Die mit den Pferden klopft: Sabine Schnabel

Die mit den Pferden klopft: Sabine Schnabel

Im Juni dieses Jahres habe ich zum ersten Mal an der Jahrestagung des Verbandes für Klopfakupressur teilgenommen und neue KlopfkollegInnen kennengelernt, von denen ich Ihnen einige auf meiner Seite vorstellen möchte. Den Anfang macht Sabine Schnabel aus Berlin.

Sabine, du hast eine ziemlich außergewöhnliche Klopfakupressur-Zielgruppe für dich entdeckt, du arbeitest nämlich mit …

Pferden.

Wie bist du denn dahin gekommen?

Gegen Ende meiner Klopfakupressur-Ausbildung habe ich einen „Praxis-mit-Herz“-Workshop bei Marit Steinkopf besucht, in dem es darum ging, Klarheit über meine Wunschklientel zu bekommen. Das Besondere an dieser Art Coaching war bzw. ist immer noch, dass die kognitive Ebene, also das, was der Kopf uns sagt, ein wichtiger Teil von Erkenntnis ist, aber nicht die einzige Instanz. Es ging darum herauszufinden, was mein Herz sagt, was ich wirklich in meinem tiefsten Inneren will, wofür ich brenne. Bei mir kamen als Zielgruppe - oh Schreck - Pferde heraus. Das wollte ich erst gar nicht wahrhaben. Obwohl ein Teil in mir ganz laut JA!!! gerufen hat. In der Folge habe ich mich auf den Weg gemacht und gezielt Kontakt mit Pferden und Pferdehaltern aufgenommen. Ich bekam die großartige Chance, mit einer kleinen Herde frei experimentieren zu dürfen. Diese Pferde waren und sind wunderbare Lehrer für mich. Wie jedes Pferd, mit dem ich arbeite. Obwohl es Neuland für mich war, fühlte sich alles sehr stimmig an. Wenn ich vor einem Pferd stehe, bin ich in meinem Element. Nach und nach entdeckte ich, dass in meiner Familie etliche Menschen mit Pferden zu tun hatten, und auch bei mir kamen Erinnerungen hoch.

Du meinst, Erinnerungen an eigene Pferdebegegnungen …?

Ja. Erinnerungen an eigene Pferdebegegnungen als Kind und Erzählungen aus der Familie. Als Großstadtkind durfte ich meine Sommer in der Uckermark verbringen. Von diesem Schatz, den ganzen Tag im Wald, auf Sandwegen, im Wasser und mit Tieren zu sein, zehre ich noch heute. Jedes Jahr fieberte ich damals dem Besuch eines kleinen Gestütes bei Templin entgegen. Das war das Größte für mich, einem Pferd nahe zu sein. Tierärztin wollte ich in einem bestimmten Alter natürlich auch werden (lacht). Sehr glücklich war ich als Kind auf den Redefiner und Moritzburger Hengstparaden, die es bis heute gibt. Von meinem Vater erhielt ich vor kurzem den Familienglücksbringer in Form eines Hufeisens, das sein Onkel bei seiner Hufbeschlagsschmiedemeisterprüfung ad hoc für ein Pferd mit Hufproblemen schmieden musste. Er war nicht der einzige Hufschmied in der Familie. Mein Bruder hat sich als Fotograf längere Zeit mit Pferden beschäftigt. Mein Lieblingsbuch als Kind war „Das Pferdemädchen“ von Alfred Wellm. Das wäre damals wohl meine Wahl gewesen für das einzige Buch, das mit auf die Insel darf.

Sabine Schnabel

Foto: Volker Bohlmann/SVZ

Wow, das klingt herrlich! Man spürt deine Begeisterung … ich bin jetzt neugierig, was für Pferde das denn sind, mit denen du arbeitest, bzw. was es für Schwierigkeiten gibt und was du mit den Pferden machst?

Grundsätzlich arbeite ich für alle Pferde, die meine Dienste brauchen. Das können Freizeitpferde sein, Sport- oder Zuchtpferde, Therapiepferde, große Pferde, kleine Pferde, alte, junge, Ponys, Esel, egal ob als Einzelpferd oder als Herde. Es hat sich herauskristallisiert, dass ich besonders gerne mit Pferden arbeite, die als „hoffnungslose Fälle“ oder „austherapiert“ gelten.

Typische Herausforderungen, die Pferde haben, sind unseren menschlichen ziemlich ähnlich. Das reicht von Stress mit anderen Pferden in der Herde (die ja von Menschen zusammengestellt wird und nicht wie in freier Wildbahn von den Pferden selbst) über Transportprobleme (ein Pferd will nicht in den Anhänger), Futterprobleme, psychosomatische Symptome wie Hautekzeme oder Kotwasser bis hin zu Bindungsstörungen zwischen Stute und Fohlen. Auch Depressionen können dabei sein oder die Begleitung bei Geburten oder beim Sterben.

Oft rufen mich Pferdehalter, die schon sehr viel erfolglos probiert haben. Oder wenn ein Turnierpferd in speziellen Situationen sehr nervös ist. Sehr gut funktioniert die Arbeit begleitend und unterstützend zur tiermedizinischen oder physiotherapeutischen Behandlung, zur Regeneration oder wenn es mit dem Hufschmied nicht so gut läuft.

In erster Linie helfe ich dem Pferd, aus einem Zustand der Übererregung in die Entspannung zu kommen. Dazu arbeite ich hauptsächlich mit beruhigenden Klängen von Klangschalen, Monochord und anderen obertonreichen (harmonisierenden) Instrumenten. Sehr oft setze ich spezielle Stimmgabeln und meine Stimme ein. Das kombiniere ich mit Klopfakupressur. Sie kommt bevorzugt zum Einsatz, wenn es um Glaubenssätze geht. Denn auch Pferde haben Glaubenssätze und können sich selbst sabotieren. Ein Beispiel kann sein ‚Im Training springe ich super. Sobald Publikum dabei ist, schaffe ich das nicht mehr.‘  Oder ‚In diesen Pferdeanhänger gehe ich nicht!‘. Da kann man wunderbar mit Klängen und Klopfen helfen. Ich kam mal dazu, als ein Pferd nach einem Turnier partout nicht auf den Anhänger wollte. Pferdehalterin und Helfer waren total entnervt und unter Zeitdruck. Ich habe mit dem Pferd geklopft und Klang eingesetzt und konnte das Tier und sein Umfeld soweit entspannen und beruhigen, dass seine Halterin es nach kurzer Zeit problemlos auf den Anhänger führen konnte.

Ob die Klopfakupressur direkt am Tier geschieht oder auf Distanz stellvertretend bzw. mental, bestimmt das Pferd. Das kann jedes Mal anders sein.  Das gilt es zu erspüren. Denn das Pferd bestimmt, wie weit es in welchem Tempo gehen möchte.

Aber du bist immer in der Nähe des Tieres, auch wenn du stellvertretend klopfst, oder? Wie merkst du denn, dass sich ein Pferd entspannt? Spontan habe ich mich gefragt, ob Pferde eigentlich dann auch gähnen?

Ja, und wie sie das tun! Sie sind unmittelbar und ehrlich in ihren Reaktionen. Das heißt auch, dass sie weggehen, wenn sie genug haben oder wenn es ihnen nicht passt. Die meisten sind jedoch fasziniert und bleiben nach einer anfänglichen Skepsis dabei.  Oft kommen sie mehrfach wieder, und wir arbeiten portionsweise. Ich kann immer wieder beobachten, wie gut sie das für sich spüren und selbständig regeln. Dabei ist es egal, ob ich im Stall arbeite oder auf der Koppel. Wobei es natürlich sehr von Vorteil ist, wenn sie viel Platz zum freien Bewegen haben.

Ich bin immer in ihrer Nähe beziehungsweise in unmittelbarem Kontakt mit ihnen, auch wenn der in Metern gemessen unterschiedlich ausfallen kann. Die meisten lieben es, wenn sie Vertrauen gefasst haben, sehr dicht heranzukommen und den Klang oder die Berührung meiner Fingerspitzen direkt auf dem Körper zu spüren. Dahin kann es manchmal ein weiter Weg sein. Es ist eben ein Prozess.

Foto: Anika Büssemeier

Dass ein Pferd sich entspannt, merke ich neben dem Gähnen daran, dass es anfängt, „abzuschnauben“ (dieses Pferdeschnauben ist auch bei Chorleitern oder in der Gruppenarbeit mit Menschen sehr beliebt zum Spannungsabbau). Oder es leckt und kaut, „strahlt“ (uriniert), „äppelt“ (…), lässt Winde oder fängt an, sich auf dem Boden zu wälzen. Das sind alles sehr unmittelbare Reaktionen. Zudem ist spürbar, wie sich die Stimmung in der Umgebung verändert. Es wird ruhiger und friedlicher. Die Pferde schließen auch die Augen, senken den Kopf oder lassen ihre Unterlippe locker hängen, machen ihr „Entspannungsgesicht“. Als Fluchttiere, die immer auf der Hut sind, machen sie das nur, wenn sie sich sicher fühlen.

Verstehe ich es richtig, dass die einzelnen Teile des Prozesses dann manchmal nur ganz kurz sind?

Nein. So ist es nur in manchen Fällen, wenn die Pferde sehr ängstlich oder misstrauisch sind. Die meisten sind recht cool. Oder neugierig. Oder Genießer. Oder alles zusammen. Längere Passagen mit einer Klangschale auf der Kruppe oder entlang der Gliedmaßen sind durchaus üblich. Es geht immer nach dem Bedürfnis des Pferdes. Die sind so unterschiedlich wie bei uns Menschen. Einigen reicht ein kurzer Impuls oder mehrere, andere sind wie ein Schwamm und können gar nicht genug bekommen. Das ist auch tagesformabhängig. Mit Klang kann man energetisch unterversorgte Partien „auffüllen“. Genauso kann man übermäßige Anspannung mit Hilfe von Klangschwingungen mildern. Es geht immer um Ausgleich und Harmonisierung, um die Wiederherstellung des optimalen Energieflusses. Das wirkt sich dann auf das Immunsystem, die Selbstheilungskräfte und das Wohlbefinden des Pferdes aus. Die Begleitung mit Klang und Klopfakupressur scheint für die Pferde eine angenehme Erfahrung zu sein. Sonst würden sie nicht von alleine angelaufen kommen, wenn sie den Klang und das Klopfen einmal kennengelernt haben.

Du hast ja anfangs gesagt, dass du mit einigen Tieren experimentieren durftest. Musstest du mit den Pferdehaltern, die du nicht persönlich kanntest, noch Überzeugungsarbeit leisten oder wurde das gut an- und aufgenommen?

Das ist von Fall zu Fall verschieden. Viele Pferdehalter sind sehr offen, andere sagen ebenso ehrlich, dass das für sie nichts ist. Das ist ihr gutes Recht. Klang fasziniert jedoch alle, die sich darauf einlassen. Es ist wie das Klopfen etwas, das man tatsächlich erfahren muss. Da ist uns Menschen anfangs manchmal der Kopf im Weg. Sobald eine Schale oder Stimmgabel erklingt, sind die meisten fasziniert. Die Pferde sind es sowieso. Andererseits staune ich immer wieder, zum Beispiel auf Veranstaltungen, wer alles mit Klang arbeitet. Beim Klopfen ist es doch ähnlich, oder? Das finden viele anfangs auch ungewohnt bis befremdlich, und dann überzeugen die Erfahrungen diejenigen, die damit in Resonanz sind.

