Was Krankheit uns nutzt

Was Krankheit uns nutzt

Haben Sie schon einmal den Begriff „Sekundärer Krankheitsgewinn“ gehört? Hinter diesem etwas pompös klingenden Namen steckt ein ganz einfaches Prinzip.

Es geht nämlich darum,

was Krankheit uns nützt.

„Wie? Was? Was soll das denn? Warum soll meine Krankheit einen Nutzen für mich haben?“ mag sich die eine oder der andere jetzt empört fragen und mich zur Spinnerin erklären.

Das ist ein Gedanke, der sehr schwer zu akzeptieren sein kann, vor allen Dingen, wenn man schon schwer erkrankt ist oder eine sehr komplizierte und/oder chronische Erkrankung hat, die sehr leidvoll ist.

Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Meine eigene Krankheitsgeschichte erstreckt sich über einen Verlauf von rund 20 Jahren. 

Wie ich heute, dank der medialen Medizin von Anthony William weiß, muss alles

mit dem Pfeifferschen Drüsenfieber begonnen haben,

das ich Mitte der 30er bekam und über eineinhalb Jahre lang nicht mehr loswurde. Dann kam zuerst der Hashimoto, dann, langsam die Fibromyalgie, die sich über die Jahre schleichend verschlimmerte. Drei Trennungen, die mich so aus der Bahn geworfen haben, dass ich mich jahrelang nicht davon erholte. Kein Wunder, dass sich irgendwann eine Nebennierenschwäche dazu gesellte.

In einer psychosomatischen Klinik ließ ich mich zur Einnahme von Psychopharmaka überreden wegen Schlafstörungen. Das half ein bisschen. Gegen die Schlafstörungen. Aber ich nahm davon zu, innerhalb von ein paar Monaten wog ich 20 kg mehr und erkannte mich selbst nicht mehr, wenn ich in den Spiegel sah.

(Was habe ich nicht alles unternommen, um abzunehmen. Nix klappte. Das war der totale Frust. Einmal habe ich mit meiner damaligen Partnerin einen Monat strikt nach Atilla Hildmann gegessen. Sie hat abgenommen. 5 kg. Die Personen im Begleitbuch haben auch abgenommen. Ich nicht. Allenfalls ein halbes Kilo).

Am schlimmsten war die Erschöpfung.

Und die war so allumfassend, dass klar war, ich werde meinen alten Beruf als Fremdsprachenassistentin nicht mehr ausüben können. Viel zu viel Stress.

Ich habe ja schon auf diesem Blog erzählt, dass ich aufgrund meiner vielen Fehlzeiten (30 Tage im Jahr) unglaublich arbeitswillig war, was fast alle meine Arbeitgeber nach Strich und Faden ausgenützt haben, indem sie mich die Arbeit von 2–3 Sekretärinnen erledigen ließen.

Damals wusste ich nichts von meiner Hochsensibilität. Ich wusste nicht, was ich mir antat. später wusste ich nicht, wie ich da rauskommen sollte. Aber mein Körper, mein Geist und meine Seele wussten es.

Irgendwann habe ich mir natürlich die Frage gestellt, warum sich bei mir nichts veränderte, obwohl ich mir so eine Mühe gab?

Ich suchte nach Antworten.

Und fand den „sekundären Krankheitsgewinn“.

Die Idee, dass mein Zustand mir in irgendeiner Form nutzen könnte, war sehr neu für mich. Schließlich wünschte ich mir nichts sehnlicher, als wieder gesund zu werden. Außerdem hängt diesem Begriff für mich so etwas wie „Schuld“ an, wie den eigenen Zustand selbst verursacht zu haben. Dem ist natürlich nicht so. Obwohl es den sekundären Krankheitsgewinn unbestreitbar gibt, wird er doch vom Unbewussten, von

unseren inneren Wächtern, unserer internen Sicherheitspolizei,

gesteuert und ist für Vernunft und klare Logik nicht zugänglich.

