Ich kann kein Small Talk!

Ich kann kein Small Talk!

Wenn es eine Sache gibt, die ich besonders häufig in meinem Seminar über Hochsensibilität oder auch von Klienten höre, dann das, dass sie keinen Small Talk können.

Ich dachte, dass das einmal einen Blogartikel wert ist. Ich kenne das nämlich sehr gut aus eigener Erfahrung.

Früher habe ich Small Talk auch abgelehnt. Ich wollte Nichts Belangloses,

alles, was ich tat, sollte von Tiefe und Sinn durchdrungen sein.

Darum wollte ich keine oberflächlichen Gespräche führen.

Small Talk stand stellvertretend für mich für das Wesen dieser Welt, in der ich mich so wenig wohl fühlte: immer schön an der Oberfläche bleiben, bloß nicht kratzen oder gar bohren – wer weiß, was dann zutage treten könnte – am besten gar nicht erst hinsehen.

Die Weigerung, mich an solchen Gesprächen nicht zu beteiligen, hatte Konsequenzen. Letzten Endes bedeutete es immer, allein und außen vor zu bleiben. Vor allen Dingen am Arbeitsplatz, aber auch bei allen anderen Gelegenheiten, wo ich mit Menschen zusammentraf, die ich nicht kannte, Parties, Seminare usw. Es war jedes Mal eine neue Gelegenheit, die Erfahrung zu machen:

ich bin ausgeschlossen, ich gehöre nicht hierher.

Das tat und tut jedes Mal immer wieder neu weh, der Gewöhnungseffekt ist gleich null.

Irgendwann aber – ich habe keine Erinnerung daran, was den Prozess letzten Endes ausgelöst hat – ist mir aber etwas klar geworden.

Nämlich, dass Small Talk absolut kein oberflächliches Daherreden ist. Dass es letzten Endes gar nicht darum geht, was gesagt wird, sondern, dass Small Talk eine ungemein wichtige soziale Funktion erfüllt.

Wenn Menschen aufeinandertreffen, die einander nicht kennen und sie beginnen, z. B. über das Wetter zu reden, dient das Gespräch in allererster Linie dazu, Kontakt aufzunehmen. Und natürlich ist es dann wichtig, richtig und sinnvoll, über etwas zu sprechen, über das alle Menschen etwas sagen können. Es geht also darum, miteinander in Beziehung zu treten, sich durch Worte miteinander zu verbinden. Der Inhalt des gesagten ist dabei absolut zweitrangig. Die Verbindung aber nicht. Und das ist ungemein wichtig. Gerade für hochsensible Menschen.

Wir brauchen diese Verbindung.

Oft haben wir ja viel zu selten das Gefühl, überhaupt mit anderen Menschen verbunden zu sein. Und Verbundenheit mit anderen kann ungemein zu unserem Wohlbefinden beitragen.

Wenn ich eine Sache gelernt habe in den vergangenen Jahren, dann diese: wenn ich mich getrennt fühle von anderen, dann habe ich mich meistens von den anderen selbst getrennt. In diesem speziellen Fall schon von vornherein durch meine Weigerung, an dem Gespräch überhaupt teilzunehmen.

Wäre es nicht schön, die Anzahl der Gelegenheiten zu reduzieren, bei denen dieses Gefühl des Andersseins überhaupt aufkommt? Das funktioniert natürlich nicht immer und für alle Gelegenheiten. Ich selbst mache diese Erfahrung immer wieder auf zum Teil sehr tiefen Ebenen. Erst vor kurzem habe ich darüber den Beitrag „Ich bin vollkommen fremd hier“ geschrieben. Und um diese ganz tiefen  Bindungserfahrungen und den damit verbundenen Stress zu verändern, bedarf es gewisser Tools, wie z. B. Klopfakupressur, Matrix Birth Reimprinting, usw.).

Beim Small Talk geht es aber um Menschen, die wir noch nicht kennen. Ich habe irgendwann beschlossen,

dass ich mir das gönnen darf, mich mit anderen zu verbinden.

Dabei habe ich die sehr angenehme Erfahrung gemacht, dass das entsprechende Ereignis dann für mich ganz anders verläuft, wenn ich es anfangs schaffe, durch Small Talk mit anderen in Verbindung zu treten. Ich bin dann viel präsenter in der Gruppe, nicht nur für die anderen, auch für mich selbst. Ich habe das Gefühl, dazu zu gehören. Und das trägt sehr zu einem positiven Empfinden meines eigenen in-der-Welt-seins bei.

Übrigens spricht gar nichts dagegen, sich selbst

eine kleine hochsensible Small Talk Variante

zu schaffen.

Vor Jahren habe ich einmal an einem Speed-Dating teilgenommen. Und ich habe alle Teilnehmerinnen als erstes gefragt: „Wie fühlst du dich mit diesem Setting hier?“ Nach einem kleinen Verblüffungsmoment haben mir aber alle eine ehrliche Antwort gegeben, von wo aus wir dann schnell in ein richtiges Gespräch geraten sind, was in der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit nicht selbstverständlich war. Ich bin dann nach Hause gegangen, in dem Bewusstsein, dass  es mir gelungen war, mich zu verbinden,

dass ich etwas Schönes geschaffen hatte an diesem Abend,

nicht nur für mich, sondern auch für die anderen.

Überlegen Sie sich doch einmal ein paar offene Fragen (auf die man nicht mit ja/nein antworten kann), die Sie bei passender Gelegenheit stellen können. Meine Lieblingsgesprächseröffnung ist nach dem obigen Event tatsächlich „Wie gefällt es Ihnen hier?“ aber es gehen auch Dinge wie „Wie sind Sie hergekommen“, „Wie haben Sie von dieser Veranstaltung erfahren“, „Haben Sie schon öfter ähnliche Veranstaltungen besucht?“ usw.

Ich bin gespannt, ob Sie eine Lieblingseröffnung haben oder sich eine überlegen. Wie immer freue ich mich, wenn Sie Ihre Erfahrungen mit uns teilen.

Von Herzen, Ihre

Monika Richrath

Image by Steve Cliff from Pixabay 

 

Das Lächeln eines Babys

Das Lächeln eines Babys

Zu den Dingen, mit denen ich mich im Augenblick intensiv befasse, gehört Bindung mit ihren vielfältigen Aspekten und die Auswirkungen von Bindungserfahrungen auf unser Leben. Mittlerweile bin ich übrigens wirklich davon überzeugt, dass unsere Bindungserfahrungen auch etwas mit Hochsensibilität zu tun haben …

Vor kurzem hatte ich bei zwei kurzen Begegnungen, die Gelegenheit Bindung an Babies zu beobachten. Beide Begegnungen haben mich auf ihre Weise ziemlich mitgenommen, weil ich etwas, das ich bislang nur in Büchern beschrieben gelesen habe, nun am eigenen Leibe erleben konnte.

 

Begegnung 1

Ich stehe bei meinem Biometzger in der Schlange. Direkt neben mir, etwas abseits, steht ein Kinderwagen, die Eltern stehen beide an der Theke und kaufen ein.

Ein Baby! Hochgradig erfreut spähe ich in den Kinderwagen.

Das Baby ist wach.

Ich freue mich.

Ich lächele.

Das Baby lächelt zurück.

Ich merke richtig, wie mein Körper beginnt zu strahlen.

Noch dazu ist das Baby in etwa in dem Alter, wo man das Gefühl hat, von dem Baby erkannt und in seinem ganzen Wesen erfasst zu werden. So wie das Baby oben auf dem Foto.

Ich lächele noch mehr.

Das Baby dreht den Kopf weg.

Darum gucke ich auch weg und sehe mir die Auslage in der Fleischtheke an.

Nach einer Weile drehe ich das Gesicht wieder dem Baby zu und lächle.

Das Baby strahlt zurück – über das ganze Gesicht – und freut sich.

Ich lächele zurück.

Das Baby schaut weg.

Ich sehe wieder woanders hin.

Dabei erfasst mich eine Art ehrfürchtiges Staunen.

So geht das also mit der aufeinander abgestimmten Kommunikation.

Ganz mühelos eigentlich.

Wir gehen in Verbindung,

dann lassen wir los,

wir sammeln uns,

damit wir wieder in Verbindung gehen können.

So geht es hin und her.

Schließlich habe ich meinen Kopf abgewendet. Als ich mich umdrehe, ist der Kinderwagen verschwunden, mitsamt dem Baby. Ich habe es nicht gemerkt, ich war so absorbiert von dieser wunderschönen Kommunikationserfahrung.

Ich fühle mich sofort beraubt.

Nichtsdestotrotz hat mich dieses kleine Ereignis noch lange begleitet und erfreut. Selbst jetzt, wo ich es aufschreibe, merke ich, dass sich ein Lächeln von meinem Gesicht auf und im ganzen Körper auszubreiten beginnt … Jedenfalls ein offenbar glücklich gebundenes Kind.

Ganz anders verlief Begegnung 2.

Ich steige in einen Bus und setze mich auf einen Platz, wo mir schräg gegenüber eine junge Mutter sitzt, die ihr Baby auf dem Schoß hält.

Die Mutter hat eine Ausstrahlung, die ich spontan als sorgenvoll empfinde.

Das Baby hat haargenau die gleiche sorgenvolle Ausstrahlung.

Es beobachtet mich mit gerunzelter Stirn. Offenbar bedeutet meine Anwesenheit für das Baby in irgendeiner Form Stress.

Vorsichtig lächele ich das Baby an.

Es lächelt nicht zurück.

Statt dessen intensiviert sich der sorgenvolle Blick.

Ich sehe weg.

Danach probiere ich es noch einmal. Versuche, extra freundlich zu gucken, Liebe in meinen Blick zu legen.

Vergeblich.

Damit kann das Baby gar nichts anfangen.

Es ist ganz offensichtlich, dass ich eher eine Art Bedrohung darstelle.

Ich sehe wieder weg.

Aus dem Augenwinkel beobachte ich die Interaktion der Mutter mit dem Kind.

Die Mutter beugt sich von Zeit zu Zeit zu dem Kind herunter.

Das  Kind reagiert nicht. 

Es tut so, als sei die Mutter gar nicht da.

Nur wenn die Mutter weg guckt, wirft es einen schnellen Blick auf sie.

Hier sind zwei, die sich ständig verpassen.

Die Busfahrt dauert eine ganze Weile. Ich habe Zeit, sie zu beobachten.

Irgendwann holt die Mutter ihr Handy raus, beginnt, auf das Display zu gucken.

Ich spüre, dass die Energie des Babys schwächer wird, dass es sich mehr in sich selbst zurückzieht.

Dies zu sehen und zu spüren, tat mir richtig weh. Dies nun also ist ein Beispiel für – ich weiß gar nicht, wie ich das nennen soll – vielleicht eine Bindung, die nicht funktioniert.

Das Baby ist doch noch so klein, auch wenn es schon sitzen kann.

Irgendwann mag ich es nicht mehr sehen und stehe auf. Das tut mir so leid, das greift mich richtig an. Wahrscheinlich, weil es mich irgendwie an mich erinnert, an meine eigene schwierige Kommunikation mit meiner Mutter, an die schwierigen Voraussetzungen unserer Beziehung. Auch wenn ich ganz viel davon noch mit ihr klären konnte vor ihrem Tod, bleiben dennoch ganz viele Dinge übrig, mit denen ich noch nicht meinen Frieden gemacht habe, die noch unbearbeitet sind.

Mein Verhältnis zu meiner Mutter ist wie eine 7-köpfige Hydra. Wenn ich sieben Köpfe abschlage, wachsen 14 Köpfe nach. Manchmal kommt es mir so vor, als könnte ich niemals zu einem Ende kommen. Aber das stimmt ganz bestimmt nicht … jedenfalls weigere ich mich entschieden, das zu glauben. Mein Weg geht immer vorwärts, auch wenn es in Trippelschritten vorwärts geht und manchmal auch den ein oder anderen Schritt zurück, bleibt die Richtung insgesamt doch bestehen.

Wie ist es Ihnen gegangen beim Lesen dieses Artikels? Denken Sie dran, dass Sie immer klopfen können, wenn Sie von etwas getriggert werden. Ich freue mich über Ihre Kommentare.

Von Herzen, Ihre

Monika Richrath

 

Image by Regina Petkovic from Pixabay 

 

Image by Dorothy Loges from Pixabay 

Meine Matrix Birth Reimprinting Erfahrung I

Meine Matrix Birth Reimprinting Erfahrung I

Schon mehrfach konnten Sie auf diesem Blog über Matrix Birth Reimprinting lesen, zuletzt hat Klopfcoach Karin Arndt aus München in diesem Artikel wunderbar beschrieben, was Matrix Birth Reimprinting eigentlich ist. Gerne erzähle ich Ihnen diese Woche, was in meiner ersten Matrix Birth Reimprinting Sitzung passiert ist.

Das war tatsächlich unglaublich spannend.

Zu Matrix Birth Reimprinting bin ich gekommen, weil ich das große Glück hatte, das Buch Heile Deine Geburt, Heile Dein Leben* von Sharon King übersetzen zu können, was mich überhaupt erstmals in Verbindung gebracht hat mit all den traumatischen Ereignissen, die rund um die Geburt herum passieren können. Manchmal sogar längere Zeit danach. Mir war schon nach wenigen Seiten klar, dass ich allerhand Geburtstraumata habe, mit denen ich mich unbedingt auch beschäftigen möchte. Irgendwann habe ich dann eine Online-Sitzung bei Karin Arndt gebucht.

Matrix Birth Reimprinting ist eine spezielle Methode der Klopfakupressur, bei der es darum geht, die Vergangenheit und unseren Blick darauf zu verändern. (Also, unsere Bewertung dieser Vergangenheit und wie wir sie abgespeichert haben) Das mag auf den ersten Blick sehr ungewöhnlich und unglaublich klingen, funktioniert aber wunderbar. Bei diesem Vorgang wird sehr viel geklopft. Immer dann, wenn eine Schwierigkeit auftaucht, wird diese mit Klopfen verändert, bis der/die Betreffende weitermachen kann und etwas Neues geschieht. Ich freue mich wirklich sehr, Ihnen einmal einen Prozess vorzustellen, den ich selbst erlebt habe, und der in mir immer noch lebt und sich fortlaufend weiter entwickelt.

Vorher war ich sehr aufgeregt,

ich hatte zwar eine Ahnung, was währenddessen passieren würde, aber überhaupt keine Vorstellung, bei welchem Thema ich beginnen sollte. Es schien so viele zu geben und ich war vollkommen gestresst und überfordert mit der Entscheidung, eines davon auszuwählen (Vermutlich geht es vielen meiner Klienten ebenso, wenn sie sich für ein Coaching anmelden, um besser mit Hochsensibilität umgehen zu können, fällt mir beim Schreiben ein).

Die erste Überraschung:

das Thema wird an anderer Stelle ausgewählt.

Einfach nur, indem ich, wie von der Therapeutin angewiesen, die Handkante klopfe, um zu schauen,

welches Bild kommt.

Das Bild kommt ganz schnell. Wir landen mitten in einer Familien Foto-Session. Ich bin ungefähr eineinhalb Jahre alt und mein jüngerer Bruder ist vor kurzem geboren worden. Außer meinen Eltern sind auch noch meine beiden älteren Schwestern auf dem Foto. Wir sitzen alle auf einer Bank. Die Fotos habe ich immer noch. Ich hatte damals einen kleinen Kinderbesen, den ich nicht aus der Hand gegeben habe und sehe sehr verwirrt aus. Ich sitze bei meinem Vater auf dem Schoß, während mein kleiner Bruder bei meiner Mutter auf dem Schoß sitzt.

Ich beginne, mit dem kleinen Mädchen, das ich einmal war, zu sprechen. Ich frage es, wie es sich fühlt? Es ist traurig und verwirrt. Es versteht nicht, dass da jetzt noch jemand anderes ist, der die ganze Aufmerksamkeit bekommt. Es fragt sich, ob es ersetzt worden ist?

Ich erkläre dem kleinen Mädchen, dass ich sein erwachsenes Ich bin und dass ich da bin, um ihm zu helfen. Das kleine Mädchen freut sich.

Jetzt geht es los: In dem Prozess klopfe ich auf mir selbst, während ich mir vorstelle, dass ich das Mädchen beklopfe. Die einzelnen Klopfsätze habe ich natürlich nicht mehr, aber der Prozess an sich ist spannend genug.

Als erstes frage ich das Mädchen

was ihm helfen würde, sich besser zu fühlen?

Es wünscht sich eine ganz weiche flauschige Decke, in die ich es behutsam einwickele, das grüne Schmusetier, das es sich wünscht, kommt auch dazu. Dann wünscht es sich noch, dass mein Vater meinen Bruder auf den Schoß nimmt und es zu meiner Mutter auf den Schoß kommt.

Meine Eltern haben aber beide Vorbehalte

gegen diesen Tausch. Mein Vater will mich nicht hergeben, warum weiß ich nicht mehr. Vielleicht, weil er mir vor meiner Geburt schon einen Auftrag erteilt hat, was ich damals aber noch nicht weiß.

Meine Mutter wird zunehmend dünner und auch hoffnungsloser. Sie will mich nicht auf den Schoß nehmen. Sie kann dem kleinen Mädchen auch nicht sagen, dass sie es lieb hat. Alles, was sie sagen kann, ist, dass sie hoffnungslos ist, weil sie alles in die Liebe zu meinem Vater gesetzt hat. Nun sitzt sie da, schon mit dem dritten kleinen Kind, ist meistens alleine, weil der geliebte Mann die meiste Zeit in irgendwelchen psychiatrischen Kliniken verbringt und sie die Kinder alleine großziehen muss. Eigentlich ja schon das vierte Kind, aber es geht ja um mich, das dritte Kind und die Schwierigkeiten, die meine Mutter und ich miteinander hatten.

Jetzt wird es Zeit für eine Intervention.

Meine Eltern werden beide in die Lichtmatrix geschickt (ich bin nach wie vor unendlich begeistert über diesen Ausdruck und dieses Bild).

In der Lichtmatrix

sollen meine Eltern sich ohne Geschichte oder Anhaftungen begegnen. Das funktioniert aber nicht ohne weiteres. Zunächst muss ich beide in eine

Dekontaminationsschleuse 

stecken, wo sie mit einem Turbo Absaugerantrieb abgesaugt werden, damit sie sich sozusagen ganz „rein“ begegnen können. Ohne ihre Geschichte sind beide sehr kraftvolle und fröhliche Wesen. Ihre Herzen leuchten. Das von meinem Vater ist rot, das von meiner Mutter grün. Beide sind jung, frisch verliebt, fröhlich. Sie tanzen, dass die Funken nur so sprühen.

Dieses Bild haben wir imprinted.

Dies bedeutet, ich nehme das Bild ein paar tiefe Atemzüge lang in mein Herz auf. Dann schicke ich es ins Universum hinaus. Während der folgenden Tage denke ich immer wieder vor dem Einschlafen, und immer dann, wenn es mir einfällt, an dieses Bild, wie mein junger Vater und meine junge Mutter so verliebt in der Lichtmatrix (die ich mir als einen strahlend weißen Raum vorstelle) tanzen.

Dann geht es zurück auf die Erde, zu und in meinen Prozess.

Meine Eltern sind jetzt bereit, die Kinder zu tauschen. Mein Vater nimmt meinen Bruder, meine Mutter nimmt mich als kleines Mädchen auf ihren Schoß.  Meine Mutter sagt dem Mädchen, dass es ihr wunderschönes kleines Mädchen ist und niemand es jemals ersetzen wird. Dann ist es für das Mädchen erst einmal gut. Es rutscht vom Schoß der Mutter und geht zu dem Körbchen, in dem der kleine Bruder mittlerweile liegt und freut sich über das kleine Geschwisterchen. Dann strecken auch die anderen Schwestern ihre Arme nach dem kleinen Mädchen aus und alle umarmen sich. Dann beginnen alle zu tanzen. Mein Vater hat dabei meinen Bruder, meine Mutter hat mich auf dem Arm. Meine beiden älteren Schwestern tanzen auch miteinander.

Plötzlich habe ich den Impuls,

den Rahmen dieser Geschichte zu verändern. Jetzt sind wir in einem riesengroßen Haus, unserem Haus mit Garten, in dem jeder von uns ein eigenes Zimmer hat. Das Wohnhzimmer ist riesig, es hat einen Kamin und riesige Fenster und nichts steht darin als ein großer Tisch, der uns aber trotzdem nicht beim Tanzen stört. Es ist immer noch genug Platz für alle.

Mir fällt auch noch

ein dienstbares Gespenst

für meine Mutter ein. Es ist durchsichtig bläulich und unterstützt meine Mutter bei allem, was schwierig, nervötend oder langweilig ist. Und beim Tanzen schwebt es mal hierhin, mal dahin, das ist lustig anzuschauen. Und weil das diensbare Gespenst multi-tasking-fähig ist kocht es uns ein leckeres Essen, während es tanzt. Dann setzen wir uns alle um den Tisch, das dienstbare Gespenst serviert uns das Essen. Wir halten uns alle an den Händen und sind sehr miteinander verbunden.

Dieses Bild haben wir auch imprinted.

Die Sitzung war hier zu Ende. Aber das Bild lebt in mir weiter und verändert sich fortlaufend.

Zu meiner riesengroßen Überraschung bin ich ein paar Tage später, als ich ein bestimmtes, sehr fröhliches lateinamerikanisches Tanzstück gehört habe, wieder in das Bild gesprungen, habe dort wieder getanzt mit meiner Familie, in wechselnden Konstellationen. Jedesmal steigt in mir wieder die Freude aus dem Bild in mir auf. Das Bild ist nun mit dieser Musik verknüpft und es geschieht immer etwas Neues, wenn ich die Musik höre. Zum Beispiel war nach einer Weile plötzlich mein innerer Säugling bei mir. Das ist wunderschön. Sie liebt tanzen genauso wie ich und kräht dabei fröhlich, strahlt mich dabei an und zappelt mit ihren kleinen Ärmchen. Ich habe sie auch meiner Mutter schon einmal beim Tanzen gegeben. Am liebsten ist sie aber bei mir.

Das letzte Mal, als ich diese Musik gehört habe, war übrigens meine Herkunftfamilie ganz verschwunden. Das Haus war immer noch da, so, wie ich es in der ersten Matrix Birth Reimprinting Situation erschaffen hatte, aber jetzt tanzte dort meine eigene kleine innere Familie, die aus meinem inneren Säugling, meinem inneren Kind und einem mürrischen Teenager, der nicht spricht, aber trotzdem dabei ist, besteht. Das war auch total schön. Alle lieben es zu tanzen, auch der Teenager entspannt sich und wird von Freude überflutet.

Auch die ärmlichen Verhältnisse, in denen ich groß geworden bin, haben sich durch dieses Bild verändert. Ich denke jetzt eher an das Haus, als an die drangvolle Enge der 3-Zimmer-Wohnung, in denen ich tatsächlich meine ersten 18 Lebensjahre verbracht habe. Und dass ich nun alleine so viel Raum für mich habe, wie meine ganze Familie zusammen, hat übrigens auch mit Matrix Birth Reimprinting zu tun. Das hebe ich mir aber für ein anderes Mal auf.

Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare. Haben Sie vielleicht selbst schon Erlebnisse mit Matrix Birth Reimprinting gehabt?

Von Herzen,
Ihre
Monika Richrath

Bild von lillaby auf Pixabay

Die drei schlimmsten Dinge

Die drei schlimmsten Dinge

Ich sage es Ihnen am besten gleich – wo Sie noch aufhören können zu lesen – dieser Artikel könnte etwas in Ihnen antriggern und Stress auslösen. Darum möchte ich, bevor ich einsteige, einmal ausdrücklich sagen: Sie lesen auf eigene Gefahr und ich bin nicht verantwortlich für eventuelle Zustände oder Befindlichkeiten, in die Sie durch das Lesen geraten können.

Auch dieser Artikel geistert schon seit Ewigkeiten durch mein Bewusstsein. Man kann sich natürlich (zu recht) fragen, wenn ein Artikel beim Lesen blöde Gefühle auslösen könnte, warum schreibe ich ihn überhaupt? Warum halte ich nicht einfach meinen Mund? 

Ich kann meinen Mund aus dem einfachen Grunde nicht halten, weil es auf diesem meinem Blog vor allem um Wahrheit geht, um Dinge, die ich für mich als wahr (und wichtig!) erachte. Um Dinge, die auch für Sie wichtig und wahr sein könnten. Das entscheiden ja letzten Endes Sie selbst, was auf Sie zutrifft. Sie entscheiden, was Sie damit machen. Das war jetzt ein sehr langer Disclaimer. Ich eiere hier so herum, weil ich davon überzeugt bin, dass alle

diese Dinge in Zusammenhang mit Hochsensibilität stehen.

Ich kenne sie nicht nur aus eigener Erfahrung, sondern alle meine Klienten haben zumindest eins dieser Dinge erlebt. Dabei geht es nicht um einmalige, sondern immer wiederkehrende Vorkommnisse, die

unser ganzes Leben beeinflusst haben

und immer noch beeinflussen. Vielleicht haben Sie sogar das Gefühl, dadurch zu der Person geworden zu sein, die Sie heute sind. Wenn Sie also merken, beim Lesen springt Sie etwas an, dann klopfen Sie bitte entweder die Handkante (Wie auf dem Bild links) oder den Schlüsselbeinpunkt.

 

1. Sie wurden nicht willkommen geheißen

Das trifft die tiefsten Ebenen der menschlichen Existenz, quasi vom Augenblick der Zeugung an. Es ist ja leider immer noch so, dass Kinder nicht unbedingt in Momenten der Freude und Liebe gezeugt werden, es gibt viele andere Umstände, die von Gewalt bis zu Achtlosigkeit reichen können, in denen Frauen schwanger werden, obwohl es nicht „geplant“ war. (Die Frage der Zuständigkeit oder Verantwortung müssen wir hier mal völlig außer Acht lassen, denn sonst geraten wir auf Abwege.)

Ok., schwanger also, dann fügt man sich vielleicht in diese Umstände. Früher wurde dann sofort geheiratet und damit jahrelang zwei Menschen zusammengepfercht, die vielleicht gar nichts miteinander zu tun hatten, sich vielleicht nicht einmal geliebt haben oder einander im Grunde ihres Herzens ablehnten.

Heute wird vielleicht nicht mehr unbedingt geheiratet. Nun kommt also ein Kind und man wird es bekommen. Das ist aber nicht das gleiche wie ein Kind willkommen heißen.

Es gibt natürlich die Möglichkeit, dass man zwar in Liebe gezeugt wird, aber man trotzdem nicht willkommen ist, weil die Eltern, vor allen Dingen die Mutter, vollkommen überfordert ist mit dieser Aufgabe. Vielleicht ist sie nicht bereit, ihr eigenes Leben aufzugeben. Vielleicht hat sie auch das Gefühl, selbst noch gar nicht wirklich gelebt zu haben (Früher ging es ja häufig direkt vom Elternhaus in die Ehe).

Dies sind alles Umstände, die bewirken können, dass man sich einfach nicht willkommen fühlt. Ich habe mich nun schon eine Weile mit Geburtstraumata beschäftigt. Letzten Endes bedeutet diese allererste Erfahrung für uns, wenn wir auf die Welt kommen, dass wir in diesem Leben nicht willkommen sind. Und wir wissen und spüren das. Daran schließt sich gleich das nächste schlimme „Ding“ an:

2. Wir werden nicht beachtet/emotional misshandelt

Es gibt Studien, aus denen hervorgeht, dass emotionale Misshandlung genauso schlimm ist wie körperliche Misshandlung. Es reicht, wenn einem die eigenen Eltern immer wieder Dinge sagen wie „Du kannst aber auch gar nichts richtig machen“, wenn sie vollkommen lieblos sind, sich weigern, mit uns zu sprechen (manchmal tagelang), uns niemals in den Arm nehmen usw. Die ganze Palette umfasst

  • Beschimpfen
  • Verspotten
  • Erniedrigen
  • Ignorieren
  • Liebesentzug
  • Quälen
  • Einsperren
  • Rolle des Sündenbocks zuweisen
  • Isolieren von Gleichaltrigen
  • Bedrohen
  • Zu starken Behüten/Erdrücken
  • Keine Grenzen setzen
  • Überforderung durch unangemessene Pflichten
  • Vertrauter eines Elternteils werden
  • Bevorzugung von Geschwistern usw.

Man weiß heute, dass sich

das Gehirn entwickelt mit den Erfahrungen, 

die wir in unseren ersten drei Lebensjahren machen. D. h., wenn wir in dieser Zeit immer wieder die Erfahrung machen, dass wir alleine sind oder nicht sicher, können sich im Gehirn entsprechende Schaltkreise ausbilden, die dazu führen, dass wir ängstliche und unsichere Menschen werden.

Man weiß auch, dass unser Immunsystem durch diese Erfahrungen auf Jahre hinaus geschädigt wird, weil sich die Entzündungswerte im Blut erhöhen oder wir chronische Schmerzen entwickeln. Es gibt eine interessante Studie der Wissenschaftlerin Marije Stoltenberg der Universität Leiden. Sie kam 2012 zu dem Ergebnis, dass 36,3 % aller Kinder weltweit emotionale Misshandlung erfahren. Puh, da muss man erst einmal tief durchatmen.

Kommen wir zum 3. Punkt, der eigentlich zur emotionalen Misshandlung gehört, aber da ich ihn immer wieder als besonderen Stolperstein für meine Klient*innen erlebe, hier also als Extrapunkt:

3. Wir dürfen nicht wir selbst sein.

Das kann viele Gründe haben. Wenn wir fast immer nur Ablehnung erfahren von den Eltern, konzentrieren wir uns vielleicht darauf, doch noch Anerkennung zu bekommen. Daraus kann z. B. die für viele hochsensible Menschen so wichtige Triebkraft des PERFEKT-SEIN-MÜSSENS entstehen. Irgendein Teil unseres Unbewussten ist vermutlich zu dem Entschluss gekommen, dass wir nicht gut genug sind, denn sonst würden unsere Eltern uns ja lieben oder anders behandeln. Und wir strampeln uns ein Leben lang ab, etwas zu bekommen, was wir nicht bekommen können, bzw. nicht mehr. In jeden Fall richten wir uns  dann danach,

was die Eltern wollen,

bzw. was sie als richtig erachten. Wir versuchen, so zu sein, wie unsere Eltern uns haben wollen: lieb, fleißig, unauffällig, anspruchslos. Oft genug sind wir all dies aber nicht, wir sind eigentlich laut oder lebenslustig, oder aufmüpfig, oder wütend. Aber da wir uns so nicht zeigen dürfen – denn dann gibt es noch mehr oder wieder Ablehnung – geben wir uns selbst nach und nach auf und versuchen, der gewünschte Mensch zu werden, das Aschenputtel, das alle Arbeit erledigt, der/die 1er Schüler*in, Vertraute/r der Mutter, die alle ihre Sorgen und Eheprobleme bei uns ablädt usw. Am Ende

wissen wir nicht mehr, wer oder was wir sind.

Im schlimmsten Fall können wir nicht einmal sagen, was unsere Bedürfnisse sind. Weil wir es einfach nicht wissen. Weil man uns nicht erlaubt hat, Bedürfnisse zu äußern, vielleicht nicht einmal, welche zu haben …

Puh, das Schreiben dieses Artikels war auch für mich ein Kraftakt.

Ich vermute, dass all diese Dinge einen Zusammenhang haben mit Hochsensibilität.

Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Von Herzen, Ihre Monika Richrath

Bild von RachelBostwick auf Pixabay

Die 3 schlimmsten Dinge

Ich bin zwar keine Wissenschaftlerin, aber die neugierige Forscherin in mir möchte gerne mehr wissen. Darum habe ich eine Umfrage zu dem Thema erstellt, ich freue mich, wenn Sie mitmachen. Ihre E-Mail Adressen werden nicht gespeichert.

Ich bin vollkommen fremd hier

Ich bin vollkommen fremd hier

Das Gefühl „fremd zu sein“ kennen die meisten hochsensiblen Menschen nur zu gut, bzw. begleitet viele HSP eine mehr oder weniger lange Zeit in ihrem Leben.

Das „sich fremd fühlen“ hat sehr viele unterschiedliche Aspekte, die mal mehr, mal weniger wichtig sein können.

Mein Gefühl nicht zur Gesellschaft zu gehören, ja irgendwie ein Alien zu sein, hat mich sogar den Großteil meines Lebens begleitet, aber ich habe es erfolgreich mit dem Satz „Ich bin anders“ mit der Klopfakupressur bearbeitet und hinter mir gelassen. In letzter Zeit gewinnt das Thema jedoch wieder zunehmend an Aktualität für mich. Im Zuge der

großen Transformation

wird nach und nach jeder Bereich meines Lebens von Veränderungen erfasst. In meinen jüngeren Jahren war ich Mitglied eines lesbischen Zeitungskollektivs. Manchmal haben wir höchst interessante intellektuelle Überlegungen angestellt. Eines Tages ging es darum, wer kann wohin gehen und wer fällt dann wie auf? Das war sehr spannend. Über mich wurde damals gesagt:

ich könne überall hingehen, aber ich fiele überall auf.

Ersteres hat mich sehr gefreut, weil es einfach auch stimmt. Ich bin eine Grenzgängerin, ich finde auch Themen und Dinge interessant, die für andere Menschen vollkommen abwegig sind. Aber dass ich überall auffallen werde, war weniger schön. Nicht nur, weil ich die Erfahrung selbst schon häufig gemacht hatte.

Es bedeutet ja im Grunde genommen, dass ich nirgendwo hin passe. (Das war ja alles noch vor dem Bekanntwerden von Hochsensibilität, aber mein hochsensibler Bewusstseinsprozess ist ganz eng damit verknüpft, denn einer der Schritte in diesem Prozess war, dass ich herausgefunden habe, dass ich als idealistische Heilerin zu einer Bevölkerungsgruppe gehöre, die die kleinste überhaupt ist: nur 2 % sollen zu diesem Menschentyp gehören. Was letztendlich bedeutet, dass mein Gefühl, dass ich ganz anders bin als die anderen eine wahre Ursache hat: ich bin tatsächlich anders!)

Es gab übrigens auch ein Kollektivmitglied, das ebenfalls überall hin gehen konnte, aber nicht auffiel. Dies ist umso erstaunlicher, weil sie mit ihren kurzen roten Haaren eine sehr auffällige Erscheinung war. Aber sie besaß die magische Fähigkeit, sich sofort in jede Gruppe zu integrieren. Mir war diese magische Fähigkeit nicht gegeben, damals, als ich 25 war, nicht und heute, mehr als 30 Jahre später, immer noch nicht. (Wobei sich hier natürlich sehr viel getan hat, es kommt sehr viel darauf an, mit wem ich zusammen bin usw. In meinen Seminaren stelle ich mir diese Frage natürlich auch nicht.)

In letzter Zeit habe ich oft an unsere Überlegungen gedacht. Weil

die Frage, ob ich hier eigentlich richtig bin,

immer drängender und auch immer wichtiger wird.

Es begann damit,

dass ich mir vorgenommen habe, mehr zu tanzen und mich auf die Suche nach Tanzmöglichkeiten abseits von Clubs zu begeben. Diese habe ich sehr schnell gefunden, z. B. als Barfußtanzdisco oder Tanzmeditation in meiner Stadt.

Anfangs war ich total begeistert, aber nur solange, bis ich tatsächlich dort hinging. Lauter schlanke junge Frauen im Hippielook mit Haaren bis zum Hintern. Schneller, als ich denken konnte, stülpte sich dieses Gefühl von Fremdsein über mich. Keineswegs war jemand direkt zu mir unfreundlich oder etwas Ähnliches.

Natürlich ist es blöde, Menschen nur nach ihrem Äußeren zu beurteilen, das weiß ich selbst. Vielleicht trifft es den Kern der Sache eher, wenn ich sage, da ist eine relativ homogen aussehende Gruppe und ich komme dazu und passe schon rein äußerlich nicht.

Dieses Gefühl verstärkt sich sofort um ein Vielfaches, wenn ich merke, dass die Gruppenmitglieder sich untereinander schon kennen und einiges miteinander teilen. Es ist schon klar, dass ich selbst der treibende Motor bin,

ich grenze mich selbst aus,

weil es dieses fremde Gefühl gibt und weil ich es nicht aushalten kann, dass sich niemand für mich interessiert. Dass es egal ist, ob ich da bin oder nicht.

Das triggert mich auf einer sehr existentiellen Ebene.

Das ist Stress pur. Sehr, sehr lange, habe ich mich in solchen Situationen in mich selbst zurückgezogen (ich bin sicher, die meisten von ihnen werden wissen, was ich damit meine). Dieses Verhalten habe ich zwar schon längst abgelegt, aber die auslösenden Situationen geschehen natürlich trotzdem.

Heute flüchte ich mich nicht mehr in mich selbst, ich bin auch nicht mehr ganz so gestresst (jedenfalls nicht wissentlich), ich stürze auch nicht sofort davon, ich habe dann aber keine Lust, wiederzukommen. Das war aber erst der Anfang.

In der letzten Zeit ist Spiritualität für mich immer wichtiger geworden. Nicht nur, weil ich Andreas Goldemann entdeckt habe. (Dem Himmel sei dank!) Ich habe mich auch schon vorher intensiv mit spirituellen Themen beschäftigt (das kann man auch sehr gut auf bodenständige Art und Weise tun!), mein Bedürfnis mich darüber auszutauschen, wächst aber beständig. Genauso wie das Bedürfnis,

verschiedene Teile meines Lebens mehr zusammenzubringen,

statt sie irgendwie getrennt zu halten (wobei ich das nicht absichtlich tue, das ergibt sich einfach so). Ich empfinde es z. B. eher als schwierig, mit anderen lesbischen Frauen über Spiritualität zu reden, da geht es eher um Politik, Gesellschaft, Fußball oder Musik.

Kürzlich hatte ich ganz enthusiastisch und ein bisschen provokativ verkündet, dass ich einen „ganz tollen Mann“ kennengelernt habe (wovon natürlich nicht wirklich die Rede sein kann, da ich mir ja nur Videos angucke und das Vergnügen also sehr einseitig ist). Aber ich hatte das Gefühl, das kommt so was von nicht gut an, dass ich den Mund wieder zugemacht habe.

Umgekehrt scheue ich mich, mit spirituellen Bekannten über das zu reden, was ich mit anderen lesbischen Frauen erlebe. Ich bin natürlich geoutet, das ist gar nicht das Ding. Und ich weiß natürlich auch, dass es vollkommen egal ist, ob man eine Erfahrung mit einem Mann oder einer Frau macht, weil es die Erfahrung ist, die letzten Endes zählt. Trotzdem fühlt sich das nicht richtig an.

Und ich wünsche mir Austausch mit anderen lesbischen Coaches und das ist schwierig, weil es fast unmöglich ist, es herauszufinden, ob jemand lesbisch ist oder anderweitig sexuell orientiert, heute ist das scheinbar nicht mehr so wichtig und das ist eigentlich ja auch sehr gut – grundsätzlich. Ich habe sogar schon überlegt, eine entsprechende Gruppe bei fb aufzumachen, aber das fühlt sich auch nicht richtig an, denn ich möchte ja keine beruflichen Themen besprechen.

Letzten Endes möchte ich einfach mehr mit Menschen zusammen sein,

deren Lebens- und Erfahrungshintergrund meinem ähnlich ist.

Es gibt nur eine verschwindend kleine Anzahl von Menschen, mit denen ich wirklich über ALLES sprechen kann. Das finde ich so schön und kostbar.

So kommt es, dass ich mich, wenn ich mit Menschen zusammen bin (auch solchen, die ich schon zum Teil ganz lange kenne), immer öfter frage:

Bin ich hier eigentlich richtig?

Was verbindet mich mit diesen Menschen? Fühle ich mich hier eigentlich zu Hause? Fühl ich mich wohl, wenn ich mit diesen Menschen zusammen bin?

Und ist es nicht ziemlich schräg, dass wildfremde Menschen sich mehr für das interessieren, was ich mache, als die Menschen, die ich zum Teil schon sehr lange kenne? Und so hat, sehr langsam und schleichend

eine Erschütterung meines sozialen Umfelds stattgefunden.

Meine Erde bebt immer noch. Und wie es scheint, wird sie so schnell auch nicht aufhören zu beben. Manche Menschen werden von den Spalten, die sich auftun, verschluckt, andere werden ausgespuckt und fallen mir vor die Füße …

Puh, dieser Beitrag war ein sehr, sehr schwerer Brocken Erkenntnisarbeit für mich. Zum einen ist es ein bisschen wie eine Art Coming-Out. Zum anderen sind dabei durchaus teilweise auch Ängste und ein schlechtes Gewissen erschienen, weil ich einige meiner Gedanken selbst abgelehnt habe, bzw. sie gar nicht in mein Wertesystem passen (wie zum Beispiel Menschen aufgrund ihres Äußeren abzulehnen, das finde ich grauenvoll und eigentlich unverzeihlich). Aber ich bin froh, dass ich meine ziemlich wirren Gedanken und Empfindungen in eine Ordnung gebracht und herausgefunden habe, was ich eigentlich wirklich möchte.

Nun fühle ich mich wie ein Auto, das durch eine Waschanlage geschickt wurde. Während des Waschvorgangs wurde ich ziemlich durchgerüttelt und kräftig bearbeitet, aber am Ende komme ich (irgendwie gereinigt) mit frischer Energie wieder zum Vorschein.

Wie sind Ihre Erfahrungen zum Thema „sich fremd fühlen“? Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Von Herzen, Ihre Monika Richrath

Bild von Ronile auf Pixabay

Matrix Birth Reimprinting

Matrix Birth Reimprinting

oder wie wir unsere Geburt und unseren Start ins Leben heilen können

Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass bereits die Schwangerschaft und die Geburt

einen ganz grundlegenden Einfluss auf unser späteres Leben haben.

Durch die Art und die Umstände, wie wir den Beginn unseres Daseins erleben, werden bereits Glaubenssätze und Grundeinstellungen uns selbst und dem Leben gegenüber geprägt.

Die Zeit im Mutterleib, während der wir die Erfahrungen und Gefühle unserer Mutter wahrnehmen und untrennbar auf uns beziehen, dann die Geburt selbst und die ersten sechs Jahre unseres Lebens gestalten grundlegend das, was uns heute als Person ausmacht. Die Geburt in der Klinik, in Erzählungen oft als „normal“ abgetan, ist

selten eine einfache und völlig untraumatische Erfahrung

für das Baby und die  Mutter.

Die modernen Interventionen im Krankenhaus sind zwar effektiv, aber dennoch weitab davon, die Mutter in ihrer Kompetenz zu stärken oder zu ermächtigen. Und so gut es auch ist, für den Notfall lebensrettende Maßnahmen zu haben, so tragen viele der einzelnen Untersuchungen und Hilfsmaßnahmen eher zur Verunsicherung und damit zum Stress der Mutter, und schlussendlich des Babys, bei.

Dazu möge man sich klar machen, dass die Natur für eine normale gesunde Geburt vorsieht, dass

das Baby selbst den Geburtsbeginn einleitet,

wenn es reif dafür ist, indem es bestimmte Hormone freisetzt. Ein gebärendes Säugetier in der Natur würde sich dann einen  geschützten, ruhigen, abgedunkelten Ort suchen, wo es ungestört seine Jungen zu Welt bringen kann.

Ebenso ist es vorgesehen, dass das gebärende Muttertier, wenn es gestört wird, auf Stress reagieren kann. So kann der Geburtsprozess kurzfristig unterbrochen werden, indem die Eröffnungsphase oder die Wehen stoppen, sie sich einen neuen sicherer Ort suchen kann – um
dann den Geburtsvorgang fortzusetzten.

Eine Hebamme sagte in einem Interview sinngemäß:

„Der Ort wo die Mutter ihr Kind zur Welt bringt, sollte ähnlich intim und vertrauensvoll sein, wie der Ort, wo es gezeugt wurde. Um zu Gebären, muss die Frau sich vollkommen öffnen und loslassen können und in der bewussten Kraft ihrer Weiblichkeit sein.“

Alles was Unruhe, Angst, Stress erzeugt, führt demnach natürlicherweise zur

Geburtsunterbrechung.

Dadurch wird technische und medizinische Unterstützung während der Geburt paradoxerweise erst notwendig, weil das System Mutter-Kind nicht mehr das macht, was es eigentlich von allein tun sollte. Ein Wehentropf zur Verstärkung der Wehen, nachdem das System in Alarm abgeschaltet hat, ist heute fast Routine. Die Mutter wird von dem Vertrauen in ihren Körper und in den Prozess abgeschnitten und bekommt das Gefühl auf Hilfe von außen angewiesen zu sein.

Auch das Baby im Inneren, das normalerweise aktiv am Geschehen mitwirkt und mit dem Geburtsprozess eigentlich seine erste Selbstwirksamkeitserfahrung macht, erfährt

durch äußere Intervention die erste Mangelerfahrung.

Dadurch können im Baby Gefühle entstehen wie: „Ich bin nicht gut genug, ich schaffe es nicht allein; wenn es schwierig wird, brauche ich Hilfe, die Welt ist unberechenbar, die Welt ist gefährlich …“.

Bei einer Geburt können weitere dramatische Gegebenheiten und Interventionen passieren und

beängstigende Gefühle

hervorrufen. Sharon King, Entwicklerin des Matrix Birth Reimprintig, schreibt in ihrem Buch einige Beispiele dazu:

  • Steckenbleiben im Geburtskanal – Gefühl gefangen zu sein
  • Nabelschnur um den Hals gewickelt – unterbewusstes Gefühl des Erstickens, nicht genug Luft bekommen, kann keine enge Kleidung tragen, Angst vor Enge
  • Kaiserschnitt – man benötigt jemand anderen, um aus Situationen herauszukommen
  • Zange, Saugglocke – man lebt in Angst, dass eine schöne Sache schmerzhaft wird, Schwierigkeiten mit dem menschlichen Kontakt, Bindungsschwierigkeiten, abweisend gegenüber Berührung, Kuscheln, Halten

Bei einer Frühgeburt oder einer anschließend notwendigen Intensivbetreuung fern der Mutter ist

der Start ins Leben besonders belastet.

Oft wird aufgrund der schwierigen Umstände das natürliche

Bonding erschwert oder ganz unmöglich.

Dies sollte idealerweise in den ersten 45 Minuten nach der Geburt stattfinden. Ein Zeitfenster, in dem das Baby von Natur aus dazu programmiert ist, besonders wach und aufnahmefähig zu sein, um die Gesichter der Bezugspersonen intensiv kennen zu lernen. Für das Baby ist es grundlegend wichtig – überlebenswichtig – gleich nach der Geburt eine gute Bonding- Erfahrung zu machen, um sich in der neuen Welt liebevoll und stabil mit der Mutter zu verbinden und sich in der unbekannten Umgebung sicher und willkommen zu fühlen. Durch den innigen Blickkontakt, die Gerüche, das Hautgefühl während des Bondings, wird in Mutter und Kind, (auch Vater und Kind), ein wahrer Oxytocin-Rausch freigesetzt. Dieser ist dazu vorgesehen ein starkes Bindungsgefühl zu aktivieren und sich für ein Leben lang in diesen Menschen zu verlieben. Ein wunderbares Überlebens- und Fürsorge-Programm.

Laut Sharon King ist bei ihren Patienten die

Trennung von der Mutter nach der Geburt, das Thema Nummer Eins

in der Liste der traumatischen Erfahrungen eines Babys. Die Länge der Trennungszeit ist dabei relativ unrelevant, und was für Erwachsene kaum der Rede wert scheint, kann für ein Neugeborenes mit dem Instinkt, in der Natur überleben zu müssen, bereits bei 15 Minuten mit Todesangst, Hilflosigkeit, Alleinsein verbunden sein. Eine längere Zeit auf der Intensiv- oder Frühchen-Station, ohne intensives Känguruhen, sowieso.

Einige Beispiele an negativen Emotionen, die eine Trennung bei der Geburt hervorrufen kann:

  • Isolationsgefühle
  • Sich zurückgewiesen fühlen
  • Verlassensängste
  • Wut
  • Scham

Einige daraus entstehende Glaubenssätze können wiederum folgende sein:

  • Die Welt ist ein gefährlicher Ort
  • Ich bin nicht sicher
  • Ich bin nicht gewollt
  • Ich werde immer zurückgewiesen werden.
  • Ich bin nicht gut genug
  • Ich bin nicht liebenswert
  • Ich bin unwürdig
  • Ich bin wertlos
  • Ich sollte nicht hier sein

Meist sind sich diese Menschen dessen lange Zeit nicht bewusst, und leben mit einem

diffusen unguten, unsicheren Lebensgrundgefühl,

einem geringen Selbstwertgefühl oder einem Mangel an Urvertrauen.

Es kann auch zu einer höheren Vigilanz führen, da dieses Neugeborene nicht den Ur-Schutz erfährt, in den es sich hineinfallen lassen kann und daher im Innersten überzeugt ist, alle Gefahren allein erkennen zu müssen. Dies könnte auch einer der Faktoren sein, die mit zur
Hochsensibilität beitragen.

Manchmal fängt es aber schon im Moment der Zeugung an,

wenn dieses neue Leben eigentlich nicht geplant und erwünscht war. Wie unterschiedlich mag es sich wohl anfühlen, von Beginn an erwünscht und freudig erwartet zu werden von beiden Eltern, anstatt von ihnen unerwartet oder erst einmal unerwünscht zu sein. Alles, was die Mutter selbst fühlt, ab dem Moment der Zeugung, wird bereits vom entstehenden Fötus miterlebt und auf sich bezogen: vom ersten Erschrecken über die ungeplante Schwangerschaft, dem Nicht-Wollen, dem Überfordert-Sein, von möglicher Scham, Hilflosigkeit wie es weitergehen soll, oder eventuellen Abreibungsgedanken.

Diese Gefühle der Mutter kommen ungefiltert beim Fötus an

und prägen sein entstehendes Grundempfinden zu sich selbst und zur Welt, in die es hinein geboren wird. So können bereits hier Lebenseinstellungen entstehen, wie: „Ich bin nicht erwünscht, ich darf gar nicht da sein, ich bin schuld, ich muss mich klein und unsichtbar machen…“

Unzählige weitere Probleme können auf dem Weg entstehen. Ein gar nicht so seltenes Beispiel ist, dem „unerwünschten, falschen“ Geschlecht anzugehören. Das heißt, wenn Mutter oder Vater ein bestimmtes Geschlecht bevorzugen und das Baby von Beginn an das Gefühl erfährt „ich bin nicht richtig so“. Das kann zu einer lebenslangen Anstrengung führen, viel leisten zu müssen, um endlich richtig zu sein – was aber, egal wie sehr man sich anstrengt, nie erfüllt werden kann.

Falls Sie beim Lesen nachdenklich wurden, wie es bei Ihnen wohl gewesen sein mag oder bereits etwas in Ihnen getriggert wurde: Die gute Nachricht ist, es gibt Lösungsmöglichkeiten. Sharon King hat mit ihrer Matrix Birth Reimprinting Methode eine wunderbare, rückwirkende Heilungsmöglichkeit entwickelt.

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Was ist Matrix Birth Reimprinting?

Grundlegend nutzt es die Technik von Matrix Reimprinting, die von Karl Dawson, einem englischen EFT® Therapeuten, als Weiterentwicklung aus EFT® heraus entstanden ist. Darin ist die EFT® Klopfakupressur weiterhin ein fester Bestandteil.

Der grundlegende Unterschied dazu ist, dass man zum Moment der belastenden Erinnerung mit dem heutigen erwachsenen Selbst zurückreist, wie in ein Theaterstück. Im inneren Bild, was sich von der damaligen Situation auftut, wird dann dem damaligen jüngeren Selbst – in Matrix Reimprinting auch ECHO genannt – vom heutigen Selbst Hilfe gebracht. Das heißt, der eigentliche Klient ist das jüngere Selbst, das damals in Not war.

Dadurch bleibt der Patient dissoziiert vom ursprünglichen Erleben und braucht nicht, wie in EFT®, alles gefühlsmäßig wiederzuerleben, was besonders bei sehr belastenden Erfahrungen von Vorteil ist. Das ECHO erhält nun rückwirkend Hilfe, indem es im inneren Bild beklopft wird und den wertvollen Beistand des eigenen erwachsenen Selbsts erfährt.

Besonders wichtig in Matrix Reimprinting ist der Blick auf den damals gebildeten Glaubenssatz, die Überzeugung, die in einer schwierigen Situation unbewusst entstanden ist. Diesen gilt es zu ergründen und um 180 Grad umzuschreiben. Das heißt, nachdem das jüngere Selbst durch EFT® Erleichterung erfahren hat, wird mit ihm zusammen die Situation, das Erleben so „umgeschrieben“ wie es sich für das ECHO wirklich gut anfühlt, und es dort eine gute Erfahrung machen darf. Dadurch lösen sich nicht nur traumatische Erinnerungen, sondern es entstehen neue ressourcenreiche Bilder. Erinnerung wird auf einer tiefen Gefühlsebene umgeschrieben. Glaubenssätze werden ursächlich verändert und hilfreiche neue installiert.

Bei Matrix Birth Reimprinting kommt die Schwangerschaft und Geburtserfahrung selbst als Feld dazu. Und auch wenn wir natürlich keine bewussten Erinnerungen daran haben, hat jeder Mensch auf Zellebene, wenn er sich auf diese Zeit einschwingt, ein Körpergefühl, eine
Ahnung, ein Gefühl von dieser Zeit, die es möglich macht, ein inneres Bild zu erschaffen, an dem genauso gut gearbeitet werden kann.
Wenn alle negativen Erlebnisse und Energien aufgelöst und verändert sind – und erst dann – wird in Matrix Birth Reimprinting der Geburtsprozess noch einmal durchgemacht. Im Unterschied zu Matrix Reimprinting wird aber beim Geburts-Reimprinting die Geburt und das Bonding selbst assoziiert erlebt, also in erster Person, um alle umgeschriebenen, positiven Gefühle gänzlich zu fühlen.

Sharon King hat mit ihrer Recherche rund um Zeugung, Schwangerschaft und Geburt einen reichen Erfahrungsschatz zusammengetragen, der es ermöglicht alle kritischen Aspekte in dieser sensiblen Zeit zu beleuchten. Denn obwohl die pränatale Psychologie seit den 1980er
Jahren darum weiß, dass wir bereits ab der Zeugung bewusste Wesen sind, die alles miterleben, hat sich in den Köpfen der Einzelnen noch nicht viel verändert. Noch immer herrscht die verbreitete Meinung, dass die Kleinen sich sowieso nicht erinnern. Mit Matrix Reimprinting und Birth Reimprinting gibt es jetzt eine Möglichkeit auch diese unbewusste, aber so grundlegend wichtige Zeit zu erforschen und gute Veränderung zu bewirken.

Für wen ist Matrix Birth Reimprinting geeignet?

Eigentlich für jeden, denn wir alle sind geboren worden, und haben zumindest die eigene Geburt erlebt. Wenn Sie noch unsicher sind, ob diese Methode für Sie geeignet sein sollte, lege ich Ihnen das Buch „Heile deine Geburt, heile dein Leben“ von Sharon King ans Herz.

Matrix Birth Reimprinting ist ganz besonders angezeigt, wenn Sie bewusst Veränderung für die eigene Geburtserfahrung suchen, für die schwierige Geburt eines Ihrer Kinder oder für einen noch tiefsitzenden Kindesverlust während einer Schwangerschaft. Auch für werdende Mütter, die eine eigene schwierige Geburt oder eine vorangegangene schwierige Entbindung hatten, ist es sinnvoll, sich mit Matrix Birth Reimprinting zu beschäftigen. Denn wenn eine Frau frei von unnötig triggernden Geburts-Altlasten ist und sogar noch eine Zukunftsvision der kommenden Geburt erarbeitet und imprintet, werden sie und das Baby optimal auf eine gute Geburt vorbereitet sein.

Ansonsten ist Matrix Birth Reimprinting für jeden geeignet, der sich einfach selbst besser kennen lernen will. Zum Beispiel, wenn Sie

immer wieder an dasselbe Thema stoßen,

von dem sie das Gefühl haben „Das kenne ich schon lange“, wie: Schwierigkeiten sich mit anderen zu verbinden, sich immer allein fühlen, keine Nähe zulassen zu können oder sich nicht geliebt zu fühlen. Der Ursprung könnte durchaus in dieser ersten, prägenden Lebenszeit liegen und ein Hinschauen mit Matrix Birth Reimprinting lohnt sich meistens.

Wenn Sie das Buch lesen sollten, werden Sie einen Eindruck bekommen, was in dieser Zeit alles passieren kann und warum diese Zeit so grundlegend wichtig ist für uns alle. Vielleicht werden Sie einen besonderen Bezug zu einem bestimmten Thema spüren. Meist kommt ein
Gefühl, eine Ahnung hoch, dass da was sein könnte. Aber erst wenn man überhaupt um diese Zusammenhänge weiß, und eine innere Resonanz entsteht, kann man es angehen und schlussendlich zum Guten verändern.

Ich persönlich kannte meine eigene Geschichte als Frühgeburt

und hatte bereits seit längerer Zeit die Verbindung hergestellt zwischen einem tiefen wiederkehrenden Gefühl von Alleinsein und dieser isolierten Zeit in Brutkasten, wusste aber lange nicht, wie ich dorthin
kommen sollte, geschweige denn etwas so Grundlegendes verändern könnte. Jedes Mal beim Hinspüren kam ein beklemmendes Gefühl auf und bei Reportagen zu diesem Thema wurde mir immer eng ums Herz.

Erst als ich nach meiner EFT® Ausbildung auch noch Matrix Reimprinting und Matrix Birth Reimprinting kennen lernte, wurde mir der tiefe Zusammenhang und das Wirken bis in die heutige Zeit gänzlich klar.

Jetzt, nach mehrmaliger liebevoller Bearbeitung dieser frühen Zeit, ist für mich das Geschehen gefühlsmäßig vollkommen umgeschrieben und ich habe Zugriff auf friedliche, glückliche, ressourcenreiche neue Bilder und Gefühle, die mich natürlicherweise tragen und stärken. Ein wahres Geschenk.

Und diese wohltuende, weitreichende Veränderung gebe ich heute gerne an meine Patienten weiter – in der Praxis oder auch in Online-Sitzungen. Mit der Kombination all dieser sanften Klopfmethoden können alte Erinnerungen grundlegend umgeschrieben werden und damit alte Glaubens- und Gefühls-Muster erlöst werden. Immer wieder bin ich tief berührt, wenn eine traumatische Erinnerung oder eine schwierige Situation derart beruhigt und gefühlsmäßig positiv umgedeutet wurde, dass es dem Patienten am Ende ein sanftes Strahlen auf sein Gesicht zaubert.

Bild von Sanjasy auf Pixabay 

Karin Arndt

Karin Arndt

geboren 1967 in München, Mutter einer Tochter, Diplom Forstwissenschaftlerin Universität Florenz, Heilpraktikerin und EFT-Therapeutin tätig seit 1999 in München und mit Online-Sitzungen

Karin Arndt

Methoden:

EFT, Matrix Reimprinting, Matrix Birth Reimprinting, Familiensystemische Klopfakupressur, Kinesiologische Testung

Therapieschwerpunkte:
EFT an Erwachsenen und Kindern, Trauma-Arbeit, transgenerationales Trauma und Belastung, Schwierige Lebensphasen, Fehlgeburt, Schwangerschafts- und Geburtstrauma, Entwicklungstrauma

Karin Arndt – Heilpraktikerin
Reichenbachstraße 32a, 80469 München
Tel.: 089-12412533
praxis@karin-arndt.de
www.karin-arndt.de


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