Was ist Energy Tapping?

Was ist Energy Tapping?

Wenn Sie mir schon eine Weile folgen, wissen Sie vielleicht, dass ich dem Energy Tapping, dem sog. Positiv-Klopfen, einer sehr besonderen Klopfakupressur-Technik, ziemlich lange Zeit sehr ablehnend gegenüberstand. Für mich ist es eben so, dass ich es für sehr wichtig halte, sich mit seinen vermeintlichen negativen Gefühlen zu beschäftigen, denn erst, wenn man diese annimmt, können sie sich auch verabschieden.

Dieser Meinung bin ich immer noch. Allerdings habe ich in der Zwischenzeit das Energy Tapping selbst ausprobiert und

bin vollkommen davon begeistert.

Energy Tapping wurde von der Klopfpionierin Sylvia Hartmann entwickelt. Energy Tapping hat einen vollkommen anderen – lösungsorientierten – Ansatz, als das „herkömmliche“ Klopfen. Dabei geht es nämlich darum,

die energetische Ausstrahlung des Körpers gezielt dahingehend zu verändern,

dass man dem Energiekörper, den jeder von uns hat, genau das gibt, was er im Augenblick benötigt. Man beschäftigt sich also nicht mehr mit Gründen und Ursachen für bestimmte Probleme und Schwierigkeiten, sondern versucht, Stress eher mit den Lösungen zu verändern. Das ist äußerst verblüffend.

Diese Art des Klopfens könnte also für all jene vorteilhaft sein, die das Klopfen aufgrund der Beschäftigung mit negativen Emotionen ablehnen, aber auch für diejenigen, die beim herkömmlichen Klopfen zu sehr von Emotionen aufgewühlt und überfallen werden (so dass sie in einen Ausnahmezustand hineingeraten). Für Menschen, die aufgrund von Hochsensibilität schnell in Stresszustände hineingeraten, also auch sehr geeignet. Auch, weil es sich möglicherweise sehr viel sicherer anfühlen mag als das Erforschen von verdrängten Emotionen.

Aber auch hier gilt natürlich, dass man sich in winzigkleinen Schritten vorwärts bewegt. Man klopft dabei nicht jeden Tag das gleiche, sondern muss sich jedes Mal neu überlegen:

was brauche ich JETZT?

Ich finde es auch wesentlich zeitaufwändiger als meinen  eigenen (ganz minimalistischen) Ansatz, betrachte es aber mittlerweile als eine äußerst wertvolle Ergänzungsmethode, die ich auch dann und wann gerne einsetze.

Am besten ist, Sie beurteilen selbst und klopfen alle drei Videos mit. Dann können Sie am besten selbst ermessen, wie wertvoll das Energy Tapping für Sie ist. (Die Videos stammen aus einer Rauhnacht-Reise, wundern Sie sich daher nicht, dass vom 27. Dezember die Rede ist.) Was man aber sehr gut sehen kann, finde ich, ist, wie sich meine Ausstrahlung über die drei Videos hinweg deutlich verändert.

So, und jetzt geht es los. Stellen Sie sich ein Glas Wasser bereit, trinken Sie nach jedem Video etwas und machen und sprechen Sie mir alles nach.

 

Vielleicht merken Sie schon nach dieser ersten Runde, dass sich etwas in Ihnen verändert? Aber jetzt geht es noch weiter, wir hängen noch eine weitere Runde dran. Denken Sie bitte daran, zwischendurch Wasser zu trinken.

Das war immer noch nicht alles. Wir hängen noch eine weitere Runde dran. Meiner Erfahrung nach gibt es in der dritten Runde immer noch einen ganz besonderen Schub, wegen der „Universumsenergie“. Vielen Menschen fällt es übrigens durchaus nicht leicht, sich „so viel“ Energie zu wünschen …

Wie ist es Ihnen gegangen mit dieser dreifachen Klopfrunde? Konnten Sie sich so viel Energie wünschen? Wie immer freue ich mich, wenn Sie Ihre Erfahrungen mit uns teilen.

Von Herzen, Ihre

Monika Richrath

Bild von Denise Husted auf Pixabay 

Was durch Matrix Birth Reimprinting möglich wird

Was durch Matrix Birth Reimprinting möglich wird

Um Matrix Birth Reimprinting ist es auf diesem Blog schon verschiedentlich gegangen. Matrix Birth Reimprinting ist eine Sonderform von Matrix Reimprinting, bei der es darum geht, ausschließlich Geburtsthemen mit Klopfen (Klopfakupressur) zu verändern. Das klingt erst einmal ziemlich begrenzt, hat aber in Wirklichkeit fast unendliche Dimensionen, da es dabei immer auch um Beziehung, Verbindung und letzten Endes auch Liebe geht. Matrix Birth Reimprinting wurde von Sharon King entwickelt und ich lege Ihnen ihr Buch Heile deine Geburt, heile dein Leben wirklich unbedingt ans Herz. Es eröffnet uns wirklich ein vollkommen neues Verständnis von „Geburt“ und „Leben“. Und ich denke, es geht dabei auch um Themen, mit denen viele hochsensible Menschen zu tun haben, bzw. die in der Hochsensibilität eine Rolle spielen.

Heute möchte ich Ihnen von einer sehr besonderen Sitzung erzählen, die ich vor einiger Zeit mit meinem Matrix Birth Reimprinting Coach, Karin Arndt, hatte. Denn dadurch haben sich für mich sehr erstaunliche Veränderungen ergeben. Ich kann die Sitzung natürlich nicht zu 100 % wiedergeben, da ich mir als Klientin keine Notizen mache und angewiesen bin auf das, was ich später aus dem Gedächtnis in meinem Tagebuch notiert habe, aber ich denke, es wird reichen.

Nachdem ich meine Augen geschlossen habe und in der Zeit zurückgehe,

bin ich offenbar in der Gebärmutter

gelandet. Das gefällt mir überhaupt nicht. Es ist total eng, ich habe nicht genug Platz. Es riecht auch nicht sehr gut. (Tatsächlich mochte ich den Geruch meiner Mutter soweit ich mich erinnern kann, nicht wirklich.) Und schlagartig wird mir klar, warum ich diesen einen ganz besonderen Rotton nicht mag: es ist das Rot der Gebärmutterschleimhaut!

Karin erklärt mir, dass der Geruch daher kommen kann, dass meine Mutter sehr gestresst ist. Auch dass die Gebärmutter so eng ist, dass ich keinen Platz habe, könnte daran liegen.

Also

wenden wir uns mit dem Klopfen meiner Mutter zu,

die sehr verzagt ist, nervös, gestresst, erschöpft. Schon jetzt mit zwei kleinen Kindern an der Belastungsgrenze, wie soll es mit einem dritten gehen? die Beziehung mit ihrem Mann ist schon brüchig geworden, er verbringt sehr viel Zeit in Nervenkliniken und ist einfach keine Stütze. Alles muss sie alleine machen. Soviel Hoffnung hat sie in diese Beziehung gesetzt! Die Hoffnung, jetzt endlich, zum ersten Mal in ihrem Leben, Liebe zu bekommen. Aber sie hat sich wohl getäuscht. Es gibt keine Liebe. Genauso, wie zuhause.

Wir gehen noch weiter zurück,

zur Mutter meiner Mutter. Meine Oma hat, so hat sich einmal in einer Aufstellung herausgestellt, einen Mann und ein Kind verloren, die sie beide sehr geliebt hat. Das hat sie so mitgenommen, dass sie beschlossen hat, nie wieder jemanden zu lieben. Der Vater meiner Mutter ist daher nur zweite Wahl, nicht wirklich gewollt, nicht wirklich beachtet. Jetzt klopfen wir also mit meiner Großmutter und ihren Gefühlen und am Ende kristallisiert sich ein Bild heraus: meine Großmutter, die mit dem verstorbenen Mann und dem verstorbenen Kind am Strand sitzt. Sie trägt ein hellblaues Kleid mit weißen Punkten, die Sonne scheint und leise rauschen Wellen ans Ufer. Es geht ihr gut.

Dieses Bild ist so machtvoll mit seinem Frieden und der darin enthaltenen Liebe, dass ich spüren kann, dass es mein Feld verändert!

Wir imprinten dieses Bild,

d. h., ich nehme es in mein Herz auf und schicke es ins Universum und das tue ich jetzt mehrmals täglich für die nächsten drei Wochen.

Jetzt geht es darum, wie diese neue, veränderte Großmutter das Leben meiner Mutter verändern kann. Wieder sitzt die Familie am Strand, diesmal aber meine Großmutter, ihr Mann (also der Vater meiner Mutter) und meine Mutter als Kind. (Offenbar haben wir eine deutliche Affinität zu Wasser in der Familie). Meine Großmutter ist nun sehr liebevoll und zugewandt zu ihrem Kind, aber ihr Mann mag nicht so recht „mitspielen“ und ist irritiert. Also klopfen wir erst einmal mit ihm. Meine Mutter spielte derweil zufrieden im Sand. Als er gefragt wird, was er braucht, damit es ihm besser geht, wünscht er sich einen Sonnenuntergang. Großvater und Großmutter heben meine Mutter, das Kind, auf ihre Knie. Alle drei sitzen ganz eng zusammen und sehen sich den Sonnenuntergang an. Auch dieses Bild schicken wir ins Universum.

Ich war so glücklich in der Sitzung!

Das lässt sich kaum mit Worten ausdrücken. Selbst jetzt, wo ich diese Bilder aufschreibe, habe ich einen Kloß im Hals …

Um den Bogen wieder zu schließen, wenden wir uns nun wieder mir in der Gebärmutter zu. Wie geht es mir jetzt dort?

Erstaunlicherweise haben sich die Dinge verändert. Zunächst einmal ist das grässliche Rot verschwunden. Statt dessen ist meine Gebärmutter-Umgebung viel weicher, in einem zarten Orangeton oder Apricotfarben und ich habe viel, viel mehr Platz. Etwas sehr Unglaubliches ist vor sich gegangen: vor meinem Inneren Auge erlebe ich den gleichen Raum vollkommen verändert: vor dem Klopfen hatte er sich wie eine Art zweite Haut an mich geschmiegt, in der eben nur ich Platz hatte und sonst nichts.

Jetzt sehe ich auf eine palastartige runde prächtige Halle,

von der in alle Richtungen Türen abgehen. So viel Platz!

Meine Mutter spricht mit mir und sagt mir, dass sie sich auf mich freut. Ihre Mutter ist da und kümmert sich um meine beiden Schwestern.  Mein Vater ist auch da, er erledigt den Haushalt und kümmert sich um meine Mutter. Auch Engel Michael ist da und sorgt für Frieden und Ruhe. Jetzt kann ich wohl bald neu auf die Welt kommen.

Eigentlich hatte ich meinen Aufzeichnungen nach die letzte friedliche Szene, in der meine Mutter von anderen Menschen umsorgt und verwöhnt wird und sich ganz in Ruhe auf mich einstellen und mich willkommen heißen kann, imprinted.

Offenbar ist aber noch etwas anderes ins Universum geschickt worden. Ob absichtlich oder ganz unbemerkt weiß ich heute nicht mehr. Sicher ist nur, dass das Gefühl unendlicher Weite, das ich in dieser palastartigen Eingangshalle empfand, mich sehr intensiv beeindruckte.

Diese Klopfsitzung fand im Juli statt. Vier bis fünf Monate später fand ich mich unverhofft auf Wohnungssuche wieder, da ich wegen Eigenbedarf eine Kündigung bekommen hatte. Es hat ein wenig gedauert, bis ich meine Schockstarre überwinden konnte. Dann habe ich aber ganz schnell eine Wohnung gefunden, nach wie vor ein Wunder für mich. Das Wunder hört damit aber noch nicht auf. Mein ganzes Leben lang habe ich in 1–2 Zimmer-Appartments und Wohnungen gelebt (ich habe immer gefunden, dass dieser Platz reicht). Jetzt hatte ich plötzlich zum ersten Mal in meinem Leben wirklich richtig viel Platz für mich, nämlich 3 Zimmer (und zum ersten Mal konnte ich mir ein eigenes Sofa kaufen!).

Sehr freudig habe ich also diese Wohnung in Besitz genommen.

Und es waren schon ein paar Monate vergangen, ich hatte mich halbwegs häuslich eingerichtet, da stand ich eines Tages in dem sehr geräumigen Flur, von dem aus verschiedene Türen abgehen. Und plötzlich stieg in mir ganz genau das Gefühl aus meiner Matrix Birth Reimprinting Sitzung von Weite und Großzügigkeit nach oben (ein bisschen kann man das in dem Foto für diesen Beitrag wiederfinden), sehr intensiv und sehr eindringlich.

Ehrlich gesagt, ist es mir in diesem Moment heiß und kalt den Rücken runter gelaufen. Ich habe verstanden. Wie großartig, wie großzügig und wunderbar das Leben, das Universum oder wie Sie es sonst nennen mögen, ist. Was alles möglich ist. Wenn wir es bloß zulassen.

Wie ist es mit Ihnen? Haben Sie auch besondere Erlebnisse, (geklopfte oder andere), die Ihnen ähnliche Einsichten beschert haben? Wie immer freue ich mich, wenn Sie Ihre Erlebnisse mit uns teilen.

Von Herzen, Ihre

Monika Richrath

 

Image by Randy Jost from Pixabay 

Der Sinn des Ganzen

Der Sinn des Ganzen

Eigentlich war ich, seit ich mich erinnern kann, eine eingefleischte Pessimistin. Sozial gestört, depressiv, konnte ich mir gar nicht vorstellen, wie sich das Leben eines optimistischen Menschen anfühlen könnte. Optimistische Menschen hatten für mich irgendwie „einen Hau weg“, die die bittere Realität verleugneten. 

Ich wusste noch nichts darüber,

dass Bewusstsein Realität erschafft.

Grundsätzlich ging ich davon aus, dass am Grunde von allem Traurigkeit ist und Freude nur eine dünne Oberfläche darüber.

So ging das mein ganzes Leben lang, über die frühen Jugend- bis in die mittleren Erwachsenenjahre, wo sich Dinge ganz langsam verschoben und entfalteten. Die Klopfakupressur hatte daran übrigens einen ganz entscheidenden Anteil.

Durch das Klopfen entdeckte ich zum einen das wahre Wesen der Dinge: Dass am Grunde von allem Freude ist und diese Freude von Trauer und Traurigkeit überlagert werden kann. Zum anderen entdeckte ich durch das Klopfen auch, dass ich keine gestörte, depressive Persönlichkeit bin, wie bis dahin angenommen, sondern dass in mir ein überaus fröhlicher, optimistischer Mensch steckt, ja sogar, dass

ich durch und durch Optimistin bin.

Noch eines habe ich seitdem gelernt (ich halte es für eine der wichtigsten Lektionen meines Lebens überhaupt!): dass alles, was mir in meinem Leben widerfährt, einen Sinn für mich hat. Auch wenn ich ihn nicht immer sofort zu erkennen vermag. (Tatsächlich dauert es manchmal sogar Jahre, bis ich sagen kann: gut, dass diese oder jene Sache, die ich mir so sehnlich gewünscht habe, nicht geschehen ist!) Das gilt natürlich auch für schwierige Dinge. Wenn ich z. B. nicht an Fibromyalgie erkrankt wäre, hätte ich vielleicht niemals den Mut gefunden, mich auf in ein Leben zu machen, das mir gemäß ist und mich noch viel, viel länger in Arbeitsstrukturen herumgequält, für die ich weder das psychische, noch das physische Rüstzeug besaß.  Vielleicht hätte es auch sehr viel länger gedauert, bis ich meine Hochsensibilität entdeckt hätte …

Ich will jetzt aber nicht zu weit abschweifen. Für mich sind meine neu (wieder)entdeckte Fröhlichkeit und mein unverbesserlicher Optimismus Meilensteine in meiner Entwicklung, die nicht nur mein ganzes Leben verändert haben, sondern sich immer wieder als äußerst nützlich erweisen, z. B. ganz besonders in der aktuellen Lage.  

Hatte ich mich in den ersten Tagen noch mitreißen lassen von der Berichterstattung in den Medien, habe ich aber sehr schnell gemerkt, dass mir das

sehr viel zusätzlichen Stress

verursacht. Ich fand die den ganzen lieben langen Tag lang zur Verfügung gestellten Informationen nicht wirklich hilfreich, da viel zu widersprüchlich, eher heizen sie die allgemeine Verwirrung an, als dass sie beruhigen. Also habe ich getan, was ich eigentlich immer tue: ich habe aufgehört, die Nachrichten zu gucken. Die wichtigsten Informationen wurden mir sowieso immer persönlich zugetragen.

Ich habe mich natürlich relativ bald gefragt,

was wohl der Sinn dieser Pandemie sein könnte?

Nach ein paar Tagen zuhause, als ich das erste Mal wieder rausging, habe ich unendlich gestaunt über die wunderbare, weiche, leichte Luft. Ich habe mich sofort in dieses neue Element verliebt. Wenn ich mich draußen aufhielt, wurde ich sofort leicht und froh, nur, weil dieses Schöne Neue um mich herum war.

Und natürlich konnte ich so zum ersten Mal ermessen, wie verseucht die Luft also normalerweise sein muss, wenn es jetzt so einen krassen Unterschied im Erleben gibt. Mir scheint, so etwas habe ich noch nie eingeatmet. (Aber ich weiß natürlich nicht, wie es als Kind war, damals gab es ja sehr viel weniger Autos als heute.)

Es ist vielleicht etwas schräg, aber ich habe das Gefühl, dass die Natur durch die schöne Luft für mich viel erreichbarer geworden ist. Jetzt möchte ich draußen sein, nicht nur, weil die Sonne scheint, sondern weil ich mit allem verbunden sein und mich als Teil der Natur erleben möchte …

Diese schöne, neue Luft empfinde ich als ein Geschenk, auch als ein Sinn-Geschenk. Und dann lief auch noch auf Terra X ausgerechnet der Dreiteiler „Anthropozän“, in dem es um die Veränderungen geht, die der Mensch auf der Erde bewirkt (hat). In der Folge „Luft“ erzählt ein Mensch von der Nasa dem Moderator Dirk Steffens, dass jedes Jahr acht Millionen Menschen sterben, deren Tod direkt auf die Luftverschmutzung zurückzuführen ist. Acht Millionen jährlich? Irgendwie kann ich die ganze Corona-Aufregung nicht wirklich verstehen. Da fehlen mir die Relationen, für mich nehmen sich die 200.000 Corona-Toten (zum Zeitpunkt an dem ich diesen Artikel schrieb) weltweit ja fast lächerlich dagegen aus … Ich bin ja keine Wissenschaftlerin, aber es wäre durchaus denkbar, dass die Menschen, die an Corona sterben, sowieso in den acht Millionen enthalten sind, da die Luftverschmutzung sich ja vor allem auf die Atemwege auswirkt.

Eine andere Sache, die ich ebenfalls sehr genossen habe (und ich denke, viele hochsensible Menschen werden mir da zustimmen), ist die Stille auf den Straßen, der reduzierte Verkehr, das fehlende Gewusel …

Auch in mir selbst ist es schlagartig ruhig geworden.

In der letzten Zeit bin ich sehr viel unterwegs gewesen. Jetzt fand ich es sehr wohltuend, viel, viel Zeit in meiner Wohnung zu verbringen und meinen eigenen Raum in aller Ausführlichkeit zu genießen.

Interessanterweise habe ich ganz von alleine, ohne, dass ich es mir irgendwie vorgenommen hätte, einen ruhigeren Gang eingeschlagen. Mir wurde bewusst, wie erschöpft und ruhebedürftig ich im Grunde genommen bin und habe ganz ohne schlechtes Gewissen meinen Blog erstmal auf Eis gelegt und mich weitestgehend aus den sozialen Netzwerken zurückgezogen. Auch das fand ich sehr angenehm. Auch die Ruhe im oder auf dem Computer hat mir gut getan. Ich habe sogar darüber nachgedacht, das Bloggen aufzugeben. Mich aber dagegen entschieden. Ich habe noch so viel vor und so viel zu sagen. Aber vielleicht kommt in absehbarer Zeit nur noch alle zwei Wochen ein neuer Artikel, das habe ich noch nicht entschieden.

Über Whatsapp bekam ich in der Sinnfrage einen kleinen Clip, in dem es darum ging, dass ein Sinn dieser Krise sein könnte, uns an

die Wichtigkeit des menschlichen Kontakts zu erinnern.

Das erscheint mir auch ein sehr guter Sinn zu sein. In der ersten Woche habe ich auf der Straße allen Menschen ins Gesicht gesehen, weil es etwas sehr Kostbares geworden war. Später habe ich begonnen, mehr zu telefonieren und mich auszutauschen …

Jetzt bin ich allerdings ziemlich traurig, die Maßnahmen wurden vor kurzem gelockert und schlagartig war es vorbei mit der guten Luft …

Mittlerweile ist das Tragen von Masken Pflicht und das finde ich wirklich sehr gruselig und verunsichernd. Ich merke, dass jedes Mal, wenn mir ein Mensch mit Maske begegnet, eine ganz archaische Furcht in mir aufsteigt, weil es mir durch die Bedeckung des Mundes schwer fällt, den Menschen einzuschätzen in dem Sinne von „Freund oder Feind“ und grundsätzlich ich das Tragen von Masken mit Terrorismus und Kriminalität in Verbindung bringe …

Wie geht es Ihnen? Welchen Sinn können Sie in dem ganzen entdecken? Wie geht es Ihnen mit der Maskenpflicht? Ich freue mich, wenn Sie mir schreiben und Ihre Erfahrungen mit uns teilen.

Herzlichst, Ihre

Monika Richrath

P.S. Falls Sie das Klopfen mit der Klopfakupressur mal ausprobieren möchten, können Sie sich hier in meinen kostenlosen online-Kurs eintragen.

 

Image by Gerd Altmann from Pixabay 

 

 

So lösen Sie Widerstände auf

So lösen Sie Widerstände auf

Seit ich im Jahre 2010 mit meiner Klopfakupressur-Ausbildung begonnen habe, habe ich unzählige unterschiedliche Klopftechniken kennengelernt und eingesetzt. Aber keine hat mein Leben so tiefgreifend verändert wie die „Ja-Aber-Technik“ von Dr. Susanne Marx (die übrigens meine Klopflehrerin ist), die diese vergangenes Jahr beim Klopf-Kongress vorgestellt hat. Daher möchte ich Ihnen an dieser Stelle dieses unglaublich geniale Tool vorstellen.

 

Die Ja-Aber-Technik beschäftigt sich mit Widerständen. Immer, wenn wir etwas verändern möchten, es aber partout nicht erreichen können, haben wir es mit Widerständen zu tun.  Widerstände sind unglaublich mächtige Glaubenssätze, die wir über uns und die Welt entwickelt haben, vielleicht sogar zu einem Zeitpunkt, an dem wir Dinge noch gar nicht in Worte fassen konnten.

Als Säuglinge, Kleinkinder oder aber auch schon im Mutterleib sind wir extrem schutzlos und auf Hilfe und Unterstützung angewiesen. Ohne diese besondere Zuwendung können wir nicht überleben.

Dabei hilft es uns, alles, was wir erleben, in einen Kontext einzuordnen, womit wir im Grunde genommen ja auch als Erwachsene nicht aufhören.

Allerdings gibt es einen sehr entscheidend Unterschied zu unserem Leben als Erwachsene. Als Baby fehlt uns bis zu einem gewissen Alter die Fähigkeit zur Abstraktion und distanzierten oder kritischen Betrachtung. Alles, was wir erleben,  beziehen wir auf uns. Wir können gar nicht anders,

als uns als den Mittelpunkt unserer Welt zu sehen.

Das ist einfach natürlich so vorgegeben.

Selbst, wenn dieses System uns beim Überleben nützt, so ist es doch sehr fehleranfällig, nämlich dadurch, dass uns in diesen Augenblicken die Fähigkeit fehlt, das ganze Bild zu sehen. Wir sehen nur: Mama macht dies und Papa das, aber wir sind nicht in der Lage, die Ursache des Verhaltens von Mama und Papa wirklich zu verstehen. Wir geben uns dann eine Erklärung, nämlich z. B. die, dass Mama und Papa sich so und so verhalten, weil wir etwas gemacht haben, was nicht gut war oder auch, dass wir nicht gut (genug) sind. Aus diesen Erklärungsversuchen bilden sich dann unsere Grundüberzeugungen.

Sie glauben gar nicht, wie viele Menschen sich mit Glaubenssatz

„Ich bin nicht gut genug.“

herumplagen. Ich selbst übrigens auch. Sharon King schreibt in ihrem Buch über Matrix Birth Reimprinting Heile Deine Geburt, heile dein Leben*, dass dieser Glaubenssatz z. B. alle dienigen betrifft, die den Zeitpunkt ihrer Geburt nicht selbst bestimmen durften, also durch einleitende Geburtsmaßnahmen, Kaiserschnitt etc. auf die Welt gekommen sind.

Nicht gut genug zu sein ist ein sehr mächtiger Glaubenssatz, der sich in alle Lebensbereiche hinein erstrecken und ausbreiten kann. Letzten Endes ist es ein Satz, der uns wirklich davon abhalten kann, unser Potential zu leben, in welcher Richtung auch immer.

Kommen wir zu zurück zu den Widerständen.

Stellen wir uns vor, Sie suchen eine neue Arbeitsstelle, aber egal, was Sie unternehmen, es klappt einfach nicht. Ihr Glaubenssatz, nicht gut genug zu sein, sorgt dafür, dass Sie gar nicht erst in die Situation kommen müssen, dies zu empfinden.

Denn letzten Endes geht es immer um Ihre Sicherheit.

Ihr System weiß ja schon, dass dies für Sie viel Stress bedeutet, vor dem es Sie schützen will. (Vielleicht ist Sicherheit im Zusammenhang mit Hochsensibilität ganz besonders wichtig, weil wir möglicherweise einfach zu wenig Sicherheit erfahren haben zu den Zeiten, an denen es besonders wichtig gewesen wäre.)

Sie können das im Grunde auf jede beliebige andere Situation übertragen, z. B. Beziehung, Wohlstand, Wohnung usw.

Es gibt viele verschiedene Gründe für Widerstand,

z. B. Sicherheit ist ein sehr großes Thema.

Manchmal wird eine Entwicklung boykottiert durch die inneren Systeme (die inneren Wächter), weil sich das gewünschte Ergebnis einfach nicht sicher anfühlt, also im Grunde genommen, gefürchtet wird. Manchmal nicht für uns, manchmal aber auch nicht für andere. (Dies kann z. B. der Fall sein, wenn wir glauben, dass wir für andere sorgen oder Verantwortung übernehmen müssen).

z. B. Loyalität

Es kann z. B. vorkommen, dass wir Ansichten und Lebensweisen unserer Eltern oder anderer Menschen übernommen haben. Manchmal ist es das einzige, was uns wirklich mit diesen Menschen verbindet. Dann können wir einfach nicht loslassen, weil wir das Gefühl haben, diese Menschen dann zu verraten.

z. B. Selbstbild

Dies ist ein äußerst starker Widerstand. Wenn ich ein bestimmtes Bild von mir habe, kann es sehr bedrohlich sein, dieses Bild von mir loszulassen. In dem Artikel „Eine Frage der Identität“ habe ich mehr dazu geschrieben.

z. B. etwas nicht wert sein

Manche Grundüberzeugungen können sich miteinander verschränken und verstärken. Aus der Überzeugung ich bin nicht gut genug kann sich sehr schnell die Überzeugung entwickeln, etwas nicht zu verdienen. Das ist nur ein winziger Schritt.

z. B. keine Erlaubnis haben

Sie werden sich wundern, was bei diesem Widerstand alles zum Vorschein kommen kann. Nicht nur, dass man sich selbst häufig die Erlaubnis verweigert, etwas zu bekommen oder zu tun, nein, auch die Familie, die Arbeitskollegen, Partner*in, Exen, Gesellschaft, Gott und  sogar das Unviersum können Ihnen etwas nicht erlauben (wenn Sie dies glauben).

z. B. Groll

Manchmal ist das eigene Leid, alles, was man hat. Dann kann man das Gefühl entwickeln, dass man umsonst gelitten hat, wenn man den Groll loslässt. (Das ist sehr verständlich, aber trotzdem ein Eigentor, denn Groll schadet letztendlich nur dem eigenen Körper und der eigenen Psyche und nicht der Person, der man grollt.)

Und natürlich kann es einen sehr großen Widerstand gegen Veränderung selbst geben. (Deswegen beginnt man beim klassischen Klopfen ja jeden Satz mit „Auch wenn …“ um dem Widerstand der Veränderung mit diesem Thema vorbeugend zu begegnen.)

Wenn wir das Gefühl haben, dass alle Veränderung irgendwie bedrohlich ist, wird es uns natürlich schwer fallen, Veränderung überhaupt zu begrüßen.

Das Problem mit den Widerständen ist, dass man sie zum einen in der Regel nicht kennt, zum anderen nicht weiß, wo sie herkommen.

Und da kommt die geniale Ja-aber-Technik ins Spiel. Es ist nämlich gar nicht notwendig, zu wissen, wo die Widerstände herkommen um sie auflösen zu können. Auch das Auflösen ist denkbar einfach, fast schon langweilig. Aber das bedeutet, dass im Grunde genommen jedeR das machen kann, ohne in alten Wunden herumstochern zu müssen. Und ich verspreche Ihnen: es ist unglaublich effektiv!

Sie formulieren einen gewünschten Satz mit dem gewünschten Ziel.

Sie testen diesen Satz kinesiologisch aus mit Ja/Nein.

Sollte sich herausstellen, dass es einen Widerstand gibt, klopfen Sie diesen ganz klassisch mit der „negativen“ Form („Auch wenn ich nicht …) 2 Runden.

Dann testen Sie wieder kinesiologisch aus. Es hat dann auf jeden Fall eine Veränderung gegeben. Wenn nicht von einem „Nein“ zu einem „Ja“, doch immerhin zu einem „Vielleicht“ oder „Unentschieden“. Das ganze Prozedere können Sie ja zu einem späteren Zeitpunkt wiederholen.

Es geht übrigens auch ohne das kinesiologische Austesten. Frau Dr. Marx verwendet in ihrem Miniworkshop, den ich hier verlinke, eine andere Technik, die jedeR anwenden kann.

Jetzt bin ich natürlich neugierig, ob Sie die Ja-aber-Technik ausprobiert haben, welche Erfahrungen Sie damit gemacht haben und welche Veränderungen sich dadurch für Sie ergeben haben.

Monika Richrath

Die Geheimnisse des gesunden Schlafs – eine Rezension

Die Geheimnisse des gesunden Schlafs – eine Rezension

Der Titel des Buches verspricht nicht zu viel. Behandelt werden mehr als die üblicherweise genannten Ursachen für Schlafstörungen und auch zum Thema Auflösen der Schlafstörungen wird viel ganzheitliches und nicht übliches Wissen vermittelt. Ein interessant zu lesender Ratgeber mit vielen persönlichen Einblicken. Aufgrund der vielen im Buch vorkommenden Übungen, Checklisten, Fragebogen zur Ursachenerforschung und einer Vorlage für ein Schlafprotokoll kann das Buch auch als Arbeitsbuch genutzt werden, wenn man wieder gut schlafen möchte. Ich lese bei Büchern immer zuerst die Rückseite. Schon hier hat mich die Lust gepackt, das Buch zu lesen. Die Fragen, die dort gestellt und im Buch beantwortet werden, lassen sofort vermuten, dass es sich um einen Ratgeber zum Thema Schlaf handelt, der neue und interessante Fakten verspricht. Das Buch hat mir viele Impulse gegeben, sich mit mir und meiner inneren Haltung zum Schlaf auseinanderzusetzen: auch mit meinen Glaubenssätzen und meinen Bedürfnissen. Ich arbeite beruflich viel mit Menschen, die unter Schlafstörungen leiden und werden Ihnen das Buch wärmstens zur Lektüre ans Herz legen. Ulrike Schlüter

Monika Richrath
Die Geheimnisse des gesunden Schlafs*
Dielus Edition
ISBN 978-3-9819383-8-8
19,95 EUR

Ulrike Schlüter

Ulrike Schlüter

Hausbesuchspraxis Ulrike Schlüter

Heilpraktikerin, 
Ernährungsberaterin
und Autorin

Webseite

Meine Matrix Birth Reimprinting Erfahrung I

Meine Matrix Birth Reimprinting Erfahrung I

Schon mehrfach konnten Sie auf diesem Blog über Matrix Birth Reimprinting lesen, zuletzt hat Klopfcoach Karin Arndt aus München in diesem Artikel wunderbar beschrieben, was Matrix Birth Reimprinting eigentlich ist. Gerne erzähle ich Ihnen diese Woche, was in meiner ersten Matrix Birth Reimprinting Sitzung passiert ist.

Das war tatsächlich unglaublich spannend.

Zu Matrix Birth Reimprinting bin ich gekommen, weil ich das große Glück hatte, das Buch Heile Deine Geburt, Heile Dein Leben* von Sharon King übersetzen zu können, was mich überhaupt erstmals in Verbindung gebracht hat mit all den traumatischen Ereignissen, die rund um die Geburt herum passieren können. Manchmal sogar längere Zeit danach. Mir war schon nach wenigen Seiten klar, dass ich allerhand Geburtstraumata habe, mit denen ich mich unbedingt auch beschäftigen möchte. Irgendwann habe ich dann eine Online-Sitzung bei Karin Arndt gebucht.

Matrix Birth Reimprinting ist eine spezielle Methode der Klopfakupressur, bei der es darum geht, die Vergangenheit und unseren Blick darauf zu verändern. (Also, unsere Bewertung dieser Vergangenheit und wie wir sie abgespeichert haben) Das mag auf den ersten Blick sehr ungewöhnlich und unglaublich klingen, funktioniert aber wunderbar. Bei diesem Vorgang wird sehr viel geklopft. Immer dann, wenn eine Schwierigkeit auftaucht, wird diese mit Klopfen verändert, bis der/die Betreffende weitermachen kann und etwas Neues geschieht. Ich freue mich wirklich sehr, Ihnen einmal einen Prozess vorzustellen, den ich selbst erlebt habe, und der in mir immer noch lebt und sich fortlaufend weiter entwickelt.

Vorher war ich sehr aufgeregt,

ich hatte zwar eine Ahnung, was währenddessen passieren würde, aber überhaupt keine Vorstellung, bei welchem Thema ich beginnen sollte. Es schien so viele zu geben und ich war vollkommen gestresst und überfordert mit der Entscheidung, eines davon auszuwählen (Vermutlich geht es vielen meiner Klienten ebenso, wenn sie sich für ein Coaching anmelden, um besser mit Hochsensibilität umgehen zu können, fällt mir beim Schreiben ein).

Die erste Überraschung:

das Thema wird an anderer Stelle ausgewählt.

Einfach nur, indem ich, wie von der Therapeutin angewiesen, die Handkante klopfe, um zu schauen,

welches Bild kommt.

Das Bild kommt ganz schnell. Wir landen mitten in einer Familien Foto-Session. Ich bin ungefähr eineinhalb Jahre alt und mein jüngerer Bruder ist vor kurzem geboren worden. Außer meinen Eltern sind auch noch meine beiden älteren Schwestern auf dem Foto. Wir sitzen alle auf einer Bank. Die Fotos habe ich immer noch. Ich hatte damals einen kleinen Kinderbesen, den ich nicht aus der Hand gegeben habe und sehe sehr verwirrt aus. Ich sitze bei meinem Vater auf dem Schoß, während mein kleiner Bruder bei meiner Mutter auf dem Schoß sitzt.

Ich beginne, mit dem kleinen Mädchen, das ich einmal war, zu sprechen. Ich frage es, wie es sich fühlt? Es ist traurig und verwirrt. Es versteht nicht, dass da jetzt noch jemand anderes ist, der die ganze Aufmerksamkeit bekommt. Es fragt sich, ob es ersetzt worden ist?

Ich erkläre dem kleinen Mädchen, dass ich sein erwachsenes Ich bin und dass ich da bin, um ihm zu helfen. Das kleine Mädchen freut sich.

Jetzt geht es los: In dem Prozess klopfe ich auf mir selbst, während ich mir vorstelle, dass ich das Mädchen beklopfe. Die einzelnen Klopfsätze habe ich natürlich nicht mehr, aber der Prozess an sich ist spannend genug.

Als erstes frage ich das Mädchen

was ihm helfen würde, sich besser zu fühlen?

Es wünscht sich eine ganz weiche flauschige Decke, in die ich es behutsam einwickele, das grüne Schmusetier, das es sich wünscht, kommt auch dazu. Dann wünscht es sich noch, dass mein Vater meinen Bruder auf den Schoß nimmt und es zu meiner Mutter auf den Schoß kommt.

Meine Eltern haben aber beide Vorbehalte

gegen diesen Tausch. Mein Vater will mich nicht hergeben, warum weiß ich nicht mehr. Vielleicht, weil er mir vor meiner Geburt schon einen Auftrag erteilt hat, was ich damals aber noch nicht weiß.

Meine Mutter wird zunehmend dünner und auch hoffnungsloser. Sie will mich nicht auf den Schoß nehmen. Sie kann dem kleinen Mädchen auch nicht sagen, dass sie es lieb hat. Alles, was sie sagen kann, ist, dass sie hoffnungslos ist, weil sie alles in die Liebe zu meinem Vater gesetzt hat. Nun sitzt sie da, schon mit dem dritten kleinen Kind, ist meistens alleine, weil der geliebte Mann die meiste Zeit in irgendwelchen psychiatrischen Kliniken verbringt und sie die Kinder alleine großziehen muss. Eigentlich ja schon das vierte Kind, aber es geht ja um mich, das dritte Kind und die Schwierigkeiten, die meine Mutter und ich miteinander hatten.

Jetzt wird es Zeit für eine Intervention.

Meine Eltern werden beide in die Lichtmatrix geschickt (ich bin nach wie vor unendlich begeistert über diesen Ausdruck und dieses Bild).

In der Lichtmatrix

sollen meine Eltern sich ohne Geschichte oder Anhaftungen begegnen. Das funktioniert aber nicht ohne weiteres. Zunächst muss ich beide in eine

Dekontaminationsschleuse 

stecken, wo sie mit einem Turbo Absaugerantrieb abgesaugt werden, damit sie sich sozusagen ganz „rein“ begegnen können. Ohne ihre Geschichte sind beide sehr kraftvolle und fröhliche Wesen. Ihre Herzen leuchten. Das von meinem Vater ist rot, das von meiner Mutter grün. Beide sind jung, frisch verliebt, fröhlich. Sie tanzen, dass die Funken nur so sprühen.

Dieses Bild haben wir imprinted.

Dies bedeutet, ich nehme das Bild ein paar tiefe Atemzüge lang in mein Herz auf. Dann schicke ich es ins Universum hinaus. Während der folgenden Tage denke ich immer wieder vor dem Einschlafen, und immer dann, wenn es mir einfällt, an dieses Bild, wie mein junger Vater und meine junge Mutter so verliebt in der Lichtmatrix (die ich mir als einen strahlend weißen Raum vorstelle) tanzen.

Dann geht es zurück auf die Erde, zu und in meinen Prozess.

Meine Eltern sind jetzt bereit, die Kinder zu tauschen. Mein Vater nimmt meinen Bruder, meine Mutter nimmt mich als kleines Mädchen auf ihren Schoß.  Meine Mutter sagt dem Mädchen, dass es ihr wunderschönes kleines Mädchen ist und niemand es jemals ersetzen wird. Dann ist es für das Mädchen erst einmal gut. Es rutscht vom Schoß der Mutter und geht zu dem Körbchen, in dem der kleine Bruder mittlerweile liegt und freut sich über das kleine Geschwisterchen. Dann strecken auch die anderen Schwestern ihre Arme nach dem kleinen Mädchen aus und alle umarmen sich. Dann beginnen alle zu tanzen. Mein Vater hat dabei meinen Bruder, meine Mutter hat mich auf dem Arm. Meine beiden älteren Schwestern tanzen auch miteinander.

Plötzlich habe ich den Impuls,

den Rahmen dieser Geschichte zu verändern. Jetzt sind wir in einem riesengroßen Haus, unserem Haus mit Garten, in dem jeder von uns ein eigenes Zimmer hat. Das Wohnhzimmer ist riesig, es hat einen Kamin und riesige Fenster und nichts steht darin als ein großer Tisch, der uns aber trotzdem nicht beim Tanzen stört. Es ist immer noch genug Platz für alle.

Mir fällt auch noch

ein dienstbares Gespenst

für meine Mutter ein. Es ist durchsichtig bläulich und unterstützt meine Mutter bei allem, was schwierig, nervötend oder langweilig ist. Und beim Tanzen schwebt es mal hierhin, mal dahin, das ist lustig anzuschauen. Und weil das diensbare Gespenst multi-tasking-fähig ist kocht es uns ein leckeres Essen, während es tanzt. Dann setzen wir uns alle um den Tisch, das dienstbare Gespenst serviert uns das Essen. Wir halten uns alle an den Händen und sind sehr miteinander verbunden.

Dieses Bild haben wir auch imprinted.

Die Sitzung war hier zu Ende. Aber das Bild lebt in mir weiter und verändert sich fortlaufend.

Zu meiner riesengroßen Überraschung bin ich ein paar Tage später, als ich ein bestimmtes, sehr fröhliches lateinamerikanisches Tanzstück gehört habe, wieder in das Bild gesprungen, habe dort wieder getanzt mit meiner Familie, in wechselnden Konstellationen. Jedesmal steigt in mir wieder die Freude aus dem Bild in mir auf. Das Bild ist nun mit dieser Musik verknüpft und es geschieht immer etwas Neues, wenn ich die Musik höre. Zum Beispiel war nach einer Weile plötzlich mein innerer Säugling bei mir. Das ist wunderschön. Sie liebt tanzen genauso wie ich und kräht dabei fröhlich, strahlt mich dabei an und zappelt mit ihren kleinen Ärmchen. Ich habe sie auch meiner Mutter schon einmal beim Tanzen gegeben. Am liebsten ist sie aber bei mir.

Das letzte Mal, als ich diese Musik gehört habe, war übrigens meine Herkunftfamilie ganz verschwunden. Das Haus war immer noch da, so, wie ich es in der ersten Matrix Birth Reimprinting Situation erschaffen hatte, aber jetzt tanzte dort meine eigene kleine innere Familie, die aus meinem inneren Säugling, meinem inneren Kind und einem mürrischen Teenager, der nicht spricht, aber trotzdem dabei ist, besteht. Das war auch total schön. Alle lieben es zu tanzen, auch der Teenager entspannt sich und wird von Freude überflutet.

Auch die ärmlichen Verhältnisse, in denen ich groß geworden bin, haben sich durch dieses Bild verändert. Ich denke jetzt eher an das Haus, als an die drangvolle Enge der 3-Zimmer-Wohnung, in denen ich tatsächlich meine ersten 18 Lebensjahre verbracht habe. Und dass ich nun alleine so viel Raum für mich habe, wie meine ganze Familie zusammen, hat übrigens auch mit Matrix Birth Reimprinting zu tun. Das hebe ich mir aber für ein anderes Mal auf.

Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare. Haben Sie vielleicht selbst schon Erlebnisse mit Matrix Birth Reimprinting gehabt?

Bild von lillaby auf Pixabay

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