Würze mit Nebenwirkungen

Von Monika Richrath

„Nach dem dritten Burnout und div.  sog. „Autoimmunkrankheiten“ (chronische Herpesinfektion, Fibromayalgie, Hashimoto, Nebennierenschwäche, HPU) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als Coach und Trainerin für Klopfakupressur und bin die Autorin dieses Blogs.“

11. Oktober 2015

Wenn Sie merken, dass Sie beim Lesen dieses Artikels in Stress geraten, klopfen Sie doch einfach beim Lesen Ihre Handkante, wie auf dem Foto gezeigt.

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Manchmal möchte ich meine Hochsensibilität auf den Mond schießen - in dieser Woche habe ich geschlagene zwei Nächte nicht oder nur sehr wenig geschlafen. Heute fühle ich mich wie unter Wasser, irgendwie verzerrt, verlangsamt und ich habe Schmerzen überall. Das Schmerzlichste an diesem unerfreulichen Zustand ist, dass ich ihn selbst mitverursacht habe - wenigstens teilweise.

Im Laufe meines Lebens bin ich trotz einer Leidenschaft für Kochen und Essen davon abgekommen, Gewürze und Kräuter zu verwenden, teils wegen des intensiven Geschmacks, teils wegen der Auswirkungen auf meinen Körper. Koriander schmeckt für mich z. B. wie Seife, Chili verursacht mir körperliche Schmerzen, Knoblauch anhaltendende Hitze, von Pfeffer bekomme ich Hitzewallungen etc. Letztendlich hat sich die ganze Vielfalt an Kräutern und Gewürzen für mich auf drei Zutaten reduziert, auf die ich nicht verzichten möchte: Salz, Vanille und Muskat. Aber von diesen dreien gibt es nur ein einziges Gewürz, von dem ich mir sicher bin, dass es mir nicht schadet und das ist mein Himalaya-Salz (vermutlich gibt es Menschen, die hierin nicht mit mir einer Meinung sind). Zuviel Vanille und die Zunge wird sofort taub, zuviel Muskat oder zur falschen Zeit mit Muskat gewürztes Essen genossen und Schlafen wird ein Problem …

Dabei finde ich Muskat als Gewürz wirklich perfekt, weil es im Geschmack so unaufdringlich ist, vielen Gerichten aber die richtige Würze verleiht. Daher möchte ich Muskat nicht von meinem Speiseplan streichen, verkneife es mir aber tunlichst abends und selbst mittags gehen nur frisch geriebene Mini-Dosen. Soweit so gut. Leider reicht das auch nicht immer. Meine derzeitige Schlafmisere ist auf einen Streifzug durch den Bio-Supermarkt zurückzuführen, wo ich mir alles genau ansehe, neue Produkte begutachte und eventuell auch mitnehme. In diesem Rahmen bin ich im hungrigen Zustand auf ein neues Produkt gestoßen, mit dem Namen „Kokosknusper“. Die Inhaltsliste las sich lecker: Buchweizen, Datteln, Rosinen, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Kokosnuss, Leinsamen, Zimt und Muskat.  Ich hatte Hunger und es war Mittag, gekauft und geknuspert, danach ging ich zur Wassergmynastik, von der ich immer sehr hungrig werde, also munter weitergeknuspert -und weil ich so müde war, hatte ich gar nicht mehr im Blick, dass die Mittagszeit längst vorbei war.

Erst als ich dann abends im Bett lag und plötzlich wieder hellwach war und partout nicht einschlafen konnte, fiel mir ein, warum. Es geht mir dann nicht schlecht, ich habe keine Vergiftung mit Herzrasen etc. Ich kann bloß nicht schlafen.

Damit hätte es ja eigentlich gut sein können. Es fällt mir nur so schwer, Lebensmittel wegzuschmeißen und so kam das Knusperzeug zu einem zweiten Einsatz. Diesmal zu Mittag, ich habe darauf geachtet - aber es war ganz sinnlos.  Ich wälzte mich schlaflos im Bett herum. Vielleicht ist die verwendete Muskat-Dosis einfach zu stark für mich. Vorläufig ist das Fazit, das ich aus dieser Erfahrung ziehe, dass ich mit meiner besonderen Empfindsamkeit von anderen gefertigte Nahrungsmittel mit Muskat einfach meiden muss. Und vielleicht sollte ich das mit dem Lebensmittel nicht wegschmeißen können mal mit der Klopfakukpressur beklopfen …

Wie geht es Ihnen mit Gewürzen und Nahrungsmitteln? Leiden Sie unter sonderbaren Nebenwirkungen? Ich habe mal wieder eine kleine Umfrage erstellt und freue mich, wenn Sie teilnehmen.

Herzlichst, Ihre

Monika Richrath

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6 Kommentare

  1. andrea

    hallo monika, oh das kenn ich 🙂 bei mir sind chilli, fenchel, zimt und knoblauch solche kleinen killer. da macht es echt die dosis. und was gar nicht geht ist ingwer. (also kurz gesagt, je gesünder, desto fingerweg…) und noch was ist mir aufgefallen. die wirkung ist nicht immer die gleiche. gehts mir gut, vertrag ich auch besser. bzw. kann mit den nachwirkungen auch besser umgehen. verschenken statt wegschmeissen geht übrigens auch 🙂 schöne grüße, andrea

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    • Monika Richrath

      Hallo Andrea,

      Ingwer vertrage ich zum Glück ganz wunderbar. Besonders leid tut es mir aber um das Chili, was mir wirklich gut schmeckt. Ich wage immer wieder mal einen Versuch, der stets damit endet, dass ich dann ziemlich krasse Schmerzen bekomme – ich bin nicht maso, aber ich habe schon oft die Erfahrung gemacht, dass Dinge sich ändern können – auch Unverträglichkeiten 😉
      Heute habe mich auf einen kleinen Kniff besonnen mit dem Knoblauch. Wenn ich die Pfanne vor dem Kochen mit einer halben aufgeschnittenen Knoblauchzehe ausreibe, habe ich Knoblauch ohne Knoblauch. Das geht ganz gut …
      Herzliche Grüße, Monika

      Antworten
  2. Filippa Tausendschön

    Weizen geht gar nicht. Ich werde super nervös und kann 3 Tage lang nicht schlafen. Ich wusste gar nicht, dass Andere auch so auf Lebensmittel reagieren. Habe seit meiner Kindheit Schlafstörungen und sie bislang (bis auf den Weizen und scharfe Gewürze) nie mit meiner Ernährung in Verbindung gebracht. Danke für deinen Artikel, er hat mir wichtige Anregungen gegeben.

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    • Monika Richrath

      Vielen Dank, Filippa. Bei mir ist es der Käse, der für nervöse Anfälle sorgt … Herzliche Grüße, Monika

      Antworten
  3. Ela meier

    Hallo.ein sehr interessanter artikel. Können such soziale Ängste bzw diffuse angstGefühle die ich an manchen Tagen hab über unverträglichkeiten ausgelöst werden?

    Antworten
    • Monika Richrath

      Vielen Dank für deine Nachricht, Ela. Ich vermute ja, denn ich habe schon gehört, dass Zucker z. B. intensive Gefühlszustände auslösen kann (von daher könnte es mit anderen Substanzen ja ähnlich sein), ich weiß es aber leider nicht wirklich. Herzliche Grüße, Monika

      Antworten

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