Mir fällt ein, dass die vielen Auszeiten, die ich in meinem Arbeitsleben hatte, vielleicht auch ein sekundärer Krankheitsgewinn waren. Früher habe ich nur verstanden, dass ich von Zeit zu Zeit offenbar solche Auszeiten brauche, da mein System einfach überfordert ist. Ein paar Tage Ruhe waren wie ein Reset.

Eine zeitlang habe ich mich durchaus intensiv mit dem sekundären Krankheitsgewinn beschäftigt. Sehr weit bin ich bei mir aber nicht gekommen. Aufmerksamkeit bekam ich dadurch, ja. Das ist sicherlich für viele, viele Menschen ebenso. Aber sonst?

Im Prinzip kann eigentlich alles zu einem sekundären Krankheitsgewinn werden,

habe ich so nach und nach erfahren. Z. B. die Aufrechterhaltung eines gewissen Status Quo. So kann Krankheit dafür sorgen, dass sich nichts verändert, nichts verändern kann und nichts verändern darf. (Das entbehrt nicht einer gewissen Tragik, weil Krankheit ja auch immer einen Zustand anzeigt, der nicht akzeptabel ist.) Irgendwo habe ich z. B. einmal einen Podcast gehört, in dem eine Frau erzählte, dass sie selbst es sich nicht erlaubte gesund zu werden, weil sie sonst ihren Mann hätte verlassen müssen. Eine Krankheit kann also immer auch dafür sorgen, dass wir uns gewissen Dingen nicht stellen (müssen). Auch hier sind sicherlich die inneren Wächter am Werk.

Es mag Zufall gewesen sein, dass ich eine Herpesvireninfektion bekam.

Glaube ich allerdings nicht wirklich. Letzten Endes ist es auch egal. Fest steht, mein Weg in die Krankheit dauerte 10 Jahre und genauso lange brauchte ich für den Weg hinaus.

Ich hatte durchaus mal lichte Momente, 

wo mir ganz deutlich klar wurde, dass ich mich ohne meine Krankheiten immer noch als unangepasste Sekretärin in mies bezahlten Zeitarbeitjobs durchs Leben schlagen würde. Eine berufliche Selbstständigkeit war für mich vollkommen unvorstellbar. Dass ich meinen Lebensunterhalt u. a. damit verdienen könnte, andere Menschen dabei zu unterstützen, zu sich selbst zurückzufinden, lag vollkommen jenseits meiner Vorstellungskraft. Dass ich so gut oder wertvoll sein könnte um eine solche Arbeit zu machen. Dass ich dafür von anderen Menschen Geld bekommen könnte ebenfalls …

Jetzt hatte ich es viel besser:

Mittlerweile hatte ich Behindertenprozente, einen Rehabilitandenstatus und galt aufgrund meiner Geschichte, Einschränkungen und meines Alters als „schwer vermittelbar“.Ich konnte in aller Ruhe mein Coachingangebot aufbauen und bezog über einen sehr langen Zeitraum ergänzende Leistungen vom Jobcenter.

Im Laufe der letzten Jahre ist noch die ein oder andere Tätigkeit hinzugekommen, und es hat sich (sehr, sehr langsam) herauskristallisiert, dass mein Angebot richtig ist und es eine Zielgruppe dafür gibt …

Manchmal ist mir – ganz flüchtig nur – in den Sinn gekommen, dass ich vielleicht aber trotzdem krank bleiben muss, damit ich weiter Geld vom Jobcenter bekommen kann? Darauf hatte ich natürlich keine Antwort. Ich habe das sogar mal eine Zeitlang beklopft. Ohne Erfolg leider. (Damals kannte ich das Thema Sicherheit noch nicht).

Vor ein paar Jahren wurde meine Körpermaßnahmen dann zielgerichteter, ich begann eine Behandlung bei einer Heilpraktikerin, behandelte meine HPU und meinen lausigen Darmstatus. Ich begann, glutenfrei zu leben, Nahrungsergänzungsmittel zu nehmen, meine Nebennierenschwäche zu behandeln. 

Allmählich ging es mir besser, ich hatte wieder etwas mehr Energie. Ich nahm aber immer noch nicht ab und blieb offenbar in der Gesamtsituation gefangen, auch dann noch, als ich mich konkret mit der Herpesviren-Infektion beschäftigte.

Es war mir schon klar, dass ich irgendwo,

tief drinnen, eine panische Angst

davor hatte, dass ich in die „normalen Strukturen“ zurückgeschickt werden könnte. Zurück zu den Männern in Anzügen und in den Office-Alltag, dem ich mich einfach nicht mehr gewachsen fühlte. Das hatte mir soviel Leid verursacht, um nichts in der Welt wollte ich da wieder hin. 

Auf der anderen Seite wurde immer klarer, dass ich mich endlich finanziell abnabeln muss. Es war echt schwer, dieses kleine Stück finanzielle Sicherheit aufzugeben.

In den letzten Monaten haben sich die Ereignisse in meinem Leben überstürzt. Ich wurde quasi gezwungen, das Jobcenter und die damit verbundene Sicherheit loszulassen und endlich mir selbst und meinen Fähigkeiten zu vertrauen. Vor ein paar Wochen habe ich festgestellt, dass ich wieder fast gesund bin. Und plötzlich nehme ich auch wieder ab. Problemlos.

Mir war sehr schnell klar, dass das nur einen Grund haben kann:

es nützt mir nichts mehr, krank zu sein.

Offenbar hat der Körper seine eigene Wahrheit, an der er unerschütterlich festhält. Aber alles, was er getan hat, tut er nur, um mich zu unterstützen. Diese Erkenntnis hat mich sehr glücklich gemacht. Und seitdem tue ich alles, was ich kann, um meinerseits meinen Körper zu unterstützen. 

Ich bin noch lange nicht da, wo ich hin will, aber jetzt erkenne ich mich zumindest wieder, wenn ich in den Spiegel schaue und habe das Gefühl, mir zu gehören. Das ist unbezahlbar.

Haben Sie selbst auch vielleicht schon einen Nutzen für sich im Kranksein entdeckt? Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Herzliche Grüße,
Ihre
Monika Richrath

Bild von silviarita auf Pixabay 

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

In meinem kostenlosen E-Mail Kurs lernen Sie, wie Sie besser mit Stress, Überforderung und Erschöpfung aus der Hochsensibilität umgehen können.

Monika Richrath

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Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und drei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto, Nebennierenschwäche) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

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Das hat meinen Nebennieren wirklich geholfen

Das hat meinen Nebennieren wirklich geholfen

Seit Jahren plage ich mich mit einer Nebennierenschwäche herum, schlucke brav Energy Xtra und anderes. Ohne, dass sich großartig etwas verändert hätte  – mein Gefühl war eher, dass ich alles „in Schach“ halte.

Einmal hatte ich schon versucht, das Energy Xtra auf die Hälfte zu reduzieren, nur um dann in die sattsam bekannte Schlappheit zurückzufallen.

Ehrlich gesagt, war ich die Nahrungsergänzungen usw. leid. Sollte ich bis ans Ende meiner Tage in dieser Situation gefangen bleiben? Das wollte ich einfach nicht und ich habe mich zu Jahresbeginn zu einem radikalen Schritt entschlossen. So habe ich etwas gefunden, was mir wirklich geholfen hat.

Die Nebennierenrinde

spielt eine äußerst wichtige Rolle im Stoffwechsel des Körpers. Sie sorgt u. a. für die Ausschüttung von Cortisol in Stresssituationen. Das Cortisol wiederum soll den Blutzuckerspiegel erhöhen, Fette und Proteine aktivieren um für Glukosenachschub zu sorgen. Außerdem soll es die Immunreaktion, Herzschlag, Blutdruck, und Zentralnervensystem koordinieren, damit der Körper adäquat auf die Stressreaktion reagieren kann. So weit so gut, jedenfalls, was die Aufgaben gesunder Nebennieren angehen.

Wenn Sie meinen Artikel Hochsensibilität und Nebennierenschwäche gelesen haben, wissen Sie ja schon (vielleicht sogar aus eigener Erfahrung), dass ein zuviel an ständiger Cortisolausschüttung – wie es bei Hochsensibilität häufig der Fall ist, wegen des erhöhten Stressaufkommens – zu

einer Ermüdung der Nebennierenrinde

führt. Letzten Endes wird dann in Stresssituationen weniger Cortisol ausgeschüttet, als tatsächlich benötigt wird. Das hat Konsequenzen. An den Blutzuckerspiegel wird weniger Cortisol ausgeschüttet, werden weniger Fettsäuren für die Leber bereitgestellt. Auch die Produktion von Aminosäuren vermindert sich. Dies führt dazu, dass die Umwandlung von Glykogen (gespeicherter Blutzucker), Aminosäuren und Fettsäuren in Blutzucker ebenfalls leidet. Darum gibt es einen erhöhten Bedarf an Blutzucker in der Zelle, ebenso wie einen erhöhten Bedarf an Glukose, die aber nicht verfügbar ist. So entsteht

zellulärer Stress.

So entsteht auch die Lust auf Süßes, denn jedesmal, wenn wir etwas essen, steigt der Blutzucker und wir fühlen uns sofort besser. Wenn wir etwas Süßes essen ganz besonders. Aber danach fällt der Blutzucker wieder, (nach etwas Süßem geht es besonders abwärts) und das ganze Spiel geht von vorne los. Ich habe gelesen, dass Menschen mit Niebennierenschwäche häufig an Unterzuckerung leiden.

Ich bin ja schon sehr lange an dem Ernährungsthema dran. Eine ganze Weile habe ich es auch mit der Ernährung nach Anthony William probiert, aber nur mit mäßigem Erfolg.

Jedenfalls habe ich festgestellt, dass es bei mir unglaubliche Widerstände gibt, nahrungstechnisch adäquat für mich zu sorgen. Gute Ansätze halte ich meistens nur sehr kurze Zeit durch. Ich muss nur ein klitzekleines Bisschen aus dem Takt geraten und alles gerät aus dem Gleichgewicht. Zum Beispiel, wenn ich mittags unterwegs bin, habe ich keine Lust mehr zu kochen, wenn ich wieder zuhause bin und esse dann doch lieber eine Tüte Chips. Meistens fühlt sich das dann auch richtig an. Dagegen bin ich

vollkommen machtlos.

Bild von Ulrike Mai auf Pixabay

Als hätte ich keinen Willen und keine Kontrolle über meinen Körper. Nach allem, was ich jetzt weiß, hat dies sicherlich mit meinem Blutzuckerspiegel zu tun, der abstürzt oder abgestürzt ist und sofort Nachschub braucht. Und ich habe auch begriffen, dass ein einmaliger Absturz dazu führen kann, dass der ganze Tag ein einziger Absturz wird, weil mein Körper offenbar das Gefühl hat, dass da ein Loch irgendeiner Art ist, dass einfach nicht gestopft werden kann. Es kann natürlich auch sein, dass wenn ich mal mit dem Chips essen angefangen habe, es dann auch ein paar Tage dauert, bis ich sie total eklig finde. Das kommt unweigerlich auch irgendwann.

Darum habe ich mich zu einem

radikalen Schritt

durchgerungen. Denn nicht nur Dr. Wilson („Grundlos erschöpft“*),  sondern auch Anthony William („Mediale Medizin“*) empfehlen:

viele kleine Mahlzeiten über den Tag.

Anthony William geht sogar so weit, eine Nahrungsaufnahme alle 1,5 bis 2 Stunden zu empfehlen. Und das, wo der allgemeine Trend in Richtung Fasten geht, bzw. das sogenannte Intervallfasten von vielen Menschen propagiert wird, bei dem man nur 2 Mahlzeiten täglich zu sich nimmt. Es kann sein, dass das für viele Menschen richtig ist.

Wenn Sie aber an einer Nebennierenschwäche leiden, sollten Sie bedenken, dass Unterzuckerung selbst für den Körper neuen Stress auslöst. Ich habe immer gewusst, dass Fasten für mich überhaupt gar nichts ist, und dass es mir sowieso besser geht mit fünf kleinen Mahlzeiten am Tag, egal, was andere sagen. Aber alle zwei Stunden etwas zu essen ist eine ganz andere Nummer. Das läuft auf mindestens 7–8 kleine Mahlzeiten am Tag hinaus. Mich packte ehrlich gesagt schon bei der bloßen Idee die schiere Verzweifelung, wie ich das wohl umsetzen könnte.

Das klingt krass.

Und das ist es auch. Sie können sich denken, dass dies verbunden ist mit einer ziemlich umfassenden Verpflichtung an sich selbst. Es bedeutet, dass Essen eine Zeitlang die allerwichtigste Sache überhaupt ist und alles andere in den Hintergrund tritt. Mir kam manchmal der Vergleich mit Tieren in den Sinn, die den ganzen Tag mit der Nahrungssuche beschäftigt sind. Wie auch immer, die Aktion erforderte

eine längere und gründliche Vorbereitung

Ich habe mir dafür auch passenderweise eine besondere Zeit ausgesucht, nämlich im Urlaub, als es weder Kliententermine, noch Aufträge usw gab und ich mich ganz und gar dieser Angelegenheit hingeben konnte. Ich habe

  1. mir eine Liste gemacht mit kleinen Snacks die ich essen könnte und sie an den Kühlschrank geheftet. Bei der Gelegenheit, wollte ich Anthony William noch einmal eine Chance geben und mich möglichst AW-konform ernähren. Das war schon nicht so einfach, weil ich Rohkost nur in kleinen Mengen vertrage. Ich kann mir immer noch nicht vorstellen, eine Selleriestangen roh zu knabbern … Zur Inspiration habe ich ein paar Tage Kochbücher gewälzt.
  2. Für ein ausreichendes Nahrungsangebot gesorgt. Das ist in meinem Fall entscheidend gewesen. Ich bin eine ziemlich anspruchsvolle Esserin und für mich ist es wichtig, stets verschiedene Nahrungsangebote zur Auswahl zu haben.Ich habe sehr viele Soupies gegessen, ganz einfache Gemüsesuppen, im Kühlschrank stand immer ein Salat, der sich auch ein paar Tage halten konnte, z. B. geraspelte rote Beete mit geraspelter Birne, ich hatte immer einen Vorrat an Süßkartoffelwaffeln, die sich im Nullkommanichts auftauen lassen. Ich habe eine eigene Variation eines süßen Snacks von Anthony William kreiert, der sich auch auf Vorrat herstellen und im Tiefkühlfach aufbewahren lässt, und ich entwickelte im Laufe der Zeit auch einigen Einfallsreichtum, was kleine Mahlzeiten angeht. Lecker ist z. B. eine halbe Avocado mit Rucolapesto. (Mittlerweile ist mir klar, dass letzteres nicht AW-konform ist, weil viel zu fett. Aber egal, zu diesem Zeitpunkt hat mich nur interessiert, was geht für mich.)

Es hat nur zwei Tage gedauert, dann habe ich gemerkt:

Ich habe mehr Energie!

Noch etwas ist mir aufgefallen: Ich muss tatsächlich alle 1,5 Stunden etwas essen. Mir ist außerdem gedämmert, dass das verfügbare Zeitfenster zwischen dem Bedürfnis, etwas zu essen und dem Absturz verdammt eng ist. Vielleicht sogar nur eine Sache von Minuten. Aber ich habe sehr viel weniger Energiecrashs als vorher. Das steht schon mal fest.

Nach 30 Tagen fiel mir auf, dass

mein Energielevel unglaublich angestiegen ist

und dass diese Maßnahme mehr gebracht hat als alles andere. Offenbar können die Nebennieren sich einfach nicht regenerieren, weil sie dauernd mit dem Stress durch die Unterzuckerung beschäftigt sind. Sehr interessant, auch zu sehen, dass das mit der Unterzuckerung für den Körper totale Priorität hat. Und wenn dieser Stress weg fällt, können die Nebennieren sich vielleicht selbst regenerieren. Es könnte natürlich auch eine Rolle gespielt haben dabei, dass ich im Januar sehr viel Zeit und Muße hatte, mich ausschließlich um mich selbst zu kümmern.

Darauf habe ich mich entschieden, bis auf das Schilddrüsenhormon und die von Anthony William empfohlene Basisversorgung alle Nahrungsergänzungen abzusetzen, die ich zu diesem Zeitpunkt genommen habe – und das waren nicht wenige. Aber ionisiertes Zink habe ich mir besorgt. 

Vom Verstand her würde ich sagen, dass das abrupte Absetzen nach einer sehr schlechten Idee klingt. Davon würde ich jedem jederzeit abraten. Ausschleichen wäre sicher immer die bessere Alternative. Aber ich habe (vielleicht auch durch das häufige Essen) nun ein ganz anderes Verhältnis zu meinem Körper. Von daher habe ich einfach meinem sehr starken Impuls vertraut. Manchmal ging es mir richtig schlecht. Vor allen Dingen am Anfang hatte ich häufig das Gefühl, dass die Bauchspeicheldrüse sehr unzufrieden ist (um es mal lapidar zu sagen). Gelegentlich hatte ich das komische Gefühl, mein Körper fällt auseinander. Ich habe trotzdem weitergemacht. Nach ein paar anstrengenden Tagen oder Wochen, in denen mein Körper sich scheinbar neu organisieren musste, fühlte sich mein Körper vollkommen anders an.

Bitte lassen Sie mich sagen, wenn Sie das nachmachen wollen,

liegt es in Ihrer eigenen Verantwortung.

Ich rate Ihnen nicht dazu oder ermutige Sie auch nicht. Und natürlich kann bei Ihnen auch etwas Anderes herauskommen, nicht nur, was das Absetzen irgendwelcher Nahrungsergänzungen usw. angeht. Das funktioniert möglicherweise nicht bei allen gut. Jeder Körper ist ja anders.

Das ist übrigens bei mir auch

noch nicht das Ende vom Lied.

Ein paar Monate später bin ich mit einer Nachjustierung beschäftigt. Ich will das Konzept der Nahrungsmittelaufnahme in ganz kleinen Intervallen noch einmal aufnehmen. Ich habe das Gefühl, ich brauche das noch mal. Heute habe ich mir Staudensellerie gekauft und probiere jetzt mal die Selleriestange zusammen mit der Dattel als Snack …

In letzter Zeit bekomme ich so viele tolle wertvolle Informationen. Z. B. habe ich irgendwo gelesen, dass

unsere Fähigkeit, wie gut wir für uns sorgen können,

natürlich immer etwas damit zu tun hat, wie gut für uns als Kind gesorgt worden ist. Während ich diesen Artikel schreibe, ist mir eingefallen, dass ich als Baby nach der Geburt eine Gedeihstörung hatte. Meine Mutter musste also jeden zweiten Tag mit mir immer extra ins Krankenhaus fahren, wo ich besondere Nahrung erhielt. Dabei ging meistens der ganze Tag drauf und dann noch mit zwei weiteren Kleinkindern im Schlepptau … Das kam in der speziellen Familiensituation sicher nicht sehr gut und wird eine extra Anstrengung für meine Mutter gewesen sein … Damit werde ich mich noch einmal explizit mit klopfen beschäftigen …

Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare. Haben Sie schon einmal probiert, sehr häufig etwas zu essen? Und wie ist es Ihnen damit gegangen?

Herzliche Grüße,
Ihre
Monika Richrath

Bild von Ronny K auf Pixabay

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5 Tipps zur Unterstützung Ihrer Nebennieren

5 Tipps zur Unterstützung Ihrer Nebennieren

 

 

5 TIPPS ZUR UNTERSTÜTZUNG IHRER NEBENNIEREN

Mein Artikel über Nebennierenschwäche ist nach der Anleitung für die Rauhnächte der meistgelesenste Artikel auf diesem Blog. Ich vermute, dass Nebennierenschwäche ein Problem ist, mit dem viele hochsensible Menschen zu kämpfen haben. Es ist ja auch nur logisch, (wenn man bedenkt, dass Hochsensibilität grundsätzlich mit einer größeren (Stress)Empfindlichkeit einhergeht), dass irgendwann auf Körperebene eine größere biologische Konsequenz erfolgt, wenn der Stress nicht abgewendet oder abgebaut wird.

Bei Nebennierenschwäche gibt es einige Dos und Don’ts, mit denen Sie Ihren Körper unterstützen oder schädigen können. Daher habe ich hier einmal eine winzige Liste erstellt mit Dingen, die Ihrem Körper zugute kommen, wenn Sie an einer Nebennierenschwäche leiden - denn natürlich gibt es darüber hinaus noch jede Menge anderer Dinge, die Sie tun können.

1. Meiden Sie  stimulierende Getränke

Dazu gehören Kaffee und schwarzen Tee. Kaffee und schwarzer Tee enthalten die Substanz Theobromin, die  die Nebennieren belastet. Daher ist koffeeinfreier Kaffee auch keine Alternative. Kaffee ist auch deswegen schädlich für den Körper, weil er geröstet und gemahlen wird. Die Öle im Kaffee werden nach dem Mahlen schnell ranzig, was für dem Organismus nicht gut tut. Manche Menschen (z. B. ich selbst) reagieren empfindlich auf ranzige Fette und fühlen sich nach dem Verzehr unwohl. (Ich habe es übrigens auch schon mit Lupinenkaffee probiert, der überhaupt kein Koffein enthält, aber für mich sehr wie Kaffee schmeckt und kurioserweise auch die gleiche Wirkung auf mich hat wie Kaffee - ich schreibe es der Tatsache zu, dass Lupinenkaffee ebenfalls geröstet wird.)

Hochsensible Menschen sollten besser keinen Kaffee trinkenAber zurück zu echtem Kaffee: Kaffee spiegelt  Ihrem Körper eine künstliche Stress-Situation vor, die ihn dazu veranlasst, Blutdruck und Herzfrequenz zu steigern und über die Nebennieren Adrenalin und Noradrenalin auszuschütten. Auch der Serotoninspiegel wird dabei gesenkt, das ist so ziemlich das letzte, was Sie brauchen, wenn Sie unter Nebennierenschwäche leiden. In dem Artikel „Kleiner Schub fürs Gehirn“ können Sie mehr nachlesen zum Thema Kaffee.

Was  Sie tun können, wenn Sie nicht auf Kaffee verzichten wollen:

  • Kaffee nur mit Sahne trinken
  • etwas Nahrhaftes dazu essen
  • 2 x nippen und den Rest stehen lassen
  • Mehrere Dosen Chamomilla D12 nehmen

2. Meiden Sie Kakao

Schokolade enthält ebenfalls Koffeein und Theobromin und sollte ebenfalls gemieden werden, auch in flüssiger Form als heiße Schokolade. Die Kombination von Koffeein und Zucker ist für die bereits überbeanspruchten Nebennieren alles andere als prickelnd.

Wenn Sie süchtig nach Schokolade sind:

  • probieren Sie, ob Sie besser ohne zurecht kommen, wenn Sie täglich Magnesium zu sich nehmen.
  • Verwenden Sie Carob

 

Zucker und Weißmehlprodukte sind auch nicht förderlich bei Nebennierenschwäche3. Meiden Sie Weißmehlprodukte und Zucker

Diesen fehlen in der Regel die von uns dringend benötigten Nährstoffe und können Süchte auslösen. Da Menschen mit Nebennierenschwäche häufig einen niedrigen Blutzuckerspiegel haben, greifen sie gerne zu allem, was den Blutzuckerspiegel schnell in die Höhe treibt, was kurzfristig zwar hilft, aber nur um dann umso schneller wieder abzufallen … Viel sinnvoller sind also vollwertige Lebensmittel, z. B. Vollkorngetreide, wie Vollkornreis, Buchweizen, Haferflocken, Quinoa, Amaranth und natürlich auch Vollkornweizen, wenn Sie ihn essen. Unraffiniertes Getreide wird vom Körper viel langsamer verarbeitet, Nährstoffe und Energie werden daher auch viel langsamer aufgenommen. Lt. Dr. Wilson scheinen Menschen mit Nebennierenschwäche Getreide morgens weniger gut zu vertragen, experimentieren Sie hier am besten selbst. (Da die meisten erhältlichen Müslimischungen viel Zucker enthalten  sind sie ohnehin weniger gut geeignet.)

Auch bei glutenfreier Ernährung gibt es Alternativen. Ich selbst habe sehr gute Erfahrungen gemacht mit einem Brei aus glutenfreien Haferflocken, die ich vorher in der Kaffeemühle püriere und dann mit einer Prise Salz und einer Prise Vanille in warme Pflanzenmilch einrühre. Heute kann man auf so viele neue Möglichkeiten zugreifen - ich habe gerade meine erste Packung Braunhirsemehl gekauft und freue mich schon aufs Ausprobieren.

Bei Nebennierenschwäche sollte man in Ruhe essen4. Essen Sie in aller Ruhe

Essen Sie an einem ruhigen Ort, der Ihnen angenehm ist. Setzen Sie sich zum Essen hin, lesen Sie nicht, arbeiten Sie nicht, sehen Sie nicht fern. Atmen Sie dreimal tief ein und aus und halten Sie zwischendrin die Luft an, um sich zu entspannen. Der Körper kann die Nährstoffe aus der Nahrung viel besser verwerten, wenn er entspannt ist. Schlingen Sie das Essen nicht herunter, sondern kauen Sie. Jeden Bissen am besten dreißigmal. Zum einen ist das Kauen an sich entspannend, zum anderen unterstützen die im Speichel enthaltenen Enzyme die Verdauung. Und je besser und je länger Sie kauen, umso besser kann die Nahrung verwertet werden. Eine in Ruhe genossene Mahlzeit ist belebend und einfach nur gut für uns.

5. Gehen Sie zeitig zu Bett

Sie tun Ihren Nebennieren etwas Gutes, wenn Sie gegen 22 Uhr, spätestens 22:30 Uhr im Bett liegen, so dass Sie vor 23:00 Uhr schlafen. Tun Sie das nicht, könnte es passieren, dass Sie noch einmal ein Energiehoch bekommen, das Sie bis 1:00 oder 2.00 Uhr trägt. Denn Schlaf ist für die Erholung der Nebennieren äußerst wichtig. Dr. James Wilson, Autor des Buches „Vollkommenen erschöpft“ rät sogar dazu, zu versuchen, morgens zwischen 7:00 und 9:00 Uhr zu schlafen. Ich habe es schon gelegentlich ausprobiert und kann sagen, ja, es stimmt, wenn ich in dieser Zeit noch richtig schlafen kann, bin ich erholter. Meist bin ich aber leider deutlich früher wach.

Jetzt wäre es natürlich sehr spannend zu wissen, was sich bei Ihnen alleine durch das Befolgen dieser 5 Tipps verändert hat. Ich erwarte gespannt Ihre Kommentare!

Herzlichst, Ihre

Monika Richrath

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Monika Richrath

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*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig