Klopfen ist Bullshit? – eine Rezension

Klopfen ist Bullshit? – eine Rezension

Vom 20. bis 28. Juli 2019 findet wieder der diesjährige Klopf-Kongress statt. Rechtzeitig genug möchte ich Ihnen gerne ein Buch vorstellen, das aus der Feder der Klopf-Kongress Organisatorin Michaela Thiede stammt.

Klopfen ist Bullshit von Michaela ThiedeKlopfen ist Bullshit?

ist ein Buch für all diejenigen, die Klopfen probiert haben und bei denen es nicht oder nicht gut gewirkt hat. Und natürlich ist es hochgradig ärgerlich, wenn einem die Anwendung einer Methode zur Entspannung neuen Stress bereitet. 

Deswegen gibt es auch gleich im Vorwort schon eine köstliche Mitklopfanleitung (hätte ich mir ja denken können, dass bei mir wieder alles anders ist, … ich finde nie etwas, was mir hilft …) Ich bekam schon beim Lesen Lust, das auszuprobieren, weil der Text die Leser*innen wirklich abholt. 

Anschließend erklärt Michaela Thiede, warum sie ein Buch schreibt über etwas, was nicht funktioniert und bedient sich dabei des Bildes eines Autos, das nicht fährt. Ein sehr schöner Vergleich!

Schon hier fällt mir

die sehr besondere Schreibweise auf,

die durch Mini-Absätze sehr eindringlich wirkt, automatisch dafür sorgt, dass man sehr langsam und aufmerksam liest. Alles in allem hat es bei mir den Effekt, als würde jemand zu mir sprechen. Das empfinde ich fast als interaktiv. Dabei hilft natürlich auch, dass wir als Leser*innen geduzt werden, das schafft eine zusätzliche, besondere Verbindung.

Anschließend gibt es noch einige allgemeine Hinweise, wie das Buch verwendet werden kann, einschließlich der Empfehlung klein anzufangen (und auch hier gibt es wieder eine Klopfrunde).

Und dann gehts los.

23 Gründe 

hat die Autorin gefunden, warum das Klopfen bislang vielleicht nicht oder nicht richtig gewirkt hat. Angefangen mit 

Grund Nr. 1: Du klopfst nicht

Das ist bei weitem nicht so blöd, wie es vielleicht klingen mag. Es ist sehr verbreitet, guten Willens zu sein, das Klopfen aber dann doch trotzdem zu „vergessen“ oder daran zu denken (manchmal den ganzen Tag), aber trotzdem nicht zu klopfen. Michaela Thiede geht den Gründen dafür sehr liebevoll nach. Auch hier gibt es wieder Klopfvorschläge zum Ausprobieren, passend zu den verschiedenen Aspekten (vergessen, keine Disziplin, Selbstsabotage …)

Anschließend geht sie noch sehr ausführlich auf die verschiedenen Einwände, die hier „Abers“ genannt werden, gibt Empfehlungen zur Umsetzung und Personalisierung der Klopftechnik, damit es wirklich individuell passt.

Mir ging es so, dass 

jeder Grund eine Überraschung ist,

obwohl ich sie schon alle kenne (und zwar immer wieder!). Für jeden Grund zieht die Autorin

das Beispiel Höhenangst heran, 

anhand dessen sich die besonderen Aspekte des jeweiligen Grundes verdeutlichen lassen. 

Ganz nebenbei werden Einzelheiten zur Klopfakupressur noch wunderbar erklärt, so dass wir quasi

im Vorbeigehen allerhand Basiswissen

mitnehmen können. Das ganze vervollständigt eine ausführliche Ressourcenliste.

Ein Grund mehr dafür, dass man das Buch von vorne bis hinten lesen sollte. Auch um von der

schönen Verbindung mit sich selbst profitieren

zu können, die aufgebaut werden kann, wenn man bereit ist, sich einzulassen, nicht nur auf die Klopfakupressur, sondern auch auf sich selbst.

Das einzige, was mir an dem Buch nicht gefällt, ist der Titel. Jedesmal, wenn ich das Wort Bullshit lese, sehe ich einen aggressiven Mann vor mir und mein ganzer Körper krümmt sich zusammen. So ist das halt mit der Hochsensibilität. Da kann einem schon mal ein Buchtitel weh tun.

So drastisch wie Bullshit hat mir das noch niemand gesagt, aber natürlich begegne ich auch immer wieder in den sozialen Medien Menschen, die behaupten, das Klopfen nicht wirkt. Habe ich sogar schon von einer Coach gehört. Aber das beweist eigentlich nur, wenn man mit Begleitung klopfen will, wie wichtig es ist, sich an jemand Kompetentes zu wenden, der oder die weiß, was zu tun ist, wenn es um ein vielschichtiges Thema geht. Klopfcoach ist eben nicht Klopfcoach. (Im Zweifelsfall wählen Sie ein Mitglied vom Verband für Klopfakupressur).

Aber in dem Buch geht es erst einmal um Sie. 

Falls Sie neugierig geworden sind auf das Klopfen, und was man damit alles erreichen kann, lege ich Ihnen sehr gerne den Klopfkongress ans Herz. Die Teilnahme ist kostenlos.

Ich wünsche Ihnen ein kühles Plätzchen. Über Ihre Kommentare freue ich mich immer.

Von Herzen,
Ihre
Monika Richrath

Bild von Robin Higgins auf Pixabay 

Michaela Thiede

Klopfen ist Bullshit?

Erfahre, warum Klopfakupressur bei dir nicht (gut) gewirkt hat und wie du das sofort änderst

ISBN 978-3-9816277-7-0

10,59 €

Klopf-Kongress 2019

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

In meinem kostenlosen E-Mail Kurs lernen Sie, wie Sie besser mit Stress, Überforderung und Erschöpfung aus der Hochsensibilität umgehen können.

Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und drei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto, Nebennierenschwäche) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

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*Bei den Links, die mit einem * gekennzeichnet sind,  handelt es sich um Partnerlinks. Wenn Sie auf diesen Link klicken und über diesen Link einkaufen, erhalte ich von Ihrem Einkauf eine Provision. Für Sie verändert sich der Preis nicht.

Was mich am Klopfen begeistert

Was mich am Klopfen begeistert

Mit diesem Beitrag nehme ich an der Klopfparade „Was begeistert dich am Klopfen“ von Michaela Thiede teil, und freue mich sehr, dass dies eine gute Gelegenheit ist, zu erzählen, wie ich eigentlich zum Klopfen gekommen bin.

Meine erste Begegnung mit der Klopfakupressur

hatte ich schon ganz früh, Anfang der 90er Jahre, als die Klopftechnik noch in den Kinderschuhen gesteckt hat. Dort wurde sie mir im Rahmen eines Qi Gong Kurses von der Lehrerin als chinesische Klopftechnik vorgestellt. Ich war sofort elektrisiert. Ich wusste sofort: DAS IST MEIN DING! Vielleicht weil ich mich nach dem Klopfen sofort besser fühlte als vorher.

Aber wie es so geht, damals hatte ich noch Schwierigkeiten mit Gruppen und ich glaube, es war das einzige Mal, dass ich diesen Kurs überhaupt besucht habe.

Ein paar Jahre später

brachte mir eine Freundin freudestrahlend eine Anleitung aus dem Internet mit, die sie mir überreichte mit den Worten: „Ich habe gedacht, das ist etwas für dich.“ Eine Klopfanleitung, wie sich herausstellte. Ich war hocherfreut und probiere das eine Zeitlang aus, vergaß es dann aber wieder.

Noch ein paar Jahre später, als ich selbst in einer emotionalen Notsituation steckte, kam mir das Klopfen wieder in den Sinn und ich suchte mir selbst eine Anleitung im Netz. Irgendwas habe ich aber nicht richtig gemacht, ich hatte nicht den erhofften Erfolg. Aber da ich verstanden hatte, dass

das Klopfen für mich richtig ist,

habe ich mich dann zu einem Kurs angemeldet um es jetzt wirklich richtig zu lernen. Das war 2009. Seitdem klopfe ich.

An der Klopfakupressur begeistert mich vieles

Ganz oben auf meiner Liste steht die Effektivität. Ich selbst habe in meinen ersten 1–3 Jahren (zugegebenermaßen fast täglichen Klopfens) mehr Veränderung erreicht als in 20 Jahren Psychotherapie. Noch dazu mit sehr viel weniger Aufwand, denn ich habe im ersten Jahr nie mehr als zwei Sätze geklopft und in der Folge nie mehr als einen Satz. Dabei bin ich übrigens geblieben.

An der Klopfakupressur gefällt mir ansonsten vor allem, dass sie

so unglaublich flexibel ist,

dass man sich sein Klopfritual so einrichten kann, wie es einem gefällt. Ich betrachte schon das Einrichten selbst als eine Art Akt der Selbstliebe.

Für hochsensible Menschen, die ja tendenziell eher auf andere schauen, als sich selbst, ist es also eine sehr gute Sache, sich zu überlegen, was ihnen gefällt, und wie sie den Klopfvorgang für sich gestalten wollen, so dass sie sich damit wirklich wohl fühlen. Welche Formulierung soll im Einstimmungssatz (Setup) verwendet werden? Welche Art der Abkürzung? Gibt es Punkte, die unangenehm sind? Wie wirkt das Klopfen auf mich und gibt es eine Tageszeit für mein Klopfritual, mit dem ich für mich das meiste herausholen kann?

Die Flexibilität bezieht sich auch noch auf andere Dinge, z. B. dass man das Klopfen

je nach Situation unterschiedlich anwenden kann,

z. B.

  • in einer ganz akuten Stress-Situation zur sofortigen Beruhigung
  • oder zur Bewältigung einer schwierigen Lebenssituation
  • oder zum Auflösen von Blockaden, Schmerzzuständen oder Belastungen aus der Vergangenheit, die sich bin die Gegenwart auswirken
  • oder für thematische Arbeit (wie ich das ja für Hochsensibilität anbiete).

Außerdem finde ich es grandios, dass ich das Klopfen

so gut für hochsensible Menschen anpassen kann.

Es gibt ja einiges im normalen Klopfprotokoll, was für hochsensible Menschen eher schwierig ist:

zum Beispiel die Stress-Skala.

Immer wieder höre und erlebe ich, dass der Umgang mit der Stress-Skala für hochsensible Menschen hochgradig stressig ist. Das kann an dem Bemühen liegen, immer alles ganz genau richtig machen zu wollen. Perfekt eben. Oder daran, dass man sich schlecht entscheiden und festlegen kann … was dann so schwierig ist, dass man lieber gar nicht klopft. Jedenfalls ist dies eine Hürde, über die hochsensible Menschen dann oft nicht hinwegkommen, dann eben nicht klopfen, obwohl sie merken, dass das Klopfen für sie angenehm ist.

Daher verwende ich die Stress-Skala meistens nicht, um diese Hemmschwelle zu entfernen.

Es geht ja auch anders.

Sowieso gilt beim Klopfen für hochsensible Menschen, dass

weniger mehr ist.

Und viel nicht zwangsläufig viel hilft.

Obwohl man sich ja sagen könnte, das wirkt jetzt so gut, ich klopfe jetzt ganz, ganz viele und löse alle meine Themen sofort auf. Ich kann Sie nur inständig bitten, das nicht zu tun, sich selbst zuliebe.

Dies betrifft ebenfalls die Dauer. Ich selbst habe schon gehört, dass manche Klopfcoaches grundsätzlich nur zweistündige Sitzungen machen. Das wäre für mich unvorstellbar. Nicht nur für meine Klient*innen, sondern auch für mich selbst. Was meine Klient*innen angeht, ist manchmal schon eine Stunde zuviel und es geht nicht länger als 30 Minuten. 15 Minuten habe ich auch schon gehabt.

Wenn ich noch länger nachdenken würde, fielen mir bestimmt noch andere Beispiele ein, aber fürs erste habe ich meiner Begeisterung für die Klopfakupressur genug Raum gegeben.

Vielleicht haben Sie ja Lust, bei der Blogparade von Michaela Thiede mitzumachen.

Auf jeden Fall freue ich mich, wie immer über Ihre Kommentare hier.

Von Herzen,
Ihre
Monika Richrath

Bild von John Hain auf Pixabay

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

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Monika Richrath

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Nach dem dritten Burnout und drei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto, Nebennierenschwäche) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

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Matrix Birth Reimprinting

Matrix Birth Reimprinting

oder wie wir unsere Geburt und unseren Start ins Leben heilen können

Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass bereits die Schwangerschaft und die Geburt

einen ganz grundlegenden Einfluss auf unser späteres Leben haben.

Durch die Art und die Umstände, wie wir den Beginn unseres Daseins erleben, werden bereits Glaubenssätze und Grundeinstellungen uns selbst und dem Leben gegenüber geprägt.

Die Zeit im Mutterleib, während der wir die Erfahrungen und Gefühle unserer Mutter wahrnehmen und untrennbar auf uns beziehen, dann die Geburt selbst und die ersten sechs Jahre unseres Lebens gestalten grundlegend das, was uns heute als Person ausmacht. Die Geburt in der Klinik, in Erzählungen oft als „normal“ abgetan, ist

selten eine einfache und völlig untraumatische Erfahrung

für das Baby und die  Mutter.

Die modernen Interventionen im Krankenhaus sind zwar effektiv, aber dennoch weitab davon, die Mutter in ihrer Kompetenz zu stärken oder zu ermächtigen. Und so gut es auch ist, für den Notfall lebensrettende Maßnahmen zu haben, so tragen viele der einzelnen Untersuchungen und Hilfsmaßnahmen eher zur Verunsicherung und damit zum Stress der Mutter, und schlussendlich des Babys, bei.

Dazu möge man sich klar machen, dass die Natur für eine normale gesunde Geburt vorsieht, dass

das Baby selbst den Geburtsbeginn einleitet,

wenn es reif dafür ist, indem es bestimmte Hormone freisetzt. Ein gebärendes Säugetier in der Natur würde sich dann einen  geschützten, ruhigen, abgedunkelten Ort suchen, wo es ungestört seine Jungen zu Welt bringen kann.

Ebenso ist es vorgesehen, dass das gebärende Muttertier, wenn es gestört wird, auf Stress reagieren kann. So kann der Geburtsprozess kurzfristig unterbrochen werden, indem die Eröffnungsphase oder die Wehen stoppen, sie sich einen neuen sicherer Ort suchen kann – um
dann den Geburtsvorgang fortzusetzten.

Eine Hebamme sagte in einem Interview sinngemäß:

„Der Ort wo die Mutter ihr Kind zur Welt bringt, sollte ähnlich intim und vertrauensvoll sein, wie der Ort, wo es gezeugt wurde. Um zu Gebären, muss die Frau sich vollkommen öffnen und loslassen können und in der bewussten Kraft ihrer Weiblichkeit sein.“

Alles was Unruhe, Angst, Stress erzeugt, führt demnach natürlicherweise zur

Geburtsunterbrechung.

Dadurch wird technische und medizinische Unterstützung während der Geburt paradoxerweise erst notwendig, weil das System Mutter-Kind nicht mehr das macht, was es eigentlich von allein tun sollte. Ein Wehentropf zur Verstärkung der Wehen, nachdem das System in Alarm abgeschaltet hat, ist heute fast Routine. Die Mutter wird von dem Vertrauen in ihren Körper und in den Prozess abgeschnitten und bekommt das Gefühl auf Hilfe von außen angewiesen zu sein.

Auch das Baby im Inneren, das normalerweise aktiv am Geschehen mitwirkt und mit dem Geburtsprozess eigentlich seine erste Selbstwirksamkeitserfahrung macht, erfährt

durch äußere Intervention die erste Mangelerfahrung.

Dadurch können im Baby Gefühle entstehen wie: „Ich bin nicht gut genug, ich schaffe es nicht allein; wenn es schwierig wird, brauche ich Hilfe, die Welt ist unberechenbar, die Welt ist gefährlich …“.

Bei einer Geburt können weitere dramatische Gegebenheiten und Interventionen passieren und

beängstigende Gefühle

hervorrufen. Sharon King, Entwicklerin des Matrix Birth Reimprintig, schreibt in ihrem Buch einige Beispiele dazu:

  • Steckenbleiben im Geburtskanal – Gefühl gefangen zu sein
  • Nabelschnur um den Hals gewickelt – unterbewusstes Gefühl des Erstickens, nicht genug Luft bekommen, kann keine enge Kleidung tragen, Angst vor Enge
  • Kaiserschnitt – man benötigt jemand anderen, um aus Situationen herauszukommen
  • Zange, Saugglocke – man lebt in Angst, dass eine schöne Sache schmerzhaft wird, Schwierigkeiten mit dem menschlichen Kontakt, Bindungsschwierigkeiten, abweisend gegenüber Berührung, Kuscheln, Halten

Bei einer Frühgeburt oder einer anschließend notwendigen Intensivbetreuung fern der Mutter ist

der Start ins Leben besonders belastet.

Oft wird aufgrund der schwierigen Umstände das natürliche

Bonding erschwert oder ganz unmöglich.

Dies sollte idealerweise in den ersten 45 Minuten nach der Geburt stattfinden. Ein Zeitfenster, in dem das Baby von Natur aus dazu programmiert ist, besonders wach und aufnahmefähig zu sein, um die Gesichter der Bezugspersonen intensiv kennen zu lernen. Für das Baby ist es grundlegend wichtig – überlebenswichtig – gleich nach der Geburt eine gute Bonding- Erfahrung zu machen, um sich in der neuen Welt liebevoll und stabil mit der Mutter zu verbinden und sich in der unbekannten Umgebung sicher und willkommen zu fühlen. Durch den innigen Blickkontakt, die Gerüche, das Hautgefühl während des Bondings, wird in Mutter und Kind, (auch Vater und Kind), ein wahrer Oxytocin-Rausch freigesetzt. Dieser ist dazu vorgesehen ein starkes Bindungsgefühl zu aktivieren und sich für ein Leben lang in diesen Menschen zu verlieben. Ein wunderbares Überlebens- und Fürsorge-Programm.

Laut Sharon King ist bei ihren Patienten die

Trennung von der Mutter nach der Geburt, das Thema Nummer Eins

in der Liste der traumatischen Erfahrungen eines Babys. Die Länge der Trennungszeit ist dabei relativ unrelevant, und was für Erwachsene kaum der Rede wert scheint, kann für ein Neugeborenes mit dem Instinkt, in der Natur überleben zu müssen, bereits bei 15 Minuten mit Todesangst, Hilflosigkeit, Alleinsein verbunden sein. Eine längere Zeit auf der Intensiv- oder Frühchen-Station, ohne intensives Känguruhen, sowieso.

Einige Beispiele an negativen Emotionen, die eine Trennung bei der Geburt hervorrufen kann:

  • Isolationsgefühle
  • Sich zurückgewiesen fühlen
  • Verlassensängste
  • Wut
  • Scham

Einige daraus entstehende Glaubenssätze können wiederum folgende sein:

  • Die Welt ist ein gefährlicher Ort
  • Ich bin nicht sicher
  • Ich bin nicht gewollt
  • Ich werde immer zurückgewiesen werden.
  • Ich bin nicht gut genug
  • Ich bin nicht liebenswert
  • Ich bin unwürdig
  • Ich bin wertlos
  • Ich sollte nicht hier sein

Meist sind sich diese Menschen dessen lange Zeit nicht bewusst, und leben mit einem

diffusen unguten, unsicheren Lebensgrundgefühl,

einem geringen Selbstwertgefühl oder einem Mangel an Urvertrauen.

Es kann auch zu einer höheren Vigilanz führen, da dieses Neugeborene nicht den Ur-Schutz erfährt, in den es sich hineinfallen lassen kann und daher im Innersten überzeugt ist, alle Gefahren allein erkennen zu müssen. Dies könnte auch einer der Faktoren sein, die mit zur
Hochsensibilität beitragen.

Manchmal fängt es aber schon im Moment der Zeugung an,

wenn dieses neue Leben eigentlich nicht geplant und erwünscht war. Wie unterschiedlich mag es sich wohl anfühlen, von Beginn an erwünscht und freudig erwartet zu werden von beiden Eltern, anstatt von ihnen unerwartet oder erst einmal unerwünscht zu sein. Alles, was die Mutter selbst fühlt, ab dem Moment der Zeugung, wird bereits vom entstehenden Fötus miterlebt und auf sich bezogen: vom ersten Erschrecken über die ungeplante Schwangerschaft, dem Nicht-Wollen, dem Überfordert-Sein, von möglicher Scham, Hilflosigkeit wie es weitergehen soll, oder eventuellen Abreibungsgedanken.

Diese Gefühle der Mutter kommen ungefiltert beim Fötus an

und prägen sein entstehendes Grundempfinden zu sich selbst und zur Welt, in die es hinein geboren wird. So können bereits hier Lebenseinstellungen entstehen, wie: „Ich bin nicht erwünscht, ich darf gar nicht da sein, ich bin schuld, ich muss mich klein und unsichtbar machen…“

Unzählige weitere Probleme können auf dem Weg entstehen. Ein gar nicht so seltenes Beispiel ist, dem „unerwünschten, falschen“ Geschlecht anzugehören. Das heißt, wenn Mutter oder Vater ein bestimmtes Geschlecht bevorzugen und das Baby von Beginn an das Gefühl erfährt „ich bin nicht richtig so“. Das kann zu einer lebenslangen Anstrengung führen, viel leisten zu müssen, um endlich richtig zu sein – was aber, egal wie sehr man sich anstrengt, nie erfüllt werden kann.

Falls Sie beim Lesen nachdenklich wurden, wie es bei Ihnen wohl gewesen sein mag oder bereits etwas in Ihnen getriggert wurde: Die gute Nachricht ist, es gibt Lösungsmöglichkeiten. Sharon King hat mit ihrer Matrix Birth Reimprinting Methode eine wunderbare, rückwirkende Heilungsmöglichkeit entwickelt.

Bild von Free-Photos auf Pixabay

Was ist Matrix Birth Reimprinting?

Grundlegend nutzt es die Technik von Matrix Reimprinting, die von Karl Dawson, einem englischen EFT® Therapeuten, als Weiterentwicklung aus EFT® heraus entstanden ist. Darin ist die EFT® Klopfakupressur weiterhin ein fester Bestandteil.

Der grundlegende Unterschied dazu ist, dass man zum Moment der belastenden Erinnerung mit dem heutigen erwachsenen Selbst zurückreist, wie in ein Theaterstück. Im inneren Bild, was sich von der damaligen Situation auftut, wird dann dem damaligen jüngeren Selbst – in Matrix Reimprinting auch ECHO genannt – vom heutigen Selbst Hilfe gebracht. Das heißt, der eigentliche Klient ist das jüngere Selbst, das damals in Not war.

Dadurch bleibt der Patient dissoziiert vom ursprünglichen Erleben und braucht nicht, wie in EFT®, alles gefühlsmäßig wiederzuerleben, was besonders bei sehr belastenden Erfahrungen von Vorteil ist. Das ECHO erhält nun rückwirkend Hilfe, indem es im inneren Bild beklopft wird und den wertvollen Beistand des eigenen erwachsenen Selbsts erfährt.

Besonders wichtig in Matrix Reimprinting ist der Blick auf den damals gebildeten Glaubenssatz, die Überzeugung, die in einer schwierigen Situation unbewusst entstanden ist. Diesen gilt es zu ergründen und um 180 Grad umzuschreiben. Das heißt, nachdem das jüngere Selbst durch EFT® Erleichterung erfahren hat, wird mit ihm zusammen die Situation, das Erleben so „umgeschrieben“ wie es sich für das ECHO wirklich gut anfühlt, und es dort eine gute Erfahrung machen darf. Dadurch lösen sich nicht nur traumatische Erinnerungen, sondern es entstehen neue ressourcenreiche Bilder. Erinnerung wird auf einer tiefen Gefühlsebene umgeschrieben. Glaubenssätze werden ursächlich verändert und hilfreiche neue installiert.

Bei Matrix Birth Reimprinting kommt die Schwangerschaft und Geburtserfahrung selbst als Feld dazu. Und auch wenn wir natürlich keine bewussten Erinnerungen daran haben, hat jeder Mensch auf Zellebene, wenn er sich auf diese Zeit einschwingt, ein Körpergefühl, eine
Ahnung, ein Gefühl von dieser Zeit, die es möglich macht, ein inneres Bild zu erschaffen, an dem genauso gut gearbeitet werden kann.
Wenn alle negativen Erlebnisse und Energien aufgelöst und verändert sind – und erst dann – wird in Matrix Birth Reimprinting der Geburtsprozess noch einmal durchgemacht. Im Unterschied zu Matrix Reimprinting wird aber beim Geburts-Reimprinting die Geburt und das Bonding selbst assoziiert erlebt, also in erster Person, um alle umgeschriebenen, positiven Gefühle gänzlich zu fühlen.

Sharon King hat mit ihrer Recherche rund um Zeugung, Schwangerschaft und Geburt einen reichen Erfahrungsschatz zusammengetragen, der es ermöglicht alle kritischen Aspekte in dieser sensiblen Zeit zu beleuchten. Denn obwohl die pränatale Psychologie seit den 1980er
Jahren darum weiß, dass wir bereits ab der Zeugung bewusste Wesen sind, die alles miterleben, hat sich in den Köpfen der Einzelnen noch nicht viel verändert. Noch immer herrscht die verbreitete Meinung, dass die Kleinen sich sowieso nicht erinnern. Mit Matrix Reimprinting und Birth Reimprinting gibt es jetzt eine Möglichkeit auch diese unbewusste, aber so grundlegend wichtige Zeit zu erforschen und gute Veränderung zu bewirken.

Für wen ist Matrix Birth Reimprinting geeignet?

Eigentlich für jeden, denn wir alle sind geboren worden, und haben zumindest die eigene Geburt erlebt. Wenn Sie noch unsicher sind, ob diese Methode für Sie geeignet sein sollte, lege ich Ihnen das Buch „Heile deine Geburt, heile dein Leben“ von Sharon King ans Herz.

Matrix Birth Reimprinting ist ganz besonders angezeigt, wenn Sie bewusst Veränderung für die eigene Geburtserfahrung suchen, für die schwierige Geburt eines Ihrer Kinder oder für einen noch tiefsitzenden Kindesverlust während einer Schwangerschaft. Auch für werdende Mütter, die eine eigene schwierige Geburt oder eine vorangegangene schwierige Entbindung hatten, ist es sinnvoll, sich mit Matrix Birth Reimprinting zu beschäftigen. Denn wenn eine Frau frei von unnötig triggernden Geburts-Altlasten ist und sogar noch eine Zukunftsvision der kommenden Geburt erarbeitet und imprintet, werden sie und das Baby optimal auf eine gute Geburt vorbereitet sein.

Ansonsten ist Matrix Birth Reimprinting für jeden geeignet, der sich einfach selbst besser kennen lernen will. Zum Beispiel, wenn Sie

immer wieder an dasselbe Thema stoßen,

von dem sie das Gefühl haben „Das kenne ich schon lange“, wie: Schwierigkeiten sich mit anderen zu verbinden, sich immer allein fühlen, keine Nähe zulassen zu können oder sich nicht geliebt zu fühlen. Der Ursprung könnte durchaus in dieser ersten, prägenden Lebenszeit liegen und ein Hinschauen mit Matrix Birth Reimprinting lohnt sich meistens.

Wenn Sie das Buch lesen sollten, werden Sie einen Eindruck bekommen, was in dieser Zeit alles passieren kann und warum diese Zeit so grundlegend wichtig ist für uns alle. Vielleicht werden Sie einen besonderen Bezug zu einem bestimmten Thema spüren. Meist kommt ein
Gefühl, eine Ahnung hoch, dass da was sein könnte. Aber erst wenn man überhaupt um diese Zusammenhänge weiß, und eine innere Resonanz entsteht, kann man es angehen und schlussendlich zum Guten verändern.

Ich persönlich kannte meine eigene Geschichte als Frühgeburt

und hatte bereits seit längerer Zeit die Verbindung hergestellt zwischen einem tiefen wiederkehrenden Gefühl von Alleinsein und dieser isolierten Zeit in Brutkasten, wusste aber lange nicht, wie ich dorthin
kommen sollte, geschweige denn etwas so Grundlegendes verändern könnte. Jedes Mal beim Hinspüren kam ein beklemmendes Gefühl auf und bei Reportagen zu diesem Thema wurde mir immer eng ums Herz.

Erst als ich nach meiner EFT® Ausbildung auch noch Matrix Reimprinting und Matrix Birth Reimprinting kennen lernte, wurde mir der tiefe Zusammenhang und das Wirken bis in die heutige Zeit gänzlich klar.

Jetzt, nach mehrmaliger liebevoller Bearbeitung dieser frühen Zeit, ist für mich das Geschehen gefühlsmäßig vollkommen umgeschrieben und ich habe Zugriff auf friedliche, glückliche, ressourcenreiche neue Bilder und Gefühle, die mich natürlicherweise tragen und stärken. Ein wahres Geschenk.

Und diese wohltuende, weitreichende Veränderung gebe ich heute gerne an meine Patienten weiter – in der Praxis oder auch in Online-Sitzungen. Mit der Kombination all dieser sanften Klopfmethoden können alte Erinnerungen grundlegend umgeschrieben werden und damit alte Glaubens- und Gefühls-Muster erlöst werden. Immer wieder bin ich tief berührt, wenn eine traumatische Erinnerung oder eine schwierige Situation derart beruhigt und gefühlsmäßig positiv umgedeutet wurde, dass es dem Patienten am Ende ein sanftes Strahlen auf sein Gesicht zaubert.

Bild von Sanjasy auf Pixabay 

Karin Arndt

Methoden:

EFT, Matrix Reimprinting, Matrix Birth Reimprinting, Familiensystemische Klopfakupressur, Kinesiologische Testung

Therapieschwerpunkte:
EFT an Erwachsenen und Kindern, Trauma-Arbeit, transgenerationales Trauma und Belastung, Schwierige Lebensphasen, Fehlgeburt, Schwangerschafts- und Geburtstrauma, Entwicklungstrauma

Karin Arndt – Heilpraktikerin
Reichenbachstraße 32a, 80469 München
Tel.: 089-12412533
praxis@karin-arndt.de
www.karin-arndt.de

Karin Arndt

Karin Arndt

geboren 1967 in München, Mutter einer Tochter, Diplom Forstwissenschaftlerin Universität Florenz, Heilpraktikerin und EFT-Therapeutin tätig seit 1999 in München und mit Online-Sitzungen

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

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Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

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Eine Frage der Identität

Eine Frage der Identität

Haben Sie eine Vorstellung davon, mit welcher Identität Sie durchs Leben gehen, bzw. Sie angenommen haben? Da Sie hier auf einem Blog für hochsensible Menschen sind, wäre es gut möglich, dass Sie sich als hochsensiblen Menschen identifizieren. (Ich tue es jedenfalls definitiv).

Aber was heißt das eigentlich?

Heißt das, dass Sie sich als Seelenflüster*in sehen, oder doch eher als scheues Reh  oder als einsamer Wolf? Als Lastenträger*in, als Schaman*in oder Heiler*in, als jemand mit Superkräften oder als jemand, der von Gott und der Welt verlassen wurde?

Ganz bewusst habe ich übrigens hier auch mal sehr positive Ausprägungen aufgeschrieben von Dingen, bei denen Hochsensibilität äußerst nützlich ist. Ich finde es ziemlich befremdlich, dass immer dann, wenn ich Artikel veröffentliche, in denen es um die guten Seiten der Hochsensibilität geht, sie viel weniger gelesen werden als „Leidensartikel.“ Das finde ich ganz schön bitter. Ich habe mich schon öfter gefragt, ob hochsensible Menschen besonders gerne leiden – aber ich bin zu der Überzeugung gekommen, dass es vermutlich eher eine Identitätsfrage ist, bzw.

was man damit verbindet.

Fragen Sie fünf HSP, was Hochsensibilität für sie bedeutet, Sie bekommen sieben verschiedene Antworten – mindestens.

Was bedeutet „Identität“ eigentlich?

Das Wort kommt aus dem Lateinischen, vonīdem ‚derselbe‘, ĭdem ‚dasselbe‘. Der Duden bezeichnet damit 1. „die Echtheit einer Person oder Sache; völlige Übereinstimmung, mit dem was sie ist, oder als was sie bezeichnet wird“, 2. „als ‚Selbst‘ erlebte innere Einheit der Person.“

Wenn Ihnen das zu kompliziert erscheint, probieren Sie mal, Sätze über sich selbst zu formulieren, die beginnen mit „Ich bin der/die …“, so können Sie Ihren Identitäten auch auf die Spur kommen.

Identität als Zugehörigkeit

Da viele, viele hochsensible Menschen sich häufig ausgegrenzt, unverstanden, isoliert fühlen, und große Erleichterung erleben, wenn sie überhaupt (vielleicht erstmals) von dem Konzept der Hochsensibilität erfahren, liegt es absolut auf der Hand, die Identität einer hochsensiblen Person anzunehmen. Ich glaube übrigens, dass das kein bewusster Prozess ist. Vielleicht geschieht das schon in dem Augenblick, in dem einem bewusst wird, dass man „dazugehört“. Ich selbst bilde da absolut keine Ausnahme. Bestimmt vergesse ich niemals die zehn Zentner Steine, die von meiner Seele fielen im Moment der Erkenntnis. Das war wie eine Erlösung. Ich bin gar nicht so schräg und seltsam, es gibt Gründe dafür …Gründe, die nicht in meiner Macht stehen …!

Vom sozialen und emotionalen Standpunkt aus gesehen ist es auch notwendig, dass wir uns mit anderen Menschen verbinden. Wir brauchen andere Menschen, wir brauchen Verbindung. Ohne können wir nicht leben. Wir brauchen ebenfalls unbedingt Verständnis und das Gefühl, angenommen zu werden.

Keiner versteht Sie?

Wenn niemand Sie verstehen kann in Ihrem sozialen Umfeld, weil Ihre erlebte Wirklichkeit sich so krass von denen der anderen unterscheidet, wäre es eine supergute Idee, sich Gleichgesinnte zu suchen. Sie wissen nicht wo Sie diese Menschen finden können? Auf der Seite von hochsensibel.org finden Sie jede Menge Adressen von Gruppen etc. Ein paar Stunden unter Gleichgesinnten zu verbringen kann sich durchaus wie „Angekommen“ anfühlen. Dennoch sollten Sie da einfach nicht stehenbleiben. Wenn es keine

bewusste Auseinandersetzung mit der Hochsensibilität

gibt, wird es langfristig auch keine Veränderung geben. Dabei bringt Hochsensibilität jede Menge Lebensaufgaben mit sich, die in Angriff genommen werden wollen, wenn sich etwas zum Positiven verändern soll. Und wenn man das nicht anfängt, kann man in einer

Identitätsfalle

feststecken bleiben (Dies ist natürlich meine persönliche Meinung).  Wobei dies natürlich davon abhängt, was Sie eigentlich mit Ihrer hochsensiblen Identität verbinden? Nach allem, was ich so in den sozialen Netzwerken sehe und erlebe, leider eher meistens Dinge, die als „negativ“ erlebt werden. Das Problem dabei ist, dass, wenn wir einmal eine Identität angenommen haben, diese oft an uns klebt wie eine zweite Haut, die wir uns scheuen loszulassen.

In längeren Klopfakupressur-Coachings kommen wir nach ein paar Sitzungen häufig an den Punkt, wo es darum geht, eine Identität loszulassen, z. B. eine Identität als jemand, der sich niemals abgrenzen kann oder Dinge tut, die nur seinem eigenen Vergnügen dienen usw. Das ist äußerst angstbesetzt, weil man sich schon so mit der angenommenen Identität identifiziert, dass man das Gefühl hat, ohne sie sei man nichts mehr.

Ein Beispiel: jemand, der vielleicht unbedingt abnehmen will, schafft das nicht, weil er oder sie das Gefühl hat, dass von ihm/ihr nichts übrigt bleibt, wenn er/sie die Identität als dicker Mensch aufgibt … diese Angst vor Identitätsverlust ist ein sehr starker Motor, der uns von vielem abhält und kann sehr viel Stress erzeugen. Dabei haben wir ganz sicherlich sehr viele Identitäten. Und diese sind keinesfalls so festgeschrieben, wie wir glauben.

Meine Frage an Sie:

können Sie Ihre hochsensible Identität verändern?

Oder erweitern? Oder muss alles so bleiben wie es ist? Können Sie sich erlauben, jemand anderer zu werden (vielleicht eine andere Identität anzunehmen) und trotzdem hochsensibel zu bleiben? Können Sie sich vorstellen (ganz ketzerisch), dass es irgendwann in Ihrem Leben vielleicht mal gar keine Rolle mehr spielt ob Sie hochsensibel sind oder nicht?

Ich bin sehr gespannt auf Ihre Antworten. Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Herzliche Grüße,
Ihre
Monika Richrath

Bild von cocoparisienne auf Pixabay

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

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Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und drei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto, Nebennierenschwäche) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

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5 wunderbare Methoden zum schnellen Stressabbau

5 wunderbare Methoden zum schnellen Stressabbau

In der Hochsensibilität verfängt man sich gerne in Stressspiralen. Nachfolgend finden Sie 5 ganz einfache „Tricks“, die Sie im Handumdrehen beruhigen können. Ich habe mich zu verschiedenen Kursen und Programmen angemeldet und sehr viel neues Wissen hat den Weg zu mir gefunden. Dies gebe ich supergerne an Sie weiter. 

1. Power Posing

Bestimmt ist Ihnen bekannt, dass sich die innere Verfassung auf das Körperbild und die Haltung auswirkt. Aber wissen Sie auch, dass das umgekehrt genauso gut geht, also die Haltung die Ausschüttung von Hormonen und damit die Verfassung beeinträchtigt?

Die Sozialpsychologin Amy Cuddy, Professorin für Betriebswirtschaftslehre an der Harvard Business School, hat ein bahnbrechendes Experiment unternommen: Frau Cuddy und ihr Team haben sich mit verschiedenen Körperhaltungen beschäftigt, so genannten High-Power Posen (die man auch als „geöffnet“ bezeichnet) und Low-Power Posen (geschlossen). Eine High-Power Pose ist es z. B. die Füße überkreuz auf den Schreibtisch zu legen und die Hände hinter den Kopf, oder die Arme in die Hüfte zu stemmen. Bei der Low-Power-Pose macht man sich kleiner, faltet sich zusammen, krümmt vielleicht den Rücken.

Im Versuch wurde jedem der 42 Probanden eine Speichelprobe entnommen und sowohl die Testosteron- als auch die Cortisol-Werte gemessen. Dann sollten die Personen entweder eine High-Power Pose oder eine Low-Power-Pose einnehmen. Und zwar zwei Minuten lang. Anschließend wurde ihnen wieder eine Speichelprobe entnommen und noch einmal die Testosteron- und Cortisolwerte gemessen.

Von dem Ergebnis waren die Forscher*innen selbst überrascht. Es stellte sich nämlich heraus, dass die High-Power Pose das Testosteronlevel um 20 % erhöht und den Cortisolspiegel um 25% gesenkt hatte! (Das Experiment ging übrigens noch ein bisschen weiter und beschäftigte sich mit der Risikobereitschaft. Die stieg durch das Power-Posing ebenfalls).

Frau Cuddy meint, dass diese Pose ganz besonders sinnvoll ist, wenn man weiß, dass man in Situationen kommt, in denen man bewertet wird. Sehen Sie sich das Video dazu an (es ist deutsch untertitelt), ich finde es wunderbar und auch berührend, wenn Frau Cuddy über ihre eigenen Erfahrungen spricht.

Nachdem ich mir dieses Video angesehen habe, war ich eine Zeitlang so geflasht, dass ich meinen Arbeitstag am Schreibtisch grundsätzlich damit begonnen habe, aber in der Fülle der vielen Informationen, die immer auf mich zukommen, habe ich es doch glatt wieder aus den Augen verloren. Ein Fehler, wie mir scheint 😉

2. So tun als ob

In Situationen, wo man eigentlich weg möchte, aber nicht weg kann, könnte es hilfreich sein, so zu tun, als ob man weg läuft. Drücken Sie die Zehen des rechten Fußes in den Boden und gleichzeitig die Ferse des linken Fußes, dann die linken Zehen und die rechte Ferse. Machen Sie das mehrmals und überprüfen Sie hinterher, ob sich die Anspannung gebessert hat.

Alternativ können Sie auch beide Füße fest in den Boden stemmen und die Anspannung einen Moment halten und dann wieder loslassen. Mehrmals wiederholen und nachspüren, ob sich Ihre grundsätzliche Anspannung verbessert hat. Wenn nicht, wiederholen Sie die Übung mehrmals.

3. Atmen

Mir hat jemand diese Art der Atmung gezeigt, die ich sehr spannend und effektiv finde. Ich konnte leider nirgendwo herausfinden, wie sie heißt: Atmen Sie ein und legen Sie beim Einatmen die Zunge locker hinter die oberen Zahnreihen. Beim Ausatmen legen Sie die Zunge locker hinter die unteren Zahnreihen. Das entspannt unglaublich.

Von jemand anderem habe ich noch die Information bekommen, dass die obere Zahnreihe eher mit Stress verbunden ist und die untere Zahnreihe mit Entspannung. Seitdem versuche ich immer wieder im Laufe des Tages, meine Zungenspitze hinter die unteren Zahnreihen zu legen, das ist sehr schön und nach einigen Tagen habe ich fast das Gefühl, dass die Zunge nun eher unten liegt als wie vorher oben. Eine richtige Errungenschaft also!

4. Havening

So gehts: Sorgen Sie dafür, dass Sie ein paar Minuten lang ungestört sind und setzen Sie sich bequem auf einen Stuhl. Denken Sie kurz an die Sache, die Sie verändern möchten. Dann überkreuzen Sie die Arme vor dem Körper, legen die Hände auf die Schultern und streichen mit den Händen die Arme nach unten bis zu den Händen oder Fingerspitzen. Sie können auch die Handinnenflächen streichen. Im Video unten macht Anja Strassner den Ablauf vor.

 

Variante: Sie könnten dabei zum Beispiel auch eine Affirmation aussprechen, mit der Sie sich wohl fühlen.

5. Klopfakupressur

Da ich ja Klopfakupressur-Coach bin empfehle ich Ihnen natürlich auch immer das Klopfen. Es ist nach wie vor meine Nummer Eins Methode gegen Stress. Dabei müssen Sie nicht einmal einen Satz klopfen: Manchmal gibt es ja so viele Themen, dass man nicht weiß, wo man beginnen soll. Oder man ist einfach total überfordert. Da gibt es zwei Möglichkeiten: 

  1. Sie klopfen einfach leer. Sie lassen das Set-up, den Einstimmungssatz einfach weg und klopfen alle Punkte durch von der Augenbraue bis zur Handkante (oder welchem Ablauf Sie auch immer folgen), und wenn Sie am Ende angekommen sind, fangen Sie einfach wieder von vorne an. So lange, bis Sie sich besser fühlen. Das nennt man leerklopfen. Hier finden Sie eine Anleitung, die Sie mitmachen können. Die Bilder wechseln automatisch nach einer gewissen Zeit. Sie können aber auch die Pfeiltasten benutzten oder auf die Punkte am Anfang oder Ende klicken um von vorne zu beginnen.

Augenbraue innen

Neben dem Auge

Unter dem Auge

Unter der Nase

Auf dem Kinn

Am Schlüsselbein

Unter dem Arm

Am Daumen

Am Zeigefinger

Am Mittelfinger

Am kleinen Finger

Serienpunkt

Handkante

Ausatmen nicht vergessen

2. Sie klopfen nur die Notfallpunkte. Wie das geht, können Sie in diesem Video sehen.

Probieren Sie die Methoden doch einmal aus und schreiben in den Kommentaren, welche Erfahrungen Sie dabe gemacht haben. Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Herzliche Grüße, Ihre

Monika Richrath

Bildnachweise: Bild von Johannes Plenio auf Pixabay (Beitragsfoto), privat

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

In meinem kostenlosen E-Mail Kurs lernen Sie, wie Sie besser mit Stress, Überforderung und Erschöpfung aus der Hochsensibilität umgehen können.

Monika Richrath

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Nach dem dritten Burnout und drei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto, Nebennierenschwäche) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

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