Dr. Doris MärtinIntrovertierte Menschen haben es heutzutage nicht so leicht in einer Welt, in der äußere Reize immer intensiver und fordernder werden. Besinnung und Rückzug ist häufig angesagt und ganz sicher auch richtig. Der Hang zum Rückzug hat jedoch auch seine Tücken. Menschen neigen dazu, es sich in ihrer jeweiligen Komfortzone gemütlich zu machen. Global gesehen führt diese Tendenz jedoch dazu, dass introvertierte Menschen weniger gesehen und wahrgenommen werden, obwohl sie überall präsent sind und an den Fäden dieser Welt ziehen.

Kommunikationsfrau Dr. Doris Märtin, selbst

introvertiert, möchte es dabei nicht belassen. Sie wünscht sich, dass leise Menschen sichtbarer und hörbarer werden und sie hat jede Menge Ideen und Strategien im Gepäck, wie introvertierte Menschen leichter mit anderen ins Gespräch kommen und sich bemerkbarer machen können. Dazu greift sie häufig auf Beispiele des öffentlichen Lebens zurück.

Vorab verrate ich Ihnen gerne, dass dieses Buch mit für mich zum Besten gehört, was ich an Literatur für hochsensible Menschen gelesen habe. Das liegt zum einen daran, dass es äußerst pragmatisch ist (was ich sehr schätze), zum anderen ist es ausgesprochen kurzweilig. Es fiel mir schwer, es überhaupt aus der Hand zu legen, ich bin innerhalb von wenigen Tagen hindurchgefegt, so viel Spaß hat mir das Lesen gemacht.

leise gewinntDie Idee der größeren Dimension von Introversion, in der Hochsensibilität nur ein Teilaspekt darstellt, hat mir unglaublich gefallen (auch wenn mir natürlich bewusst ist, dass es auch hochsensible Menschen gibt, die extravertiert sind). Der Clou des Buches ist der innovative introDNATest© von Frau Märtin, in dem ermittelt wird, ob Sie eher rational oder emotional gesteuert, eher kontaktsicher oder -unsicher sind. Unterschieden wird dabei in die Typen: Masterminds, Supersensible, Nerds und Cocooner und wie viele Anteile der jeweiligen Typen Sie haben. Ich verrate Ihnen mein Testergebnis gerne: 66 Punkte für Supersensible, 49 Punkte Cocooner, 45 Punkte Masterminds, 39 Punkte Nerds. Ich fühle mich ganz wohl in der Bandbreite zwischen „einfühlsame Ästhetin und „unauffällige Nette“ … dass ich ein durch und durch emotional gesteuerter Mensch bin wusste ich ja schon …

Der Test ist aber lediglich eine Art Ausgangspunkt. Frau Märtin beleuchtet in 14 Kapiteln verschiedene innere und äußere Lebensbereiche, in denen es z.B. um Talente, Schneckenhäuser, Privatleben, Gespräche, Feste, Außenwirkung, Arbeit, Führungsstärken, Publikum etc. geht. Die unterschiedlichen leisen Typen haben eben auch unterschiedliche Schwierigkeiten in verschiedenen Situationen und benötigen nicht immer eine (Überlebens)strategie. „Liebe ausdrücken“ könnte z. B. eher für „Masterminds“ und „Nerds“ ein Problem darstellen und weniger für „Supersensible“ und „Cocooner“ – aber das entscheiden Sie natürlich letzten Endes selbst.

Ganz unbedingt bin ich dafür, sich selbst sichtbarer zu machen und anderen Menschen zu zeigen, dass man auch mit leisen Verhaltensweisen zum Ziel kommen kann. Es gibt nur ein Detail, in dem ich mit Frau Märtin nicht konform gehe: mir gefällt der Vorschlag nicht, so zu tun, als sei ich extrovertiert. Dies erinnert mich an die sog. „Persona“, von der Elaine Aron spricht – quasi eine Maske, die ich aufsetzen kann, wenn ich nicht möchte, dass andere Menschen etwas von mir sehen.

Ich finde es wichtig, dass wir lernen, unsere Komfortzonen zu erweitern. Von daher gefällt mir besser die Strategie: Ich verlasse meine Komfortzone und lerne etwas, auch wenn es mir als Hochsensible schwer fällt. Dass sich das unbedingt lohnt, weiß ich aus eigener Erfahrung sehr gut: Früher war ich so schüchtern, dass ich nicht mit fremden Menschen sprechen oder sie anschauen konnte – heute habe ich Spaß, wenn ich ein ganzes Wochenende lang in einem Seminar vor hochsensiblen Menschen spreche um Ihnen die EFT Klopftechnik nahe zu bringen. Es kommt mir zwar oft immer noch wie ein Wunder vor, aber ich weiß im Grunde genommen: Wenn ich nicht die bewusste Entscheidung getroffen hätte, meine Komfortzone zu verlassen, hätte daraus gar nichts werden können …

Herzlichst, Ihre
Monika Richrath

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Monika Richrath

Monika Richrath

Richrath EFT Lösung

Nach dem dritten Burnout und zwei Autoimmunkrankheiten (Fibromayalgie, Hashimoto) ist mir endlich klar geworden, dass ich nicht funktionieren kann in den üblichen Strukturen der Arbeitswelt und ich habe den Mut gefunden, mich selbständig zu machen. Seit 2011 arbeite ich als EFT-Coach und Trainerin und bin die Autorin dieses Blogs.