose ganz besonders sinnvoll ist, wenn man weiß, dass man in Situationen kommt, in denen man bewertet wird. Sehen Sie sich das Video dazu an (es ist deutsch untertitelt), ich finde es wunderbar und auch berührend, wenn Frau Cuddy über ihre eigenen Erfahrungen spricht.

Nachdem ich mir dieses Video angesehen habe, war ich eine Zeitlang so geflasht, dass ich meinen Arbeitstag am Schreibtisch grundsätzlich damit begonnen habe, aber in der Fülle der vielen Informationen, die immer auf mich zukommen, habe ich es doch glatt wieder aus den Augen verloren. Ein Fehler, wie mir scheint 😉

2. So tun als ob

In Situationen, wo man eigentlich weg möchte, aber nicht weg kann, könnte es hilfreich sein, so zu tun, als ob man weg läuft. Drücken Sie die Zehen des rechten Fußes in den Boden und gleichzeitig die Ferse des linken Fußes, dann die linken Zehen und die rechte Ferse. Machen Sie das mehrmals und überprüfen Sie hinterher, ob sich die Anspannung gebessert hat.

Alternativ können Sie auch beide Füße fest in den Boden stemmen und die Anspannung einen Moment halten und dann wieder loslassen. Mehrmals wiederholen und nachspüren, ob sich Ihre grundsätzliche Anspannung verbessert hat. Wenn nicht, wiederholen Sie die Übung mehrmals.

3. Atmen

Mir hat jemand diese Art der Atmung gezeigt, die ich sehr spannend und effektiv finde. Ich konnte leider nirgendwo herausfinden, wie sie heißt: Atmen Sie ein und legen Sie beim Einatmen die Zunge locker hinter die oberen Zahnreihen. Beim Ausatmen legen Sie die Zunge locker hinter die unteren Zahnreihen. Das entspannt unglaublich.

Von jemand anderem habe ich noch die Information bekommen, dass die obere Zahnreihe eher mit Stress verbunden ist und die untere Zahnreihe mit Entspannung. Seitdem versuche ich immer wieder im Laufe des Tages, meine Zungenspitze hinter die unteren Zahnreihen zu legen, das ist sehr schön und nach einigen Tagen habe ich fast das Gefühl, dass die Zunge nun eher unten liegt als wie vorher oben. Eine richtige Errungenschaft also!

4. Havening

So gehts: Sorgen Sie dafür, dass Sie ein paar Minuten lang ungestört sind und setzen Sie sich bequem auf einen Stuhl. Denken Sie kurz an die Sache, die Sie verändern möchten. Dann überkreuzen Sie die Arme vor dem Körper, legen die Hände auf die Schultern und streichen mit den Händen die Arme nach unten bis zu den Händen oder Fingerspitzen. Sie können auch die Handinnenflächen streichen. Im Video unten macht Anja Strassner den Ablauf vor.

 

Variante: Sie könnten dabei zum Beispiel auch eine Affirmation aussprechen, mit der Sie sich wohl fühlen.

5. Klopfakupressur

Da ich ja Klopfakupressur-Coach bin empfehle ich Ihnen natürlich auch immer das Klopfen. Es ist nach wie vor meine Nummer Eins Methode gegen Stress. Dabei müssen Sie nicht einmal einen Satz klopfen: Manchmal gibt es ja so viele Themen, dass man nicht weiß, wo man beginnen soll. Oder man ist einfach total überfordert. Da gibt es zwei Möglichkeiten: 

  1. Sie klopfen einfach leer. Sie lassen das Set-up, den Einstimmungssatz einfach weg und klopfen alle Punkte durch von der Augenbraue bis zur Handkante (oder welchem Ablauf Sie auch immer folgen), und wenn Sie am Ende angekommen sind, fangen Sie einfach wieder von vorne an. So lange, bis Sie sich besser fühlen. Das nennt man leerklopfen. Hier finden Sie eine Anleitung, die Sie mitmachen können. Die Bilder wechseln automatisch nach einer gewissen Zeit. Sie können aber auch die Pfeiltasten benutzten oder auf die Punkte am Anfang oder Ende klicken um von vorne zu beginnen.