Was in der Pferdeszene inzwischen gängig ist, sind technische Geräte, die mit Frequenzen arbeiten wie Magnetdecken, Licht-, Laser- oder Farbtherapie. Es geht immer um Schwingungen. Die nutze ich auch für meine Arbeit. Ich persönlich arbeite mit viel Freude und Herz ganz individuell und „unplugged“. Dabei stimme mich jedes Mal neu auf das Pferd ein.

Die Bereitschaft, zunehmend auch unter sportorientierten Pferdehaltern, sich auf neue Methoden einzulassen, wächst stetig. Dabei ist die Arbeit mit Klängen ja überhaupt nicht neu. Wie sagte ein Pferdehalter neulich: ‚Vor zehn Jahren fanden wir Osteopathie auch noch komisch, und heute macht das jeder.‘ Das wird immer selbstverständlicher. So wie das Klopfen.

Mit meiner Arbeit mache ich ein Angebot. Ich bewerbe es, sage, hallo, hier bin ich, das könnt Ihr für Eure Pferde bei mir bekommen. Die Wahl liegt immer beim Pferdehalter und dann beim Pferd.

Liebe Sabine, das klingt sehr nach einer Arbeit, die passt – und nach einer Arbeit, bei der du deine Hochsensibilität wirklich im positivsten Sinne ausleben kannst, oder?

Ja, ich bin sehr froh und dankbar, dass ich nach verschiedenen beruflichen Etappen eine Tätigkeit gefunden habe, die ich sinnvoll finde und die mich erfüllt und glücklich macht. Mit dem Begriff Hochsensibilität kann ich eine Menge anfangen, würde ihn jedoch so auf mich nicht ohne weiteres anwenden. Wenn ich mit den Pferden arbeite, bin ich sicherlich in einer sehr feinen und sensiblen Wahrnehmung. Mache ich für meine Tätigkeit auf einem lauten und geschäftigen Turnier oder auf einer hektischen Messe Werbung, schalte ich teilweise in einen anderen Modus. Dabei bleibe ich gleichwohl präsent.  In diesem Wechselspiel von äußeren Reizen und ruhigen Phasen bewege ich mich.  Genau wie zum Klang essentiell eben auch die Stille gehört. In ihr passiert das Wesentliche.

Vielen Dank, Sabine!

Haben Sie schon mit Tieren geklopft? Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Herzliche Grüße,
Ihre
Monika Richrath

 

Titelbild: Anika Büssemeier

 

Hier sehen Sie Frau Schnabel in Aktion

Mehr Infos über Sabine Schnabel - Klang für Pferde
Harmonie für Pferd und Mensch
Telefon 030 22 41 22 88 / 0179 189 08 09 (überregional)
mail@sabine-schnabel.de
www.sabine-schnabel.de

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

In meinem kostenlosen E-Mail Kurs lernen Sie, wie Sie besser mit Stress, Überforderung und Erschöpfung aus der Hochsensibilität umgehen können.

Monika Richrath

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Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und drei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto, Nebennierenschwäche) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

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Wu Wei – die Kunst nichts zu tun

Wu Wei – die Kunst nichts zu tun

Kennen Sie auch das Gefühl von totalem Stillstand in Ihrem Leben? Der absolute Frust, auf der einen Seite die Dinge, die Sie nicht mehr wollen, die Sie SO nicht mehr wollen, auf der anderen Seite eine nebulöse Zukunftsvision davon, wie die Dinge Ihrer Meinung nach sein sollten. Aber es geschieht NICHTS.

Das kann sich furchtbar anfühlen,

wie in einem Sumpf zu stecken, aus dem man sich einfach nicht befreien kann. Erst recht nicht, wenn Sie aktiv versuchen, etwas an Ihrer Situation zu verändern. Da eines der Merkmale der Hochsensibilität eine erhöhte Stressempfindlichkeit ist, kann es natürlich sein, dass Sie anfangen innerlich zu rotieren. Vielleicht fangen Sie an, fieberhaft zu überlegen, was Sie noch probieren können und was auch noch … Aber was immer Sie auch probieren, es funktioniert nicht. Es gibt keine Veränderung – oder wenn, dann nur zum Schlimmeren. Jetzt wissen Sie nicht weiter.

Eines haben Sie vielleicht noch nicht probiert: gar nichts zu tun. Loszulassen, die Hände in den Schoß zu legen und die Angelegenheit sich selbst zu überlassen.

In China hat man dafür sogar einen Begriff:

Wu Wei

Dieser Begriff stammt aus dem Daoismus. Das Dao wird als Wirkprinzip für den Kosmos angesehen – eine Art schöpferische und ordnende Kraft, die allem zugrunde liegt und in die man möglichst wenig eingreifen sollte. Handlung soll erst dann erfolgen, wenn sie leicht und mühelos ist, blinder Aktionismus führt meistens nicht viel weiter (außer dass man sich beschäftigt hält).

Das Gras wächst nicht schneller,

wenn man daran zieht, lautet ein Sprichwort, das mir ausgesprochen gut gefällt und das ich mir tatsächlich dann und wann selbst aufsage. Theoretisch bin ich felsenfest davon überzeugt, dass es für alles eine richtige Zeit gibt. Praktisch ist das mit dem Nichtstun natürlich manchmal schwierig auszuhalten. Gerade, wenn man als hochsensibler Mensch schnell in Stress gerät und zu Kopfkino neigt.

Ich glaube auch daran, dass sich Dinge in Stille entwickeln, in dem unendlichen Raum des scheinbaren Stillstands. Jedenfalls habe ich schon häufig die Erfahrung gemacht, dass sich nach Zeiten des gefühlten Stillstands plötzlich neue Türen öffnen und es weiter geht. Vermutlich haben Sie selbst das auch schon erlebt. Mir fällt gerade ein, dass ich einmal gehört  habe, dass bei den Aborigines Menschen nach einer Krankheit einen neuen Namen bekommen, weil sie sich dadurch verändern und entwickeln. Das hat mir sehr gefallen.

Alles entsteht in Stille

Vielleicht brauchen unsere inneren Funken diesen vermeintlich leeren Raum um in uns zu wachsen und langsam, langsam und an die Oberfläche unseres Bewusstseins zu steigen?

Obwohl ich wirklich absolut dafür bin, täglich in dem minimalistischen Rahmen von zwei bis fünf Minuten über einen längeren Zeitraum zu klopfen, habe ich doch auch schon mehrfach die Erfahrung gemacht, dass es gut sein kann, eine Klopfpause einzulegen, einen Schritt zurück zu machen und dem Körper und Geist die Zeit zu geben, die Veränderungen zu integrieren. Das geschieht nämlich nicht über Nacht. Wenn ich dann wieder mit dem Klopfen anfange, habe ich bislang immer das Gefühl gehabt, dass sich meine Ausgangsbasis verändert hat, ich quasi auf einem höheren Level starte. Auch, wenn ich die Veränderung nicht immer konkret benennen kann (Das kommt auch hin und wieder vor). Etwas hat sich verändert, das reicht.

Loslassen

Nichts tun, bedeutet auch loszulassen, was immer gerade ist. Zu vertrauen, dass das richtige geschieht (auch wenn ich den Sinn gerade nicht sehe oder verstehe), egal wie schrecklich die Erfahrung ist, die ich gerade mache. Letzten Endes helfen uns alle Erfahrungen dabei, uns weiterzuentwickeln und zu wachsen, herauszufinden, wer wir sind und was wir eigentlich wollen – was häufig vielleicht gar nichts mit dem Leben zu tun hat, das wir tatsächlich führen.

Loslassen können hat auch immer etwas mit Vertrauen zu tun. Vertrauen darin, dass es etwas oder jemanden gibt, der mich unterstützt und mir beim Wachsen hilft.

Das kann eine wirkliche Herausforderung sein, vor allem, wenn man das Gefühl hat, dass

einem gerade alles um die Ohren fliegt.

Dieses Jahr ist in dieser Hinsicht äußerst anstrengend und hält viele Lernaufgaben bereit :-/ Geht Ihnen das auch so?

Wenn Ihnen das Hände in den Schoß legen schwer fällt, probieren Sie es doch einmal mit einem Mittelweg:

Beobachten Sie die Situation

schreiben Sie Ihre Beobachtungen vielleicht sogar auf. Wer macht was wann warum? Was belastet Sie? Was möchten Sie eigentlich tun? Warum? Warum geht es nicht? Vielleicht kommen Sie so zu ganz neuen Erkenntnissen oder entwickeln einen Klopfsatz.

Oder probieren Sie einmal die Switchwords

LÄCHELN-LEUCHTEN

GÖTTLICHE ORDNUNG-STILL

zu klopfen. Das können Sie machen, so oft es Ihnen in den Sinn kommt.

Ich bin gespannt, was Sie mit diesen Worten erleben. Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Herzliche Grüße,
Ihre
Monika Richrath

 

Bildquelle: Gotti1979, pixabay

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Monika Richrath

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„Das hat mir eigentlich ganz gut geholfen …

„Das hat mir eigentlich ganz gut geholfen …

DAS HAT MIR EIGENTLICH SEHR GUT GEHOLFEN …

… aber dann ging es mir besser und ich habe nicht mehr so oft geklopft.“ Das ist eine der Aussagen, die ich am häufigsten höre, nicht nur von meinen Klienten und Klientinnen, sondern auch von Menschen, die die Klopfakupressur im Rahmen meines E-Mail-Kurses ausprobieren.

Bild: Uschi_Du, Pixabay

Häufig bekomme ich geradezu euphorische Reaktionen,

wie zum Beispiel diese:

„Ich bin ja so dankbar für die Erfahrung, klopfakkupressur ausprobiert zu haben! …Ich bin immer noch erstaunt und verblüfft und kann es kaum glauben,aber der Stress,die Selbstvorwürfe und die Traurigkeit sind einfach weg! Ich ertappe mich dabei wie ich singe oder Pfeife, ich schlafe tief und wache erholt auf (und das trotz nächtlicher Störungen unseres jüngsten) und habe wieder Geduld mit den Kindern und bin einfach viel mehr „da“!“

Diese Person schrieb mir später noch einmal, dass sie nach einigen Tagen klopfen ruhiger und gelassener sei und daraufhin einfach das Klopfen vergesse. Erst, wenn die Lage sich wieder verschlimmere, erinnere sie sich daran und würde wieder mit dem Klopfen beginnen.

Ich denke, so geht es sehr vielen Menschen, die die Klopfakupressur ausprobieren. Ich hatte mir schon länger vorgenommen, hierzu einmal einen Beitrag zu verfassen.

Mein Lebenslauf motiviert offenbar viele Menschen

Auf diesem Blog erzähle ich viel über mich selbst und das Erleben meiner Hochsensibilität. Das tue ich bewusst, es ist mir schließlich ein Herzensanliegen, Sie davon zu überzeugen, dass es möglich ist, leichter oder besser mit Hochsensibilität umzugehen und es einen Weg aus ständiger Überforderung und chronisch erhöhtem Stresslevel gibt. Und was könnte überzeugender sein als meine eigene Lebensgeschichte?

Ich habe mich um 180° gedreht

  • von der sozialen Katastrophe, mit der der Umgang schwierig war zu jemandem, mit dem andere Menschen (bestimmt nicht alle!) gerne zusammen sind,
  • von jemandem, der so schüchtern war, dass er Augenkontakt mit Fremden vermied zu jemandem, der Spaß daran hat, Seminare vor fremden Menschen zu halten,
  • von jemandem, der depressiv und chronisch niedergeschlagen war zu einem fröhlichen Menschen,
  • von jemandem, der nichts und niemandem vertraute in eine äußerst vertrauensvolle Person (tatsächlich muss ich mir heute manchmal sagen lassen, dass ich naiv sei)

Aber das ging natürlich nicht über Nacht

Obwohl die Zeit, die es dauerte, natürlich sehr kurz war gemessen an der Spanne meines Lebens. Klienten und Klientinnen, die über einen langen Zeitraum klopfen, erreichen häufig ebenso spektakuläre Verwandlungen – schließlich bin ich nichts Besonderes. Nur eine Sache unterscheidet die langjährigen KlopferInnen nämlich von den anderen:

Beharrlichkeit

Beharrlichkeit ist das A und O beim Klopfen, jedenfalls wenn Sie grundlegende Veränderungen Ihres Lebens anstreben. Im Prinzip kann jedeR ja erreichen, was ich erreicht habe (außer es liegen sehr schwerwiegende Traumata vor, oder Ihnen ist das Klopfen grundsätzlich unangenehm oder Sie mögen diese Methode einfach nicht).  Für kurzfristige Verbesserungen mag ein gelegentliches oder kurzfristiges Klopfen ausreichen (Sie sehen ja an dem oben erwähnten Feedback, dass es auch so funktioniert) – es ist allerdings davon auszugehen, dass Sie dann immer eher an der Oberfläche bleiben, statt wirklich etwas aufzulösen. Aber vielleicht soll das auch so sein, denn

Veränderung kann Angst auslösen

vor allen Dingen, wenn man seine eigene Identität schon mit den gegenwärtigen Zuständen verknüpft hat. Wenn ich von mir denke, dass ich die Person bin, die immer überfordert ist und mich unmöglich mit der Welt befassen kann, weil ich permanent auf dem Rückzug bin, kann der Gedanke an Veränderung sehr viel Stress auslösen. Wenn ich nicht mehr diese Person bin, wer bin ich denn dann überhaupt? Und will ich eigentlich wirklich in der Welt erscheinen?

Was Klopfakupressur bewirken kann,

also, die wahre (wirkliche) Veränderung, die durch langfristiges Klopfen entsteht, ist die (Rück)eroberung der Selbstbestimmung – was sehr viel damit zu tun hat, wie Sie sich der Welt zeigen und wie die Welt Sie wahrnimmt. Allein der Gedanke, seine Bedürfnisse bestimmt gegenüber anderen zu äußern kann sich bedrohlich anfühlen und natürlich tatsächlich auch im Außen durchaus zu Schwierigkeiten führen. Das möchte ich an dieser Stelle nicht verheimlichen. Schließlich sind die anderen von Ihnen gewohnt, dass Sie immer zurückstecken und nehmen Ihre Bedürfnisse darum vielleicht nicht ernst. Aber es ist u. a. ja gerade dieses Gefühl, dass Ihre Bedürfnisse nicht gesehen werden, das Ihnen Stress bereitet. Unter anderem. Manchmal mehr, manchmal weniger. Und wenn man es schafft, seine Bedürfnisse (ruhig!) auszudrücken, dann hat man schon sehr viel geschafft und erlebt sich weniger als Opfer oder Spielball anderer, ist weniger ohnmächtig.

Die Klopfakupressur tut hochsensiblen Menschen gut

Bild: privat

Das kann den ganzen Blick auf die Welt ändern

und auch den Blick auf sich selbst. Ich selbst habe ganz ganz ganz lange Zeit gedacht, ich gehöre gar nicht zur Gesellschaft, ich stehe vollkommen außerhalb, weil ich so anders bin. (Viele hochsensible Menschen erleben etwas Ähnliches). Das war Isolation pur. Dieses Gefühl habe ich vollkommen hinter mir gelassen. Mittlerweile denke ich, dass ich ein Teil der Gesellschaft bin, ein Teil sogar, der etwas Wichtiges zur Gesellschaft beiträgt und habe ein Gefühl für meinen eigenen Wert entwickelt.

Wie können Sie das nun schaffen?

Am einfachsten ist es wirklich, sich ein Klopfritual zu schaffen, eine kleine Auszeit für sich selbst. Die 2–5 Minuten am Tag haben Sie immer übrig, ganz egal, ob Sie Kinder haben, kranke Eltern pflegen oder beruflich sehr eingebunden sind. Es ist vollkommen egal, zu welcher Tages- oder Nachtzeit Sie das machen, ob Sie dabei sitzen, liegen oder laufen …Nur eine Einschränkung gibt es: wenn Sie das Klopfen grundsätzlich belebt, sollten Sie es nicht vor dem Schlafengehen machen, das wäre dann kontraproduktiv.

Sie haben noch nie von Klopfakupressur gehört, sind aber neugierig? Dann probieren Sie sie einfach einmal aus. Wenn Sie sich hier eintragen, können Sie  an meinem kostenlosen E-Mail-Kurs teilnehmen. Das ist vollkommen unverbindlich und verpflichtet Sie zu nichts.

Fällt es Ihnen auch schwer, am Ball zu bleiben? Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Herzliche Grüße,
Ihre
Monika Richrath

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Monika Richrath

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Nach dem dritten Burnout und drei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto, Nebennierenschwäche) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

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4 Ungewöhnliche Klopforte

4 Ungewöhnliche Klopforte

Wer sagt denn eigentlich, dass man zum Klopfen immer zuhause auf dem Stuhl sitzen oder im Bett liegen sollte? Es gibt Alternativen, wirklich tolle Alternativen, finde ich. Sowieso gilt, dass Ihre Hochsensibilität Sie hier wunderbar unterstützen kann, weil sich die Effekte des Ortes für Sie vermutlich noch verstärken.  Hier stelle ich Ihnen meine besten vier ungewöhnlichen Klopforte vor:

1. Unterwegs

Zugegebenermaßen ist dies eigentlich kein richtiger Ort, weil er sich ja andauernd verändert. Bewegung durch Laufen und Gehen verändert das Gehirn, das haben Forscher herausgefunden. Durch das Auftreten der Füße sollen in den Adern Druckwellen entstehen, die für eine bessere Durchblutung des Gehirns sorgen. Bestimmt haben Sie selbst schon die Erfahrung gemacht, dass ein einfacher Spaziergang dazu führen kann, dass man plötzlich in der Lage ist eine Entscheidung zu fällen, die man vorher nicht treffen konnte. Noch krassere Effekte soll es geben, wenn man joggt, dabei soll sich das Gehirn neu strukturieren - aber ich gehe jetzt mal nicht davon aus, dass Sie während des Joggens klopfen wollen, bzw. für mich als bekennende Nichtjoggerin fühlt sich allein die Vorstellung ziemlich anstrengend an …

Zurück zum Gehen: Es ist äußerst angenehm, sich langsam zu bewegen, während man klopft, denn beim Klopfen selbst führt man ja durch das Bewegen von einem Punkt zum nächsten eine Art von Bewegung aus, die insgesamt ein rundes Fließen ergeben. Probieren Sie das einfach einmal aus. Ich finde es ist insofern auch ganz praktisch, als dass Sie nicht allzuviel Rücksicht nehmen müssen auf andere Spaziergänger, bzw. falls Ihnen welche entgegenkommen, können Sie einfach Ihre Klopfsession kurz unterbrechen und wieder aufnehmen, wenn sie vorbei sind. Außerdem sind Sie dann an der frischen Luft, was per se ja schon mal gut ist. Natürlich können Sie auch zuhause herumwandern, wenn Ihre Wohnung das hergibt …

2. An einem Fluss

An einem Fluss zu sitzen, auf träge vorbeiziehendes Wasser zu blicken und dabei zu klopfen, hat etwas ganz Magisches. Ich finde, der Fluss des Wassers intensiviert den Klopffluss. Man hat das Gefühl, dass das, was man gerade beklopft, leichter mit dem Strom des Wassers davonfließt.

Falls Sie das Glück haben und die Sonne scheint gerade, gibt Ihnen vielleicht das Funkeln des Wassers genauso einen Energiekick wie mir. Sowieso denke ich, dass dadurch, dass Sie durch das Klopfen in einen besonders empfänglichen Zustand kommen, Sie auch das Wasser anders wahr- und aufnehmen. Außerdem gilt auch hier: Sie sind (höchstwahrscheinlich) an der frischen Luft und atmen tiefer ein- und aus.

3. Im Wald

Auch im Wald bekommt das Klopfen etwas Mysthisches. Das Grün der Bäume, die Stille, die Natur üben sowieso schon einen positiven Effekt auf uns aus und führen dazu, dass wir uns entspannen und beruhigen. Durch das Klopfen wird diese Beruhigung und Entspannung noch vertieft. Dazu kommen die Terpene in der Waldluft, die unserer Gesundheit besonders zuträglich sind und von denen wir dann durch tiefes Ein- und Ausatmen besonders viele aufnehmen.

Im Wald zu klopfen ist wie eine andere Welt zu betreten. Probieren Sie es einmal aus und erzählen uns von Ihren Erfahrungen. Ich bin sehr gespannt.

4. Unter der Dusche

Unter der Dusche zu klopfen gehört zu meinen krassesten Klopferfahrungen. Vermutlich liegt es daran, dass das fließende Wasser irgendetwas in unserem Gehirn in Gang setzt. Schließlich habe ich selbst unter der Dusche oft großartige Ideen.  Für diesen Artikel habe ich mal gegoogelt, woran das liegen könnte. Die Antwort war ganz einfach: beim Duschen braucht sich das Gehirn nicht nicht mit eingehenden Informationen in Form von Sinneseindrücken auseinanderzusetzen (bzw. weniger) und kann sich darum mit anderen Dingen beschäftigen.

Aber sowieso ist Wasser hervorragend dazu geeignet, Loslassprozesse zu unterstützen, meine KlientInnen trinken z. B. immer während des  Klopfakukpressur-Coachings reichlich Wasser. Es tut einfach gut und hilft, das Klopfen zu unterstützen. Und dieses vollkommen Strömende, das Sie unter der Dusche haben, ist wirklich etwas ganz Besonderes.

ABER ACHTUNG: Diese Intensität hat auch eine Kehrseite. Meine Erfahrung ist, dass sich beim Klopfen unter der Dusche Türen öffnen, die sonst verschlossen bleiben oder sich nicht so weit öffnen (denn ich klopfe meistens ja auch nur einen Satz.) Ich komme mit dieser Intensität an Gefühle, die sich sonst nicht zeigen. Das kann aber durchaus auch beängstigend sein. Darum kann ich Ihnen nur sagen: Probieren Sie das Klopfen unter der Dusche nicht, wenn Sie in einem labilen Zustand sind und nehmen Sie dazu keinen krassen Satz. Sonst schaden Sie sich mehr als dass Sie sich helfen.

Falls Sie mit dem Begriff „Klopfen“ gar nichts anfangen können, sehen Sie sich doch den nachstehenden Clip zur Klopfakupressur mal an und probieren Sie das Klopfen einfach einmal aus..

Haben Sie auch ungewöhnliche Klopforte? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare!

Herzlichst,

Ihre
Monika Richrath

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In meinem kostenlosen E-Mail Kurs lernen Sie, wie Sie besser mit Stress, Überforderung und Erschöpfung aus der Hochsensibilität umgehen können.

Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und drei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto, Nebennierenschwäche) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

5 Fehler, die Sie beim Klopfen machen können

5 Fehler, die Sie beim Klopfen machen können

HOCHSENSIBILITÄT KLOPFAKUPRESSUR

5 Fehler,
die Sie beim Klopfen machen können

MONIKA RICHRATH

Das Klopfen an sich ist eigentlich ja wirklich nicht schwer. Trotzdem gibt es einige ganz kapitale Fehler, die Sie bei der Anwendung der Klopfakupressur machen können, die dafür sorgen, dass sich die gewünschten Veränderungen im besseren Umgang mit Ihrer Hochsensibilität nicht einstellen. In diesem Artikel erfahren Sie die 5 wichtigsten Dinge, die Sie falsch machen können.

1. Sie haben keinen Plan

Vielleicht denken Sie nicht jeden Tag dran oder haben keine Lust, jeden Tag daran zu denken, oder mögen sich einfach nicht so festlegen lassen … und klopfen immer nur dann, wenn es Ihnen gerade einfällt, mit dem, was gerade akut ist. Das kann man so machen, das bringt auch immer wieder Entspannung in der aktuellen Situation, wie ich öfter höre.

Allerdings führt das allenfalls dazu, dass Sie bestehende Situationen immer nur glätten und ausgleichen. Zu Veränderung kann das nicht führen. Damit eine Veränderung eintreten kann, bedarf es eines größeren Engagements von Ihrer Seite (das immer noch relativ klein ist im Vergleich zu anderen Methoden). Suchen Sie sich einen Satz, der Sie belastet und klopfen Sie diesen täglich 3-4 Runden, das dauert nicht länger als 2-5 Minuten (je nachdem wie ausführlich Sie Ihre Erinnerung gestalten). Diesen Zeiteinsatz können Sie immer aufbringen, egal, wie Ihre Lebensumstände sind. Betrachten Sie diese Zeit doch nicht als eine lästige Pflicht, die erledigt werden muss, sondern als eine Zeit, die Sie nur mit sich und für sich selbst verbringen. Darum empfehle ich stets, das Klopfen als Wohlfühlritual in den Tagesablauf zu integrieren.

Natürlich ist es überhaupt nicht tragisch, wenn Sie es mal einen Tag zwischendurch vergessen (außer, dass Sie vielleicht merken werden, dass ein Tag, an dem Sie nicht klopfen, sich grundsätzlich anders anfühlt als ein Tag, an dem Sie klopfen), aber die Tendenz sollte doch deutlich zu „täglich“ gehen. Wenn Sie es grundsätzlich anders handhaben, kommt die Veränderung vielleicht später, oder auch gar nicht (je nachdem, wie groß die Abstände sind).

2. Sie können sich nicht entscheiden wo Sie anfangen sollen

Gerade hochsensible Menschen haben häufig sehr viele Baustellen (die oft miteinander verknüpft sind) und verzweifeln schier vor der gestellten Aufgabe. Wo beginnen? Was ist sinnvoll? Eigentlich ist dieses Problem sehr schlimm, aber ist denn nicht jenes noch schlimmer? Was passiert, wenn ich mit dem falschen Problem anfange? Bringt das den ganzen Prozess ins Wanken? Da viele HSP sowieso ein Problem damit haben, sich zu entscheiden (weil sie meist auch die Konsequenzen ihrer Entscheidungen sehr gut sehen können) geraten sie so schnell in eine Pattsituation, wo sie handlungsunfähig werden und gar nicht erst anfangen.

Jetzt verrate ich Ihnen mal ein Geheimnis: Es ist vollkommen egal, wo Sie beginnen. Das wirklich einzig wichtige ist, dass Sie einen Satz klopfen, der eine Belastung darstellt. Sie wollen ja aus dem Stress herauskommen, nicht noch mehr Stress erleben, indem Sie sich Ewigkeiten damit herumplagen, welches Thema zuerst drankommen soll. Häufig zerbrechen Sie sich ganz umsonst darüber den Kopf, weil es wirklich nicht so wichtig ist, wo Sie beginnen. Wichtig ist, DASS Sie beginnen. Und dann nehmen Sie ganz ruhig ein Thema nach dem anderen in Angriff. Unterwegs werden Sie wahrscheinlich feststellen, dass das ein oder andere Thema sich unterwegs einfach erledigt hat 😉 Es ist nämlich so, dass gleichartige Erlebnisse und Gefühle im Gehirn in sog. Gefühls-Clustern gespeichert werden, d. h., wenn Sie ein bestimmtes Thema bearbeiten, kann es passieren, dass andere Dinge, die sich ebenfalls in diesem Cluster befunden haben, mitaufgelöst werden.

Klopfakupressur als Labyrinth

3. Sie wollen zu viel auf einmal

Was ich immer wieder sehe und erlebe, ist, dass, wenn hochsensible Menschen die Klopftechnik ausprobieren und merken, wie gut ihnen das Klopfen tut, sie am liebsten sofort alle Baustellen gleichzeitig auflösen möchten. Das ist, lassen Sie es mich bitte einmal ganz unverblümt sagen, vollkommen unrealistisch. Sie haben Ihr ganzes Leben gebraucht, um die Person zu werden, die Sie sind. Sie können nicht auf Knopfdruck ein anderer Mensch werden. Darum geht es bei der Klopfakupressur auch nicht. Es geht darum, dass Sie gelassener werden, Ihre Stressoren erkennen und auflösen, besser mit Ihrer Hochsensibilität umgehen, Ihr Leben aktiv gestalten anstatt nur zu erleiden. Kurz: sich selbst annehmen und lieben können, als der Mensch, der Sie sind. Das braucht seine Zeit. Die Veränderungen sollen ja nachhaltig sein. Auch Ihr System muss sowohl auf körperlicher, als auch auf emotionaler und geistiger Ebene mithalten können mit den Veränderungen. Sie brauchen Zeit und Raum, die Veränderungen in Ihr Leben zu integrieren, auch in Ihr soziales Leben. Auch Ihr Umfeld braucht Zeit und Raum um mit Ihren Veränderungen umzugehen. Dies ist, alles in allem, ein langsam wachsender Prozess, der sich nicht beschleunigen lässt dadurch, dass Sie ganz viel klopfen. Ganz im Gegenteil, dies bringt mich schon zum nächsten Punkt:

4. Sie unterschätzen die Klopfakupressur

Ich weiß, die Klopfakupressur kommt sehr seltsam daher, bizarr fast (wenn ich vor Publikum den Ablauf vormache, fangen immer alle zu grinsen, wenn ich den Punkt unter der Achselhöhle klopfe). Kaum zu glauben, dass etwas so Seltsames und scheinbar Kinderleichtes so eine intensive Wirkung haben soll. Vielleicht haben Sie ja auch schon erlebt, dass das Klopfen Sie beruhigt und entspannt. Da liegt es scheinbar nah, am besten mehrere Themen gleichzeitig zu bearbeiten, nach dem Motto „Viel hilft viel.“

Das ist auf jeden Fall eine massive Fehleinschätzung. Möglicherweise ist Ihnen nicht bewusst, dass jedesmal, wenn Sie klopfen, Dinge an die Oberfläche geholt werden, die mit dem Problem in einem Zusammenhang stehen - was zunächst neuen Stress auslösen kann. Eine etwas paradoxe Situation, eigentlich wollen Sie ja klopfen, um den Stress aufzulösen und nicht, um neuen zu produzieren! Am Ende stehen Sie da, haben lauter geöffnete Fässer, auf die Sie die Deckel nicht mehr bekommen, bzw. Sie haben dann Schwierigkeiten, die Übererregung wieder herunterzufahren. Das ist vollkommen kontraproduktiv.

Gerade weil hochsensible Menschen so reizempfindlich sind, schnell auf Dinge anspringen und sie schwer wieder loslassen, empfehle ich diesen sehr minimalistischen Ansatz von 2-5 Minuten Klopfen am Tag. Das ist auf jeden Fall ein sehr sinnvolles Vorgehen, wenn Sie KlopfanfängerIn sind und noch nicht wissen, wie Sie auf das Klopfen reagieren, wie die Veränderungen aussehen und was Sie sich zumuten können.  2-5 Minuten am Tag reicht wirklich aus, glauben Sie mir. Ich selbst arbeite für mich übrigens auch mit diesem minimalistischen Ansatz und habe damit supergute Erfolge erzielt. Gerade weil wir so empfindlich sind, ist weniger einfach mehr.

5. Sie sehen nicht richtig hin

Wenn man in seinen oft geschäftigen Alltag eingebunden ist, fällt es manchmal schwer, die Veränderungen wirklich wahrzunehmen. Veränderungen können jede nur denkbare Form haben, manchmal sind sie ganz klein und es bedarf großer Aufmerksamkeit, sie überhaupt wahrzunehmen. Manchmal können Veränderungen auch in Bereichen stattfinden, die wir überhaupt nicht beklopft haben und werden darum gar nicht von uns wahrgenommen. Was uns vielleicht zu der Annahme verleiten könnte, dass die Klopfakupressur „nicht wirkt“. Dabei haben sie möglicherweise einfach nur nicht richtig hingesehen …

Sie sehen, es gibt jede Menge Stolperfallen und es macht absolut Sinn, sich unterstützen zu lassen dabei zu lernen, wie Sie mit der Klopfakupressur besser mit Hochsensibilität umgehen können. Wenn Sie das spannend finden, erfahren Sie hier, wie meine Unterstützung für Sie aussieht.

Wie sieht es mit Ihnen aus? Kennen Sie die Fehler aus eigener Erfahrung oder haben Sie vielleicht andere gemacht, die hier nicht erwähnt wurden? Wie immer freue ich mich, wenn Sie Ihre Erfahrungen mit uns teilen.

Herzlichst,

Ihre
Monika Richrath

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

In meinem kostenlosen E-Mail Kurs lernen Sie, wie Sie besser mit Stress, Überforderung und Erschöpfung aus der Hochsensibilität umgehen können.

Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und drei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto, Nebennierenschwäche) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig