Von der Schwierigkeit Entscheidungen zu treffen

Von Monika Richrath

„Nach dem dritten Burnout und div. Autoimmunkrankheiten (chronische Herpesinfektion, Fibromayalgie, Hashimoto, Nebennierenschwäche, HPU) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.“

15. Februar 2015

Fällt es Ihnen auch so schwer sich zu entscheiden? Für mich ist jede Entscheidung ein stressauslösender Akt, ganz egal worum es geht. Manchmal stehe ich verzweifelt vor meinem Kleiderschrank und kann mich nicht entscheiden, was ich anziehen soll. Gelegentlich grübele ich wochenlang darüber nach, ob ich Kontakte aufrecht erhalten soll oder nicht. Mit der Entscheidung mich selbständig zu machen habe ich jahrelang nur im Geheimen geliebäugelt, bis sie mir schließlich abgenommen wurde.

Ich bin nicht alleine, denn wie es aussieht, haben viele hochsensible Menschen Probleme damit, Entscheidungen zu treffen. Das ist sicher der Tatsache geschuldet, dass Hochsensibilität z. B. beinhaltet, dass wir Hypersensitiven uns oft der Konsequenzen bewusst sind, die eine Entscheidung beinhaltet und der Fähigkeit, diese Konsequenzen immer weiter zu denken.

Vorsicht an sich ist ja eine sehr gute Sache. Bestimmt hat die Vorsicht, die Hochsensible oft an den Tag legen, mit zum Überleben der Menschheit beigetragen - denn wenn wir alle aggressive KriegerInnen gewesen wären, gäbe es uns Menschen vielleicht schon gar nicht mehr. Nichtsdestotrotz kann diese Fähigkeit, Konsequenzen zu erkennen und in die eigenen Überlegungen mit einzubeziehen, auch ausufern: Wenn wir immer weiter- und weiterdenken, nehmen die Konsequenzen zwangsläufig irgendwann durch unsere Glaubenssätze und Vorstellungen verzerrte Formen und Dimensionen an.

Auch andere Menschen beziehen wir häufig in unsere Überlegungen ein und nicht selten räumen wir ihren Belangen mehr Wichtigkeit ein als unseren eigenen. Das fühlt sich nicht gut an.

Mir ist schon öfter aufgefallen, dass der Aufwand, den ich um Entscheidungen betreibe, in überhaupt keiner Relation steht zu der Wichtigkeit der Entscheidungen. Denn jede Entscheidung, die getroffen werden muss, ist schwierig. Es geht auch gar nicht darum, ob die Entscheidung, die getroffen wurde, die „richtige“ ist (Manchmal stellt sich das ja erst sehr viel später heraus). Es geht einzig und allein um den Prozess der Entscheidungsfindung, in dem ich mich richtiggehend verlieren kann.

Natürlich kann ich jede Entscheidung mit der Klopfakupressur beklopfen. Bei sehr großen, lebensverändernden Entscheidungen tue ich das auch. Darüberhinaus habe ich eine tolle, alltagstaugliche Methode gefunden (nun ja, eigentlich hat es mir jemand verraten), schnelle Entscheidungen zu treffen. Es handelt sich um einen kinesiologischen Test, der empfindsamen Naturen sehr entgegen kommt. Vielleicht bringt Ihnen das ja auch was.

Stellen Sie sich aufrecht hin (ich schließe dabei die Augen, aber es geht auch mit geöffneten Augen). Sagen Sie dabei „Mein Name ist (Ihr Name)“, oder „Ich heiße (Ihr Name)“ und spüren Sie, in welche Richtung sich Ihr Körper dabei bewegt. Das ist Ihre JA-Richtung. Dann sagen Sie „Ich heiße …und sagen dabei irgendeinen anderen Namen“. Dann bewegt sich Ihr Körper in eine andere Richtung, die Ihre NEIN-Richtung ist.

Wenn Sie nun eine Entscheidung zu treffen haben, stellen Sie sich aufrecht hin und stellen Sie sich eine Frage, die sich mit „JA“ oder „NEIN“ beantworten lässt. Die Bewegung ist nicht immer eindeutig, manchmal gibt es auch ein Zögern oder gar keine Bewegung …Es gibt Menschen, bei denen klappt dieser Test nicht. Es gibt noch andere kinesiologische Tests. Dies ist der einzige, der bei mir eindeutig funktioniert.

Was mir wirklich gut gefällt, ist das ich so auf sehr einfache Weise aus diesem langen Stress-produzierenden Entscheidungsprozess aussteigen kann. Ich überlasse die Entscheidung sozusagen meiner höheren Instanz - und das fühlt sich sehr gut an.

Probieren Sie es doch mal aus (man kann es wirklich fast überall machen) und schreiben Sie uns, was Sie für Erfahrungen damit gemacht haben. Außerdem habe ich wieder eine kleine Umfrage zum Thema „Entscheidungen“ erstellt.

Herzlichst, Ihre
Monika Richrath

Besser umgehen mit Hochsensibilität.

In meinem kostenlosen E-Mail Kurs lernen Sie, wie Sie besser mit Stress, Überforderung und Erschöpfung aus der Hochsensibilität umgehen können.

Ihre E-Mail-Adresse wird bei meinem E-Mail-Provider Active Campaign gespeichert. Sie können sich jederzeit problemlos aus dieser Liste austragen. Ihre Daten werden nicht an Dritte weitergegeben.

Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und drei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto, Nebennierenschwäche) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.

Die hier angewandte EFT* basierte Klopfakupressur orientiert sich weder an dem „Official EFT“/Optimal EFT“ von Gary Craig noch gibt sie dessen Inhalte wieder, sondern meine persönliche Sicht und Erfahrungen sowie das Verständnis von und mit der Arbeit mit der Klopfakupressur.

*EFT = Emotional Freedom Techniques, Begründer Gary Craig

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4 Kommentare

  1. Hallo Monika,

    da ich gerade mit einer Erkältung im Bett liege, habe ich mich spontan entschieden, zu Deinem Artikel ein Kommentar zu schreiben:-)

    So klar ist das mit den Entscheidungen bei mir nicht, ich denke gerade mal nach wo und wann die Unterschiede zu erkennen sind…..

    Es gibt Momente, da entscheide ich mich nicht oder verschiebe es immer wieder. V.a. bei logischer Herangehensweise, wenn eine Tabelle mit Für und Wieder keine klaren „Gewinner“ gibt. Und dann kommen die Emotionen dazu, alle möglichen, wild durcheinander. Z.B. Urlaub jedes Jahr aufs neue, da sind meine Gedanken so am Kreisen, ich versuche viel zu viel zu vorab schon zu kontrollieren.

    In spontanen „Eskalationsentscheidungen“ bin ich super schnell und auch sehr bestimmend. Unfälle, Krankheiten usw.

    Am wohlsten fühle ich mich, wenn ich bei mir bin und eine Entscheidung klar ist und ich diese nicht begründen kann. Ich kann mich im Herzen für eine Möglichkeit entscheiden und bin mir bewusst, dass es kein Richtig und kein Falsch gibt! Und es stört mich auch nicht, ich tue es einfach!

    Ich quäle mich mit der Logik am meisten und die bringt so viele Informationen nach oben uahhh, das ist mein Alltag, Eskalationen gibt es Gott sei dank selten und Herzensentscheidungen wünsche ich mir viel öfter. Ich übe noch:-)

    Die kinesiologische Idee probiere ich mal aus!

    Gruß
    Nick

    Antworten
    • Wow, so einen schnellen Kommentar hatte ich noch nie. Gute Besserung Dir!

      Antworten
  2. Oh mein Gott! Ich habe gerade diesen Selbsttest ausprobiert, mit mehreren „Fallen“, die ich eingebaut habe, um wirklich herauszufinden, ob ich nicht versehentlich meine Muskeln extra ansteuere… Und es hat funktioniert! Ich bin total begeistert 🙂 Das wird mir in Zukunft sehr sehr viel helfen, denn schon die kleinen, alltäglichen Entscheidungen sind mir ein Graus und dauern bei mir recht lange ! Ganz liebe Grüße, Nina

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    • Gerne, Nina, ich benutze diesen Test auch andauernd 🙂 Liebe Grüße, Monika

      Antworten

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