Augenbraue innen

Neben dem Auge

Unter dem Auge

Unter der Nase

Auf dem Kinn

Am Schlüsselbein

Unter dem Arm

Am Daumen

Am Zeigefinger

Am Mittelfinger

Am kleinen Finger

Serienpunkt

Handkante

Ausatmen nicht vergessen

2. Sie klopfen nur die Notfallpunkte. Wie das geht, können Sie in diesem Video sehen.

Probieren Sie die Methoden doch einmal aus und schreiben in den Kommentaren, welche Erfahrungen Sie dabe gemacht haben. Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Herzliche Grüße, Ihre

Monika Richrath

Bildnachweise: Bild von Johannes Plenio auf Pixabay (Beitragsfoto), privat

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Was passiert eigentlich während einer Klopfsitzung?

Was passiert eigentlich während einer Klopfsitzung?

Man kann sehr gut alleine klopfen, aber im Coaching erreicht man einfach mehr. Als Außenstehende*r scheint es manchmal offenbar unverständlich, wie sehr sich die Arbeit alleine von der Arbeit mit Begleitung unterscheidet. Dies liegt nicht nur daran, dass man grundsätzlich für sich selbst immer ein bisschen blind ist, sondern auch daran, dass man im Coaching Räume betritt, die beim Klopfen allein einfach verschlossen bleiben. Daher stelle ich Ihnen in meinem Blogbeitrag der Woche den Ablauf einer Coachingsitzung vor (mit dem Einverständnis der Betroffenen). Dieser beruht auf einer Sitzung, die tatsächlich stattgefunden hat, allerdings habe ich den Namen und einige Einzelheiten verändert.

Die Beschreibung gibt natürlich nur einen groben Verlauf der Sitzung wieder (eine Sitzung dauert ca. 60 Minuten), reicht aber, um Ihnen eine Idee davon zu geben, was in einer Klopfakupressursitzung geschieht – und auch davon, was in der Zusammenfassung in etwa stehen wird, die Sie nach der Sitzung von mir erhalten.

Nur zum Verständnis vorab: Wir beginnen mit einem Klopfsatz, der dann einige Runden lang mit verschiedenen Aspekten beklopft wird. Im Verlaufe des Klopfens fällt dem/der Klient*in entweder etwas ein oder ich stelle eine Frage, die zu einem neuen Klopfsatz führt usw.

Natürlich haben alle Klient*innen die Möglichkeit, jederzeit eigene Worte zu sagen, der Großteil meiner Klient*innen ist jedoch damit überfordert, weswegen ich häufig vorspreche und beim Aspekteklopfen die Ausdrücke und Erlebnisse oder Gefühle verwende, die mir die entsprechenden Klient*innen vorher mitgeteilt haben. Der Verlauf der nachfolgenden Sitzung ist natürlich sehr stark gekürzt.

Marianne ist eine Frau in den 40ern, die in einer kleinen Stadt im Ruhrgebiet lebt, die sie als schmutzig und einengend empfindet. Sie ist sehr unzufrieden mit ihrem Leben, weil sie sich ihrer Meinung nach immer nur im Kreis dreht. Sie hat bereits verschiedene Therapien hinter sich gebracht, die jedoch keine Heilung oder Erleichterung gebracht haben. Manchmal wurde sie auch als untherapierbar bezeichnet. Es besteht eine starke Überempfindlichkeit, z. B. gegen Gerüche, Lärm und Reizüberflutung, andere Menschen machen sie nervös.

Sie hatte mich irgendwie im Internet gefunden und beschlossen, der Klopfakupressur eine Chance zu geben, weil es so anders schien als alles, was sie bislang versucht hatte. Diese erste Sitzung fand telefonisch statt. Zunächst gab es aber eine Hürde zu überwinden, denn obwohl sie das Klopfen gerne ausprobieren wollte, fand sie es sehr seltsam, fast fragwürdig. Daher haben wir zuerst den Satz geklopft  „Auch wenn mir das alles komisch vorkommt, öffne ich mich für die Möglichkeit, mich darauf einzulassen.“

Nach einer Weile sagte sie, dass sie immer die Zähne zusammenbeisse und nicht weiter wisse. Aber sie sei so unzufrieden mit sich und ihrem Leben …

Daraufhin haben wir den Satz geklopft „Auch wenn mich eine große Unzufriedenheit plagt, akzeptiere ich mich, mit allem was ist.“

Ich wollte dann wissen, womit sie alles unzufrieden ist? Sie sei so alleine bin und habe überhaupt keine Freunde im Alltag, sie empfinde sich als unlebendig und mache zu wenig, dabei habe sie unwahrscheinlich viel Energie, ihre künstlerischen Potentiale könne sie überhaupt nicht verwerten, dabei habe sie so viele Ideen, könne diese aber kaum umsetzen oder etwas daraus machen. Dabei habe sie jede Menge Zeit und sei total gestresst, weil sie das nicht geregelt kriege. Ständig verliere sie sich im eigenen Nichtstun und wüsste nicht weiter. Außerdem würde sie sich für die eigene Unfähigkeit total verurteilen – ständig und überall.

Daraufhin haben wir den Satz geklopft „Auch wenn ich mich dafür verurteile, dass ich nichts geregelt kriege, akzeptiere ich mich mit allem, was ist.“

Nach einer Weile fiel ihr ein, dass vor ein paar Tagen der Todestag ihrer Mutter war. Ihr ist aufgefallen, dass sie im Vergleich zu früheren Jahren jetzt schon viel ruhiger war an diesem Tag. Aber sie habe oft Angst, so zu werden, wie ihre Mutter.

Daher haben wir den Satz geklopft „Auch wenn ich Angst habe, so zu werden, wie meine Mutter, akzeptiere ich mich mit allem, was ist.“

Ich wollte dann wissen, inwiefern sie sich wie ihre Mutter empfindet? Sie sagte, dass sie sich ebenfalls wie ihre Mutter aufrege über Dinge, die andere tun, dass sie andere auch kritisiere. Sie habe ebenfalls Schwierigkeiten mit Beziehungen und lebe asexuell. Wie ihre Mutter litte sie auch unter Depressionen.

Meine nächste Frage war, was sie denn von ihrer Mutter unterscheide? Grundsätzlich empfindet sie sich als wesentlich positiver als ihre Mutter, sie sei in der Lage, nicht alles negativ zu sehen und sie könne Probleme angehen.

Allerdings habe sie eine Blockade im Kopf, sie denke eben oft, dass sie etwas nicht könne. Sie sei so kreativ und würde gerne Bilder malen und ausstellen. Das wäre die Richtung, die sie ihrem Leben gerne geben würde, es würde ihr so Spaß machen zu dekorieren, aber sie habe keine Ahnung, wie sie das anstellen sollte, tatsächlich in diese Richtung zu gehen. Sowieso könne sie nicht gut für sich selbst sorgen. Es sei ihr bewusst, dass sie viel zu oft zuhause sei, sie wolle raus aus ihrem Gefängnis. Sie wolle gerne mehr draußen sein, aber das sei schwierig, wegen der Menschen draußen. Oft sei es schwierig überhaupt die Nähe der Menschen um sie herum auszuhalten, auch wenn die eigentlich gar nichts von ihr wollten.

Als nächstes haben wir den Satz geklopft „Auch wenn ich aus meinem Gefängnis ausbrechen möchte, akzeptiere ich mich mit allem, was ist.“

Was würde sie tun, wenn sie die Möglichkeit hätte, aus ihrem Gefängnis auszubrechen? „Tanzen, singen, einen Mann umarmen, mehr Leichtigkeit, Leben, Spaß haben mit anderen, ohne über Probleme zu reden, verreisen, alleine Sachen machen, endlich mal Nähe und Berührung zulassen, mir was Tolles ansehen, umziehen, mich irgendwo engagieren, ich könnte im Garten arbeiten, das würde mir Spaß machen.“

Anschließend haben wir den Satz geklopft: „Auch wenn ich all diese Einschränkungen habe, öffne ich mich für die Möglichkeit, meine Einschränkungen loszulassen.“

Von da aus sind wir langsam ins Reframing gegangen, ich habe als Handlungsimpuls vorgeschlagen, mehr rauszugehen und sich zu bewegen. Wir haben geendet mit den Worten „Ich bin wertvoll und ich verdiene Sicherheit.“

Für den Klopfsatz zuhause, den sie in den nächsten 14 Tagen klopfen sollte, haben wir uns auf den Satz geeinigt: „Auch wenn ich aus meinem Gefängnis ausbrechen will, öffne ich mich für neue Möglichkeiten.“ Diesen Satz sollte Marianne 14 Tage lang klopfen und zwar täglich 2 Runden den ersten Satzteil und 2 Runden den zweiten Satzteil.

Außerdem schlug ich vor, dass sie so oft wie möglich den wunden Punkt reiben und dabei sagen sollte „Ich liebe und akzeptiere mich, mit allem was ist.“

Für die kommende Woche haben wir ein Telefonat vereinbart.

Im Telefonat sagte sie mir, sie habe direkt in der Nacht nach der Sitzung einen Traum gehabt, in dem alles o.k. gewesen sei. Sie habe bemerkt, dass sie sehr viele Menschen kennen lerne, aber die Kontakte nicht aufrecht erhalten könne.

Das Klopfen fiel ihr sehr schwer. Beim Satzklopfen bestand so viel Unsicherheit, ob dies nun richtig sei, dass es zu neuem Stress führte. Ich habe daher vorgeschlagen, das Satzklopfen vorerst einmal beiseite zu lassen und nur die Sache mit dem wunden Punkt so oft wie möglich am Tag zu machen.

Ich wollte wissen, ob nach der Sitzung etwas Ungewöhnliches passiert sei, ob es irgendein Ereignis gegeben habe, das anders verlaufen sei als sonst? Das gab es. Eigentlich wollte sie einkaufen gehen (was in der Regel mit sehr viel Stress verbunden sei wegen der vielen Menschen in den Geschäften), statt dessen sei sie aber allein in ein indisches Restaurant gegangen. Dort habe gerade die Familie der Inhaber an einem Tisch zusammengesessen und gegessen. Sie wurde eingeladen, sich dazu zu setzen und mitzuessen. Dieser Einladung sei sie gefolgt und habe eine äußerst nette Zeit mit dieser Familie verbracht. Marianne selbst bezeichnete diese Begegnung als „außergewöhnliche soziale Interaktion“ und entschied sich, die Sitzungen fortzusetzen.

Falls Sie nun neugierig geworden sind auf das Klopfen, empfehle ich Ihnen meinen Onlinekurs, mit dem Sie kostenlos die Basics der Klopfakupressur erlernen können. Dies ist die beste Möglichkeit, herauszufinden, ob Ihnen das Klopfen gefällt.

Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Herzliche Grüße, Ihre Monika Richrath

Bildnachweis: Maike Mentzel

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

In meinem kostenlosen E-Mail Kurs lernen Sie, wie Sie besser mit Stress, Überforderung und Erschöpfung aus der Hochsensibilität umgehen können.

Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und drei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto, Nebennierenschwäche) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

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Ein ganz normaler Arbeitstag

Ein ganz normaler Arbeitstag

In der letzten Woche konnte ich leider vollkommen ungeplant keinen Blogbeitrag veröffentlichen. Die Leipziger Buchmesse hat dann letzten Endes doch ihren Tribut von der Hochsensibilität und der völligen Reizüberflutung verlangt. Es war eine tolle Zeit, ich habe spannende Begegnungen gehabt, nette Menschen kennengelernt und es aus vollen Zügen genossen, aber hinterher gab es eine Art „Shutdown“ und ich musste mich erst einmal halbwegs regenerieren.

Dieser Blogbeitrag geistert schon lange in mir herum. Ich habe einfach einmal aufgeschrieben, wie mein ganz normaler Arbeitsalltag aussieht, was ich tun möchte eigentlich und was ich tatsächlich dann tue. Vielleicht haben Sie einen Wiedererkennungseffekt beim Lesen …

08:00 Uhr

Heute sitze ich früh an meinem Arbeitsplatz. Mein Programm ist ziemlich voll: 3 Sitzungen stehen auf dem Programm, aber es gibt noch jede Menge Kleinkram abzuarbeiten. Die erste Sitzung beginnt um 09:00 Uhr.

Als erstes will ich meinen letzten Blogbeitrag noch weiter bei Facebook posten. Kann mir aber nicht versagen, zuerst meine E-Mail aufzumachen. Da wartet ein kleiner Auftrag auf mich. Runterladen – fertig. Als nächstes öffne ich meine Webseite. Zuerst mal den Cache löschen. Da wartet auch ein Kommentar, der freigegeben und beantwortet werden will. Außerdem soll ich das Theme und ein Plugin aktualisieren.

08:20

Am Samstag will ich ausgehen, dafür brauche ich eine Streifenkarte. Meine Schreibtischschublade habe ich schon durchsucht, aber vielleicht sehe ich einfach im alten Portemonnaie in der Abstellkammer nach? Da ist die Streifenkarte nicht. Zurück an den Schreibtisch.

Ich mache Facebook auf. Auf meiner Startseite ist ein Post, der mich spontan anspringt. Soll ich den jetzt wirklich angucken? Außerdem eine Benachrichtigung, dass jemand Geburtstag hat. Ich entscheide mich in beiden Fällen dagegen, diesen Impulsen nachzugeben und arbeite brav meine Posting-Liste ab. Ach g+ gibts ja nicht mehr, also löschen aus der Liste. Mir fällt auf, dass meine Liste für diesen Tag sehr kurz ist, vielleicht sollte ich die mal aktualisieren, bestimmt habe ich mich zu Gruppen angemeldet, die noch gar nicht in meiner Liste sind. Heute habe ich aber keine Zeit dazu.

08:30

7 Posts später. Ich kann es mir nicht versagen, schnell eine Benachrichtigung anzuklicken. Jemandem gefällt meine Seite. Eigentlich sollte ich mal alle Verlage anschreiben, von denen ich was von der Buchmesse mitgenommen habe. Wo ist die Streifenkarte? Mir fällt noch ein anderer Ort ein, wo die Karte sein könnte, ich gehe in mein Schlafzimmer und sehe in eine Mappe, in der sich verschiedene Dinge befinden. Die Streifenkarte ist dort nicht. Aber ich finde ein paar alte Prospekte, die umgehend ins Altpapier wandern. Also muss ich wohl doch mal die Schublade ausräumen.

08:38

Die Schublade ist halbleer. Brauche ich eigentlich meine alten Zykluskalender noch? Da entdecke ich die Streifenkarte. Wusste ich es doch, dass sie dort ist, wo sie hingehört. Langsam wird es Zeit, mich auf meine Sitzung vorzubereiten. Erst mal meine Nahrungsergänzungen nehmen, Wasser für Tee aufsetzen in der Küche. Ich habe Kopfschmerzen. Das Telefon muss ich auch noch ausstellen. Wieder ins Wohnzimmer, wo ein Tiegel Tigerbalm steht. Hoffentlich klopfe ich mir das jetzt nicht versehentlich irgendwo hin … Apropos wohin, das muss auch noch sein, den Tee aus der Küche abholen, mir Lippen und Hände eincremen. Das Protokoll der letzten Sitzung lesen.

08:49

Wo ist der Spitzer? Während ich um mich sehe, fällt mein Blick auf ein Kurzprotokoll, das ich offensichtlich noch nicht verschickt habe. Da liegen noch zwei Quittungen, die ich noch kurz in meine Ausgabenliste eintragen könnte. Ich könnte eigentlich nochmal kurz lüften vorher. Schnell mache ich noch die Datei mit der Ausgabenliste auf. Mist, die ist noch nicht für April eingerichtet. Also wieder zu. Dabei fällt mein Blick auf eine Datei, die ich nicht dauernd vor Augen haben will, schnell in den Papierkorb verschieben. Jetzt ein paar Minuten ruhig sitzen und atmen. Jetzt noch das Mikrofon anstellen und die Webcam aus der Verkleidung befreien. Ein Klick und es geht los …

10:10

Die Sitzung ist beendet. Erstmal brauche ich ein großes Glas Wasser. Vielleicht sollte ich noch mal das Fenster aufmachen? Erstmal laufe ich ein bisschen unmotiviert in der Wohnung herum, bis mir einfällt, dass Fremdenergien ausleiten auf jeden Fall eine gute Idee ist. Das lemurische Heilzeichen liegt im Schlafzimmer. Danach kann ich mich an den Schreibtisch setzen und mit der Zusammenfassung der Sitzung anzufangen.

10:32

Das Telefon klingelt, ich muss aufstehen und führe ein kurzes Gespräch.

11:35

Da ist eine Nachricht, dass ich einen Job abrechnen kann. Wunderbar.

10:45

Das Protokoll ist endlich fertig. Jetzt noch die neuen Termine in den Kalender eintragen, das Protokoll verschicken – fertig. Ich habe Hunger. Erstmal eine Banane essen. Was jetzt? Eigentlich sollte ich mal einkaufen gehen. Ich habe mir noch nicht überlegt, was ich heute essen will. Oder schreibe ich Rechnungen? Ach Mist, da wartet ja noch dieser Lektoratsauftrag. Erstmal koche ich mir eine neue Tasse Tee. Mir fällt ein, dass ich auch noch ein paar Rechnungen bezahlen muss. Und ist die Überweisung von Paypal eigentlich auf meinem Konto? Schnell mal checken. Ja. Eigentlich wäre es doch gut, die Überweisungen jetzt zu machen, wo alles auf ist. Erst mal in die Küche, den Tee holen. Dann rufe ich mich zur Ordnung. Das Online-Banking kann warten. Das wichtigste zuerst. Der Auftrag hat einen Termin.

11:00

Den Auftrag aus dem Download-Ordner in den richtigen Ordner kopieren und öffnen. Was soll ich heute essen? Was ist denn das, das ist ja eine Übersetzung! Nochmal das Postfach öffnen und die Auftragsbeschreibung lesen.

11:13

Übersetzung erledigt, ok, jetzt kann ich ein Rückpaket erstellen. Wo ist die Funktion? Ich kann sie nirgends finden. Uff, gefunden, aber wo ist jetzt das Paket gelandet? Übersetzerprogramm wieder öffnen, neues Paket erstellen. Was wird mir als Speicherort vorgeschlagen? Ach der Monat März. Dort ist das Paket gelandet. Also zurück ins Mailprogramm, Paket zurückschicken – fertig. Aber da ist eine Nachricht einer Klientin, im Eifer des Gefechts habe ich vor einigen Tagen offenbar vergessen, die Zusammenfassung zu verschicken. Also das auch noch nachholen.

11:20

Was soll ich essen? Erst noch den Auftrag in die Auftragsliste eintragen. Die Liste ist noch nicht für April eingerichtet, also erstmal alles auf dem Blatt löschen, Blatt umbenennen, Auftrag eintragen – fertig. Noch schnell zwei Rechnungsnummern vergeben. JETZT gehe ich einkaufen. Weiß immer noch nicht, was ich essen soll. Im Kühlschrank ist noch Fenchel, wie wäre es mit Buletten dazu aus dem Anne Fleck-Buch? Ich schmeiße mich aufs Sofa, nachgucken, was ich brauche, dazu noch schnell eine kleine Einkaufsliste schreiben und los gehts. Unten finde ich noch ein paar Briefe im Briefkasten.

11:55

Eigentlich ist jetzt Pause, aber ich kann es mir doch nicht versagen, beim Nachhausekommen einen der Briefe aufzumachen. Meine erste Umsatzsteuer-Voranmeldung.

13:00

Das Essen war super. Danach habe ich mich hingelegt und meine Trancedatei Selbstsabotageprogramme löschen gehört. Ich bin gerade so richtig schön halb weg, da klingelt es. So ein Mist. Ob das jetzt für mich ist? Es steht aber außer Frage, die 3 Stockwerke herunterzustürzen. Ich gucke aus dem Fenster, ob ich dort einen Wagen eines Paketdienstes stehen sehe. Ich sehe nichts und lege mich wieder hin.

13:25

Zurück am Schreibtisch. Ich scanne eine Vollmacht für die Steuerberaterin ein, während ich mir einen Tee koche. Das gibt einiges Gerenne zwischen Küche und Büro. Scan versenden – fertig. Es wird Zeit, mich auf die nächste Sitzung vorzubereiten. Erst nochmal ins Postfach gucken, da warten drei Nachrichten, von denen eine beantwortet werden muss. Ich habe wieder Kopfschmerzen. Ach, da waren doch noch zwei Rechnungen zu schreiben, das kann ich gerade erledigen. Ich öffne meine Webseite. Was ist denn das, ich hatte die Aktualisierungen heute morgen doch gemacht, oder doch nicht? Nachdem ich die erste Rechnung ausgedruckt habe, wird mir klar, dass die Umsatzsteuer-Nr. fehlt. Wo kann ich das nochmal ändern? Nach einigem Herumsuchen finde ich die entsprechende Einstellung, aber im Entwurf lässt es sich nicht mehr ändern. Ich schreibe die Nr. irgendwo hin, Hauptsache, sie ist drauf.  Jetzt noch bereitlegen: Kalender, Schreibzeug, Uhr. Mich vertiefen in die Unterlagen, was haben wir letztes Mal gemacht?

15:05

Die Sitzung ist vorbei, die Zusammenfassung geschrieben und verschickt. Jetzt kann ich mich an die zweite Rechnung machen. Dazu muss ich wieder eine neue Seite öffnen. Huch, da fehlt die Mwst. Wer ist der Auftraggeber? Schnell im Mailprogramm nachsehen, ach US, dann keine Mwst. Aber halt, die wollen ja keine Dollar, sondern Euro. Also Währungsrechner öffnen, Betrag umrechnen, Rechnung speichern, hochladen und einreichen. Puh, endlich erledigt.

15:30

Um 16:00 h habe ich einen neuen Klienten. Seine Ausgangsbeschreibung habe ich schon ausgedruckt, jetzt nehme ich mir die Zeit, sie sorgfältig zu lesen um mir zu überlegen, wo wir anfangen.

17:02

Die Sitzung war schön, jetzt nur noch schnell die Zusammenfassung schreiben. Aber bevor ich damit anfangen kann, muss ich nochmal ins Postfach gucken. Mist, die Korrektur der Übersetzung. Kurz das Programm öffnen, Korrekturen annehmen, speichern, zurücksenden.

17:17

Eigentlich hatte ich gehofft, heute evtl. die Zeit zu haben, eine Lektion aus meinem Trauma-Kurs zu wiederholen. Das kann ich mir wohl abschminken. Ich bin fix und fertig. Noch schnell die neuen Termine in den Terminkalender eingeben. Das letzte Protokoll verschicken. Uff, das wars für heute.

Ich bin sehr neugierig, wie es Ihnen gegangen ist beim Lesen dieses Beitrages. Haben Sie sich wiedererkannt?

Ich selbst habe die verschiedensten emotionalen Zustände beim Verfassen durchlebt. Beim Schreiben selbst wurde mir ganz Angst und bange, weil ich eine Ahnung davon bekommen habe, wie stressig mein Arbeitsalltag trotz allem ist. Dass die ruhigsten Momente des Tages die Zeit war, mit denen ich mit Klienten geklopft habe, stimmt mich schon sehr nachdenklich.  Beim Abtippen allerdings erfasste mich eine unglaubliche Heiterkeit. Vor allen Dingen, weil ich natürlich nun ganz klar sehen kann, dass diese Art von Stress „hausgemacht“ ist und ich meine Arbeitsabläufe einfach besser organisieren muss. Da ist noch sehr viel Handlungsbedarf. Als allererstes schreibe ich mal einen Speiseplan für die Woche.

Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Herzliche Grüße,
Ihre
Monika Richrath

Bild von ThePixelman auf Pixabay

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Monika Richrath

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Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und drei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto, Nebennierenschwäche) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

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