Wu Wei – die Kunst nichts zu tun

Wu Wei – die Kunst nichts zu tun

Kennen Sie auch das Gefühl von totalem Stillstand in Ihrem Leben? Der absolute Frust, auf der einen Seite die Dinge, die Sie nicht mehr wollen, die Sie SO nicht mehr wollen, auf der anderen Seite eine nebulöse Zukunftsvision davon, wie die Dinge Ihrer Meinung nach sein sollten. Aber es geschieht NICHTS.

Das kann sich furchtbar anfühlen,

wie in einem Sumpf zu stecken, aus dem man sich einfach nicht befreien kann. Erst recht nicht, wenn Sie aktiv versuchen, etwas an Ihrer Situation zu verändern. Da eines der Merkmale der Hochsensibilität eine erhöhte Stressempfindlichkeit ist, kann es natürlich sein, dass Sie anfangen innerlich zu rotieren. Vielleicht fangen Sie an, fieberhaft zu überlegen, was Sie noch probieren können und was auch noch … Aber was immer Sie auch probieren, es funktioniert nicht. Es gibt keine Veränderung – oder wenn, dann nur zum Schlimmeren. Jetzt wissen Sie nicht weiter.

Eines haben Sie vielleicht noch nicht probiert: gar nichts zu tun. Loszulassen, die Hände in den Schoß zu legen und die Angelegenheit sich selbst zu überlassen.

In China hat man dafür sogar einen Begriff:

Wu Wei

Dieser Begriff stammt aus dem Daoismus. Das Dao wird als Wirkprinzip für den Kosmos angesehen – eine Art schöpferische und ordnende Kraft, die allem zugrunde liegt und in die man möglichst wenig eingreifen sollte. Handlung soll erst dann erfolgen, wenn sie leicht und mühelos ist, blinder Aktionismus führt meistens nicht viel weiter (außer dass man sich beschäftigt hält).

Das Gras wächst nicht schneller,

wenn man daran zieht, lautet ein Sprichwort, das mir ausgesprochen gut gefällt und das ich mir tatsächlich dann und wann selbst aufsage. Theoretisch bin ich felsenfest davon überzeugt, dass es für alles eine richtige Zeit gibt. Praktisch ist das mit dem Nichtstun natürlich manchmal schwierig auszuhalten. Gerade, wenn man als hochsensibler Mensch schnell in Stress gerät und zu Kopfkino neigt.

Ich glaube auch daran, dass sich Dinge in Stille entwickeln, in dem unendlichen Raum des scheinbaren Stillstands. Jedenfalls habe ich schon häufig die Erfahrung gemacht, dass sich nach Zeiten des gefühlten Stillstands plötzlich neue Türen öffnen und es weiter geht. Vermutlich haben Sie selbst das auch schon erlebt. Mir fällt gerade ein, dass ich einmal gehört  habe, dass bei den Aborigines Menschen nach einer Krankheit einen neuen Namen bekommen, weil sie sich dadurch verändern und entwickeln. Das hat mir sehr gefallen.

Alles entsteht in Stille

Vielleicht brauchen unsere inneren Funken diesen vermeintlich leeren Raum um in uns zu wachsen und langsam, langsam und an die Oberfläche unseres Bewusstseins zu steigen?

Obwohl ich wirklich absolut dafür bin, täglich in dem minimalistischen Rahmen von zwei bis fünf Minuten über einen längeren Zeitraum zu klopfen, habe ich doch auch schon mehrfach die Erfahrung gemacht, dass es gut sein kann, eine Klopfpause einzulegen, einen Schritt zurück zu machen und dem Körper und Geist die Zeit zu geben, die Veränderungen zu integrieren. Das geschieht nämlich nicht über Nacht. Wenn ich dann wieder mit dem Klopfen anfange, habe ich bislang immer das Gefühl gehabt, dass sich meine Ausgangsbasis verändert hat, ich quasi auf einem höheren Level starte. Auch, wenn ich die Veränderung nicht immer konkret benennen kann (Das kommt auch hin und wieder vor). Etwas hat sich verändert, das reicht.

Loslassen

Nichts tun, bedeutet auch loszulassen, was immer gerade ist. Zu vertrauen, dass das richtige geschieht (auch wenn ich den Sinn gerade nicht sehe oder verstehe), egal wie schrecklich die Erfahrung ist, die ich gerade mache. Letzten Endes helfen uns alle Erfahrungen dabei, uns weiterzuentwickeln und zu wachsen, herauszufinden, wer wir sind und was wir eigentlich wollen – was häufig vielleicht gar nichts mit dem Leben zu tun hat, das wir tatsächlich führen.

Loslassen können hat auch immer etwas mit Vertrauen zu tun. Vertrauen darin, dass es etwas oder jemanden gibt, der mich unterstützt und mir beim Wachsen hilft.

Das kann eine wirkliche Herausforderung sein, vor allem, wenn man das Gefühl hat, dass

einem gerade alles um die Ohren fliegt.

Dieses Jahr ist in dieser Hinsicht äußerst anstrengend und hält viele Lernaufgaben bereit :-/ Geht Ihnen das auch so?

Wenn Ihnen das Hände in den Schoß legen schwer fällt, probieren Sie es doch einmal mit einem Mittelweg:

Beobachten Sie die Situation

schreiben Sie Ihre Beobachtungen vielleicht sogar auf. Wer macht was wann warum? Was belastet Sie? Was möchten Sie eigentlich tun? Warum? Warum geht es nicht? Vielleicht kommen Sie so zu ganz neuen Erkenntnissen oder entwickeln einen Klopfsatz.

Oder probieren Sie einmal die Switchwords

LÄCHELN-LEUCHTEN

GÖTTLICHE ORDNUNG-STILL

zu klopfen. Das können Sie machen, so oft es Ihnen in den Sinn kommt.

Ich bin gespannt, was Sie mit diesen Worten erleben. Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Herzliche Grüße,
Ihre
Monika Richrath

 

Bildquelle: Gotti1979, pixabay

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Nach dem dritten Burnout und drei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto, Nebennierenschwäche) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

Wie ich meine Seelenwünsche entdeckt habe

Wie ich meine Seelenwünsche entdeckt habe

Noch vor wenigen Jahren wäre ich überhaupt nicht auf die Idee gekommen, mich mit meiner Seele zu beschäftigen. Erst recht nicht mit ihren Bedürfnissen. Das hatte für mich einen abgehobenen und esoterischen Beigeschmack, damit wollte ich lieber nichts zu tun haben. Ich könnte mir gut vorstellen, dass es vielen hochsensiblen Menschen ähnlich geht, weil viele von uns  sehr kopfgesteuert sind und sich nur auf „Beweise“ verlassen (am besten auf solche, die von der Wissenschaft erbracht werden).

Für mich hat sich in den letzten Wochen viel verändert. Ganz besonders in Sachen Seelenbedürfnisse.

Als Kind hatte ich den innigen Wunsch zu zeichnen

und ich hatte meistens auch eine genaue Ahnung davon, wie das, was ich zeichnen wollte aussehen sollte. Leider sah es nie so aus. Meine Zeichnungen sahen eben wie Kinderzeichnungen aus. In meiner Parallelklasse, die mit uns zusammen Kunstunterricht hatte, gab es einen Jungen, der Wahnsinnsportraits zeichnen konnte. So, wie ich hätte gerne zeichnen wollen. Menschen. Menschen, die so aussahen wie wirkliche Menschen. In jeder Kunstunterrichtsstunde bin ich fast gestorben vor Bewunderung und Neid. Wahrscheinlich hat sich bei mir da auch der Glaubenssatz eingenistet, dass man Talent haben muss, um gut zeichnen zu können. Daran mangelte es mir ganz offensichtlich. Ich begrub diesen Wunsch und wandte mich anderen Dingen zu.

Erste Zeichnung von Monika RichrathAb und zu tauchte dieser Wunsch wieder auf

und ich erinnere mich daran, dass ich später noch verschiedene Zeichenversuche unternahm, aber mit anderen Objekten. Zum Beispiel habe ich im Rahmen eines Kurses für Kinder Statuen gezeichnet, Kapitelle in einer Kirche und Säulen und ein paar Jahre während eines Urlaubes auf Sylt ein paar Landschaftsaufnahmen von Fotos abgezeichnet. Ich fand sie selbst ganz gelungen, erinnere mich aber nicht mehr ob ich mich getraut habe, die letzteren überhaupt anderen Menschen zu zeigen.

Danach ging unglaublich viel Zeit ins Land. Jahrzehnte über Jahrzehnte, in denen meine Beziehung zu Kunst hauptsächlich darin bestand, in Ausstellungen zu gehen und mir die Kunst anderer Menschen anzusehen. Und in all dieser langen Zeit ist in mir immer wieder der Wunsch aufgetaucht

Ich will Menschen zeichnen

sehr, sehr hartnäckig. Immer wieder fielen mir jene letzten Zeichnungen ein, die ich gemacht hatte und die mir selbst gefallen hatten. Vielleicht war ich gar nicht so talentlos wie ich glaubte? Vielleicht brauchte ich einfach nur Übung? Also kaufte ich mir ein dickes Buch darüber, wie man Menschen zeichnet und legte voller Enthusiasmus los. Schon bald musste ich aber feststellen, das es trotzdem immer noch nicht so einfach war. Das erste Bild gefiel mir. Alle anderen nicht. Ich war nicht in der Lage, meinen Zeichnungen einen Ausdruck zu verleihen, sie erstarrten in grässlichen Fratzen …

Entmutigt gab ich auf

– aber nur halbwegs. Vielleicht brauchte ich so etwas wie Unterricht? Hatte ich denn nicht neulich im Supermarkt auf dem schwarzen Brett eine Telefonnummer gesehen? Die hing da auch noch. Und ich trug sie ein volles halbes Jahr mit mir herum, weil es mir nicht sicher erschien, zu einer mir unbekannten Person nach Hause zu gehen. Dann lernte ich die Künstlerin Johanna Kinast auf einem Event persönlich kennen. Ich glaube auch, dass der Tod meiner Mutter im Februar 2016 eine Rolle gespielt hat. Mein Bedürfnis zu zeichnen wurde irgendwie immer dringender. Im November 2016 ging ich zum ersten Mal recht nervös zu meinem Kunstkurs, der sich für mich als ideal herausgestellt hat, weil er mir alle Freiheiten lässt. Ich entscheide selbst, was ich wie zeichne und nur, wenn ich nicht weiterkomme mit einer Sache, frage ich die Künstlerin um Rat. Im Laufe der Zeit hat sich herausgestellt

Menschen zu zeichnen macht mich einfach glücklich.

Das ist für mich Auszeit pur. Ich als Mensch löse mich vollkommen auf im Prozess der Kreativität, tauche ab oder verbinde mich mit oben und das ist einfach herrlich. Meistens zeichne ich Portraits von Postkarten von Gemälden ab. Das ist ungemein spannend. Manchmal tauchen auf meinem Papier Menschen auf, von denen ich weiß, das ich sie von irgendwoher kenne oder die mir bekannt vorkommen. Das Buch ziehe ich übrigens nur noch dann und wann zu Rate. Wie sich zeigt, ist das Zeichnen auch eine Sache der Übung. vor zwei Wochen ist es mir zum ersten Mal gelungen, der Person auf meiner Zeichnung das gleiche Alter zu verleihen wie der Person meiner Vorlage. Yippieh!

Die anderen Menschen in dem Kurs malen übrigens zum meistens Aquarelle. Daran habe ich mich auch einmal versucht, das hat mir auch Spaß gemacht, aber ich habe gemerkt, das ist es einfach nicht für mich. Diese sehr innige Verbindung nach irgendwohin hat sich nicht eingestellt. Natürlich wollte ich es auch probieren, weil ich mal wieder Schwierigkeiten damit hatte, anders zu sein als die anderen, aus dem Rahmen zu fallen. Hochsensibilität lässt grüßen. Ich habe dann aber ganz vernünftig mit mir gesprochen. Mein Wunsch ist es, Menschen zu zeichnen – und später mal (wenn ich von den Menschen die Nase voll habe), Landschaften. Das steht schon fest. Wenn ich in diesen Kurs gehe, dann um zu zeichnen. Sonst hat es keinen Zweck.

Es ist übrigens gar nicht wichtig, dabei ob ich nun wirklich jede, jede Woche zu meinem Kurs gehe und eine Zeichnung mache oder nicht. Das wichtige ist es, langfristig dran zu bleiben, dafür zu sorgen, dass mein Wunsch einen Rahmen hat. Denn wenn ich es zuhause alleine machen möchte, mache ich es eben doch nicht. Das kennen Sie bestimmt selbst auch.

Warum ist das Zeichnen nun ein Seelenwunsch?

In den letzten Monaten war bei mir einiges los, nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich ging es ganz schön hoch her. Durch die Arbeit mit meinen Klienten und Klientinnen und meine eigene Auseinandersetzung mit mir habe ich verstanden, dass

das wichtigste am Menschsein ist der Ausdruck unserer selbst.

Ok, das klingt jetzt ein bisschen gestelzt. Einfacher: Wir müssen einfach nach außen bringen, was in uns ist.

Das ist unsere Lebensaufgabe

oder zumindest ein Teil davon. Davon bin ich felsenfest überzeugt. Wir müssen uns ausdrücken. Wenn wir das nicht tun, zum Beispiel unsere Gefühle nicht ausdrücken,  werden wir krank oder entwickeln chronische Schmerzen usw.

Es wäre natürlich auch eine ganz spannende Frage, ob sich Hochsensibilität in Seelenbedürfnissen ausdrückt, bzw. ob hochsensible Menschen besondere Seelenbedürfnisse haben?

Was mich selbst angeht, arbeite ich gerade an einem neuen Buch zum Thema Schlafstörungen. Im Zuge meiner Recherchen habe ich dabei mein Leben zwar nur in wenigen Dingen, dafür aber ganz entscheidend verändert, so dass ich wieder einen besseren Blick auf meine eigenen Bedürfnisse habe und mir selbst wieder näher gekommen bin. Und so ist mir klar geworden, dass dieses innige Bedürfnis zeichnen zu wollen, ein Seelenbedürfnis sein muss, denn es begleitet mich schon fast mein ganzes Leben. Und dass auch meine Tanzlust ein Seelenbedürfnis ist, dem ich jetzt mehr und mehr wieder nachgehe. Und je mehr ich tanze, umso mehr Lust zum Tanzen habe ich und umso glücklicher bin ich. Genauso, wie ich immer mehr Lust zum Zeichnen habe, je mehr ich zeichne. Ich glaube übrigens,

Seelenbedürfnisse sind nur für einen selbst

wichtig. Ich denke, es ist gerade die Hingabe an die Selbstentfaltung, die uns so glücklich macht. Ganz ohne Stress.

Wenn Sie nicht wissen, was Ihre Seelenbedürfnisse sein könnten, kann ich Ihnen nur empfehlen, sich Gedanken darüber zu machen, was Sie vielleicht schon als Kind geliebt, aber begraben haben. Es gibt ja den wunderschönen Spruch, dass man nie zu alt ist für eine glückliche Kindheit …

Welche Seelenbedürfnisse haben Sie? Gehen Sie Ihnen nach? Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Herzliche Grüße,
Ihre
Monika Richrath

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Monika Richrath

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Nach dem dritten Burnout und drei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto, Nebennierenschwäche) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

„Hochsensible Männer“ – eine Rezension

„Hochsensible Männer“ – eine Rezension

Lange, lange habe ich auf dieses Buch gewartet. Nicht, weil es Schwierigkeiten mit der Presseabteilung des Verlages gegeben hätte (ganz im Gegenteil), sondern weil es so lange gedauert hat, bis sich jemand der Männerfrage angenommen hat, ganz besonders der Sache des Hochsensiblen Mannes.

hochsensible Männer

*

Männer sind in der Krise

Fast solange ich mir Gedanken über die Welt mache – zumindest kommt es mir so vor. Während der Feminismus schon die  x-te Welle durchläuft, haben Männer es bislang noch nicht ein einziges Mal geschafft, öffentlich, gemeinsam und vereint ihr Mannsein und ihre Männlichkeit in Frage zu stellen (bis auf vereinzelte Ausnahmen). Hochsensible Männer auch nicht. Das finde ich deswegen so schade, weil ich mir immer vorgestellt habe, dass gerade hochsensible Männer vermutlich ihre Schwierigkeiten mit den herrschenden Bildern und Konzepten von Männlichkeit haben dürften. Und ich wünsche mir schon ganz lange, dass es hier eine Bewegung oder zumindest einen Ruck gibt, der sich in die Gesellschaft als Ganzes fortpflanzt.

Umso mehr freut es mich, dass der Psychologische Psychotherapeut Tom Falkenstein sich dieses Themas annimmt.

Mit Feingefühl zur eigenen Stärke

ist der Untertitel des Buches Hochsensible Männer, das 2017 beim Junfermann Verlag erschienen ist.

Abgesehen davon, dass ich auf eine männliche Stimme zu dem Thema gewartet habe, stelle ich mir vor, dass Tom Falkenstein auch eine Lücke füllt, denn die meisten Bücher zum Thema Hochsensibilität wurden von Frauen geschrieben, in denen Männer sich vielleicht auch nur bedingt wiederfinden mögen. Obwohl es genauso viele hochsensible Männer wie Frauen gibt, scheinen es ja vor allen Dingen Frauen in der Lebensmitte zu sein, die sich zur Hochsensibilität bekennen.

Dieses Buch lässt kaum Wünsche offen

finde ich. Es ist sehr gut gegliedert: der erste Teil befasst sich mit dem Phänomen der Hochsensibilität. In diesem Teil geht es eben um die oben angesprochene Krise des Mannes, es geht um wissenschaftliche Hintergründe der Hochsensibilität und ihre Auswirkungen im Alltag.

Der zweite Teil beschäftigt sich damit, wie man als hochsensibler Mann gut leben kann. Dazu gehören z. B. das Basiswissen über Stress und Emotionsregulation, Strategien für den Umgang mit Überregung, unser Selbstbild und unsere Selbstfürsorge. Das ganze ist eingebettet in wohlwollende Worte von Elaine Aron, die sowohl im Vorwort als auch im Anhang in einem Gespräch in Erscheinung tritt.

Besonders gut hat mir gefallen, dass am Ende jedes Kapitels ein hochsensibler Mann darüber Auskunft gibt, wie und wann er gemerkt hat, dass er hochsensibel ist, welches die Vor- und Nachteile seiner Hochsensibilität sind, welche Aussagen und Botschaften von anderen für ihn rückblickend wichtig gewesen wären, welches er als besondere Herausforderungen für hochsensible Männer in unserer Gesellschaft betrachtet, wie sich seine Hochsensibilität auf die Beziehung zu anderen Männern auswirkt, wie sich die Hochsensibilität auf die Beziehung zu Frauen auswirkt, wie sie ihre Hochsensibilität im beruflichen Kontext aussieht und welchen Rat sie anderen hochsensiblen Männern geben würden (der praktisch immer der gleiche ist, nur die Worte und Formulierungen unterscheiden sich).

copyright: Geralt, Pixabay

Das Buch enthält viele Übungen

in denen Sie z. B. aufgefordert werden, sich Gedanken zu machen über sich selbst, aber es gibt auch viele praktische Übungen zu den vorgestellten Techniken Progressive Muskelentspannung, Achtsamkeit und Imagination. Besonders gut hat mir dabei der Ansatz mit der Achtsamkeit gefallen, ich habe ihn gleich in meinem Alltag ausprobiert. Sehr spannend. Es geht dabei darum, dass, wenn man ein Gefühl hat, sich nicht hineinfallen lässt, sondern einen Schritt zur Seite macht und dieses Gefühl einfach nur benennt, wie z. B. „Enttäuschung“. Dies kann im Umgang mit Gefühlen helfen. Ich werde auf jeden Falle eine Weile dranbleiben, um die Effektivität zu testen.

Mein einziger Kritikpunkt ist die sehr therapeutische Sprache, die bei mir eher Distanz aufbaut und dazu führt, dass ich mich nicht so recht angesprochen fühle, aber wer weiß, vielleicht ist es für die meisten Männer genau das Richtige? Das kann ich ja nicht beurteilen.

Mehr möchte ich Ihnen an dieser Stelle nicht verraten

denn der Zweck dieser Rezension ist ja eher, Sie auf Hochsensible Männer neugierig zu machen, ohne allzusehr ins Detail zu gehen.

Ich möchte an dieser Stelle aber noch einmal gerne betonen, dass ich glaube, dass es für die Gesellschaft als Ganzes gut wäre, wenn

hochsensible Männer einfach sichtbarer

würden. (Ich denke, die vielen hochsensiblen Frauen würden sich vermutlich auch freuen!) Es ist doch wirklich an der Zeit, das vorherrschende Männerbild, das sich über die Jahrtausende aufgebaut hat, in Frage zu stellen und zu verändern. Denn es ist ja nicht so, als hätten Männer grundlegend andere Bedürfnisse als Frauen. Auch Männer brauchen Sicherheit, Liebe und Geborgenheit, brauchen Selbstentfaltung. Es ist natürlich etwas problematisch, immer alle über einen Kamm zu scheren, aber dass es so, wie es ist, für die Männer selbst nicht gut ist, ist offensichtlich.

Tom Falkenstein hat gute Beweise für die Krise des Mannes

In der Regel sterben Männer 5–10 Jahre früher als Frauen, es sind hauptsächlich Männer, die sich für Suizid entscheiden, sie sind anfälliger für Suchterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, sterben häufiger an Krebs und kommen darüber hinaus häufiger mit dem Gesetz in Konflikt als Frauen …Entsprechende Studien und Quellenhinweise finden Sie im Buch. Das ist durchaus bestürzend …

Jetzt bleibt mir eigentlich nur noch, Ihnen gute Lektüre zu wünschen. Und natürlich freue ich mich, wenn Sie als hochsensibler Mann in den Kommentaren von sich erzählen.

Herzliche Grüße,
Ihre
Monika Richrath

Hochsensible Männer – Mit Feingefühl zur eigenen Stärke*
Tom Falkenstein
Junfermann Verlag 2017
ISBN 978-3-95571-493-2
22,- EUR

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Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und drei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto, Nebennierenschwäche) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

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Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

Wenn der Postmann …

Wenn der Postmann …

WENN DER POSTMANN …

Von vielen hochsensiblen Menschen höre ich öfter, dass das Einkaufen für sie einen echten Horror bedeutet und Überforderung pur ist. Gottseidank gibt es das Internet, wo man sich alles Benötigte liefern lassen kann. Das ist doch bequem, oder?

Post stresst mich als hochsensibler Mensch

Bild: Mohammed Hassan, pixabay

Ich persönlich stehe Internetbestellungen äußerst zwigespalten gegenüber.

Meine Hochsensibilität läuft bei dem einen oder anderen Aspekt gerne mal zur Hochform auf, in Form von Befürchtungen, Stress-Ausbrüchen und Herumgrübeln.

Im Gegensatz zu (offenbar) vielen anderen hochsensiblen Menschen ist Einkaufen bei mir absolut positiv besetzt. (Ich bin in ärmlichen Verhältnissen groß geworden und es war selten, dass ich etwas ganz Neues „nur für mich“ bekam. Diese besondere Freude etwas  nur für mich zu bekommen habe ich mir bewahrt.) Von daher gehe ich gerne einkaufen – Shoppen hat mir früher sogar dabei geholfen Ängste in Schach zu halten, weil ich mich dann gut fokussieren kann.

Im Laufe der Zeit bin ich aber natürlich nicht umhingekommen, festzustellen, dass das Warenangebot vor Ort häufig beschränkt ist. Also habe ich doch einmal das eine oder andere online bestellt und damit auch keine schlechten Erfahrungen gemacht.

Bis ich auf die Idee kam, etwas in einer Internetapotheke zu bestellen.

Das war ein Reinfall ohnegleichen.

Ich bestellte ein Produkt, dessen Produktbild genau dem von mir gewünschten Erzeugnis entsprach. Bekommen habe ich dann aber eine ältere Version dieses Produktes, die zwar nicht abgelaufen war, aber trotzdem den Zusatzstoff nicht enthielt, auf den es mir ankam. Reklamation quasi unmöglich. Am Ende musste ich noch zusätzliches Versandporto zur Rücksendung ausgeben zuzüglich der Postgebühr, die bei der Verweigerung der Annahme des Empfängers entstanden war. „So kommen Internet-Apotheken also zu ihrem Geld“, habe ich mir grimmig gedacht und mir geschworen „Das machst du nie wieder!“

Natürlich gibt es einen Teil in mir, der sofort an einen Shitstorm gedacht hat, um sich zu rächen. Obwohl ich mir schon lange den Kopf darüber zerbreche, ob ich besagte Apotheke namentlich nennen soll, habe ich mich dagegen entschieden. Zum einen kann ich einfach nicht absehen, was für Konsequenzen das hat – womöglich schade ich mir damit selber? – zum anderen möchte ich gerne ein gewisses Mass an Reflektiertheit in meinem Leben hochhalten. Es ist zwar nicht immer sinnvoll, dem Kopf das Sagen zu überlassen, in dieser Sache aber schon – glaube ich jedenfalls.

Vor einiger Zeit hatte ich auch einen Artikel gelesen über die miserablen Arbeitsbedingungen von Zustellern und es war mir sofort klar, warum mein Zusteller immer so hohläugig und ausgezerrt wirkte. Die Zusteller von heute sind die die modernen Sklaven unserer Gesellschaft. Der Konkurrenzkampf zwischen den großen Paketdiensten ist hart. Die einzige Stellschraube für mehr Gewinn sind offenbar die Lohnkosten. Manche Zustelldienste verlagern das Ausliefern an Subunternehmer, die wieder Subunternehmer haben, was letzten Endes dazu führt, dass die eigentlichen Zusteller als selbstständige Unternehmer tätig sind (aber eher im Sinne von scheinselbstständig) und die Pakete mit ihren privaten Wagen ausfahren und dabei so wenig verdienen, dass sie noch Geld vom Jobcenter bekommen müssen.  Ich habe hier einen kurzen Clip vom NDR gefunden, der aus dem letzten Jahr stammt, aus dem hervorgeht, dass sich nicht sehr viel getan hat. In dem Artikel, den ich seinerzeit gelesen habe, hatte gestanden, dass diese selbstständigen Zusteller zum Beispiel den Wagen selbst beladen müssen, was 1–2 Stunden in Anspruch nimmt und für diese Tätigkeit überhaupt nicht entlohnt werden, Geld erhalten sie offenbar nur für die Zustellung selbst. (In einem neueren Artikel habe ich gelesen, dass es sogar eine Strafe gibt für nicht ausgelieferte Pakete!) Schauen Sie sich doch das nächste Mal wieder ein wenig bewusster um, wenn Sie nach draußen gehen. Sie werden vielleicht schockiert sein, wieviele Menschen in einer Kurier-Uniform in alten Wagen unterwegs sind.

….. Daran wollte ich mich nicht beteiligen.

Meine Ruhe hatte ich aber trotzdem nicht. Ab und an bekam ich etwas von anderen Menschen geschickt und nachdem der Fahrer begriffen hatte, dass ich tagsüber auch zu erreichen bin, klingelte es häufiger bei mir. Meine Hausnachbarin war offenbar eine eifrige Bestellerin.

Häufig habe ich mich richtig blöd gefühlt

schlecht geradezu, weil ich nicht immer aufmachte, wenn es klingelte. Blöd, weil ich wusste, dass es für den Zusteller sehr ärgerlich ist, wenn niemand aufmacht und er Zeit verliert auf der Suche nach einer Möglichkeit, sein Paket abzugeben. Natürlich möchte ich alles Mögliche tun, um Zustellern an sich ihre schwere Arbeit zu erleichtern. Irgendwie auch wieder ganz typisch, dass ich denke, ich muss anderen Menschen helfen, ihre schwierige Lebenslage (die andere verbockt haben) zu verbessern. Aber ich hatte und habe etwas zu verlieren. Meine Ungestörtheit verteidige ich mit Händen und Füßen, umso mehr, als ich mittlerweile mit Klienten arbeite und häufig am Telefon bin. Die leise Furcht, dass ein Zusteller klingeln könnte, wenn ich gerade mitten in einer Sitzung bin, begleitet mich häufig.

Obwohl ich mittlerweile umgezogen bin und die Nachbarin nicht mehr da ist, ist

das Versandgeschäft nach wie vor ein ziemlicher Stressfaktor

für mich. Natürlich bestelle ich doch dann und wann etwas online. Kürzlich erst bekam ich einen Karton mit neuen Flyern (die in der Internetdruckerei nur einen Teil dessen kosten, was ich in einer Druckerei vor Ort bezahlen würde). Das Versanddatum konnte ich mir nicht aussuchen. Am Abend bekam ich die Nachricht mit der Zustellung am nächsten Tag. Das trieb meinen Stresspegel gewaltig in die Höhe. Der nächste Tag war mein Praxistag und ich war folglich gar nicht zuhause. Schnell habe ich noch versucht, mich in das DHL-Portal einzuloggen um den Zustellungstag zu ändern. Unmöglich, meine E-Mail gab es schon, das Passwort klappte aber nicht …

Sie wissen sicherlich selbst, dass man mit diesen technischen Herausforderungen locker eine halbe Stunde vor dem Computer verbringen kann. Die nächste Postfiliale, wo die Pakete üblicherweise dann abgegeben werden, ist ziemlich weit entfernt und 1000 Flyer haben ein beachtliches Gewicht, so dass ich also sicher sein konnte, diesen Karton unter keinen Umständen alleine nach Hause bringen zu können. Von daher gab ich mein Bestes. Aber es war nichts zu machen. Irgendwann musste ich es einsehen und aufgeben. Also habe ich die Angelegenheit „nach oben“ abgegeben.

Am nächsten Tag habe ich mich sehr beeilt, nach Hause zu kommen. Keine Benachrichtigung im Briefkasten, das war schon mal sehr vielversprechend. Das Paket lag dann vor meiner Haustür … Danke! Danke!

Bild: Mohammad Hassan, Pixabay

Das war definitiv eine sehr schöne Erfahrung – aber sofort regte sich bei mir wieder ein schlechtes Gewissen, weil ich nicht die Absicht habe, Pakete für meine Nachbarn anzunehmen, um meine Ungestörtheit zu verteidigen.

8,– EUR weniger pro Packung

Vor kurzem habe ich übrigens nach Einsparungsposten in meinem Haushalt gesucht und bin darauf gestoßen, dass das Nahrungsergänzungsmittel, das ich gegen meine Nebennierenschwäche nehme, in einer Internetapotheke 8,- EUR weniger pro Packung kostet. Das wollte ich nicht so hinnehmen, zumal ich einen ziemlichen Verbrauch an diesem Produkt habe. Also doch noch einmal zurück zum Internetversand. Mittlerweile habe ich eine Apotheke gefunden, mit der ich zufrieden bin.

Meine  Päckchen lasse ich jetzt immer an eine Poststation senden. Das ist für den Zusteller (hoffentlich) gut und ich kann zumindest selbst über meine Zeit verfügen, um es mal halbwegs neutral zu formulieren. Für mich hat sich als das Ärgerlichste an der ganzen Angelegenheit herausgestellt, dass ich letzten Endes sehr viel mehr Zeit investieren muss, als wenn ich in einen Laden gehe, weil ich nach erfolgter Ankündigung einfach ans Haus gebunden bin. Ich muss auf den Fahrer warten, obwohl heute vielleicht der einzige schöne Tag in der Woche ist und ich ihn nutzen könnte, um im Garten zu arbeiten …

Auch sonst versuche ich jetzt kreativer umzugehen mit meinem Zwispalt zwischen Geschäft und Online-Handel. In meiner kleinen Stadt schließen immer mehr Geschäfte wegen des Internets. Einzig Klamottenläden, Nagelstudios, Imbisse, Friseure und Handyläden scheinen sich ganz gut zu halten.

Kürzlich war ich in einem Laden vor Ort

wo es Biomode gibt und habe dort ein paar Sachen anprobiert, auf die ich im Katalog schon ein Auge geworfen hatte. Das fand ich richtig cool. Da hat sich nämlich gleich herausgestellt, dass die Sachen, die ich haben wollte, mir nicht passten und standen, aber andere, die ich im Katalog nicht sehr attraktiv fand, richtig gut ausssahen …

Wie gehen Sie mit Online-Bestellungen um? Gehen Sie gerne einkaufen? Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Herzliche Grüße,
Ihre
Monika Richrath

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Monika Richrath

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Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

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Stressfalle Aufschieberitis

Stressfalle Aufschieberitis

STRESSFALLE AUFSCHIEBERITIS

Kennen Sie das auch? Eigentlich ist Ihr Schreibtisch pickepackevoll und Sie haben total viel Dinge zu erledigen. Aber irgendwie mögen Sie sich gar nicht an den Schreibtisch setzen. Plötzlich fallen Ihnen lauter Dinge ein, die Sie vorher noch ganz unbedingt erledigen müssen – selbst wenn es sich um Tätigkeiten handelt, die Sie sonst auch gerne mal aufschieben. Hauptsache, Sie kommen um den Schreibtisch herum …

etwas von links nach rechts räumen können hochsensible gut

copyright: Bru-NO-1981758 Pixabay

Erst, wenn es sich überhaupt nicht mehr vermeiden lässt, nehmen Sie nur zögerlich am Schreibtisch Platz und beginnen sich, mit den Aufgaben zu beschäftigen, die vor Ihnen liegen.

Vielleicht gibt es E-Mails, die beantwortet werden müssen. Aber keine davon ist einfach. Es muss immer etwas zusätzlich erledigt werden, vielleicht müssen Sie etwas nachsehen, erst mit einer anderen Person sprechen oder vielleicht eine innere Entscheidung treffen, wie Sie zu der Angelegenheit stehen. Sie starren Ihre E-Mail an und fühlen sich gelähmt. Überfordert mit der Angelegenheit. Und dann – welch eine Erleichterung – fällt Ihnen ein, dass Sie sich gar nicht heute entscheiden müssen. Morgen ist auch noch ein Tag. Vielleicht fällt Ihnen morgen die Entscheidung leichter.

Schon schlägt sie wieder zu – die Aufschieberitis

Eine Last fällt von Ihren Schultern. Erleichtert machen Sie die E-Mail wieder zu und schieben Sie bildlich gesehen wieder zurück auf den Stapel der unerledigten Dinge.

Am nächsten Tag das gleiche Spiel.

Das geht so lange, bis die Deadline nun wirklich dringend wird oder vielleicht noch überschritten wird. Prompt stehen Sie als jemand da, der unzuverlässig ist. Irgendwie scheinen Sie offenbar den Druck von außen zu brauchen, um wirklich in die Gänge zu kommen, sagen Sie sich vielleicht. Vielleicht beschleicht Sie sogar das Gefühl grundsätzlich einfach faul zu sein, nicht in der Lage zu sein, von sich aus initativ zu handeln?

Ich kenne Sie ja nun gar nicht – und natürlich hat Aufschieberitis mit Hochsensibilität an sich gar nichts zu tun, sondern ist ein Problem, das viele Menschen haben. Aber denn noch glaube ich, dass das Thema für Supersensible besonders interessant ist. Sich entscheiden zu müssen ist Stress pur für viele HSP. Vielleicht ist die Prokrastination (so der wissenschaftliche Name) deshalb besonders attraktiv, weil wir so ungern Entscheidungen fällen. Ich glaube das liegt an mehreren Faktoren:

  1. Hochsensible Menschen ziehen Konsequenzen immer in ihre Überlegungen mit ein. Sei es, dass ihnen entweder bewusst ist, welche Konsequenz(en) eine Handlung mit sich zieht, sei es, weil sie um die Konsequenzen wissen und diese nicht abschätzen können, sie aber fürchten.
  2. Wir wollen so gerne immer alles perfekt machen. Die meisten von uns mögen keine Fehler, weder die eigenen, noch die der anderen. Es könnte also gut sein, dass unsere Entscheidung sich als nicht richtig erweist. Möglich, dass wir das viel schlimmer bewerten, als es für andere tatsächlich zu sein scheint. Außerdem kratzt es sehr an unserem Perfektionanspruch.

Ich selbst habe übrigens auch eine ausgesprochen lästige Aufschiebeangelegenheit, die ich kaum in den Griff bekomme. Meine wunderbare neue Wohnung hat eine Schwachstelle: die winzige Küche, in der richtiges Kochen eigentlich nur dann möglich ist, wenn man peinlich Ordnung hält. Und es muss nur einmal geschehen, dass ich keine Lust habe, das Geschirr gleich nach dem Kochen und Essen zu spülen, dann sieht es sofort so überwältigend unordentlich aus, dass ich überhaupt keine Lust mehr habe, überhaupt in die Küche zu gehen – was dann bedeutet, dass ich dann auch nicht koche  (was wiederum nicht gut ist für mich, weil ich mein eigenes Essen am besten vertrage) und die Küche immer unordentlicher wird, weil ich einfach alles immer nur abstelle. Dabei weiß ich theoretisch natürlich ganz genau, dass es nur eine einzige Möglichkeit gibt für mich und meine Küche: immer sofort nach dem Essen zu spülen. Damit die Küche immer ordentlich ist und von mir gerne betreten wird.

Am meisten ärgert mich dann der total unnötige Stress, den ich mir selbst bereite. Denn das ist im Grunde genommen das Schlimmste an der Aufschieberitis, dass man sich selbst so unter Druck setzt. Und den Druck mit jedem Mal weiter erhöht. Denn jeder Blick in die Küche zeigt mir ja „Oh, da wartet diese Unordnung auf mich. Das muss ich noch erledigen.“

Das ist so was von überflüssig.

Kürzlich habe ich in einem Bücherschrank  das Buch „Simplify your Life“ von Werner Tiki Küstenmacher gefunden und darin herumgeschmökert. Und ich habe einen Tipp gefunden, den ich schon öfter gelesen habe (allein dieses Buch habe ich bestimmt schon 2–3 Mal gelesen), aber diesmal ist er auf besonders fruchtbaren Boden gefallen – vielleicht, weil ich endlich verstanden habe, dass ich mir mit der Aufschieberitis das Leben selbst vermiese. Der Rat lautet: nehmen Sie etwas nur einmal in die Hand und entscheiden Sie sofort, wie Sie die Angelegenheit lösen. Das ist schon alles.

hochsensible Menschen brauchen Ordnung

chaos-ordnung-chaostheorie-tafel-1536612/Geralt/Pixabay

Und ich habe eine Entscheidung getroffen

Die Entscheidung, auf meinem Schreibtisch nicht mehr alles bloß von links nach rechts zu räumen und einen Zettel nicht öfter als 2mal in die Hand zu nehmen. Immer gleich zu entscheiden, was ich in einer bestimmten Sache tun möchte. Denn ich muss es ja sowieso machen, früher oder später. Früher bedeutet: mit weniger Druck.

Und schon am Tage der Einführung ist mir bewusst geworden, was für eine Erleichterung dieses Vorgehen ist, einfach, weil der Druck auf einen selbst entfällt, den man sich macht, weil etwas noch zu erledigen ist.

Der Selbstabwerter

Bei vielen hochsensiblen Menschen ist der Selbstabwerter (gibt es eine Selbstabwerterin?) sehr aktiv. Der hat bei solchen Gelegenheiten nämlich Oberwasser, weil er Ihnen Gelegenheit gibt, Sie so richtig schön runterzuputzen. Ihm (oder ihr?) kann man damit wunderbar das Wasser abgraben, wenn man sich immer gleich entscheidet.

Noch was geschieht dann:

Sie haben viel mehr Zeit!

Weil Sie weniger Zeit mit unnötiger Räumerei verbringen, weniger Zeit mit unnötigen Ausweichtätigkeiten und weniger Zeit sich selbst zu beschimpfen. Da wird Energie frei, die Sie mit anderen, schönen Dingen und Tätigkeiten füllen können. Der beste Effekt kommt zum Schluss:

Sie erleben sich selbst als eine kraftvolle Persönlichkeit

die Ihr Leben aktiv gestaltet. Und das ist wirklich unbezahlbar.

Leiden Sie auch unter Aufschieberitis? Was unternehmen Sie um dagegen anzugehen? Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Herzliche Grüße,
Ihre
Monika Richrath

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

In meinem kostenlosen E-Mail Kurs lernen Sie, wie Sie besser mit Stress, Überforderung und Erschöpfung aus der Hochsensibilität umgehen können.

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Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und drei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto, Nebennierenschwäche) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

„Das hat mir eigentlich ganz gut geholfen …

„Das hat mir eigentlich ganz gut geholfen …

DAS HAT MIR EIGENTLICH SEHR GUT GEHOLFEN …

… aber dann ging es mir besser und ich habe nicht mehr so oft geklopft.“ Das ist eine der Aussagen, die ich am häufigsten höre, nicht nur von meinen Klienten und Klientinnen, sondern auch von Menschen, die die Klopfakupressur im Rahmen meines E-Mail-Kurses ausprobieren.

Bild: Uschi_Du, Pixabay

Häufig bekomme ich geradezu euphorische Reaktionen,

wie zum Beispiel diese:

„Ich bin ja so dankbar für die Erfahrung, klopfakkupressur ausprobiert zu haben! …Ich bin immer noch erstaunt und verblüfft und kann es kaum glauben,aber der Stress,die Selbstvorwürfe und die Traurigkeit sind einfach weg! Ich ertappe mich dabei wie ich singe oder Pfeife, ich schlafe tief und wache erholt auf (und das trotz nächtlicher Störungen unseres jüngsten) und habe wieder Geduld mit den Kindern und bin einfach viel mehr „da“!“

Diese Person schrieb mir später noch einmal, dass sie nach einigen Tagen klopfen ruhiger und gelassener sei und daraufhin einfach das Klopfen vergesse. Erst, wenn die Lage sich wieder verschlimmere, erinnere sie sich daran und würde wieder mit dem Klopfen beginnen.

Ich denke, so geht es sehr vielen Menschen, die die Klopfakupressur ausprobieren. Ich hatte mir schon länger vorgenommen, hierzu einmal einen Beitrag zu verfassen.

Mein Lebenslauf motiviert offenbar viele Menschen

Auf diesem Blog erzähle ich viel über mich selbst und das Erleben meiner Hochsensibilität. Das tue ich bewusst, es ist mir schließlich ein Herzensanliegen, Sie davon zu überzeugen, dass es möglich ist, leichter oder besser mit Hochsensibilität umzugehen und es einen Weg aus ständiger Überforderung und chronisch erhöhtem Stresslevel gibt. Und was könnte überzeugender sein als meine eigene Lebensgeschichte?

Ich habe mich um 180° gedreht

  • von der sozialen Katastrophe, mit der der Umgang schwierig war zu jemandem, mit dem andere Menschen (bestimmt nicht alle!) gerne zusammen sind,
  • von jemandem, der so schüchtern war, dass er Augenkontakt mit Fremden vermied zu jemandem, der Spaß daran hat, Seminare vor fremden Menschen zu halten,
  • von jemandem, der depressiv und chronisch niedergeschlagen war zu einem fröhlichen Menschen,
  • von jemandem, der nichts und niemandem vertraute in eine äußerst vertrauensvolle Person (tatsächlich muss ich mir heute manchmal sagen lassen, dass ich naiv sei)

Aber das ging natürlich nicht über Nacht

Obwohl die Zeit, die es dauerte, natürlich sehr kurz war gemessen an der Spanne meines Lebens. Klienten und Klientinnen, die über einen langen Zeitraum klopfen, erreichen häufig ebenso spektakuläre Verwandlungen – schließlich bin ich nichts Besonderes. Nur eine Sache unterscheidet die langjährigen KlopferInnen nämlich von den anderen:

Beharrlichkeit

Beharrlichkeit ist das A und O beim Klopfen, jedenfalls wenn Sie grundlegende Veränderungen Ihres Lebens anstreben. Im Prinzip kann jedeR ja erreichen, was ich erreicht habe (außer es liegen sehr schwerwiegende Traumata vor, oder Ihnen ist das Klopfen grundsätzlich unangenehm oder Sie mögen diese Methode einfach nicht).  Für kurzfristige Verbesserungen mag ein gelegentliches oder kurzfristiges Klopfen ausreichen (Sie sehen ja an dem oben erwähnten Feedback, dass es auch so funktioniert) – es ist allerdings davon auszugehen, dass Sie dann immer eher an der Oberfläche bleiben, statt wirklich etwas aufzulösen. Aber vielleicht soll das auch so sein, denn

Veränderung kann Angst auslösen

vor allen Dingen, wenn man seine eigene Identität schon mit den gegenwärtigen Zuständen verknüpft hat. Wenn ich von mir denke, dass ich die Person bin, die immer überfordert ist und mich unmöglich mit der Welt befassen kann, weil ich permanent auf dem Rückzug bin, kann der Gedanke an Veränderung sehr viel Stress auslösen. Wenn ich nicht mehr diese Person bin, wer bin ich denn dann überhaupt? Und will ich eigentlich wirklich in der Welt erscheinen?

Was Klopfakupressur bewirken kann,

also, die wahre (wirkliche) Veränderung, die durch langfristiges Klopfen entsteht, ist die (Rück)eroberung der Selbstbestimmung – was sehr viel damit zu tun hat, wie Sie sich der Welt zeigen und wie die Welt Sie wahrnimmt. Allein der Gedanke, seine Bedürfnisse bestimmt gegenüber anderen zu äußern kann sich bedrohlich anfühlen und natürlich tatsächlich auch im Außen durchaus zu Schwierigkeiten führen. Das möchte ich an dieser Stelle nicht verheimlichen. Schließlich sind die anderen von Ihnen gewohnt, dass Sie immer zurückstecken und nehmen Ihre Bedürfnisse darum vielleicht nicht ernst. Aber es ist u. a. ja gerade dieses Gefühl, dass Ihre Bedürfnisse nicht gesehen werden, das Ihnen Stress bereitet. Unter anderem. Manchmal mehr, manchmal weniger. Und wenn man es schafft, seine Bedürfnisse (ruhig!) auszudrücken, dann hat man schon sehr viel geschafft und erlebt sich weniger als Opfer oder Spielball anderer, ist weniger ohnmächtig.

Die Klopfakupressur tut hochsensiblen Menschen gut

Bild: privat

Das kann den ganzen Blick auf die Welt ändern

und auch den Blick auf sich selbst. Ich selbst habe ganz ganz ganz lange Zeit gedacht, ich gehöre gar nicht zur Gesellschaft, ich stehe vollkommen außerhalb, weil ich so anders bin. (Viele hochsensible Menschen erleben etwas Ähnliches). Das war Isolation pur. Dieses Gefühl habe ich vollkommen hinter mir gelassen. Mittlerweile denke ich, dass ich ein Teil der Gesellschaft bin, ein Teil sogar, der etwas Wichtiges zur Gesellschaft beiträgt und habe ein Gefühl für meinen eigenen Wert entwickelt.

Wie können Sie das nun schaffen?

Am einfachsten ist es wirklich, sich ein Klopfritual zu schaffen, eine kleine Auszeit für sich selbst. Die 2–5 Minuten am Tag haben Sie immer übrig, ganz egal, ob Sie Kinder haben, kranke Eltern pflegen oder beruflich sehr eingebunden sind. Es ist vollkommen egal, zu welcher Tages- oder Nachtzeit Sie das machen, ob Sie dabei sitzen, liegen oder laufen …Nur eine Einschränkung gibt es: wenn Sie das Klopfen grundsätzlich belebt, sollten Sie es nicht vor dem Schlafengehen machen, das wäre dann kontraproduktiv.

Sie haben noch nie von Klopfakupressur gehört, sind aber neugierig? Dann probieren Sie sie einfach einmal aus. Wenn Sie sich hier eintragen, können Sie  an meinem kostenlosen E-Mail-Kurs teilnehmen. Das ist vollkommen unverbindlich und verpflichtet Sie zu nichts.

Fällt es Ihnen auch schwer, am Ball zu bleiben? Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Herzliche Grüße,
Ihre
Monika Richrath

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

In meinem kostenlosen E-Mail Kurs lernen Sie, wie Sie besser mit Stress, Überforderung und Erschöpfung aus der Hochsensibilität umgehen können.

Ihre E-Mail-Adresse wird bei meinem E-Mail-Provider Active Campaign gespeichert. Sie können sich jederzeit problemlos aus dieser Liste austragen. Ihre Daten werden nicht an Dritte weitergegeben.

Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und drei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto, Nebennierenschwäche) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig