Die Liebe empathischer Menschen

Die Liebe empathischer Menschen

DIE LIEBE EMPATHISCHER MENSCHEN

Schon lange habe ich mich beim Lesen eines Buches nicht mehr so gesehen und erkannt gefühlt - was sich wunderbar anfühlte. Gleichzeitig habe ich mich beim Lesen aber auch pausenlos vor Scham gewunden, eben weil ich mich darin zu 300 % selbst wiedererkannt habe …

Unbequeme Wahrheiten hören vermutlich die wenigsten Menschen gern. Und doch bin ich wirklich froh, dieses Buch gelesen zu haben, denn nachdem ich diese Wahrheiten nun aufgenommen und verarbeitet habe, habe ich natürlich auch den Beschluss gefasst, etwas an meinem Liebesverhalten zu verändern. Von daher bin ich sicher, dass Die Liebe empathischer Menschen mich nun eine ganze Zeitlang begleiten wird.

Schon der Untertitel des Buches

Die Gratwanderung zwischen wahrer Liebe und seelischen Verletzungen

machte mich ziemlich neugierig. Ich glaube ja, dass ich sie schon gefunden habe, die „wahre Liebe“, hadere aber immer wieder mit seelischen Verletzungen.

Grundsätzlich hat es mir übrigens sehr gut gefallen, dass Herr Rohleder über empathische Menschen schreibt, und Hochsensibilität eher als Extremform der Empathie betrachtet. Hier fühlte ich mich sehr gut aufgehoben.

Wie schon in „Die Berufung für Hochsensible“ greift der Autor auch in diesem Buch auf das  theoretische Konstrukt des „Drei-Ich-Modell nach Luca Rohleder© “ zurück: das NEUGEBORENEN-ICH (NI), ERWACHSENEN-ICH (EI),  und das HÖHERE-ICH (HI).

Neugeborenene verfügen nach der Geburt über Urinstinkte oder Reflexe, denn sie sind allein nicht überlebensfähig. (Mit den Instinkten sind der Zugriff des HÖHEREN-ICHs auf die Informationen der UNSICHTBAREN WELT gemeint). Das Gehirn ist noch nicht vollständig ausgereift, die Festplatte quasi unbeschrieben und einige Teile des Gehirns entwickeln sich erst durch bestimmte Lernprozesse. Wenn Sie Kinder haben, haben vielleicht selbst schon die Erfahrung gemacht, dass sie in jungen Jahren eine gewisse Übersinnlichkeit besaßen, die sich in späteren Jahren verloren hat.

Empathische Menschen zeichnen sich nach Luca Rohleder dadurch aus, dass sie die Anbindung an die UNSICHTBARE WELT nicht vollständig verloren haben. An einem bestimmten Zeitpunkt vor oder nach der Geburt kam die Entwicklung eines herkömmlichen Inneren Kindes zum Erliegen. An seine Stelle trat das NEUGEBORENEN-ICH. Herr Rohleder glaubt, dass dies bei allen Extremformen der Hochsensibilität kurz vor oder nach der Geburt geschehen sein muss, bei den empathischen Menschen irgendwann danach. Er schreibt so schön „Empathische Menschen stehen noch mit einem Bein in der UNSICHTBAREN WELT.“ Mit der UNSICHTBAREN WELT sind das intuitive Wissen von Zusatzinformationen über Umwelt, Umfeld und andere Menschen gemeint. Das HÖHERE-ICH stellt dabei die Verbindung zur UNSICHTBAREN WELT dar. Vielleicht haben empathische Menschen deshalb oft das Gefühl, nicht auf die Erde zu gehören?

Halten wir an dieser Stelle erst einmal fest, dass Sie als empathischer Mensch über ein NEUGEBORENEN-ICH verfügen. In der prägenden Phase werden Sie daher vermutlich ein gewisses empathisches Liebesideal entwickeln, das geprägt ist von Ehrlichkeit, Bedingungslosigkeit, Engagement und Selbstlosigkeit - Ihre Vorstellung von WAHRER LIEBE. Vielleicht werden Sie niemals aufhören, nach diesem Ideal zu suchen … Dieses Ideal orientiert sich an der Zeit ihrer Geburt, als ihre Mutter höchstwahrscheinlich vollkommen auf Sie fixiert war und Sie selbst nichts tun mussten. Ein Teil von Ihnen hat sich die Erinnerung an diese Zeit bewahrt und hört nie mehr auf, nach der bedingungslosen Liebe zu suchen, die Sie erlebt haben.

Da habe ich schon ziemlich geschluckt

Denn ich habe tatsächlich selbst das Problem, dass meine Erwartung auf Händen getragen zu werden, meist nicht erfüllt wird. Erst durch das Lesen die Liebe empathischer Menschen ist mir das überhaupt klar geworden - und auch, wie schräg diese Erwartung eigentlich ist. Auch wenn ich eine sehr fürsorgliche Partnerin bin, wäre ich zu diesem selbstlosen Engagement selbst gar nicht bereit …

Außerdem geschah noch etwas Anderes, was ebenfalls in dieser prägenden Phase geschehen kann:

die Entwicklung von Urängsten.

Warum empathische Menschen so Schwierigkeiten mit der Liebe habenWenn Säuglinge das Gefühl haben, nicht beachtet und vergessen zu werden kann sich das zu einer Sache auf Leben und Tod entwickeln. Denn wenn niemand kommt und das Baby füttert, muss es sterben. Herr Rohleder hat es ganz wunderbar beschrieben: das die Instinkte eines Neugeborenen permanent dafür sorgen, sicherzustellen, dass die Eltern anwesend sind. Daher liegen Babys nur da und schauen und hören. Sobald es Anzeichen dafür gibt, dass z. B. die Mutter nicht mehr verfügbar ist, stellt dies für das Kind eine Bedrohung dar. Denn das Kind kennt nur den aktuellen Augenblick und es weiß, dass es in Gefahr ist, wenn keiner da ist …

Das NEUGEBORENEN-ICH beobachtet permanent seine Bezugspersonen um herauszufinden, ob es geliebt wird und wenn es das Gefühl hat, dass es nicht so ist, kann es Urängste entwickeln. Dies sorgt zum einen dafür, dass Sie schon als ganz kleiner Mensch übermässigem Stress ausgesetzt waren (was sich auf Ihr ganzes weiteres Leben auswirken kann), zum anderen können Sie Verhaltensweisen entwickeln, die Sie selbst behindern, auf andere Menschen befremdlich wirken und nur sehr schwer wieder loszuwerden sind. Mich z. B. triggert das Gefühl, nicht beachtet zu werden, unglaublich an und kann tagelang andauernde Stressattacken in Gang setzen …

Wachsen und werden

Natürlich ist Herr Rohleder mit seinem Latein da noch längst nicht am Ende. Im Gegenteil, nach diesen wichtigen Grundlagen geht es nun um weitere Lebensphasen

  • die vergeistigte Phase
  • die überlastete Phase
  • die lebensverneindende Phase
  • die erwachende Phase
  • die erlösende Phase
  • die liebende Phase

und darum, wie Sie die Liebe in den jeweiligen Phasen erleben. Auch das ist ungemein spannend und erhellend und baut auf den Erkenntnissen auf, die Sie als Säugling erlebt haben. Warum sind empathische Menschen im hohen Grade gerade in Liebesdingen erregbar? Warum entwickeln sie Zukunftsängste? Was ist das empathische Liebesparadoxon? Warum haben viele empathische Menschen (EM) Schwierigkeiten mit Bindung und emotionaler Nähe? Warum sind empathische Menschen häufig regelrechte Kontrollfreaks? Wie kann ich eine Bindungsphobie auflösen?

Dieses Buch ist wirklich spannend

von der ersten bis zur letzten Zeile. Ich hoffe, ich konnte Sie ein bisschen neugierig machen. Ich habe ganz bewusst nur einen Aspekt des Buches so ausführlich beschrieben, in der Hoffnung, dass Ihnen das Lust auf mehr macht. Die Liebe empathischer Menschen ist meiner Meinung nach eine Anschaffung fürs Leben. Dazu kommt noch, dass Herr Rohleder seinen Schreibstil ganz entscheidend verbessert hat. Mein Lesefluss wurde nicht mehr durch inneres Aufbegehren gestört, sondern ich konnte mich ganz und gar auf den (wie ich finde äußerst wertvollen) Inhalt konzentrieren. Das Buch bekommt einen Ehrenplatz in meinem Bücherregal und ich bin ganz sicher, dass ich es in absehbarer Zeit wieder zur Hand nehmen und noch einmal lesen werde. Bestimmt auch um die ein oder andere Erkenntnis zu beklopfen.

Welche Erfahrungen haben Sie mit der Liebe gemacht? Kennen Sie die oben beschriebenen Phänomene von sich selbst? Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Herzliche Grüße,
Ihre
Monika Richrath

Die Liebe empathischer Menschen
Luca Rohleder
dielus edition
ISBN 978-3-9817975-8-9

22,99 EUR

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Monika Richrath

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Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und drei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto, Nebennierenschwäche) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

Switchwords – eine Rezension

Switchwords – eine Rezension

  SWITCHWORDS - EINE REZENSION

Gleich zu Jahresbeginn möchte ich Sie gerne mit einem genialen Buch bekanntmachen, über das ich kurz vor Jahresende gestolpert bin und dass sich wunderbar dazu eignet, dafür zu sorgen, dass das neue Jahr sich anders gestaltet als das alte. Ich glaube, es eignet sich wunderbar, Stolpersteine, die mit der Hochsensibilität verbunden sind, aufzuheben oder zu verändern.

Das Buch Switchwords der Autorin Liz Dean ist zugegebenermaßen nicht ganz neu, die englische Originalausgabe erschien 2015, die deutschsprachige Ausgabe erfolgte 2016 durch den Ansata Verlag. Ich bin allerdings sehr guten Mutes, dass Sie dieses Buch möglicherweise auch noch nicht kennen. Mir ist es erst vor ein paar Wochen zugeflogen, vorher hatte ich noch nie davon gehört.

Wie du mit nur einem Wort dein Leben veränderst

lautet der vollmundige Untertitel des Buches. Manch eineR mag sich ja durch so eine reißerische Überschrift abgeschreckt fühlen, aber da ich selbst ab und zu etwas „reißerisch“ unterwegs bin, wenn ich der Meinung bin, dass es gerechtfertigt ist, konnte ich mich voll und ganz auf die Switchword-Technik einlassen. Ich probiere die Technik nun schon seit mehreren Wochen und bin absolut begeistert und verblüfft.

Was sind Switchwords

Kurz gesagt, sind es ganz bestimmte Worte, die sich an unser Unterbewusstsein richten. Liz Dean nennt es auf einer tiefen Ebene das Unbewusstsein einzuschalten. Durch das Denken, Aussprechen oder Chanten dieser Worte bringt man sich mit seinen Wünschen und Absichten in Verbindung. Tatsächlich fast so, als würde man einen Zauberstab schwingen.

Man kann Switchwords für praktisch alles verwenden:

  • Den Umgang mit Schmerzen, Niedergeschlagenheit, Schlafproblemen und Stress verbessern
  • Zum Ablegen ungewünschter Verhaltensweisen
  • Zur Vertiefung von Verbinden
  • Zum Anziehen von Liebe, Freundschaft
  • Zur Verbesserung der finanziellen Situation
  • Zur Beflügelung der Kreativität
  • Zum Lösen von Problemen
  • Zum Lernen
  • Zur Förderung von Heilung
  • Zur Stärkung von Führungsqualitäten

So funktionieren Switchwords

Switchwords wurden von James T. Mangan entwickelt, einem amerikanischen Autor und Werbefachmann, der von 1886 bis 1970 gelebt hat. Die Wirkungskraft von Switchwords beruht auf Schwingungen. Wenn wir das Wort denken, aussprechen oder chanten, verändert sich die Schwingung unseres Körpers. Wir erzeugen eine wohlwollende Resonanz in unserem Körper und schwingen auf der gleichen Frequenz wie unser angestrebtes Ziel. Das wichtige dabei ist natürlich, dass wir das Wort nicht nur einmal sagen, sondern mehrmals, wie ein Mantra. Man kann sich dabei an das eigene Gefühl halten oder sich nach den traditionellen Zahlen zum Rezitieren von Mantras halten. Diese Zahlen sind 10, 28 oder 108 Wiederholungen. (Ich selbst halte mich übrigens überhaupt nicht an diese Zahlen, sondern gehe da ganz nach Lust und Laune)

Wenn ein Wort so oft wiederholt wird, findet dabei eine Veränderung im Gehirn statt. Das Wort verliert seine Bedeutung vollkommen, übrig bleibt nur noch der Klang und letztlich die Schwingung.

Ich stelle mir vor, dass an dieser Stelle viele meiner hochsensiblen Leser und Leserinnen, die gerne immer alles wissenschaftlich evaluiert haben wollen, skeptisch die Stirn runzeln. Ich kann Ihnen nur sagen: Bitte lesen Sie weiter und probieren Sie es einfach einmal aus …

Switchwords sind stärker als Affirmationen

Weil sie über die Seele und das Gefühl wirken und das Unbewusste ansprechen. Affirmationen wirken jedoch über unser Bewusstsein, das häufig durch das Unbewusste blockiert wird – weswegen Affirmationen häufig nicht wirken können. Vielleicht haben Sie selbst schon einmal mit Affirmationen gearbeitet und sind daran gescheitert, weil es häufig eine kleine, äußerst beharrliche Stimme in uns gibt, die „ja aber …“ murmelt und so dafür sorgt, dass wir nicht weiterkommen.

Switchwords und Hochsensibilität

Ich glaube, dass Switchwords uns gut dabei unterstützen können, besser mit Hochsensbilität umzugehen. Unliebsame Verhaltensweisen könnten wir vielleicht begegnen mit den Worten AUS oder SCHNITT, z. B. wenn wir merken, dass wir mal wieder anfangen, uns das schönste Kopfkino zu erfinden. Häufig leiden wir als hochsensible Menschen darunter, dass wir uns nicht so gut mit anderen Menschen verbinden können, da ist das Wort ZUSAMMEN ausgezeichnet, es hilft uns nicht nur, uns besser mit dem zu verbinden, was wir uns wünschen, sondern auch mit uns selbst und auch mit anderen …

Kürzlich hatte ich eine tolle Switchword-Erfahrung

von der ich ihnen an dieser Stelle natürlich sehr gerne erzähle, weil sie anschaulich und auch lustig ist - irgendwie.

Der Hintergrund: Ich liebe eine gewisse schaumige italienische Nachspeise aus Wein und Ei. Und manchmal, wenn ich das Gefühl habe, ich könnte mich für etwas belohnen, dann werde ich im Supermarkt schwach für eine industriell gefertigte Version dieses Desserts, die aber - im Gegensatz zum Original - jede Menge Sahne enthält (was wegen der Laktose für mich nicht so prickelnd ist). Trotzdem schaffe ich es meistens nicht, im Supermarkt daran vorbei zu gehen. Ich kann es mir noch so sehr vornehmen, es klappt einfach nicht.

Nun ja, neulich stehe ich also wieder im Supermarkt und starre begehrlich auf besagtes Dessert, da schreit eine Stimme in meinem Kopf los „AUS AUS AUS!“ (AUS ist das Switchword zum Beenden einer schlechten Angewohnheit). Und ich weise gerne an dieser Stelle darauf hin, dass ich es mir nicht explizit vorgenommen hatte, für diese Situation ein Switchword  zu verwenden. Es passiert einfach.

Wie festgenagelt bleibe ich vor dem Regal stehen. Ich bin weder in der Lage fortzugehen, noch die Tür zum Kühlregal aufzuziehen. Der Teil in mir, der sich auf diese vermeintliche Belohnung gefreut hat, ist störrisch und will sich nicht damit abfinden, dass er die Belohnung, auf die er sich gefreut hat, nicht bekommt. „AUS! AUS! AUS!“ kommt es jetzt mit mehr Nachdruck. Ich habe das Gefühl, jemand spricht mit mir wie mit einem Hund - aber so ist es ja auch irgendwie - mit dem inneren Schweinehund …

Kurzzeitig breitet sich Verwirrung in mir aus, wie Nebel. Dann gewinnt die Vernunft die Oberhand - während ich immer noch vor dem Regal stehe und meinen Nachtisch anstarre. Die Vernunft sagt „Du wolltest das doch nicht mehr essen. Wann willst du damit anfangen, wenn nicht jetzt?“ Ja stimmt. Ein letzter enttäuschter Blick und ich kann mich endlich lösen und den Rest meiner Einkäufe erledigen. Die Begeisterung überwiegt die Enttäuschung …

Switchwords sind sofort Teil meines Lebens geworden

vielleicht liegt es daran, dass es im Supermarkt deswegen ohne bewusstes Vorgehen so gut geklappt hat. Mich begeistert an den Switchwords, dass sie so einfach sind. Es gibt verschiedene Switchword-Formen

  • Master Switchwords (können in jeder Situation angewendet werden
  • Universelle Switchwords (klappen bei fast jedem)
  • Offene Switchwords (klappen bei den meisten)
  • experimentelle Switchwords (klappen bei einigen)
  • persönliche Switchwords (funktionieren bei Ihnen)
  • Switchword-Paare
  • Switchword-Sätze

Was man mit Switchwords alles machen kann

Switchwords begeistern schon an sich. Aber es gibt noch Steigerungen: zum Beispiel kann man die Namen von Bachblüten als Switchwörter verwenden, oder energetisiertes Wasser mit einem persönlichen Energiekreis herstellen (finde ich ganz wunderbar), bestimmte Wellenfrequenzwerte klopfen (auch äußerst spannend). Für mich ist besonders interessant an Switchwords, dass sie sich wunderbar mit anderen Techniken kombinieren lassen, zum Beispiel mit der Akasha Chronik, Chakrenarbeit oder Reiki. Und natürlich auch mit der Klopfakupressur. Dies habe ich während meiner kleinen Rauhnachtreise vom Dezember 2017 bis zum Januar 2018 ausgiebig getan und bin absolut davon begeistert. Ich finde, dieses Buch gehört in jeden Bücherschrank!

Übrigens hatte das o. g. Intermezzo mit der Nachspeise noch eine kleine Nachwirkung. In meinem normalen Supermarkt bekomme ich es nämlich eigentlich nicht. Neulich stand es dort aber herum, wie ich aus dem Augenwinkel bemerkte. Ich habe es sofort eingesteckt, bin aber zuhause nicht sofort darüber hergefallen, sondern habe es am nächsten Tag ganz langsam und genüsslich verzehrt …

Switchwords sind eine äußerst effektive Möglichkeit

sich auf eine neue und ungewöhnliche Weise mit sich selbst, anderen, der Umwelt und alles darüber hinaus zu verbinden. Wenn Sie mir nicht glauben, probieren Sie einfach einmal den Switchword Satz „ZUSAMMEN-FINDEN-GÖTTLICHE SICHERHEIT„, der Geld in Ihr Leben bringt. Probieren Sie es einfach einmal aus, diese Worte ein paar Tage lang immer wieder einmal vor sich hin zu sagen, Sie werden sehen, dass es funktioniert. Und ich freue mich, wenn Sie in die Kommentare schreiben, welche unerwartete Geldquelle Ihnen zugeflattert ist …

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein funkelndes Jahr 2018!

Herzlichst, Ihre

Monika Richrath

 

SWITCHWORDS
Liz Dean
Ansata Verlag
ISBN 978-3-7787-7520
17,50 EUR

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Monika Richrath

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Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und drei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto, Nebennierenschwäche) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

Das Klopfakupressur Buchprojekt

Das Klopfakupressur Buchprojekt

 Allgemein Bücher Klopfakupressur

 

 

 

 

DAS KLOPFAKUPRESSUR BUCHPROJEKT

 

„Kann das denn so einfach sein?“, „Warum macht das dann nicht jeder?“ sind Fragen, die alle Klopfakupressur-Coaches immer wieder mal von staunenden KlientInnen hören. Ja, es ist so einfach, sich besser zu fühlen und  Veränderungen in Gang zu setzen!

Es wäre aber doch sehr schön, wenn noch viel, viel mehr Menschen von der Klopfakupressur erfahren würden und auch davon, was damit alles bewirkt und erreicht werden kann, hat sich die Organisatorin des Klopfkongresses, Michaela Thiede, gedacht. Ein Buch mit Erfolgsgeschichten also, zur Stärkung und Motivation der AnwenderInnen, noch-Zögernden und noch-nicht-Kennenden.

Das Wichtige daran ist, dass es sich dabei um

echte Geschichten

handelt, also um Dinge, die Sie mit der Klopfakupressur erlebt haben oder im Coaching mit Ihren Klienten. Dies können auch gerne längere Geschichten sein über ein hartnäckiges Problem, das mehrere Sitzungen erfordert hat, über die Schwierigkeiten, die dabei aufgetreten sind (z. B. hat es Heilblockaden gegeben in Form von Glaubenssätzen, die vorher aufgelöst werden mussten?) und: ganz ganz wichtig: was hat sich in Ihrem Leben verändert durch das Klopfen? Kurz- und langfristig?  Aber auch das schnelle Lösen von kleineren Alltagsproblemen ist interessant. Wichtig ist einzig: Ihre Geschichte muss echt sein, authentisch und nachvollziehbar.

Vielleicht haben Sie schon einmal den Begriff: One-Minute-Wonder gehört? Damit wird in Klopfakupressur-Kreisen die sehr schnelle spontane Auflösung eines Problems bezeichnet. Natürlich glaube ich selbst absolut daran, dass es das gibt, aber ich kann Ihnen versichern, ich selbst habe noch kein One-Minute-Wonder erlebt - und ich glaube ehrlich gesagt auch nicht, dass das unbedingt notwendig ist um von der Klopfakupressur begeistert zu sein und das Klopfen genießen zu können.

Es gibt keine Vorgaben

hinsichtlich der Länge oder Themen. Es gibt keine Verpflichtung, die Geschichte unter dem eigenen Namen zu veröffentlichen, es darf auch gerne ein Pseudonym verwendet werden.

Wenn die Geschichte allerdings nicht Ihre eigene ist, sondern die eines Klienten oder einer Klientin, sollten Sie sich schon vorher das schriftliche Einverständnis der betreffenden Person geben lassen. Es gibt nicht einmal die Vorgabe, Ihre Geschichte in einer schriftlichen Form abzuliefern! Michaela Thiede ist gerne bereit, sich Ihre Geschichte erzählen zu lassen und sie schriftlich aufzubereiten.

problem mit Klopfakupressur gelöstEinzige Bedingung:

Die Geschichte muss wirklich eine echte Geschichte sein. Außerdem sollte sie nach Möglichkeit noch nicht veröffentlicht worden sein in einem Blogbeitrag, Podcast, Video oder ähnliches - zumindest nicht großflächig, denn die zukünftigen Leser und Leserinnen möchten natürlich keine Geschichten hören, die sie schon kennen.

Als ich von diesem Projekt hörte, war ich natürlich Feuer und Flamme und wollte gerne meine Geschichte des „Ich bin anders“-Klopfens erzählen, die in relativ kurzer Zeit meine ganze Weltsicht auf den Kopf gestellt hat. Weil ich diese Geschichte aber sehr oft erzähle, habe ich mir also etwas anderes aussuchen müssen und habe letztendlich einen Beitrag über meine eigene Heilungsgeschichte in einem größeren Kontext geschrieben (in dem das „Ich bin anders-Klopfen“ nur ein Teilaspekt war - wenn auch ein wichtiger). Das war für mich übrigens richtig schön, noch einmal einen Blick zurück zu werfen auf die Anfänge meiner eigenen Heilungsgeschichte …

Ich weiß nicht, ob es in der Natur der Sache liegt,

dass KlopfanwenderInnen häufig sehr zögerlich sind mit Veröffentlichung von Feedback. Ich finde das wahnsinnig schade. Es gibt ja nichts, dessen wir uns schämen müssten. Wir sind Menschen und wir haben alle unser Verstrickungen, Glaubenssätze, Schwierigkeiten. Bedenken Sie bitte: Ihre Geschichte kann den Ausschlag für jemand anderen geben, sein Leben in die eigenen Hände zu nehmen und zu beginnen zu klopfen … Wenn nur ein Zehntel aller Klopfakupressur-Coaches seine eigene Geschichte einreicht, dann haben wir schon einen ganzen Haufen Geschichten …

Noch ist unklar,

in welcher Form das Buch erscheinen wird. Gewünscht wird natürlich ein Buch in Printform, aber eventuell ist auch ein E-Book denkbar. Dies hängt von der Anzahl der Rückmeldungen und Berichte ab. Falls Sie sich nicht vorstellen können, wie das aussehen soll, haben Sie hier ein Beispiel eines ähnliches Buches, das Michaela Thiede schon umgesetzt hat.

Bedenken Sie bitte,

dass dies für Sie als Coach oder Praktiker eine großartige Möglichkeit ist, auf sich und die eigene Praxis aufmerksam zu machen, denn natürlich kann auch ein Link zu Ihrer Seite gesetzt werden. Sie müssen dafür auch nichts zahlen - allerdings bekommen Sie auch nichts für das Zurverfügungstellen Ihrer Geschichte.

So ein Projekt macht viel Arbeit (Texte müssen geschrieben und Korrektur gelesen werden, es braucht ein Cover, eine ISBN-Nummer, das Buch muss formatiert werden usw.) und es entstehen außerdem Kosten dabei, die Frau Thiede alle tragen wird. Da ist es nur recht und billig, wenn sie auch die Einnahmen aus dem Projekt erhält, finde ich. So oder so hat dieses Projekt einen mehr ideellen Charakter und darum fände ich es

toll, wenn Sie mitmachen

Wenn Sie prinzipiell gerne mitmachen möchten, aber eine Schwierigkeit sehen, die ich hier nicht genannt habe, senden Sie bitte eine E-Mail an info@Klopf-Kongress.de. Der vorläufige Einsendeschluss ist der 31. März 2018.

Herzlichst, Ihre
Monika Richrath

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Monika Richrath

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Richrath EFT Lösung

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Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

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Lustiges Zeug schreiben und kleine Wesen zeichnen

Lustiges Zeug schreiben und kleine Wesen zeichnen

 Allgemein Bücher

 

LUSTIGES ZEUG SCHREIBEN UND KLEINE WESEN ZEICHNEN

Vor nicht allzu langer Zeit habe ich das Buch „Krebs ist wenn man trotzdem lacht“ der Autorin Sabine Dinkel rezensiert. Obwohl wir uns gar nicht persönlich kennen, ist mir Frau Dinkel irgendwie ans Herz gewachsen und ich freue mich, wenn ich dazu beitragen kann, sie selbst und das was sie macht, noch viel mehr Menschen vorzustellen. Außerdem hatte ich noch die ein oder andere Frage.  So ist dieses schöne Interviewgespräch entstanden.

Das Thema „Hochsensibilität“ kommt darin übrigens nicht vor, es gab so viele andere Dinge, die ich gerne wissen wollte … denn manchmal, wenn man voneinander weiß, dass man hochsensibel ist, ist das auch gar nicht mehr so interessant 😉

Sabine, wie bist du auf die Idee gekommen, einen Ratgeber für Menschen mit Krebserkrankungen zu schreiben?

Nach meiner Schockdiagnose war ich händeringend auf der Suche nach Lesestoff, der mich tröstet und ermutigt. Doch bei den meisten Ratgebern hab ich mich zu 95 % gegruselt.

Ich hatte die Wahl zwischen furchterregenden Erlebnisberichten, esoterischen Heilsversprechen, religiösem Klimbim, Ernährungs-Gedöns, Verschwörungstheorien, schonungslosen medizinischen Abhandlungen oder kämpferischen “Tschakka-Büchern”.

Nix, wo meine Seele “Hier!” schrie oder Lesehunger ausgelöst wurde. Ganz im Gegenteil: ich wurde immer ängstlicher und frustrierter.

Da dachte ich: “Das geht so nicht! Ich will beweisen, dass es auch anders geht. Und zwar mit Humor und alltagstauglichen Praxistipps.

Du hast also das Buch geschrieben, das du zum Zeitpunkt deiner Diagnose selbst gern gelesen hättest …?

Ja, genau, denn ich wollte damals so gerne liebevoll an die Hand genommen werden. Daher war mir wichtig, das Buch so zu schreiben, als würde ich einer frisch an Krebs erkrankten Freundin ermutigend zur Seite stehen. Und ihr erklären, wie sie während und nach der Therapie gut für sich sorgen kann.

Hat sich durch den Schreibprozess für dich selbst etwas an der Gesamtsituation verändert?

Durch das Schreiben hat sich mein Denken nochmal positiv verändert. Mir wurde nochmal sehr bewusst, was ich da in den letzten Monaten eigentlich alles gestemmt hatte und dass ich in den Krisen zuvor - Burnout, Krebserkrankung meiner Mutter, Verlust beider Eltern im Abstand von nur einem Jahr, Auflösung des Elternhauses - eine fette Portion Resilienz gewonnen hatte.

Und dass mir zu einem großen Prozentsatz Humor und ein spielerischer und bewusster Umgang mit Sprache dabei geholfen haben. So nenne ich Beispielsweise meine Erkrankung Schnieptröte, meine Angst Hildegard oder mein Rezidiv Bauchfellflöhe. Das klingt nicht so bedrohlich und baut auch kommunikative Brücken zu den Gesunden. Die trauen sich eher, mit mir über Flohkati und Flohrian zu sprechen als über Metastasen.

Zusätzlich gebe ich nur Empfehlungen weiter, die absolut praxisnah und von mir auf Herz und Nieren geprüft sind. Sie müssen niedrigschwellig sein und dürfen nicht noch zusätzlich für Mühsal sorgen und zu hohe Anforderungen stellen.

Ich finde es nämlich total nervig, dass in vielen Ratgebern - zusätzlich zum ohnehin komplett auf den Kopf gestellten Alltag - auch noch verflixt viele Ratschläge lauern, für die man erst richtig ackern muss. Dazu gehören für mich z. B. das viel propagierte Meditieren zu lernen, sich brav ins Fitness-Studio zu schleppen oder die komplette Ernährung umzustellen. Das sind zusätzliche Anforderungen, die nach so einer Diagnose nicht gerade sexy klingen und auch Gesunden ständig um die Ohren geballert werden. Dabei geht es doch auch anders!

Beim Schreiben des Ratgebers ist mir nochmal bewusst geworden, dass ich zu 100 % hinter dem Geschriebenen stehe. Und das gibt mir ein echt gutes Gefühl. Zudem fühle ich mich innerlich “aufgeräumt”.

Das hat mir an deinem Buch so gut gefallen! Es hat mir sofort eingeleuchtet, dass, wenn ich keinen Hunger habe, ich mich freuen kann, wenn der Appetit auf ein Stück Kuchen kommt, und es besser ist, dann ein Stück Kuchen zu essen als gar nichts …

Du hast deine Erfahrungen mit der Erkrankung ja auch noch in einem zweiten Buch verarbeitet …

Richtig. Unmittelbar nach meiner Diagnose war ich so gefrustet, dass ich nicht wusste, wohin mit meinen Ängsten und Kümmernissen. Zu dem Zeitpunkt hatte ich natürlich noch überhaupt keinen Gedanken daran, jemals ein zweites Buch zu schreiben. Ich fing aus purer Verzweiflung an, kleine tragikomische Comics zu zeichnen.

Im Krankenhaus bekamen die Schwestern irgendwann mit, was ich da zeichnete. Es wurde geschmunzelt und gekichert, die Comics herumgereicht – und man ermunterte mich, damit weiterzumachen. So merkte ich, dass ich mit den Zeichnungen einfach viel besser erklären konnte, was “Krebs haben” eigentlich bedeutet und dass es trotz Krankheit ganz viele Gelegenheiten zum Lachen gibt.

In den Comics steckt halt auch ein gewisser Unterhaltungswert, der es den Gesunden viel leichter macht, Berührungsängste abzubauen und so mit mir in Kontakt zu bleiben. Es kommen z. B. auch Freunde, Bekannte und Schwestern darin vor, die sich diebisch darüber freuen, wenn sie sich darin als Comic-Figur entdecken. Mein Mann liebt zum Beispiel die Tolle, die ich ihm immer zeichne. ;o)

Die tolle Resonanz beflügelte mich, damit weiterzumachen.

Über 15 Monate habe ich Comics gezeichnet und dazu kleine Erlebnisberichte auf Facebook geschrieben. Und die gibt es jetzt als professionell gestaltetes eBook (ca. 180 Seiten) mit dem Titel “Meine Arschbombe in die Untiefen des Lebens”. Sozusagen ein Einblick in mein Tagebuch oder hinter die Kulissen.

Sabine, dein Comic-Tagebuch ist sehr persönlich, du lässt uns hautnah mitfiebern. Sind dir nie Bedenken gekommen diesbezüglich?

Oh doch, ich hatte viele Bedenken, gerade WEIL es so persönlich ist! Ich hatte ja auch lange Zeit überhaupt nicht daran gedacht, damit mal “so richtig” rauszugehen. Erst die permanente Ermutigung durch Freunde und meine Facebook-Community hat mich aufgerüttelt, eine Veröffentlichung überhaupt in Erwägung zu ziehen. Und so hab ich mich dann eines Tages tatsächlich zur Veröffentlichung entschlossen und das eBook mit Hilfe eines kleinen Teams professionell umgesetzt.

Ich finde es echt toll, dass du das machst und uns teilhaben lässt! Und eben weil das so ist, bewirkst du bei mir auch in einem gewissen Sinne eine Form von Heilung - letztes Jahr ist meine Mutter an ALS gestorben und ich fand es immer so furchtbar, dass sie sich so für ihre Krankheit geschämt hat, obwohl es da gar nichts zu schämen gibt … Ich kann es nicht genau erklären, aber es gibt einen Zusammenhang zwischen dem, wie meine Mutter mit ihrer Krankheit umgegangen ist und dem, wie du damit umgehst … irgendwie hebst du das, was ich mit meiner Mutter erlebte habe, ein Stück auf … Vielen, vielen Dank dafür! Das wollte ich dir immer schon mal sagen 😉 Ich kann mir ziemlich gut vorstellen, dass es noch ganz viele unter deinen FollowerInnen gibt, denen dein offensiver Umgang mit der Schnieptröte etwas schenkt …

Das mit deiner Mutter tut mir wirklich sehr leid. Besonders berührt mich ihre Scham für die Erkrankung. Ich kenne diese Scham ebenfalls von meiner Mutter, die sich auch für ihre Erkrankung (Hirntumor) geschämt hat. Somit kann ich auch sehr gut nachempfinden, wie es dir als Tochter gegangen sein muss. Sowas zu erleben macht so unfassbar traurig.

Meine Eltern sind typische “Kriegskinder” und haben mir ein sehr bedrohungsfokussiertes Denken vorgelebt. Jedes Hindernis wurde schnell zu einem Drama und stets nur die negativen Aspekte gesehen. So als hätten meine Eltern in Krisen zusätzlich noch eine schwarze Brille aufgesetzt. So wurde das Doofe dummerweise immer doofer.

Das hat mich sehr geprägt und unfassbar belastet – doch zum Glück eine Art Gegenbewegung bei mir ausgelöst. Denn ich weiß ja aus eigener Erfahrung, wie lähmend und deprimierend ein bedrohungsfokussiertes Denken auch für das Umfeld ist. So wollte ich nie werden! Sowas wollte ich nie auslösen!

Ich setze mir zwar auch keine rosarote Brille auf - das wäre angesichts meiner Erkrankung auch nicht stimmig – aber zumindest eine gelbe. Die lässt alles in viel freundlicher erscheinen und hilft mir dabei, Lösungen und Chancen zu erkennen. Probleme und Stolpersteine werden von der Brille zumindest für eine Weile herausgefiltert.

Damit warst und bist du auf jeden Fall sehr erfolgreich und inspirierend! Was für ein Gefühl hast du selbst denn nach der Veröffentlichung (bislang gibt es den Comic ja nur online)? Gibt es Pläne für eine Veröffentlichung des Comics in Buchform?

Ich habe jetzt nach der Veröffentlichung das Gefühl, endlich noch freier zu sein. Freier von alten Denkmustern “Sowas macht man nicht, das ist peinlich!”, “Das geht niemanden was an!” oder “Wer bitte schön will denn schon freiwillig etwas was über deine grauslige Erkrankung lesen?”.

Die Rückmeldungen waren bisher alle total positiv und wohltuend. Der Comic wird täglich mehrmals heruntergeladen. Was mein Herz besonders hüpfen lässt: nicht nur Erkrankte oder Zugehörige lesen den Comic oder den Ratgeber. Sondern auch Gesunde!

Sich freiwillig mit einer solchen Erkrankung zu beschäftigen erfordert aus meiner Sicht viel Mut und Neugier, denn man könnte seine Lesezeit schließlich auch mit lustigeren Büchern verbringen. Wenn dann so schöne Rückmeldungen kommen, freut mich das immer wieder besonders.

Oh ich kann dir versichern, dass es kein Stück peinlich ist … Aber es wäre doch auch ein tolles Buch, gerade wegen der Comics. Online lassen die sich nicht so richtig gut lesen. Gibt es etwas, was gegen eine Veröffentlichung als Buch spricht?

Sehr gerne würde ich das Buch auch gedruckt anbieten. Daher habe ich das Buch auch gleich vom Layout so gestalten lassen, dass es prinzipiell sofort gedruckt werden könnte.

Gegen eine Veröffentlichung als Buch spricht momentan, dass ich keinen Kopf habe, mir einen Verlag zu suchen oder es im Selbstverlag herauszubringen. Auch weiß ich derzeit nicht, welche weiteren Kosten damit für mich verbunden wären.

Hätte mein kleines Team aus Designern, Lektor, technischem Support, PR mir nicht zu einem Großteil deren Dienstleistungen (Layout, Covergestaltung, Lektorat) geschenkt, hätte ich das Projekt finanziell gar nicht umsetzen können. Doch wenn mein Buch nicht nur inhaltlich sondern auch grafisch überzeugen soll, will ich einfach Profis an meiner Seite. Die LeserInnen sollen ja was für ihr Geld bekommen.

Und mit der der Qualität von Books on Demand bin ich überhaupt nicht zufrieden. Alle Bücher, die ich mir selber via BOD bestellt habe, wellen sich unmittelbar nach dem Auspacken und sehen dadurch schnell krumm und schief aus. Meistens wird beim Papier oder dem Karton nicht die Laufrichtung beachtet oder bei der Oberflächenveredelung des Kartons geschlampt. Das gefällt mir einfach nicht. Und die Bücher haben ja trotzdem ihren Preis - da soll wenigstens die Qualität stimmen.

Noch dazu: ein Buch in einem Verlag herauszubringen dauert im Durchschnitt 1,5 bis 2 Jahre bis zur Veröffentlichung. Die Zeit habe ich nicht. Ich will JETZT etwas bewegen!

Ja, da hast du natürlich recht. Aber du hast dafür entschieden, ihn online einfach so oder gegen Spende zum Download anzubieten, weil …?

… ich mich so über die Rückmeldungen freue!

Wenn mir die LeserInnen zurückmelden, dass sie sich an manchen Stellen “schibbelig” gelacht haben, bin ich happy. Manche sagen, sie mussten auch zwischendrin weinen, wobei ich noch nie nachgefragt habe, an welchen Stellen eigentlich.

Gleichwohl lasse ich die Leser nie allein mit ihrem Kummer. Entweder sie dürfen auf der übernächsten Seite schon wieder erleichtert aufatmen oder ich nehme sie bei den gruseligen Passagen wohlmeinend an die Hand. Mein Mann hat den Comic schon mehrfach gelesen, obwohl er all das miterlebt hat und nicht wirklich Lust auf „Flashbacks“ hat. Doch der Comic ist halt so gestaltet, dass selbst ich mich traue, da immer wieder reinzuspicken.

Kurzum: Mit dem Comic kann ich anderen Mut machen und kläre nebenbei über die Erkrankung auf. Noch dazu - für mich mit das Wichtigste - kann ich mit meinen Bildern und Geschichten Menschen zum Lachen zu bringen und so die Krankheit ihres Stigmas berauben. Das ist ein bisschen so, wie bei einer deftigen Tragikomödie. Ein bisschen Drama gehört schon dazu.

Krebs wird dadurch zwar nicht sexy, aber so gruselig wie er mal war, ist er zum Glück schon lange nicht mehr. Und mit einer Portion Ulk lässt sich auch der größte Mist besser ertragen, siehe Trump. Satiriker leben davon!

Das stimmt. Für mich war die überraschendste Erkenntnis in allem, was du schreibst, dass Gesundheit vollkommen relativ ist, also, dass auch, wenn eine vollständige Heilung (bzw. das, was im Allgemeinen darunter verstanden wird) nicht geschieht, das Leben trotzdem gut sein kann. In diesem Zusammenhang fände ich es natürlich spannend zu erfahren, was für dich ein erfülltes Leben ausmacht …?

Ja, das ist ein Aspekt, der auch mir erst jetzt so richtig bewusst geworden ist. Man denkt im ersten Augenblick, alle chronisch Kranken müssten permanent unglücklich sein, was ja totaler Quatsch ist. Ich habe so lebensfrohe Vorbilder, die täglich von Morbus Chron, MS oder ALS gepiesackt werden, die vor allem auch Gesunde mit ihrem Lebensmut anstecken. Das ist doch faszinierend!

Was mein jetziges Leben schön macht sind vermeintlich einfache Dinge:

  • Appetit haben und das essen und trinken können, was ich möchte.
  • Morgens ausschlafen können und zwei Stunden Zeit zum wach werden haben.
  • Vormittags nach Möglichkeit keine anstrengenden Termine wahrnehmen müssen.
  • Lustiges Zeug schreiben und kleine Wesen zeichnen.
  • Die Natur in Mecklenburg oder Dänemark genießen.
  • Spannende und schön geschriebene Romane lesen.
  • Abends Serien auf Netflix inhalieren.
  • Mich mit Wärmflasche, Hunden und Mann in eine flauschige Decke mummeln.
  • Nachts gut zu schlafen und bunt zu träumen.
  • Lachen!
  • Ich liebe es, neue Menschen kennenzulernen - selbst wenn es “nur” virtuell ist. Und Menschen zu helfen, denen es gerade nicht so gut geht.Und nicht zu vergessen:
    All die warmherzigen und lustigen Menschen um mich herum, vor allem mein Mann und meine fröhlichen Hundedamen. Das alles erfüllt mich und geht auch mit chronischer Schnieptröte! Und coachen kann ich damit sogar auch noch.

Sabine, glaubst du eigentlich an eine höhere Kraft?

Nicht so, dass ich sie gut in Worte fassen könnte.

Ich zucke beim Wort “Spiritualität” zusammen, bin weder religiös verzückt noch esoterisch angehaucht. Das macht es für mich nicht gerade einfacher, mir da ein eigenes Bild zu machen.

Meine Erkrankung bringt mit sich, dass ich wohl leider nicht in die Fußstapfen von Johannes Heesters trete. Daher bin ich gerade dabei, mir etwas für „das Danach“ zu erarbeiten. Das mache ich zusammen mit meiner Lebens- und Sterbeamme Claudia Cardinal. Sie hilft mir dabei, immer wieder ans Leben anzudocken, und mich parallel dazu auf “die andere Seite” vorzubereiten.

Derzeit habe ich die Hausaufgabe, das Wünschen zu üben. Ich schreibe mir dazu z. B. eine Zeitlang abends Wünsche in ein Notizbüchlein. Dazu gehören z. B. solche wie “Ich habe Appetit und freue mich auf das, was ich esse.”, “Ich bekomme bis Jahresende 20 schöne Rezensionen auf Amazon” oder “Ich bin geheilt”.

Und da bereits diese Übung so schöne erste Früchte trägt, fange ich an, eine eventuelle “höhere Kraft” in Erwägung zu ziehen. Und diese immer wieder herauszufordern und zu testen. So werde ich immer mutiger und erlebe sehr wundersame Dinge.

Mal gucken, was ich noch so ergibt.

“Lebens- und Sterbeamme” klingt toll. Das hat mir schon in deinem Buch sehr gut gefallen. Und sich “aktiv auf die andere Seite vorbereiten” klingt unglaublich stark. Ich finde, so etwas könnten wir alle gebrauchen, egal, wie nah oder fern dieser Augenblick ist …

 Sabine, gibt es irgendetwas, was du gerne noch sagen möchtest?

Neulich sagte meine liebste und langjährigste Freundin zu mir: “Seitdem du Krebs hast, wirkst du viel lebensfroher.” An diesem Satz kaue ich immer noch herum – im positiven Sinne. Das bringt mich zu dem Schlusssatz:

Liebe Leute,
bitte wartet nicht erst auf eine doofe Diagnose, um wertzuschätzen, was es alles an schönen Dingen und Momenten in eurem Leben gibt. Und holt euch unbedingt professionelle Hilfe, wenn euch die wirklich existenziellen Themen des Lebens um die Ohren fliegen. Ihr tut es für euch - und für die Lieben die euch lieben. Es ist schlimm für euer Umfeld, wenn ihr euch nicht helfen lasst, um wieder selbstwirksam zu werden. Verharrt nicht in der Opferhaltung!

„Glück ist auch eine Überwindungsprämie.“ (Jens Corssen, Psychologe)

Das ist ein schönes Schlusswort! Vielen Dank Sabine für deine Geduld (mir scheint, ich habe dich ganz schön gelöchert …)

Sehr gerne. Ich fühle mich überhaupt nicht gelöchert. Dank deiner spannenden Fragen fühle ich mich schon wieder herrlich geklärt. Ich danke dir für dein ehrliches Interesse.

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Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und zwei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als EFT-Coach und Trainerin und bin die Autorin dieses Blogs.

Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

Blogparade: Hochsensible Superhelden

Blogparade: Hochsensible Superhelden

 

 

 

 

 

Blogparade: hochsensible Superhelden

Es ist mir durchaus bewusst, dass sehr, sehr viele hochsensible Menschen sich überhaupt nicht mit Krimis beschäftigen, weder in Buch-, noch in Filmform. Oft ist damit ja eine gewisse Form der Gewalttätigkeit oder schwer auszuhaltender Spannung verbunden (die je nach Produzent, Autor oder Sender noch besonders gepusht wird), die Gift für unsere empfindlichen Gemüter bedeutet. Aber Krimis haben auch für viele hochsensible Menschen etwas äußerst Anziehendes. Deswegen möchte ich nun endlich einmal diese schon lange gehegte Blogparaden-Idee umsetzen.

Was macht Krimis eigentlich so attraktiv?

Kriminalliteratur hat es offenbar schon immer gegeben, allerdings eher vereinzelt, z. B. König Ödipus von Sophokles, der Verbrecher aus verlorener Ehre von Friedrich Schiller, Fräulein Scuderi von E.T.A. Hoffmann, oder aus den Papieren eines Criminalbeamten von Adolf Müllner. Der 1860 erschienene Roman Die Frau in Weiß von Wilkie Collins gilt heute als Grundstein der modernen Kriminalliteratur (sehr spannendes Buch übrigens).

Dass sich Kriminalliteratur (die sich schon bald in verschiedene Untergattungen aufspaltete), sich einer immer größeren Beliebtheit erfreute, mag daran liegen, dass die Welt zu dieser Zeit immer chaotischer und unüberschaubarer wurde. Die industrielle Revolution führte zu einer tiefgreifenden Veränderung der Lebensverhältnisse der Menschen, später kamen der erste und zweite Weltkrieg dazu. Das Lesen (oder das Ansehen) eines Krimis ist immer äußerst befriedigend - als LeserIn oder ZuschauerIn bleibt man niemals unbeteiligt und ist immer aktiv an der Aufklärung des Falles beteiligt. Die größte Befriedigung mag daran liegen, dass es sich hier in der Regel um eine abgeschlossene Geschichte handelt, in der durch die Aufklärung eines Falles wieder eine Ordnung hergestellt, dem Chaos und der Bedrohung etwas entgegengesetzt wird. Wenn das nicht verführerisch ist!  Ist Ihnen schon aufgefallen, dass es im Augenblick fast nur noch Krimis im Fernsehen gibt ? Jedenfalls habe ich den ganz entschiedenen Eindruck, dass es so ist …

Ein Rätsel zu lösen macht einfach Spaß, eins meiner liebsten Spiele ist und bleibt Cluedo („Ich verdächtige Fräulein Ming in der Bibliothek mit dem Kronleuchter …“), ich habe sogar einmal eine französische Deluxe-Edition aus Frankreich besessen, mit mehr Gästen, mehr Räumen, mehr Waffen, so dass man sich mit einer Partie einen ganzen Nachmittag lang beschäftigen konnte.

Hochsensible Eigenschaften sind gefragt

Auf jeden Fall finde ich, dass bei der Aufklärung der Verbrechen in Krimis viele Eigenschaften nützlich sind, die wir mit Hochsensibilität verbinden können: die Fähigkeit Querverbindungen herzustellen, zum Beispiel. Die gründlichere Verarbeitung von Reizen. Idealismus. Ein Interesse an Menschen und den Willen, seine Arbeit in ihren Dienst zu stellen. Das Erspüren von Zuständen bei anderen. Gründlichkeit. Nicht loslassen können und wollen, bis der Gerechtigkeit Genüge getan ist … Bestimmt gibt es noch viel mehr, was mir gerade nicht einfällt. Einen Krimi zu sehen, mit einer Ermittlerfigur, die ich als hochsensibel einstufen würde, gibt mir ein ganz besonders befriedigendes Gefühl von Eingebundensein in einen großen Zusammenhang - vielleicht kennen Sie dieses Gefühl ja?

Ich selbst habe Krimis übrigens nicht immer gemocht. Es gab immer wieder Phasen, in denen ich mich ganz bewusst weigerte, mir Filme anzusehen, in denen andere Menschen umgebracht werden, bzw. mir dieser düstere Blick auf die Welt entschieden missfällt. Irgendwann werde ich aber immer wieder schwach …

Allerdings hat sich mittlerweile herausgestellt, dass ich nicht alles mag. Alles, was aus Skandinavien kommt, genieße ich mit äußerster Vorsicht (Man kann sich ja schon fragen, ob die Menschen in Skandinavien gehirntechnisch vielleicht anders gestrickt sind, offenbar gibt man sich dort besonders viel Mühe, Kriminalfilme besonders krass und verstörend darzustellen). Englische Krimis mit deutschen Schauspielern gehen auch nicht. Deutsche Krimis sehe ich übrigens nur ganz ganz selten, die finde ich auch zu brutal.

Im Laufe der Zeit hat sich herauskristallisiert, dass es doch ganz bestimmte Krimis und Krimiserien gibt, die mir richtig gefallen und

mein empfindliches Nervenkostüm nicht über Gebühr beanspruchen,

so dass die positiven Aspekte des Rätselns und Nachdenkens sich entfalten können. Zum Beispiel sehe ich sehr gerne alle Donna Leon Verfilmungen, die spannend sind (aber nicht allzu sehr) und bei denen man viel von Venedig sehen und erfahren kann.

hochsensible Ermittler nehmen alles unter die LupeMeine Superhelden und -heldinnen

Es gibt natürlich auch Krimis, bei denen der Fokus ganz anders gesetzt ist, weniger auf dem Verbrechen, als auf den psychologischen Motiven dafür. In diesem Sinne mag ich die Serie Cold Case wahnsinnig gern, Action- und Brutaloszenen fehlten dort völlig und es wurden häufig bestimmte gesellschaftliche Probleme aus den unterschiedlichsten Epochen thematisiert. Detective Lilly Rush und ihr Team gingen dabei meistens sehr feinfühlig und empathisch ans Werk. Für mich ist die Figur von Lilly Rush ganz definitiv hochsensibel. Ganz besonders gelungen fand ich, dass häufig die „Verbrecher“ auch dargestellt wurden, wie sie zur Zeit des Verbrechens waren und es gab in jeder Folge den Aspekt der Entwicklung, die Menschen im Laufe ihres Lebens durchlaufen und der Tragik aufgrund von falschen getroffenen Entscheidungen. Natürlich stand der Gerechtigkeitsaspekt  dabei ganz weit oben, wenn die Täter ihrer Strafe zugeführt wurden, aber dies enthielt auch immer etwas sehr Versöhnliches … Gelegentlich ist diese Serie noch im Fernsehen zu sehen, auf DVD scheint sie aufgrund von musikrechtlichen Problemen nicht erhältlich. Für mich jedenfalls ein totales Highlight in der Krimilandschaft - etwas Vergleichbares habe ich bislang nicht gesehen.

Mittlerweile bin ich den britischen Krimis verfallen

Das hat verschiedene Gründe. Zum einen fühle ich mich auf der Insel auf gewisse Weise emotional einfach zu Hause (ich glaube, in einem früheren Leben muss ich dort irgendwo gelebt haben), zwei wunderschöne Urlaube, in denen ich in Schottland, Cornwall und dazwischen herumgereist bin, haben sich mit ihrer Landschaft in mein Gehirn gefräst um niemals wieder mehr vergessen zu werden. Schon, wenn ich ein Setting in einem britischen Krimi sehe, weiß ich, es gibt diese unglaublich malerischen Dörfer, ich habe sie selbst mit meinen eigenen Augen gesehen. Es gibt auch diese etwas schrulligen Menschen mit sonderbaren Festen und skurilen Wettbewerben …

Dazu kommt noch, dass auf der Insel die Ermittler jeweils ihre spezielle Stadt haben, in der sie ermitteln. Es ist natürlich toll, viel von einer Stadt zu sehen, die mir selbst total gut gefällt. Von daher mag ich Case Histories sehr gerne (Edinburgh) und Inspektor Barnaby, dessen Fälle zwar in einer fiktiven Stadt spielen, aber an verschiedenen Orten gedreht wurden, die für mich durchaus repräsentativ sind. Für mich steht hier definitiv weniger das Verbrechen an sich im Vordergrund, sondern eher die eher augenzwinkernde Darstellung schrulliger Menschen mit schrulligen Leidenschaften - aber einige Folgen fand ich dann doch sehr gruselig und musste oft weggucken.

Jetzt habe ich aber zwei neue Lieblinge: die eine ist die Serie Lewis, weil sie in Oxford spielt und dies eine Stadt ist, die unter meinen Top5 toller Städte weltweit rangiert. Außerdem habe ich dort einen Charakter ausgemacht, der sich später als hochbegabt entpuppen wird und der zu meinem absoluten Liebling avanciert ist. DS Sergent Jim Hathaway ist kein Mann großer Worte, hat aber Theologie studiert und war schon auf dem Weg ins Priesteramt, als er sich entschloss, die Ausbildung abzubrechen und bei der Polizei einzusteigen. Er kann und weiß einfach alles … was mich bei jedem anderen Charakter nerven würde, bei ihm aber nicht … agiert immer vorausschauend und ist für mich die Verkörperung der guten hochsensiblen Eigenschaften schlechthin.

Ebenfalls in Oxford spielt die neue Serie Der junge Inspektor Morse, die etwas mit der Serie Lewis zu tun hat, denn Inspektor Morse war der Vorgesetzte von Lewis und ist eine eigenständige Figur (Die Romanvorlagen stammen beide von Colin Dexter). Der junge Inspector Morse spielt Mitte der 60er Jahre, als Morse sein Studium hinschmeißt und zur Polizei geht. Er ist ein wirklich zarter Charakter, der ungeheure Schwierigkeiten und Stress mit den rauen Sitten bei der Polizei hat und eigentlich immer seinen Job schmeißen will. Und natürlich hat er völlig eigene Ermittlungsmethoden, die sich von denen der anderen Beamten unterscheiden. Ich finde ihn einfach herrlich … Aktuell läuft die Serie sonntags um 18:45 auf ZDFneo. Kleiner Nachtrag: Beim Schreiben dieses Beitrages war mir nicht bewusst, dass diese Folgen meist als Doppelfolgen laufen. Achten Sie auf Sendezeiten ab ca. 17 Uhr.

Weibliche Ermittlerinnen

Es gab ein wunderbares weibliches Ermittlungsteam in der britischen Fernsehlandschaft: Scott & Bailey. Allerdings sehr modern, daher eher auch mit vielen Gewaltszenen und meistens erst so später Stunde ausgestrahlt, dass ich mich nie richtig hineinfinden konnte …

Und natürlich finde ich die Ermittlerin Kate Beckett aus Castle einfach wunderbar. Nicht nur für ihre nüchterne Art und ihren scharfen Verstand - ich gebe zu, ich bin eine heimliche Bewunderin ihrer coolen Outfits … Allerdings gehört Castle in diese Ermittler-Aufzählung eigentlich nicht so richtig hinein, weil mich an dieser Serie weniger die Kriminalfälle interessieren (zumal die Serie ja auch amerikanisch ist), sondern eher die Interaktion zwischen der Ermittlerin und dem Schriftsteller …

So, jetzt sind Sie gefragt! Mögen Sie Krimis? Welche Charaktere in Büchern und Filmen gefallen Ihnen besonders oder bewundern Sie? Warum? Kennen Sie Charaktere, die hochsensible Eigenschaften in absolute Vorzüge und Alleinstellungsmerkmale verwandeln? Wie gehen Sie mit der Gewalt in Kriminalliteratur und Filmen um?  Oder: wie müsste ein Ermittlercharakter oder ein Krimi gestrickt sein, damit er Ihnen gefällt? Vielleicht fällt Ihnen dazu ja noch etwas ganz Anderes ein.

So nehmen Sie an dieser Blogparade teil:

Veröffentlichen Sie auf Ihrem Blog einen Blogartikel zu diesem Thema, weisen Sie auf diese Blogparade hin und setzen Sie einen Link auf diese Seite. Senden Sie den Link zu diesem Artikel in den Kommentaren. Die Blogparade läuft bis zum 31. Januar 2018.

Ich freue mich auf Ihre Einsendungen und bin schon sehr gespannt!

Herzlichst, Ihre
Monika Richrath

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Nach dem dritten Burnout und zwei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als EFT-Coach und Trainerin und bin die Autorin dieses Blogs.

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Krebs ist wenn man trotzdem lacht – eine Rezension

Krebs ist wenn man trotzdem lacht – eine Rezension

GESUNDHEIT BÜCHER

KREBS IST
WENN MAN TROTZDEM LACHT
EINE REZENSION

Foto: Ruth Frobeen

Ich muss zugeben, als ich das erste Mal das Buch der Autorin Sabine Dinkel „Krebs ist, wenn man trotzdem lacht“, in den Händen hielt, bin ich innerlich ein bisschen zurückgezuckt vor dem Titel, der mir ganz plötzlich etwas anstößig erschien. Ich las weiter „Wie ich von heute auf morgen Krebs hatte und wieder zu neuem Lebensmut fand“ und riss ich mich zusammen (schließlich wollte ich dieses Buch unbedingt rezensieren. Beherzt schlug ich die erste Seite auf und begann zu lesen.

Schon im ersten Kapitel begann ich zu kichern.  Sabine Dinkel hat einfach einen ganz unnachahmlichen Schreibstil, unglaublich komisch, ein bisschen schnoddrig, ehrlich, selbstironisch und voller Humor. Bei alledem ist „Krebs ist, wenn man trotzdem lacht“ eigentlich

ein unglaublich informativer Ratgeber,

den man gerne allen Menschen mit doofen Krankheiten in die Hand drücken möchte, weil er eine sehr aufrührerische und mitreißende Energie hat. Und das alles, ohne die LeserInnen mit Samthandschuhen anzufassen. Nein, Sabine Dinkel hat eine andere Taktik: neue Begriffe müssen her: der Krebs wird zur Schnieptröte, die Krebs-Diagnose zur Doof-Diagnose, Metastasen zu Doofmanns-Gehilfen, die Chemo zur Schorle grün-weiß …

Die Autorin wurde eines Tages selbst ganz überraschend mit der Diagnose Eierstock-Krebs konfrontiert. Die vorhandene Literatur fand sie viel zu runterziehend, ungeeignet für die in dieser Zeit so ungemein wichtige moralische Unterstützung. Also schrieb sie selbst nach einer Zeit der Eingewöhnung auf „Planet Schnieptröte“ das Buch, das sie zum Zeitpunkt der Diagnose gerne gehabt hätte.

Inhaltlich ist das Buch wunderbar organisiert

Zum einen geht es sehr viel um Organisatorisches und auch wenn das ein wenig drüsch klingt, fand ich einiges davon geradezu revolutionär: zum Beispiel, dass man sich ein richtiges Helferteam zusammenstellt, das nur zum Teil aus medizinischem Fachpersonal besteht. Dazu gehören z. B. auch Freunde, Verwandte und Bekannte, die z. T. auch bestimmte Aufgaben übernehmen können wie sich um Haustiere kümmern, Blumen gießen usw.

Oder dass man sich die Zeit nimmt, Fachmediziner zu suchen, mit denen man sich wohl fühlt, ebenso wie Psychoonkologen (den Begriff hatte ich noch nie zuvor gehört). Oder wie man seine Unterlagen sortiert, mit medizinischem Fachpersonal umgeht usw.

Letzten Endes geht es darum, dass man diese organisatorischen Fragen bewusst im Sinne des eigenen Wohls regelt, anstatt sich einfach nur irgendwie durchzuwurschteln und sich mit den Gegebenheiten abzufinden.

Das allerwichtigste ist aber:

Wie gehe ich mit mir selbst um?

Wie begegne ich dem Krankheitsstress, was kann ich tun, um trotzdem den Kopf oben zu halten, mich selbst nicht aufzugeben, wie und wohin kann ich meine Gedanken steuern (denn das geht!), was kann ich für mich tun, wenn unangenehme Dinge anstehen, vor denen ich mich vielleicht fürchte, wie Behandlungen, Operationen, Gespräche usw. Was ist, wenn Metastasen auftreten? Wie kann ich souverän bleiben oder meine Souveränität zurückbekommen?

„Lachen kann einem die schlechte Laune verderben“

Alleine, wenn ich diesen Spruch angucke, muss ich kichern. Humor ist für die Autorin ein Schutzfaktor erster Klasse und Humor zieht sich durch das Buch von der ersten bis zur letzten Zeile. Ich bin sicher, ich habe noch nie einen so lustigen Ratgeber gelesen. Und das liegt nicht daran, dass ich keine primär Betroffene bin, denn ich komme im Freundes- und Bekanntenkreis immer häufiger mit Krebs in Berührung.

Apropos Freundes- und Bekanntenkreis: Auch für Angehörige, Familie und Freunde gibt es ein Kapitel, das ich extrem hilfreich fand. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwierig es sein kann damit umzugehen, Angst zu haben, etwas Falsches zu sagen, nicht genug Unterstützung zu bieten usw.

Beim Humboldt Verlag gibt es übrigens wunderbares Promomaterial, das Sie bestellen und weiterverteilen können , z. B. das Krebs Bullshit Bingo auf dem blöde Sprüche stehen wie „Man sieht es dir gar nicht an“ oder „Ach, das haben ja heutzutage so viele“, „Krebs ist doch auch eine Chance!“ usw.

Das Buch ist äußerst zielgruppenfreundlich gestaltet

Da das „Chemobrain“ einem schon mal das Gehirn vernebeln kann, so dass nicht sehr viel Konzentration vorhanden ist, ist der Text in sehr viele kleine Häppchen unterteilt, mit Sprüchen von MitpatientInnen und anderen Autorinnen garniert, so das das Buch wirklich sehr einfach zu lesen ist. An der Aufmachung des Buches ist mir auch das ausgewählte Papier ganz besonders aufgefallen, es ist schwer und glatt und schön anzufassen.

Alles in allem habe ich bei der Lektüre allerhand gelernt. Zwar weiß ich aus eigener Erfahrung, dass körperliche Gesundheit ein relativer Zustand ist, habe aber beim Lesen dieses Buches gemerkt, dass ich noch korrekturwürdige Überzeugungen habe, was Krebserkrankungen angeht. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Lesen Sie das Buch am besten selbst und /oder verschenken Sie es großzügig.

Von Sabine Dinkel werden Sie auf diesem Blog sicherlich noch mehr hören. Ein Interview mit der hochsensiblen Autorin ist in Arbeit 😉

Übrigens hat Frau Dinkel ihre Erfahrungen mit der Krebserkrankung auch in einem Comic verarbeitet, den Sie im Internet herunterladen können. Hier geht es zu Meine Arschbombe in die Untiefen des Lebens.

Hier geht es zum Blog von Frau Dinkel - und weil sie sehr aktiv ist in den sozialen Netzwerken, können Sie ihr gerne folgen unter den folgenden Links:

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P.S. Meine Vorbehalte wegen des Titels haben sich übrigens im Null Komma nichts aufgelöst. Wenn Sie das Buch lesen, werden Sie verstehen, warum.

Sabine Dinkel
Krebs ist, wenn man trotzdem lacht
Wie ich von heute auf morgen Krebs hatte und wieder zu neuem Lebensmut fand
humboldt Verlag, ISBN 978-3-86910-412-6
19,99 EUR

Promomaterial bestellen bei:
PR & Werbung humboldt
may@schluetersche.de

 

Seminar: Besser umgehen mit Hochsensibilität

18.-19.11.17

Notzing, Erding

Anmeldeschluss: 16. Oktober 2017

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