Heile Deine Geburt, Heile Dein Leben – eine Rezension

Heile Deine Geburt, Heile Dein Leben – eine Rezension

Wer sich mit Klopfakupressur befasst, ob als Selbstanwender oder als Coach/Therapeut in der Anleitung von Klienten und Patienten, der stößt unweigerlich bei der Vertiefung dieser spannenden Materie, auf Begriffe wie „Quantenphysik“ oder „Matrix“. Der interessierte Leser weiß, welchen Gesetzen diese folgen und so hat mich dieses Buch gefunden, ganz ohne dass ich danach gesucht habe.

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Traumaheilung mit Geburts-Matrix-Reimprinting

ist der Untertitel des Buches von Sharon King, das 2015 beim „SilverWood Books UK Ltd. Verlag auf Englisch erschien und Dank Monika Richrath nun seit April 2018 in der deutschen Fassung bei „Lotus-Press“ erhältlich ist.

Inzwischen gibt es zum Thema Klopfakupressur eine erfreuliche Auswahl an Literatur namhafter Experten und auch Literatur, die sich den einzelnen Techniken der Klopfakupressur wie z. B. TFT (Thought Field Therapy von Roger Callahan), EFT (Emotional Freedom Techniques von Gary Craig),  ESM (Emotional Self Management von Peter Lambrou und George Pratt) oder M.E.T (Meridian-Energie-Technik nach Rainer und Regina Frank), um nur einige zu nennen, widmet.

Hinzu kommen die Spezialisierungen die sich teilweise aus o. g. Ursprungsmethoden entwickelt und emanzipiert haben und heute als ergänzende und bereichernde Methoden, wie zum Beispiel die „TBT Trauma Buster Technique“ von Rehana Webster oder „Matrix-Reimprinting“ von Karl Dawson, zum Einsatz kommen.

Hierzu darf sich auch die Methode von Sharon King zählen, die mit „Geburts-Matrix-Reimprinting“ das Konzept bzw. die Methode „Matrix-Reimprinting“ von Karl Dawson, mit viel Liebe, Umsicht und Gewissenhaftigkeit auf unser aller Ursprung lenkt und all jenen, die es sich wünschen, einen magischen Neubeginn ermöglicht.

„Novam stellam disponere“ oder besser gesagt „Ordne deine Sterne neu, es geht“!

Wir alle werden vom Moment unserer Entstehung mit den Einflüssen unserer Umgebung und ihrer Umwelt geprägt. Wir wachsen und reifen heran und mit uns all die Erfahrungen, die uns auf dem spannenden Weg ins Leben begegnen. In idealen Fällen ein Weg voller Liebe, Zuneigung, guter Wünsche, Gedanken und Energie.

Doch spätestens mit dem westlich geprägten Geburtsmodell ist oft Schluss mit der Rosamunde Pilcher Einführung ins Leben. Geburten nach Termin statt nach Natur, hektische Betriebsamkeit im Kreissaal, überlastete Ärzte, zu wenige Hebammen, und jeder von ihnen mit eigenen Gedanken, Ängsten und Sorgen, gepaart mit pharmazeutischen Mitteln und dem Glauben Babys seien keine empfindsamen Wesen, machen aus dem schönsten Moment, den es gibt, einen mechanischen Prozess, der von unserer Menschlichkeit weit entfernt ist.

Dieses Buch eignet sich für geübte Selbstanwender und Experten

finde ich. Es ist sehr gut gegliedert: der erste Teil befasst sich mit der Technik und ihrer Entstehung. Es wird erklärt, warum Säuglinge – ganz im Gegensatz zur landläufigen Meinung – bewusste Wesen sind. Dabei stützt sich Sharon King auf wissenschaftliche Arbeiten, deren Quellen der interessierte Leser genauso in diesem Buch finden wird, wie eine Vielzahl konkreter Fallbeispiele. Die Klopfakupressur und Matrix-Reimprinting sind als Grundlagen Schritt für Schritt erklärt und immer dann, wenn der Leser durch die Schilderungen von Sharon King auf eigene Themen oder Glaubenssätze stoßen könnte, fängt sie ihn auf und leitet ihn an sich davon zu heilen.

Der zweite Teil widmet sich dem wissenschaftlichen Hintergrund von Geburts-Matrix-Reimprinting. Geburtserfahrungen, die physischen Auswirkungen des Geburtsprozesses, vom Geburtskanal über die Nabelschnur bis zum ersten Schrei werden als mögliche Geburtstraumata aufgezeigt. Die Bedeutung und Entwicklung des Gehirns wird mit Fallbeispielen und wissenschaftlichen Quellen dargelegt. Der Zusammenhang zwischen körperlicher Bewegung und Gehirnentwicklung, die faszinierende Beschreibung unserer Herz-Intelligenz und die Bedeutung des Bondings machten diesen Teil für mich zu einem der Highlights in diesem Buch.

Im dritten Teil ist der Leser nun gut vorbereitet auf die Vertiefung möglicher Geburtstraumata. In Fallbeispielen werden die Auswirkungen der Trennung bei der Geburt beschrieben, angefangen von physischen Rektionen bis hin zu Glaubenssätzen, die schon bei der Geburt hervorgerufen werden. Welche Auswirkungen der Einsatz von Medikamenten und Betäubungsmitteln und der Fall der operativen Entbindung auf die Geburt bzw. unser Leben haben.

Im gesamten vierten Teil hat der Leser die Gelegenheit aus und mit dem Buch zu arbeiten und mithilfe wertvoller Anregungen und Hinweisen, mitunter auch dem Rat einen Experten hinzuzuziehen, an eigenen Themen zu arbeiten. Ein hoher Praxisanteil mit einem – wie ich finde – echten Mehrwert für den Leser.

Mein Fazit

Sharon King hat sich mit ihrem Buch einem bewegenden, wichtigen und heilsamen Thema gewidmet.

Wer aus einer eher rational geprägten Wirklichkeit kommt und „Quantenphysik“ und „Matrix“ für „spooky“ hält, dem zeigt sich am Ende wie alles zusammenhängt und dass das, was uns ggf. schon bei unserer Entstehung oder als Baby ereilte und bis heute gefangenhält, durch Geburts-Matrix-Reimprinting aufgelöst werden kann.

Menschen mit einer hohen emotionalen Schwingungsfähigkeit, die gut mit ihrem „Selbst“ verbunden sind, geht es vielleicht nach der Lektüre so wie mir, und sie wünschen sich, dass die Erkenntnis aus diesem Buch so viele Menschen wie möglich erreicht.

Jetzt bleibt mir eigentlich nur noch, Ihnen gute Lektüre zu wünschen. Und denken Sie daran:

„Novam stellam disponere“ oder besser gesagt „Ordne deine Sterne neu, es geht“!

Herzliche Grüße,

Ihre

Elisabeth Manneck

 

Bild: Pixabay

Sharon King
Heile Deine Geburt, Heile Dein Leben
Traumaheilung mit Geburts-Matrix-Reimprinting
Lotus Press
ISBN 978-3-945430-78-1
22,95 €

Elisabeth Manneck

Elisabeth Manneck

Trainerin, Personal Coach und Heilpraktikerin (Psychotherapie) mit Praxis in Bonn
Kernmethoden: Schemafokussierte integrative Psychotherapie - Hypnose - Klopfakupressur
Mitglied im Verband für Klopfakupressur e.V.
www.elisabeth-manneck.de

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

In meinem kostenlosen E-Mail Kurs lernen Sie, wie Sie besser mit Stress, Überforderung und Erschöpfung aus der Hochsensibilität umgehen können.

Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

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„Hochsensible Männer“ – eine Rezension

„Hochsensible Männer“ – eine Rezension

Lange, lange habe ich auf dieses Buch gewartet. Nicht, weil es Schwierigkeiten mit der Presseabteilung des Verlages gegeben hätte (ganz im Gegenteil), sondern weil es so lange gedauert hat, bis sich jemand der Männerfrage angenommen hat, ganz besonders der Sache des Hochsensiblen Mannes.

hochsensible Männer

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Männer sind in der Krise

Fast solange ich mir Gedanken über die Welt mache – zumindest kommt es mir so vor. Während der Feminismus schon die  x-te Welle durchläuft, haben Männer es bislang noch nicht ein einziges Mal geschafft, öffentlich, gemeinsam und vereint ihr Mannsein und ihre Männlichkeit in Frage zu stellen (bis auf vereinzelte Ausnahmen). Hochsensible Männer auch nicht. Das finde ich deswegen so schade, weil ich mir immer vorgestellt habe, dass gerade hochsensible Männer vermutlich ihre Schwierigkeiten mit den herrschenden Bildern und Konzepten von Männlichkeit haben dürften. Und ich wünsche mir schon ganz lange, dass es hier eine Bewegung oder zumindest einen Ruck gibt, der sich in die Gesellschaft als Ganzes fortpflanzt.

Umso mehr freut es mich, dass der Psychologische Psychotherapeut Tom Falkenstein sich dieses Themas annimmt.

Mit Feingefühl zur eigenen Stärke

ist der Untertitel des Buches Hochsensible Männer, das 2017 beim Junfermann Verlag erschienen ist.

Abgesehen davon, dass ich auf eine männliche Stimme zu dem Thema gewartet habe, stelle ich mir vor, dass Tom Falkenstein auch eine Lücke füllt, denn die meisten Bücher zum Thema Hochsensibilität wurden von Frauen geschrieben, in denen Männer sich vielleicht auch nur bedingt wiederfinden mögen. Obwohl es genauso viele hochsensible Männer wie Frauen gibt, scheinen es ja vor allen Dingen Frauen in der Lebensmitte zu sein, die sich zur Hochsensibilität bekennen.

Dieses Buch lässt kaum Wünsche offen

finde ich. Es ist sehr gut gegliedert: der erste Teil befasst sich mit dem Phänomen der Hochsensibilität. In diesem Teil geht es eben um die oben angesprochene Krise des Mannes, es geht um wissenschaftliche Hintergründe der Hochsensibilität und ihre Auswirkungen im Alltag.

Der zweite Teil beschäftigt sich damit, wie man als hochsensibler Mann gut leben kann. Dazu gehören z. B. das Basiswissen über Stress und Emotionsregulation, Strategien für den Umgang mit Überregung, unser Selbstbild und unsere Selbstfürsorge. Das ganze ist eingebettet in wohlwollende Worte von Elaine Aron, die sowohl im Vorwort als auch im Anhang in einem Gespräch in Erscheinung tritt.

Besonders gut hat mir gefallen, dass am Ende jedes Kapitels ein hochsensibler Mann darüber Auskunft gibt, wie und wann er gemerkt hat, dass er hochsensibel ist, welches die Vor- und Nachteile seiner Hochsensibilität sind, welche Aussagen und Botschaften von anderen für ihn rückblickend wichtig gewesen wären, welches er als besondere Herausforderungen für hochsensible Männer in unserer Gesellschaft betrachtet, wie sich seine Hochsensibilität auf die Beziehung zu anderen Männern auswirkt, wie sich die Hochsensibilität auf die Beziehung zu Frauen auswirkt, wie sie ihre Hochsensibilität im beruflichen Kontext aussieht und welchen Rat sie anderen hochsensiblen Männern geben würden (der praktisch immer der gleiche ist, nur die Worte und Formulierungen unterscheiden sich).

copyright: Geralt, Pixabay

Das Buch enthält viele Übungen

in denen Sie z. B. aufgefordert werden, sich Gedanken zu machen über sich selbst, aber es gibt auch viele praktische Übungen zu den vorgestellten Techniken Progressive Muskelentspannung, Achtsamkeit und Imagination. Besonders gut hat mir dabei der Ansatz mit der Achtsamkeit gefallen, ich habe ihn gleich in meinem Alltag ausprobiert. Sehr spannend. Es geht dabei darum, dass, wenn man ein Gefühl hat, sich nicht hineinfallen lässt, sondern einen Schritt zur Seite macht und dieses Gefühl einfach nur benennt, wie z. B. „Enttäuschung“. Dies kann im Umgang mit Gefühlen helfen. Ich werde auf jeden Falle eine Weile dranbleiben, um die Effektivität zu testen.

Mein einziger Kritikpunkt ist die sehr therapeutische Sprache, die bei mir eher Distanz aufbaut und dazu führt, dass ich mich nicht so recht angesprochen fühle, aber wer weiß, vielleicht ist es für die meisten Männer genau das Richtige? Das kann ich ja nicht beurteilen.

Mehr möchte ich Ihnen an dieser Stelle nicht verraten

denn der Zweck dieser Rezension ist ja eher, Sie auf Hochsensible Männer neugierig zu machen, ohne allzusehr ins Detail zu gehen.

Ich möchte an dieser Stelle aber noch einmal gerne betonen, dass ich glaube, dass es für die Gesellschaft als Ganzes gut wäre, wenn

hochsensible Männer einfach sichtbarer

würden. (Ich denke, die vielen hochsensiblen Frauen würden sich vermutlich auch freuen!) Es ist doch wirklich an der Zeit, das vorherrschende Männerbild, das sich über die Jahrtausende aufgebaut hat, in Frage zu stellen und zu verändern. Denn es ist ja nicht so, als hätten Männer grundlegend andere Bedürfnisse als Frauen. Auch Männer brauchen Sicherheit, Liebe und Geborgenheit, brauchen Selbstentfaltung. Es ist natürlich etwas problematisch, immer alle über einen Kamm zu scheren, aber dass es so, wie es ist, für die Männer selbst nicht gut ist, ist offensichtlich.

Tom Falkenstein hat gute Beweise für die Krise des Mannes

In der Regel sterben Männer 5–10 Jahre früher als Frauen, es sind hauptsächlich Männer, die sich für Suizid entscheiden, sie sind anfälliger für Suchterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, sterben häufiger an Krebs und kommen darüber hinaus häufiger mit dem Gesetz in Konflikt als Frauen …Entsprechende Studien und Quellenhinweise finden Sie im Buch. Das ist durchaus bestürzend …

Jetzt bleibt mir eigentlich nur noch, Ihnen gute Lektüre zu wünschen. Und natürlich freue ich mich, wenn Sie als hochsensibler Mann in den Kommentaren von sich erzählen.

Herzliche Grüße,
Ihre
Monika Richrath

Hochsensible Männer – Mit Feingefühl zur eigenen Stärke*
Tom Falkenstein
Junfermann Verlag 2017
ISBN 978-3-95571-493-2
22,- EUR

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

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Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und drei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto, Nebennierenschwäche) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

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Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

Die Liebe empathischer Menschen

Die Liebe empathischer Menschen

DIE LIEBE EMPATHISCHER MENSCHEN

Schon lange habe ich mich beim Lesen eines Buches nicht mehr so gesehen und erkannt gefühlt - was sich wunderbar anfühlte. Gleichzeitig habe ich mich beim Lesen aber auch pausenlos vor Scham gewunden, eben weil ich mich darin zu 300 % selbst wiedererkannt habe …

*

Unbequeme Wahrheiten hören vermutlich die wenigsten Menschen gern. Und doch bin ich wirklich froh, dieses Buch gelesen zu haben, denn nachdem ich diese Wahrheiten nun aufgenommen und verarbeitet habe, habe ich natürlich auch den Beschluss gefasst, etwas an meinem Liebesverhalten zu verändern. Von daher bin ich sicher, dass Die Liebe empathischer Menschen mich nun eine ganze Zeitlang begleiten wird.

Schon der Untertitel des Buches

Die Gratwanderung zwischen wahrer Liebe und seelischen Verletzungen

machte mich ziemlich neugierig. Ich glaube ja, dass ich sie schon gefunden habe, die „wahre Liebe“, hadere aber immer wieder mit seelischen Verletzungen.

Grundsätzlich hat es mir übrigens sehr gut gefallen, dass Herr Rohleder über empathische Menschen schreibt, und Hochsensibilität eher als Extremform der Empathie betrachtet. Hier fühlte ich mich sehr gut aufgehoben.

Wie schon in „Die Berufung für Hochsensible“ greift der Autor auch in diesem Buch auf das  theoretische Konstrukt des „Drei-Ich-Modell nach Luca Rohleder© “ zurück: das NEUGEBORENEN-ICH (NI), ERWACHSENEN-ICH (EI),  und das HÖHERE-ICH (HI).

Neugeborenene verfügen nach der Geburt über Urinstinkte oder Reflexe, denn sie sind allein nicht überlebensfähig. (Mit den Instinkten sind der Zugriff des HÖHEREN-ICHs auf die Informationen der UNSICHTBAREN WELT gemeint). Das Gehirn ist noch nicht vollständig ausgereift, die Festplatte quasi unbeschrieben und einige Teile des Gehirns entwickeln sich erst durch bestimmte Lernprozesse. Wenn Sie Kinder haben, haben vielleicht selbst schon die Erfahrung gemacht, dass sie in jungen Jahren eine gewisse Übersinnlichkeit besaßen, die sich in späteren Jahren verloren hat.

Empathische Menschen zeichnen sich nach Luca Rohleder dadurch aus, dass sie die Anbindung an die UNSICHTBARE WELT nicht vollständig verloren haben. An einem bestimmten Zeitpunkt vor oder nach der Geburt kam die Entwicklung eines herkömmlichen Inneren Kindes zum Erliegen. An seine Stelle trat das NEUGEBORENEN-ICH. Herr Rohleder glaubt, dass dies bei allen Extremformen der Hochsensibilität kurz vor oder nach der Geburt geschehen sein muss, bei den empathischen Menschen irgendwann danach. Er schreibt so schön „Empathische Menschen stehen noch mit einem Bein in der UNSICHTBAREN WELT.“ Mit der UNSICHTBAREN WELT sind das intuitive Wissen von Zusatzinformationen über Umwelt, Umfeld und andere Menschen gemeint. Das HÖHERE-ICH stellt dabei die Verbindung zur UNSICHTBAREN WELT dar. Vielleicht haben empathische Menschen deshalb oft das Gefühl, nicht auf die Erde zu gehören?

Halten wir an dieser Stelle erst einmal fest, dass Sie als empathischer Mensch über ein NEUGEBORENEN-ICH verfügen. In der prägenden Phase werden Sie daher vermutlich ein gewisses empathisches Liebesideal entwickeln, das geprägt ist von Ehrlichkeit, Bedingungslosigkeit, Engagement und Selbstlosigkeit - Ihre Vorstellung von WAHRER LIEBE. Vielleicht werden Sie niemals aufhören, nach diesem Ideal zu suchen … Dieses Ideal orientiert sich an der Zeit ihrer Geburt, als ihre Mutter höchstwahrscheinlich vollkommen auf Sie fixiert war und Sie selbst nichts tun mussten. Ein Teil von Ihnen hat sich die Erinnerung an diese Zeit bewahrt und hört nie mehr auf, nach der bedingungslosen Liebe zu suchen, die Sie erlebt haben.

Da habe ich schon ziemlich geschluckt

Denn ich habe tatsächlich selbst das Problem, dass meine Erwartung auf Händen getragen zu werden, meist nicht erfüllt wird. Erst durch das Lesen die Liebe empathischer Menschen ist mir das überhaupt klar geworden - und auch, wie schräg diese Erwartung eigentlich ist. Auch wenn ich eine sehr fürsorgliche Partnerin bin, wäre ich zu diesem selbstlosen Engagement selbst gar nicht bereit …

Außerdem geschah noch etwas Anderes, was ebenfalls in dieser prägenden Phase geschehen kann:

die Entwicklung von Urängsten.

Warum empathische Menschen so Schwierigkeiten mit der Liebe haben

*

Wenn Säuglinge das Gefühl haben, nicht beachtet und vergessen zu werden kann sich das zu einer Sache auf Leben und Tod entwickeln. Denn wenn niemand kommt und das Baby füttert, muss es sterben. Herr Rohleder hat es ganz wunderbar beschrieben: das die Instinkte eines Neugeborenen permanent dafür sorgen, sicherzustellen, dass die Eltern anwesend sind. Daher liegen Babys nur da und schauen und hören. Sobald es Anzeichen dafür gibt, dass z. B. die Mutter nicht mehr verfügbar ist, stellt dies für das Kind eine Bedrohung dar. Denn das Kind kennt nur den aktuellen Augenblick und es weiß, dass es in Gefahr ist, wenn keiner da ist …

Das NEUGEBORENEN-ICH beobachtet permanent seine Bezugspersonen um herauszufinden, ob es geliebt wird und wenn es das Gefühl hat, dass es nicht so ist, kann es Urängste entwickeln. Dies sorgt zum einen dafür, dass Sie schon als ganz kleiner Mensch übermässigem Stress ausgesetzt waren (was sich auf Ihr ganzes weiteres Leben auswirken kann), zum anderen können Sie Verhaltensweisen entwickeln, die Sie selbst behindern, auf andere Menschen befremdlich wirken und nur sehr schwer wieder loszuwerden sind. Mich z. B. triggert das Gefühl, nicht beachtet zu werden, unglaublich an und kann tagelang andauernde Stressattacken in Gang setzen …

Wachsen und werden

Natürlich ist Herr Rohleder mit seinem Latein da noch längst nicht am Ende. Im Gegenteil, nach diesen wichtigen Grundlagen geht es nun um weitere Lebensphasen

  • die vergeistigte Phase
  • die überlastete Phase
  • die lebensverneindende Phase
  • die erwachende Phase
  • die erlösende Phase
  • die liebende Phase

und darum, wie Sie die Liebe in den jeweiligen Phasen erleben. Auch das ist ungemein spannend und erhellend und baut auf den Erkenntnissen auf, die Sie als Säugling erlebt haben. Warum sind empathische Menschen im hohen Grade gerade in Liebesdingen erregbar? Warum entwickeln sie Zukunftsängste? Was ist das empathische Liebesparadoxon? Warum haben viele empathische Menschen (EM) Schwierigkeiten mit Bindung und emotionaler Nähe? Warum sind empathische Menschen häufig regelrechte Kontrollfreaks? Wie kann ich eine Bindungsphobie auflösen?

Dieses Buch ist wirklich spannend

von der ersten bis zur letzten Zeile. Ich hoffe, ich konnte Sie ein bisschen neugierig machen. Ich habe ganz bewusst nur einen Aspekt des Buches so ausführlich beschrieben, in der Hoffnung, dass Ihnen das Lust auf mehr macht. Die Liebe empathischer Menschen ist meiner Meinung nach eine Anschaffung fürs Leben. Dazu kommt noch, dass Herr Rohleder seinen Schreibstil ganz entscheidend verbessert hat. Mein Lesefluss wurde nicht mehr durch inneres Aufbegehren gestört, sondern ich konnte mich ganz und gar auf den (wie ich finde äußerst wertvollen) Inhalt konzentrieren. Das Buch bekommt einen Ehrenplatz in meinem Bücherregal und ich bin ganz sicher, dass ich es in absehbarer Zeit wieder zur Hand nehmen und noch einmal lesen werde. Bestimmt auch um die ein oder andere Erkenntnis zu beklopfen.

Welche Erfahrungen haben Sie mit der Liebe gemacht? Kennen Sie die oben beschriebenen Phänomene von sich selbst? Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Herzliche Grüße,
Ihre
Monika Richrath

Die Liebe empathischer Menschen*
Luca Rohleder
dielus edition
ISBN 978-3-9817975-8-9

22,99 EUR

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

In meinem kostenlosen E-Mail Kurs lernen Sie, wie Sie besser mit Stress, Überforderung und Erschöpfung aus der Hochsensibilität umgehen können.

Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und drei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto, Nebennierenschwäche) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

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Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

Switchwords – eine Rezension

Switchwords – eine Rezension

  SWITCHWORDS - EINE REZENSION

Gleich zu Jahresbeginn möchte ich Sie gerne mit einem genialen Buch bekanntmachen, über das ich kurz vor Jahresende gestolpert bin und dass sich wunderbar dazu eignet, dafür zu sorgen, dass das neue Jahr sich anders gestaltet als das alte. Ich glaube, es eignet sich wunderbar, Stolpersteine, die mit der Hochsensibilität verbunden sind, aufzuheben oder zu verändern.

Das Buch Switchwords der Autorin Liz Dean ist zugegebenermaßen nicht ganz neu, die englische Originalausgabe erschien 2015, die deutschsprachige Ausgabe erfolgte 2016 durch den Ansata Verlag. Ich bin allerdings sehr guten Mutes, dass Sie dieses Buch möglicherweise auch noch nicht kennen. Mir ist es erst vor ein paar Wochen zugeflogen, vorher hatte ich noch nie davon gehört.

Wie du mit nur einem Wort dein Leben veränderst

lautet der vollmundige Untertitel des Buches. Manch eineR mag sich ja durch so eine reißerische Überschrift abgeschreckt fühlen, aber da ich selbst ab und zu etwas „reißerisch“ unterwegs bin, wenn ich der Meinung bin, dass es gerechtfertigt ist, konnte ich mich voll und ganz auf die Switchword-Technik einlassen. Ich probiere die Technik nun schon seit mehreren Wochen und bin absolut begeistert und verblüfft.

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Was sind Switchwords

Kurz gesagt, sind es ganz bestimmte Worte, die sich an unser Unterbewusstsein richten. Liz Dean nennt es auf einer tiefen Ebene das Unbewusstsein einzuschalten. Durch das Denken, Aussprechen oder Chanten dieser Worte bringt man sich mit seinen Wünschen und Absichten in Verbindung. Tatsächlich fast so, als würde man einen Zauberstab schwingen.

Man kann Switchwords für praktisch alles verwenden:

  • Den Umgang mit Schmerzen, Niedergeschlagenheit, Schlafproblemen und Stress verbessern
  • Zum Ablegen ungewünschter Verhaltensweisen
  • Zur Vertiefung von Verbinden
  • Zum Anziehen von Liebe, Freundschaft
  • Zur Verbesserung der finanziellen Situation
  • Zur Beflügelung der Kreativität
  • Zum Lösen von Problemen
  • Zum Lernen
  • Zur Förderung von Heilung
  • Zur Stärkung von Führungsqualitäten

So funktionieren Switchwords

Switchwords wurden von James T. Mangan entwickelt, einem amerikanischen Autor und Werbefachmann, der von 1886 bis 1970 gelebt hat. Die Wirkungskraft von Switchwords beruht auf Schwingungen. Wenn wir das Wort denken, aussprechen oder chanten, verändert sich die Schwingung unseres Körpers. Wir erzeugen eine wohlwollende Resonanz in unserem Körper und schwingen auf der gleichen Frequenz wie unser angestrebtes Ziel. Das wichtige dabei ist natürlich, dass wir das Wort nicht nur einmal sagen, sondern mehrmals, wie ein Mantra. Man kann sich dabei an das eigene Gefühl halten oder sich nach den traditionellen Zahlen zum Rezitieren von Mantras halten. Diese Zahlen sind 10, 28 oder 108 Wiederholungen. (Ich selbst halte mich übrigens überhaupt nicht an diese Zahlen, sondern gehe da ganz nach Lust und Laune)

Wenn ein Wort so oft wiederholt wird, findet dabei eine Veränderung im Gehirn statt. Das Wort verliert seine Bedeutung vollkommen, übrig bleibt nur noch der Klang und letztlich die Schwingung.

Ich stelle mir vor, dass an dieser Stelle viele meiner hochsensiblen Leser und Leserinnen, die gerne immer alles wissenschaftlich evaluiert haben wollen, skeptisch die Stirn runzeln. Ich kann Ihnen nur sagen: Bitte lesen Sie weiter und probieren Sie es einfach einmal aus …

Switchwords sind stärker als Affirmationen

Weil sie über die Seele und das Gefühl wirken und das Unbewusste ansprechen. Affirmationen wirken jedoch über unser Bewusstsein, das häufig durch das Unbewusste blockiert wird – weswegen Affirmationen häufig nicht wirken können. Vielleicht haben Sie selbst schon einmal mit Affirmationen gearbeitet und sind daran gescheitert, weil es häufig eine kleine, äußerst beharrliche Stimme in uns gibt, die „ja aber …“ murmelt und so dafür sorgt, dass wir nicht weiterkommen.

Switchwords und Hochsensibilität

Ich glaube, dass Switchwords uns gut dabei unterstützen können, besser mit Hochsensbilität umzugehen. Unliebsame Verhaltensweisen könnten wir vielleicht begegnen mit den Worten AUS oder SCHNITT, z. B. wenn wir merken, dass wir mal wieder anfangen, uns das schönste Kopfkino zu erfinden. Häufig leiden wir als hochsensible Menschen darunter, dass wir uns nicht so gut mit anderen Menschen verbinden können, da ist das Wort ZUSAMMEN ausgezeichnet, es hilft uns nicht nur, uns besser mit dem zu verbinden, was wir uns wünschen, sondern auch mit uns selbst und auch mit anderen …

Kürzlich hatte ich eine tolle Switchword-Erfahrung

von der ich ihnen an dieser Stelle natürlich sehr gerne erzähle, weil sie anschaulich und auch lustig ist - irgendwie.

Der Hintergrund: Ich liebe eine gewisse schaumige italienische Nachspeise aus Wein und Ei. Und manchmal, wenn ich das Gefühl habe, ich könnte mich für etwas belohnen, dann werde ich im Supermarkt schwach für eine industriell gefertigte Version dieses Desserts, die aber - im Gegensatz zum Original - jede Menge Sahne enthält (was wegen der Laktose für mich nicht so prickelnd ist). Trotzdem schaffe ich es meistens nicht, im Supermarkt daran vorbei zu gehen. Ich kann es mir noch so sehr vornehmen, es klappt einfach nicht.

Nun ja, neulich stehe ich also wieder im Supermarkt und starre begehrlich auf besagtes Dessert, da schreit eine Stimme in meinem Kopf los „AUS AUS AUS!“ (AUS ist das Switchword zum Beenden einer schlechten Angewohnheit). Und ich weise gerne an dieser Stelle darauf hin, dass ich es mir nicht explizit vorgenommen hatte, für diese Situation ein Switchword  zu verwenden. Es passiert einfach.

Wie festgenagelt bleibe ich vor dem Regal stehen. Ich bin weder in der Lage fortzugehen, noch die Tür zum Kühlregal aufzuziehen. Der Teil in mir, der sich auf diese vermeintliche Belohnung gefreut hat, ist störrisch und will sich nicht damit abfinden, dass er die Belohnung, auf die er sich gefreut hat, nicht bekommt. „AUS! AUS! AUS!“ kommt es jetzt mit mehr Nachdruck. Ich habe das Gefühl, jemand spricht mit mir wie mit einem Hund - aber so ist es ja auch irgendwie - mit dem inneren Schweinehund …

Kurzzeitig breitet sich Verwirrung in mir aus, wie Nebel. Dann gewinnt die Vernunft die Oberhand - während ich immer noch vor dem Regal stehe und meinen Nachtisch anstarre. Die Vernunft sagt „Du wolltest das doch nicht mehr essen. Wann willst du damit anfangen, wenn nicht jetzt?“ Ja stimmt. Ein letzter enttäuschter Blick und ich kann mich endlich lösen und den Rest meiner Einkäufe erledigen. Die Begeisterung überwiegt die Enttäuschung …

Switchwords sind sofort Teil meines Lebens geworden

vielleicht liegt es daran, dass es im Supermarkt deswegen ohne bewusstes Vorgehen so gut geklappt hat. Mich begeistert an den Switchwords, dass sie so einfach sind. Es gibt verschiedene Switchword-Formen

  • Master Switchwords (können in jeder Situation angewendet werden
  • Universelle Switchwords (klappen bei fast jedem)
  • Offene Switchwords (klappen bei den meisten)
  • experimentelle Switchwords (klappen bei einigen)
  • persönliche Switchwords (funktionieren bei Ihnen)
  • Switchword-Paare
  • Switchword-Sätze

Was man mit Switchwords alles machen kann

Switchwords begeistern schon an sich. Aber es gibt noch Steigerungen: zum Beispiel kann man die Namen von Bachblüten als Switchwörter verwenden, oder energetisiertes Wasser mit einem persönlichen Energiekreis herstellen (finde ich ganz wunderbar), bestimmte Wellenfrequenzwerte klopfen (auch äußerst spannend). Für mich ist besonders interessant an Switchwords, dass sie sich wunderbar mit anderen Techniken kombinieren lassen, zum Beispiel mit der Akasha Chronik, Chakrenarbeit oder Reiki. Und natürlich auch mit der Klopfakupressur. Dies habe ich während meiner kleinen Rauhnachtreise vom Dezember 2017 bis zum Januar 2018 ausgiebig getan und bin absolut davon begeistert. Ich finde, dieses Buch gehört in jeden Bücherschrank!

Übrigens hatte das o. g. Intermezzo mit der Nachspeise noch eine kleine Nachwirkung. In meinem normalen Supermarkt bekomme ich es nämlich eigentlich nicht. Neulich stand es dort aber herum, wie ich aus dem Augenwinkel bemerkte. Ich habe es sofort eingesteckt, bin aber zuhause nicht sofort darüber hergefallen, sondern habe es am nächsten Tag ganz langsam und genüsslich verzehrt …

Switchwords sind eine äußerst effektive Möglichkeit

sich auf eine neue und ungewöhnliche Weise mit sich selbst, anderen, der Umwelt und alles darüber hinaus zu verbinden. Wenn Sie mir nicht glauben, probieren Sie einfach einmal den Switchword Satz „ZUSAMMEN-FINDEN-GÖTTLICHE SICHERHEIT„, der Geld in Ihr Leben bringt. Probieren Sie es einfach einmal aus, diese Worte ein paar Tage lang immer wieder einmal vor sich hin zu sagen, Sie werden sehen, dass es funktioniert. Und ich freue mich, wenn Sie in die Kommentare schreiben, welche unerwartete Geldquelle Ihnen zugeflattert ist …

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein funkelndes Jahr 2018!

Herzlichst, Ihre

Monika Richrath

 

SWITCHWORDS*
Liz Dean
Ansata Verlag
ISBN 978-3-7787-7520
17,50 EUR

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

In meinem kostenlosen E-Mail Kurs lernen Sie, wie Sie besser mit Stress, Überforderung und Erschöpfung aus der Hochsensibilität umgehen können.

Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und drei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto, Nebennierenschwäche) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

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Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

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Das Klopfakupressur Buchprojekt

Das Klopfakupressur Buchprojekt

 Allgemein Bücher Klopfakupressur

 

 

 

 

DAS KLOPFAKUPRESSUR BUCHPROJEKT

 

„Kann das denn so einfach sein?“, „Warum macht das dann nicht jeder?“ sind Fragen, die alle Klopfakupressur-Coaches immer wieder mal von staunenden KlientInnen hören. Ja, es ist so einfach, sich besser zu fühlen und  Veränderungen in Gang zu setzen!

Es wäre aber doch sehr schön, wenn noch viel, viel mehr Menschen von der Klopfakupressur erfahren würden und auch davon, was damit alles bewirkt und erreicht werden kann, hat sich die Organisatorin des Klopfkongresses, Michaela Thiede, gedacht. Ein Buch mit Erfolgsgeschichten also, zur Stärkung und Motivation der AnwenderInnen, noch-Zögernden und noch-nicht-Kennenden.

Das Wichtige daran ist, dass es sich dabei um

echte Geschichten

handelt, also um Dinge, die Sie mit der Klopfakupressur erlebt haben oder im Coaching mit Ihren Klienten. Dies können auch gerne längere Geschichten sein über ein hartnäckiges Problem, das mehrere Sitzungen erfordert hat, über die Schwierigkeiten, die dabei aufgetreten sind (z. B. hat es Heilblockaden gegeben in Form von Glaubenssätzen, die vorher aufgelöst werden mussten?) und: ganz ganz wichtig: was hat sich in Ihrem Leben verändert durch das Klopfen? Kurz- und langfristig?  Aber auch das schnelle Lösen von kleineren Alltagsproblemen ist interessant. Wichtig ist einzig: Ihre Geschichte muss echt sein, authentisch und nachvollziehbar.

Vielleicht haben Sie schon einmal den Begriff: One-Minute-Wonder gehört? Damit wird in Klopfakupressur-Kreisen die sehr schnelle spontane Auflösung eines Problems bezeichnet. Natürlich glaube ich selbst absolut daran, dass es das gibt, aber ich kann Ihnen versichern, ich selbst habe noch kein One-Minute-Wonder erlebt - und ich glaube ehrlich gesagt auch nicht, dass das unbedingt notwendig ist um von der Klopfakupressur begeistert zu sein und das Klopfen genießen zu können.

Es gibt keine Vorgaben

hinsichtlich der Länge oder Themen. Es gibt keine Verpflichtung, die Geschichte unter dem eigenen Namen zu veröffentlichen, es darf auch gerne ein Pseudonym verwendet werden.

Wenn die Geschichte allerdings nicht Ihre eigene ist, sondern die eines Klienten oder einer Klientin, sollten Sie sich schon vorher das schriftliche Einverständnis der betreffenden Person geben lassen. Es gibt nicht einmal die Vorgabe, Ihre Geschichte in einer schriftlichen Form abzuliefern! Michaela Thiede ist gerne bereit, sich Ihre Geschichte erzählen zu lassen und sie schriftlich aufzubereiten.

problem mit Klopfakupressur gelöstEinzige Bedingung:

Die Geschichte muss wirklich eine echte Geschichte sein. Außerdem sollte sie nach Möglichkeit noch nicht veröffentlicht worden sein in einem Blogbeitrag, Podcast, Video oder ähnliches - zumindest nicht großflächig, denn die zukünftigen Leser und Leserinnen möchten natürlich keine Geschichten hören, die sie schon kennen.

Als ich von diesem Projekt hörte, war ich natürlich Feuer und Flamme und wollte gerne meine Geschichte des „Ich bin anders“-Klopfens erzählen, die in relativ kurzer Zeit meine ganze Weltsicht auf den Kopf gestellt hat. Weil ich diese Geschichte aber sehr oft erzähle, habe ich mir also etwas anderes aussuchen müssen und habe letztendlich einen Beitrag über meine eigene Heilungsgeschichte in einem größeren Kontext geschrieben (in dem das „Ich bin anders-Klopfen“ nur ein Teilaspekt war - wenn auch ein wichtiger). Das war für mich übrigens richtig schön, noch einmal einen Blick zurück zu werfen auf die Anfänge meiner eigenen Heilungsgeschichte …

Ich weiß nicht, ob es in der Natur der Sache liegt,

dass KlopfanwenderInnen häufig sehr zögerlich sind mit Veröffentlichung von Feedback. Ich finde das wahnsinnig schade. Es gibt ja nichts, dessen wir uns schämen müssten. Wir sind Menschen und wir haben alle unser Verstrickungen, Glaubenssätze, Schwierigkeiten. Bedenken Sie bitte: Ihre Geschichte kann den Ausschlag für jemand anderen geben, sein Leben in die eigenen Hände zu nehmen und zu beginnen zu klopfen … Wenn nur ein Zehntel aller Klopfakupressur-Coaches seine eigene Geschichte einreicht, dann haben wir schon einen ganzen Haufen Geschichten …

Noch ist unklar,

in welcher Form das Buch erscheinen wird. Gewünscht wird natürlich ein Buch in Printform, aber eventuell ist auch ein E-Book denkbar. Dies hängt von der Anzahl der Rückmeldungen und Berichte ab. Falls Sie sich nicht vorstellen können, wie das aussehen soll, haben Sie hier ein Beispiel eines ähnliches Buches, das Michaela Thiede schon umgesetzt hat.

Bedenken Sie bitte,

dass dies für Sie als Coach oder Praktiker eine großartige Möglichkeit ist, auf sich und die eigene Praxis aufmerksam zu machen, denn natürlich kann auch ein Link zu Ihrer Seite gesetzt werden. Sie müssen dafür auch nichts zahlen - allerdings bekommen Sie auch nichts für das Zurverfügungstellen Ihrer Geschichte.

So ein Projekt macht viel Arbeit (Texte müssen geschrieben und Korrektur gelesen werden, es braucht ein Cover, eine ISBN-Nummer, das Buch muss formatiert werden usw.) und es entstehen außerdem Kosten dabei, die Frau Thiede alle tragen wird. Da ist es nur recht und billig, wenn sie auch die Einnahmen aus dem Projekt erhält, finde ich. So oder so hat dieses Projekt einen mehr ideellen Charakter und darum fände ich es

toll, wenn Sie mitmachen

Wenn Sie prinzipiell gerne mitmachen möchten, aber eine Schwierigkeit sehen, die ich hier nicht genannt habe, senden Sie bitte eine E-Mail an info@Klopf-Kongress.de. Der vorläufige Einsendeschluss ist der 31. März 2018.

Herzlichst, Ihre
Monika Richrath

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

In meinem kostenlosen E-Mail Kurs lernen Sie, wie Sie besser mit Stress, Überforderung und Erschöpfung aus der Hochsensibilität umgehen können.

Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und drei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto, Nebennierenschwäche) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

Lustiges Zeug schreiben und kleine Wesen zeichnen

Lustiges Zeug schreiben und kleine Wesen zeichnen

Vor nicht allzu langer Zeit habe ich das Buch „Krebs ist wenn man trotzdem lacht“ der Autorin Sabine Dinkel rezensiert. Obwohl wir uns gar nicht persönlich kennen, ist mir Frau Dinkel irgendwie ans Herz gewachsen und ich freue mich, wenn ich dazu beitragen kann, sie selbst und das was sie macht, noch viel mehr Menschen vorzustellen. Außerdem hatte ich noch die ein oder andere Frage.  So ist dieses schöne Interviewgespräch entstanden.

Das Thema „Hochsensibilität“ kommt darin übrigens nicht vor, es gab so viele andere Dinge, die ich gerne wissen wollte … denn manchmal, wenn man voneinander weiß, dass man hochsensibel ist, ist das auch gar nicht mehr so interessant 😉

Sabine, wie bist du auf die Idee gekommen, einen Ratgeber für Menschen mit Krebserkrankungen zu schreiben?

Nach meiner Schockdiagnose war ich händeringend auf der Suche nach Lesestoff, der mich tröstet und ermutigt. Doch bei den meisten Ratgebern hab ich mich zu 95 % gegruselt.

Ich hatte die Wahl zwischen furchterregenden Erlebnisberichten, esoterischen Heilsversprechen, religiösem Klimbim, Ernährungs-Gedöns, Verschwörungstheorien, schonungslosen medizinischen Abhandlungen oder kämpferischen “Tschakka-Büchern”.

Nix, wo meine Seele “Hier!” schrie oder Lesehunger ausgelöst wurde. Ganz im Gegenteil: ich wurde immer ängstlicher und frustrierter.

Da dachte ich: “Das geht so nicht! Ich will beweisen, dass es auch anders geht. Und zwar mit Humor und alltagstauglichen Praxistipps.

Du hast also das Buch geschrieben, das du zum Zeitpunkt deiner Diagnose selbst gern gelesen hättest …?

Ja, genau, denn ich wollte damals so gerne liebevoll an die Hand genommen werden. Daher war mir wichtig, das Buch so zu schreiben, als würde ich einer frisch an Krebs erkrankten Freundin ermutigend zur Seite stehen. Und ihr erklären, wie sie während und nach der Therapie gut für sich sorgen kann.

Hat sich durch den Schreibprozess für dich selbst etwas an der Gesamtsituation verändert?

Durch das Schreiben hat sich mein Denken nochmal positiv verändert. Mir wurde nochmal sehr bewusst, was ich da in den letzten Monaten eigentlich alles gestemmt hatte und dass ich in den Krisen zuvor - Burnout, Krebserkrankung meiner Mutter, Verlust beider Eltern im Abstand von nur einem Jahr, Auflösung des Elternhauses - eine fette Portion Resilienz gewonnen hatte.

Und dass mir zu einem großen Prozentsatz Humor und ein spielerischer und bewusster Umgang mit Sprache dabei geholfen haben. So nenne ich Beispielsweise meine Erkrankung Schnieptröte, meine Angst Hildegard oder mein Rezidiv Bauchfellflöhe. Das klingt nicht so bedrohlich und baut auch kommunikative Brücken zu den Gesunden. Die trauen sich eher, mit mir über Flohkati und Flohrian zu sprechen als über Metastasen.

Zusätzlich gebe ich nur Empfehlungen weiter, die absolut praxisnah und von mir auf Herz und Nieren geprüft sind. Sie müssen niedrigschwellig sein und dürfen nicht noch zusätzlich für Mühsal sorgen und zu hohe Anforderungen stellen.

Ich finde es nämlich total nervig, dass in vielen Ratgebern - zusätzlich zum ohnehin komplett auf den Kopf gestellten Alltag - auch noch verflixt viele Ratschläge lauern, für die man erst richtig ackern muss. Dazu gehören für mich z. B. das viel propagierte Meditieren zu lernen, sich brav ins Fitness-Studio zu schleppen oder die komplette Ernährung umzustellen. Das sind zusätzliche Anforderungen, die nach so einer Diagnose nicht gerade sexy klingen und auch Gesunden ständig um die Ohren geballert werden. Dabei geht es doch auch anders!

Beim Schreiben des Ratgebers ist mir nochmal bewusst geworden, dass ich zu 100 % hinter dem Geschriebenen stehe. Und das gibt mir ein echt gutes Gefühl. Zudem fühle ich mich innerlich “aufgeräumt”.

Das hat mir an deinem Buch so gut gefallen! Es hat mir sofort eingeleuchtet, dass, wenn ich keinen Hunger habe, ich mich freuen kann, wenn der Appetit auf ein Stück Kuchen kommt, und es besser ist, dann ein Stück Kuchen zu essen als gar nichts …

Du hast deine Erfahrungen mit der Erkrankung ja auch noch in einem zweiten Buch verarbeitet …

Richtig. Unmittelbar nach meiner Diagnose war ich so gefrustet, dass ich nicht wusste, wohin mit meinen Ängsten und Kümmernissen. Zu dem Zeitpunkt hatte ich natürlich noch überhaupt keinen Gedanken daran, jemals ein zweites Buch zu schreiben. Ich fing aus purer Verzweiflung an, kleine tragikomische Comics zu zeichnen.

Im Krankenhaus bekamen die Schwestern irgendwann mit, was ich da zeichnete. Es wurde geschmunzelt und gekichert, die Comics herumgereicht – und man ermunterte mich, damit weiterzumachen. So merkte ich, dass ich mit den Zeichnungen einfach viel besser erklären konnte, was “Krebs haben” eigentlich bedeutet und dass es trotz Krankheit ganz viele Gelegenheiten zum Lachen gibt.

In den Comics steckt halt auch ein gewisser Unterhaltungswert, der es den Gesunden viel leichter macht, Berührungsängste abzubauen und so mit mir in Kontakt zu bleiben. Es kommen z. B. auch Freunde, Bekannte und Schwestern darin vor, die sich diebisch darüber freuen, wenn sie sich darin als Comic-Figur entdecken. Mein Mann liebt zum Beispiel die Tolle, die ich ihm immer zeichne. ;o)

Die tolle Resonanz beflügelte mich, damit weiterzumachen.

Über 15 Monate habe ich Comics gezeichnet und dazu kleine Erlebnisberichte auf Facebook geschrieben. Und die gibt es jetzt als professionell gestaltetes eBook (ca. 180 Seiten) mit dem Titel “Meine Arschbombe in die Untiefen des Lebens”. Sozusagen ein Einblick in mein Tagebuch oder hinter die Kulissen.

Sabine, dein Comic-Tagebuch ist sehr persönlich, du lässt uns hautnah mitfiebern. Sind dir nie Bedenken gekommen diesbezüglich?

Oh doch, ich hatte viele Bedenken, gerade WEIL es so persönlich ist! Ich hatte ja auch lange Zeit überhaupt nicht daran gedacht, damit mal “so richtig” rauszugehen. Erst die permanente Ermutigung durch Freunde und meine Facebook-Community hat mich aufgerüttelt, eine Veröffentlichung überhaupt in Erwägung zu ziehen. Und so hab ich mich dann eines Tages tatsächlich zur Veröffentlichung entschlossen und das eBook mit Hilfe eines kleinen Teams professionell umgesetzt.

Ich finde es echt toll, dass du das machst und uns teilhaben lässt! Und eben weil das so ist, bewirkst du bei mir auch in einem gewissen Sinne eine Form von Heilung - letztes Jahr ist meine Mutter an ALS gestorben und ich fand es immer so furchtbar, dass sie sich so für ihre Krankheit geschämt hat, obwohl es da gar nichts zu schämen gibt … Ich kann es nicht genau erklären, aber es gibt einen Zusammenhang zwischen dem, wie meine Mutter mit ihrer Krankheit umgegangen ist und dem, wie du damit umgehst … irgendwie hebst du das, was ich mit meiner Mutter erlebte habe, ein Stück auf … Vielen, vielen Dank dafür! Das wollte ich dir immer schon mal sagen 😉 Ich kann mir ziemlich gut vorstellen, dass es noch ganz viele unter deinen FollowerInnen gibt, denen dein offensiver Umgang mit der Schnieptröte etwas schenkt …

Das mit deiner Mutter tut mir wirklich sehr leid. Besonders berührt mich ihre Scham für die Erkrankung. Ich kenne diese Scham ebenfalls von meiner Mutter, die sich auch für ihre Erkrankung (Hirntumor) geschämt hat. Somit kann ich auch sehr gut nachempfinden, wie es dir als Tochter gegangen sein muss. Sowas zu erleben macht so unfassbar traurig.

Meine Eltern sind typische “Kriegskinder” und haben mir ein sehr bedrohungsfokussiertes Denken vorgelebt. Jedes Hindernis wurde schnell zu einem Drama und stets nur die negativen Aspekte gesehen. So als hätten meine Eltern in Krisen zusätzlich noch eine schwarze Brille aufgesetzt. So wurde das Doofe dummerweise immer doofer.

Das hat mich sehr geprägt und unfassbar belastet – doch zum Glück eine Art Gegenbewegung bei mir ausgelöst. Denn ich weiß ja aus eigener Erfahrung, wie lähmend und deprimierend ein bedrohungsfokussiertes Denken auch für das Umfeld ist. So wollte ich nie werden! Sowas wollte ich nie auslösen!

Ich setze mir zwar auch keine rosarote Brille auf - das wäre angesichts meiner Erkrankung auch nicht stimmig – aber zumindest eine gelbe. Die lässt alles in viel freundlicher erscheinen und hilft mir dabei, Lösungen und Chancen zu erkennen. Probleme und Stolpersteine werden von der Brille zumindest für eine Weile herausgefiltert.

Damit warst und bist du auf jeden Fall sehr erfolgreich und inspirierend! Was für ein Gefühl hast du selbst denn nach der Veröffentlichung (bislang gibt es den Comic ja nur online)? Gibt es Pläne für eine Veröffentlichung des Comics in Buchform?

Ich habe jetzt nach der Veröffentlichung das Gefühl, endlich noch freier zu sein. Freier von alten Denkmustern “Sowas macht man nicht, das ist peinlich!”, “Das geht niemanden was an!” oder “Wer bitte schön will denn schon freiwillig etwas was über deine grauslige Erkrankung lesen?”.

Die Rückmeldungen waren bisher alle total positiv und wohltuend. Der Comic wird täglich mehrmals heruntergeladen. Was mein Herz besonders hüpfen lässt: nicht nur Erkrankte oder Zugehörige lesen den Comic oder den Ratgeber. Sondern auch Gesunde!

Sich freiwillig mit einer solchen Erkrankung zu beschäftigen erfordert aus meiner Sicht viel Mut und Neugier, denn man könnte seine Lesezeit schließlich auch mit lustigeren Büchern verbringen. Wenn dann so schöne Rückmeldungen kommen, freut mich das immer wieder besonders.

Oh ich kann dir versichern, dass es kein Stück peinlich ist … Aber es wäre doch auch ein tolles Buch, gerade wegen der Comics. Online lassen die sich nicht so richtig gut lesen. Gibt es etwas, was gegen eine Veröffentlichung als Buch spricht?

Sehr gerne würde ich das Buch auch gedruckt anbieten. Daher habe ich das Buch auch gleich vom Layout so gestalten lassen, dass es prinzipiell sofort gedruckt werden könnte.

Gegen eine Veröffentlichung als Buch spricht momentan, dass ich keinen Kopf habe, mir einen Verlag zu suchen oder es im Selbstverlag herauszubringen. Auch weiß ich derzeit nicht, welche weiteren Kosten damit für mich verbunden wären.

Hätte mein kleines Team aus Designern, Lektor, technischem Support, PR mir nicht zu einem Großteil deren Dienstleistungen (Layout, Covergestaltung, Lektorat) geschenkt, hätte ich das Projekt finanziell gar nicht umsetzen können. Doch wenn mein Buch nicht nur inhaltlich sondern auch grafisch überzeugen soll, will ich einfach Profis an meiner Seite. Die LeserInnen sollen ja was für ihr Geld bekommen.

Und mit der der Qualität von Books on Demand bin ich überhaupt nicht zufrieden. Alle Bücher, die ich mir selber via BOD bestellt habe, wellen sich unmittelbar nach dem Auspacken und sehen dadurch schnell krumm und schief aus. Meistens wird beim Papier oder dem Karton nicht die Laufrichtung beachtet oder bei der Oberflächenveredelung des Kartons geschlampt. Das gefällt mir einfach nicht. Und die Bücher haben ja trotzdem ihren Preis - da soll wenigstens die Qualität stimmen.

Noch dazu: ein Buch in einem Verlag herauszubringen dauert im Durchschnitt 1,5 bis 2 Jahre bis zur Veröffentlichung. Die Zeit habe ich nicht. Ich will JETZT etwas bewegen!

Ja, da hast du natürlich recht. Aber du hast dafür entschieden, ihn online einfach so oder gegen Spende zum Download anzubieten, weil …?

… ich mich so über die Rückmeldungen freue!

Wenn mir die LeserInnen zurückmelden, dass sie sich an manchen Stellen “schibbelig” gelacht haben, bin ich happy. Manche sagen, sie mussten auch zwischendrin weinen, wobei ich noch nie nachgefragt habe, an welchen Stellen eigentlich.

Gleichwohl lasse ich die Leser nie allein mit ihrem Kummer. Entweder sie dürfen auf der übernächsten Seite schon wieder erleichtert aufatmen oder ich nehme sie bei den gruseligen Passagen wohlmeinend an die Hand. Mein Mann hat den Comic schon mehrfach gelesen, obwohl er all das miterlebt hat und nicht wirklich Lust auf „Flashbacks“ hat. Doch der Comic ist halt so gestaltet, dass selbst ich mich traue, da immer wieder reinzuspicken.

Kurzum: Mit dem Comic kann ich anderen Mut machen und kläre nebenbei über die Erkrankung auf. Noch dazu - für mich mit das Wichtigste - kann ich mit meinen Bildern und Geschichten Menschen zum Lachen zu bringen und so die Krankheit ihres Stigmas berauben. Das ist ein bisschen so, wie bei einer deftigen Tragikomödie. Ein bisschen Drama gehört schon dazu.

Krebs wird dadurch zwar nicht sexy, aber so gruselig wie er mal war, ist er zum Glück schon lange nicht mehr. Und mit einer Portion Ulk lässt sich auch der größte Mist besser ertragen, siehe Trump. Satiriker leben davon!

Das stimmt. Für mich war die überraschendste Erkenntnis in allem, was du schreibst, dass Gesundheit vollkommen relativ ist, also, dass auch, wenn eine vollständige Heilung (bzw. das, was im Allgemeinen darunter verstanden wird) nicht geschieht, das Leben trotzdem gut sein kann. In diesem Zusammenhang fände ich es natürlich spannend zu erfahren, was für dich ein erfülltes Leben ausmacht …?

Ja, das ist ein Aspekt, der auch mir erst jetzt so richtig bewusst geworden ist. Man denkt im ersten Augenblick, alle chronisch Kranken müssten permanent unglücklich sein, was ja totaler Quatsch ist. Ich habe so lebensfrohe Vorbilder, die täglich von Morbus Chron, MS oder ALS gepiesackt werden, die vor allem auch Gesunde mit ihrem Lebensmut anstecken. Das ist doch faszinierend!

Was mein jetziges Leben schön macht sind vermeintlich einfache Dinge:

  • Appetit haben und das essen und trinken können, was ich möchte.
  • Morgens ausschlafen können und zwei Stunden Zeit zum wach werden haben.
  • Vormittags nach Möglichkeit keine anstrengenden Termine wahrnehmen müssen.
  • Lustiges Zeug schreiben und kleine Wesen zeichnen.
  • Die Natur in Mecklenburg oder Dänemark genießen.
  • Spannende und schön geschriebene Romane lesen.
  • Abends Serien auf Netflix inhalieren.
  • Mich mit Wärmflasche, Hunden und Mann in eine flauschige Decke mummeln.
  • Nachts gut zu schlafen und bunt zu träumen.
  • Lachen!
  • Ich liebe es, neue Menschen kennenzulernen - selbst wenn es “nur” virtuell ist. Und Menschen zu helfen, denen es gerade nicht so gut geht.Und nicht zu vergessen:
    All die warmherzigen und lustigen Menschen um mich herum, vor allem mein Mann und meine fröhlichen Hundedamen. Das alles erfüllt mich und geht auch mit chronischer Schnieptröte! Und coachen kann ich damit sogar auch noch.

Sabine, glaubst du eigentlich an eine höhere Kraft?

Nicht so, dass ich sie gut in Worte fassen könnte.

Ich zucke beim Wort “Spiritualität” zusammen, bin weder religiös verzückt noch esoterisch angehaucht. Das macht es für mich nicht gerade einfacher, mir da ein eigenes Bild zu machen.

Meine Erkrankung bringt mit sich, dass ich wohl leider nicht in die Fußstapfen von Johannes Heesters trete. Daher bin ich gerade dabei, mir etwas für „das Danach“ zu erarbeiten. Das mache ich zusammen mit meiner Lebens- und Sterbeamme Claudia Cardinal. Sie hilft mir dabei, immer wieder ans Leben anzudocken, und mich parallel dazu auf “die andere Seite” vorzubereiten.

Derzeit habe ich die Hausaufgabe, das Wünschen zu üben. Ich schreibe mir dazu z. B. eine Zeitlang abends Wünsche in ein Notizbüchlein. Dazu gehören z. B. solche wie “Ich habe Appetit und freue mich auf das, was ich esse.”, “Ich bekomme bis Jahresende 20 schöne Rezensionen auf Amazon” oder “Ich bin geheilt”.

Und da bereits diese Übung so schöne erste Früchte trägt, fange ich an, eine eventuelle “höhere Kraft” in Erwägung zu ziehen. Und diese immer wieder herauszufordern und zu testen. So werde ich immer mutiger und erlebe sehr wundersame Dinge.

Mal gucken, was ich noch so ergibt.

“Lebens- und Sterbeamme” klingt toll. Das hat mir schon in deinem Buch sehr gut gefallen. Und sich “aktiv auf die andere Seite vorbereiten” klingt unglaublich stark. Ich finde, so etwas könnten wir alle gebrauchen, egal, wie nah oder fern dieser Augenblick ist …

 Sabine, gibt es irgendetwas, was du gerne noch sagen möchtest?

Neulich sagte meine liebste und langjährigste Freundin zu mir: “Seitdem du Krebs hast, wirkst du viel lebensfroher.” An diesem Satz kaue ich immer noch herum – im positiven Sinne. Das bringt mich zu dem Schlusssatz:

Liebe Leute,
bitte wartet nicht erst auf eine doofe Diagnose, um wertzuschätzen, was es alles an schönen Dingen und Momenten in eurem Leben gibt. Und holt euch unbedingt professionelle Hilfe, wenn euch die wirklich existenziellen Themen des Lebens um die Ohren fliegen. Ihr tut es für euch - und für die Lieben die euch lieben. Es ist schlimm für euer Umfeld, wenn ihr euch nicht helfen lasst, um wieder selbstwirksam zu werden. Verharrt nicht in der Opferhaltung!

„Glück ist auch eine Überwindungsprämie.“ (Jens Corssen, Psychologe)

Das ist ein schönes Schlusswort! Vielen Dank Sabine für deine Geduld (mir scheint, ich habe dich ganz schön gelöchert …)

Sehr gerne. Ich fühle mich überhaupt nicht gelöchert. Dank deiner spannenden Fragen fühle ich mich schon wieder herrlich geklärt. Ich danke dir für dein ehrliches Interesse.

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

In meinem kostenlosen E-Mail Kurs lernen Sie, wie Sie besser mit Stress, Überforderung und Erschöpfung aus der Hochsensibilität umgehen können.

Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und drei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto, Nebennierenschwäche) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig