Eine außergewöhnliche Erfahrung – Andreas Goldemann

Eine außergewöhnliche Erfahrung – Andreas Goldemann

Ich war schon seit sehr langer Zeit auf der Suche nach einer Art spiritueller Führung. Die eine oder andere Coach hatte ich schon aufgetan, allerdings blieb es immer bei einem „Hm, klingt interessant. Die Seite speichere ich mal.“ Der letzte, zündende Funke hat letzten Endes dann aber doch immer gefehlt.

In den vergangenen Monaten ist mein Bedürfnis nach Unterstützung gewachsen. Im Zuge der „großen Transformation“ sind bei mir Themen aufgetaucht, die sehr viel Stress verursachen (und die ich irgendwie auch mit meiner Hochsensibilität in Verbindung bringe), mit denen ich einfach nicht weiterkomme, auch mit einem Klopfcoach nicht.

Eines Tages habe ich in mein Tagebuch geschrieben,

dass ich Hilfe brauche

und die habe ich sehr umgehend bekommen. Ein paar Tage später landete in meinem Postfach eine Einladung von PSI online, an der Masterclass von Andreas Goldemann* teilzunehmen.

Ich bin sicher, es war mein höheres Selbst, das mich veranlasst hat, diese E-Mail zu öffnen und mich zu der Masterclass anzumelden. Ich habe das gemacht, ohne auch nur darüber nachzudenken. (Das ist schon ein kleines Wunder, denn nur noch selten schreibe ich mich in die Verteiler anderer Menschen ein. Noch seltener öffne ich diese Mails.)

Andreas Goldemann bin ich vorher schon „begegnet“ (was mir aber erst später klar wurde). Beim Heal-Summit 2018 hatte er das Intentionen-Setzen vorgestellt. Mir war da schon klar, dass es eine sehr kraftvolle Methode zu sein scheint, aber ich kam nicht so recht klar damit.

Jedenfalls ging es in dieser Masterclass (eine Art Einführung in ein Thema) darum

sich selbst und seinem Körper wieder näherzukommen.

Das klingt ja erst einmal sehr schön, aber letzten Endes ist das, was für mich daraus entstanden ist, nach wie vor wie eine Art Wunder.

Andreas löst Belastungen im Körper und in den Körpern drumherum auf durch Gesang, Sprache, Gesten und Bewegungen. Klingt etwas verrückt, verrückt genug mich darauf einzulassen. Noch verrückter ist es, dass man selbst überhaupt nichts tun muss, außer zuzusehen.

Ich habe praktisch sofort gemerkt, dass etwas mit mir und meinem Körper geschieht.

Mir kam es vor, als würde mein Körper wohlig aufseufzen, weil er nun endlich etwas bekommt, was er so lange vermisst hat.

Um zu erklären, was passiert ist, muss ich etwas ausholen.

Ich weiß seit ein paar Jahren, dass ich nicht richtig in meinem Körper bin.

Das hat sich im Laufe eines Klopfseminars herausgestellt. Die Gründe dafür habe ich von Dami Charf in ihrem Buch „Auch alte Wunden können heilen“* erfahren. Es hat etwas mit „richtig auf der Erde ankommen“ zu tun.

Seitdem versuche ich, mich besser mit meinem Körper zu verbinden, seine Bedürfnisse zu beachten und zu erfüllen. Das klappt auch ganz gut, aber leider nur beschränkt.

Nun habe ich diese Masterclass gesehen und dabei ist etwas für mich vollkommen Unfassbares geschehen:

Ich bin in meinen Körper eingezogen!

Im Laufe der Masterclass wurden wir immer wieder aufgefordert, dies und das auszuprobieren: wie weit lässt sich der Kopf drehen, wie ist die Atmung usw. U. a. sollten wir eine Hand auf den Arm legen und spüren, wie sich das anfühlt. Am Anfang gab es eben nur das Gefühl von außen, wie die Handfläche auf dem Arm aufliegt.

Etliche Gesänge, Geräusche und Gesten weiter

spüre ich plötzlich, dass es auch eine Empfindung aus dem Inneren meines Körpers gibt, eine starke Kraft, die aus dem Inneren des Körpers nach oben zur Haut steigt (quasi von der entgegengesetzten Seite).  Das war unglaublich. Ich freue mich tagtäglich darüber, dass mein höheres Selbst dafür gesorgt hat, dass ich die Hilfe bekomme, die ich brauche und die zu mir passt.

Mein ganzes In-der-Welt sein hat sich verändert

durch diese eine Stunde. Und am Ende der Stunde hat es sich angefühlt, als lechze mein Körper nach mehr davon. Es war überhaupt keine Frage, dass ich natürlich den ganzen Flow-Kurs mache, ich habe mich sofort angemeldet. Im Laufe der nächsten 7 Wochen (so lange dauerte der Flow-Kurs) habe ich sehr viel gestaunt, sehr viel gelacht – aber auch sehr viel geweint.

Und es war auch keine Frage, dass ich nach der Beendigung des Flow-Kurses mit Andreas Hauptprodukt, dem Kurs „Zurück zum Ursprung“ weitermache, wo es darum geht, Belastungen und Stress systematisch aus dem Körper zu entfernen. Es ist zugegebenermaßen ziemlich viel Geld, ich finde aber, das Programm ist nicht nur jeden Cent wert, sondern eigentlich unbezahlbar. Andreas hat mein Leben auf eine Art verändert, die ich mir nie hätte träumen lassen.

Das Gute ist, ich muss gar nicht wissen, um welche Belastungen es sich handelt. Oft sind meine Reaktionen und Veränderungen auf und aus den Sessions für mich selbst sehr überraschend.

Viele Dinge weiß ich nicht bzw. sind mir nicht bewusst.

Neulich hatte ich das verrückte Erlebnis, dass Andreas in einer Session sagte „Du kannst das Leben, das auf dich zukommt, annehmen“ und eine innere Stimme sagte sehr klar und deutlich „Das will ich aber nicht!“ Aha. Ein innerer Wächter meldete sich. Da habe ich dann erst mal aufgehört und Widerstandsarbeit gemacht,

ich habe meinen Widerstand beklopft.

(Ein sehr schönes Gefühl übrigens, dass ich die Arbeit von Andreas  gut mit meiner eigenen Arbeit verbinden kann.) Und danach habe ich die Session wiederholt, woraufhin etwas passiert ist, was mir sehr schnell zeigte, dass sich etwas verändert hat.

Obwohl ich jemand bin, der die Dinge gerne selbst macht, gefällt mir dieses Format, dass ich mir etwas einfach nur ansehen muss, sehr gut. (Mit dabei gibt es übrigens auch noch Sounds zum Downloaden, die ich dann in der Woche höre, um das Ganze zu vertiefen.)

Ich mag es, Andreas zuzusehen. Er hat so ein schönes Lächeln, das mich ungemein berührt und auch froh macht. Wenn das „Check mal rein“ am Anfang jeder Session kommt, fange ich selbst immer an voller Vorfreude zu lächeln. Und mich berührt unglaublich, Andreas in seiner Trance zuzusehen, ich kann gar nicht genau sagen, warum, vielleicht, weil es für mich bedeutet, dass er sich uns zeigt, mit dem was in ihm ist. Dies ist für mich als Zuschauerin nicht nur einfach eine Freude, sondern es ermutigt mich auch, mich mehr zu zeigen, mit dem was in mir ist. Meinen Tanzstil habe ich schon ein bißchen verändert …

Und ich bin so neugierig darauf, was noch alles kommen wird und wie ich mich weiter verändern werde. Sicher ist: Ich bin nicht nur emotional, psychisch und spirituell gewachsen. Ich gehe auch viel aufrechter. Das kann ich selbst spüren. Die Veränderungen finden auf jeder nur denkbaren Ebene statt. Ich lerne allmählich, meinen Wahrnehmungen wirklich zu vertrauen. Ich bekomme einen vollkommen neuen Blick auf mich selbst.

Mein körperliches, seelisches und psychisches Erleben erfährt

ganz neue, tiefe Dimensionen.

Ich fühle mich auf eine ganz neue Art in mir, bei mir, in der Welt verwurzelt. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich das Gefühl, wirklich in mir anzukommen.

Dazu gibt es noch eine Fülle sehr nützlicher Informationen nebenbei, die mir weiterhelfen. Zum Beispiel, dass man mit der Nase Emotionen riechen kann – was mir tatsächlich schon öfter geschehen ist. Aber ich wusste eben niemals, ob ich dem trauen kann oder darf. Doch, darf ich, weiß ich nun. Abgesehen davon, lerne ich viel über Spiritualität und Verbindung, was mir sehr häufig auch in meiner Arbeit mit meinen Klienten zugute kommt.

Manchmal beschleicht mich so eine Ahnung, dass auf mich noch ein ganz anderes Leben wartet.

Ein Leben jenseits von Hochsensibilität und Klopfakupressur. Den einen oder anderen Vorgeschmack habe ich schon bekommen. Und es ist toll, wissen, dass ich noch längst nicht am Ende bin, dass noch ganz viel auf mich zukommen wird. Dinge, die ich jetzt noch nicht einmal in Worte fassen kann. Ich weiß noch nicht, was ich mit dem, was ich bis jetzt bei und mit Andreas erlebt habe, machen kann und ob ich daraus eine Arbeit machen kann, die andere Menschen in ihrem Leben unterstützt.

Im Augenblick ist jedenfalls schon klar, dass ich, wenn ich mit Zurück zum Ursprung fertig bin, den Flow-Kurs noch einmal mache. Damit bin ich dann ohnehin noch bis zum Frühjahr nächsten Jahres beschäftigt.

Apropos Hochsensibilität: Ich glaube, dass dieser Kurs bzw. die Arbeit von Andreas deswegen so supergut für hochsensible Menschen geeignet sind, weil diese

besonders viele Stressbelastungen in ihren Körpern gespeichert haben,

bzw. vielleicht auch nicht richtig auf dieser Welt angekommen sind, bzw. zu viel bei anderen sind und zu wenig bei sich selbst.

Falls Sie jetzt neugierig sind und mal schnuppern wollen: gucken Sie mal auf meine Seite, Sie können sich anmelden und die erste Lektion kostenfrei angucken bevor Sie entscheiden, ob Sie den Kurs kaufen wollen oder nicht.

Ich bin jedenfalls unendlich dankbar, dass ich auf Andreas gestoßen bin. Schon lange habe ich übrigens gedacht, dass mir irgendwie ein männliches Element in meinem Leben fehlt. Auch das hat sich auf sehr elegante Art und Weise erfüllt und erledigt.

Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare. Was haben Sie mit Andreas erlebt?

Von Herzen, Ihre

Monika Richrath

Und was ist mit Werbung?

Und was ist mit Werbung?

Dieses Thema beschäftigt mich schon sehr lange. Im Netz wird es bislang kaum thematisiert. Das ist jedenfalls mein Eindruck. Es würde mich freuen, wenn ich mit meinem Artikel einen Dialog oder Austausch in Gang setzen könnte.

Die meisten hochsensiblen Menschen reagieren sehr empfindlich auf Werbung, oder wenn sie das Gefühl haben, dass ihnen etwas angedreht werden soll.

„Ich Ich selbst bin schon einmal (hochkant!) aus einer hochsensiblen Facebookgruppe herausgeflogen. Der Grund dafür war, dass in der Seitenleiste meines Blogs Hinweise auf mein Klopfbuch „EFT-Klopftechnik für Hochsensible“ standen (Heute finden Sie dort auch noch Hinweise auf mein zweites Buch „Die Geheimnisse des gesunden Schlafs„). Damals war ich sehr empört, ein bisschen verstört und fühlte mich zu Unrecht gemaßregelt. Das ist aber schon ein paar Jahre her.

Hochsensibilität trägt bisweilen besondere Blüten, dazu gehört auch, dass alles,

was nicht wahrhaftig aussieht oder von Idealismus getragen wird, abgelehnt wird.

Ich finde das, mit Verlaub gesagt, äußerst weltfremd. Denn auch als hochsensible Menschen sind wir ein Teil dieser Gesellschaft, ein ganz schön großer sogar, auch wenn so viele dies immer noch nicht von sich wissen oder nicht in Erscheinung treten.

Letzten Endes ist

Werbung eng verknüpft mit den alternativen Lebensentwürfen,

denen empfindsame Menschen häufig nachgehen, wenn sie merken, dass sie nicht in den üblichen Arbeitsstrukturen bestehen können.

Viele Menschen ziehen sich dann einfach vollkommen zurück, indem sie sich frühzeitig berenten lassen. Ich kann das sehr gut verstehen, ich habe mich ja selbst einmal auf diesen Weg begeben und mich erst in letzter Sekunde dann umentschieden.

Wie andere auch, habe ich dann doch versucht, mein Leben so zu gestalten, dass sich

die Rahmenbedingungen mit meiner Hochsensibilität vereinbaren lassen.

Ganz häufig werden wir dann eben Coaches oder lehren etwas oder unterstützen andere Menschen auf ihrem Lebensweg. Und das sind sehr gute Berufe für uns, weil wir anderen Menschen grundsätzlich ein echtes tiefes Interesse entgegenbringen, weil wir empathisch und einfühlsam sind.

Aber spätestens wenn es darum geht, mit seinem Angebot an die Öffentlichkeit zu gehen, wird sich die Frage nach der Werbung wieder stellen. Diesmal ist sie ganz eng gekoppelt mit dem Erfolg des eigenen Geschäfts- und Lebensmodells:

Wie sollen andere Menschen von unserem Angebot erfahren, wenn wir es nicht bewerben?

Es gibt natürlich offline-Möglichkeiten, aber darauf können sich heutzutage die wenigsten Menschen verlassen.

Dennoch stellt sich die Frage, ob etwas weniger wahrhaftig ist, bloß, weil es beworben wird?

Der Ton macht eben die Musik.

Es gibt eine ganze Menge hochsensibler Menschen im Netz, deren Werbemethoden ich selbst unglaublich aufdringlich finde, die mich alleine schon durch ihre Penetranz verschrecken. So eine Werbung verursacht Stress bei den Betroffenen und ist eigentlich eher selbstschädigend. 

Dennoch denke ich, dass gerade wir hochsensible Menschen Werbung machen sollten. Wir müssen andere Menschen auf uns aufmerksam machen, um Kunden zu gewinnen. Nur so können wir erfolgreich sein mit unseren alternativen Lebensentwürfen. Aber die Werbung muss eben zugeschnitten sein auf die Bedürfnisse der Zielgruppe, sonst geht es einfach nicht.

Kürzlich habe ich in irgendeiner Facebookgruppe eine Beschwerde einer Frau gelesen, die es schrecklich fand, dass niemand ihr „einfach so“ hilft, sondern dass alle immer nur ihr Angebot an den Mann/die Frau bringen möchten.

Ich gestehe, dass ich mich richtig geärgert habe, auch wenn es gar nicht um mich ging.

Weil ich diese Forderung sehr maßlos fand.

Wenn es das bedingungslose Grundeinkommen schon gäbe, dann könnte man dies noch einmal überdenken. Aktuell gibt es das bedingungslose Grundeinkommen aber nicht, und wir benötigen Einkünfte, um Miete und Essen zu bezahlen.

Und wir benötigen Einkünfte, um die kostenlosen Gratisangebote zur Verfügung zu stellen – die mich zum Beispiel jeden Monat mehrere hundert Euro kosten. Aber letzten Endes führen die Gratisangebote zu einer Win/Win-Situation für beide Seiten, solange wir als Coaches mit oder in unseren Gratisangeboten auf unsere Leistungen aufmerksam machen können. Ich bekomme häufig Zuschriften von Menschen, die es nur mit dem Gratisangebot schaffen ihr Leben wirklich zu verändern.

Letzten Endes wünsche ich mir eigentlich

ein Umdenken hochsensibler Menschen in Sachen Werbung.

Eine Haltung, die statt: „Hilfe, hier wird mir etwas übergestülpt“ von mehr Offenheit geprägt ist: Vielleicht kommt hier etwas, das mir helfen kann, besser mit meiner Hochsensibilität umzugehen, etwas, was, mein Leben positiv verändert. Oder: Wie interessant, was andere  hochsensible Menschen alles so machen, wie sie ihr Leben gestalten, kann ich das als Impuls sehen, meinen eigenen Lebensweg noch einmal zu betrachten (und/oder vielleicht zu verändern?)

Jetzt bin ich vielleicht zu idealistisch. Wahrscheinlich.

Nichtsdestotrotz habe ich mir im Laufe der Jahre einfach erarbeitet, dass ich Werbung machen darf und muss und ich glaube, dass es mir ganz gut gelingt. Jedenfalls bekomme ich häufig Rückmeldungen, dass die Abonnent*innen meines E-Mail-Kurses ihn angenehm empfinden und als nicht zu aufdringlich.

Aber natürlich kann nicht alles für alle gleich passen. Im Zweifelsfall kann man sich ja wieder abmelden.  Und in meinem Online-Kurs können Sie das Tempo sogar selbst bestimmen und die E-Mail Benachrichtigungen deaktivieren.

Noch eins: Ich habe sehr lange überlegt, ob ich tatsächlich eine Werbe-/Empfehlungsseite für andere auf  meiner Webseite einrichten soll. Ich habe mich dafür entschieden, weil ich es gut finde, auf Menschen, Produkte und Dienstleistungen hinzuweisen, die ich selbst gut finde. Dass ich dafür eine Provision bekomme, falls jemand dann etwas kauft, finde ich richtig (hier kommt wieder das Win-Win-Prinzip zum Tragen!). Aber ich mache das nicht wegen der Provision.

Ich kann Ihnen versichern, dass nur die Menschen es auf meine Seite schaffen,

die ich wirklich richtig gut finde.

Menschen, deren Dienstleistungen ich selbst immer wieder nutze.

Tatsächlich werde ich immer wieder einmal angeschrieben von Menschen, die sich mit ihren Dienstleistungen für hochsensible Menschen da gerne dranhängen möchten. Aber ich lehne das dann ab, weil es nicht zu meinen eigenen Werbeprinzipien passt. Ich möchte nämlich nicht einfach Werbung für andere Menschen machen (auch wenn deren Dienstleistungen vielleicht für hochsensible Menschen vielleicht besonders wertvoll sein mögen).

Ich möchte diese Menschen selbst entdecken, ich möchte selbst die Entscheidung treffen, Initiatorin dieser Werbung zu sein und ich möchte zu 100 % oder mehr von deren Dienstleistungen oder Produkten überzeugt sein.

Damit fühle ich mich sehr gut. Dadurch ist meine Werbungs-/Empfehlungsseite mit sehr viel Freude verbunden. Und das fühlt sich einfach wunderbar an. Und ich denke, Sie können es auch merken an der enthusiastischen Begeisterung, die ich für die jeweiligen Produkte habe.

Wie gehen Sie mit Werbung um? Ist Werbung eher ein rotes Tuch, haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie es auf der anderen Seite aussieht oder wie muss eine Werbung für Sie beschaffen sein, damit sie bei Ihnen ankommt? Wie immer freue ich mich, wenn Sie Ihre Gedanken mit uns teilen.

Von Herzen, Ihre

Monika Richrath

Bild von Sasin Tipchai aus Pixabay 

Was Krankheit uns nutzt

Was Krankheit uns nutzt

Haben Sie schon einmal den Begriff „Sekundärer Krankheitsgewinn“ gehört? Hinter diesem etwas pompös klingenden Namen steckt ein ganz einfaches Prinzip.

Es geht nämlich darum,

was Krankheit uns nützt.

„Wie? Was? Was soll das denn? Warum soll meine Krankheit einen Nutzen für mich haben?“ mag sich die eine oder der andere jetzt empört fragen und mich zur Spinnerin erklären.

Das ist ein Gedanke, der sehr schwer zu akzeptieren sein kann, vor allen Dingen, wenn man schon schwer erkrankt ist oder eine sehr komplizierte und/oder chronische Erkrankung hat, die sehr leidvoll ist.

Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Meine eigene Krankheitsgeschichte erstreckt sich über einen Verlauf von rund 20 Jahren. 

Wie ich heute, dank der medialen Medizin von Anthony William weiß, muss alles

mit dem Pfeifferschen Drüsenfieber begonnen haben,

das ich Mitte der 30er bekam und über eineinhalb Jahre lang nicht mehr loswurde. Dann kam zuerst der Hashimoto, dann, langsam die Fibromyalgie, die sich über die Jahre schleichend verschlimmerte. Drei Trennungen, die mich so aus der Bahn geworfen haben, dass ich mich jahrelang nicht davon erholte. Kein Wunder, dass sich irgendwann eine Nebennierenschwäche dazu gesellte.

In einer psychosomatischen Klinik ließ ich mich zur Einnahme von Psychopharmaka überreden wegen Schlafstörungen. Das half ein bisschen. Gegen die Schlafstörungen. Aber ich nahm davon zu, innerhalb von ein paar Monaten wog ich 20 kg mehr und erkannte mich selbst nicht mehr, wenn ich in den Spiegel sah.

(Was habe ich nicht alles unternommen, um abzunehmen. Nix klappte. Das war der totale Frust. Einmal habe ich mit meiner damaligen Partnerin einen Monat strikt nach Atilla Hildmann gegessen. Sie hat abgenommen. 5 kg. Die Personen im Begleitbuch haben auch abgenommen. Ich nicht. Allenfalls ein halbes Kilo).

Am schlimmsten war die Erschöpfung.

Und die war so allumfassend, dass klar war, ich werde meinen alten Beruf als Fremdsprachenassistentin nicht mehr ausüben können. Viel zu viel Stress.

Ich habe ja schon auf diesem Blog erzählt, dass ich aufgrund meiner vielen Fehlzeiten (30 Tage im Jahr) unglaublich arbeitswillig war, was fast alle meine Arbeitgeber nach Strich und Faden ausgenützt haben, indem sie mich die Arbeit von 2–3 Sekretärinnen erledigen ließen.

Damals wusste ich nichts von meiner Hochsensibilität. Ich wusste nicht, was ich mir antat. später wusste ich nicht, wie ich da rauskommen sollte. Aber mein Körper, mein Geist und meine Seele wussten es.

Irgendwann habe ich mir natürlich die Frage gestellt, warum sich bei mir nichts veränderte, obwohl ich mir so eine Mühe gab?

Ich suchte nach Antworten.

Und fand den „sekundären Krankheitsgewinn“.

Die Idee, dass mein Zustand mir in irgendeiner Form nutzen könnte, war sehr neu für mich. Schließlich wünschte ich mir nichts sehnlicher, als wieder gesund zu werden. Außerdem hängt diesem Begriff für mich so etwas wie „Schuld“ an, wie den eigenen Zustand selbst verursacht zu haben. Dem ist natürlich nicht so. Obwohl es den sekundären Krankheitsgewinn unbestreitbar gibt, wird er doch vom Unbewussten, von

unseren inneren Wächtern, unserer internen Sicherheitspolizei,

gesteuert und ist für Vernunft und klare Logik nicht zugänglich.

Mir fällt ein, dass die vielen Auszeiten, die ich in meinem Arbeitsleben hatte, vielleicht auch ein sekundärer Krankheitsgewinn waren. Früher habe ich nur verstanden, dass ich von Zeit zu Zeit offenbar solche Auszeiten brauche, da mein System einfach überfordert ist. Ein paar Tage Ruhe waren wie ein Reset.

Eine zeitlang habe ich mich durchaus intensiv mit dem sekundären Krankheitsgewinn beschäftigt. Sehr weit bin ich bei mir aber nicht gekommen. Aufmerksamkeit bekam ich dadurch, ja. Das ist sicherlich für viele, viele Menschen ebenso. Aber sonst?

Im Prinzip kann eigentlich alles zu einem sekundären Krankheitsgewinn werden,

habe ich so nach und nach erfahren. Z. B. die Aufrechterhaltung eines gewissen Status Quo. So kann Krankheit dafür sorgen, dass sich nichts verändert, nichts verändern kann und nichts verändern darf. (Das entbehrt nicht einer gewissen Tragik, weil Krankheit ja auch immer einen Zustand anzeigt, der nicht akzeptabel ist.) Irgendwo habe ich z. B. einmal einen Podcast gehört, in dem eine Frau erzählte, dass sie selbst es sich nicht erlaubte gesund zu werden, weil sie sonst ihren Mann hätte verlassen müssen. Eine Krankheit kann also immer auch dafür sorgen, dass wir uns gewissen Dingen nicht stellen (müssen). Auch hier sind sicherlich die inneren Wächter am Werk.

Es mag Zufall gewesen sein, dass ich eine Herpesvireninfektion bekam.

Glaube ich allerdings nicht wirklich. Letzten Endes ist es auch egal. Fest steht, mein Weg in die Krankheit dauerte 10 Jahre und genauso lange brauchte ich für den Weg hinaus.

Ich hatte durchaus mal lichte Momente, 

wo mir ganz deutlich klar wurde, dass ich mich ohne meine Krankheiten immer noch als unangepasste Sekretärin in mies bezahlten Zeitarbeitjobs durchs Leben schlagen würde. Eine berufliche Selbstständigkeit war für mich vollkommen unvorstellbar. Dass ich meinen Lebensunterhalt u. a. damit verdienen könnte, andere Menschen dabei zu unterstützen, zu sich selbst zurückzufinden, lag vollkommen jenseits meiner Vorstellungskraft. Dass ich so gut oder wertvoll sein könnte um eine solche Arbeit zu machen. Dass ich dafür von anderen Menschen Geld bekommen könnte ebenfalls …

Jetzt hatte ich es viel besser:

Mittlerweile hatte ich Behindertenprozente, einen Rehabilitandenstatus und galt aufgrund meiner Geschichte, Einschränkungen und meines Alters als „schwer vermittelbar“.Ich konnte in aller Ruhe mein Coachingangebot aufbauen und bezog über einen sehr langen Zeitraum ergänzende Leistungen vom Jobcenter.

Im Laufe der letzten Jahre ist noch die ein oder andere Tätigkeit hinzugekommen, und es hat sich (sehr, sehr langsam) herauskristallisiert, dass mein Angebot richtig ist und es eine Zielgruppe dafür gibt …

Manchmal ist mir – ganz flüchtig nur – in den Sinn gekommen, dass ich vielleicht aber trotzdem krank bleiben muss, damit ich weiter Geld vom Jobcenter bekommen kann? Darauf hatte ich natürlich keine Antwort. Ich habe das sogar mal eine Zeitlang beklopft. Ohne Erfolg leider. (Damals kannte ich das Thema Sicherheit noch nicht).

Vor ein paar Jahren wurde meine Körpermaßnahmen dann zielgerichteter, ich begann eine Behandlung bei einer Heilpraktikerin, behandelte meine HPU und meinen lausigen Darmstatus. Ich begann, glutenfrei zu leben, Nahrungsergänzungsmittel zu nehmen, meine Nebennierenschwäche zu behandeln. 

Allmählich ging es mir besser, ich hatte wieder etwas mehr Energie. Ich nahm aber immer noch nicht ab und blieb offenbar in der Gesamtsituation gefangen, auch dann noch, als ich mich konkret mit der Herpesviren-Infektion beschäftigte.

Es war mir schon klar, dass ich irgendwo,

tief drinnen, eine panische Angst

davor hatte, dass ich in die „normalen Strukturen“ zurückgeschickt werden könnte. Zurück zu den Männern in Anzügen und in den Office-Alltag, dem ich mich einfach nicht mehr gewachsen fühlte. Das hatte mir soviel Leid verursacht, um nichts in der Welt wollte ich da wieder hin. 

Auf der anderen Seite wurde immer klarer, dass ich mich endlich finanziell abnabeln muss. Es war echt schwer, dieses kleine Stück finanzielle Sicherheit aufzugeben.

In den letzten Monaten haben sich die Ereignisse in meinem Leben überstürzt. Ich wurde quasi gezwungen, das Jobcenter und die damit verbundene Sicherheit loszulassen und endlich mir selbst und meinen Fähigkeiten zu vertrauen. Vor ein paar Wochen habe ich festgestellt, dass ich wieder fast gesund bin. Und plötzlich nehme ich auch wieder ab. Problemlos.

Mir war sehr schnell klar, dass das nur einen Grund haben kann:

es nützt mir nichts mehr, krank zu sein.

Offenbar hat der Körper seine eigene Wahrheit, an der er unerschütterlich festhält. Aber alles, was er getan hat, tut er nur, um mich zu unterstützen. Diese Erkenntnis hat mich sehr glücklich gemacht. Und seitdem tue ich alles, was ich kann, um meinerseits meinen Körper zu unterstützen. 

Ich bin noch lange nicht da, wo ich hin will, aber jetzt erkenne ich mich zumindest wieder, wenn ich in den Spiegel schaue und habe das Gefühl, mir zu gehören. Das ist unbezahlbar.

Haben Sie selbst auch vielleicht schon einen Nutzen für sich im Kranksein entdeckt? Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Herzliche Grüße,
Ihre
Monika Richrath

Bild von silviarita auf Pixabay 

Was mich am Klopfen begeistert

Was mich am Klopfen begeistert

Mit diesem Beitrag nehme ich an der Klopfparade „Was begeistert dich am Klopfen“ von Michaela Thiede teil, und freue mich sehr, dass dies eine gute Gelegenheit ist, zu erzählen, wie ich eigentlich zum Klopfen gekommen bin.

Meine erste Begegnung mit der Klopfakupressur

hatte ich schon ganz früh, Anfang der 90er Jahre, als die Klopftechnik noch in den Kinderschuhen gesteckt hat. Dort wurde sie mir im Rahmen eines Qi Gong Kurses von der Lehrerin als chinesische Klopftechnik vorgestellt. Ich war sofort elektrisiert. Ich wusste sofort: DAS IST MEIN DING! Vielleicht weil ich mich nach dem Klopfen sofort besser fühlte als vorher.

Aber wie es so geht, damals hatte ich noch Schwierigkeiten mit Gruppen und ich glaube, es war das einzige Mal, dass ich diesen Kurs überhaupt besucht habe.

Ein paar Jahre später

brachte mir eine Freundin freudestrahlend eine Anleitung aus dem Internet mit, die sie mir überreichte mit den Worten: „Ich habe gedacht, das ist etwas für dich.“ Eine Klopfanleitung, wie sich herausstellte. Ich war hocherfreut und probiere das eine Zeitlang aus, vergaß es dann aber wieder.

Noch ein paar Jahre später, als ich selbst in einer emotionalen Notsituation steckte, kam mir das Klopfen wieder in den Sinn und ich suchte mir selbst eine Anleitung im Netz. Irgendwas habe ich aber nicht richtig gemacht, ich hatte nicht den erhofften Erfolg. Aber da ich verstanden hatte, dass

das Klopfen für mich richtig ist,

habe ich mich dann zu einem Kurs angemeldet um es jetzt wirklich richtig zu lernen. Das war 2009. Seitdem klopfe ich.

An der Klopfakupressur begeistert mich vieles

Ganz oben auf meiner Liste steht die Effektivität. Ich selbst habe in meinen ersten 1–3 Jahren (zugegebenermaßen fast täglichen Klopfens) mehr Veränderung erreicht als in 20 Jahren Psychotherapie. Noch dazu mit sehr viel weniger Aufwand, denn ich habe im ersten Jahr nie mehr als zwei Sätze geklopft und in der Folge nie mehr als einen Satz. Dabei bin ich übrigens geblieben.

An der Klopfakupressur gefällt mir ansonsten vor allem, dass sie

so unglaublich flexibel ist,

dass man sich sein Klopfritual so einrichten kann, wie es einem gefällt. Ich betrachte schon das Einrichten selbst als eine Art Akt der Selbstliebe.

Für hochsensible Menschen, die ja tendenziell eher auf andere schauen, als sich selbst, ist es also eine sehr gute Sache, sich zu überlegen, was ihnen gefällt, und wie sie den Klopfvorgang für sich gestalten wollen, so dass sie sich damit wirklich wohl fühlen. Welche Formulierung soll im Einstimmungssatz (Setup) verwendet werden? Welche Art der Abkürzung? Gibt es Punkte, die unangenehm sind? Wie wirkt das Klopfen auf mich und gibt es eine Tageszeit für mein Klopfritual, mit dem ich für mich das meiste herausholen kann?

Die Flexibilität bezieht sich auch noch auf andere Dinge, z. B. dass man das Klopfen

je nach Situation unterschiedlich anwenden kann,

z. B.

  • in einer ganz akuten Stress-Situation zur sofortigen Beruhigung
  • oder zur Bewältigung einer schwierigen Lebenssituation
  • oder zum Auflösen von Blockaden, Schmerzzuständen oder Belastungen aus der Vergangenheit, die sich bin die Gegenwart auswirken
  • oder für thematische Arbeit (wie ich das ja für Hochsensibilität anbiete).

Außerdem finde ich es grandios, dass ich das Klopfen

so gut für hochsensible Menschen anpassen kann.

Es gibt ja einiges im normalen Klopfprotokoll, was für hochsensible Menschen eher schwierig ist:

zum Beispiel die Stress-Skala.

Immer wieder höre und erlebe ich, dass der Umgang mit der Stress-Skala für hochsensible Menschen hochgradig stressig ist. Das kann an dem Bemühen liegen, immer alles ganz genau richtig machen zu wollen. Perfekt eben. Oder daran, dass man sich schlecht entscheiden und festlegen kann … was dann so schwierig ist, dass man lieber gar nicht klopft. Jedenfalls ist dies eine Hürde, über die hochsensible Menschen dann oft nicht hinwegkommen, dann eben nicht klopfen, obwohl sie merken, dass das Klopfen für sie angenehm ist.

Daher verwende ich die Stress-Skala meistens nicht, um diese Hemmschwelle zu entfernen.

Es geht ja auch anders.

Sowieso gilt beim Klopfen für hochsensible Menschen, dass

weniger mehr ist.

Und viel nicht zwangsläufig viel hilft.

Obwohl man sich ja sagen könnte, das wirkt jetzt so gut, ich klopfe jetzt ganz, ganz viele und löse alle meine Themen sofort auf. Ich kann Sie nur inständig bitten, das nicht zu tun, sich selbst zuliebe.

Dies betrifft ebenfalls die Dauer. Ich selbst habe schon gehört, dass manche Klopfcoaches grundsätzlich nur zweistündige Sitzungen machen. Das wäre für mich unvorstellbar. Nicht nur für meine Klient*innen, sondern auch für mich selbst. Was meine Klient*innen angeht, ist manchmal schon eine Stunde zuviel und es geht nicht länger als 30 Minuten. 15 Minuten habe ich auch schon gehabt.

Wenn ich noch länger nachdenken würde, fielen mir bestimmt noch andere Beispiele ein, aber fürs erste habe ich meiner Begeisterung für die Klopfakupressur genug Raum gegeben.

Vielleicht haben Sie ja Lust, bei der Blogparade von Michaela Thiede mitzumachen.

Auf jeden Fall freue ich mich, wie immer über Ihre Kommentare hier.

Von Herzen,
Ihre
Monika Richrath

Bild von John Hain auf Pixabay

Wie ich meine Hochsensibilität entdeckt habe

Wie ich meine Hochsensibilität entdeckt habe

Die Tage ist mir im Netz ein Test über den Weg gelaufen, der für meinen eigenen Weg eine Schlüsselrolle gespielt hat.

Ich glaube, ich habe noch nie erzählt, wie ich eigentlich herausgefudnen habe, dass ich hochsensibel bin. Dies ist eine gute Gelegenheit, es nachzuholen.

In der zweiten Hälfter der 1990er war ich schon unterwegs in Richtung meines mittlerweile 3. Burnouts und habe versucht, so viel wie möglich über mich herauszufinden.

Eines Tages stieß ich im Internet auf eine englischsprachige Seite, die Keirsey.com heißt, auf der man einen Persönlichkeitstest machen konnte (damals unentgeltlich).

Bei diesem Test geht es um

vier verschiedene Temperament-Grundtypen:

Artisan, Guardian,  Idealist, Rational. Diese lassen sich auch wieder jeweils in 4  verschiedene Grundtypen unterteilen, die jeweils mit einem Kürzel bezeichnet werden:

Artisan: Promoter (ESTP), Performer (ESFP), Crafter (ISTP), Composer (ISFP)

Guardian: Supervisor (ESTJ), Provider (ESFJ), Inspector (ISTJ), Protector (ISFJ)

Idealist: Teacher (ENFJ), Champion (ENFP), Counselor (INFJ), Healer (INFP)

Rational: Fieldmarshal (ENTJ), Inventor (ENTP), Mastermind (INTJ), Architect (INTP).

Ich denke, dass ich so gerne Persönlichkeitstest machte, war auch der Tatsache geschuldet, dass ich keine richtige Vorstellung davon hatte, wer ich eigentlich war und von mir  selbst ohnehin nur ein sehr verzerrtes Bild hatte, weil ich meine vermeintlichen schlechten Eigenschaften überdeutlich wahrnahm, mir meiner positiven Qualitäten aber in keinster Weise bewusst war.

Ich habe also diesen Test gemacht und mein Testergebnis war:

Idealist Healer

Dort stand damals auch, dass nur 1 % aller Menschen zu diesem Typ gehören. Ich war wie vom Donner gerührt. Audrey Hepburn (mit der ich mich Zeit meines Lebens irgendwie verwandt gefühlt habe) sollte übrigens auch eine idealistische Heilerin sein.

Nur 1 %

Das erklärte alles. Das erklärte, warum ich mich so anders fühlte als alle anderen. Ich WAR anders. Es lag nicht daran, dass ich irgendwie unfähig war, mit anderen zurecht zu kommen (obwohl das ja auch eine sehr lange Zeit in meinem Leben tatsächlich so war), oder dass ich mir etwas einbildete, es war tatsächlich so.

Eine zentnerschwere Last fiel von meinen Schultern

Die Last meines eigenen Selbsts, die Last meines bisherigen Lebens. Ich hatte die Erklärung für mich selbst gefunden. Und ich SOLLTE wohl so sein, ich war offenbar so gedacht, das heißt, das meine bisherigen Erfahrungen, so bitter sie vielleicht gewesen waren, einen Sinn hatten (auch wenn ich ihn vielleicht erst einmal nicht erkennen konnte).

Falls ich jemals in die Verlegenheit kommen sollte, mein Leben auf fünf Schlüsselmomente reduzieren zu müssen, dann wäre dies mit Sicherheit einer. Denn dies war der Moment, in dem ich begann, Vertrauen zu fassen. Vertrauen in mich selbst, in die Welt und ja, auch ins Universum. Es war ja sozusagen alles gut.

Wenn Sie mögen schauen Sie sich die Seite mal an, ich weiß nicht, ob es die englische Sprache ist, aber jedes Mal, wenn ich lese, was dort über den Idealist Healer steht, werde ich total gerührt …

Da der Text ja auf englisch war, habe ich noch weiter nach dem Test in deutsch gesucht und habe diesen Test auch gefunden. Dort bekam ich sogar noch die Abkürzung INFP mit auf den Weg. Damit habe ich dann weiter gegoogelt und bin ganz schnell irgendwo in einem Forum gelandet (von denen es damals noch viele gab). Dort tauchte dann ganz schnell

der Begriff „hochsensibel“

auf.  Ach?  Diese Bezeichnung war mir vollkommen neu, aber natürlich sofort einsichtig. Dort wurde das Buch von Elaine Aron erwähnt, das damals das einzige erhältliche Buch zum Thema war. Ich habe es mir sofort bestellt, mich innerhalb von zwei Tagen hindurchgefräst. Aber dann

war es das leider für die nächsten Jahre.

Obwohl ich mich zu 100 % erkannte und endlich gesehen fühlte, fing ich zunächst einmal gar nichts mit diesem Wissen an. Es war mir damals nicht klar, dass

Erkennen ein wichtiger Schritt

ist, aber eben nur ein winzigkleiner Schritt im Vergleich zu den vielen Schritten, die die Integration und Umsetzung in das eigene Leben mit sich bringt. So hat es alles in allem noch ein paar Jahre gedauert, bis ich bereit war, mein Leben meiner Hochsensibilität anzupassen und nicht umgekehrt. Heute weiß ich

die Umsetzung ist ein lebenslanger Prozess

der nie aufhört, aber manche Schritte sind eben größer und wichtiger als andere. Das Klopfen hat mir dabei wirklich sehr geholfen, weil ich so zu mir selbst gekommen bin, und begonnen habe, mich selbst wichtig zu nehmen meine eigenen Bedürfnisse nicht mehr in den Hintergrund zu stellen, sondern mich vielmehr von ihnen leiten lasse.

Wie haben Sie herausgefunden, dass Sie hochsensibel sind? Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Herzliche Grüße,
Ihre
Monika Richrath

P.S. Der Test beruht übrigens auf Persönlichkeitstypen, die C.G. Jung entwickelt hat und dann von Isabel Briggs Myers/Katharine Cook Briggs zum Myers-Briggs Typenindikator und David Keirsey zum Keirsey Temperament Sorter weiterentwickelt wurden.

Ich mache diesen Test immer wieder mal ganz gerne zwischendurch und bin mittlerweile nicht mehr so auf die „Heilerin“ festgelegt, sondern finde mich gelegentlich auch in der „Beraterin“ wieder. Das passt ja auch gut 🙂

Bildnachweise: Pixabay

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