Was Sicherheit uns bedeutet

Was Sicherheit uns bedeutet

Ich glaube, dass die Bedeutung der Sicherheit für unser eigenes Leben allgemein ziemlich unterschätzt wird. Wenn gesagt wird, dass jemand “ in Sicherheit“ ist, gehen wir erst einmal von körperlicher Unversehrtheit aus, bzw. von einem Schutz, der der Erhaltung der körperlichen Unversehrtheit dient. Wir haben dabei weniger im Blick, dass „Sicherheit“ fast unser gesamtes Denken und Handeln bestimmt und die Grundmotivation allen Handelns ist.

Vermutlich haben Sie schon einmal von der Bedürfnispyramide, bzw. der Maslowschen Bedürfnishierarchie gehört, ein Modell, das von dem amerikanischen Psychologen Abraham Maslow stammt und in dem er versucht, eine Rangfolge menschlicher Bedürfnisse und Motivationen zu beschreiben. Die Pyramidenform, in der dieses Modell hauptsächlich bekannt ist, stammt übrigens nicht von ihm selbst, was uns aber nicht weiter beschäftigen muss, ebensowenig, dass dieses Modell seit seiner Entstehung vielkritisiert wurde.

Die Bedürfnispyramide erklärt unser Sicherheitsbedürfnis

Wie Sie sehen können, kommt die Sicherheit dabei direkt hinter den physiologischen Grundbedürfnissen wie essen, trinken und schlafen.

Sicherheit das bedeutet nicht nur körperliche Unversehrtheit, es bedeutet auch z. B. materielle Sicherheit, wie es uns ein geregeltes Einkommen bieten kann oder finanzielle Unabhängigkeit.

 

Wie würden Sie „Sicherheit“ für sich definieren?

Wenn ich so in mich hineinhorche, dann wäre meine Definition von Sicherheit das Gefühl, dass es keine Bedrohungen irgendwelcher Art gibt. Hochsensibilität könnte in diesem Zusammenahng natürlich dazu führen, dass wir uns schneller bedroht fühlen als andere. Dabei geht es um wesentlich mehr als nur den finanziellen Rahmen. Nahezu alles kann sich bedrohlich anfühlen.

Wir können uns z. B. bedroht fühlen, wenn

  • unser Selbstbild ins Wanken gerät
  • wir unsere Komfortzone verlassen sollen
  • wir erfolgreich sind (nicht nur, aber auch in finanzieller Hinsicht)
  • sich das Gefüge unserer sozialen Beziehungen verändert
  • wir für uns selbst einstehen sollen
  • wir unsere Gefühle zeigen sollen
  • wenn wir unsere Gefühle als unkontrollierbar erleben
  • wenn wir das Gefühl haben, uns gegen die Eltern zu wenden
  • wir uns verlieben oder uns in anderer Weise gefühlsmäßig auf einen Menschen oder eine Gruppe einlassen

etc. um nur ein paar Möglichkeiten zu benennen. Zu dem Thema Sicherheit hatte ich schon einmal einen Artikel geschrieben, über Dinge, die sich nicht sicher anfühlen können.

Unsere Sicherheitsbedürfnisse haben sehr viel zu tun mit unseren Grundüberzeugungen und Glaubenssätzen, darauf, wie wir die  die Welt sehen, damit, was wir über die Welt gelernt haben. Als Säugling und Kleinkind (vermutlich schon seit der Zeugung) wissen wir instinktiv, dass unser Überleben von unseren Eltern abhängt. Wir sind in diesem Alter jedoch nicht in der Lage, Situationen objektiv zu beurteilen, da wir uns selbst als Mittelpunkt erleben und alles, was passiert, auf uns selbst beziehen.

Wenn sich also ein Elternteil unerwartet von uns abwendet,

kann dies durchaus einen lebensbedrohenden Charakter haben. Wir wissen ja nicht, ob es vorübergehend ist und dass es gleich anders sein kann, weil es für uns nur das Jetzt gibt und sonst nichts. Das Unterbewusstsein versucht mit seinen beschränkten Mitteln die Situation zu erklären (denn es muss ja dafür sorgen, dass uns nicht geschieht). Oft zieht es dann Schlussfolgerungen wie: Ich bin nicht gut genug, ich bin es nicht wert, geliebt zu werden usw.

Eine einzige Situation kann durchaus ausreichen,

um eine Grundüberzeugung zu entwickeln, die sich auf das ganze Leben auswirkt. Sicher ist jedenfalls, dass wir im Laufe unseres Lebens einen ganzen Katalog an Glaubenssätzen entwickeln, die eins gemeinsam haben: sie sollen für unsere Sicherheit sorgen, bzw., jedes Mal, wenn wir in eine Situation geraten, die der ursprünglichen Situation in irgendeiner Form ähnelt, können wir uns existentiell bedroht fühlen, ohne uns vielleicht erklären zu können, wo dieses massive Gefühl der Bedrohung herkommt. Auch dies dient unserem Schutz, das Unbewusste möchte  vermeiden, dass wir eine ähnliche lebensbedrohliche Situation wieder erleiden müssen und reagiert daher mit Stress.

Besonders wichtig ist dabei:

Manche Situationen können sich so bedrohlich anühlen (ohne dass es uns bewusst ist), dass wir nicht in der Lage sind, sie zu verändern, solange wir uns nicht mit dem Sicherheitsaspekt beschätigen. Zum Beispiel könnte eine Person unbedingt abnehmen wollen. Sie strengt sich an wie verrückt, aber es funktioniert einfach nicht. Dabei kann die Motivation durchaus sein, sich selbst als attraktiver zu erleben. Aber die Konsequenz aus der gesteigerten Attraktivität kann sich grauenvoll anfühlen für das Sicherheitsbedürfnis dieser Person. Vielleicht wird sie dann als möglicheR SexualpartnerIn wahrgenommen, und entsprechende Angebote werden an sie herangetragen. DAS will sie auf keinen Fall. Und weil das so ist, wird es mit dem Abnehmen nichts werden, dafür sorgt das Unbewusste dieser Person, denn es möchte sie ja schützen. Denken Sie daran: alle Ihre Systeme arbeiten für, nicht gegen Sie!

Glaubenssätze kann man zum Glück verändern

z. B. durch die Klopfakupressur. Gerade bei Sicherheitsthemen kann das Klopfen Wunder wirken, z. B., indem man statt „liebe und akzeptiere ich mich voll und ganz“ sagt „bin ich sicher“ oder „bin ich in Sicherheit“ oder „bin ich behütet und beschützt.“

Manchmal können sich Grundüberzeugungen aber auch ganz von allein verändern, oder Huckepack im Gepäck anderer Glaubenssätze.

In den vergangenen Wochen wurden meine Sicherheitsbedürfnisse wegen der Eigenbedarfskündigung, die ich bekommen habe, auf eine ziemlich harte Probe gestellt … Alle möglichen Glaubenssätze tauchten auf, nicht nur meine eigenen. Angefangen von: „Du wirst unter der Brücke schlafen“ (von meiner Mutter), über „Sie sollten das annehmen“ (meine Vermieterin) bis hin zu „Kein Vermieter will mich“ (mein eigener).

Diese Woche habe ich selbst so eine Art Erleuchtung gehabt, was meine eigenen Glaubenssätze angeht. Bislang habe ich fast nur in eher kleinen Wohnungen gelebt, meistens in 1-Zimmer-Wohnungen. In größeren Wohnungen fühlte ich mich nicht wohl. Ich habe mir das immer erklärt mit: zuviel Platz.

Nun bin ich ja in eine größere Wohnung gezogen, in der ich mich sehr wohl fühle – so, als wäre ich schon immer dort gewesen. Am Anfang war der viele Platz tatsächlich verwirrend. Kurzfristig tauchte auch das Gefühl existentieller Bedrohung auf, aber nach ein bis zwei Tagen war es verschwunden. Vielleicht wegen meines Wohlgefühls. Jedenfalls wurde mir an einem Tag schlagartig klar, woher das Gefühl der Bedrohung kam: Es hat natürlich einen Zusammenhang mit der Wohnung, in der ich aufgewachsen bin (3 Zimmer).

Es ist eigentlich ganz einfach: wenn ich in einem Zimmer bin, kann ich nicht wissen, was in den anderen Zimmern vor sich geht. Offenbar meint mein Unbewusstes, dass ich das wissen sollte. Es erklärt sehr gut meine bisherige Vorliebe für 1-Zimmer-Wohnungen: Da habe ich immer alles im Blick und unter Kontrolle. Das ist in der neuen Wohnung offenbar nicht mehr notwendig. Wunderbar, zumal ich dieses Thema meines Wissens nach niemals bewusst bearbeitet habe, hat es sich dennoch erledigt, das finde ich klasse.

Dies ist nur ein klitzekleiner Ausschnitt aus dem Thema Sicherheit.  Was bedeutet Sicherheit für Sie? Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Herzliche Grüße,
Ihre
Monika Richrath

Bildnachweise: Pixabay

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

In meinem kostenlosen E-Mail Kurs lernen Sie, wie Sie besser mit Stress, Überforderung und Erschöpfung aus der Hochsensibilität umgehen können.

Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und drei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto, Nebennierenschwäche) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

Partnerlinks

*Bei den Links, die mit einem * gekennzeichnet sind,  handelt es sich um Partnerlinks. Wenn Sie auf diesen Link klicken und über diesen Link einkaufen, erhalte ich von Ihrem Einkauf eine Provision. Für Sie verändert sich der Preis nicht.

Was sind eigentlich PUs?

Was sind eigentlich PUs?

Vielleicht sind Sie mit der Klopfakupressur schon einmal an einen Punkt gekommen, an dem es einfach nicht weiterzugehen schien.

Es wäre sehr gut möglich, dass Sie es in diesem Fall mit einer PU zu tun haben. PU ist eine Abkürzung für Psychische Umkehr und bezeichnet eine Heilungsblockade.

Viele Menschen tun sich mit PUs schwer

dabei ist das Konzept gar nicht so schwer zu verstehen, bzw. ich werde mich bemühen, diese Heilblockaden hier besser verständlich zu machen. Vorab sei gesagt, dass der Entwickler der EFT-Klopftechnik ®, Gary Craig, sich vom Konzept der PUs sich vollkommen distanziert hat, wofür ich persönlich aber überhaupt keine Notwendigkeit sehe, zumal ich auch bei meinen KlientInnen häufig sehe, dass diese

PUs im Zusammenhang mit der Hochsensibilität

häufig vorhanden sind, bzw. dadurch vielleicht häufig verschlimmert werden, weil es zum einen oft eine Schwierigkeit damit gibt, Dinge loszulassen. Zum anderen gibt es häufig ein Problem mit dem Selbstwert durch das empfundene Anderssein und in der Folge Probleme damit, etwas „zu verdienen“.

Der Begriff der „Psychischen Umkehr“ klingt tatsächlich kompliziert, aber wenn Sie ihn durch „Heilblockaden“ ersetzen, wird sofort verständlicher, worum es geht.

Stellen Sie sich vor, Sie möchten etwas in Ihrem Leben verändern und stoßen dabei auf die Klopfakupressur. Vielleicht sind Sie ein sehr kopfgesteuerter Mensch, der die Klopfakupressur zwar ausprobieren wird, aber von vornherein große Zweifel hat, ob etwas so Einfaches tatsächlich etwas bewirken kann. (Die Frage „Warum machen das dann nicht alle?“ wird mir wirklich ziemlich häufig gestellt). Sie fangen an zu klopfen, bemerken vermutlich, dass es sich irgendwie gut anfühlt auf körperlicher Ebene, aber weil Sie schon von Anfang an Zweifel haben, sind Sie zum einen nicht mehr richtig offen, zum anderen werden Sie eventuelle spätere, weitergehende Veränderungen einfach nicht bemerken. Damit wir uns richtig verstehen,

die Klopfakupressur funktioniert nicht, weil Sie daran glauben

sondern weil es handfeste Reaktionen auf der körperlichen Ebene gibt, wie die Ausschüttung von körpereigenen Opioiden, Serotonin etc.,kurzum Botenstoffen, die sich beruhigend auf die Stressreaktion Ihres Körpers auswirken und insgesamt ausgleichend wirken.

Dies alles wird durch das Klopfen ausgelöst. Egal, ob Sie daran glauben oder nicht.

Aber natürlich gibt es auch Reaktionen auf der psychologischen Ebene, die sehr subtil sein können und meistens so  vollkommen unaufgeregt daher kommen, dass man sie auch gut übersehen kann – weil sie sich so natürlich anfühlen (z. B., wenn man plötzlich in einer Situation ganz anders reagiert als gewöhnlich). Wenn Sie aber nicht bereit sind, diese Veränderungen überhaupt wahrzunehmen (was sehr wahrscheinlich ist, wenn Sie die Wirkung an sich anzweifeln), dann gibt es von vornherein eine Blockade und die Klopfakupressur kann nicht ihr ganzes Potential entfalten.

Es gibt viele Formen von Blockaden

Die Blockaden entstehen immer in uns selbst und sind häufig verbunden mit der Angst, etwas Bestimmtes loszulassen, dahinter kann z. B. stecken

  • Angst vor Veränderung
  • Angst die eigene Identität zu verlieren
  • Angst illoyal zu sein anderen Menschen gegenüber
  • Angst davor, etwas nicht zu verdienen
  • Angst davor, nicht sicher zu sein

Der Begriff der Psychischen Umkehr stammt von Roger Callahan und bezeichnet eine Umkehrung des Energieflusses im Körpersystem.

Die verschiedenen Formen der PU

Problemspezifische PU

Vielleicht haben Sie sich schon einmal gefragt, warum eigentlich jeder Satz mit Formulierung „Auch wenn (dies und das ist) …“ beginnt? Der Satz beginnt im Grunde genommen mit einer problemspezifischen PU. Es ist sozusagen eine Präventivmaßnahme, für den Fall, dass es ein Problem damit gibt, sich überhaupt mit diesem Problem zu befassen …

Die massive PU

Sie kann sich auf das ganze Leben auswirken und vielleicht stellen Sie fest, dass Heilmaßnahmen entweder gar nicht wirken oder nicht so, wie Sie sollten. Dahinter könnte die Grundüberzeugung stecken, dass die ganze Welt gegen Sie ist. Wenn Sie den Verdacht haben, dass Sie an dieser Art von Blockade leiden, klopfen Sie keine Sätze, sondern reiben alle 1–2 Stunden den wunden Punkt und sagen dabei „Ich liebe und akzeptiere mich mit all meinen Einschränkungen“

Die massive Selbstwert PU

Dies ist eine Unterform der massiven PU. Ihr liegt die Überzeugung zugrunde, dass man es nicht verdient glücklich zu sein. Davon sind z. B. Menschen besonders betroffen, die burnoutgefährdet sind, zu wenig an sich selbst denken, zu viel Verantwortung übernehmen, Harmonie brauchen (beim Schreiben fällt mir auf, dass dies hochsensible Menschen häufig betrifft …). Die Behandlung einer massiven Selbstwert PU: Alle 1–2 Stunden den Punkt auf dem Kinn klopfen und dabei sagen „Auch wenn ich es nicht verdiene, glücklich zu sein, liebe und akzeptiere ich mich voll und ganz.“ (oder etwas Ähnliches).

Wenn Sie das Gefühl haben, eine dieser beiden Blockaden trifft auf Sie zu, versuchen Sie, meine Klopfvorschläge ein paar Monate lang durchzuziehen. Und bevor Sie jetzt entsetzt sind über den langen Zeitraum: geben Sie sich selbst eine Chance und probieren Sie es aus. Ich kann Ihnen vorab schon sagen, dass man es meistens nicht alle 1–2 Stunden schafft. Probieren Sie es trotzdem aus. Selbst wenn Sie es nur 3 Mal am Tag machen, ist es schon gut und wirkt es, aber natürlich braucht es dafür einen längeren Zeitraum …

Tiefsitzende PU

Manchmal hat man das Gefühl, man kann ein Problem grundsätzlich nicht lösen. Diesem Problem könnte man so auf den Leib rücken, dass man vor jedem Klopfdurchgang den Punkt unter der Nase beklopft und dabei 3 Mal den Satz sagt „Auch wenn ich xy nicht lösen kann, liebe und akzeptiere ich mich voll und ganz.“

Problemspezifische Selbstwert PU

Zuguterletzt gibt es noch als letzte Kombination die problemspezifische Selbstwert PU, wenn Sie nämlich das Gefühl haben, dass Sie es nicht verdienen, ein Problem grundsätzlich zu lösen.

Diesem können Sie begegnen, indem Sie vor dem normalen Klopfen den Punkt unter der Nase klopfen und dabei 3 x den Satz sagen „Auch wenn ich es nicht verdiene, xy zu lösen, liebe und akzpetiere ich mich voll und ganz.“

Ich hoffe, ich konnte das Konzept der PUs, bzw. Heilblockaden etwas verständlicher machen. Eine PU aufzulösen, bedeutet nicht, dass man das ursprüngliche Problem damit auflöst, sondern, dass man sozusagen HIndernisse aus dem Weg räumt, die die Auflösung des Problems behindern.

Haben Sie schon Erfahrungen gemacht mit Heilblockaden oder mit der Arbeit mit PUs? Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Herzliche Grüße,
Ihre
Monika Richrath

Bildnachweis: Privat

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

In meinem kostenlosen E-Mail Kurs lernen Sie, wie Sie besser mit Stress, Überforderung und Erschöpfung aus der Hochsensibilität umgehen können.

Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und drei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto, Nebennierenschwäche) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

Partnerlinks

*Bei den Links, die mit einem * gekennzeichnet sind,  handelt es sich um Partnerlinks. Wenn Sie auf diesen Link klicken und über diesen Link einkaufen, erhalte ich von Ihrem Einkauf eine Provision. Für Sie verändert sich der Preis nicht.

Wie ich meine Hochsensibilität entdeckt habe

Wie ich meine Hochsensibilität entdeckt habe

Die Tage ist mir im Netz ein Test über den Weg gelaufen, der für meinen eigenen Weg eine Schlüsselrolle gespielt hat.

Ich glaube, ich habe noch nie erzählt, wie ich eigentlich herausgefudnen habe, dass ich hochsensibel bin. Dies ist eine gute Gelegenheit, es nachzuholen.

In der zweiten Hälfter der 1990er war ich schon unterwegs in Richtung meines mittlerweile 3. Burnouts und habe versucht, so viel wie möglich über mich herauszufinden.

Eines Tages stieß ich im Internet auf eine englischsprachige Seite, die Keirsey.com heißt, auf der man einen Persönlichkeitstest machen konnte (damals unentgeltlich).

Bei diesem Test geht es um

vier verschiedene Temperament-Grundtypen:

Artisan, Guardian,  Idealist, Rational. Diese lassen sich auch wieder jeweils in 4  verschiedene Grundtypen unterteilen, die jeweils mit einem Kürzel bezeichnet werden:

Artisan: Promoter (ESTP), Performer (ESFP), Crafter (ISTP), Composer (ISFP)

Guardian: Supervisor (ESTJ), Provider (ESFJ), Inspector (ISTJ), Protector (ISFJ)

Idealist: Teacher (ENFJ), Champion (ENFP), Counselor (INFJ), Healer (INFP)

Rational: Fieldmarshal (ENTJ), Inventor (ENTP), Mastermind (INTJ), Architect (INTP).

Ich denke, dass ich so gerne Persönlichkeitstest machte, war auch der Tatsache geschuldet, dass ich keine richtige Vorstellung davon hatte, wer ich eigentlich war und von mir  selbst ohnehin nur ein sehr verzerrtes Bild hatte, weil ich meine vermeintlichen schlechten Eigenschaften überdeutlich wahrnahm, mir meiner positiven Qualitäten aber in keinster Weise bewusst war.

Ich habe also diesen Test gemacht und mein Testergebnis war:

Idealist Healer

Dort stand damals auch, dass nur 1 % aller Menschen zu diesem Typ gehören. Ich war wie vom Donner gerührt. Audrey Hepburn (mit der ich mich Zeit meines Lebens irgendwie verwandt gefühlt habe) sollte übrigens auch eine idealistische Heilerin sein.

Nur 1 %

Das erklärte alles. Das erklärte, warum ich mich so anders fühlte als alle anderen. Ich WAR anders. Es lag nicht daran, dass ich irgendwie unfähig war, mit anderen zurecht zu kommen (obwohl das ja auch eine sehr lange Zeit in meinem Leben tatsächlich so war), oder dass ich mir etwas einbildete, es war tatsächlich so.

Eine zentnerschwere Last fiel von meinen Schultern

Die Last meines eigenen Selbsts, die Last meines bisherigen Lebens. Ich hatte die Erklärung für mich selbst gefunden. Und ich SOLLTE wohl so sein, ich war offenbar so gedacht, das heißt, das meine bisherigen Erfahrungen, so bitter sie vielleicht gewesen waren, einen Sinn hatten (auch wenn ich ihn vielleicht erst einmal nicht erkennen konnte).

Falls ich jemals in die Verlegenheit kommen sollte, mein Leben auf fünf Schlüsselmomente reduzieren zu müssen, dann wäre dies mit Sicherheit einer. Denn dies war der Moment, in dem ich begann, Vertrauen zu fassen. Vertrauen in mich selbst, in die Welt und ja, auch ins Universum. Es war ja sozusagen alles gut.

Wenn Sie mögen schauen Sie sich die Seite mal an, ich weiß nicht, ob es die englische Sprache ist, aber jedes Mal, wenn ich lese, was dort über den Idealist Healer steht, werde ich total gerührt …

Da der Text ja auf englisch war, habe ich noch weiter nach dem Test in deutsch gesucht und habe diesen Test auch gefunden. Dort bekam ich sogar noch die Abkürzung INFP mit auf den Weg. Damit habe ich dann weiter gegoogelt und bin ganz schnell irgendwo in einem Forum gelandet (von denen es damals noch viele gab). Dort tauchte dann ganz schnell

der Begriff „hochsensibel“

auf.  Ach?  Diese Bezeichnung war mir vollkommen neu, aber natürlich sofort einsichtig. Dort wurde das Buch von Elaine Aron erwähnt, das damals das einzige erhältliche Buch zum Thema war. Ich habe es mir sofort bestellt, mich innerhalb von zwei Tagen hindurchgefräst. Aber dann

war es das leider für die nächsten Jahre.

Obwohl ich mich zu 100 % erkannte und endlich gesehen fühlte, fing ich zunächst einmal gar nichts mit diesem Wissen an. Es war mir damals nicht klar, dass

Erkennen ein wichtiger Schritt

ist, aber eben nur ein winzigkleiner Schritt im Vergleich zu den vielen Schritten, die die Integration und Umsetzung in das eigene Leben mit sich bringt. So hat es alles in allem noch ein paar Jahre gedauert, bis ich bereit war, mein Leben meiner Hochsensibilität anzupassen und nicht umgekehrt. Heute weiß ich

die Umsetzung ist ein lebenslanger Prozess

der nie aufhört, aber manche Schritte sind eben größer und wichtiger als andere. Das Klopfen hat mir dabei wirklich sehr geholfen, weil ich so zu mir selbst gekommen bin, und begonnen habe, mich selbst wichtig zu nehmen meine eigenen Bedürfnisse nicht mehr in den Hintergrund zu stellen, sondern mich vielmehr von ihnen leiten lasse.

Wie haben Sie herausgefunden, dass Sie hochsensibel sind? Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Herzliche Grüße,
Ihre
Monika Richrath

P.S. Der Test beruht übrigens auf Persönlichkeitstypen, die C.G. Jung entwickelt hat und dann von Isabel Briggs Myers/Katharine Cook Briggs zum Myers-Briggs Typenindikator und David Keirsey zum Keirsey Temperament Sorter weiterentwickelt wurden.

Ich mache diesen Test immer wieder mal ganz gerne zwischendurch und bin mittlerweile nicht mehr so auf die „Heilerin“ festgelegt, sondern finde mich gelegentlich auch in der „Beraterin“ wieder. Das passt ja auch gut 🙂

Bildnachweise: Pixabay

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

In meinem kostenlosen E-Mail Kurs lernen Sie, wie Sie besser mit Stress, Überforderung und Erschöpfung aus der Hochsensibilität umgehen können.

Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und drei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto, Nebennierenschwäche) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

Partnerlinks

*Bei den Links, die mit einem * gekennzeichnet sind,  handelt es sich um Partnerlinks. Wenn Sie auf diesen Link klicken und über diesen Link einkaufen, erhalte ich von Ihrem Einkauf eine Provision. Für Sie verändert sich der Preis nicht.

Was Überforderung mit Bindungserfahrungen zu tun hat

Was Überforderung mit Bindungserfahrungen zu tun hat

In der letzten Zeit bin ich einer überwältigenden Fülle von aufregenden Informationen begegnet, die ich hoffentlich so nach und nach auf diesem Blog aufbereiten und Ihnen zur Verfügung stellen kann.

Sehr spannend ist zum Beispiel der Zusammhang zwischen erlebten Bindungserfahrungen in der Familie und einer als grundsätzlich und absolut erlebten Überforderung. Es stellt sich natürlich die Frage, inwieweit dies mit der eigenen Hochsensibilität zusammenhängt, oder ob sie vielleicht durch den permanenten Stress verstärkt wird? Mir scheint, dass dies einer der wichtigsten Artikel ist, die ich seit dem Bestehen meines Blogs überhaupt geschrieben habe.

Wie ein Schwamm

Vielleicht haben Sie schon einmal gehört, dass das, was wir in den ersten Lebensjahren erleben, prägend ist für unser ganzes späteres Leben. Im Alter von zwei bis sechs Jahren befindet sich das kindliche Gehirn im Delta- und Thetazustand. Zum Vergleich: Wenn wir meditieren oder tiefenentspannt sind, befindet sich unser Gehirn bei 3–8 Hz im Thetazustand, der Deltazustand tritt bei 0,4–3 Hz bei Bewusstseinszuständen wie Tiefschlaf, Tiefenhypnose oder Trance auf. Leichte Entspannung entspricht hingegen dem Alpha-Bereich von 8–12 Hz. Unser ganz normales Alltagsbewusstsein hingegen bewegt sich im Beta-Zustand bei einer Frequenz von 13–21 Hz. Bei erhöhter Alarmbereitschaft verändert sich die Frequenz noch weiter in einen Bereich von 21–38 Hz.

Bei den Delta- und Thetazuständen des Gehirns handelt es sich um sog.

hypnogogische Trancezustände.

In diesen Zuständen wird alles, was das Kind wahrnimmt und erfährt, ohne Bewertung im Unterbewusstsein  (was eigentlich ein Unbewusstsein ist) abgespeichert. Hypnotherapeuten rufen diese Gehirnzustände in der Hypnose hervor, um neue Verhaltensweisen im Unterbewusstsein ihrer Klienten zu verankern.

Allerdings beginnt das Kind erst im Alter von sieben Jahren ein analytisches Bewusstsein für sich selbst zu entwickeln. Für das Kind ist daher erst einmal alles wahr und richtig, was es hört und sieht. Und es kann gar nicht anders, als alles, was es erlebt, in einen direkten Zusammenhang mit sich selbst zu setzen, weil ihm die Voraussetzungen dafür fehlen, etwas kritisch zu prüfen und es dann vielleicht zu verwerfen. Natürlich wird immer auch versucht, das Erlebte in einen Kontext einzuordnen, z. B., ich bin schuld, weil der Vater oder die Mutter sich ärgern oder weil ich nicht genüge, ist der Vater oder die Mutter vielleicht weggegangen. Sie sehen es schon:

So entstehen Glaubenssätze, die unser ganzes Leben blockieren

Ist dieser Glaubenssatz erst einmal entstanden, werden wir immer wieder neue Erfahrungen anziehen, die diesen Glaubenssatz zu bestätigen scheinen. Und jede neue Erfahrung sorgt dafür, dass sich das Erlebte wahr anfühlt.

Die meisten Glaubenssätze entstehen natürlich im Zusammenhang mit dem, was wir in unseren ersten Lebensjahren erfahren – meistens in der Familie.

Angeblich sollen 50% aller Menschen in Deutschland in sicheren Bindungsmustern aufwachsen, das bedeutet, dass sie sich als Kinder in der Famillie  sicher und geborgen fühlen. Natürlich gibt es auch mal Streit, das kann ja gar nicht ausbleiben. Aber im Prinzip dürfen sie Kind sein und die Eltern sind die Erwachsenen.

Seinerzeit war es die einzige offizielle Zahl, die ich finden konnte. Ehrlich gesagt halte ich sie für utopisch, aber das macht im Augenblick nichts. Gehen wir also davon aus, dass im Umkehrschluss die übrigen 50% aller Menschen in Deutschland in Familien aufwachsen, in denen sie sich einfach nicht sicher fühlen. (Wenn Sie mehr über die verschiedenen Bindungsmuster erfahren wollen, lege ich Ihnen diesen Artikel ans Herz).

Sicherheit ist eine der grundlegendsten Erfahrungen unseres Lebens

oder eben das Fehlen derselben.

Alles beginnt mit der Überforderung unserer Eltern (Wir könnten den Faden natürlich noch weiterspinnen zu den Großeltern und Ur-Großeltern, aber das führt jetzt einfach zu weit). Gehen wir einfach davon aus, dass unsere Eltern überfordert sind mit der eigenen Lebenssituation. Das kann viele Ursachen haben, z. B. traumatische Kriegserfahrungen, Bindungsschwierigkeiten, Krankheiten, fehlendes Bewusstsein für die eigenen Bedürfnisse usw. Vielleicht waren die Eltern noch gar nicht bereit für eine feste Bindung, haben dann aufgrund einer ungewollten Schwangerschaft doch geheiratet, und noch weitere Kinder bekommen, ohne jemals das ganze Konstrukt zu hinterfragen. Dies ist eine denkbar ungünstige Ausgangssituation. Es kann natürlich auch sein, dass die Hochsensibilität eines Elternteils das Famillienleben beeinflusst, so dass sich vielleicht ein Elternteil zum inneren Rückzug entschließt, während ein anderer Elternteil die Situation durch aggressives Verhalten zu verändern versucht . Vielleicht werden die Eltern es einander übelnehmen, einander  „in die Falle gegangen zu sein“ und nun hier festzusitzen, ohne dies je gewollt zu haben. Vielleicht werden die Eltern häufig miteinander streiten, innerlich zueinander auf Abstand gehen, das Kind instrumentalisieren und missbrauchen als Verbündeten im Kampf gegen den jeweiligen anderen Ehepartner.

Für das Kind ist Sicherheit überlebenswichtig

Fehlende Sicherheit kann zum Beispiel bedeuten

  • das eigene Zuhause wie einen Minenfeld zu erleben (man weiß nie, wann die nächste Mine hochgeht)
  • das Verhalten der Erwachsenen ist vollkommen unverständlich
  • sich nicht geliebt und umsorgt zu fühlen
  • in Armut aufzuwachsen
  • die Eltern oder ein Elternteil ist krank
  • Fehlende Unterstützung und Zuspruch
  • sich selbst als vollkommen unwichtig zu erleben
  • Gewalt in der Familie
  • sexueller Missbrauch und Übergriffe

Es gibt also keine Beständigkeit. In dem einen Augenblick ist etwas so, aber es kann im nächsten Augenblick wieder ganz anders sein. Das Kind verliert das Bewusstsein für eine Art von Kontinuität. Das Leben besteht immer nur aus Augenblicken.

Das Kind wird versuchen, dafür zu sorgen, dass seine eigene Sicherheit wieder hergestellt wird. Entweder aus eigenem Antrieb, weil das eigene Überleben von der Sicherheit abhängt, oder auch, wenn es einen gefühlten Auftrag von den Eltern oder einem Elternteil erhält, ohne dass dieser jemals wirklich ausgesprochen werden muss. Es wird versuchen, es für seine Eltern wieder gut zu machen, z. B. indem es sich um einen Elternteil besonders kümmert. Es kann dann aber auch wieder erleben, dass die Eltern sich gegeneinander verbünden, zu einem Zeitpunkt, an dem es vielleicht gar nicht damit rechnet.

Aber da es ein Kind ist, ist es naturgemäß immer mit dieser Aufgabe überfordert. Was immer es auch tut, es wird nicht das richtige sein. (Es gibt natürlich leider auch Erwachsene, die so perfide sind, ihren Kindern diese Schuld zu suggerieren.) So entsteht ein Gefühl tiefer Schuld und tiefen Versagens, das grundsätzliche Gefühl nicht gut genug zu sein. Eine andere Strategie, die Kinder dann entwickeln können ist

am besten nicht aufzufallen

keine Wünsche zu äußern und keine Bedürfnisse anzumelden, am besten den Eindruck zu erwecken, nicht da zu sein, weil man so den Eltern am besten hilft. Sie ahnen es schon:

das Kind lernt so, dass es nicht wichtig ist,

dass seine Bedürfnisse nicht wichtig sind und das eigene Leben für die Eltern keine Relevanz hat, vor allen Dingen keine positive. Sie ahnen sicherlich schon, worauf es hinausläuft: ein Kind, dass in einem solchen Rahmen aufwächst, kann gar keine Selbstliebe und Selbstachtung entwickeln, denn von den Eltern bekommt es immer nur die eigene Unwichtigkeit gespiegelt.

Insgesamt erlebt sich das Kind als ohnmächtig, was sehr viel Stress auslöst und auch dazu führt, dass es keine Positivität und keine Freude entwickeln kann. Das ganze Leben bleibt grau in grau.

Diese Erfahrungen tragen wir bis in unser Erwachsenenleben hinein

Sie bestimmen fast unser gesamtes Handeln. Mittlerweile geht man ja davon aus, dass unser Gehirn zu 95% automatisch arbeitet, also von diesen Erfahrungen geleitet wird. Dies bedeutet, dass als Erwachsene das Erleben immer von dieser grundsätzlichen Überforderung bestimmt wird, einer Mischung aus der fehlenden Möglichkeit, sich zu entspannen, einer übergroßen Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen (möglicherweise geboren aus der ewig bestehenden Schuld, die man abzutragen versucht), einem fehlenden Bewusstsein für die eigenen Bedürfnisse sowie das Fehlen von positiven Gefühlen gegenüber dem eigenen Selbst (wie Selbstliebe, Selbstachtung, das Erkennen des eigenen Wertes).

Diese Erfahrungen tragen wir auch in unsere Beziehungen hinein,

denn sie sorgen dafür, dass wir Beziehungen grundsätzlich misstrauisch gegenüberstehen, weil wir die Erfahrungen eines positiven Gehaltens- und Unterstütztwerdens überhaupt nicht kennen. Sie sorgen dafür, dass wir die Dinge mit uns selbst abmachen, anstatt mit unseren PartnerInnen zu sprechen und sie sorgen vor allen Dingen dafür, dass wir in Beziehungen keine Sicherheit erleben. Vielleicht suchen wir uns PartnerInnen aus, mit denen das gar nicht möglich ist, mit denen sich die Erfahrungen unserer Kindheit eher wiederholen statt sie zu verändern, d. h., die Wahrscheinlichkeit, dass wir PartnerInnen wählen, die ihrerseits fehlende Sicherheitserfahrungen in der Kindheit gemacht haben, ist ziemlich hoch.

Dazu kommt noch, dass letzen Endes es dabei ja immer auch um die

Bindung zu sich selbst geht, die durch diese Bindungserfahrungen leidet.

Und wenn die Bindung zu oder an sich selbst fehlt, funktionieren ganz viele Dinge nicht so, wie sie sollten. Gerade solche Themen wie beruflicher und finanzieller Erfolg und Wohlstand – Sicherheitsthemen erster Klasse – leiden unglaublich darunter. Denn wie soll man erfolgreich sein, wenn man das Gefühl hat, dass man dies nicht verdient … oder glaubt nicht gut genug zu sein …

Die große Frage ist:

Wie können Sie das ändern?

Ich bin selbst so aufgewachsen und habe mir diese Frage natürlich auch gestellt. Denn mir ist so nach und nach gedämmert, dass ganz viele Dinge, die in meinem Leben nicht richtig laufen, eben mit diesen selbstsabotierenden Glaubenssätzen zu tun haben. Dazu kam noch, dass ich ein Interview mit Bruce Lipton gesehen habe, der von einem eigenen Augenblick der Selbsterkenntnis sprach, in dem er zu dem Schluss kam, dass er seine eigenen Glaubenssätze erst einmal löschen müsse. Tolle Idee fand ich. Denn mir war selbst schon klar:

auch Wohlstand hängt mit Bindungserfahrungen zusammen.

Gesagt, getan. Ich habe also eine Trancereise aufgenommen, in der es um die Löschung von alten Glaubenssätzen geht, die man von anderen übernommen hat, Glaubenssätze, die den Erfolg, das berufliche Fortkommen und Wohlstand behindern und sie durch Glaubenssätze ersetzt, die Selbstliebe, Selbstausdruck und Selbstwert steigern.  Vom Ergebnis bin ich so begeistert, dass ich mich dazu entschieden habe, sie für kleines Geld zum Verkauf anzubieten. Diese Trancereise sollten Sie mindestens 100 Tage täglich 1–2 Mal hören.

Da Hypnose und Trance nicht für jeden etwas sind, habe ich daher noch eine Klopfvariante dieses Textes aufgenommen, der einen vollkommen anderen Namen erhalten hat, um Verwechslung auszuschließen. Da das Klopfen eine sehr intensive emotionale Angelegenheit ist, rate ich hier davon ab,  täglich den Text zu klopfen, einmal in der Woche ist sicherlich ausreichend.

Ich bin sehr gespannt, welche Erfahrungen Sie damit machen. Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Herzliche Grüße,
Ihre
Monika Richrath

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

In meinem kostenlosen E-Mail Kurs lernen Sie, wie Sie besser mit Stress, Überforderung und Erschöpfung aus der Hochsensibilität umgehen können.

Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und drei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto, Nebennierenschwäche) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

Partnerlinks

*Bei den Links, die mit einem * gekennzeichnet sind,  handelt es sich um Partnerlinks. Wenn Sie auf diesen Link klicken und über diesen Link einkaufen, erhalte ich von Ihrem Einkauf eine Provision. Für Sie verändert sich der Preis nicht.

Die mit den Pferden klopft: Sabine Schnabel

Die mit den Pferden klopft: Sabine Schnabel

Im Juni dieses Jahres habe ich zum ersten Mal an der Jahrestagung des Verbandes für Klopfakupressur teilgenommen und neue KlopfkollegInnen kennengelernt, von denen ich Ihnen einige auf meiner Seite vorstellen möchte. Den Anfang macht Sabine Schnabel aus Berlin.

Sabine, du hast eine ziemlich außergewöhnliche Klopfakupressur-Zielgruppe für dich entdeckt, du arbeitest nämlich mit …

Pferden.

Wie bist du denn dahin gekommen?

Gegen Ende meiner Klopfakupressur-Ausbildung habe ich einen „Praxis-mit-Herz“-Workshop bei Marit Steinkopf besucht, in dem es darum ging, Klarheit über meine Wunschklientel zu bekommen. Das Besondere an dieser Art Coaching war bzw. ist immer noch, dass die kognitive Ebene, also das, was der Kopf uns sagt, ein wichtiger Teil von Erkenntnis ist, aber nicht die einzige Instanz. Es ging darum herauszufinden, was mein Herz sagt, was ich wirklich in meinem tiefsten Inneren will, wofür ich brenne. Bei mir kamen als Zielgruppe - oh Schreck - Pferde heraus. Das wollte ich erst gar nicht wahrhaben. Obwohl ein Teil in mir ganz laut JA!!! gerufen hat. In der Folge habe ich mich auf den Weg gemacht und gezielt Kontakt mit Pferden und Pferdehaltern aufgenommen. Ich bekam die großartige Chance, mit einer kleinen Herde frei experimentieren zu dürfen. Diese Pferde waren und sind wunderbare Lehrer für mich. Wie jedes Pferd, mit dem ich arbeite. Obwohl es Neuland für mich war, fühlte sich alles sehr stimmig an. Wenn ich vor einem Pferd stehe, bin ich in meinem Element. Nach und nach entdeckte ich, dass in meiner Familie etliche Menschen mit Pferden zu tun hatten, und auch bei mir kamen Erinnerungen hoch.

Du meinst, Erinnerungen an eigene Pferdebegegnungen …?

Ja. Erinnerungen an eigene Pferdebegegnungen als Kind und Erzählungen aus der Familie. Als Großstadtkind durfte ich meine Sommer in der Uckermark verbringen. Von diesem Schatz, den ganzen Tag im Wald, auf Sandwegen, im Wasser und mit Tieren zu sein, zehre ich noch heute. Jedes Jahr fieberte ich damals dem Besuch eines kleinen Gestütes bei Templin entgegen. Das war das Größte für mich, einem Pferd nahe zu sein. Tierärztin wollte ich in einem bestimmten Alter natürlich auch werden (lacht). Sehr glücklich war ich als Kind auf den Redefiner und Moritzburger Hengstparaden, die es bis heute gibt. Von meinem Vater erhielt ich vor kurzem den Familienglücksbringer in Form eines Hufeisens, das sein Onkel bei seiner Hufbeschlagsschmiedemeisterprüfung ad hoc für ein Pferd mit Hufproblemen schmieden musste. Er war nicht der einzige Hufschmied in der Familie. Mein Bruder hat sich als Fotograf längere Zeit mit Pferden beschäftigt. Mein Lieblingsbuch als Kind war „Das Pferdemädchen“ von Alfred Wellm. Das wäre damals wohl meine Wahl gewesen für das einzige Buch, das mit auf die Insel darf.

Sabine Schnabel

Foto: Volker Bohlmann/SVZ

Wow, das klingt herrlich! Man spürt deine Begeisterung … ich bin jetzt neugierig, was für Pferde das denn sind, mit denen du arbeitest, bzw. was es für Schwierigkeiten gibt und was du mit den Pferden machst?

Grundsätzlich arbeite ich für alle Pferde, die meine Dienste brauchen. Das können Freizeitpferde sein, Sport- oder Zuchtpferde, Therapiepferde, große Pferde, kleine Pferde, alte, junge, Ponys, Esel, egal ob als Einzelpferd oder als Herde. Es hat sich herauskristallisiert, dass ich besonders gerne mit Pferden arbeite, die als „hoffnungslose Fälle“ oder „austherapiert“ gelten.

Typische Herausforderungen, die Pferde haben, sind unseren menschlichen ziemlich ähnlich. Das reicht von Stress mit anderen Pferden in der Herde (die ja von Menschen zusammengestellt wird und nicht wie in freier Wildbahn von den Pferden selbst) über Transportprobleme (ein Pferd will nicht in den Anhänger), Futterprobleme, psychosomatische Symptome wie Hautekzeme oder Kotwasser bis hin zu Bindungsstörungen zwischen Stute und Fohlen. Auch Depressionen können dabei sein oder die Begleitung bei Geburten oder beim Sterben.

Oft rufen mich Pferdehalter, die schon sehr viel erfolglos probiert haben. Oder wenn ein Turnierpferd in speziellen Situationen sehr nervös ist. Sehr gut funktioniert die Arbeit begleitend und unterstützend zur tiermedizinischen oder physiotherapeutischen Behandlung, zur Regeneration oder wenn es mit dem Hufschmied nicht so gut läuft.

In erster Linie helfe ich dem Pferd, aus einem Zustand der Übererregung in die Entspannung zu kommen. Dazu arbeite ich hauptsächlich mit beruhigenden Klängen von Klangschalen, Monochord und anderen obertonreichen (harmonisierenden) Instrumenten. Sehr oft setze ich spezielle Stimmgabeln und meine Stimme ein. Das kombiniere ich mit Klopfakupressur. Sie kommt bevorzugt zum Einsatz, wenn es um Glaubenssätze geht. Denn auch Pferde haben Glaubenssätze und können sich selbst sabotieren. Ein Beispiel kann sein ‚Im Training springe ich super. Sobald Publikum dabei ist, schaffe ich das nicht mehr.‘  Oder ‚In diesen Pferdeanhänger gehe ich nicht!‘. Da kann man wunderbar mit Klängen und Klopfen helfen. Ich kam mal dazu, als ein Pferd nach einem Turnier partout nicht auf den Anhänger wollte. Pferdehalterin und Helfer waren total entnervt und unter Zeitdruck. Ich habe mit dem Pferd geklopft und Klang eingesetzt und konnte das Tier und sein Umfeld soweit entspannen und beruhigen, dass seine Halterin es nach kurzer Zeit problemlos auf den Anhänger führen konnte.

Ob die Klopfakupressur direkt am Tier geschieht oder auf Distanz stellvertretend bzw. mental, bestimmt das Pferd. Das kann jedes Mal anders sein.  Das gilt es zu erspüren. Denn das Pferd bestimmt, wie weit es in welchem Tempo gehen möchte.

Aber du bist immer in der Nähe des Tieres, auch wenn du stellvertretend klopfst, oder? Wie merkst du denn, dass sich ein Pferd entspannt? Spontan habe ich mich gefragt, ob Pferde eigentlich dann auch gähnen?

Ja, und wie sie das tun! Sie sind unmittelbar und ehrlich in ihren Reaktionen. Das heißt auch, dass sie weggehen, wenn sie genug haben oder wenn es ihnen nicht passt. Die meisten sind jedoch fasziniert und bleiben nach einer anfänglichen Skepsis dabei.  Oft kommen sie mehrfach wieder, und wir arbeiten portionsweise. Ich kann immer wieder beobachten, wie gut sie das für sich spüren und selbständig regeln. Dabei ist es egal, ob ich im Stall arbeite oder auf der Koppel. Wobei es natürlich sehr von Vorteil ist, wenn sie viel Platz zum freien Bewegen haben.

Ich bin immer in ihrer Nähe beziehungsweise in unmittelbarem Kontakt mit ihnen, auch wenn der in Metern gemessen unterschiedlich ausfallen kann. Die meisten lieben es, wenn sie Vertrauen gefasst haben, sehr dicht heranzukommen und den Klang oder die Berührung meiner Fingerspitzen direkt auf dem Körper zu spüren. Dahin kann es manchmal ein weiter Weg sein. Es ist eben ein Prozess.

Foto: Anika Büssemeier

Dass ein Pferd sich entspannt, merke ich neben dem Gähnen daran, dass es anfängt, „abzuschnauben“ (dieses Pferdeschnauben ist auch bei Chorleitern oder in der Gruppenarbeit mit Menschen sehr beliebt zum Spannungsabbau). Oder es leckt und kaut, „strahlt“ (uriniert), „äppelt“ (…), lässt Winde oder fängt an, sich auf dem Boden zu wälzen. Das sind alles sehr unmittelbare Reaktionen. Zudem ist spürbar, wie sich die Stimmung in der Umgebung verändert. Es wird ruhiger und friedlicher. Die Pferde schließen auch die Augen, senken den Kopf oder lassen ihre Unterlippe locker hängen, machen ihr „Entspannungsgesicht“. Als Fluchttiere, die immer auf der Hut sind, machen sie das nur, wenn sie sich sicher fühlen.

Verstehe ich es richtig, dass die einzelnen Teile des Prozesses dann manchmal nur ganz kurz sind?

Nein. So ist es nur in manchen Fällen, wenn die Pferde sehr ängstlich oder misstrauisch sind. Die meisten sind recht cool. Oder neugierig. Oder Genießer. Oder alles zusammen. Längere Passagen mit einer Klangschale auf der Kruppe oder entlang der Gliedmaßen sind durchaus üblich. Es geht immer nach dem Bedürfnis des Pferdes. Die sind so unterschiedlich wie bei uns Menschen. Einigen reicht ein kurzer Impuls oder mehrere, andere sind wie ein Schwamm und können gar nicht genug bekommen. Das ist auch tagesformabhängig. Mit Klang kann man energetisch unterversorgte Partien „auffüllen“. Genauso kann man übermäßige Anspannung mit Hilfe von Klangschwingungen mildern. Es geht immer um Ausgleich und Harmonisierung, um die Wiederherstellung des optimalen Energieflusses. Das wirkt sich dann auf das Immunsystem, die Selbstheilungskräfte und das Wohlbefinden des Pferdes aus. Die Begleitung mit Klang und Klopfakupressur scheint für die Pferde eine angenehme Erfahrung zu sein. Sonst würden sie nicht von alleine angelaufen kommen, wenn sie den Klang und das Klopfen einmal kennengelernt haben.

Du hast ja anfangs gesagt, dass du mit einigen Tieren experimentieren durftest. Musstest du mit den Pferdehaltern, die du nicht persönlich kanntest, noch Überzeugungsarbeit leisten oder wurde das gut an- und aufgenommen?

Das ist von Fall zu Fall verschieden. Viele Pferdehalter sind sehr offen, andere sagen ebenso ehrlich, dass das für sie nichts ist. Das ist ihr gutes Recht. Klang fasziniert jedoch alle, die sich darauf einlassen. Es ist wie das Klopfen etwas, das man tatsächlich erfahren muss. Da ist uns Menschen anfangs manchmal der Kopf im Weg. Sobald eine Schale oder Stimmgabel erklingt, sind die meisten fasziniert. Die Pferde sind es sowieso. Andererseits staune ich immer wieder, zum Beispiel auf Veranstaltungen, wer alles mit Klang arbeitet. Beim Klopfen ist es doch ähnlich, oder? Das finden viele anfangs auch ungewohnt bis befremdlich, und dann überzeugen die Erfahrungen diejenigen, die damit in Resonanz sind.

Was in der Pferdeszene inzwischen gängig ist, sind technische Geräte, die mit Frequenzen arbeiten wie Magnetdecken, Licht-, Laser- oder Farbtherapie. Es geht immer um Schwingungen. Die nutze ich auch für meine Arbeit. Ich persönlich arbeite mit viel Freude und Herz ganz individuell und „unplugged“. Dabei stimme mich jedes Mal neu auf das Pferd ein.

Die Bereitschaft, zunehmend auch unter sportorientierten Pferdehaltern, sich auf neue Methoden einzulassen, wächst stetig. Dabei ist die Arbeit mit Klängen ja überhaupt nicht neu. Wie sagte ein Pferdehalter neulich: ‚Vor zehn Jahren fanden wir Osteopathie auch noch komisch, und heute macht das jeder.‘ Das wird immer selbstverständlicher. So wie das Klopfen.

Mit meiner Arbeit mache ich ein Angebot. Ich bewerbe es, sage, hallo, hier bin ich, das könnt Ihr für Eure Pferde bei mir bekommen. Die Wahl liegt immer beim Pferdehalter und dann beim Pferd.

Liebe Sabine, das klingt sehr nach einer Arbeit, die passt – und nach einer Arbeit, bei der du deine Hochsensibilität wirklich im positivsten Sinne ausleben kannst, oder?

Ja, ich bin sehr froh und dankbar, dass ich nach verschiedenen beruflichen Etappen eine Tätigkeit gefunden habe, die ich sinnvoll finde und die mich erfüllt und glücklich macht. Mit dem Begriff Hochsensibilität kann ich eine Menge anfangen, würde ihn jedoch so auf mich nicht ohne weiteres anwenden. Wenn ich mit den Pferden arbeite, bin ich sicherlich in einer sehr feinen und sensiblen Wahrnehmung. Mache ich für meine Tätigkeit auf einem lauten und geschäftigen Turnier oder auf einer hektischen Messe Werbung, schalte ich teilweise in einen anderen Modus. Dabei bleibe ich gleichwohl präsent.  In diesem Wechselspiel von äußeren Reizen und ruhigen Phasen bewege ich mich.  Genau wie zum Klang essentiell eben auch die Stille gehört. In ihr passiert das Wesentliche.

Vielen Dank, Sabine!

Haben Sie schon mit Tieren geklopft? Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Herzliche Grüße,
Ihre
Monika Richrath

 

Titelbild: Anika Büssemeier

 

Hier sehen Sie Frau Schnabel in Aktion

Mehr Infos über Sabine Schnabel - Klang für Pferde
Harmonie für Pferd und Mensch
Telefon 030 22 41 22 88 / 0179 189 08 09 (überregional)
mail@sabine-schnabel.de
www.sabine-schnabel.de

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

In meinem kostenlosen E-Mail Kurs lernen Sie, wie Sie besser mit Stress, Überforderung und Erschöpfung aus der Hochsensibilität umgehen können.

Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und drei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto, Nebennierenschwäche) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

Partnerlinks

*Bei den Links, die mit einem * gekennzeichnet sind,  handelt es sich um Partnerlinks. Wenn Sie auf diesen Link klicken und über diesen Link einkaufen, erhalte ich von Ihrem Einkauf eine Provision. Für Sie verändert sich der Preis nicht.

Ich kann einfach nicht NEIN sagen

Ich kann einfach nicht NEIN sagen

Ganz vorsichtig und sacht umrundet sie unsere kleine Gruppe, bleibt immer wieder prüfend stehen, spürt und horcht, schüttelt dann den Kopf und nimmt die Runde wieder auf. Wenn sie an mir vorbeikommt, schließe ich die Augen, um mich nur ja nicht durch ein Grinsen zu verraten, das sich irgendwie auf meinem Gesicht ausbreiten will oder eine andere Reaktion, die sie in die Irre führen könnte. Sie bleibt schließlich stehen. „Hier?“ und zeigt auf eine Stelle zwischen zwei anderen TeilnehmerInnen.

Wir befinden uns gerade in einem meiner Seminare, wo es tradtionell am Morgen des zweiten Tages zum Einstieg eine Übung gibt, die „Tor der Liebe“ heißt. Es ist eine äußerst spannende Wahrnehmungsübung, die von jeder Gruppe unterschiedlich aufgenommen wird und immer wieder neue Erkenntnisse hervorbringt.

Die Person, die ihre Wahrnehmungsfähigkeiten ausprobieren möchte, entfernt sich von der Gruppe. Ihre Aufgabe wird es sein, herauszufinden, an welcher Stelle der Kreis durchlässig ist – wo sich das Tor der Liebe befindet – ohne dabei mit den anderen TeilnehmerInnen zu sprechen. Diese stehen in einem Kreis mit dem Gesicht nach außen und verabreden, welche beiden nebeneinanderstehenden Personen das Tor der Liebe sein möchten. Diese beiden denken das Wort JA, während die Person die Gruppe umkreist. Alle anderen denken das Wort NEIN.

Es ist unglaublich spannend, was dann passiert

selbst, wenn man nicht die Person ist, die die Gruppe umkreist. Jede hat einen anderen Ansatz.  Es gibt immer wieder TeilnehmerInnen, die es gleich auf Anhieb schaffen.  Andere verlassen sich nicht auf ihr Bauchgefühl, sondern suchen die Antwort in den Gesichtern. Wieder andere spüren die richtige Antwort und trauen ihrer Wahrnehmung nicht. Kürzlich kam sogar eine Teilnehmerin auf die Idee, es kinesiologisch auszutesten (mit Erfolg!) Ich selbst habe es übrigens noch niemals geschafft, das Tor der Liebe zu finden, weil ich mich immer durch andere  Emotionen ablenken lasse, die vage bei mir ankommen und die ich nicht einordnen kann. Neulich hat jedoch eine Teilnehmerin in einem Seminar eine (für mein Empfinden) bahnbrechende Bemerkung gemacht. Sie sagte

„Es fällt mir so schwer, nein zu sagen

– wie soll die andere das wirklich wahrnehmen können?“ Und ich merkte, dass es mir genauso ging. Ich versuche mir  das NEIN bildlich vorzustellen, in Großbuchstaben und Fettdruck, aber ich merkte selbst, dass überhaupt keine Energie dahinter war, mein NEIN war ganz kraftlos, eher wie ein zartes Flüstern als eine mit Nachdruck vorgebrachte Äußerung.

Das war wie eine Erschütterung

denn mir wurde klar, dass, wenn es mir schon nicht gelang in einem spielerischen Kontext ein kräftiges NEIN zu produzieren, es in meinem realen Leben noch viel weniger der Fall sein würde. Und dass dies vielleicht der Grund dafür ist, warum es mir einfach nicht gelingen will, andere Menschen davon abzuhalten, bestimmte Dinge zu tun.

Früher war es sogar noch schlimmer.

Da war mir zwar bewusst, dass es Dinge gab, die mir nicht gut taten, aber ich hatte so wenig Selbstbewusstsein, dass es ausgeschlossen schien, mich entschieden zur Wehr zu setzen und für mich selbst und meine Belange einzutreten. Ich glaubte, wenn ich dies täte, würde sich die betreffende Person von mir abwenden und für immer verschmähen. Und das erschien mir schier UN-ER-TRÄG-LICH! Dies war also etwas, was es um jeden Preis zu vermeiden galt. Also sagte ich anderen nie, was mir nicht passte und was ich nicht wollte. Das Ergebnis war natürlich, dass ich dann irgendwann so voller Groll steckte (denn ich bin darüberhinaus auch sehr nachtragend), dass ich von mir aus die Beziehung kappte. So kann man natürlich auch durchs Leben gehen.

Aber an mir nagte doch das Bewusstsein, für andere kein gleichwertiger Partner zu sein, jemand, dem man auf Augenhöhe begegnet, sondern immer unterlegen – die Verbindung zu

„minderwertig“

kommt mir da ganz automatisch. Zu all den anderen gemischten Gefühlen gesellte sich dann auch noch Neid auf die anderen (die das konnten, was ich nicht konnte) und Scham über die eigene Unfähigkeit, ganz abgesehen von dem Stress, der sich aus der Situation ergibt.

Ich wusste natürlich lange Zeit nicht, dass die Unfähigkeit NEIN zu sagen, etwas ist, was häufig mit Hochsensibilität verbunden ist, da das häufig seit frühester Kindheit empfundene Gefühl des Andersseins viele hochsensible Menschen dazu verleitet, sich an ihre erwachsenen Bezugspersonen und deren Werte anzupassen. Als Kinder haben wir ja keine andere Wahl. Als Kind muss es für uns bedrohlich sein, wenn wir das Gefühl haben, dass wir

für unsere Empfindlichkeit abgelehnt werden

– in einem Alter, wo wir Zuspruch und Ermutigung brauchen, um psychisch gut gedeihen zu können. Es erscheint nur logisch, dass viele HSP die Überlebensstrategie entwickeln, möglichst nichts zu tun, was ihre Bezugspersonen gegen sich aufbringen könnte. So verlernten wir häufig schon von klein auf, unsere eigenen Interessen mit Nachdruck zu vertreten.

Gottseidank kann man diese Überlebensstrategie auch wieder verlernen, selbst, wenn es einige Zeit und Mühe braucht. Das geht nicht so über Nacht.

Ich selbst weiß auch erst seit ein paar Jahren, wie toll es sich anfühlen kann, laut zu sagen

„ICH WILL DAS NICHT!“

Der Weg dorthin war ganz schön steinig – und ganz sicher bin ich immer noch nicht am Ende angelangt! Es könnte auf jeden Fall schon einmal helfen, das NEIN-Sagen zu klopfen. Durch die Klopfakupressur merken Sie schneller (auf unaufgeregte Weise) was Sie eigentlich wollen und können es auch eher aussprechen.

Ich habe schon öfter den Einwand gehört, dass Beziehungen sich durch das Klopfen verschlechtern können. Das kann natürlich vorkommen, denn es kann ja sein, dass andere Menschen Sie vorher überhaupt nicht richtig für voll genommen haben, weil Sie sich  nicht gewehrt haben. Wenn Sie beginnen, sich zu wehren, sind andere oftmals erst einmal verdutzt, weil Sie sich anders verhalten als gewohnt. Aber das ist an sich ja nichts Schlechtes, ganz im Gegenteil. Sie begeben sich jetzt auf Augenhöhe und das ist wunderbar für das Selbstbewusstsein. Sie sind jetzt eben nicht mehr bequem. Sie sind jetzt jemand, mit dem man rechnen muss. Vor allem sind Sie ein gleichwertiger Partner, dessen Bedürfnisse genauso viel gelten wie die des anderen.

Es kann auch vorkommen, dass sich Ihre Beziehungen dadurch verbessern, dass Sie Ihre Bedürfnisse besser kommunizieren. Vielleicht stößt das bei Ihrem Gegenüber auf Erleichterung … man kann es nicht wissen.

Sicher ist jedenfalls, dass es für unsere Selbstwerdung wichtig ist, uns auszudrücken, anderen unsere Wünsche und Bedürfnisse mitzuteilen. Auch unser Selbstbewusstsein und unsere Selbstachtung werden dadurch unglaublich gepusht – außerdem können sich dadurch eine Vielzahl ungeahnter Nebeneffekte ergeben, z. B. im Berufsleben, im Freundeskreis usw. Darum wäre dies ein Thema, das anzugehen sich für hochsensible Menschen immer lohnt …

Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Herzliche Grüße,
Ihre
Monika Richrath

Bildquelle: Pixabay
Besser umgehen mit Hochsensibilität.

In meinem kostenlosen E-Mail Kurs lernen Sie, wie Sie besser mit Stress, Überforderung und Erschöpfung aus der Hochsensibilität umgehen können.

Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und drei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto, Nebennierenschwäche) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

Partnerlinks

*Bei den Links, die mit einem * gekennzeichnet sind,  handelt es sich um Partnerlinks. Wenn Sie auf diesen Link klicken und über diesen Link einkaufen, erhalte ich von Ihrem Einkauf eine Provision. Für Sie verändert sich der Preis nicht.